Millionenfacher Vogelmord auf Zypern!

Ein Bericht von „RespekTiere.at“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich ganz herzlich bei der Tierschutzorganisation „RespekTiere.at“ diesen Text mit der dazugehörigen Petition auf unser Seite veröffentlichen zu dürfen! Wir hoffen somit, dass noch mehr Menschen auf den Vogelmord in Zypern aufmerksam werden und den Protest am Ende des Textes unterschreiben! Tom und Team, von hier aus alles Gute nach Österreich und Sie, liebe Leser/innen, unterzeichen Sie bitte und verbreiten Sie die Petition weiter! Das Morden von Vögeln muss ein baldiges Ende haben!

„Zypern ist seit 2004 Mitglied in der Europäischen Union. Im Zuge der Beitrittsverhandlungen wurde auch der Kampf gegen die illegale Wilderei vorangetrieben, welche auf dem Inselstaat leider eine langjährige blutige Tradition hat. Seit dem Beitritt zur EU ist es von Seiten Zyperns allerdings wieder still geworden um jegliche Versuche diesen schwarzen Schandfleck der zypriotischen Geschichte auszumerzen.

Tatsächlich sogar vollführt das 900 000-EinwohnerInnen-Land in Punkto Wildererbekämpfung stetig einen Schritt zurück – so ist die Situation heute eine wahrlich untragbare: Laut den Behörden wurde alleine im letzten Jahr wieder rund 16 Kilometer Fangnetze auf den Stränden errichtet, dazu mehrere tausend Klebefallen, in Summe um die 50 000, installiert (hierfür werden gerade Ruten mit einem geruch- und farblosen Leim beschmiert und an für die Vögel besonders attraktiven Landeplätzen platziert; die Vögel bleiben darauf kleben und sind ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert – die Fangmethode wurde schon in der Steinzeit verwendet, damals mit einem aus den Beeren der Mistel hergestellten Brei, eingedickt mit Birnen- oder Zwetschkensaft, bzw. Honig; heute verwendet man zuallermeist synthetisch hergestellten Kleber).

Die Stiftung Pro Artenvielfalt (www.stiftung-pro-artenvielfalt.org) schreibt dazu: ‘Jedes Jahr bleiben über 1,2 Millionen Vögel von insgesamt mehr als 40 zum Teil hochgefährdete Arten auf ihnen kleben, hängen dort oft stundenlang kopfüber, bis sie langsam an Erschöpfung elend sterben oder bei ihren Befreiungsversuchen an dem zähen Leim qualvoll ersticken, um dann als sündhaft teure und verbotene Delikatesse in Restaurants oder bei “geschlossenen Gesellschaften” auf dem Teller landen!’

Auf diese Art und Weise sollen rund 4 000 Wilderer am grausamen Morden – im vergangenen Jahr wurden gut 2 Millionen Vögel getötet (Tendenz stark steigend; noch ein Jahr zuvor sprach man von etwa 1,2 Mill.) – ihren Anteil beitragen (zudem sind geschätzte 30 000 Vogeljäger im türkisch dominierten Nordzypern auf der Pirsch, und das bei einer Einwohner/innenzahl von nur 200 000 Menschen…), und am großen Geschäft noch dazu – werden doch bis zu 80 Euro für ein Dutzend Vögel von der Gastronomie bezahlt! So ist es wenig verwunderlich, dass Schätzungen zufolge rund 15 Millionen Euro durch den illegalen Handel mit Vögeln umgesetzt werden… Die Behörden schauen dem Treiben gelassen zu; Vogelfang ist bestenfalls ein Kavaliersdelikt, und ganz oft agieren die Tiermörder dann auch noch unter dem Wohlwollen der Zuständigkeit, immer vom so unmenschlichen Schutzmantel des ‚Hochhaltens der Tradition‘ gedeckt!

