Buchvorstellung – Andreas Grabolle: Kein Fleisch macht glücklich

Tiere essen – oder lieber nicht?

Wie essen wir richtig? Die enorme Medienpräsenz, zahlreiche Filme und viel beachtete Bücher machen deutlich: Das Thema Fleischverzehr bzw. Fleischverzicht ist in aller Munde. Doch was ist nun eigentlich dran an all den Argumenten? Müssen und können wir Tiere tatsächlich von unserer Speisekarte streichen?

Andreas Grabolle räumt auf mit all den Vorurteilen und Halbwahrheiten und sucht nach Antworten auf die Frage, was wir noch mit bestem Wissen und Gewissen essen können. Denn was wir essen, ist keineswegs gleichgültig.

Tödliche Tierquälerei “Nur a Viech”: Herrchen ließ Bello fast verhungern

Mischling Bello wird so schwer misshandelt, dass jede Hilfe zu spät kommt. Der Hund ist schlimm abgemagert. Tierschützer haben am Sonntag eine Mahnwache gehalten.

München/Erding – Schweigend stehen die Tierschützer am Sonntagmorgen vor der Kirche von Oberneuching im Kreis Erding. Viele haben ihre Hunde mitgebracht – und Plakate: „Warum hat mir niemand geholfen?“ Auf etlichen ist das Bild eines abgemagerten Mischlings mit krummem Rückgrat zu sehen: Bello, der von seinem Besitzer so schwer misshandelt wurde, dass die Veterinäre der Münchner Uniklinik ihn einschläfern mussten. Bello, dessen Schicksal die Menschen in und um München nicht mehr los lässt. (Hier weiter lesen)

Tiere im Tollhaus

»Es ist nicht das zu tun, was mir ein Anwalt sagt, dass ich es darf, sondern, was mir Menschlichkeit, Vernunft und Gerechtigkeit gebieten.« Edmund Burke (1729-1797) schrieb dies in seinen »Philosophischen Untersuchungen über den Ursprung unserer Ideen vom Erhabenen und Schönen«. Der irische Politiker und Philosoph gilt als geistiger Vater des Konservatismus. Doch sein zitiertes Diktum ist von nachgerade revolutionärer Brisanz. Beispielsweise mit Blick auf den Umgang mit Tieren, Tierschutz und Tierrechten in Europa.(Hier weiter lesen)

Unser täglich Gift – Wenn Essen krank macht

Themenabend bei ARTE

„In ihrem neuesten Werk untersucht die Erfolgsregisseurin des Films „Monsanto – mit Gift und Genen“, Marie-Monique Robin, was uns die Lebensmittelindustrie tagtäglich auftischt.

Die Fakten: Jährlich werden 140 000 Tonnen Pestizide in Europa versprüht, allein davon 80 000 Tonnen in Frankreich, den größten Pestizidanwender in Europa. Die Menge der weltweit produzierten chemischen Substanzen ist seit dem zweiten Weltkrieg von einer Million Tonnen jährlich auf rund 400 Millionen Tonnen angestiegen. Ein Europäer verbraucht 92 kg Kunststoff im Jahr; 40 Prozent davon in Lebensmittelverpackungen.

Die Folgen: Laut WHO sterben jährlich weltweit 200 000 Menschen an den Vergiftungen durch Pestizide. Die Zahl der Krebserkrankungen hat sich in den hochentwickelten Ländern in den vergangenen 30 Jahren verdoppelt; in Frankreich sterben heute jeder dritte Mann und jede vierte Frau an Krebs. In Deutschland geht jeder vierte Todesfall auf eine Krebserkrankung zurück; Erkrankungen wie Parkinson und Alzheimer haben dramatisch zugenommen.

Die Fakten und Folgen, dieser Zusammenhang wird von Industrie und Behörden beharrlich geleugnet. Marie-Monique Robin zeigt in der Sendung, dass es den Zusammenhang zweifelsfrei gibt.” (Hier vollständige Sendung auf Youtube ansehen)

Häschen hüpf!

VIER PFOTEN sammelt 22.000 Unterschriften gegen Käfighaltung von Zucht- und Mastkaninchen

Hamburg, 10. August 2012 – Mit einer Online-Petition hat die Tierschutzorganisation VIER PFOTEN 22.378 Unterschriften für ein gesetzliches Verbot der Käfighaltung von Zucht- und Mastkaninchen gesammelt. Der Petitionsausschuss des Bundestags hat die Petition nun an das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz weitergeleitet. Laut Petitionsausschuss sei es „dringend erforderlich, die Bedingungen für die Haltung von Mastkaninchen zu verbessern“. Bis zu vier Kaninchen werden in der Käfighaltung in eine enge Drahtgitterbox gepfercht. Jeder noch so kleine Hoppelsprung endet am Käfiggitter. Der Gitterboden schneidet in die empfindlichen Pfoten. Durch die extreme Enge und den Stress werden die Tiere aggressiv: Das Resultat sind abgebissene Ohren und offene Wunden. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner hat einen Entwurf zur Änderung der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung veröffentlicht, der die Käfighaltung praktisch legalisieren wird. VIER PFOTEN fordert Aigner dazu auf, diesen Entwurf zu überarbeiten und die Käfighaltung zu verbieten.

