Tierärztliche Hochschule erforscht wie es Tieren geht

Stellungnahme von unserer promovierten Biologin aus dem LV Niedersachsen

Am 10.02.2017 war in den HAZ zu lesen, dass unser Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt jetzt genau wissen möchte, wie man beurteilt, ob es unseren sog. Nutztieren gut geht. Für die Beantwortung dieser Frage beauftragte er die Tierärztliche Hochschule, der ein Förderbeleg i.H.v. 730.000 € übergeben wurde. Aus Sicht der Tierschutzpartei hätte diese Frage auch ohne großen personellen und finanziellen Aufwand beantwortet werden können, wie sich aus beigefügter Stellungnahme ergibt.

Naja, das ebenfalls von ihm beauftragte Gutachten „Wege zu einer gesellschaftlich akzeptierten Nutztierhaltung“ ist ja auch schon 2 Jahre alt. Vielleicht hofft er, durch die Forschungen der TiHo belegen zu können, dass es unseren Tieren eigentlich gar nicht so schlecht geht.

TiHo erforscht wie es Tieren geht – für über 730 000 Euro

Wie beurteilt ein Tierarzt, ob es Tieren gut geht? Man begutachtet zum Beispiel Verletzungen an den Füßen, Liegestellen, Herz und Lunge. Diese Forschung an der TiHo wird Jahre dauern, kostet ein Vermögen und bringt letzten Endes: Nichts! Der gesunde Menschenverstand sagt uns folgendes: wenn man den ganzen Tag auf verletzten Füßen steht, dann bereitet das Schmerzen und man fühlt sich nicht wohl. Wenn man wochenlang in einen Kastenstand bzw. in einem metallenen Foltergerät, das denen im Mittelalter sehr ähnelt, eingezwängt wird, damit man nicht aus Versehen Ferkel erdrückt, dann bekommt man äußerlich sichtbare Liegestellen, von der psychischen Quälerei ganz zu schweigen und man fühlt sich nicht wohl. Hat ein glückliches Schwein ein Herz und eine Lunge, die sich von einem unglücklichen Schwein unterscheiden? – Was spielt das für eine Rolle? In dem Moment, in dem wir das herausfinden, ist das Schweineleben vorbei, die Organe liegen vor uns auf dem Tisch und die Antwort ist dem Tier jetzt furzegal.

Als promovierte Biologin möchte ich der TiHo die aufwendige Forschung ersparen und beantworte hier die Forschungsfrage: „Woran erkenne ich, ob es einem Tier gut geht?“ für ganz umsonst.

1. Das Schwein.

Ein Schwein fühlt sich wohl, wenn es ein artgerechtes Leben führen kann. Was heißt das? Ein Schwein führt ein glückliches Schweineleben, wenn es sich so verhält wie seine Artgenossen in freier Wildbahn, d.h. es lebt in einer Familie und streift durch Wälder und Wiesen, suhlt sich im Schlamm, geht vielleicht mal Schwimmen, erlebt die Jahreszeiten und ernährt sich von dem was es mit seiner Wühlscheibe an der Nase im Boden findet. Das ist ein glückliches Schweineleben.

Was ist kein glückliches Schweineleben?

Fotoquelle: Peta

Zum Beispiel: ein enger Stall mit Spaltboden, in dem es bestialisch stinkt und die empfindliche Nase, die sogar Trüffel im Erdboden riechen kann, zur Qual wird. Fühlt sich ein Schwein wohl, wenn

(1) es wochenlang im Kastenstand dahinsiecht? Nein.

(2) es miterleben muss, wie seine Ferkel totgeschlagen werden? Nein.

(3) die Ferkeljungen ohne Betäubung die Hoden rausgeschnitten bekommen? Nein.

(4) die Ringelschwänzchen abgeschnitten werden? Nein.

(5) es tagein, tagaus immer nur in der Produktionshalle mit künstlicher Belüftung steht, ohne je die Sonne oder Regen erleben zu dürfen? Nein.

(6) es in eine Gaskammer getrieben wird, wo es verzweifelt nach Luft schnappt, bis es ohnmächtig wird und ihm dann mit einem Messer die Kehle durchgeschnitten wird? Nein.

