Bericht aus Essen

Zwei starke Männer – eine starke Idee

Beim Besuch des Veganz in Essen trafen zwei starke Männer aufeinander, um “ihre Kräfte zu messen” – natürlich friedlich und mit der nötigen Prise Humor.

Patrik Baboumian fördert auf athletische Art und Weise die vegane Idee – er gilt als einer der stärksten Männer Deutschlands, der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck kämpft mit seiner politischen Arbeit für die tierleidfreie Lebensweise. Eck ließ es sich nicht nehmen, sich beim Armdrücken ein Bild über Patrik Baboumians Körperkräfte, der seit 2011 vegan lebt, zu machen, obwohl der Bizepsumfang seines “Kontrahenten” den Ausgang der Kraftprobe erahnen ließ.

Stefan B. Eck lud den veganen Athleten dazu ein, bei entsprechender Gelegenheit andere EU-Abgeordneten von den körperlichen Vorteilen der veganen Ernährung bei einem Besuch in Brüssel zu überzeugen.

Bericht aus Rumänien

Rumäniens sanfte Hunde – Reisebericht Nr. 1 von Barbara Nauheimer

Es ist meine dritte Rumänienreise. Ich habe gemischte Gefühle. Ich werde liebe rumänische Freunde in der Nähe von Buzau besuchen, darauf freue ich mich, und am nächsten Tag im Auftrag der Partei öffentliche und private Tierheime – adapostuli- in und um Bukarest besichtigen und mich als Mitglied unserer Partei-Delegation mit engagierten Tierschützerinnen und Tierschützern treffen. Es stellt sich heraus, dass meine beiden Delegationsmitglieder verspätet eintreffen werden, so dass ich den ersten Tag unseres offiziellen Besuchs ohne sie bewerkstelligen muss. Sie werden erst zu dem abendlichen Treffen mit den rumänischen Tierschützerinnen und Tierschützern anwesend sein.

Was wird mich erwarten? Streunende, nach Futter suchende Hunde? Überfahrene Hunde ?Nein, ich sehe auf den Straßen von Bukarest keine Hunde mehr. Auch keine toten. Doch, am letzten Tag unseres Besuches kommt eine Hündin auf uns zugelaufen, mitten in Bukarest, der einzige frei herumlaufende Hund, den ich gesehen habe. Wir nehmen sie mit und bringen sie in ein privates Tierheim. Wir geben ihr den Namen Amadea, “die von Gott geliebte”. Sie ist jetzt unser Partei-Hund und wird zu uns nach Deutschland kommen.

Die ASPA, die Hundefänger-Abteilung des Bukarester Rathauses hat “ganze Arbeit” geleistert. Es sind keine Hunde mehr auf der Straße. Die sanften Hunde Rumäniens sind verschwunden.

 

Ich besuche als erstes das von der ASPA geführte Tierheim Pallady. Der Empfang ist distanziert, aber nicht unfreundlich. Ich werde herumgeführt. Nur zwei Häuser, langgestreckte flache Gebäude, sind zugänglich. Es ist sauber. Fotografieren ist erlaubt. Ich habe den Eindruck, dass dies die “show-rooms”, die Ausstellungsräume des Adapostuls sind. Die anderen Gebäude darf ich nicht betreten. Ich werde recht rasch wieder heraus komplimentiert. Für ein Gespräch steht niemand zur Verfügung. Die Anwesenden sprechen nur rumänisch.

Es fällt mir erst später auf: Die Hunde begrüßen einen nicht. Kein Hund bellt. Es ist still. Ganz anders als in den privaten Sheltern. Dort drängen sich alle Hunde an das Gitter ihrer “kennels”, wollen gestreichelt werden und einen kurzen Moment der Zuwendung erhaschen. In Pallady nicht. Sie erwarten nichts mehr von Menschen.

 

 

 

Bragadiru steht als nächstes auf dem Programm. Schon der Namen verbreitet irgendwie Schrecken. Insassen des nahegelegenen Gefängnisses Bragadiru “betreuen” das Adapostul. Dieses riesige städtische Tierheim hat nichts gemein mit einem Heim. Es ist ein Konzentrationslager für ca. 1000 unschuldige Wesen, manche geliebt, viele lieblos auf der Straße entsorgt, die meisten haben in ihrem Leben nie erfahren dürfen “Haustier” zu sein.