Der Vogelfang ist heute in vielen Ländern Europas verboten. ‘Zur Wahrung der Tradition’, wie es Wikipedia schreibt, gestattet aber immer noch Frankreich (dort sind beinahe alle Fangmethoden gesetzlich erlaubt, so auch die besonders barbarischen Schlingen und Steinschlagfallen. Man stelle sich vor, allein in Frankreich und Italien sind auch 2015 wieder über 20 Millionen Vögel offiziell zum Abschuss freigegeben – Quelle: Komitee gegen Vogelmord), Italien, Malta (hat wieder den Einsatz von großen Klappnetzen angekündigt, obwohl sich der Staat bei seinem EU-Beitritt 2004 verpflichtet hatte den Singvogelfang zu verbieten…), Schweden, Spanien und beschämender Weise Österreich das so grausame Spektakel (Anmerkung: in Österreich werden, zum Unterschied von z. B. Frankreich, die eingefangenen Vögel nicht zum Verzehr bejagt, sondern – zumindest auf dem Papier – nach dem Winter wieder in Freiheit entlassen; allerdings, ein solcher ‚Idealfall‘ – eine ganz und gar traurige Worthülse in diesem Zusammenhang – stellt dabei nicht unbedingt die Regel dar, denn sehr oft erliegen die Tiere dem Stress des Fangens, der Gefangenschaft oder des Ausstellens). Wikipedia schreibt weiters: ‘Der Vogelfang ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Vor allem in Italien, Südfrankreich sowie auf Malta, Teilen Griechenlands und Zypern ist die Jagd auf Singvögel zum Verzehr oder als reine Freizeitbeschäftigung ohne eigentliche Nutzung der geschossenen Vögel ein Massenphänomen.’

Bitte unterzeichnen Sie die Petition, welche wir in wenigen Monaten der Botschaft überreichen und der zypriotischen Regierung übermitteln werden! Bitte schreiben Sie auch an die angegebenen Adressen – Ihre Stimme zählt (so zum Beispiel berichtete die ‘Cyprus Mail’ kürzlich, dass laut einer Studie der ‘Terra Cypria’ mehr als 2500 Menschen aus 80 Nationen dies getan hatten und dass der wirtschaftliche Schaden auf Grund der angekündigten Zypern-Boykotte ein immenser sein könnte; in Deutschland haben Tierschützer/innen der Botschaft in Berlin fast 40 000 Unterschriften übermittelt). Addieren wir unsere Stimmen hinzu – dann wird es ganz sicher sehr bald Überlegungen in der Regierung geben müssen!“

Hier kommen Sie zur Petition!

Artenschutz: Tierleid im Frühling

Ein Hinweis von der Igelexpertin Karin Oehl!

Jetzt beginnt wieder die Gartensaison und das schöne Wetter lockt die Gartenbesitzer ins Freie, um Beete und Grünflächen wieder in Form zu bringen. Leider können einige Gartengeräte die Tiere im Garten verletzen. Das Kreisveterinäramt und die Organisation „Pro Igel“ weisen darauf hin, dass besonders die Igel schwere Verletzungen davontragen können.

Allein im letzten Jahr wurden in der hiesigen Schutzstation zwischen April und Juni 85 Igel aufgenommen, die schwer verletzt waren. Wie hoch die Zahl der unentdeckten Fälle ist, weiß niemand. Diese Verletzungen sind ihrer Art nach mit hoher Wahrscheinlichkeit verursacht durch Rasentrimmer und ähnliche Geräte, wie sie für die Grünpflege benutzt werden.

Igel suchen stets Schutz im Grünen und schlafen tagsüber. Zudem schreien sie nicht, wenn sie verletzt werden, so dass der Verursacher der Verletzungen dies häufig gar nicht bemerkt. Vor entsprechenden Arbeiten im Garten ist es daher sinnvoll, die Flächen nach Igeln abzusuchen, um bei den freundlichen Gartengesellen Schmerzen und Leiden zu vermeiden.

Protest von Rettet den Regenwald e.V.

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, unterschreiben den Protest von Rettet den Regenwald e.V.

Bitte machen Sie auch  mit und sagen Sie NEIN, wenn Millionen Bäume abholzt werden sollen!

Hintergrund: Millionen Bäumen sollen in Amazonien für Staudämme abgeholzt werden. Die Energie ist für Aluminiumhütten und Bergbaukonzerne verplant. Der Fluss Tapajós wird dafür zerstört. Die Mundurukú-Indianer wehren sich. Hier Petition unterschreiben!

