Öffentlichen Verkehr ausbauen!

Elektroautos schienen lange die perfekte Lösung – Ökostrom, keine Abgase, also alles wunderbar, oder? Leider NICHT, weiß man ja mittlerweile. Die Herstellung der Akkus ist auch verbunden mit begrenzten Rohstoffen wie Cobalt – und der Abbau außerdem mit Ausbeutung, Lebensgefahr und bei einigen Herstellern sogar Kinderarbeit. Besser als Verbrenner sind E-Autos, vor allem wenn sie mit erneuerbaren Energien unterwegs sind, damit immer noch. Aber es zeigt: Die einzig wirkliche Lösung für die Stau- und Klimaproblematik ist ein besserer ÖPNV.

 

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Konsequenter Klimaschutz JETZT

Die Grundlagen allen Lebens auf der Erde geraten ins Wanken – die Klimakatastrophe verschlimmert sich weiter und weiter und viel zu wenig wird politisch dagegen getan. Es braucht konsequenten Klimaschutz, und zwar JETZT!

 

Denn sonst drohen:

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Den Stimmlosen eine Stimme geben

Den Stimmlosen eine Stimme geben! Diesem Ziel haben wir uns als Tierschutzpartei verschrieben.

Denn während Auto-, Agrar- und Pharmaindustrie, Energie-, Tech- und Rüstungskonzerne, Luftfahrt- und Finanzbranche ganz wesentlich die Gesetzgebung mitbestimmen können, haben andere keine finanzstarke Lobby, die für sie eintritt.

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27. März: Welttag für das Ende der Fischerei

Fischerei bedeutet nicht nur, dass man ein kleines Stück Filet auf seinem Teller serviert bekommt, verschiedene Sorten Fisch im Supermarkt kaufen oder frischen Fisch an der Theke bestellen kann. Die weltweite Fischerei hat mittlerweile ein unglaublich großes Ausmaß an katastrophalen ökologischen Folgen. Um bis zu 80% sind die Fischbestände weltweit gesunken. Regionen wie der Nordatlantik und das Mittelmeer sind quasi bereits leergefischt.

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Wir fordern einen Werbestopp für Fleisch!

„Jaja, Tierschutz ist gut und wichtig, aber was hat das mit Politik zu tun? Ihr könnt doch wohl kaum Fleisch verbieten…“ – Solche Sprüche hören wir immer wieder und sogar von manchen Tierrechts- und Tierschutzorganisationen. Doch diese Überlegung ist zu kurz gedacht!

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Alarmierender Rückgang der Pflanzen- und Tierarten

Das rasanteste Artensterben der Erdgeschichte betrifft nicht nur Wirbeltiere

Tier- und Umweltschützer schlagen Alarm! Etliche Tierarten sind in ihrer Existenz gefährdet. Schweinswale, Sterntaucher, Samtenten, seltene Algen und Schmetterlinge sowie eine ganze Liste an weiteren bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die kürzlich vorgestellt wurde. Der Hauptgrund ist insbesondere die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft. Und diese wiederum lässt sich auf die Massentierhaltung zurückführen, da hier die Ursachen für zu viel, zu giftigen und zu billigen Dünger zu suchen sind.

Keine Kontrollmechanismen, Ölverschmutzungen und Plastikmüll

Seit einiger Zeit gibt es zwar hunderte von Schutzgebieten, von denen einige wenige auch ein Übergreifen der gefährlichen Stoffe wie Phosphor oder Stickstoff in die Ostsee und Binnengewässer verhindern sollen. Aber es gibt überhaupt keine wirksamen Kontrollmechanismen, nichts wird von den notwendigen Vorgaben tatsächlich eingehalten. Und als wäre dies nicht schon gravierend genug, kommen noch weitere Umweltsünden hinzu, wie etwa massive Ölverschmutzungen durch Schiffe oder Plastikmüll und Mikroplastik.

Überfischung und Arten-Verdrängung

Die Überfischung führt überdies zu dramatischen Eingriffen in das Ökosystem mit unabsehbaren Folgen. Zusätzlich kommen durch so genanntes Ballastwasser der Seeschifffahrt Arten in unsere Breiten, die heimische Arten verdrängen können und das Ökosystem durcheinanderbringen. Aal und Dorsch sind beispielsweise mittlerweile sehr selten geworden, führt Corinna Cwielag vom BUND aus.

