23.10.2014 / Bericht aus Straßburg

“Kampf” um Rumäniens Straßenhunde geht erfolgreich weiter!

Bruessel52Am 23. Oktober 2014 wurde die zweite Phase zur Rettung der Streunerhunde Rumäniens in die Wege geleitet.

Auf der Sitzung der Intergruppe für den Schutz und das Wohlergehen der Tiere (Intergroup for Animal Welfare and Conversation) hielt Abgeordneter Stefan Bernhard Eck ein eindringliches Plädoyer – nachdem er den anwesenden Parlamentarier/innen über seine Rumänienreise vor rund 4 Wochen und den dort gewonnenen Erkenntnissen berichtet hatte. Er bat die Mitglieder der Intergroup geschlossen eine Protestnote (ähnlich dem Letter of Protest der Fraktion der Europäischen Linken GUE/NGL)  an die rumänische Regierung und die verantwortlichen Behörden zu senden.

 

 

Bruessel53Danach schilderte die aus Rumänien angereiste Andrea Agapi den Anwesenden, welchen Repressalien sie und ihre 10 Jährige Tochter Sophia seitens der ASPA und der rumänischen Polizei ausgesetzt seien, seit sich ihr traumatisiertes Kind aktiv für die Streunerhunde Rumäniens einsetze.

Abschließend vereinbarten Janusz Wojciechowski (Präsident der Intergroup) und Stefan Bernhard Eck (einer der Vizepräsidenten der Intergroup), in Kürze eine Protestnote zu verfassen, den mittlerweile ca. 60 Parlamentariern, die der Intergruppe angehören, zur Unterschrift vorzulegen und danach der rumänischen Regierung und den verantwortlichen Behörden zu übersenden.

Dadurch folgt dem Vorstoß der Fraktion GUE/NGL eine zweite große Gruppe EU-Abgeordneter und wird gegen die fortdauernden Massaker an den Straßenhunden Rumäniens offiziell Kritik zu üben.

Der Präsident der Intergroup kündigte zum Schluss des Treffens an, schon bald eine Konferenz zum Thema Streunerhunde einzuberufen. Es wurde auch in diesem Zusammenhang eine Anfrage an den Rechnungshof der Europäischen Union bezüglich der korrekten Verwendung der EU-Mittel in Erwägung gezogen.

Durch die heutige Übereinkunft der Intergroup for Animal Welfare and Conversation ist ein weiterer Teilerfolg zur Beendigung der Gräueltaten an Rumäniens Hunden zu verzeichnen.

Der Abgeordnete Stefan Eck gab Frau Agapi eine persönliche Botschaft mit auf den Heimweg, die sie an Rumäniens Tierschützerinnen und Tierschützern weitergeben soll: “Ich werde bald wieder in Bukarest sein, um mit Euch um das Leben der Straßenhunde zu kämpfen.”

27.09.2014: Weltweite Demonstrationen gegen den Hunde-Mord in Rumänien

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war dabei

Mitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz engagierten sich am Samstag, dem 27.09.2014, an der Seite der Organisation “Yes! We care!”, z.B., in den Städten Hamburg, Dresden, München, Frankfurt, Braunschweig, Nürnberg und Leipzig gegen das Verbrechen an den Straßenhunden in Rumänien; bundesweit waren viele Aktivisten/innen unterwegs, um dazu beizutragen, dass mit “Yes! We care!” endlich dem Hunde-Morden in Rumänien ein Ende gesetzt wird.

Wir bedanken uns bei allen Parteimitgliedern ganz herzlich, die am Samstag in vielen Städten aktiv waren; ein besonderer Dank geht an die neuen Mitglieder, die wir an diesem Tag spontan dazu gewinnen konnten!

Übersicht der teilnehmenden Landesverbände siehe unterhalb der Fotos!