Vor dem Eingang stehen einige Menschen. Sie warten darauf, eingelassen zu werden. Maximal 10 Minuten darf der Besuch dauern. Schreibt das Gesetz nicht etwas anderes vor? Soll nicht jeder Bürger die Möglichkeit zur Adoption eines Hundes haben? Geht das in 10 Minuten? Ich versuche mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen. Ich erfahre, sie suchen ihren Hund, der bei der letzten Einfangaktion, der nächtlichen Jagd der ASPA- Hundefänger, entwendet wurde. Ich werde hereingelassen. Mein Ausweis wird “sichergestellt”, warum? Handys und Fotoaparate sind verboten. Ich werde herumgeführt. Wieder stehen nur zwei Häuser zur Besichtigung zur Verfügung. Es ist sauber. Alle Hunde haben Wasser. Es ist still. Zwei Dinge fallen mir auf: Ein Cocker-Spaniel sitzt in einem “kennel”. Er hat noch sein Halsband samt Leine an. Ein Streunerhund? Wohl kaum. Ich sehe einen anderen, mit Halsband und “Flohhalsband”. Ein Streunerhund? 1000 Hunde soll es hier geben. Gesehen habe ich nur etwa 70.

 

Beim Verlassen des Areals treffe ich die Leute wieder, die mit mir vor dem Adapostul standen und auf Einlass gewartet haben. Ein Ehepaar hat seinen Hund wohl wieder gefunden. Ich helfe ihnen, ihren Hund in eine Reisetasche zu setzen. Eine Familie ist nicht fündig geworden. Ein blasses, etwa dreizehnjähriges Mädchen weint und schlägt verzweifelt mit ihren Händen an eine Wand.

Demo-Wochenende gegen Air France

Am Samstag, 16.8. und Sonntag, 17.8., hat unser Landesverband Baden-Württemberg mit jeweils ca. 15 Personen am Stuttgarter Flughafen gegen die Transporte von Affen in Versuchslabore durch Air France protestiert und darüber aufgeklärt. Vielen Dank an alle, die dabei waren und wieder dazu beigetragen haben, dass (potenzielle) Kunden von Air France / KLM über das grausame Geschäft aufgeklärt wurden, das Air France als letzte große Fluglinie noch betreibt! Viele Passagiere haben Flyer entgegengenommen und uns zu verstehen gegeben, dass sie unsere Aktion begrüßen und sich wünschen, dass Air France aus diesem grausamen Geschäft aussteigt. Am Sonntag hat sich sogar ein Passant kurzentschlossen ein Plakat geschnappt und noch die letzten 10 Minuten dazu gestellt. Seid auch bei künftigen Aktionen (wieder) dabei und helft uns Air France dazu zu bringen endlich ebenfalls aus dem grausamen Handel mit Tieren für die Versuchsindustrie auszusteigen, damit wir unserem langfristigen Ziel, dem Ende jeglicher Tierausbeutung, wieder einen großen Schritt näher kommen!

Hier findet ihr weitere Infos und eine Möglichkeit direkt bei Air France zu protestieren.

Unsere Pressemitteilung vom 15.08.2014

Tierschutzpartei Rumänienreise – Massaker an Streunerhunden in Rumänien

Report mit Details zu Erkenntnissen, Informationen, Kontakten und der aktuellen Situation in Arbeit

Stefan Bernhard Eck (MEP), unser Abgeordneter im Europäischen Parlament, wird in den nächsten Tagen ein umfangreicher Bericht mit Informationen, Kontakten, Erkenntnissen und Bild/Textmaterial übergeben. Vom 08. bis 10.08.2014 befand sich eine Delegation der Partei in Rumänien, um sich im direkten Kontakt mit zahlreichen Tierschützern ein eigenes aktuelles Bild der Situation betreffend des “Straßenhundemanagements” vor Ort zu machen.

Neben der Besichtigung von mehreren Projekten der Tierrettung im Großraum Bukarest standen Treffen mit Vertretern der örtlichen Protestbewegung auf der Agenda sowie ein offenes Treffen in der Bukarester Innenstadt, an denen sich über 200 Tierschützer beteiligten.

Die Delegationsmitglieder erstellten umfangreiche Notizen, die in den nächsten Tagen ausgewertet und dann in einem Dossier ihrem Europa-Abgeordneten zusammengefasst zur Verfügung gestellt werden.

Bewegende Momente waren u.a. das Entzünden von Kerzen der Trauer vor einem der anerkannt schlimmsten und grausamsten “Public Shelter” in Bukarest gemeinsam mit bekannten rumänischen Tierschützern sowie der Moment, als eine Hündin Schutz bei der Delegation suchte und spontan von den Parteimitgliedern zu der Institution TurboVet gebracht werden konnte, wo sie behandelt und reisefertig gemacht werden wird, um dann einer sicheren Zukunft in Deutschland entgegen reisen zu können.