2. Die Kuh.

Eine Kuh ist glücklich, wenn sie in einer Herde, mit ihrer Familie auf einer Wiese lebt. Ist eigentlich ganz einfach, oder?

Wann ist eine Kuh nicht glücklich?

Fotoquelle: Peta

(1) Wenn man ihr kurz nach der Geburt ihr Baby wegnimmt.

(2) Wenn ein Mensch den Arm in ihren Hintern steckt oder die Kuh sonst wie körperlich belästigt , z.B. um eine künstliche Befruchtung durchführen zu können.

(3) Wenn sie mit Metallketten im Stall angebunden ist und sie sich ihr Leben lang nur ein paar Meter bewegen kann.

(4) Wenn ihre Füße auf dem vollgekackten, stinkenden Spaltboden entzündet sind und jeder Schritt wehtut.

(5) Wenn ihr schmerzhaft ihre Hörner entfernt werden.

(6) Wenn ihr riesiger Euter und ihre gigantische Milchproduktion ihren Kreislauf so stark belasten, dass sie sich nicht mehr mit ihrem natürlichen Futter (Gras!) ausreichend ernähren kann und einige Kühe im Stall einfach tot umfallen.

(7) Wenn ihr ein Mann in einer engen Metallbox ein Gerät an den Kopf hält und einen Metallbolzen durch die Schädeldecke jagt, sie benommen umfällt, man die Kuh an einem Bein aufhängt und ihr dann den Hals aufschlitzt. – Ich war noch nicht live dabei, aber da fühlen sich die Tiere bestimmt nicht wohl!

3. Das Geflügel (wie Hühnchen oder Pute).

Wann ist denn ein Hühnchen glücklich? Wenn es mit seiner Familie durch die Gegend stakst und fröhlich nach Futter pickt, und ja, manch ein Huhn flattert vielleicht ein wenig oder schlummert vergnügt in der Sonne.

Wann ist ein Huhn nicht glücklich?

Fotoquelle: soylent.network.com

(1) Wenn es aus einem Ei schlüpft, von einem Mensch als Männchen aussortiert wird, auf einem Fließband landet und dann in einen riesigen Metall Schredder geschoben wird. Wer dort noch nicht zu Tode geschreddert wurde, stirbt entweder langsam an seinen schweren Verletzungen oder landet in einer Tonne, wo es erstickt oder das Küken wird kurzerhand mit einem Hammer totgeschlagen. Was für ein Tag für die männlichen Küken! Ob es denen dabei wohl gut geht?

(2) Wenn den verbleibenden Hühnern und Puten die Schnäbel abgeschnitten werden, damit sie sich in den vollgequetschten Ställen nicht gegenseitig massakrieren.

(3) Wenn die qualgezüchteten Tiere vor lauter Schmerzen über den Boden robben, weil sie weder Laufen noch Fliegen können.

(4) Wenn das Huhn in einem stinkenden, künstlich beleuchteten Stall vor sich hinsiecht bis irgendwann Männer in weißen Anzügen kommen, alle durch die Gegend scheuchen, in Boxen packen und dann in LKWs verfrachten, um sie zum Schlachter zu fahren.

(5) Hat sich Mel Gibson wohl gefühlt, als er sich in seinem Film im Badezimmer mit dem Fön in der Badewanne einen Elektroschock verpasst hat? Ob sich die Hühner und Puten wohl fühlen, wenn man sie an den Beinen aufhängt, durch einen Elektroschock-Bad zieht, um ihnen dann die Kehle durchzuschneiden? Wie ihre Herzen und Lungen wohl aussehen? Glücklich? Nein.

Die Antworten von mir gab‘s umsonst.

Für die Forschung an der TiHo müssen wir alle 730 000 € aus unseren Steuergeldern hinlegen. Warum ist das ein Problem? Das Problem liegt im System! Wir haben eine Agrarindustrie, die nur durch Tierquälerei und Massentierhaltung funktionieren kann.