27.09.2014Hamburg1 27.09.2014Hamburg2

27.09.2014Dresden1 27.09.2014Dresden2

27.09.2014Braunschweig1 27.09.2014Muenchen2

27.09.2014Frankfurt1 27.09.2014Frankfurt2

27.09.2014Muenchen1 27.09.2014Braunschweig2

27.09.2014Nuernberg1 27.09.2014Nuernberg2

Der Landesverband Hamburg wurde bei der Yes! We Care – Demo unterstützt von unserem prominenten Mitglied Ingrid van Bergen. Bitte eigenen Videobeitrag von der Demo in Hamburg ansehen (hier)

27.09.2014: Weltweite Demonstrationen gegen den Hunde-Mord in Rumänien

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist dabei!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist seit einem Jahr an der Seite der Organisation “Yes! We care!” gegen die offiziell angeordneten und inzwischen polizeilich geschützten Straßenhunde-Massaker in Rumänien. Dieses Datum, das die Tötungsanordnungen für Streunerhunde determiniert, jährt sich in Kürze, und auch am 27.09.2014 erheben wir in ganz Deutschland unsere Stimme, zusammen mit Tausenden Tierschützern weltweit, gegen diese Unmenschlichkeit, die inzwischen ein ganzes Volk traumatisiert.

Bundesvorstandsmitglieder der Partei Mensch Umwelt Tierschutz engagieren sich in den Städten Nürnberg, München, Hamburg, Frankfurt und Braunschweig; Parteimitglieder sind bundesweit unterwegs, um dazu beizutragen, dass mit “Yes! We care!” endlich dem Hunde-Morden in Rumänien ein Ende gesetzt wird.

Die einzig nachhaltige Lösung der Problematik einer überbordenden Tierpopulation ist nachgewiesenermaßen (WHO) die Kastration der Tiere und Wiederaussetzung in ihrem angestammten Lebensraum.

Dass sich ein Mitgliedstaat der Europäischen Union über diese Erkenntnisse hinwegsetzt und Tiere und eine ganze Gesellschaft traumatisiert, ist nicht hinzunehmen! Für eine Hinwendung zu menschlichen und nachhaltigen Lösungen setzen wir uns an der Seite von “Yes! We care!” ein: in ganz Deutschland – für Rumänien und seine Streuner!

27.09.2014Rumaenienhunde

 

 

 

Unser Flugblatt für den 27.09.2014 “Das ist der Alltag der Hunde in Rumänien” hier lesen

Stellungnahme der Partei Mensch Umwelt Tierschutz zum Hunde-Massaker in Rumänien

Liebe Tierfreunde!

Selbstverständlich hat auch der Parteivorstand von den grausamen Vorgängen in Rumänien Kenntnis und verurteilt die tierfeindliche und absurde Entscheidung der politisch Verantwortlichen.

Leider ist nach dem EU-Recht (Vertrag von Lissabon) nicht der Umgang mit Heim- und Straßentieren explizit geregelt, sondern bleibt den einzelnen Mitgliedstaaten überlassen, so dass eine Intervention über die Europäische Kommission oder über das Europäische Parlament von vornherein zum Scheitern verurteilt ist.

Auch ein Einwirken auf die Bundesregierung erscheint uns auch nicht zielführend, da in Belangen, die mit Tierschutz – und vor allem im Ausland – zu tun hatten, niemals für die Tiere Partei ergriffen wurde.

Wir werden einerseits eine offizielle Protestnote unserer Partei an die rumänische Botschaft schreiben, andererseits nächste Woche unsere Mitglieder auffordern, selbst mit eigenen Schreiben und Anrufen gegen das Massaker an den Straßentieren zu protestieren.

Falls von Tierschutzorganisationen Protestkundgebungen vor der rumänischen Botschaft vorgesehen sind, werden wir uns natürlich daran beteiligen. Möglicherweise gelingt es uns aber auch, eine Demonstration selbst zu organisieren; wir werden diesbezüglich mit den verschiedene Tierschutzorganisationen nächste Woche Kontakt aufnehmen.

Leider sind damit aber auch schon unsere Möglichkeiten ausgeschöpft.

