Warum sind Tierquäler so oft ungestraft?

Im Koalitionsvertrag steht, dass Verstöße gegen das Tierschutzgesetz schärfer geahndet werden sollen. Doch bisher gibt es noch keinen Gesetzentwurf dazu.

Dabei gibt es laut Tierschützer:innen systematische Probleme, die ein Datenprojekt aufzeigt. Fast alle zwei Wochen kommt eine schwere Tierquälerei ans Licht. Vier Tierschutzorganisationen haben auf einer Karte die Skandale dokumentiert, die sie in den letzten sieben Jahren aufgedeckt haben. Continue reading “Warum sind Tierquäler so oft ungestraft?”

NEIN zum Deutschen Fleischkongress in Mainz

Seit 2021 tagt der Deutsche Fleischkongress jährlich in der Mainzer Rheingoldhalle. Beim Deutschen Fleischkongress, dem Branchentreffen der Fleischindustrie, geht es wie in den vergangenen Jahren wieder nur um Gewinnmaximierung und Verkaufsstrategien, getarnt durch Greenwashing und mvermeintliche Selbstansprüche der Branche an Nachhaltigkeit und Tierwohl. Continue reading “NEIN zum Deutschen Fleischkongress in Mainz”

Tierquälerei ist unzivilisiert

Fortschritte in der Tierschutz-Gesetzgebung sind ein Indikator für das moralische Niveau eines Landes. Die Qualität der Tierhaltung muss zu einem Imagefaktor werden!

Mahatma Gandhi hat einmal scharfsinnig bemerkt, dass “die Größe einer Nation und ihr moralischer Fortschritt danach beurteilt werden können, wie sie ihre Tiere behandelt”. Der Versuch, das Leiden derjenigen zu verringern, die vollständig unter fremder Herrschaft stehen und sich nicht wehren können, ist wahrhaft ein Zeichen einer zivilisierten Gesellschaft. Continue reading “Tierquälerei ist unzivilisiert”

Island setzt Walfang fort: Wie die Regierung die Tiere quält und die Welt es ignoriert

Die Regierung hatte den Walfang vor einigen Monaten bis Ende August gestoppt. Der Grund dafür war, dass die Methoden gegen das Tierschutzgesetz verstießen. Ein Bericht der Veterinärbehörde hatte gezeigt, dass die Wale teilweise stundenlang gejagt und gequält wurden, bevor sie starben. Der Walfang in Island wird nun unter bestimmten Bedingungen wieder erlaubt. Das teilte das Ministerium für Fischerei und Landwirtschaft mit. Continue reading “Island setzt Walfang fort: Wie die Regierung die Tiere quält und die Welt es ignoriert”

Ja zum Artenschutz! Nein zum Zoo!

Der Zoo – für die einen der abenteuerliche Ganztagsausflug, für die anderen ein Ort, der besser vermieden wird. Und für die Tiere? Die meisten Zoos profilieren sich gerne offensichtlich mit der Eigenschaft der Arterhaltung. Aber was hat es eigentlich genauer damit auf sich? Hier gibt es einen kurzen Blick auf einige Pro- und Contra-Argumente, welche die Problematik hinter dem Schild des Artenschutzes in Zoos verdeutlichen.  Continue reading “Ja zum Artenschutz! Nein zum Zoo!”

Senkung der Umsatzsteuer auf Pflanzendrinks? Keine Umsatzsteuer auf ökologisch-pflanzliche Grundnahrungsmittel!

Die Ampelkoalition thematisiert momentan die Senkung der Umsatzsteuer für Pflanzendrinks von 19 % auf 7 %. Denn der verminderte Satz gilt für Kuhmilch, weil es ein Grundnahrungsmittel ist. Aber immer mehr Leute steigen um auf Milch aus Soja, Hafer, Erbsen, Reis, Cashews oder Mandeln.

Sommerloch-Thema oder ernsthaftes Vorhaben? Continue reading “Senkung der Umsatzsteuer auf Pflanzendrinks? Keine Umsatzsteuer auf ökologisch-pflanzliche Grundnahrungsmittel!”

Tierwohl-Kommission wirft der Koalition Blockade vor und zieht sich zurück

Obwohl das Kompetenznetzwerk Nutztierhaltung (bekannt als “Borchert-Kommission”) nicht für den kompletten Ausstieg aus der Tierindustrie war, hatte es zumindest versucht, die Haltungsbedingungen der Tiere zu verbessern. Deswegen ist die Auflösung dieser Expert:innenkommission ein weiterer Rückschritt für die Tiere. Continue reading “Tierwohl-Kommission wirft der Koalition Blockade vor und zieht sich zurück”

Verbot von Fleischwerbung!

