Kennenlern Treff der Regionalgruppe Münsterland – 22.02.

Am Donnerstag, dem 22. Februar findet ab 17:30 Uhr ein Kennenlern-Treff für alle Mitglieder und Interessierte im Münsterland statt. Wir treffen uns dieses Mal im vegetarisch/veganen Prütt-Café, Bremer Str. 32 in Münster.

Das Prütt-Café war das erste vegetarische Restaurant in Münster und gibt es bereits seit über 30 Jahren. Weitere Informationen findest du unter: https://pruettpionierkueche.de/

Anfahrt ÖPNV:
Vom Hauptbahnhof (alle Busse und Bahnen), Ostausgang Bremer Platz, dann rechts, nach 200 m auf der rechten Seite

Parken PKW:
Parkplatz Albersloher Weg Ecke Hafenstraße (liegt am nächsten), oder auch Parkhäuser Bremer Platz und Bahnhofstraße

Du bist noch ganz frisch dabei und möchtest gerne in Kontakt mit anderen Mitgliedern kommen? Du bist schon länger dabei und hast einige Themen, die dir auf dem Herzen liegen?
Anders als unsere Veranstaltungen und Parteitage haben die NRW-Stammtische keine feste Tagesordnung. Ziel ist es, untereinander ins Gespräch zu kommen und sich besser kennenzulernen. Es sind ausdrücklich auch Nicht-Mitglieder sowie Mitglieder befreundeter Parteien eingeladen! Ein besonderer Aufruf geht jedoch an Mitglieder aus Münster und Umgebung, um die Regionalgruppe Münsterland weiter zu stärken.

Um die genaue Zahl der Teilnehmenden dem Café für die passende Tischgröße melden zu können, bitten wir um eine kurze, formlose Anmeldung unter nrw@tierschutzpartei.de

Neue Studie: Was tun gegen Food Waste?

Patricia Szilágyi, Absolventin des Masterstudiengangs European Studies – Management of EU projects der FH Burgenland beschäftigte sich in ihrer Masterarbeit mit dem Status quo rund um Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie in Österreich und der gesamten EU und kommt dabei zu folgenden Ergebnissen:

  • Was ist Lebensmittelverschwendung? Es gibt dazu unterschiedliche Erklärungsansätze, die teilweise auch kulturell divergieren. Etwa essen wir in Europa nicht alle Teile eines Tieres, während das in anderen Ländern der Welt durchaus üblich ist. In der EU ist der Begriff Lebensmittelverschwendung in der Abfallrichtlinie definiert. Erst seit 2020 wird auch einheitlich gemessen. 2022 wurden erstmals Daten präsentiert.
  • Aktuelle Situation: Europaweit entstehen 53 % der Lebensmittelabfälle in privaten Haushalten, gefolgt von 20 % in der Verarbeitung, 11 % in der Produktion, 9 % in der Gastronomie und 7 % im Handel.
  • Folgende Maßnahmen können sich in der Gastro positiv auf die Situation auswirken: Umverteilung (Lebensmittelspenden für karitative Zwecke), Veränderung im Konsument:innen-Verhalten (bei der Bestellung besser überlegen oder am Buffet nur so viel auf den Teller laden, wie man auch essen kann), Verbesserung von Lieferketten, mehr Regelwerk bzw. Gesetze zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung, Abfall-Verwertung (Tierfutter, Biomasse).
  • Herausforderungen liegen in den Bereichen: Überproduktion, Kalkulierbarkeit (wie viele Mitarbeiter:innen werden heute in der Kantine essen?), Kund:innenwünsche, -erwartungen (reiches Sortiment wird gewünscht), internes Management in den Betrieben, Datengrundlage, Haftung

Wo liegt der Fokus der EU?