Kernkraft – Wohin mit dem Atommüll?

Kinotipp: „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“

Als am 11. März 2011 das japanische Kernkraftwerk Fukushima in Folge eines Erdbebens und Tsunamis außer Kontrolle geriet, stockte der Welt der Atem. Es kam zur Kernschmelze und große Mengen an radioaktivem Material wurden freigesetzt; Luft, Böden, Wasser und Nahrungsmittel wurden kontaminiert. Rund 100.000 – 150.000 Einwohner mussten evakuiert werden; hunderttausende Tiere in landwirtschaftlichen Anlagen blieben zurück und verendeten. Eine einzige Katastrophe, die bis heute an Schrecken und Verzweiflung nichts verloren hat und als Warnsignal für die heutige Menschheit verstanden werden sollte!

Auch zum 4. Jahrestag haben Atomkraftgegner/innen und Medien am 11. März an die damaligen Ereignisse und die heutige Situation in Fukushima erinnert. Dabei geht es nicht nur um Fukushima, sondern es geht um die Gefahren der Atomkraft im Allgemeinen, die auch vor der eigenen Haustür lauern: Um immer älter werdende Atomkraftwerke in Deutschland und um die Frage, wohin mit dem Atommüll?

350.000 Tonnen hochradioaktive Abfälle haben sich in den vergangenen 60 Jahren weltweit angesammelt! Wohin also damit? Dieser Frage gehen der Schweizer Dokumentarfilmer Edgar Hagen und ein Wissenschaftler nach. Sie machen sich auf die Suche nach einem Ort, „an dem die strahlenden Hinterlassenschaften unserer Atomanlagen für Tausende von Jahren sicher gelagert werden könnten. Viele Orte finden sie – aber keiner scheint geeignet zu sein…“

Kinostart der Dokumentation „Die Reise zum sichersten Ort der Erde“ ist der 19. März.

Alle Aufführungstermine hier

Wir dürfen gespannt sein, welche „sicheren“ Lösungsansätze gezeigt werden…

Reitsport raus aus dem olympischen Programm!

Larissa Hartkopf im Gespräch mit Bernd Paschel

Unser aktives Mitglied Larissa Hartkopf, Aussteigerin aus dem Pferdesport und Autorin des Buches: „Was sie über Reitpferde und Turniersport wissen sollten”, hat kürzlich ein Interview gegeben, das in der Internetzeitung „Weltexpress“ erschienen ist.

Bernd Paschel hat weiter unten auch etwas über die Politik und die Tierschutzpartei gefragt.

Larissa, wir danken Dir für Deinen Einsatz ganz herzlich!

Radikales Kunstexperiment als Protest gegen Drohnen

Uns erreichte die Nachricht, dass der Müllheimer Künstler Florian Mehnert im Namen der Kunst am kommenden Dienstag, den 24.03.2015, um 19 Uhr eine lebende Ratte öffentlich zum Abschuss freigeben will. Mehnert will damit auf den Einsatz von ferngesteuerten bewaffneten Drohnen aufmerksam machen. Dazu sperrte er die Ratte in eine kameraüberwachte Box und installierte eine Waffe, die ab Dienstagabend von jedem Internetnutzer abgefeuert werden kann. Parallel läuft eine Umfrage, in der man über das Lebensrecht des Tieres abstimmen soll.

Bettina Jung, Bundesvorstandsmitglied, ist dieser Meldung bereits am vergangenen Freitag nachgegangen und lässt mitteilen: “Habe den Wohnort des Herrn Künstlers heraus gefunden und eben mit dem Polizeipräsidium Müllheim, Herrn Ausperger, gesprochen. Dort sind – Gott sei Dank – schon einige Anrufe eingegangen. Die Polizei hat den “Künstler” vernommen. Es wird auf keine Ratte geschossen. Er hat einfach nur öffentlichkeitswirksam auf sein “Projekt” hinweisen, um möglichst viel Trubel und Aufmerksamkeit erreichen zu wollen.“