Das unermessliche Leid in Rumänien hinterlässt Spuren bei Mensch und Tier, die die Menschen vor Ort ihren deutschen Besuchern anvertrauten. Öffentliche Organe bedrohen nicht nur die Straßenhunde, sondern auch ihre Schützer und Retter. Es werden regelmäßig Menschen ihre Hunde von der Leine oder vom Privatgrundstück entrissen.

Ein Highlight war der Besuch in einer Stadt nördlich von Bukarest. Dem dortigen 1. Bürgermeister und seinem 2. Bürgermeister konnte ein Lösungsweg aufgezeigt werden, wie er, der seit 20.06.2014 keine Hunde mehr einfangen lässt, mit Hilfe einer großen Tierschutzorganisation das Straßenhundeproblem in seinem Ort nachhaltig angehen kann. Die Delegation kommt mit der Zusage im Gepäck nach hause, dass der Bürgermeister den Kontakt aufnehmen wird.

In den nächsten Tagen werden weitere Details zum Besuch veröffentlicht.

Kontakt: Bettina Jung, Tel.: 04165 – 224859, Mobil: 0170 – 3824947

Lachs in der Massentierhaltung

Am 05.08.2014 brachte “Frontal 21” einen Bericht zur Lachszucht in Norwegen. (Hier zum Bericht)

Hier ein Statement von MEP Stefan B. Eck: Lebensmittelsicherheit beim Zuchtlachs: Fehlanzeige!

Rund 95 Prozent aller atlantischen Lachse stammen aus Zuchtfarmen und ein Großteil davon landet auf den Tellern der Konsumenten in Europa, denn Lachs gehört zu den beliebtesten Fischsorten.

Eine aktuelle Studie von Dr. Jerome Ruzzin von der Universität Bergen hat nun die “dunkle Seite” der Produktionsmethoden der ständig wachsenden Aquafarmen ans Licht gebracht.

Bekannt war bisher, dass in der Lachszucht Unmengen Antibiotika und verschiedene Chemikalien eingesetzt werden. Nun hat sich herausgestellt, dass in dem Lachsfutter auch das hochgradig krebsauslösende und neurotoxische Insektizid Endosulfan enthalten ist.

Die EU legt für fast alle Lebensmittel präzise Schadstoffgrenzwerte fest, nur bei Lachs existieren für die meisten Gifte keine Grenzwerte. So wundert es nicht, dass im Zuchtlachs 5 bis 10 mal mehr toxische Stoffe enthalten sind als beispielsweise in Fleisch, Milch und Eiern.

Die Liebhaber dieser Fischart nehmen den Giftcoktail beim Essen auf – ein gesundheitlicher Risikofaktor ungeahnten Ausmaßes. Dr. Ruzzin hat Mäuse längere Zeit mit Zuchtlachs gefüttert und stellte schwere Nierenschäden bei den Tieren fest. Es ist also nur eine Frage der Zeit, bis sich die ersten Nierenerkrankungen durch den Lachskonsum auch bei Menschen einstellen werden.

In Norwegen werden die Verbraucher bereits durch staatliche Stellen gewarnt, höchstens 2 x pro Woche Lachs zu konsumieren.

Nicht nur der Lebensmittelsicherheit wegen, sondern auch, um der tierquälerischen Lachszucht Paroli zu bieten, wird der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck die Kommission in Kürze mittels einer offiziellen Anfrage mit dieser Thematik konfrontieren, und man darf schon jetzt gespannt sein, wie sie darauf reagieren wird…

Kurzmeldung zum Artensterben

Jane Goodall warnt vor baldigem Aussterben der Menschenaffen

Die Umweltaktivistin Jane Goodall warnt von einem Aussterben der Menschenaffen in den kommenden Jahrzehnten. “Wenn wir nichts dagegen unternehmen, werden die Menschenaffen aufgrund der Zerstörung ihres Lebensraums und des illegalen Handels verschwinden”, sagte Goodall bei der Vorstellung ihres neuen Buchs “Seeds of Hope” in Nairobi.

In den vergangenen 50 Jahren habe sich die Zahl der Schimpansen bereits weltweit von etwa zwei Millionen auf 300 000 Tiere verringert.

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Veganes Sommerfest in Heilbronn

Landesverband Baden-Württemberg in Aktion

Der Landesverband Baden-Württemberg war am 10.08.2014 auf dem 1. veganen Sommerfest in Heilbronn bis 20:00 Uhr aktiv. Es gab veganen Döner und Kuchen. Am Infotisch konnten sich die BesucherInnen über die Zielsetzungen unserer Partei informieren und entsprechendes Material mit nach Hause nehmen.

