07.07.2014: Kurzmeldung aus Brüssel

Gedankenaustausch mit Luke „Ming“ Flanagan: gemeinsame Ziele

Luke „Ming“ Flanagan ist ein unabhängiger / parteiloser irischer Abgeordneter und Mitglied der Fraktion GUE/NGL.

Er wurde durch seine Langzeitkampagne zur Legalisierung von Cannabis bekannt.

Bei einem Gedankenaustausch nach der Fraktionssitzung am 07.07.2014 wurde deutlich, dass zwischen ihm und Stefan Bernhard Eck verschiedene gemeinsame Zielsetzungen existieren: Beide sprechen sich für die Legalisierung von Cannabis und für möglichst rasche Verbesserungen im Bereich der „Nutz“tierhaltung aus.

Kein Wunder, denn wie sich in dem Gespräch herausstellte, ist Luke seit 22 Jahren Vegetarier.

Ein verlässlicher Mitstreiter in der Fraktion für unsere Anliegen im Bereich Tierschutz/Tierrechte!

13.07.2014: Statement

EU will Fütterungsverbot für Tiermehl aufheben

Laut diversen Presseberichten vom 12. Juli 2014 plant die EU-Kommission, das Fütterungsverbot von Tiermehl an Schweine und Geflügel Schritt für Schritt aufzuheben. Schon im vergangenen Jahr wurde das Verbot gelockert und Tiermehl von Schweinen und Hühnern in Aquafarmen eingesetzt! Den wenigsten Konsumenten ist dies bewusst.

Angeblich sei das Risiko der Übertragung von BSE (Rinderwahnsinn) aufgrund wissenschaftlicher Analysen bei Schweinen und Hühnern als gering einzuschätzen, so das aktuelle interne Papier der EU-Kommission.

In einem Strategiepapier gab die EU-Behörde bekannt, dass die Lockerung des Verbotes hinsichtlich der immensen Menge von Lebensmittel-Abfall notwendig sei und man diesen bis 2025 um 30 % senken will.

Das Vorhaben der EU-Kommission wird von mir aufs Schärfste kritisiert, denn damit wird wieder einmal der Verbraucherschutz, aber vor allem der Tierschutz, ad absurdum geführt. Anstatt die Bestandsdichten zu verringern, um dadurch die immensen Mengen an „Fleischmüll“ zu reduzieren, beugt sich die EU-Kommission den wirtschaftlichen Interessen der fleischerzeugenden Betriebe, die durch die Wiedereinführung der Tiermehlverfütterung ihre Gewinne zu steigern versuchen.

Da seit dem Tiermehlverbot 2001 die Preise auf dem Weltmarkt für Getreide und Soja , die seit damals verwendeten Futterpflanzen, enorm gestiegen sind, wird nun mit dem Vorwand der Verminderung von Fleischabfällen die Wiedereinführung von Tiermehl propagiert.

Ich appelliere an alle verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürger, sich mittels Protestbriefen an die EU-Kommission gegen dieses skandalöse Vorhaben zur Wehr zu setzen, es geht immerhin um die Gesundheit der Menschen UND der Tiere!

Ich werde mich innerhalb der Fraktion dafür einsetzen, dass sich diese explizit gegen die Wiedereinführung von Tiermehl ausspricht.

Stefan Bernhard Eck

Animal Equality Erfolg: Stopfleberverbot in Indien

“Das indische Außenhandelsministerium gab am 3. Juli 2014 bekannt, dass ein landesweites Importverbot für Stopfleber in Kraft tritt. Die Entscheidung des Ministeriums ist eine direkte Folge der Kampagne von Animal Equality. Animal Equality hatte 2012 die Ergebnisse einer zweijährigen Recherche in den Stopfleberindustrien Spaniens und Frankreichs veröffentlicht. Die Recherche deckte die grausamen Bedingungen auf, unter denen die Enten leben müssen und getötet werden. Eine der untersuchten Farmen exportierte nachweislich Stopfleber nach Indien. Animal Equality Indien appellierte daraufhin an den Handelsminister, den Import von Stopfleber nach Indien zu verbieten. Das Verbot wurde am 03. Juli 2014 erlassen.” (Zum Beitrag)

(Zur Recherche)

Wahlen 2014

Landtagswahl in Sachsen am 31.08.2014 – Wir sind dabei!