  • Sowohl Österreich als auch die EU konzentrieren sich aktuell darauf, Plattformen zu bieten bzw. aufzubauen, auf denen sich die unterschiedlichen Stakeholder zum Thema austauschen und vernetzen können. Das funktioniert und kommt auch gut an, so die Studienautorin.
  • Weiters beschäftigen sich Österreich und auch die EU mit einer Priorisierung der Präventionsmaßnahmen und Wiederverwendung der übriggebliebenen Lebensmittel. Der Konsens lautet hier, dass diese vorrangig von Menschen konsumiert werden sollen. Lebensmittelspenden stehen also ganz oben auf der Liste an möglichen bzw. wünschenswerten Maßnahmen, während eine Nutzung als Tierfutter eine weniger bevorzugte Option ist, jedoch noch immer einer Vernichtung vorgezogen wird.

Wo sieht die Autorin Lösungsansätze?

  • Noch mehr awareness-raising: Die aktuellen Schulungsangebote werden in allen Bereichen schon derzeit gut angenommen und auch verstärkt gewünscht. Hier geht es vorrangig darum, Konsumentinnen und Konsumenten für die Problematik zu sensibilisieren, aber auch Mitarbeiter*innen von gastronomischen Betrieben oder im Handel sollen stärker einbezogen werden.
  • Wozu es derzeit nur wenige Maßnahmen und gesetzliche Regelungen gibt, ist die finanzielle und operative Unterstützung bei der Umverteilung überschüssiger Lebensmittel. Wer übernimmt Logistik und Transport von Lebensmittelspenden. „NGOs und Gastronomiebetriebe wünschen sich hier gleichermaßen mehr Unterstützung“, so die Absolventin. Auch in Bezug auf die Haftung hemmen die Reglements die Motivation für die Spende von Lebensmitteln. „Die lebensmittelrechtlichen und -hygienischen Vorschriften sind klar definiert, aber diese bieten keinen besonderen Anreiz für die die Lebensmittel abgebende und annehmende Organisation.

Sebastian Everding auf dem Umweltaktiontag Gelsenkirchen

Mein Name ist Sebastian Everding von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) und ich möchte gerne mit zwei Zitaten beginnen:

„Dieses Jahr ist es wärmer als je zuvor seit Beginn der Temperaturmessungen.“
„Diese Schwankungen werden mit 99 % Wahrscheinlichkeit keine natürlichen Ursachen haben, sondern durch Treibhausgase in der Atmosphäre verursacht werden, die der Mensch freisetzt.“

Wann glaubt, ihr wurde das gesagt?

Bereits im Jahr 1988 (!) durch den Wissenschaftlicher James E. Hansen vor dem US-Kongress. Das Wissen um den Klimawandel und die dramatischen Folgen wurde bereits vor über 35 Jahren von Wissenschaftlern so kommuniziert!

Was ist seitdem passiert?

Viel zu wenig! Massive Lobbyarbeit und Gegenkampagnen von global agierenden Ölkonzernen und anderen Firmen, die an der Ausbeutung der Umwelt, von Tieren aber auch von Menschen weltweit Profite generieren.

Aber leider auch die Ignoranz vieler Verbraucherinnen und Verbraucher, die ihren Pelzbommel an der Wintermütze schätzen, die in ein möglichst billiges Schnitzelbrötchen beißen wollen und denen egal ist, dass Grünflächen verschwinden, weil dort die Discounter Modekette Waren präsentieren möchte, die an der Stelle der Welt produziert werden, wo es die geringsten Auflagen zum Schutz der Arbeitskräfte und der Natur gibt.

Was müsste passieren?

Sehr viel mehr! Nur ein paar Beispiele: Die EU hat sich verpflichtet, bis 2030 mindestens 30 Prozent der Land- und Meeresflächen der EU unter Schutz zu stellen.  Deutschland hinkt bei besonders streng geschützten Gebieten hinterher, es liegt mit 0,6 % auf dem drittletzten Platz der EU-Staaten. Die Naturschutzgebiete in Deutschland wachsen zwar in der Zahl, sind aber viel zu klein. 58 % aller Naturschutzgebiete sind kleiner als 50 ha.