Stefan Bernhard Eck / Bundesvorsitzender

Bericht aus Rumänien

Unser Besuch bei VIER PFOTEN Romania / Vizita noastra la VIER PFOTEN România

******* Mai jos în român / Unten auf rumänisch *********

Am ersten Tag unseres gemeinsamen Besuches in Rumänien durften wir Dr. Anca Tomescu kennenlernen, eine der vordersten Kämpferinnen gegen das Leid der rumänischen Streunerhunde und -katzen. Wir trafen sie im VIER PFOTEN-Tierheim “Speranta” /Hoffnung , wo 600 Hunde beherbergt werden können und in dem sie eine kleine intergrierteTierklinik betreibt. Frau Tomescu ist seit 14 Jahren aktiv in der Versorgung von Streunertieren tätig. Sie ist die Leiterin von Stray Animal Care SAC von Rumänien, ebenfalls ein Projekt von VIER PFOTEN Romania.

 

Wir besichtigten das Tierheim. Zahlreiche Hunde, teils in Rollwagen, kamen uns entgegen und begrüßten uns freudig. In einem Krankenzimmer waren querschnittsgelähmte Hunde untergebracht, die noch in Behandlung sind, in einem anderen Raum Hunde, die an verschiedenen Erkrankungen leiden und ebenfalls aktuell noch behandelt werden. Es gab einen kleinen Operationsraum, ein größerer ist im Bau.

Wir konnten die Hündin Grivita, die versteckt unter einem Wohnwagen lag, entdecken. Verständlicherweise ist sie Menschen gegenüber mehr als misstrauisch! Grivita ist durch ihren entsetzlichen Leidensweg zu einem Symbol der Situation der Streunerhunde Rumäniens geworden! Ihr wurde im Oktober 2013, als die Jagd auf die Streuner offiziell begann von einem brutalen Sadisten mit einem schweren Gegenstand der Oberkiefer zertrümmert! Grivita hatte das Glück, dass die Menschen, die sie jahrelang als friedliche Straßenhündin in ihrem angestammten Revier betreut hatten, sich an VIER PFOTEN wenden konnten und ihr dort sofort geholfen wurde! Man kann nur in Ansätzen erahnen, wie vielen Streunern dies nicht vergönnt ist, wie viel nichtdokumentiertes Leid es in Rumänien gibt . Am Beispiel dieser Hündin, die gerettet werden konnte, lässt sich die Kostbarkeit der Arbeit der Tierschutzorganisationen besonders gut erkennen.

 

 

 

In einem Aufenthaltsraum setzten wir uns mit dem VIER PFOTEN- Team zu einem intensiven Gespräch zusammen. Frau T. berichtete über ihre Arbeit und selbstverständlich befürwortet sie einzig und allein das Programm “catch, neuter, release”, die einzige Methode, die auch von der WHO als effizient anerkannt ist.

Aus ihren Berichten, die sich mit denen weiterer Organisationen deckten, wurde deutlich, wie viel Gegenwehr es von behördlicher Seite gegen Hilfsprojekte gibt! Sie stehen dem Anliegen, die korrupte Maschinerie der Geldmacherei (Sicherung von Hunde-Nachschub durch Nicht- Kastration) aufrechtzuerhalten, im Weg.

So wurde VIER PFOTEN Romania mit Frau Dr. Tomescu bereits viermal von ihrem Standort vertrieben und musste einmal mit Hunderten von Hunden innerhalb von vier Tagen in ein anderes Areal umziehen Im September 2013 wurde ihr plötzlich der Zugang zu dem Shelter Pallady der ASPA verwehrt, wo sie damals regelmäßig Streuner im Einverständnis mit der Stadt Bukarest kastrierte! Gleichzeitig wurde ihr gesamtes tierärztliches Material beschlagnahmt und die bis dahin durchgeführte Methode des Kastrierens und Wiederaussetzens verboten. Im März dieses Jahres erfolgte ein Überfall durch die ASPA auf das von ihr betreute Tierheim. Die Hundefänger misshandelten und stahlen18 Hunde, die sich in der Obhut von VIER PFOTEN Romania befanden und frisch operiert waren. Aus dem Tierheim wurden insgesamt 75 Hunde in äußerst brutaler Weise entwendet. Bei diesem gewalttätigen Übergriff starben vier Hunde! Hinterlassen wurde ein Ort der Verwüstung, da massiv Gerätschaften und Gehege zertört wurden.