Neueste Erkenntnisse in diesem Fall vom 16.03. von Bettina Jung:

Wir haben uns weiter engagiert und auch mit den Behörden kommuniziert. Soeben hatte ich ein Gespräch mit der Staatsanwaltschaft Freiburg, namentlich Herrn Langenbach. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen den “Künstler”. Die Waffe ist nicht echt. Das Gewerbe- und Umweltamt Freiburg ermittelt ebenfalls. Weitere Informationen werden momentan aufgrund des laufenden Verfahrens nicht heraus gegeben – wir können allerdings beruhigt sein, dass dieses kranke Experiment nicht ohne Folgen bleibt!

MUT-Magazin

Es weht frischer Wind…

Wir freuen uns, liebe Mitglieder, Ihnen mitteilen zu können, dass die neue Ausgabe der (ehemals) “Zeitenwende” ab nächste Woche für den Versand bereit ist. In einem neuen frischen Layout und ab sofort unter dem Namen „MUT-Magazin“ werden Sie die Ausgabe 1 / 2015 kommende Woche in Ihrem Briefkasten vorfinden!

Wir hoffen, dass Ihnen die neue Ausgabe gefällt, wünschen viel Spaß beim Lesen und Schmökern und würden uns freuen, wenn wir von Ihnen ein paar ehrliche Rückmeldungen erhalten würden.

Senden Sie Ihren kritischen Kommentar an: sekretariat (at) tierschutzpartei.de oder wenn Sie auf Facebook unterwegs sind, tragen Sie hier Ihr Feedback ein.

Hühnerrettung in Spanien

Eine Aktivistin berichtet

Wir möchten Ihnen heute die deutsche Tierschützerin Caroline Waggershauser, die seit nunmehr 26 Jahren in Spanien lebt und dazu beiträgt, dass Leid der Tiere in Spanien zu mindern, vorstellen.

Caroline bleibt, so schreibt sie, eigentlich mehr wider Willen wegen dem unendlichen (S)tierleid in diesem Land. Aber gerade dieses bindet sie wiederum an Spanien. Caroline hat es sich zur Aufgabe gemacht, kranken und misshandelten Hühnern aus privater Haltung zu helfen, sie gesund zu pflegen und artgerecht bis ans Lebensende zu halten. Dabei scheut Caroline keine Kosten und Mühen, erhält auch Unterstützung von Tierfreunden, um diesen armen „Wegwerftieren“ in Spanien ein glückliches und friedvolles Leben zu ermöglichen.

Auch wenn Hühner nicht gerade als salonfähiges Thema gelten und man eigentlich nur über sie spricht, wenn es um die schrecklichen Mast- und Legehallen geht, so die Tierfreundin, glauben wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz, dass unsere Mitglieder und Sympathisanten sich auch für misshandelte Hühner aus privater, spanischer Haltung interessieren werden.

Hier zum Bericht, den Caroline extra zur Veröffentlichung für unsere Partei und für Sie, verfasst hat:

„August 2014 rutschte ich rein zufällig in die Hennenrettung hinein: Ich beobachtete, wie ein Bauer meines Dorfes einer weißen Henne das Bein brach und sie dann achtlos mitten in den Dreck des seit Jahren nicht gesäuberten Hühnerstall warf. Empört warf ich ihm seine Grobheit vor und forderte von ihm, dass, wenn die Henne schon sterben müsse, er sie wenigstens sofort töten und sie nicht langsam verenden lassen solle. Er winkte müde mit den Worten „die verreckt schon von allein“ ab.

Ich rauschte wütend in den Hühnerstall hinein, wobei ich fast bis zu den Knöcheln im Hennendreck versank, nahm das vor Schreck und Schmerzen steife Tier auf und fuhr mit ihm zur nächsten Tierklinik. Wenn die Henne schon sterben musste, dann wenigstens durch eine Spritze und nicht über Tage hinweg sich selbst überlassen unter Schmerzen und Angst.