40 % weniger tagaktive Schmetterlingsarten wegen Überdüngung und Monokulturen

Forscher aus München haben den Rückgang der Artenvielfalt in einer sehr langfristig durchgeführten Studie anhand der Schmetterlinge nun genau ermitteln können: 1840 gab es noch 117 tagaktive Schmetterlingsarten in einer genau untersuchten Region, während es 2013 nur noch 71 Arten gab. Ein Rückgang von 40 % also (weitere Infos dazu bei der Senckenberg Gesellschaft in der Linkliste unter dem Artikeltext). Der mit Abstand größte Rückgang geschah dabei in den letzten Jahren und geht exponentiell weiter! Als Hauptgründe wird auch in dieser Studie wieder die Überdüngung angeführt, zudem konkret die Massentierhaltung, aber auch die Monokulturindustrie in der Landwirtschaft.

Pestizide, Parasiten, Klimawandel u. a. Probleme

Letzteres macht auch den Wildbienen zu schaffen, deren Bestand sich drastisch reduziert hat. Eine aktuelle Studie wies zudem nach, dass bereits kleinste Mengen von Insektiziden aus der Gruppe der Neonikotinoide sowohl Wild- und Zuchtbienen als auch Schmetterlinge stark schädigen, so dass sie ihre Orientierung verlieren. Eine andere neuere Studie belegt, dass Neonikotinoide süchtig machende Stoffe enthalten und Bienen daher Blüten, die dieses Gift enthalten, häufiger ansteuern als unbelastete Blüten. Aber auch der Parasit Apocephalus borealis, der Klimawandel, falsche Ersatznahrung der Imker (bspw. high fructose corn syrup, HFCS), der massenweise Einsatz verschiedener Pestizide, durch Züchtung geschwächte und für Krankheiten dadurch anfälligere Bienen, transgene Pflanzen und Mobilfunk sind weitere Einflussfaktoren, die derzeit untersucht werden.

“Grüne” Gentechnik

Auch die sogenannte “grüne” Gentechnik – Gentechnik auf dem Acker – beschleunigt das Artensterben. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat in Nord- und Südamerika zu intensiverer Landwirtschaft und dem Einsatz größerer Mengen Herbizide geführt, was logischerweise wiederum die Artenvielfalt reduziert hat. Dies haben Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Auswertung zahlreicher Studien bestätigt.

Durch den fortwährenden Einsatz von Herbiziden auf den Gentech-Plantagen werden nach und nach auch sogenannte “Unkräuter” resistent. Um sie zu töten, spritzen die Agrarindustriellen daher noch mehr Gift. Die Behörden der drei Länder sehen daher “deutliche Hinweise darauf, dass der Anbau der herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen den gegenwärtigen Artenverlust noch verschärft” und beklagen insbesondere auch die Ausrottung „unverzichtbare[r] Elemente“ der Nahrungsketten in den Ökosystemen.

Bienensterben in Mecklenburg-Vorpommern

Gisela Paasch, Imkerin aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: „Im Oktober 2016 fiel mir an drei von vier Standorten ein nie zuvor dagewesenes Bienensterben auf. Der Verlust liegt mittlerweile bei 60 % und die übrigen Völker sind teilweise recht schwach. An allen drei Standorten haben drei verschiedene Landwirte im Oktober bienengefährliche Mittel der Kategorie B1 und B2 der Bienenschutzverordnung ausgebracht – zur Bekämpfung der Blattlaus im Wintergetreide und im Raps. Die Biene befliegt den Honigtau der Blattlaus! Die Mittel hätten also auf gar keinen Fall angewendet werden dürfen! Kurz darauf fing dann das Bienensterben an. Die Bienen wurden vergiftet, das ist für mich die traurige Wahrheit. An einem anderen Standort, an dem keine Ackerflächen behandelt wurden, sind keine Bienen-Verluste zu beklagen! Die Biene ist ein Bio-Indikator und zeigt uns an, wie es um unsere Umwelt steht.“

Honigbienen-Zucht

Zuchtbienen, die fatal anfällig sind für Krankheiten, sorgen derzeit für ein unfassbares Risiko unserer modernen Agrarindustrie, denn sollten unsere Bienen eines Tages durch eine Virus-Epidemie aussterben, wird es gravierende Auswirkungen für die Menschen haben, die wir alle sofort unmittelbar spüren – auch jene Menschen, die sich bislang nicht für Artenschutz interessieren. Und all die Problematiken, die wir vom Sterben der Bienen her kennen, treffen zumeist auch auf alle Insekten zu, die ebenfalls für Bestäubung sorgen. Dazu kommen die Auswirkungen auf Vögel und andere Tiere, deren Hauptnahrung aus Insekten besteht. Die Ausmaße und Kettenwirkungen sind enorm. Forscher gehen davon aus, dass wir uns inmitten des größten Artensterbens der Erdgeschichte befinden.