In der niederländischen Stadt Haarlem wurde vor zwei Jahren beschlossen, dass in der Öffentlichkeit keine Werbung mehr für klimaschädliche Produkte zu sehen sein darf. Nun tritt das Werbeverbot auch in Kraft. Während das Werbeverbot für Flüge, fossile Brennstoffe und Verbrennerautos weitgehend hingenommen wurde, war das Verbot für Fleischwerbung ein landesweiter Aufreger.

Dabei machen Treibhausgase aus dem Bereich Landnutzung/Agrarindustrie einigen Berechnungen zufolge weltweit bis zu 50 % aller Treibhausgase aus. Continue reading “Verbot von Fleischwerbung!”

Giftfreie Bahnhöfe!

Immer wieder kommt es zu sogenannten „Schädlings”-Bekämpfungen mit Giftködern an Bahnhöfen.

Diese töten Ratten und andere Tiere qualvoll erst einige Tage nach der Aufnahme des Gifts.

Außerdem reichern sich die Giftstoffe in unserer Umwelt an und wirken so auch indirekt auf uns Menschen.

Es gibt viele Alternativen zur Bekämpfung mit Gift. Continue reading “Giftfreie Bahnhöfe!”

Mehr Urban Farming in NRW!

Was ist Urban Farming?

Von urbaner Landwirtschaft (engl. urban farming) spricht man, wenn freie Flächen innerhalb von Städten zum Anbau von Nutzpflanzen verwendet werden. Dies beinhaltet Gemüse-, Obst-, Blumen- oder Kräutergärten, deren Produkte überwiegend innerhalb der Stadt verwendet werden. Der Trend zur urbanen Landwirtschaft entwickelt sich durch das zunehmende Bewusstsein für gesunde Ernährung, die Umwelt und Nachhaltigkeit weltweit immer stärker. Zu unterscheiden ist das sogenannte Urban Gardening, welches meist nur kleine Flächen für den Eigengebrauch verwendet. Große Vorteile des kommunalen Anbaus von Lebensmittel ist der fast vollständige Wegfall von klimaschädlichen Transportwegen, sowie die Einsparung von Wasser. Auch zeigen erste Erfahrungen, dass die Verbundenheit von Käufern zu regional produzierten Lebensmittel höher ist.

Während in es erste Urban Farming Projekte bereits in Berlin, Nürnberg und Leipzig gibt, finden sich aktuell noch keine nordrhein-westfälischen Großstädte, die sich hier positionieren wollen. Hier sieht der Landesverband NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) eine Zukunftschance für die Metropolen an Rhein und Ruhr. „Die NRW-Städte könnte hier Vorreiter für viele andere Städte auch weit über die Landesgrenzen hinaus werden“, so die Landesvorsitzende Angelika Remiszewski.

Vorbilder Paris & Berlin

Auf dem Messedach der Pariser Expo Porte de Versailles werden seit 2019 auf 14.000 Quadratmetern Obst und Gemüse gepflanzt. Damit ist das Pariser Dach das größte, das weltweit für Urban Farming verwendet wird. Die Initiatoren bauen hier bis zu 30 verschiedene Pflanzenarten an und rechnen in der Hochsaison mit einer Ernte von 1.000 Kilogramm an Obst und Gemüse pro Tag. Auf dem Dach des seit dem Frühjahr 2020 der Öffentlichkeit geöffneten Projektes werden keine Pestizide oder andere Chemikalien verwendet und die Regeln der biologischen Landwirtschaft strikt eingehalten.

Der starke gemeinschaftliche Charakter des „Urban Farming“ wird auch im Berliner Prinzessinnengarten deutlich: Auf einer Fläche von knapp 6000 Quadratmetern wurde im Stadtteil Kreuzberg-Friedrichshain eine stillgelegte Brachfläche rekultiviert und dient seit 2009 als öffentlicher Garten. Hier werden die Pflanzen in Kisten angebaut, da sie so leichter transportiert werden können. Beim Prinzessinnengarten kann jede:r mitmachen. Es gibt keine privaten Beete und jede/r begeisterte Mitgärtner:in ist willkommen zu unterstützen. Angebaut werden die unterschiedlichsten Gemüsesorten, davon viele alte und seltene Sorten. 2020 haben sich die Prinzessinnengärten in zwei eigenständige Orte aufgeteilt, die unabhängig voneinander organisiert werden.