Was steht noch auf der Liste der Dinge, die passieren müssten? Ein Verbot von Pestiziden wie Glyphosat!

Obwohl der Wirkstoff Glyphosat als potenziell krebserregend eingestuft wird, welcher in zahlreichen Unkrautvernichtern enthalten ist, hat die EU-Kommission dieses Pestizid für weitere 10 Jahre zugelassen. Ein Skandal für die Gesundheit von Menschen, aber auch tödlich für zahlreiche Insekten.

Abschließend möchte ich nochmal auf das billige Schnitzelbrötchen vom Anfang meiner Ausführungen zurückkommen: Beim Stichwort Klimawandel und Umweltschutz denkt kaum jemand sofort an Landwirtschaft und Massentierhaltung. ABER die tierische Landwirtschaft verursacht weltweit 15 % aller Treibhausgasemissionen. Das sind mehr, als alle Autos und Flugzeuge zusammen. Ich kann es nicht oft genug erwähnen: 97 % aller Fleischprodukte stammen hier aus der Massentierhaltung. Wir stehen als Partei für einen Wandel hin zur bio-veganen Landwirtschaft.

Ich stehe hier als Kandidat der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) – Wir treten im nächsten Jahr zur Wahl des Europäischen Parlamentes an, um dort als Stimme der Stimmlosen die Themen auf die politische Agenda zu bringen, um die die meisten anderen Parteien einen großen Bogen machen.

Wir sind die Stimme der Natur, der Tiere, aber auch der Menschen, der Obdachlosen, der Menschen im Niedriglohnsektor, der Flüchtlinge und derer, die am Rande unserer Gesellschaft stehen müssen.

Um an der Wahl teilnehmen zu können, benötigen wir jedoch bundesweit sogenannte Unterstützungsunterschriften und da würden sie uns sehr helfen, wenn ihr hier für uns unterschreiben würdet.

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit!

EU-Kommission gegen Abschaffung von Pelzfarmen und Tiertransporten?

Obwohl sich über 1,5 Millionen Menschen für ein Ende der Pelztierzucht aussprachen, indem sie die Europäische Bürgerinitiative “Fur Free Europe” unterzeichneten, handelt die Europäische Kommission einfach nicht! Continue reading “EU-Kommission gegen Abschaffung von Pelzfarmen und Tiertransporten?”

EU-Bürgerinitiative für eine tabakfreie Umgebung

Seit Anfang des Jahres läuft die Unterschriftensammlung der EU-Bürgerinitiative für eine tabakfreie Umgebung und für die erste tabakfreie Generation Europas bis 2030. Die beiden Hauptziele sind dabei die Reduzierung der Umweltbelastung durch Zigarettenstummel und der Schutz von Kindern und Jugendlichen.
 
Vorbild für die Initiative ist Neuseeland. Dort wurde bereits im vergangenen Jahr ein Gesetz verabschiedet, dass es jungen Menschen ab 2025 unmöglich machen wird, in dort jemals legal Zigaretten kaufen zu können. Gegründet wurde diese Bewegung durch die Initiative nofumardores.org aus Spanien sowie das European Network for Smoking and Tobacco Prevention (ENSP) 

Durch Verkaufsverbote an junge Menschen, die ab 2010 geboren wurden, soll so die erste tabakfreie Generation in Europa heranwachsen können. Die Initiatoren der Bürgerinitiative stellten bereits sechs Forderungen an die Europäische Kommission, unter anderem: ein umfassendes Verbot von Tabakwerbung, Rauchverbote an Orten, die von Minderjährigen frequentiert werden und Finanzierung von entsprechenden Forschungsprojekten dazu.

