Nach der Sturmflut: Wohin verschwinden all die Robben?

Nach den Sturmfluten an der Nordseeküste wurden viele junge Robben angespült. Einige Robben hatten Glück – sie wurden gerettet und versorgt, denn sie wurden von Helfer:innen wie Janine gerettet.

Doch nicht alle Robben haben dieses Glück… Während einige Tiere gerettet werden, sind andere weiterhin in Gefahr. Die Situation ist gerade komplex und unübersichtlich.

Robbenjäger sind im Dauereinsatz – viele Tiere werden eingesammelt. Wir wissen nicht genau, was danach mit den Tieren passiert – Transparenz fehlt. Wir fordern Aufklärung, Transparenz und echten Schutz für unsere Meeresbewohner.

In der Seehundstation Friedrichskoog werden derzeit nur Tiere aufgenommen, die Janine von Föhr und Amrum bringt. Dabei wurden nach der Sturmflut deutlich mehr Robben angespült – wo sind all die anderen? Die Angaben sind nicht transparent. Behörden und Stationen müssen offenlegen, was mit den Tieren passiert.

Was ihr tun könnt:

  • Fragt beim Umweltministerium Schleswig-Holstein nach, wie die Dokumentation abläuft und was mit den Robben passiert.
  • Fragt auch direkt bei der Seehundstation Friedrichskoog nach, wo all die anderen angespülten Tiere sind.
  • Teilt diesen Beitrag, damit noch mehr Menschen hinschauen. Jede Nachfrage zählt. Für Transparenz. Für die Tiere.

Enttäuschender Gerichtsbeschluss: Verfassungsgericht lehnt Befreiung von Unterstützungsunterschriften ab

Wir hatten gemeinsam mit vielen Mitgliedern und Freund:innen unserer Partei anlässlich der Brandenburger Landtagswahl 2024 eine Wahlprüfungsbeschwerde gegen die starre gesetzliche Pflicht zur Sammlung von Unterstützungsunterschriften (UU) eingereicht. Continue reading “Enttäuschender Gerichtsbeschluss: Verfassungsgericht lehnt Befreiung von Unterstützungsunterschriften ab”

Pressemitteilung: Tierschutzpartei kritisiert Pony-Karussell und Feuerwerk auf der Lautrer Oktober-Kerwe – „Tiere sind keine Volksfestattraktionen“ 

Kaiserslautern, 25. Oktober 2025 –
Trotz zahlreicher Proteste und wachsender Kritik aus der Bevölkerung findet sich auf der diesjährigen Oktober-Kerwe in Kaiserslautern erneut ein Pony-Karussell. Zudem ist wieder ein Abschlussfeuerwerk geplant – ein Ereignis, das für Tiere mit enormem Stress verbunden ist.

„Ponys sind Fluchttiere. Es widerspricht ihrer Natur, stundenlang Lärm, Musik und Menschenmassen ausgesetzt zu sein – und dabei immer wieder fremde Personen tragen zu müssen“, erklärt Nathalie Christine Pönicke-Schmitz, Landesvorstandsmitglied der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) Landesverband Rheinland-Pfalz. „Das hat nichts mit Unterhaltung zu tun, sondern mit Tierleid, das vermeidbar wäre.“

Auch das geplante Feuerwerk steht in der Kritik. Es verursacht nicht nur massiven Stress bei Haus-, Wild- und Nutztieren, sondern auch erhebliche Umweltbelastungen. Durch die Explosionen werden Feinstaub und Schwermetalle freigesetzt, die sich in Boden und Grundwasser absetzen können.

Die Tierschutzpartei fordert die Stadtverwaltung eindringlich auf, den Einsatz von Tieren auf Volksfesten zu beenden und künftig auf Feuerwerke zu verzichten. Zahlreiche Städte in Deutschland haben bereits Alternativen wie tierfreie Kinderattraktionen oder lautlose Licht- und Lasershows erfolgreich eingeführt.

„Wir appellieren an die Bürgerinnen und Bürger, das Angebot der Pony-Karussells nicht zu nutzen. Jede nicht gekaufte Runde ist ein Zeichen für Mitgefühl und gegen Tierleid“, so die Tierschutzpartei weiter.

Die Partei hofft, dass die Stadt Kaiserslautern den Wunsch vieler Lautrer ernst nimmt und der Oktober-Kerwe in Zukunft ein modernes, tierfreundliches und umweltbewusstes Gesicht gibt.

Kontakt:
PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei Presseteam
0179 439 8802 – presse@tierschutzpartei.de – tierschutzpartei.de

Das war unser Landesparteitag 2025

Am Wochenende des 18. und 19. Oktober 2025 fand unser diesjähriger Landesparteitag der Tierschutzpartei Berlin statt – und was sollen wir sagen: Es war einfach großartig!
Bei bestem Herbstwetter kamen rund 25 engagierte Mitglieder im KuBiz (Kultur- und Bildungszentrum) in Berlin-Weißensee zusammen, um gemeinsam über die Zukunft unserer Partei zu beraten, wichtige Anträge zu diskutieren und neue Vorstandsmitglieder zu wählen.

