Pressemitteilung / Ärzte gegen Tierversuche e.V. / 7. Oktober 2014

Nobelpreis für Tierquälerei – Ärzteverein verurteilt „Neugierforschung auf Kosten von Tieren“

Der diesjährige Nobelpreis für Medizin geht an ein norwegisches Forscherpaar, das die räumliche Orientierung von Ratten und Mäusen erforscht. Der bundesweite Verein Ärzte gegen Tierversuche verurteilt die Arbeit als „reine Neugierforschung auf Kosten von Tieren“ und fordert, den Nobelpreis nur noch an tierversuchsfreie Forschung zu vergeben.

May-Britt und Edward Moser schrauben Ratten und Mäusen ein oder zwei Antriebsgeräte auf den Kopf. Über ein Bohrloch im Schädel treiben die Geräte am unbetäubten Tier Elektroden in das Gehirn, um Nervenströme zu messen. So erforschen die Norweger, welche Zellen im Gehirn aktiviert werden, während sich die Tiere in einer Box orientieren.

„Es mag wissenschaftlich interessant sein, herauszufinden, welche Hirnbereiche für die räumliche Orientierung von Ratten, die ein Gerät auf dem Kopf haben, zuständig sind. Die wissenschaftliche Neugier darf aber kein Rechtfertigungsgrund für grausame Tierversuche sein“, so Dr. med. vet. Corina Gericke, Vizevorsitzende von Ärzte gegen Tierversuche. „Zudem erlauben diese Ergebnisse keine Aussage für Menschen ohne Bohrloch im Schädel und Gerät auf dem Kopf.“

Die norwegische Partnerorganisation der Ärzte gegen Tierversuche, Dyrevernalliansen, geht seit Jahren gegen die Tierversuche der Mosers vor und macht die Grausamkeiten öffentlich. So dokumentierte der Verein Experimente, bei denen Tieren Teile des Gehirns zerstört wurden, und es kamen Tests zum Einsatz, bei denen Tiere schwimmen mussten, bis sie kurz vorm Ertrinken waren.

„Wenn Tiere und Menschen einander ähnlich sind, verbieten sich solche Versuche aus ethischen Gründen, wenn sie sich nicht ähnlich sind, machen sie wissenschaftlich keinen Sinn“, erklärt Tierärztin Gericke.

„Dass die höchste Auszeichnung in der Medizin wieder einmal an Tierexperimentatoren vergeben wurde, ist erschreckend und enttäuschend“, so Gericke weiter. Dies bedeute aber keineswegs, dass Tierversuche nobelpreiswürdig seien, sondern sei nur ein Zeichen dafür, wie tief verankert diese archaische Methode der Erkenntnisgewinnung in der medizinischen Forschung ist. Der Ärzteverein fordert seit Jahren die Abkehr vom tierexperimentellen System, bei dem Tiere zu Messinstrumenten degradiert werden. Die Zukunft gehört der tierversuchsfreien Forschung, etwa mit menschlichen Zellkulturen und Biochips. Das menschliche Gehirn kann sehr viel besser mit modernen bildgebenden Verfahren direkt am Menschen untersucht werden. Diese ethisch einwandfreien Forschungsmethoden sollten gerade auch bei der Vergabe des Nobelpreises berücksichtigt werden.

Anmerkung der Redaktion / von Margret Giese: Hinter der glänzenden Fassade des Nobelpreises verbirgt sich großes Tierleid, das eine zivilisierte Menschheit nicht mehr zulassen sollte: Um bei den betreffenden Tieren die Nervenströme zu messen, werden ihnen, ohne Betäubung, Elektroden durch zuvor gefräste Bohrlöcher in den Schädel getrieben. Die „wissenschaftliche Ausbeute“ derartiger quälerischer Tierversuche: Bestimmte Zellen im Gehirn der Ratten und Mäuse werden aktiviert, während sich die Tiere in einer Box orientieren.

Wie vergreist muss eine Medizin und damit das Nobelpreiskomitee sein, wenn für derartig archaische, lediglich die wissenschaftliche Neugier befriedigende Ergebnisse die höchste Auszeichnung vergeben wird. Dabei gibt es bereits – z. B. dank der bahnbrechenden Forschungen an der britischen Universität Durham – moderne, völlig schmerzfreie, ausschließlich am menschlichen Gehirn gewonnene Erkenntnisse, die zu neuartigen Behandlungsmethoden neurologischer und degenerativer Erkrankungen wie Depression, Parkinson oder Alzheimer geführt haben. Einer solchen, wahrhaft nobelpreiswürdigen Medizin muss die Zukunft gehören!