Wer die Initiative unterstützen möchte, kann hier seine Stimme abgeben:  https://eci.ec.europa.eu/029/public/#/screen/home 

(se)

Infostand am Samstag in Essen

Hier brauchen wir dringend eure Hilfe: Um Unterstützungsunterschriften für die Europawahl 2024 zu sammeln, organisiert die Regionalgruppe Essen am Samstag, dem 2. Dezember von 10 bis 14 Uhr einen Infostand in Essen-Rüttenscheid.
Treffpunkt: Rüttenscheider Straße 62 – ÖPNV-Anbindung: U-Bahn Haltestelle U11/Straßenbahn 108 Rüttenscheider Stern. Für die Anreise mit dem Auto ist das nächste Parkhaus in der Berthold Str. 15 zu finden.
Meldet euch gerne unter nrw@tierschutzpartei.de, wenn ihr Lust und Zeit habt, uns an diesem Stand zu unterstützen.
(se)

Sebastian Everding: Schliefenanlagen schließen!

Redebeitrag von Sebastian Everding, Landesvorsitzender in NRW und Spitzenkandidat für die Europawahl 2024 auf der Demonstration gegen Schliefenanlagen in Dortmund:

 

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,
Liebe Nachbarinnen und Nachbarn,

etwa 5 km von hier entfernt liegt das Vereinsgelände des Dortmunder Ablegers des Deutschen Teckelclubs. Unscheinbar hinter hohen Zäunen, mit ganz viel hohen Sträuchern und vielen Bäumen, umringt von Feldern. So unscheinbar, dass ich selber erstmal dran vorbeigefahren bin. Kein Schild, keine Werbung….nichts! Auf der Homepage des Vereins, eine Postanschrift in Castrop-Rauxel und unter der Rubrik „Unser Zuhause“ nur ein Foto des Vereinsheims, aber ohne Adresse.

Die Frage an alle hier: Was ist da los beim Teckelclub zwischen Westerfilde und Kirchlinde?
Möglichkeit  1: Schlechtes Marketing-Konzept?
Möglichkeit 2: Passiert da vielleicht etwas, was nur ein ausgewählter Kreis von Vereinsmitgliedern, sowie befreundete Vereine aus dem Umland mitbekommen soll?

Hier die Auflösung: was sich hinter den hohen Zäunen und dem unscheinbaren grünen Tor abspielt wissen die wenigstens Dortmunder und selbst Menschen die seit Jahrzehnten in der direkten Umgebung wohnen nicht. Auch ich wusste davon nichts, bis zu dem Zeitpunkt als PETA im Februar 2022 mehrere Schliefenanlagen in Deutschland anzeigte und ich auf diesem Weg erstmals von dieser Anlage hier in der Nähe erfuhr.

Als Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) sind wir seit 2020 im Rat der Stadt Dortmund und fingen ab diesem Zeitpunkt an, Anfragen an das Veterinäramt im Ausschuss zu stellen. Dieses betonte von Anfang an, dass es ja eigentlich gar nicht zuständig sei, die Anlage aber gut kennen würde, da sie freiwillig auf ausdrücklichen Wunsch des Vereins bereits mehrfach besucht hätte.

Auch in dieser Zeit kamen erste Kontakte zu Martin Steverding und dem Netzwerk Fuchs, wir beteiligten uns an Demonstrationen in Olfen und Rhede und ich erkannte ein System: Diese Anlagen sind grundsätzlich immer weit außerhalb und immer wissen die allermeisten Anwohnerinnen und Anwohner nicht, was dort passiert.

Hundevereine machen oft sinnvolle Trainings von Leinenführigkeit, über die Suche von vermissten Menschen bis zu tollen Tricks…Hier gibt es jedoch ein Training der besonderen Art: Die Baujagd.