Was ist eigentlich Massentierhaltung? Definieren wir den Begriff doch mal kurz: „Definition Massentierhaltung: dabei handelt es sich um eine Form der Tierproduktion, bei der das Tier nicht mehr als Lebewesen wahrgenommen wird, sondern wie eine Maschine behandelt und gehalten wird mit dem einzigen Ziel: der raschen Zunahme an Körpergewicht bei maximaler Kostenreduktion, d.h. Haltung von maximaler Tierzahl auf minimalstem Raum mit kostengünstigsten Futtermitteln.“

Wir haben ein Tierschutzgesetz in Deutschland und wer dieses Gesetz liest, bekommt den Eindruck, dass die Tiere hier in einem Paradies leben müssten. Sie tun es aber nicht und schon gar nicht die Nutztiere. Entweder stimmt etwas mit dem Gesetz nicht oder mit dessen Umsetzung. Wer ist für die Umsetzung bzw. Kontrolle des Tierschutzes zuständig? Die Tierärzte in den Veterinärämtern. Wenn die nicht erkennen können oder wollen, ob es einem Tier gut geht, dann sollten wir vielleicht eine kompetentere Stelle für den Tierschutz beauftragen, z.B. eine Tierschutzpolizei, in der z.B. Biologen arbeiten, die nicht mit der Massentierhaltung und dem Verkauf von Antibiotika indirekt an dem System mitverdienen. Wir sollten das bisherige Tierschutz-System in Deutschland überdenken und überarbeiten, denn das würde millionenfaches Leid ersparen und der Steuerzahler spart sich einen Haufen Geld, in erster Linie schon mal 730 000 €.

Dr. Sarah Fretzer
-Beisitzerin-
LV Niedersachsen
sarah-fretzer (at) tierschutzpartei.de

Petition gegen Qualzuchten

Bitte unterstützen Sie mit uns die Verbreitung und Unterzeichnung des Protestes von Peta: Herr Schmidt, beenden Sie die Qualzucht von Schweinen in Deutschland!

Peta: “Appellieren Sie an Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt, die Subventionen für tierquälerische Schweinezucht einzustellen. Die Zucht von Tieren, deren Haltung nur unter Schmerzen möglich ist, ist laut dem deutschen Tierschutzgesetz als Qualzucht verboten. Trotzdem werden diese Zustände nicht nur vom Gesetzgeber geduldet, sondern vom Staat überdies mit hohen Beträgen subventioniert.”

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Meteler Schweineschätzen

Tierschutzpartei fordert ein sofortiges Ende des Schweineschätzens

Vor einigen Tagen wurde unsere Bundesvorsitzende Sandra Lück von einer jungen Tierschützerin darauf aufmerksam gemacht, dass auch noch heute auf dem Meteler „Fettmarkt“ im Kreis Steinfurt traditionell ein lebendes Schwein als Hauptpreis eines Wettbewerbs über zwei Tage in einem Käfig ausgestellt wird.

Ein Oktober-Wochenende lang können die Besucher des Rummels gegen den Erwerb von Losen das Gewicht des Tieres schätzen.

Der Sieger erhält das Schwein schließlich getötet und zerlegt.

Entsetzt über diesen altertümlichen Brauch wandte Lück sich in der vergangenen Woche an den Bürgermeister von Metelen und wies darauf hin, dass es nicht nur ethisch absolut verwerflich sei, in zivilisierten Zeiten, in denen der Tierschutz als Staatsziel im Grundgesetz verankert ist, ein bereits zum Tode verurteiltes Schwein zur Belustigung öffentlich zur Schau zu stellen, sie mahnte ebenfalls die tierschutzwidrigen Umstände an, die sich durch Stress und Hitze selbstverständlich ergäben.

Weiter erinnerte sie den Bürgermeister Gregor Krabbe an seine Verantwortung für die Entwicklung der nachfolgenden Generationen und daran, dass es wichtig sei, Kindern und Jugendlichen Respekt vor unseren Mitgeschöpfen vorzuleben.

Ein unverzügliches Ende des Schweineschätzens wurde im Namen der Tierschutzpartei gefordert.

Das Büro des Bürgermeisters teilte nun mit, Herr Krabbe habe inzwischen veranlasst, dass die von Sandra Lück vorgetragene Thematik bei dem angesetzten Planungsgespräch mit der Werbegemeinschaft Metelen e.V. als Initiator des “Schweineschätzens” Anfang kommenden Jahres angesprochen werden soll. Der Bürgermeister nähme den Hinweis sehr ernst und würde die Schätzaktion thematisieren. Über das Ergebnis werden wir unverzüglich informiert.