Bitte Protest von “Vier Pfoten” unterzeichnen!

Kimi ist einer von hunderttausenden Füchsen, die jedes Jahr in Finnland für die Pelzmode grausam gehalten und auf brutale Art und Weise getötet werden. Die sogenannte “Pelzernte” rückt näher. Ab Ende Oktober und den ganzen November hindurch wird hunderttausenden Füchsen, Nerzen und Marderhunden in Finnland das Fell abgezogen. Fast alle Farmen beliefern das Pelzauktionshaus Saga Furs, das Luxusfirmen wie das britische Modelabel Burberry mit Pelz versorgt… (Unterzeichnen Sie hier den Protest von Vier Pfoten)

Anmerkung der Redaktion: Oft werden wir gefragt: “Ich würde Ihre Partei gerne unterstützen, aber was kann ich aus der Ferne tun?” Hier eine Idee von uns. Der Winter steht vor der Tür und bald sieht man wieder Menschen, die sich in winterwarme Kleidung gehüllt haben, durch die Straßen eilen; leider sind die Kleidungsstücke, die sie tragen, oft mit Echt-Pelzbesatz “geschmückt”, und der Verdacht liegt nahe, dass diesen Menschen nicht bewusst ist, welch Tierleid sie da mit sich rumtragen. Bestellen Sie aus diesem Grund unser “Pelzflugblatt” und teilen Sie es aus; in der Fußgängerzone oder an eben diese Unwissenden. Es schadet nie, wenn man einen kleinen Vorrat von diesen aufklärenden Flugblättern immer bei sich trägt und griffbereit hat…

07.10.2014 / Kurzbericht aus Brüssel

Moderation Stefan Eck für “Eurogroup for Animals”

Stefan Eck, einer der Vizepräsidenten der „Eurogroup for Animals“, übernahm am 07. Oktober 2014 die Moderation der Konferenz und Ausstellung „Put the Animal Welfare at the Heart of the EU“ im Yehudi-Menuhin-Bereich des Brüsseler Europäischen Parlaments.

Bruessel48Seine Gästeliste umfasste die Namen Roman Kolar (Tierschutzbund), Pablo Lalor und David van Gennep, Dr. Joanna Swabe und Peter Hepburn.

Roman Kolar sprach über eine EU-weite Strategie für Alternativen zu Tierversuchen.

Pablo Lalor und David van Gennep sprachen über den illegalen Handel mit Wildtieren und Peter Hepburn über die Notwendigkeit einer EU-Gesetzgebung für Haustiere (vornehmlich Katzen und Hunde).

 

 

Dr. Joanna Swabe berichtete über die Auswirkungen von Handelsabkommen in Bezug auf Tierschutzstandards, insbesondere des geplanten TTIP.

Der EU-Abgeordnete Stefan Eck nutzte die Gelegenheit, neue Kontakte zu den zahlreichen Konferenzteilnehmern zu knüpfen. Am Rande informierte er sich bei Sabine Ohm von ProVieh über Schweinehaltung und Kaninchenmast und führte ein Gespräch mit der Generalsekretärin der portugiesischen Tierschutzpartei, die an der Konferenz teilnahm.

Am Ende seiner Moderation erklärte Stefan Eck den unzähligen Anwesenden die einfachste Form, Tiere zu schützen: Sie einfach nicht mehr zu essen! (Videoabschnitte seiner Moderation folgen in Kürze) Bruessel49

Außerdem führte er mit dem Präsidenten der „Eurogroup for Animals“, Janusz Wojciechowski, einen Gedankenausstausch bezüglich seines „Projektes Rumänienhunde“, das bei der nächsten Sitzung der Intergroup auf die Agenda kommen soll.

Messe “Du und Deine Welt” in Hamburg

LV Hamburg in Aktion

04.10.2014LVHamburg1

Am Welttierschutztag, dem 04. Oktober 2014, auf der Messe “Du und Deine Welt” in Hamburg hatten wir die einmalige Möglichkeit, unsere Partei den Besuchern vorzustellen. Wir waren die einzige Partei, die sich vor Ort präsentieren durfte.

 

 

 

 

 

 

Viele Besucher haben sich über unsere Partei informiert und auf der Interessentenliste eingetragen.