Bericht aus Rumänien

Amadea bat persönlich darum, von der Tierschutzpartei Delegation gerettet zu werden

Das Gepäck ist gepackt. Das Frühstück intus. Das Auto steht bereit. Da kommt auf einmal eine Hündin auf die Delegationsmitglieder Barbara Nauheimer, Bettina Jung und Martin Buschmann von der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ direkt zu.

Sie kommt direkt aus Richtung des 50 Meter vom Hotel entfernten Fahrer-Lager der ASPA. Sie schaut sie an. Sie bekommt ein wenig “Restfrühstück”. Aber ihre Augen bitten um mehr. Sie schaut die drei Politiker an und ihre Augen sagen, dass sie nur einen Wunsch hat: Überleben!

Sie möchte nicht wieder zurückgeschickt werden, auf die Strasse, direkt neben den Parkplatz der Hundemörder im städtischen Auftrag. Sie möchte nicht weiterleben auf der Straße, wo die weißen Autos mit dem Wappen des Bürgermeisters Oprescu nach Angst, Blut, Urin, Panik, Tod von unschuldigen Hunden riechen. Nicht dorthin zurück, wo man täglich aufbricht, um Tieren das zu nehmen, was sie als einziges haben: Freiheit und Leben.

Was macht man in so einer Situation? Ich weiss nicht, was andere täten. Aber eine TIERSCHUTZ-Partei lässt so eine Bitte an ihr Herz heran.

Der Hund durfte also mit! Zum Glück war der nächste Programmpunkt die Tierklinik mit angeschlossenem Privatshelter Turbopet.

Dort wurde die Maus von Barbara Nauheimer auf den Namen Amadea getauft. Sie ist jetzt offizielle Patenhündin der Delegation, die für sie, wenn sie wieder festen Boden unter den Füssen hat, mit vereinten Kräften ein fantastisches Zuhause für sie finden wird.

Wer weiss? Vielleicht wird sie in einem knappen Monat gemeinsam mit Milia reisen, der Hündin vorne auf dem zweiten Foto, die genau in diesem Shelter auf ihre vollständige Genesung wartet und auf die eine wunderbare Zukunft bei Horst Wester wartet, ebenfalls Vorstandsmitglied unserer Partei?

Besuch bei “Vier Pfoten”

08.08.2014 / Delegation in Bukarest eingetroffen

Der erste Tag der Rumänienreise liegt hinter den Teilnehmern. Nach einer verspäteten Ankunft (Nebel in Hamburg) und Zusammentreffen mit vielen engagierten Straßenhunde-Freunden ist eine Erkenntnis schon vorhanden: Nein – die Bukarester geben ihre Straßenhunde nicht auf. Sie kämpfen weiter. Und dies auf allen Ebenen.

Delegationsmitglied Barbara Nauheimer hatte die Möglichkeit, sich Teile der Public Shelter der ASPA PALLADY und BRADADIRU von innen anzusehen. Sie bekam dort allerdings nur einen Teil der Anlagen gezeigt, den man für zeigenswert hielt. Daher wäre es unrealistisch, Rückschlüsse auf die Situation der Hunde insgesamt aus diesen Eindrücken zu ziehen.

Ein privates Tierheim sowie das Fahrerlager der ASPA standen ebenfalls auf dem Programm bevor die Reisenden dann am Abend in einer Runde von ca. 15 Aktiven der Hunde-Retter-Szene eine Präsentation verschiedener Strategien zur Lösung des Problems der Behandlung der Straßenhunde und der Tierschützer seitens der Behörden in Bukarest präsentiert bekamen.

Für den zweiten Tag stehen heute u. a. ein Besuch bei Vier Pfoten Romania, ein öffentlicher Termin im Zentrum von Bukarest sowie zahlreiche weitere Gespräche mit Menschen auf den Programm, die für eine humane Lösung des Straßenhundeproblems aktiv sind. Sehen Sie sich das Video mit Barbara Nauheimer an.

Kurzmeldung

Tiermediziner fordert Mindestpreis für Fleisch

Thomas Blaha, Professor der Tierärztlichen Hochschule Hannover und Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz, fordert einen gesetzlichen Mindestpreis für Fleisch, damit das Wohl der Tiere in den Ställen verbessert werden kann. Er wünscht sich mehr Engagement vom Staat, weil man dem Staatsziel Tierschutz verpflichtet sei.