 

 

Frau Dr Tomescu arbeitet trotz aller Widrigkeiten weiter. VIER PFOTEN Romania gebührt unser höchster Respekt und unsere Hochachtung, genauso wie den anderen Organisationen, mit deren Vertretern wir am folgenden Tag Gespräche auf dem Universitätsplatz führten.

Unsere Delegation ist nicht nur nach Rumänien gekommen, um Informationen einzuholen, sondern auch, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten. So konnten wir in Erfahrung bringen, dass VIER PFOTEN Romania anbieten, in rumänische Städte und Gemeinden zu fahren, um vor Ort Kastrationen durchzuführen. Für solche Aktionen gibt es ein Klinikmobil. Am nächsten Tag hatten wir einen Termin bei dem Vizebürgermeister der Gemeinde Snagow, der lobenswerterweise (seit Aussetzen des Gesetzes 912) seit dem 20.05. nicht mehr einfangen lässt. Um ihn auf diesem guten Weg weiter zu unterstützen, nahmen wir das explizite Angebot von VIER PFOTEN Romania für Snagow freudig auf und fassten den Plan, dem Vizebürgermeister dieses Angebot zu unterbreiten.

 

******* Consecutiv în român / Nachfolgend auf rumänisch *********

În prima zi a vizitei noastre comune în România am avut placerea sa o cunoaștem pe dna. dr. Anca Tomescu, una din luptatoarele de prima marime împotriva suferințelor câinilor i pisicilor din strada, de la VIER PFOTEN România. Am întâlnit-o întâi la biroul din centrul Bucureștiului, dupa care ne-am deplasat împreuna cu ea la adapostul VIER PFOTEN “Speranța”, unde sunt adapostiți 600 de câini și unde exista și o mica clinica veterinara integrata. Doamna Tomescu are 14 ani de activitate în slujba animalelor fara stapân și este director al programului Stray Animal Care, SAC, în România, acesta fiind tot un proiect al Vier Pfoten.

Vizitam adapostul. Multi câini, unii în carucior, ne-au venit în întâmpinare și ne-au salutat cu bucurie. Într-o încapere sanitara mai erau deasemena îngrijiți alți câini cu paralizie a sistemului nervos central, aflați înca în tratament, într-o alta încapere se gaseau câini care sufereau de diferite boli și care se aflau actualmente în tratament. Exista o mica sala de operații și o alta, mai mare, în construcție.

Am putut sa o vedem pe cațeaua Grivița, care se ascundea sub o rulota. Se înțelege de la sine ca ea este mai mult decât neîncrezatoare vis-a-vis de oameni! Grivița, prin suferința îndurata, a devenit un simbol al situației câinilor fara stapân din România! Ei i-a fost retezat maxilarul superior în octombie 2013, când oficial a început vânatoarea autoritaților asupra câinilor fara stapân. Maxilarul superior i-a fost strivit cu brutalitate de un sadist, cu un obiect greu! Grivița a avut norocul ca oamenii, care o îngrijisera în zona lor, de ani de zile și care o știau de cațea blânda a strazii, s-au adresat celor de la Vier Pfoten, iar acolo i s-a oferit imediat ajutor! Putem numai de departe sa presupunem câți câini ai strazii nu au avut parte de asemena noroc și câta suferința neconsemnata exista în România.

Din exemplul acestei cațele ni se dezvaluie cât de prețioasa este munca organizațiilor de protecție a animalelor.

Într-o încapere anexa, ne-am așezat cu echipa de la VIER PFOTEN la o discuție intensa. Doamna Tomescu ne spune despre munca ei și bineînțeles confirma metoda “catch, neuter, release” (“prinde, sterilizeaza, elibereaza”) ca fiind singurul program eficient, recunoscut ca atare și de catre WHO (Organizația Mondiala a Sanatații).