Samstag – Vorstand, Chili und Nudging
Kurz nach 10 Uhr eröffnete unser Landesvorsitzender Maxim Seeck den Parteitag mit einer inspirierenden Rede.
Im Anschluss standen mehrere Anträge zur Optimierung unserer Satzung und der Abläufe bei parteiinternen Wahlen auf der Tagesordnung – schließlich lebt Demokratie von stetiger Weiterentwicklung, und wir leben sie!

Da unser Landesvorstand noch nicht vollständig besetzt war, wurden einige Ämter nachgewählt:
Nicole Porm wurde zur neuen Landesvorsitzenden gewählt und bildet nun gemeinsam mit Maxim Seeck und Nico Poschinski die Dreierspitze unseres Landesverbands.
Außerdem wurde Viola Carroll zur Schatzmeisterin gewählt.
Julian Müller, zuvor Beisitzer im Landesvorstand, kandidierte als Generalsekretär und wurde ebenfalls gewählt.

Nach so viel Wahlspannung kam die Mittagspause wie gerufen – und sie hatte es in sich! Es gab Chili sin Carne, Ofenkartoffeln, Guacamole, frisches Brot und Obstsalat. Alles selbstverständlich vegan, aus geretteten Lebensmitteln und mit viel Liebe zubereitet.


Gestärkt ging es in die zweite Runde der Vorstandswahlen:
Als Beisitzende wurden Helene Euringer und Fabian Dufossé gewählt. Zusammen mit Jessica Böhm und Evgeni Kivman komplettieren sie nun den Beisitz im Vorstand.

Unser Geschäftsführer bleibt weiterhin Mirko Claus, hier gab es keine personellen Veränderungen.
Zum Abschluss des ersten Tages hielt Jens Vogt von Vier Pfoten einen spannenden Vortrag über „Nudging-Strategien“ – also darüber, wie man Menschen mit sanften Impulsen zu tierfreundlicherem Ernährungsverhalten bewegen kann. Die anschließende, lebhafte Fragerunde zeigte deutlich, wie groß das Interesse an diesem Thema war.

Gegen 16:30 Uhr endete der erste Sitzungstag offiziell, doch viele Mitglieder blieben noch und ließen den Abend in gemütlicher Runde mit anregenden Gesprächen ausklingen.

Sonntag – Parität, Gemeinwohl und politische Zukunft
Auch am Sonntag starteten wir kurz nach 10 Uhr wieder voller Energie. Es standen weitere Satzungsänderungen auf der Agenda, darunter eine besonders wichtige:
Zustimmung für die Geschlechterparität
Künftig wird unser Landesvorstand geschlechterparitätisch besetzt. Unsere Mitgliedschaft besteht ohnehin zu zwei Dritteln aus nicht cis-männlichen Personen. Und obwohl Gleichstellung für uns längst gelebte Praxis ist, wollten wir dies nun auch offiziell in unserer Satzung verankern. Ein starkes Zeichen für gelebte Gerechtigkeit!

Nach einem weiteren veganen, köstlichen Mittagessen mit Zucchini-Booten, Blumenkohlsuppe, frischem Brot und Pflaumenkuchen folgte ein inspirierender Vortrag der Gemeinwohl-Ökonomie Berlin-Brandenburg e.V.. Neno Rieger und Jelmen Guhlke erklärten eindrucksvoll, wie sich Gemeinwohl-Orientierung und nachhaltiges Wirtschaften politisch in Berlin umsetzen lassen – ein Thema, das perfekt zu unseren Grundwerten passt.

Im Anschluss widmeten wir uns noch intensiv unserem Wahlprogramm für die kommende Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus. Die Diskussionen waren leidenschaftlich, aber immer respektvoll. Genau so, wie Politik sein sollte.

Zum Abschluss hielt unser Landesvorsitzender Nico Poschinski eine motivierende Abschlussrede, in der er den Teamgeist und den Einsatz unserer Mitglieder lobte und für den kommenden Wahlkampf motivierte.

Der wohl beste Landesparteitag ever!
Zwei Tage, gefüllt mit spannenden Debatten, inspirierenden Vorträgen, demokratischen Entscheidungen und jeder Menge Teamgeist. Viele sagten am Ende: „Das war der beste Landesparteitag, an dem ich je teilgenommen habe!“.

Wir nehmen viel Motivation, Zusammenhalt und neue Ideen aus diesem Wochenende mit und blicken voller Energie auf den bevorstehenden Wahlkampf. Berlin, wir sind bereit! 🌱🐾

Zum Welternährungstag: Wir fordern gesunde und tierfreundliche Ernährung in öffentlichen Einrichtungen

Heute ist der Welternährungstag! Wir nutzen dies als Anlass, um ein Umdenken bei der Essensversorgung in öffentlichen Einrichtungen zu fordern. Schulen, Krankenhäuser und Pflegeheime in Berlin sollen künftig ausschließlich gesundes, pflanzliches Essen anbieten – zum Schutz von Menschen, Tieren und Umwelt.