Die erste Hürde ist geschafft; das Sammeln der 1000 Unterstützungsunterschriften ist abgeschlossen. Am 04.07.2014 teilte uns der Landeswahlleiter in Kamenz mit, dass die Partei Mensch Umwelt Tierschutz mit Landesliste für die Landtagswahl Sachsen am 31.08.2014 zugelassen wurde.

Wenn Sie die aktiven Mitglieder des Landesverbandes Sachsen bei ihrem Wahlkampf unterstützen wollen, dann nehmen Sie bitte mit Herrn Michael Roth Kontakt auf: Handy 0176 – 344 95 177 oder kontaktieren Sie das Vorstandssekretariat: sekretariat (at) tierschutzpartei.de. Ihre E-Mail wird von hier aus an Herrn Roth weitergeleitet.

Bei der Landtagswahl am 30.08.2009 im Freistaat Sachsen erzielten wir 2,1 Prozent der Stimmen. Wir benötigen deshalb jede Hilfe im Wahlkampf, um wieder unsere Stammwähler zu mobilisieren und natürlich wollen wir auch neue Wähler von unseren Zielen überzeugen können, um ein gutes Wahlergebnis einzufahren!

Melden Sie sich bei uns, werden Sie aktiv und kämpfen Sie gemeinsam mit uns für Mensch, Umwelt und Tierschutz hier in Sachsen!

Bedenke: “Niemand begeht einen größeren Fehler als der, der nichts tut, weil er glaubt, nur wenig tun zu können.”

05.07.2014: Bericht aus Strasbourg Teil II

Historischer Moment

Die Fraktionsvorsitzende Gabi Zimmer benennt als eines der wichtigsten Themen der Fraktion GUE/NGHL innerhalb der kommenden 5 Jahre Tierschutz und die Umsetzung von Tierrechte explizit am Ende ihrer Rede vor dem Plenum!

„Herr Präsident, meine Damen und Herren! Ich möchte natürlich auch im Namen meiner Fraktion allen neu gewählten Kollegen und Kolleginnen hier viel Glück und gute Zusammenarbeit wünschen, und vor allem auch wünschen, dass wir als Europäisches Parlament klare und deutliche Signale aussenden, und zwar, dass wir hier tatsächlich die Stimme jener vertreten, die darauf warten, dass in der Europäischen Union eine Politik der sozialen Verantwortung, des solidarischen Miteinanders, der ökologischen Verantwortung und – ich sage das jetzt bewusst – auch des Tierschutzes, der Tierrechte betrieben wird.“

06.07.2014: Statement

Rumänien geht gegen demonstrierende Tierschützer/innen brutal vor

Die aktuellen dramatischen und fast schon bürgerkriegsähnlichen Vorgänge in Rumänien berühren mich zutiefst. Was den Schützern der Straßenhunde vor laufenden Kameras angetan wird, lässt erst recht auf grausame Zustände in den staatlichen Sammelstationen der ASPA schließen. Wer mit Menschen so umgeht, der wird noch brutaler mit unschuldigen und wehrlosen Tieren umgehen!

Durch den Beschluss vom 23. Juni 2014, der den Massentötungen endlich den rechtlichen Boden entzieht, die aber trotzdem weitergehen, wird deutlich, dass Rumänien noch weit von Rechtstaatlichkeit entfernt ist.

Meine Gedanken sind bei den Menschen, die sich vor Ort der Aggression und der Staatswillkür tapfer aussetzen und sich dem Unrecht – ohne Angst, selbst körperlichen Schaden zu nehmen – in den Weg stellen. Meine Gedanken sind aber auch bei den Straßenhunden, die hungern, die gequält werden und letztlich umgebracht werden.

Ich habe meinen Wählerinnen und Wählern versprochen, mich für die Hunde in Rumänien einzusetzen, was ich im Rahmen meiner Möglichkeiten auch jetzt schon tue! Aus strategischen Gründen kann ich momentan noch keine genaueren Angaben hierzu machen, denn es könnte meine Vorhaben beeinträchtigen. Es wird sich auch nicht von heute auf morgen ein Erfolg einstellen, denn alles braucht seine Zeit – erst recht im Politgetriebe in Brüssel.

Stefan Bernhard Eck

Die Asylpolitik der EU – kein Ruhmesblatt!

Es muss endlich gehandelt werden

Jeder weiß, dass vorhandene Probleme ständig größer werden, je länger man sie vor sich herschiebt. Wer aber meint, auch unsere Brüsseler Volksvertreter hätten diese Binsenweisheit verinnerlicht und würden sie ganz selbstverständlich zur Maxime ihres Handelns machen, der irrt gewaltig. Ein nachgerade erschütterndes Beispiel dafür ist ihre Asylpolitik.