Tierschutzpartei wählen – Artenvielfalt schützen

Die Tierschutzpartei möchte dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt, dass wir eines Tages keine Bestäuber unserer Pflanzenwelt mehr haben und dass die allgemeine Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zurückgeht. Wir fordern ein umfassendes Artenschutzprogramm für Wildbienen, Schmetterlinge, Fische, Algen, Vögel und Meeressäuger und setzen uns für eine artenreiche Landwirtschaft mit einem deutlich reduzierten Anteil an monokultureller Agrarindustrie und einen Stopp giftiger Pestizide ein.

 

Linkliste zum Artikel:

 

Austeritätskritisches Bündnis DiEM25 in Berlin gegründet

Das internationale Bündnis DiEM25 will die Umsetzung von Maßnahmen für eine solidarische und progressive Gesellschaft sowie transparente und bürgernahe Politik erreichen

Yanis Varoufkis und zahlreiche Unterstützer von Diem25 diskutieren die Ziele und Strategien

Robert Gabel, Landesvorsitzender von Mecklenburg-Vorpommern, vom BAK “Arbeit und ökologische Wirtschaft” nahm als einer der geladenen Gäste an der Gründung des austeritätskritischen Bündnisses DiEM25 am 9. Februar 2016 teil. Yanis Varoufakis als Initiator hatte während seiner Amtszeit als Finanzminister selbst erleben müssen, wie eine internationale Finanzkrise sein Land in den Abgrund stürzte. Anstatt daraufhin internationale Hilfe zu erhalten, wurden dem griechischen Volk nur weitere unsoziale und zerstörerische Auflagen gemacht, um die Schulden zu begleichen, die sich aufgrund des Wirtschaftszusammenbruchs im Verhältnis zum BIP vervielfacht hatten.

Anders als andere betroffene Länder versuchte er sich gegen das Diktat zu wehren. Sein Kampf setzt sich nun in der Gründung von DiEM25 fort. Das Manifest enthält langfristige Forderungen; aber auch dringende Sofortmaßnahmen:

  • Sitzungen des EU-Rats, von Ecofin, Beratungen über Steuerfragen und Sitzungen der Eurogruppe müssen per Livestream öffentlich gemacht werden.
  • Die Protokolle der Sitzungen des Gouverneursrats der Europäischen Zentralbank müssen innerhalb weniger Wochen veröffentlicht werden.
  • Alle Dokumente im Zusammenhang mit wichtigen Verhandlungen (zum Beispiel TTIP, „Rettungs“-Kredite, über den Status Großbritanniens), die alle Facetten der Zukunft der Europäer betreffen, müssen ins Netz gestellt werden.
  • Alle Lobbyisten müssen sich registrieren lassen und dabei die Namen ihrer Kunden angeben, wie viel Geld sie erhalten und wann sie sich mit (gewählten und nicht gewählten) Vertretern Europas getroffen haben.

An der Gründungsveranstaltung in Berlin nahmen zahlreiche linke und ökologische Politiker teil, aber auch zivilgesellschaftliche Aktivisten und Vertreter von wichtigen strategischen Institutionen. In den Redebeiträgen waren Menschenrechte, Solidarität, Transparenz, Antirassismus sowie Umweltschutz wichtige inhaltliche Eckpfeiler. Auch der Tierschutz erfand einige Male Erwähnung. “Es ist wichtig, sich für eine soziale und progressive Welt einzusetzen; denn nur in einem breiten Bündnis mit Akteuren, die sich für umfassende Empathie und Gerechtigkeit einsetzen, können auch die Belange der Partei Mensch Umwelt Tierschutz umgesetzt werden”, so erläutert Robert Gabel die Motivation für sein Engagement.

Pressemitteilung der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / 08.04.2015

Rückschritt aus der Energiewende? Bundeskabinett macht Fracking möglich

Das Bundeskabinett hat am 01.04.2015 einen Gesetzentwurf verabschiedet, nach dem Fracking künftig unter Auflagen erlaubt sein soll. Auch eine großflächige Förderung von Erdgas mit dieser umstrittenen Technologie und deren künftige kommerzielle Nutzung sind dabei nicht ausgeschlossen.