Eine aktuelle Studie im Lancet Planetary Health zeigt: Die Mahlzeiten in vielen Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen tragen nicht zur Genesung bei, sondern gefährden durch ihren Nährstoffmangel und hohen Anteil tierischer Produkte die Gesundheit der Patient:innen [1]. Gleichzeitig belegen zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, dass eine vollwertige vegane Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes und bestimmte Krebsarten deutlich senkt.

„Gesunde Ernährung darf keine Glückssache sein – schon gar nicht in Einrichtungen, die im Auftrag der öffentlichen Hand handeln“, sagt unser Landesvorsitzender Nico Poschinski. „Wer ernsthaft über Prävention und Gesundheit spricht, muss pflanzliche Ernährung in Schulen, Krankenhäusern und Pflegeheimen zur Norm machen. Alles andere ist kurzsichtig – ethisch, gesundheitlich und ökologisch.“

Wir verweisen darauf, dass eine konsequent pflanzliche Verpflegung nicht nur dem Wohl von Menschen dient, sondern auch Leid vermeidet und enorme Umweltvorteile bietet. Tierhaltung ist einer der größten Treiber von Treibhausgasemissionen und Ressourcenverbrauch – während pflanzliche Alternativen deutlich klimafreundlicher sind.

„Berlin könnte hier Vorbild sein“, so Poschinski weiter. „Eine Hauptstadt, die Verantwortung übernimmt – für Mensch, Tier und Umwelt. Wir fordern den Berliner Senat auf, den Welternährungstag zum Anlass zu nehmen, endlich mutige Schritte in der Ernährungswende zu gehen.“
 
 
[1] Vgl. Pörtner, L. M., Schlenger, L., Gabrysch, S., Lambrecht, N. J.: Dietary quality and environmental footprint of health-care foodservice: a quantitative analysis using dietary indices and lifecycle assessment data. The Lancet Planetary Health [DOI: 10.1016/j.lanplh.2025.05.004]

Sterilisation statt Jagd – Mitgefühl statt Gewalt !

Das Erschlagen eines Waschbären in Lemgo durch einen Jäger war definitiv nicht tierschutzkonform, das Hinzuziehen einer Tierärzt:in, von Veterinäramt oder Auffangstation wäre notwendig gewesen. Die Staatsanwaltschaft Detmold hat das Verfahren eingestellt.

“Dieser Fall zeigt erneut, dass das Tierschutzgesetz Tiere kaum schützt, sondern tierfeindliche Praktiken wie diese legitimiert”, so Daniela Klöpperpieper, Regionalleiterin Ostwestfalen der Tierschutzpartei.

Für eine Populationsreduzierung sind zudem Sterilisationsprojekte wie in Kassel geplant nachhaltiger, da es bei Bejagung zum sog. kompensatorischen Fortpflanzungseffekt kommt.

Unsere Forderungen:

  1. Grundlegende Reform von Tierschutzgesetz und Jagdrecht mit Überarbeitung der Ausnahmen im TschG, unangekündigten Kontrollen und höheren Strafen für Verstöße
  2. Sterilisations-/Kastrationsprojekte als tierschutzkonforme Populationskontrolle
  3. Überprüfung des Falls Lemgo durch das Landesministerium und Einbindung von Tierschutzorganisationen in Fragen des Wildtiermanagements
  4. Ablösung jagdlich geprägter Personen in behördlichen Tier- oder Wildtierämtern oder als Beauftragte durch fachkundige Natur-/Tierschützer:innen

Rote Karte gegen Schliefenanlagen – Weltrekord für den Tierschutz in Dortmund

Am vergangenen Samstag, den 11. Oktober versammelten sich zahlreiche engagierte Menschen aus ganz Deutschland am Europabrunnen in der Dortmunder-City, um gegen die tierschutzwidrige Praxis der Schliefenanlagen und der Fuchsjagd zu protestieren. Continue reading “Rote Karte gegen Schliefenanlagen – Weltrekord für den Tierschutz in Dortmund”

Landtagswahlen Ba-Wü 2026

Zehn Jahre ist es her, dass die Tierschutzpartei in Baden-Württemberg zur Landtagswahl angetreten ist. Damals konnte man nur über die 70 Wahlkreise antreten. Eine Herkulesaufgabe für eine Kleinpartei. Zum Glück kam im Jahr 2022 eine Wahlreform in Ba-Wü, in welcher eine Zweitstimme, also eine Stimme für die Landesliste, eingeführt wurde. Ebenso wurde das Wahlalter auf 16 Jahre reduziert.

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