„Die Käfighaltung von Kaninchen lässt sich nicht mit dem Staatsziel Tierschutz vereinbaren“, so Kampagnenleiterin Dr. Martina Stephany von VIER PFOTEN. „Deutschland muss komplett auf Bodenhaltung umsteigen – viele Kaninchenfarmer und Supermärkte gehen bereits diesen Weg.“ VIER PFOTEN hat gemeinsam mit Forschungsinstituten höhere Standards für die Kaninchenhaltung entwickelt. Die neuen Standards beinhalten, dass Kaninchen drei Hoppelsprünge am Stück machen können – ein arteigener Bewegungsablauf von Kaninchen. Sie benötigen Stroh, Versteckmöglichkeiten, natürliches Licht und gentechnikfreies Futter. EU-weit gibt es keine gesetzlichen Regelungen für die Haltung von Kaninchen. In Österreich konnte VIER PFOTEN jedoch bereits ein Käfigverbot für Mastkaninchen erreichen.

Web-Redaktion: 13.08.2012 / Quelle: Pressemitteilung von Vier Pfoten am 09.08.2012

Die besten Tipps für Aktive

Wer aktiv für die Tiere ist, bekommt meist schnell das Bedürfnis, mehr zu erreichen. Zwei der herausragendsten Personen der US-Tierschutz- und Tierrechtsbewegung geben Tipps, wie man den Tieren am effektivsten helfen kann. (Tipps hier lesen)

Web-Redaktion: 13.08.2012 / Quelle: Newsletter Albert Schweitzer Stiftung vom 12.08.2012

 

Blamabel für Deutschland

Schwarz-gelbe Achillesferse: die Abgeordnetenbestechung

Dieser Beitrag soll mit einem Rätsel beginnen: „Was haben Syrien, Saudi-Arabien, der Sudan und Deutschland gemeinsam, und inwiefern unterscheiden sich diese vier von 160 anderen Staaten?“ Falls Sie es nicht wussten: Letztere haben das Anti- Korruptionsabkommen der UN unterzeichnet – und Deutschland eben nicht, in trauter Eintracht mit den genannten drei Ländern, die bekanntlich nicht den besten Ruf genießen.

Fragt sich, was unsere Regierung zu einem Gebaren veranlasst, das an Peinlichkeit nichts zu wünschen übrig lässt! Offenbar fällt es unsagbar schwer, von etwas Abstand zu nehmen, was sich im Halbdunkel der entsprechenden Gesetze so schön eingespielt hatte und sich Abgeordnetenbestechung nennt – ein Straftatbestand, der verschärft werden müsste, als Voraussetzung für die Ratifizierung.

Da hatte die Staatengruppe gegen Korruption des Europarates (Greco) wohl in ein Wespennest gestochen, als sie Deutschland schon im April aufforderte, unverzüglich seine Regeln im Kampf gegen Bestechung an internationale Standards anzupassen. Und die Regierung tat, was sie am besten kann: sich wegducken. Aber nicht lange, denn – ein einmaliger Vorgang – 35 Konzernchefs international tätiger Unternehmen, darunter Thyssen-Krupp, Eon, Deutsche Bank und Siemens, wandten sich in einem Mahnbrief an den Bundestag mit dem Vorwurf, das Ansehen der deutschen Wirtschaftsunternehmen habe bereits durch die Nichtratifizierung des Abkommens Schaden genommen und drohe zu einem massiven Glaubwürdigkeitsverlust zu führen. Der Unmut der Konzernchefs ist verständlich, müssen sie doch im Ausland für einen korruptionsfreien und fairen Wettbewerb einstehen.

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist das blamable Verhalten der schwarz-gelben Regierung ein weiteres Indiz dafür, dass es dringend an der Zeit ist, sie in die politische Wüste zu schicken!

Protestaktion: Bundesregierung fördert Bau von tierquälerischen Legebatterien in der Ukraine

Die Deutsche Bundesregierung unterstützt den Bau von zwei gigantischen Legebatterien in der Ukraine. In Deutschland und der EU ist die traditionelle Käfighaltung von Legehennen aus Tierschutzgründen verboten. Das hat die schwarz-gelbe Regierung aber nicht davon abgehalten, Exportkreditgarantien für den Bau von zwei Legebatterien für insgesamt 8 Millionen Hennen in der Ukraine zu vergeben. Das Wirtschaftsministerium verteidigte die Finanzierung der Fabriken damit, dass die geplanten Fabriken nicht für den europäischen Markt produzierten. Bitte schreiben Sie dem zuständigen Bundeswirtschaftsminister Dr. Philipp Rösler, was Sie davon halten, Tierquälerei außerhalb der EU-Grenzen mit deutschen Steuergeldern zu fördern. (Zum Protestschreiben)

EU erhöht Gift-Grenzwerte in Kinderspielzeug

Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass in der EU die Lobbyisten jeglicher Couleur das Sagen haben, dann wird er neuerdings im Zusammenhang mit einer „Richtlinie für mehr Gift im Kinderspielzeug“ geliefert. Ab Juli 2013 sollen höhere Grenzwerte gelten, und zwar (jeweils im Vergleich zu den bisher geltenden deutschen Grenzwerten): für Blei 1,9-mal so viel, bei Arsen 3,6-mal, bei Quecksilber 1,5-mal, beim Halbmetall Antimon 22-mal so viel.