Din spusele dânsei – care au acoperire în cele afirmate și de alte organizații – ne-a devenit clar, câta opoziție exista din partea autoritaților împotriva proiectelor care ofera ajutor! Acestea stau în calea mașinariei corupte de facut bani, pentru care e necesara refacerea populației de câini, prin neaplicarea castrarilor.

Astfel VIER PFOTEN Romania, cu doamna Tomescu, au fost scoși de patru ori din locațiile lor, iar o data au trebuit sa se mute împreuna cu sute de câini în interval de patru zile, întro alta locație. În septembrie 2013 l-i s-a interzis brusc accesul în adapostul Pallady al ASPA, unde ei efectuau castrari la intervale stabilite cu autoritațile orașenești! În același timp s-au confiscat toate materialele și inventarul medical și s-a interzis castrarea și reteritorializarea, metoda practicata pâna la acel moment. În martie anul curent, a avut loc un atac al ASPA asupra unui adapost supervizat de dânsa. Hingherii au maltratat și furat 18 câini, care se aflau sub tutela Vier Pfoten Romania și care erau proaspat operați. În total din adapost au fost ridicați cu brutalitate 75 de câini. În cursul acestui atac violent au murit 4 câini! În urma a ramas un loc pustiit, aparatele și țarcurile fiind distruse masiv.

Doamna Tomescu lucreaza cu toate acestea mai departe. Avem cel mai mare respect și toata considerația fața de VIER PFOTEN Romania, la fel cum avem și fața de celelalte organizații, cu ai caror reprezentanți am vorbit în ziua urmatoare în Piața Universitații.

Delegația noastra nu a mers în România numai pentru a aduna informații, ci și pentru a elabora propuneri și soluții. Astfel am aflat ca VIER PFOTEN Romania ofera orașelor și comunelor române posibilitatea intervenției la fața locului pentru efectuarea de castrari. Pentru aceste acțiuni exista o clinica mobila (rulota). În urmatoarea zi aveam programata o întâlnire cu vice-primarul comunei Snagov, care, în mod laudabil, oprise capturarile începând cu 20.06. (când s-a suspendat Legea 912). Pentru a-l susține sa ramâna pe acest drum, am preluat cu bucurie oferta explicita a celor de la VIER PFOTEN Romania pentru Snagov, pe care ne-am propus sa o prezentam vice-primarului.

Bericht aus Rumänien

Rumäniens sanfte Hunde – Reisebericht Nr. 1 von Barbara Nauheimer

Es ist meine dritte Rumänienreise. Ich habe gemischte Gefühle. Ich werde liebe rumänische Freunde in der Nähe von Buzau besuchen, darauf freue ich mich, und am nächsten Tag im Auftrag der Partei öffentliche und private Tierheime – adapostuli- in und um Bukarest besichtigen und mich als Mitglied unserer Partei-Delegation mit engagierten Tierschützerinnen und Tierschützern treffen. Es stellt sich heraus, dass meine beiden Delegationsmitglieder verspätet eintreffen werden, so dass ich den ersten Tag unseres offiziellen Besuchs ohne sie bewerkstelligen muss. Sie werden erst zu dem abendlichen Treffen mit den rumänischen Tierschützerinnen und Tierschützern anwesend sein.

Was wird mich erwarten? Streunende, nach Futter suchende Hunde? Überfahrene Hunde ?Nein, ich sehe auf den Straßen von Bukarest keine Hunde mehr. Auch keine toten. Doch, am letzten Tag unseres Besuches kommt eine Hündin auf uns zugelaufen, mitten in Bukarest, der einzige frei herumlaufende Hund, den ich gesehen habe. Wir nehmen sie mit und bringen sie in ein privates Tierheim. Wir geben ihr den Namen Amadea, “die von Gott geliebte”. Sie ist jetzt unser Partei-Hund und wird zu uns nach Deutschland kommen.

Die ASPA, die Hundefänger-Abteilung des Bukarester Rathauses hat “ganze Arbeit” geleistert. Es sind keine Hunde mehr auf der Straße. Die sanften Hunde Rumäniens sind verschwunden.