Erst die Revolten in Nordafrika im Frühjahr 2011 mit dem anschließenden Flüchtlingsstrom in Richtung der italienischen Insel Lampedusa brachten die schon jahrelang verschwiegenen Tragödien vor den Küsten Europas ans Licht: Zu dem Zeitpunkt hatten schon Tausende Migranten ihr Leben gelassen, denn oft kenterten die maroden überfüllten Boote und Rettung war nur selten möglich.

Als im Oktober 2013 mehr als 360 Menschen bei einer Schiffskatastrophe vor Lampedusa ums Leben kamen und schon kurz darauf ein überladenes brüchiges Boot kenterte und 34 Menschen in die Tiefe riss, wurde vollends deutlich, dass endlich gehandelt werden musste, damit sich solche Tragödien nicht ständig wiederholten. Und was geschah seither? Nichts! Letztes Beispiel: Die italienische Marine fand Ende Juni Dutzende Flüchtlinge tot auf einem Fischkutter – auf engstem Raum zusammengepfercht und elendiglich erstickt.

Durch den barbarischen Krieg in Syrien wächst nun der Flüchtlingsstrom nach Europa noch dramatischer an, und es wird immer schwieriger, Herr der Lage zu werden. Insbesondere Italien ist völlig überfordert und klagt die Mitgliedstaaten zu Recht unterlassener Hilfeleistung an. Bisher sind ja vor allem die Länder fein raus, die nicht ans Mittelmeer grenzen; sie profitieren von der – jeder Logik entbehrenden – Vereinbarung, zuständig für den Flüchtling sei das Land, auf das er zuerst seinen Fuß setzt (Variante der „Drittstaatenlösung“). Allein am vergangenen Wochenende landeten 5000 Flüchtlinge an der italienischen Küste! So darf es nicht weitergehen.

Um endlich Abhilfe zu schaffen, wird zweierlei notwendig sein: Einerseits muss alles getan werden, den Lebensstandard in den Hungergebieten dieser Erde zu erhöhen, denn auch verödete Landstriche, die ein Überleben unmöglich machen, lassen nur noch die Flucht zu. Zum andern müssen endlich die mit der Aufnahme von Flüchtlingen verbundenen Lasten auf alle Länder der EU verteilt werden, je nach den jeweiligen Kapazitäten. Voraussetzung dafür ist, die unselige o. g. Vereinbarung umgehend außer Kraft zu setzen!

Man kann dem italienischen Regierungschef Mattero Renzi, der für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft übernimmt, nur Glück zu seinem Vorhaben wünschen, seine Kollegen ins sprichwörtliche Boot zu holen – ein Begriff, der in diesem Zusammenhang seine besondere Bedeutung haben dürfte!

“TISA-Abkommen stoppen!”

Prof. Dr. Klaus Buchner (ÖDP), MEP – ein langjähriger Freund unseres “Mannes in Brüssel” und Bundesvorsitzenden, Stefan Eck, hat eine äußerst wichtige Petition erstellt.

“Im Windschatten des Freihandelsabkommens TTIP soll das nicht weniger gefährliche Abkommen TISA zwischen 21 Staaten abgeschlossen werden.

Die Verhandlungen finden im Geheimen statt. „Öffentliche Dienstleistungen zur Gesundheits-, Wasser- und Energieversorgung, bei der Bildung, im Finanzsektor sowie in allen anderen Bereichen sollen über das bereits in den letzten 20 Jahren erreichte Ausmaß dereguliert und internationaler Konkurrenz ausgesetzt werden.“ also privatisiert werden.

Auch die internationale Leiharbeit soll durch TISA ermöglicht werden und so die Ausbeutung von Leiharbeitern, die dann weltweit z.B. von China nach Europa entsendet werden können.

Die Forderungen dieses Abkommens verstoßen gegen die Menschenwürde und würden eine zunehmende Verschlechterung der Lebensbedingungen zur Folge haben. Das ohnehin schon bestehende Macht-Ungleichgewicht zwischen Bevölkerung und Konzernen würde noch weiter zunehmen.