Als Höhepunkt besuchte der Schauspieler und Tierschützer Hannes Jaenicke unseren Infostand und unterhielt sich mit den Landesvorsitzenden Bettina Jung und Martin Buschmann. Statement von Hannes Jaenicke: „Dass die Tierschutzpartei den Einzug in d04.10.2014LVHamburg2as Europaparlament geschafft hat, finde ich großartig! Raus mit der AfD – rein mit den Tierschützern!“

 

Mahnwache gegen Landwirtschaftliches Hauptfest

LV Baden-Württemberg in Aktion

Am 27. und 28.09. sowie 03.10.2014 haben wir anlässlich des Landwirtschaftlichen Hauptfests (LWH) auf dem Stuttgarter Volksfest jeweils 6-7 Stunden eine Mahnwache abgehalten und die Menschen darüber aufgeklärt, dass die auf dem LWH gezeigte Tierhaltung nicht der Realität in den unzähligen deutschen Tierfabriken entspricht. (Vollständiger Artikel + weitere Bilder hier)

28.09.2014 / Bericht aus Bukarest

Kein Einlass in den ASPA-Shelter für den EU-Abgeordneten und den Abgeordneten des rumänischen Parlamentes

Nachdem Stefan Bernhard Eck am 27.09.2014 an der 3. Demonstration „Yes! We care “ auf dem Piata Victoriei teilgenommen hatte, traf er sich am darauffolgenden Tag – gemeinsam mit seiner Assistentin – erneut mit dem rumänischen Abgeordneten Remus Cernea und dem Tierschutzaktivisten Claudiu Dumitriu und zwei weiteren Tierschützern, um sich den ASPA-Shelter (Bukarest) nicht vorangemeldet anzusehen.

Erst nach mehrmaligem Schellen und der vehementen Aufforderung zum Einlass, war das Personal bereit, sich mit den vorgesetzten Stellen in Verbindung zu setzen.

Von dort wurde den anwesenden Politikern und Tierschutzaktivisten erklärt, dass der Shelter auf gar keinen Fall nicht vorangemeldet besichtigt werden könne; man könne zu einem späteren Zeitpunkt eine Besichtigung durchführen.

„Einem EU-Abgeordnetem und einem rumänischen Abgeordneten den Einlass zu verweigern, spricht Bände… Man muss sich wohl nicht fragen, was die ASPA verbergen will. Ich werde wiederkommen und mir bei meiner nächsten Mission in Bukarest den ASPA-Shelter ansehen,“ so MEP Stefan Bernhard Eck.

Patenschaften für Mitgliedsbeiträge

Wie ihr wisst, sind wir als Partei zwingend auf eure Mitgliedsbeiträge angewiesen, um Parteitage mit allem, was dazu gehört, die Verwaltung sowie Aktionen und Wahlkämpfe finanzieren zu können. Immer wieder kommt es jedoch vor, dass Menschen, die unsere Ziele teilen, bei uns Mitglied werden wollen oder es bereits sind, sich aber den Mitgliedsbeitrag nicht (mehr) leisten können. Das finden wir immer sehr schade, insb. wenn es sich dabei um aktive Mitglieder bzw. Menschen handelt, die bei uns aktiv werden wollen. Daher haben in der Vergangenheit bereits des Öfteren finanzstärkere Mitglieder die Beiträge für solche finanzschwächeren zusätzlich zu ihren eigenen bezahlt.

Genau dies möchten wir heute allen ans Herz legen, für die dies finanziell möglich ist, sodass unsere Mitgliederzahl weiter wachsen kann und wir keine Mitglieder verlieren. Wer uns auf diese Weise unterstützen möchte, kann dies tun, indem er/sie einfach eine Überweisung tätigt oder optimalerweise einen Dauerauftrag über 30 (ermäßigter Beitrag) oder 60 €/Jahr oder ein Vielfaches davon einrichtet und im Betreff “Spende für Patenschaft Mitgliedsbeitrag” angibt. Vielen Dank!

4. Oktober – Welttierschutztag

Dieser Tag ermahnt die Menschheit, die Tiere nicht über den täglichen Egoismen zu vergessen, und er ist Anlass, die jährlich wiederkehrende Frage aufzuwerfen: Hat sich inzwischen etwas für unsere tierlichen Schutzbefohlenen, gebessert – rund um den Globus, in Europa, in Deutschland?