 

Ich besuche als erstes das von der ASPA geführte Tierheim Pallady. Der Empfang ist distanziert, aber nicht unfreundlich. Ich werde herumgeführt. Nur zwei Häuser, langgestreckte flache Gebäude, sind zugänglich. Es ist sauber. Fotografieren ist erlaubt. Ich habe den Eindruck, dass dies die “show-rooms”, die Ausstellungsräume des Adapostuls sind. Die anderen Gebäude darf ich nicht betreten. Ich werde recht rasch wieder heraus komplimentiert. Für ein Gespräch steht niemand zur Verfügung. Die Anwesenden sprechen nur rumänisch.

Es fällt mir erst später auf: Die Hunde begrüßen einen nicht. Kein Hund bellt. Es ist still. Ganz anders als in den privaten Sheltern. Dort drängen sich alle Hunde an das Gitter ihrer “kennels”, wollen gestreichelt werden und einen kurzen Moment der Zuwendung erhaschen. In Pallady nicht. Sie erwarten nichts mehr von Menschen.

 

 

 

Bragadiru steht als nächstes auf dem Programm. Schon der Namen verbreitet irgendwie Schrecken. Insassen des nahegelegenen Gefängnisses Bragadiru “betreuen” das Adapostul. Dieses riesige städtische Tierheim hat nichts gemein mit einem Heim. Es ist ein Konzentrationslager für ca. 1000 unschuldige Wesen, manche geliebt, viele lieblos auf der Straße entsorgt, die meisten haben in ihrem Leben nie erfahren dürfen “Haustier” zu sein.

Vor dem Eingang stehen einige Menschen. Sie warten darauf, eingelassen zu werden. Maximal 10 Minuten darf der Besuch dauern. Schreibt das Gesetz nicht etwas anderes vor? Soll nicht jeder Bürger die Möglichkeit zur Adoption eines Hundes haben? Geht das in 10 Minuten? Ich versuche mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen. Ich erfahre, sie suchen ihren Hund, der bei der letzten Einfangaktion, der nächtlichen Jagd der ASPA- Hundefänger, entwendet wurde. Ich werde hereingelassen. Mein Ausweis wird “sichergestellt”, warum? Handys und Fotoaparate sind verboten. Ich werde herumgeführt. Wieder stehen nur zwei Häuser zur Besichtigung zur Verfügung. Es ist sauber. Alle Hunde haben Wasser. Es ist still. Zwei Dinge fallen mir auf: Ein Cocker-Spaniel sitzt in einem “kennel”. Er hat noch sein Halsband samt Leine an. Ein Streunerhund? Wohl kaum. Ich sehe einen anderen, mit Halsband und “Flohhalsband”. Ein Streunerhund? 1000 Hunde soll es hier geben. Gesehen habe ich nur etwa 70.

 

Beim Verlassen des Areals treffe ich die Leute wieder, die mit mir vor dem Adapostul standen und auf Einlass gewartet haben. Ein Ehepaar hat seinen Hund wohl wieder gefunden. Ich helfe ihnen, ihren Hund in eine Reisetasche zu setzen. Eine Familie ist nicht fündig geworden. Ein blasses, etwa dreizehnjähriges Mädchen weint und schlägt verzweifelt mit ihren Händen an eine Wand.

Unsere Pressemitteilung vom 15.08.2014

Tierschutzpartei Rumänienreise – Massaker an Streunerhunden in Rumänien

Report mit Details zu Erkenntnissen, Informationen, Kontakten und der aktuellen Situation in Arbeit

Stefan Bernhard Eck (MEP), unser Abgeordneter im Europäischen Parlament, wird in den nächsten Tagen ein umfangreicher Bericht mit Informationen, Kontakten, Erkenntnissen und Bild/Textmaterial übergeben. Vom 08. bis 10.08.2014 befand sich eine Delegation der Partei in Rumänien, um sich im direkten Kontakt mit zahlreichen Tierschützern ein eigenes aktuelles Bild der Situation betreffend des “Straßenhundemanagements” vor Ort zu machen.