Sollte der Kreis Metelen auch im kommenden Jahr nicht von seiner Tradition abrücken wollen, werden wir die juristischen Möglichkeiten auf ein Verbot prüfen.

23.10.2016: Schweinehochhaus schließen!

Tierschutzpartei wieder mit vor Ort!

Am Sonntag, den 23.10.2016, haben ca. 300 Tierschützer_innen in Maasdorf / Sachsen-Anhalt gegen die unzumutbare und tierquälerische Schweinezucht im sogenannten Schweinhochhaus demonstriert.

Auch bekannte Mitglieder aus unserer Partei waren wieder dabei und kamen in einem Video zu Wort. Danke für eure öffentliche Stellungnahme!

In der ARD-Mediathek könnt ihr euch dazu einen Bericht ansehen. Ihr erhaltet auch einen direkten Einblick wie es innen im Haus aussieht. Wer Fleisch isst, sollte da mal reingucken.

Wir danken allen aktiven Mitstreitern_innen, die vor dem Schweinhaus protestiert haben!

Auf unserer Kampagnenseite könnt ihr auch eine Petition gegen die Haltung von Sauen in Kastenständen unterschreiben.

Ihre / eure BGSt.

 

ARIWA: Systematisches Tierleid in den Ställen Deutschlands bedeutendster Agrarlobbyisten

Wir veröffentlichen den Sondernewsletter von „Animal Rights Watch“ (ARIWA) vom 23.09.2016.

Nach der Langzeitrecherche in deutschen Ställen stellte ARIWA fest:

“Tote Schweine, die tagelang im Stall verwesen, ein Schwein, das von Artgenossen lebendig aufgefressen wird, Puten mit handtellergroßen offenen Wunden, am Boden zerschmetterte Ferkel, Hühner mit eitertriefenden Kloaken – so sieht es in den Ställen 12 bedeutender deutscher Tierproduktionslobbyisten aus.

Die neueste ARIWA Veröffentlichung belegt, dass es sich bei den Tierhaltungs-Skandalen der letzten Jahre keineswegs um Einzelfälle handelt. Im Gegenteil: Das Bildmaterial bildet das gesamte Spektrum der Zustände in der deutschen Tierhaltung ab. Von legalen Haltungsbedingungen, in denen gesetzeskonform gelitten wird, bis hin zu den üblichen tierschutzrechtlichen Verstößen, darunter auch eindeutigen Straftaten.

Für diese Betriebe sind verschiedene hochkarätige, deutsche Agrarlobbyisten mitverantwortlich – die Menschen, die versuchen die Praktiken der Industrie zu verharmlosen oder moralisch zu rechtfertigen oder, im Falle von neuen ‚Skandalbildern‘, als grausame Einzelfälle herunter zuspielen. Als Präsidenten, Aufsichtsräte, Vorsitzende und Vorstände in deutschen Bauernverbänden, in Zentralen Verbänden der Schweineproduktion und der Geflügelwirtschaft, sowie in führenden Konzernen der Tierproduktion werben sie für das Milliarden-Geschäft mit der Tierhaltung und betreiben unverhohlene Politik für die Interessen der Agrargroßkonzerne.

Die Hintergründe über diese umfangreiche Langzeitrecherche können Sie hier nachlesen.

Videomaterial aus allen 12 Anlagen finden Sie hier.

Mehr Infos über die Agrar-Lobbyverbände finden Sie auf www.agrarlobby.de.

Den Beitrag bei ARD „Panorama“ können Sie hier nachsehen.“

40 Mio. Schweine tierschutzwidrig betäubt – Update von Peta

Wir haben Peta bei der Verbreitung und Unterzeichnung der Petition “Todeskampf in der Gasgrube” nach unseren Möglichkeiten unterstützt. Peta weist in seinem gestrigen Newsletter darauf hin, dass sie 20 Schlachthöfe angezeigt haben. Außerdem wurde der Todeskampf von Schweinen in der Gasgrube durch Zahlen “sichtbar” gemacht. Zahlen, die man nicht einfach mal so hinnehmen kann, weil hinter jeder einzelnen Zahl ein fühlendes und intelligentes Lebewesen steht.