Wir fordern die Bundesregierung dazu auf, die Verhandlungen und Bemühungen um TISA (Trade in Services Agreement) unverzüglich abzubrechen.” (zitiert aus der Petition “TISA-Abkommen stoppen! / Prof. Dr. Klaus Buchner)

Bitte helft mit das TISA-Abkommen zu stoppen und unterschreibt diese wichtige Petition. (Hier)

23.06.2014: Etappenerfolg für den Tierschutz: Details des rumänischen Tötungsgesetzes für ungültig erklärt, doch das Töten geht weiter

Die gute Nachricht: Das Bukarester Appellationsgericht hat VIER PFOTEN Recht gegeben und die so genannten Anwendungsnormen für das Streunerhunde-Tötungsgesetz als ungültig erklärt. Damit ist der gesamte Regierungsbeschluss aufgehoben, und das Einfangen und Töten von streunenden Hunden in Rumänien ist nach den bestehenden Normen nicht mehr erlaubt. (Hier lesen…)

Und nun die schlechte Nachricht: In der Meldung vom 25.06.2014 hat Vier Pfoten nun veröffentlicht, dass die Bukarester Tierschutz-Aufsichtsbehörde ASPA dennoch weiter tötet und sich nicht an den Beschluss des Appellationsgerichtes vom 20.06.2014 hält, der rechtsverbindlich ist. Razvan Bancescu, Chef der ASPA, erklärte gestern auf einer Pressekonferenz in Bukarest, die ASPA würde weiterhin Hunde töten, bis das Gericht seine Entscheidung begründet habe. (Hier lesen…)

O-Ton Bettina Jung / Bundesvorstandsmitglied: “Die Dramatik ist leicht entschärft, das ist richtig und ein Grund zu leichter Freude! Jetzt gilt es umso mehr, den Druck zu halten, da sich die ASPA nicht an die rechtliche Neuerung halten will!

Es gibt mehr als genügend Schlupflöcher – die Hunde sind natürlich nicht in allerbestem Zustand und “kranke” Tiere können gefangen werden, man kann sie dann auch passiv töten durch Verhungern lassen.

Jetzt ist der wichtigste Zeitpunkt, Einfluss zu nehmen, da ein kleiner Schritt in die richtige Richtung getan ist. Es muss der rumänischen Regierung klar gemacht werden, dass ausschließlich Kastration/Sterilisation eine gangbare und nachhaltige Lösung für das weiterhin bestehende Strassenhund-Problem und eine Zusammenarbeit mit den NGOs notwendig ist!

Jetzt nach zu lassen, wäre fatal!”

25.06.2014: Wir unterstützen Vier Pfoten, bitte unterzeichnen auch Sie!

VIER PFOTEN bittet alle Tierfreunde, den Online-Protest für die rumänischen Streuner zu unterstützen. Fordern Sie den rumänischen Ministerpräsidenten auf, das Tötungsgesetz außer Kraft zu setzen! (Hier Online-Protest unterzeichnen)

19.06.2014: Bericht aus Brüssel

Die Fraktionsverhandlungen über das Präsidium der Fraktion GUE/NGL (Vereinte Europäische Linke/Nordische Grüne Linke) – bestehend aus einer Vorsitzenden und drei stellvertretenden Vorsitzenden sowie einem Schatzmeister – zogen sich bis zum heutigen Tage hin, da gleichzeitig ein Grundsatzpapier über die zukünftige Arbeitsweise des Vorstandes und der Fraktion verabschiedet wurde.

Dabei kam es allen Delegationen darauf an, dass der konföderale Charakter der Fraktion gewährleistet blieb, aber auch grundsätzliche Regeln hinsichtlich der Kompetenz und Arbeitsweise des Fraktionspräsidiums festgelegt wurden.

Gabi Zimmer, von der Delegation Partei Die Linke aus Deutschland, wurde erneut als Fraktionsvorsitzende bestätigt.

Durch viele bilaterale Gespräche während der letzten drei Wochen zwischen den Mitgliedern der Delegationen konnte eine konstruktive und effiziente Lösung hinsichtlich der Frage der Präsidiumsleitung und der Arbeitsweise der GUE/NGL gefunden werden.

 

Nächste Woche beginnen die Verhandlungen über die Besetzung der Ausschüsse und Delegationen.

“Unser Mann in Brüssel” hat sich für die Ausschüsse ENVI, Agri, Fisheries und einige andere beworben.

Während der zeitintensiven Fraktionssitzungen konnte Stefan Bernhard Eck noch wichtige Kontakte zu den Mitgliedern der Fraktion knüpfen (z.B. zur Pressesprecherin der Delegation “Die Linke”, Frau Karin Schüttpelz).