Veganfreundlichste Städte in Deutschland 2016

Und: Fleischreduzierer_innen sind auf dem Vormarsch

Berlin gilt seit Jahren als veganfreundlichste Stadt unserer Republik schlechthin. Auf Platz zwei mit über 1 Million Einwohnern folgt die Stadt Hamburg und auf Platz drei München. Im Ranking der Städte mit 500 000 bis 1 Million Einwohnern ist auch Dresden mit vertreten.

Falls Sie Lust haben mal wieder eine Städtetour zu machen und ohne große Umstände schnell und möglichst einfach an vielfältiges veganes Essen kommen wollen, dann können Sie sich hier informieren.

Auch erfreulich ist die Tatsache, dass Veggieprodukte auf dem Vormarsch sind. Laut einer Studie des Kölner Institutes für Handelsforschung (IFH) nehmen Veggie-Produkte immer mehr Platz in den Regalen der Supermärkte ein. Angeheizt wird der Markt aber nicht von überzeugten Vegetariern_innen oder Veganern_innen, sondern von den Verbrauchern_innen, die ihren Fleischkonsum reduzieren, so die Gesellschaft für Konsumforschung.

Auch wenn die Zahl der Vegetarier_innen, Veganer_innen und Fleischreduzierer_innen kontinuierlich wächst, sind die Umsätze mit veget. / veganen Lebensmitteln noch sehr gering. Laut dem Institut macht der Umsatz aktuell gerade mal 0,6 Prozent des Lebensmittelmarktes aus.

Aber, so sind sich viele Hersteller einig: Der Trend dürfte mehr als kurzlebig sein und wachsen.

Wir als Partei glauben auch, dass der “Trend” sich bewusst und ohne Tierleid zu ernähren, anhalten und langsam, aber stetig, wachsen wird, weil immer mehr Menschen die schädlichen Auswirkungen, die im Zusammenhang mit dem hohen und verantwortungslosen Fleischkonsum stehen, erkennen. Alles beginnt mit dem ersten Schritt…und wer einmal diesen Schritt in diese Richtung BEWUSST eingeschlagen hat, wird, so glauben wir, nicht wieder umkehren können.

Eure Bundesgeschäftsstelle

UNO-Experten fordern Fleischsteuer

Würden sich alle Menschen so ernähren wie die Schweizer (50 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr) und wie die Deutschen (88,3 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr), hätte das fatale Folgen für unsere Erde.

Der hohe Fleischkonsum belastet das Klima und die Umwelt, treibt die Treibhausgasemissionen in die Höhe, verschlingt Unmengen an Fläche zum Anbau für Futtermitteln und Wasser.

Ziel der Fleischsteuer ist es, den hohen Fleischkonsum zu reduzieren, um Klima und Umwelt zu schonen. Hier Bericht lesen.

Auch die Tierschutzpartei fordert seit Jahren eine Fleischsteuer; nachzulesen hier. Das Konsumieren von tierlichen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern ist nachweislich deutlich umwelt- und klimaschädlicher und belastet letztendlich unser aller Lebensraum Erde mehr als das Konsumieren von rein pflanzlichen Erzeugnissen.

Die Tierausbeutungsindustrie verursacht sogar mehr Treibhausgase als der komplette Verkehrssektor. Deshalb wäre es mehr als gerecht und ausgleichend, wenn ‘Klima- und Umweltsünder’ mit ihrem hohen Fleischverbrauch höher besteuert würden als die, die mit ihrer Ernährung unseren Lebensraum Erde deutlich weniger schädigen,” so Bundesvorsitzender Matthias Ebner.

Auch wenn der Aufschrei unter den Konsument_innen von tierlichen Produkten jetzt groß sein wird und die Forderung einer Fleischsteuer als harte Maßnahme – im Kampf für den Klima- und Umweltschutz – angesehen wird, so geht es doch um unser aller Existenz auf dieser Erde. “Und schließlich gibt es heutzutage für nahezu jedes Tierprodukt eine pflanzliche Alternative, die in aller Regel genauso gut schmeckt wie das Original, sodass niemand mehr verzichten muss,” ergänzt Matthias Ebner.

PM: Ablehnung Vorschaltbeschwerde Kükenschreddern

Pressemitteilung vom 21.06.2016

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei hatte im April Strafanzeige gegen die Große Koalition wegen des Vorwurfs der Verfassungswidrigkeit erstattet.

Die Ablehnung eines Verbotes des Tötens männlicher Küken verfehle das in Artikel 20a Grundgesetz implementierte Staatsziel Tierschutz und verstoße somit gegen höherrangiges Recht.