In Deutschland werden jährlich:

– 60 Millionen Schweine geschlachtet
– 40 Millionen Schweine in Gruben mit CO2-Gas betäubt
– 30 Sekunden langer Todeskampf bis zur Betäubung
– 400.000 Schweine werden lebendig verbrüht

O-Ton Peta: “Das Vergasen von Tieren mit CO2 ist nach Auffassung von PETA mit dem Tierschutzgesetz nicht vereinbar, da es zu erheblichen Leiden der Tiere führt! Deshalb haben wir nach ausführlichen Recherchen mehr als 20 Großschlachthöfe wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz angezeigt.”

400.000 Schweine werden jährlich lebendig verbrüht, bis sie elendig sterben und als Schnitzel zum Verkauf angeboten werden. Verbrüht werden, bis der Tod einsetzt, muss ein grausamer Todeskampf sein. Der Vergleich hinkt zwar und steht in keinster Weise zur Relation der Ganzkörperverbrühung bei Schweinen, aber uns schmerzen schon die Finger, wenn wir ungeschützt einen kochend-heißen Topf vom Herd nehmen. Um nichts in der Welt setzen wir ihn so schnell es geht wieder ab, um dem Schmerz zu entkommen. Die Schweine aber, es sind ja NUR Tiere, wie Mensch allzu oft überheblich und abwertend sagt, entkommen dem Brühwasser nicht mehr, und sie sterben letztendlich elendig an ihren Verbrennungen. Warum muten wir “Nutztieren” dieses lebensverachtende Schicksal immer noch zu, obwohl wir doch eigentlich ALLE sensibilisiert sein müssten durch die Medien?

Eure Bundesgeschäftsstelle

Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet – Update

Wir veröffentlichen den wichtigen Nachtrag vom “Deutschen Tierschutzbüro” in der Sache “Strafverfahren wegen Tierquälerei” eingeleitet. Das “Deutsche Tierschutzbüro” bittet darum sich an der Aktion vor Gericht zu beteiligen und an der öffentlichen Verhandlung teilzunehmen.

O-Ton “Deutsches Tierschutzbüro”: “Immer wieder haben uns Verbraucher geschildert, dass sie „nur beim Metzger ihres Vertrauens“ und beim „Bauern von nebenan“ ihr Fleisch kaufen. Bei unserer neuesten Recherche haben wir genau hinter die Kulissen solcher „Bauern von nebenan“ geschaut, die das Fleisch bei Metzgern verkaufen. In diversen Schweinemastbetrieben in der Region Zeven (bei Bremen) haben wir die Zustände dokumentiert und am Montag in die Öffentlichkeit gebracht, u. a. hat der NDR in der Sendung MARKT berichtet, einen Mitschnitt der Sendung finden Sie auf unserer Website.

Die Zustände in den Betrieben waren gravierend: blutende Wunden, tote Tiere und der Einsatz von Antibiotika. In einem Betrieb quillt sogar Gülle aus den Spaltenböden, in einem anderen haben sich die Tiere aufgrund der Enge gegenseitig zerkratzt. Besonders schlimm sah es in einem Betrieb aus, der laut hofeigenem Werbeschild für die VION-Edelmarke LandJuwel produziert. Der Betrieb soll ein Vorzeigebetrieb sein, der mit dem „Bauern von nebenan“ wirbt. Wir mussten das Veterinäramt einschalten, doch leider kam für viele der Tiere jede Hilfe zu spät, sie mussten eingeschläfert werden.

Aufgrund unser Strafanzeige muss sich der „Bauer von nebenan“ am 01.08.2016 vor Gericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass der Tatvorwurf der Tierquälerei erfüllt ist. Es droht eine Freiheitsstrafe. Auch wir sind an der Gerichtsverhandlung beteiligt, so wird Jan Peifer, Gründer vom Deutschen Tierschutzbüro, als Zeuge aussagen. Zudem werden wir eine Aktion vor Gericht durchführen und den Hof des Bauern symbolisch absperren.

Bitte beteiligen Sie sich an der Aktion vor Gericht und nehmen Sie an der öffentlichen Verhandlung teil. Treffpunkt ist um 08:15 Uhr am 01.08.2016 vor dem Amtsgericht Zeven (Auf dem Berge 1 in 27404 Zeven, bei Bremen).”

Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet

Der NDR hat gestern über die neusten Enthüllungen vom „Deutschen Tierschutzbüro“ berichtet. Erneut ist klar: Eine artgerechte „Nutztierhaltung“ ist nicht möglich!

Dank dem „Deutschen Tierschutzbüro“ wurde wieder einmal übelste Tierquälerei in unserem Land aufgedeckt, die nicht ohne Folgen bleiben darf!

O-Ton Deutsches Tierschutzbüro: „Monatelang wurde dafür bei einem der größten Schlachtunternehmen in Deutschland recherchiert und dokumentiert. Die Aufnahmen sind schockierend und zeigen erneut auf, dass eine artgerechte Haltung von sogenannten Nutztieren nicht möglich ist. Besonders pikant: Das Schlachtunternehmen wirbt mit einer Edelmarke vor allem mit dem Slogan „vom Bauern von nebenan“, doch der „Bauer von nebenan“ quält leider auch die Tiere. Die uns vorliegenden Videoaufnahmen sind so gravierend, dass wir das zuständige Veterinäramt einschalten und Strafanzeige stellen mussten.

Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass auch der „Bauer von nebenan“ gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Am 01.08.2016 kommt es zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht in Zeven (bei Bremen). Wir sind an der Gerichtsverhandlung auch beteiligt, so wird unser Gründer Jan Peifer als Zeuge aussagen.“

Hier zum Bericht und zur Sendung im NDR

Was kann ich als Einzelner tun?

  • Unsachgemäße Behandlung von Tieren melden
  • Tierquälereien beim Namen nennen, Informationen darüber verbreiten
  • Protestbriefe / Leserbriefe schreiben
  • Vegetarisch/vegan leben
  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz wählen; mit helfen, dass unsere Ziele bekannter werden

 

Wissenschaftlich bestätigt: Elendes Schweineleben

Wir wissen es schon lange und dagegen kämpfen wir schon sehr lange an. Jetzt wurde es aber wissenschaftlich bestätigt: Den Schweinen in der Tierindustrie geht es gar nicht gut, ihnen geht es schrecklich! Laut einer Studie der Göttinger Universität geht es allen Tieren in der konventionellen Schweinemast – sei es in Betrieben mit ein paar hundert oder ein paar tausend Schweinen – richtig dreckig. Aber lesen Sie selbst hier.

Seien wir mal ehrlich: Würden wir so ein Leben unseren Hunden und Katzen antun? Und wie viele stichhaltige Beweise brauchen wir noch, bis wir alle Tiere so fürsorglich behandeln wie unsere Lieblinge die Hunde und Katzen?

Keine Kastenstände mehr in deutschen Ställen!

Petition

Wir unterstützen das Deutsche Tierschutzbüro bei der Verbreitung dieser Petition; bitte unterschreiben Sie mit uns! Wählen Sie uns bei den nächsten Wahlen und zeigen Sie damit den etablierten Parteien die rote Karte für ihre verfehlte und tierquälerische Tierschutzpolitik! Kastenstände für Schweine NICHT mit uns!

Deutsches Tierschutzbüro: “In Deutschland leben ungefähr 98% der Zuchtsauen in sogenannten Kastenständen, und das über die Hälfte ihrer Lebenszeit. Dabei sind Kastenstände nichts anderes als Käfige für Schweine. Die Tiere können sich in den Stahlgefängnissen nicht bewegen, umdrehen erst recht nicht. Oft haben die Schweine noch nicht einmal Tageslicht oder frische Luft. Sicherlich fragen Sie sich jetzt, warum macht man das? Die Antwort lautet – wie fast immer in der Massentierhaltung – wegen dem Profit. Auch hier geht’s mal wieder ums Geld. Umso weniger Platz das einzelne Tier hat, umso mehr Tiere können in eine Mastanlage gesperrt werden. Die Profitgier der Züchter ist offenbar grenzenlos. Und sie haben sogar Unterstützung aus der Politik, denn solch eine Haltung ist noch nicht mal gesetzlich verboten. Das wollen wir nicht hinnehmen und haben eine Petition gestartet, unterstützen Sie uns dabei, damit diese perverse und unnötige Tierquälerei endlich verboten wird.”