Neben der Besichtigung von mehreren Projekten der Tierrettung im Großraum Bukarest standen Treffen mit Vertretern der örtlichen Protestbewegung auf der Agenda sowie ein offenes Treffen in der Bukarester Innenstadt, an denen sich über 200 Tierschützer beteiligten.

Die Delegationsmitglieder erstellten umfangreiche Notizen, die in den nächsten Tagen ausgewertet und dann in einem Dossier ihrem Europa-Abgeordneten zusammengefasst zur Verfügung gestellt werden.

Bewegende Momente waren u.a. das Entzünden von Kerzen der Trauer vor einem der anerkannt schlimmsten und grausamsten “Public Shelter” in Bukarest gemeinsam mit bekannten rumänischen Tierschützern sowie der Moment, als eine Hündin Schutz bei der Delegation suchte und spontan von den Parteimitgliedern zu der Institution TurboVet gebracht werden konnte, wo sie behandelt und reisefertig gemacht werden wird, um dann einer sicheren Zukunft in Deutschland entgegen reisen zu können.

Das unermessliche Leid in Rumänien hinterlässt Spuren bei Mensch und Tier, die die Menschen vor Ort ihren deutschen Besuchern anvertrauten. Öffentliche Organe bedrohen nicht nur die Straßenhunde, sondern auch ihre Schützer und Retter. Es werden regelmäßig Menschen ihre Hunde von der Leine oder vom Privatgrundstück entrissen.

Ein Highlight war der Besuch in einer Stadt nördlich von Bukarest. Dem dortigen 1. Bürgermeister und seinem 2. Bürgermeister konnte ein Lösungsweg aufgezeigt werden, wie er, der seit 20.06.2014 keine Hunde mehr einfangen lässt, mit Hilfe einer großen Tierschutzorganisation das Straßenhundeproblem in seinem Ort nachhaltig angehen kann. Die Delegation kommt mit der Zusage im Gepäck nach hause, dass der Bürgermeister den Kontakt aufnehmen wird.

In den nächsten Tagen werden weitere Details zum Besuch veröffentlicht.

Kontakt: Bettina Jung, Tel.: 04165 – 224859, Mobil: 0170 – 3824947

17.07.2014: Kurzmeldung aus Strasbourg

Widerstand gegen Hundemassaker in Rumänien nimmt stetig zu!

Der Widerstand gegen die Hundemassaker in Rumänien und die aktuellen Übergriffe auf unzählige Tierrechtler/innen, die sich gegen die skandalösen Hundetötungen auflehnen, nimmt im Europaparlament stetig zu.

Wahrscheinlich ist damit zu rechnen, dass sich nach der Sommerpause des Parlamentes auch die Intergroup for Animals dieses Themas verstärkt annehmen wird.

Bei einem heute aufgezeichnetem Interview, das sich ausschließlich des Themas Streunertötungen in Rumänien widmete, wurde von den teilnehmenden Abgeordneten (Stefan B. Eck, Janusz Wojciechowski, Jörg Leichtfried, Anja Hazekamp) nach der Aufzeichnung deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man mit geeigneten Maßnahmen gegen die tierquälerische Vorgehensweise der rumänischen Regierung bzw. Behörden vorgehen müsse.

Stefan B. Eck, EU-Abgeordneter und Mitglied der Fraktion GUE/NGL, wird dieses Thema nach der Sommerpause ausführlich fraktionsintern zur Sprache bringen.

Das Hundemassaker in Rumänien wird mit Sicherheit auch im Brennpunkt der kommenden Monate bei der Intergroup for Animals stehen.

Hier geht es zum Youtube-Video des Interviews: (hier ansehen)

Teilnahme an Aktion “Walsrode bellt”

Bettina Jung in Aktion

An dem Event “Walsrode bellt” am 29.06.2014 beteiligte sich Bettina Jung vom LV Hamburg.

300 Unterschriften für die Rumänischen Streuner wurden mit “Yes, we care” gesammelt und mindestens eben so viele unserer Infoblätter verteilt.

Erstaunlich, wie viele “Hunde- Menschen” noch keine Kenntnis der furchtbaren Verhältnisse dort haben! Ab heute sind es weniger “Nicht-Informierte”!