Die Tierärztin entschied, dass wir es versuchen sollten, denn die Henne wies außer dem gebrochenen Bein nur Mangelernährung und enormen Endo- und Extoparasitenbefall auf. Sie schiente dem Huhn das Bein und ich nahm es mit nach Hause, wo ich das verstörte Hennchen erst einmal badete und dann in einen gewärmten Käfig setzte.

Ab da begann ich, alle Hühnerställe, an denen ich vorbeikam, mit kritischeren Augen zu betrachten. Dass es nicht bei der sich zur Alphahenne entwickelnden Othilie blieb, war irgendwie logisch. Bald kamen Clothilde, Kunigunde, Sieglinde und viele mehr dazu. Alle aus unzumutbaren Zuständen gerettet.

Einige waren „nur“ vollkommen unterernährt und voller Parasiten, andere hatten Krankheiten, die mir völlig unbekannt waren. So wie den Tierärzten in meiner Umgebung, die auf Katz und Hund spezialisiert waren. Ratlos stand ich vor den offensichtlich leidenden Hennen und wusste nicht, wie ich helfen konnte.

Erst suchte ich bei Hühnerhaltern vor Ort Rat, deren Lösung und Heilung des Huhns darin bestand, demselben doch den Kopf abzuschlagen. Dann machte ich mich auf ins Internet und nach vielem Herumsurfen im Netz und einigen Fehlversuchen in Sachen Heilung, stieß ich auf das Forum der Webseite Hühner-Info.de.

Von dort überhäufte man mich nicht nur mit guten Ratschlägen zur Behandlung der kranken Hühner und wertvollen Tipps zur Hühnerhaltung, sondern bald kamen auch Päckchen mit Medikamenten und Futterzusatzmitteln für die Tiere bei mir Zuhause an. Etwas später sogar persönliche Besuche. Vollbeladen mit lieben Grüssen von den „Foranern“ und mit Geschenken für die Hennen und mich selbst. Ich war und bin noch immer vollkommen überwältigt von dieser Anteilnahme und dem Interesse an den geretteten Hühnern und meiner Person. Dank ihnen konnte ich so manche misshandelte und kranke Henne retten. Sogar Kosten für Analysen und Tierarzt wurden für die Hühner übernommen.

Seit Jahrzehnten bewege ich mich im Tierschutz, in denen ich mich den „üblichen“ Tieren widme: Katzen, Hunden, Pferden und Kampfstieren. Natürlich wusste ich, dass Nutztieren unermessliches Leid angetan wird (deshalb verzichte ich so gut ich kann auf tierische Produkte, vor allem auf Fleisch), aber man kann nicht auf allen Hochzeiten tanzen.

Bis mich dann Othilie mit der Nase auf die Pein ihrer Artgenossen stieß. Als ich zufällig von einem Tiermarkt in meiner Gegend erfuhr, konnte ich nicht umhin, mich dort umzuschauen. Viele Hennen und wenige Hähne verschiedener Rassen wurden in enge Käfige gesperrt, feilgeboten. Hasen, Rebhühner und Tauben teilten das gleiche Schicksal. Mein Auge fiel auf einen Stand, in dessen Käfigen recht zerzauste, ausgemergelte und fast nackte Hennen zu sehen waren. Zum Erbarmen sahen sie aus.

Auf meine Frage nach dem Aussehen dieser Tiere, erklärte man mir, dass dies ausgediente Legehennen seien, die man nun für 2,50 € das Stück als Suppenhennen verkaufen würden. Diese Tiere waren erst ein Jahr alt, blutjung also noch. Dennoch wurden sie als „alt“ ausrangiert, weil sie nicht mehr die Legeleistung brachten, die man ihnen genetisch auferlegt hatte.

Immer wieder fuhr ich Sonntags dorthin und rettete ein paar Hennen vor dem Suppentopf. Ich wollte wenigstens einigen wenigen nach einem versklavten Dasein noch ein schönes Leben bescheren. Mit einer Spende der Oberstufenklasse O7b aus Beverstadt konnte ich vor Monaten gleich 5 Suppenhennen auf einmal vor dem grausamen Schicksal, das sie erwartete, retten.