Um hier eine erfolgreiche Eintragung ins Zuchtbuch zu bekommen dürfen die Vereinsmitglieder aus Dortmund, aber natürlich auch von befreundeten Vereinen aus der Umgebung einmal Waldi in einen künstlichen Fuchsbau jagen. Dies wäre etwas befremdlich, aber wir würden hier nicht stehen, wenn der Fuchs genauso künstlich wäre! Aber nein, hier sitzen drei Fuchsschwestern seit frühster Kindheit (die Mutter ist wohl versehentlich vor ein Gewehr gelaufen) und diesen als lebendige Trainingsobjekte. Nur ein Trenngitter trennt den Hund vom Fuchs, der seinem natürlichen Fluchtinstinkten beraubt unter Todesängsten im sogenannten Kessel sitzt. Dieses Schicksal erdulden die drei Schwestern immer wieder aufs Neue, weil immer neue Zuchtjahrgänge trainiert werden wollen. Gehen davon alle später auf die Baujagd? Nö die allerwenigsten, aber die Prüfung muss sein.

Das Dortmunder Veterinäramt und viele andere Stellen berufen sich ausschließlich darauf, dass den Füchsen durch das Trenngitter kein körperlicher Schaden entsteht und blenden die Leiden durch immerwährende psychischen Todesängste vollständig aus. Und die Situation der dauerhaften Eingespertheit außerhalb der Trainingseinheiten lassen wir hier einmal komplett außen vor.  Aber diese Anlagen hier beim DTK und an vielen anderen Stellen sind erlaubt und das im Jahr 2023 – Ich frage euch: Sollten wir hier in Sachen Empathie und Tierschutz nicht schon viel viel weiter sein?

im letzten Jahr haben wir eine Online-Petition gestartet – Fast 61.000 Menschen haben schon für ein Verbot der Schliefenanlagen in NRW ihre Stimme erhoben. Je mehr Menschen davon erfahren, umso mehr Menschen sind auch dagegen. Wir stehen hier um mehr Menschen darüber aufzuklären und ein Ende dieser Ausbildungsmethode zu fordern. Unsere Ankündigungen und Videos vorab wurden von über 10.000 Menschen gesehen, so dass hohe blickdichte Zäune langsam nicht mehr ausreichen. Wir fordern eine sofortige Schließung der Schliefenanlagen hier in Dortmund, in Rhede, in Olfen, in Lemgo und überall anders! Die Füchse sollen umgehend an geeignete Vereine überstellt werden um ihr Leiden zu beenden und ihnen ihr Leben zurück zu geben! Wir kämpfen für ein Verbot von Schliefenlagen. Wir kämpfen für ein Ende der Baujagd und ein Ende der 400.000 Abschlüsse von Füchsen jedes Jahr!

Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit

 

Künstliche Intelligenz – Mehr Gefahr oder Chance?

Bereits im Sommer hat sich das EU-Parlament auf eine Position zur Regulierung von Künstlicher Intelligenz (KI) geeinigt. Ein Kernelement ist dabei das Verbot von Anwendungen, welche mit einem hohen Risiko für die Sicherheit verbunden sind, darunter fällt etwa die Gesichtserkennung. Eine viel beachtete Studie der Forschungsabteilung der Investmentbank Goldman Sachs kommt zu dem Ergebnis, dass rund zwei Drittel der derzeitigen Arbeitsplätze einem gewissen Grad an möglicher KI-Automatisierung ausgesetzt sind.  Bis zu einem Viertel der derzeitigen Arbeitsplätze können laut den Forschenden durch künstliche Intelligenz ersetzt werden. Die Berechnungen beziehen sich dabei auf den US-amerikanischen Arbeitsmarkt. Das Forschungsteam stellt dabei jedoch noch eine weitere Hochrechnung erschreckendem Ergebnis an: weltweit sind rund  300 Millionen Vollzeitarbeitsplätzen der möglichen Automatisierung ausgesetzt.

In einem ZDF-Beitrag sieht der KI-Experte Hinrich Schütze vom Zentrum für Informations- und Sprachverarbeitung an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU)  in der Entwicklung der KI eine Revolution, die technologisch mit dem Internet oder dem Smartphone vergleichbar ist. Demzufolge werden enorme Folgen für den Arbeitsalltag unausweichlich werden. Er kommt zu dem Schluss, dass viele Berufe wegfallen werden, wenn es einfach nur darum geht, Zusammenfassungen zu schreiben, Wissen zu sammeln und zu verdichten.