Gegen die erste Einstellung des Ermittlungsverfahrens reichte die Partei Vorschaltbeschwerde ein.

Nun teilt der Staatsanwalt die erneute Einstellung des Verfahrens ohne Aufnahme von Ermittlungen mit.

Der Sachverhalt möge unter vielerlei Gesichtspunkten diskussionswürdig sein, es sei jedoch strafrechtlich nicht fassbar, die Personen, die als Repräsentanten verschiedener eingebundener Behörden bzw. Ministerien oder als Organe im politischen Willensbildungsprozess an der Entscheidung, ein Verbot des Kükenschredderns abzulehnen beteiligt waren, haftbar zu machen.

Ein Verstoß gegen Verfassungsrecht stehe in diesem Falle nicht unter Strafe.

Ein Freifahrtschein für unsere Politiker und ein Schlag ins Gesicht für jeden Tierschützer!

Die Entscheidungen der Bundesregierung und der Staatsanwaltschaft zeigen eindrucksvoll, dass Tierschutz in Deutschland nur auf dem Papier Verfassungsrang hat und in der Praxis Profitmaximierung sowohl von der Wirtschaft als auch von der Politik und sogar der Justiz über dieses Staatsziel gestellt wird. Das Schreddern oder Vergasen jedes zweiten neugeborenen Kükens und die Zucht von über 50 Millionen Tieren für den Müll ist an Dekadenz und Lebensverachtung wohl kaum zu übertreffen“, so Bundesvorsitzender Matthias Ebner.

Rechtlich gesehen könne man ein Klageerzwingungsverfahren einleiten.

Man werde diese Möglichkeit nun von einem Anwalt prüfen lassen.

Pressekontakt:
Sandra Lück
sandra-lueck@tierschutzpartei.de
0177 1795420

Veggienale in Dresden am 7. und 8.05.2016

Zwei lange und intensive Veggienale-Messetage liegen hinter uns.

Dazu erstmal ein dickes Dankeschön an unser Messeteam aus NRW – ohne euch hätten wir die Messe in dieser Form sicher nicht stemmen können. Hoffentlich seid ihr noch gut nach hause gekommen. Danke auch an die Mitglieder des Landesverbands, die sich teils auch von weiter weg auf den Weg nach Dresden gemacht haben, um uns am Stand tatkräftig zu unterstützen.

Thomas Schwarz, Generalsekretär der Partei und Landesvorsitzender NRW hielt in seiner Eigenschaft als Sprecher des BAK Veganismus/Tierrechte/Ethik einem Vortrag über “Veganismus – Zwischen Lifestyle und Politisierung der Ernährung oder: Ist vegan leben genug?”

Auch wenn die Messe insgesamt nicht so gut besucht war, wie wir und viele andere Aussteller sich das gewünscht haben, konnten wir doch neben einigen neuen Mitgliedern auch mehrere Interessenten gewinnen und viele Menschen für unsere gemeinsame Sache begeistern. Auch wenn es anstrengend war: Es hat sich gelohnt.

Michael Roth / Landesvorsitzender von Sachsen der Tierschutzpartei

Unser ökologischer Fußabdruck – er ist gewachsen

Dass des Deutschen ökologischer Fußabdruck größer ist als ethisch vertretbar, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er aber so überdimensionale Formen annimmt, wie jetzt die Umweltschutzorganisation „Germanwatch“ berechnet hat, macht mehr als betroffen. Und die Frage drängt sich auf, wie kommen wir aus dem selbstverschuldeten Dilemma wieder heraus?

Laut „Germanwatch“ hat Deutschland in dieser Woche bereits alle ihre natürlichen Ressourcen für 2016 aufgebraucht! Das heißt im Klartext: Wenn alle Menschen auf der Erde so wirtschaften und leben würden wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 3,1 Erden, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. 2015 waren es laut Berechnungen „nur“ 2,5 Erden.