Sie tummeln sich nun mit den zwischenzeitlich um die 40 Hennen auf meinem Gelände. Und dass sich noch so junge Menschen für ein doch so unscheinbares Tier wie es ein Huhn ist, interessieren, hat mich sehr berührt. Sind Hühner doch nichts weiter als stets zur Verfügung stehende Eierautomaten und billige sowie bequeme Fleischlieferanten. Weltweit millionenfach unter grausamen Bedingungen versklavt.

Legehennen werden nach nur einem Jahr wegen sinkender Legefähigkeit „ausgesondert“. Meist enden sie noch jung im Futter für unsere Katzen und Hunde. Von den Millionen von ausgemusterten Hennen gibt es keinen Platz auf dieser Welt. Tierschützer können nur wenige dieser Tiere in gute Hände vermitteln. Der Grossteil von ihnen wird einfach „verarbeitet“.

Auch ich kann nicht alle retten. Zu gerne würde ich jeden Sonntag zum Tiermarkt fahren, um mit einigen Suppenhühnern unter dem Arm wieder nach Hause zu fahren. Doch das würde meine Kapazitäten übersteigen.

Wenigstens konnte ich einigen die Möglichkeit geben, artgerecht, bestens ernährt, mit einem vom Hühnerforum gespendeten Hühnerstall, der sogar eine „Chill-out“Zone hat: mit Wärmelampen und dicker Strohschicht versehen, zu leben. Und wird eines der Mädels krank, stehen mir sofort die „Foraner“ mit Rat und Medikamenten zur Seite. Zwischenzeitlich habe ich eine bestens sortierte Hühnerapotheke, die bei jedem Tierarzt blanken Neid hervorrufen würde.

Der Ernährung der Hennen muss spezielle Aufmerksamkeit gewidmet werden. Von wegen nur Küchenabfall und ein bisschen gebrochener Mais. Weit gefehlt. Eine Henne gleicht einem Hochleistungsathleten, wird aber ernährt wie ein Bettler. Nun, in Spanien wenigstens.

Das häufige Eierlegen verlangt von der Henne viel Kraft, zieht ihr Mineralien, Vitamine und Proteine aus dem Körper, die durch entsprechende Futteraufnahme wieder ersetzt werden müssen.

Daher kümmere ich mich mit viel Sorgfalt um die Ernährung meiner Damen, damit sie nach einem Leben voller Misshandlung, Entbehrung und falscher Fütterung schnell auf die Beine kommen. Nicht nur wegen der Nährstoffe, die sie brauchen, um trotz des täglichen Eierlegens weiter in Form zu bleiben. Auch, weil so gut wie alle Hennen fürchterlich kupierte Schnäbel haben. Manche haben gerade noch ein paar Millimeterstumpen, mit denen es unmöglich ist, Stücke aus größeren Happen wie Äpfeln oder Kohlblättern zu reißen.

Daher wird alles schnabelgerecht geschnitten, gerieben oder leicht vorgegart, um den verstümmelten Hennen die Nahrungsaufnahme zu erleichtern. Was den Vorteil hat, dass die abgemagerten Tiere schnell wieder ihr Normalgewicht erreichen und ein dichtes, glänzendes Federkleid bekommen.

Und ja, Hennen machen ordentlich Arbeit, auch, weil es doch recht schmutzige Tiere sind was die Verrichtung ihrer Bedürfnisse angeht. Dennoch ist es eine Freude ihnen zuzusehen, wie sie ihr Leben genießen. Daran teilzunehmen, wie sie sich langsam erholen und dann vielleicht sogar zu einer Alphahenne aufsteigen, ist ein regelrechtes Erlebnis für mich.

Nach und nach lerne ich ihre verschiedenen Laute zu unterscheiden und zu deuten, ihre Körperhaltung zu interpretieren. Auch durfte ich schon hautnah erleben, wie Küken aus Eiern schlüpfen und wie sie von der Glucke großgezogen wurden. Es ist eine wunderschöne Erfahrung, zuzusehen, wie die Mutterhenne ihre Küken in die Geheimnisse eines Hühnerlebens einweiht.

Tja, so schnell kann es gehen. Vom Kampfstier auf´s Huhn gekommen.