Die Frage, welche Berufe vor allem gefährdet sind, beantworten die ChatGPT-Macher in einer Studie selbst:  So hat sich das Unternehmens OpenAI mit Wissenschaftlern der University of Pennsylvania zusammengetan, um herauszufinden, auf welche Jobs sich ChatGPT am stärksten auswirkt. Der Studie zufolge sollten sich Menschen, die als Buchhalter:in, Mathematiker:in, Programmierer:in, Dolmetscher:in, Schriftsteller:in oder auch Journalist:in tätig sind, darauf einstellen, dass die KI zumindest einen Teil ihrer bisherigen Aufgaben übernehmen kann.

Europaweite Regelungen ab 2026 möglich

Bereits im Jahr 2021 hatte die EU-Kommission dem Europäischen Parlament ihren Vorschlag für das weltweit erste Gesetz zur Regulierung von KI vorgelegt. Aktuell laufen die Verhandlungen mit den EU-Mitgliedsstaaten und der Kommission über den endgültigen Wortlaut des Gesetzes beginnen. Eine Anwendbarkeit wäre aufgrund der Übergangsfristen ab 2026 möglich, aber nur unter der Voraussetzung, dass die Einigung noch vor der Europawahl im kommenden Jahr erfolgt.

 

Gerne würden wir mit euch über das Thema in unseren sozialen Medien diskutieren! Wir sind auf eure Meinung gespannt!

(se)

Deutschland muss “friedenstauglich” sein!

In der ZDF-Sendung Berlin direkt gab Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am vergangenen Sonntag ein viel beachtetes Interview. Als Kernsatz forderte er darin eine Kriegstauglichkeit der deutschen Bundeswehr. Er verwies ebenso darauf, dass die deutschen Streifkräfte bereits jetzt eine der stärksten Armeen innerhalb der NATO in Europa darstellen würden, bedingt durch einen „Mentalitätswechsel“ der Deutschen in Sicherheitsfragen jedoch noch wehrhafter werden müsse.

Was bedeutet die von Boris Pistorius angesprochene „Kriegstauglichkeit“ denn in der Praxis? Die Internetseite soldat-und-technik.de versucht sich in folgender Definition:

„Kriegstauglichkeit ist die nachgewiesene Eignung, mit den eigenen personellen, materiellen, infrastrukturellen, organisatorischen sowie betrieblichen Fähigkeiten, weitestgehend ohne Abstützung auf Leistungen Dritter, im dauerhaften, hochintensiven Gefecht mit einem gleichwertigen Gegner erfolgreich zu sein.“

Gemäß unseres Grundsatzprogramms sehen wir uns als konsequente Friedenspartei und bekennen uns dazu, dass Gewaltanwendung nicht Mittel politischen Handelns sein darf. Die oftmals zitierte ‚globale Verantwortung‘, die Deutschland zu übernehmen habe, sehen wir nicht in der Beteiligung an Militäraktionen oder in einem aus dem milliardenschweren Sondervermögen finanzierten Aufrüstungswettbewerb, sondern in der Einflussnahme auf politische Akteure in Richtung friedlicher, ökologisch und sozial ausbalancierter Problemlösungen. Alle europäischen und internationalen Interventionen unseres Landes müssen dabei in einem klaren Wertekodex eingebettet sein, der sich festmacht an den Forderungen nach Frieden, Erhaltung der Lebensgrundlagen von Mensch und Tier und der unbedingten Anhebung des Lebensstandards in Armutsregionen.