Germanwatch schreibt in seiner Pressemitteilung vom 28.04.2016: „In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei.“

Was also tun? Uns muss endlich bewusst werden, dass wir auf Kosten nachfolgender Generationen und global gesehen auf Kosten von ärmeren Menschen, der Tiere und der Natur wirtschaften und leben. Betrachtet man die Fakten, dass wir immer mehr Ressourcen verbrauchen als uns eigentlich zustehen, um unseren Lebensstandard zu halten und zu steigern, dann kommt man unweigerlich zu der beschämenden Annahme, dass uns unsere belebte Erde, unser Zuhause, und unsere nachfolgenden Generationen gleichgültig sind. Sollte uns doch nicht alles gleichgültig sein, dann muss jeder Einzelne von uns seinen Konsum überdenken und entsprechend anpassen. Nicht vergessen darf man die politisch Verantwortlichen, die ganz eindeutig ihren Kurs, der auf immer mehr Wachstum abzielt, durch Politiker auszutauschen, die bereit sind, verantwortungsbewusste und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn unser Wirtschaften und Leben von heute wird das Gesicht der Erde von morgen beeinflussen. Gegenwärtig machen wir uns sprichwörtlich in den Augen nachfolgender Generationen unglaubwürdig, wenn wir behaupten, wir würden unsere Kinder und Kindeskinder lieben, aber im selben Atemzug unsere Erde, unsere einzige Lebensgrundlage, so strapazieren und ausbeuten, als gäbe es kein Morgen.

Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Mit dieser Frage hat sich „GEO“ beschäftigt und kristallisiert heraus, was ein Forscherteam um Marco Springmann von der Universität Oxford in einer Studie herausgefunden hat.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dem GEO-Bericht in plakativen Stichpunkten, was passieren würde, wenn weltweit niemand mehr Fleisch essen würde:

  • wir und der Planet wären deutlich gesünder
  • gut sieben Millionen weniger Tote jährlich bis 2050
  • zwei Drittel weniger Treibhausgase gelangten aus der Nahrungsmittelproduktion in die Atmosphäre
  • knapp 1,5 Billiarden US-Dollar könnte man einsparen bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden
  • Landfläche so groß wie Afrika würde frei: 20 Milliarden Hühner, 1,5 Milliarden Kühe und je eine Milliarde Schafe und Schweine würden nicht mehr gebraucht
  • Weniger Nutztiere und mehr freie Landflächen helfen im Kampf gegen den Klimawandel
  • Tierhaltung stößt mehr Treibhausgase aus als der weltweite Verkehr
  • siebzig Prozent weniger Wasserverbrauch auf der Erde

Fazit: Der Wunsch zu glauben, alle Menschen auf der Welt würden in Kürze zu Vegetariern werden, ist unrealistisch. Vegetarier sind weltweit leider noch in der Minderheit und die wachsende Erdbevölkerung verlangt nach immer mehr Fleisch, aber, und da schließen wir uns “GEO” an, die den ersten Schritt fordern:

“Aufhören, zu viel (vor allem Fleisch) zu essen – und Lebensmittel wegzuschmeißen!“

Hier zum ausführlichen Bericht von “GEO”

 

Schreibwettbewerb “Warum ich vegan lebe”

Nachfolgend machen wir auf eine Aktion vom “Bund für Vegane Lebensweise” aufmerksam:

“Wir veranstalten einen Schreibwettbewerb mit dem Thema “warum ich vegan lebe”. Uns interessiert Deine ganz persönliche Geschichte. Berichte uns von Deinem Schlüsselerlebnis , falls Du eins hattest. Schreibe ein Gedicht, ein Märchen oder eine Kurzgeschichte – es steht Dir völlig frei, wie Du Deine Entscheidung zum veganen Leben ausdrücken möchtest! Auf bis zu einer DIN A4-Seite sind Deiner Kreativität dabei keine Grenzen gesetzt.

Unsere schreibbegeisterte Jury bewertet dann Deinen Text. Wir konnten dafür u.a. Hilal Sezgin und Andreas Grabolle gewinnen, aber auch unsere Gartenfee Susanne Heine durfte natürlich nicht fehlen. Der Text wird der Jury in anonymisierter Form vorgelegt.

Zu gewinnen gibt es als Hauptpreis den Vitamix S30, der/die Zweitplatzierte*r bekommt eine Tierpatenschaft bei Land der Tiere, als 3. Preis gibt es das Buch von Brendan Brazier “Vegan in Topform”.

Der Einsendeschluss ist der 22.05.2016.”

Kontakt: mitgliederbetreuung@bvl-ev.org / http://vegane-lebensweise.org

Kinostart “Hope for All” im Mai 2016

Hier die ersten Kinotermine für “Hope for All” in deutschen Kinos. Ab 2. Mai startet Nina Messinger ihre Preview-Tour und würde sich freuen, viele von Euch bei der Kinotour zu treffen! Nina bittet herzlichst diese Info fleißig zu verbreiten, damit die Botschaft von Hope for All viele Menschen erreicht und die Kinosäle gefüllt werden.

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