Die schwarz-gelbe Regierung verschleppte skandalöserweise die von ihr geforderten Verschärfungen sowie eine entsprechende Klage gegen die EU-Vorgaben. Unter diesen Umständen ist ein Urteil erst 2014 zu erwarten – mit der Folge, dass die Kinder ab Juli 2013 ungehindert größeren Giftmengen in ihrem Spielzeug ausgesetzt werden.

Die Koalition ist also mit in der Verantwortung und muss sich auch vorwerfen lassen, dass sie erst auf eine Bundestagsanfrage der Grünen mit wichtigen Informationen in die Öffentlichkeit ging: „Bei einigen Elementen führt die Anhebung der Grenzwerte nach heutigem Kenntnisstand zu einer kritischen Erhöhung des gesundheitlichen Risikos für Kinder.“ Speziell bezüglich Blei und Arsen wird darauf hingewiesen, dass sogar eine geringere Belastung als die bisherige notwendig wäre, da bereits durch die Nahrungsaufnahme „toxische Wirkungen auf das Kind nicht mehr ausgeschlossen werden können“. Als „besonders kritisch“ werden Folgen wie Krebs und schlechtere Intelligenzleistungen herausgestellt.

Angesichts dieser Ungeheuerlichkeiten muss leider festgestellt werden, dass die Moral in Brüssel auf einen Tiefstand gesunken ist, wenn selbst die Gesundheit von Kindern den Profitinteressen der Industrie geopfert wird! Und die Bundesregierung muss sich den Vorwurf gefallen lassen, einmal wieder in einem wichtigen Punkt versagt zu haben.

Als letzter Ausweg bleibt noch die Forderung an die Spielzeugindustrie, eine Selbstverpflichtung einzugehen und sich die betreffende Richtlinie nicht zunutze zu machen. Ob hier eine realistische Chance besteht, das Schlimmste zu verhüten, bleibt abzuwarten.

Sea Shepherd News – Paul Watson schickt Sea Shepherd nach dem Verlassen Deutschlands eine erste Nachricht für seine Unterstützer

Zum ersten Mal, seitdem die Welt darüber spekuliert, wieso Captain Paul Watson die Entscheidung traf, seine Kaution verfallen zu lassen und Deutschland nach einem siebzigtägigen Hausarrest zu verlassen, meldet sich der Captain selbst zu Wort:

An meine Freunde und Unterstützer,

ich bin zurzeit an einem Ort auf diesem Planeten, an dem ich mich wohl fühle, ein sicherer Ort, der weit entfernt ist von den intriganten Ländern, die die Augen vor der Ausbeutung unserer Ozeane verschließen.

Die deutsche Regierung behauptet, ich habe durch mein Verlassen Deutschlands ihr Vertrauen missbraucht, doch hatte sie bereits das meine missbraucht. Die deutschen Politiker hatten ihre politische Entscheidung schon getroffen, bevor das deutsche Gericht zu einem Entschluss gekommen war, und während ich in Deutschland festgehalten wurde, verhandelten die Japaner mit Deutschland und beantragten die Auslieferung nach Japan, was auf fingierten Beweisen des ehemaligen Sea-Shepherd-Mitglieds Peter Bethune basiert. (Hier Mitteilung von Paul Watson weiter lesen…)

Neues Wahlrecht verfassungswidrig!

Ist Deutschland zur Bananen-Republik verkommen?

Man hat sich daran gewöhnt – das Verfassungsgericht stellt der Regierung kein gutes Zeugnis und kippt ein Gesetz nach dem anderen wegen mangelhafter Einbindung des Parlaments bei der Euro-Rettung, wegen zu niedriger finanzieller Unterstützung von Asylbewerbern – und jetzt das Wahlrecht.

Ärgerlich ist nicht nur die schlampige Arbeit der Regierung, sondern auch, dass sie in all diesen Fällen sehenden Auges der Niederlage vor dem Karlsruher Gericht entgegenging. Die politisch Verantwortlichen hatte drei Jahre Zeit, ein verfassungsgemäßes Wahlgesetz auf die Wege zu bringen und hatte diese üppige Frist trotzdem um fünf Monate überzogen! Wie zu erwarten war, hatte Union und FDP es unterlassen, die Opposition bei der Wahlreform einzubinden, denn es ging den Regierungsparteien in erster Linie darum, die Regeln so hinzubiegen, dass sie ihren eigenen Parteiinteressen nützen. Die Quittung ist nun eine drohende Staatskrise, denn falls die Regierung im Sog der Euro-Krise vorzeitig zurücktreten sollte, haben wir derzeit keine Rechtsbasis für eine Neuwahl! Das Ganze hört sich nach Bananenrepublik an, ist aber in Deutschland mittlerweile zur Normalität geworden.