Da fällt die Antwort, aufs große Ganze gesehen, wohl eher vernichtend aus (siehe Fotos unten). Was aber nicht vergessen werden darf: Viele bemühen sich ohne Ende, im Rahmen ihrer Möglichkeiten Gutes für die Tiere zu bewirken! Ihnen sei an dieser Stelle gedankt, denn ohne sie wäre alles noch schlimmer.

So haben auch wir uns im Rahmen unserer Parteiarbeit vorgenommen, es nicht beim Klagen über die desolaten Zustände zu belassen, sondern trotz allem hoffnungsvoll in die Zukunft zu schauen und den Glauben daran nicht aufzugeben, dass in kleinen, geduldigen Schritten Veränderungen möglich sind. Mit anderen Worten: Auch wir werden, zusammen mit vielen anderen MitstreiterInnen, unermüdlich auf das Ziel hinarbeiten, dass den Tieren ihr angestammtes Recht auf Leben und Unversehrtheit Stück für Stück zurückgegeben wird.

In der unten eingefügten bildlichen Gegenüberstellung (nur ein paar Beispiele!) dessen, was „ist“ mit dem, was „sein sollte“, wird deutlich, worauf es ankommt: mit dafür zu sorgen, dass sie, die Unschuldigen, wieder so leben dürfen, wie es ihnen zugedacht war – im Rahmen ihrer Gesetze friedlich und in sich ruhend, unbehelligt von gnadenloser menschlicher Herrschaft und Ausbeutung.

29.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Vorstoß: Verbot Tierversuche für Haushaltsprodukte

Am 29.09.2014 flog Stefan Bernhard Eck mit der Frühmaschine von Bukarest nach Brüssel, um bei einem Hearing am frühen Nachmittag mit dem designierten Kommissar für Umweltschutz, Meerespolitik und Fischerei, Herrn Karmenu Vella, einen Vorstoß bezüglich eines zukünftigen Tierversuchsverbots für Haushaltsprodukte einzuleiten.

Eck:

„Herr Vella, mehr als 50 Prozent der europäischen Bürgerinnen und Bürger sprechen sich laut Umfragen für eine drastische Reduzierung von Tierversuchen aus. Trotzdem werden nach wie vor Millionen grausame Tierversuche jedes Jahr in Europa durchgeführt – darunter auch Tierversuche für Haushaltsprodukte, wie Geschirrspülmittel, Möbelpolitur, Schuhcreme, Waschmittel usw. und Tierversuche für deren Bestandteile. Tierversuche für Kosmetika sind seit dem Jahr 2004 und für die Bestandteile von Kosmetika seit 2009 verboten. Seit 2009 ist die Vermarktung von Kosmetika, die an Tieren getestet wurde, verboten. Meine Frage: Nach dem Verbot von Tierversuchen für Kosmetika – können wir damit rechnen, dass Sie auch ein Verbot für Tierversuche einführen, für Haushaltsmittel, die ich vorhin genannt habe?“

Der designierte Kommissar erklärte, dass ihm dieses Thema wichtig sei und er mit dem Parlament, mit Experten der EU-Kommission und mit NGO’s darüber reden wolle. Er machte auch Stefan Eck das Angebot, mit ihm nochmals über das Thema zu diskutieren.

MEP Eck betrachtet die Frage an Herrn Vella und eine von ihm zum gleichen Thema an die Kommission gestellte Frage als ersten Vorstoß, um im Bereich Tierversuche im Europäischen Parlament aktiv zu werden.

Würde die Europäische Union Tierversuche für Haushaltsmittel verbieten, so würde dies jährlich Hunderttausenden Tieren das Leben retten.

02.10.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Europäischer Depressionstag – Einladung der EDA gefolgt

Anlässlich des „Europäischen Depressionstages“ folgte Stefan Bernhard Eck am 02.10.2014 der Einladung der Organisation European Depression Association (EDA) und nahm an deren Empfang teil.

Der Präsident des Europäischen Rats, Herman Van Rompuy, war ebenfalls zugegen und hielt eine Rede.

In entspannter Atmosphäre konnten sich die Abgeordneten, Veranstalter und Interessenten kennenlernen. Selbstverständlich fand auch ein ausgiebiger Gedankenaustausch über das Thema Depression statt.

Stefan B. Eck nutzte das Treffen, um weitere intensive Gespräche zu führen und seine Sichtweise bezüglich der rapide steigenden Zahlen der Depressionskranken deutlich zu machen.