24 Kandidierende der Tierschutzpartei in Vorpommern-Greifswald!

Sind Umwelt- und Tierschutz kommunale Themen? Selbstverständlich! Auf der kommunalen Ebene werden etliche Entscheidungen getroffen, die unsere Natur erhalten oder weiter zerstören können oder die für tausende Tiere Tod oder Leben bedeuten können.

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Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern neu gewählt, Kommunalwahl-Teilnahme beschlossen, Volksinitiative zur Rettung der Artenvielfalt startet

Am 20. Februar wählte die Mitgliederhauptversammlung in Stralsund einen neuen Landesvorstand:

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Tierschutz geht auch so:

Marvin engagiert sich für die Rechte der Tiere, weil er seit Jahrzehnten eine große Ungerechtigkeit empfindet, wenn es um das Thema der Tiere geht. Ein sympathischer junger Mann mit viel Herz und Verstand, auf den wir stolz sind!

Marvin M. Medau, Beisitzer und aktives Mitglied im Landesvorstand Mecklenburg-Vorpommern, darf sich und seine politische Position auf Rügen-TV vorstellen.

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Demo “Wir haben es satt” – Der Protest reißt nicht ab

Nach Angaben der Veranstalter waren am Samstag, den 20. Januar, 33.000 Tier-, Natur- und Umweltschützer auf der Straße in Berlin unterwegs. Unter dem Motto „Wir haben es satt“ forderten die Demonstranten*innen von der kommenden Bundesregierung eine umgehende Agrarwende.

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Schweriner Landwirtschaftsministerium will den Abschuss von Frischlingen mit 2 Millionen Euro subventionieren

Pressemitteilung / 13.11.2017

Hierauf Bezug nehmend: https://www.ndr.de/nachrichten/mecklenburg-vorpommern/MV-startet-Sofortprogramm-gegen-Schweinepest,schweinepest168.html 

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Alarmierender Rückgang der Pflanzen- und Tierarten

Das rasanteste Artensterben der Erdgeschichte betrifft nicht nur Wirbeltiere

Tier- und Umweltschützer schlagen Alarm! Etliche Tierarten sind in ihrer Existenz gefährdet. Schweinswale, Sterntaucher, Samtenten, seltene Algen und Schmetterlinge sowie eine ganze Liste an weiteren bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die kürzlich vorgestellt wurde. Der Hauptgrund ist insbesondere die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft. Und diese wiederum lässt sich auf die Massentierhaltung zurückführen, da hier die Ursachen für zu viel, zu giftigen und zu billigen Dünger zu suchen sind.

Keine Kontrollmechanismen, Ölverschmutzungen und Plastikmüll

Seit einiger Zeit gibt es zwar hunderte von Schutzgebieten, von denen einige wenige auch ein Übergreifen der gefährlichen Stoffe wie Phosphor oder Stickstoff in die Ostsee und Binnengewässer verhindern sollen. Aber es gibt überhaupt keine wirksamen Kontrollmechanismen, nichts wird von den notwendigen Vorgaben tatsächlich eingehalten. Und als wäre dies nicht schon gravierend genug, kommen noch weitere Umweltsünden hinzu, wie etwa massive Ölverschmutzungen durch Schiffe oder Plastikmüll und Mikroplastik.

Überfischung und Arten-Verdrängung

Die Überfischung führt überdies zu dramatischen Eingriffen in das Ökosystem mit unabsehbaren Folgen. Zusätzlich kommen durch so genanntes Ballastwasser der Seeschifffahrt Arten in unsere Breiten, die heimische Arten verdrängen können und das Ökosystem durcheinanderbringen. Aal und Dorsch sind beispielsweise mittlerweile sehr selten geworden, führt Corinna Cwielag vom BUND aus.

40 % weniger tagaktive Schmetterlingsarten wegen Überdüngung und Monokulturen

Forscher aus München haben den Rückgang der Artenvielfalt in einer sehr langfristig durchgeführten Studie anhand der Schmetterlinge nun genau ermitteln können: 1840 gab es noch 117 tagaktive Schmetterlingsarten in einer genau untersuchten Region, während es 2013 nur noch 71 Arten gab. Ein Rückgang von 40 % also (weitere Infos dazu bei der Senckenberg Gesellschaft in der Linkliste unter dem Artikeltext). Der mit Abstand größte Rückgang geschah dabei in den letzten Jahren und geht exponentiell weiter! Als Hauptgründe wird auch in dieser Studie wieder die Überdüngung angeführt, zudem konkret die Massentierhaltung, aber auch die Monokulturindustrie in der Landwirtschaft.

Pestizide, Parasiten, Klimawandel u. a. Probleme

Letzteres macht auch den Wildbienen zu schaffen, deren Bestand sich drastisch reduziert hat. Eine aktuelle Studie wies zudem nach, dass bereits kleinste Mengen von Insektiziden aus der Gruppe der Neonikotinoide sowohl Wild- und Zuchtbienen als auch Schmetterlinge stark schädigen, so dass sie ihre Orientierung verlieren. Eine andere neuere Studie belegt, dass Neonikotinoide süchtig machende Stoffe enthalten und Bienen daher Blüten, die dieses Gift enthalten, häufiger ansteuern als unbelastete Blüten. Aber auch der Parasit Apocephalus borealis, der Klimawandel, falsche Ersatznahrung der Imker (bspw. high fructose corn syrup, HFCS), der massenweise Einsatz verschiedener Pestizide, durch Züchtung geschwächte und für Krankheiten dadurch anfälligere Bienen, transgene Pflanzen und Mobilfunk sind weitere Einflussfaktoren, die derzeit untersucht werden.