Übertragen auf den aktuellen Nahostkonflikt bedeutet dies, dass ausschließlich eine Zweistaatenlösung einen Ausbruch aus der andauernden Gewaltspirale sein kann. Dies bedeutet einen unabhängigen und überlebensfähigen Staat Palästina neben dem Staat Israel. Beide würden anerkannt und könnten in Frieden koexistieren. Alle Gespräche über eine Zweistaatenlösung sind bisher an den Fragen der Aufteilung des Landes, dem Status von Jerusalem und der Rückkehr von palästinensischen Flüchtlingen gescheitert. Die vom damaligen US-Präsidenten Trump im Jahr 2020 vorgeschlagene Zweistaatenlösung wurde von den Palästinensern abgelehnt, weil sie ihre Positionen nicht berücksichtigt sahen und Israel demnach viel mehr Kontrolle über zahlreiche Bereiche gehabt hätte. Selbstverständlich kann eine derartige Verhandlung bzw. die Erstellung einer Roadmap erst nach der Einstellung jedweder Gewaltanwendung und der Freilassung aller Geiseln beginnen.

Sebastian Everding, Bundesparteitag 2023

 

“Wir leben nicht mehr in einer bipolar geprägten Ordnung wie zu Zeiten des Eisernen Vorhangs und in unserer globalisierten Welt sind Themen in den Fokus der Außenpolitik gerückt, die dort früher nicht oder weniger stark auftauchten, so das der Schutz allen Lebens die oberste Handlungskoordinate sein muss. Der von Boris Pistorius angesprochene Mentalitätswechsel der Bevölkerung kann deswegen nicht in den Kauf von stärkerem Kriegsgerät wie Panzern und Jets münden, sondern ausschließlich in einer zivilen Konfliktlösung. Deutschland muss hierfür auf allen Ebenen seinen Einfluss geltend machen – Unsere Außenpolitik kann dabei nur eine konsequente Friedens- und Deeskalationspolitik sein!”

Hund&Pferd – Mein Kommentar zur Qualzuchtshow in Dortmund

Der Rassehundewettbewerb Mops am Samstag Halle 6, Ring 8 um 13:16 Uhr und die Sieger bei den Französischen Bulldoggen bereits um 10:00 Uhr in Halle 8, Ring 32. So lesen sich nur zwei Beispiele im Veranstaltungs-Zeitplan. Am kommenden Wochenende gastiert wieder die „Hund&Pferd“ in den Dortmunder Westfalenhallen. Dem Publikum werden dabei wieder einmal in einer Halle die Bewertungsringe für Qualzuchten mit Atem- oder Augenproblemen geboten, um dann über den  „Löseplatz“ mit Plastikrasen zu den Pferdeshows in „Gala-Qualität“ zu gelangen.

Zur Rückkehr der „familienfreundlichen Messe” nach drei Jahren Pause findet der NRW-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat für die Europawahl Sebastian Everding mehr als einen grundsätzlichen Kritikpunkt: „Durch die Veranstaltenden werden die rund 26 Prozent mehr Meldungen von Rassehunden zu den Wettbewerben freudig kommuniziert, sowie die extra aus Australien und den USA anreisenden Tiere – Hier treffen also Tierleid und unnötiger C02-Ausstoß direkt zusammen!“ so Everding und ergänzt: „Positiv hervorzuheben sind die umfangreichen Hinweise zur Tierschutzverordnung sowie die Augenuntersuchungen zur Messe, diese stellen für mich aber genauso ein Feigenblatt dar wie der Mischlingswettbewerb, denn eine jährliche klinische Untersuchung hat bislang noch keine der eklatanten Probleme der Hundezucht gelöst und wird es auch nicht!”.

„Aber auch beim Showprogramm stellen sich wohl allen Menschen die Nackenhaare auf, die sich für Tierrechte und gegen die Ausbeutung in der Unterhaltungsindustrie einsetzen: So ziehen Shire-Horses in der Gladiatoren-Show Kampfwagen durch die Arena in Halle 3 – Hier schließt sich nahtlos der Kreis zu den Pferde-Feuershows im Jahr 2019“ so Everding abschließend.

Es bleibt die Frage: Müssen immer spektakulärere und riskantere Shows mit Tieren als Akteuren für den Nervenkitzel der „Tierfreunde“ in der Halle stattfinden?