Von hier aus möchte ich allen „Foranern“ des Hühner-Info.de von Herzen für all die Unterstützung und Anteilnahme danken.

Ganz besonders Angelika Gruner, ohne deren wertvollen Ratschläge und deren unermüdlichen Versorgung mit allen wichtigen Medikamenten viele der geretteten, aber kranken Hennen sich jetzt nicht des Lebens erfreuen würden.“

 

Wenn Sie mehr über Carolines Engagement zur Hühnerrettung in Spanien erfahren möchten, dann klicken Sie auf ihren neuen Blog. Noch mehr Details zur Hühnerrettung in Spanien gibt es auf ihrer Facebookseite und jede Menge Fotos von ihren gesundgepflegten Tieren.

Die Tierrechtsaktivistin hat auch ein Buch geschrieben mit dem Titel „Wenn der Himmel seine Augen verschließt – Die Hölle der Tiere unter Spaniens blutiger Sonne“, einzusehen und zu bestellen auf dieser Seite.

 

Mitgliederversammlung des LV Schleswig-Holstein

Am 08.03.2015 waren zur Mitgliederversammlung sechs Personen des Landesverbandes Schleswig-Holstein anwesend. Als Gebietsbeauftragter hat Martin Buschmann die Versammlung durchgeführt. Als Unterstützung waren Bettina Jung sowie Jan Zobel anwesend. Sie haben maßgeblich mit dazu beigetragen, die Situation in der Partei zu erklären.

Als Gast war eine blinde Interessentin anwesend, die übrigens nach der Sitzung Ihren Eintritt erklärt hat, aber noch Ihre Mitgliedschaft bei den Grünen kündigen muss. Danke an Olaf Zeuch, der diese Interessentin mitgebracht hat.

Alles lief nach Normen und Richtlinien. Es gab Neuwahlen, die ja bereits via Facebook bekannt gegeben worden sind:

Erste Vorsitzende: Sabine Bock
Zweite Vorsitzende: Sabine Richter
Schatzmeisterin: Monika Nauruhn
Schriftführerin: Sabine Friedrich
Beisitzer: Gaston Prüsmann

Es ergaben sich Gespräche und mit dem Landesverband Hamburg wird sich in Zukunft eine recht gute Zusammenarbeit ergeben.

EU-Beschluss: Plastikbeutel dürfen verboten werden

EU sagt Plastiktüten den Kampf an

Wie aus einem Artikel der Freien Presse vom 03.03.2015 hervorgeht, hat die Europäische Union in dieser Woche beschlossen, dass die Länder in Europa Plastikbeutel zukünftig besteuern dürfen oder sogar verbieten können.

Ziel soll es bis Ende 2025 sein, dass jeder europäische Bürger im Schnitt nur noch 40 Plastikbeutel verbrauchen soll; 2010 waren es noch 176 Tüten.

Plastikmüll jeglicher Art schadet der Umwelt; jährlich landen in der EU 8 Milliarden Plastikbeutel in der Landschaft oder im Meer. Die Folgen sind gravierend für die Umwelt und meist lebensbedrohlich für die Tierwelt. Die EU-Kommission schätzt, dass 94 Prozent der Nordseevögel inzwischen Plastik im Bauch haben.

Beim europaweiten Verbrauch von Plastiktüten – Einweg und Mehrweg – liegt Deutschland auf dem vierten Platz. Mit 64 Einwegtüten Verbrauch ist es immerhin noch Platz sechs.

Umweltbewusst sind nach EU-Angaben Dänemark und Finnland mit gerade mal 4 Einwegtüten pro Kopf und Jahr. Am meisten Plastiktüten verbrauchen pro Jahr die Einwohner in Polen, Portugal und in der Slowakei mit 466 Stück.

Es bleibt also noch viel zu tun. Um den Plastikbeutelverbrauch zu senken, raten wir dazu: Betreiben Sie mit dem Verzicht von Plastikbeuteln beim Einkauf aktive Politik. Damit signalisieren Sie dem Handel, dass Ihnen der Umweltschutz am Herzen liegt.