“Grüne” Gentechnik

Auch die sogenannte “grüne” Gentechnik – Gentechnik auf dem Acker – beschleunigt das Artensterben. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat in Nord- und Südamerika zu intensiverer Landwirtschaft und dem Einsatz größerer Mengen Herbizide geführt, was logischerweise wiederum die Artenvielfalt reduziert hat. Dies haben Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Auswertung zahlreicher Studien bestätigt.

Durch den fortwährenden Einsatz von Herbiziden auf den Gentech-Plantagen werden nach und nach auch sogenannte “Unkräuter” resistent. Um sie zu töten, spritzen die Agrarindustriellen daher noch mehr Gift. Die Behörden der drei Länder sehen daher “deutliche Hinweise darauf, dass der Anbau der herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen den gegenwärtigen Artenverlust noch verschärft” und beklagen insbesondere auch die Ausrottung „unverzichtbare[r] Elemente“ der Nahrungsketten in den Ökosystemen.

Bienensterben in Mecklenburg-Vorpommern

Gisela Paasch, Imkerin aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: „Im Oktober 2016 fiel mir an drei von vier Standorten ein nie zuvor dagewesenes Bienensterben auf. Der Verlust liegt mittlerweile bei 60 % und die übrigen Völker sind teilweise recht schwach. An allen drei Standorten haben drei verschiedene Landwirte im Oktober bienengefährliche Mittel der Kategorie B1 und B2 der Bienenschutzverordnung ausgebracht – zur Bekämpfung der Blattlaus im Wintergetreide und im Raps. Die Biene befliegt den Honigtau der Blattlaus! Die Mittel hätten also auf gar keinen Fall angewendet werden dürfen! Kurz darauf fing dann das Bienensterben an. Die Bienen wurden vergiftet, das ist für mich die traurige Wahrheit. An einem anderen Standort, an dem keine Ackerflächen behandelt wurden, sind keine Bienen-Verluste zu beklagen! Die Biene ist ein Bio-Indikator und zeigt uns an, wie es um unsere Umwelt steht.“

Honigbienen-Zucht

Zuchtbienen, die fatal anfällig sind für Krankheiten, sorgen derzeit für ein unfassbares Risiko unserer modernen Agrarindustrie, denn sollten unsere Bienen eines Tages durch eine Virus-Epidemie aussterben, wird es gravierende Auswirkungen für die Menschen haben, die wir alle sofort unmittelbar spüren – auch jene Menschen, die sich bislang nicht für Artenschutz interessieren. Und all die Problematiken, die wir vom Sterben der Bienen her kennen, treffen zumeist auch auf alle Insekten zu, die ebenfalls für Bestäubung sorgen. Dazu kommen die Auswirkungen auf Vögel und andere Tiere, deren Hauptnahrung aus Insekten besteht. Die Ausmaße und Kettenwirkungen sind enorm. Forscher gehen davon aus, dass wir uns inmitten des größten Artensterbens der Erdgeschichte befinden.

Tierschutzpartei wählen – Artenvielfalt schützen

Die Tierschutzpartei möchte dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt, dass wir eines Tages keine Bestäuber unserer Pflanzenwelt mehr haben und dass die allgemeine Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zurückgeht. Wir fordern ein umfassendes Artenschutzprogramm für Wildbienen, Schmetterlinge, Fische, Algen, Vögel und Meeressäuger und setzen uns für eine artenreiche Landwirtschaft mit einem deutlich reduzierten Anteil an monokultureller Agrarindustrie und einen Stopp giftiger Pestizide ein.

 

Linkliste zum Artikel:

 

Vogelgrippe & Co.: Epidemie-Risiken steigen zunehmend

Erkenntnisse zur Massentierhaltungsindustrie als Verursacher werden aber nicht veröffentlicht

Fast schon regelmäßig wird die sogenannte Aufstallpflicht für Geflügelhalter wegen der Gefahr der Ausbreitung der Vogelgrippe verhängt. Verhindert werden soll damit, dass die Grippeviren von Wildvögeln auf Nutztiere übertragen werden, obwohl gar nicht geklärt ist, ob die Infektion sich nicht über den umgekehrten Weg ausbreitet: nämlich aus den Großställen heraus auf die Wildvögel!

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Leserbrieftext in der Ostsee-Zeitung: “Blutige Jagd auf Frischlinge”

von Robert Gabel, Vorsitzender des LV Mecklenburg-Vorpommern

“Es ist erschütternd, dass der Jägerschaft immer und immer wieder nur das Schießen als Lösung für alles einfällt. Nicht nur, dass offiziellen Statistiken zufolge jedes Jahr zigtausende Hunde und Katzen angeschossen und erschossen werden, jetzt wird auch noch zur blutigen Jagd auf Tierkinder aufgerufen! Natürlich, wie es sich für Jäger gehört, nur mit entsprechend pekuniären Anreizen. Wann findet endlich mal ein Umdenken statt und es wird auf alternative Regulationsverfahren umgestellt?

Einige erfolgreiche Versuche und auch breite Anwendungen – beispielsweise auf Wildschweine beschränkte Verhütungspillen in Futterauslagen – fanden bereits statt und wären auch hier einsatzbereit.

Es ist zu hoffen, dass die mit brutalen Tötungsmaschinen ausgelebten Urinstinkte nach Jagd und Blut irgendwann mal weniger zählen als das Recht auf ein möglichst unversehrtes Leben von Haus- und Wildtieren jeglichen Alters.”

Weiterführende Informationen: http://www.spektrum.de/news/grunzende-nachbarn/1193199

frischlingeoz

Artikel in der Ostsee-Zeitung, in dem beschrieben wird, dass die Jägerschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald (flächenmäßig anderthalb mal so groß wie das Saarland) künftig Geldanreize für das Schießen auf Frischlinge und Leitbachen erhalten soll – sowie der abgedruckte Leserbrief