Beim Hydraulic Frackturing – kurz Fracking – wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser, Sand und Chemikalien in den Boden gepresst, um undurchlässige Schichten von Schiefer- oder Kohleflözgestein aufzuspalten und das darin enthaltene Erdgas zu fördern.

Dieses Verfahren, das mit viel Lärm, Flächenverbrauch und Luftverschmutzung einher geht, verbraucht typischerweise rund zehn Millionen Liter Wasser pro ausgebeuteter Gasquelle und gefährdet die Stabilität des Untergrundes, was zu Erdbeben führen kann. Die eingesetzten Chemikalien sind zum Teil giftig. Sie können u.a. durch die entstandenen Risse im Gestein ins Grundwasser gelangen und dieses zusammen mit radioaktiven Substanzen aus dem Untergrund sowie gelöstem Methan (dem explosiven Hauptbestandteil des Erdgases) kontaminieren. So kam es in den USA, wo Fracking im großen Stil betrieben wird, zu vermehrten Erdbeben sowie diversen Fällen von brennendem Leitungswasser, toten Tieren und gesundheitlichen Problemen der Anwohner in betroffenen Gebieten.

Angesichts dieser Risiken wäre ein gesetzliches Verbot von Fracking zum Schutz von Mensch und Umwelt möglich gewesen, wie aus einer Ausarbeitung der Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages (WD 3 – 3000 – 372/11) aus dem Jahr 2011 hervorgeht.

Aber die Aussicht, Profit aus weiteren fossilen Energiequellen zu schlagen, scheint auch in Zeiten der Energiewende noch zu verlockend zu sein. Wie bei allen fossilen Energieträgern wird auch durch die Verbrennung von Erdgas Kohlendioxid erzeugt. Doch damit nicht genug: Ein weiterer erheblicher Beitrag zum Treibhauseffekt kann dadurch zustande kommen, dass das noch klimaschädlichere Methan während der Förderung durch undichte Stellen entweichen kann. Das Ausmaß dieser flüchtigen Emissionen kann derzeit noch nicht abgesehen werden.

Dass die schwarz-rote Regierung Fracking nun ermöglicht bedeutet also einen Rückschritt aus der Energiewende hin zu einer Verlängerung des fossilen Zeitalters. Dies ist insbesondere angesichts der anstehenden internationalen Klimaverhandlungen eine katastrophale Strategie.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist die Bekämpfung des Treibhauseffektes ein vordringliches Ziel. Deshalb und aufgrund der enormen Risiken für Mensch und Umwelt lehnen wir Fracking entschieden ab. Die Energieversorgung der Bevölkerung sowie der Wirtschaft darf nicht weiterhin abhängig von fossilen und damit endlichen Rohstoffen sein. Nur durch eine konsequente und effiziente Nutzung regenerativer Energiequellen kann eine zuverlässige, umweltverträgliche, risikolose und damit auch preiswerte Energieversorgung in der Zukunft sichergestellt werden.

Text: Dr. rer. nat. Jessica Frank, Beisitzerin im Bundesvorstand

Neuer Klimabericht: Die Politik muss handeln und zwar jetzt!

Anfang November (02.11.2014) stellte der Weltklimarat IPCC in Kopenhagen seinen fünften Klimabericht vor; er mahnt zum schnellen Handeln! Der neue Report macht noch deutlicher auf die Gefahren des Klimawandels aufmerksam, denn der weltweite Klimawandel ist Realität: „Die Wissenschaft hat klarer und genauer gesprochen als zuvor“, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki Moon.

Nach Meinung von IPCC-Chef Rajendra Pachauri sollte den Politikern dieser Welt doch klar geworden sein: „Es gibt keinen Plan B, denn es gibt keinen Planeten B.“

Der erstellte „Synthese-Report“ ist kurz, weil der Bericht auch von den politischen Entscheidungsträgern gelesen werden soll; auf nur 40 Seiten werden die Kernaussagen von den Wissenschaftlern zum Klimawandel zusammengefasst.

Die Forscher kommen zu dem Ergebnis: “Die Lösungen sind da, und sie sind nicht so teuer, wenn man international zusammenarbeitet.”

Unsere Partei nimmt schon seit Jahren die alarmierenden Prognosen der Forscher ernst. Deshalb ist es für uns selbstverständlich, dass Klimaschutz bei uns mit ganz oben auf der Agenda steht! Klimaschutz geht uns alle an. Es bedarf dringender denn je einer global-ökologischen Politik und jeder Einzelne von uns kann zum Schutz des Klimas beitragen, wenn er seinen Lebensstandard ein klein wenig einschränkt!