Protest von Vier Pfoten

Alltag auf einer ungarischen Gänsefarm: Arbeiter packen Gänse und reißen ihnen die Federn aus; immer wieder sitzen Federn zu fest, blutige Wunden sind die Folge. Die Rupfer arbeiten im Akkord und nähen die Wunden ohne Betäubung vor Ort. Panisch drängen sich die nackt gerupften Gänse in die Ecken des Raumes, rennen blind vor Angst gegen Wände. Schwer verletzte Tiere liegen sterbend in Haufen von Federn. “Mauserrupf” oder “Harvesting” nennt die Daunenindustrie diese Methode. Beschönigende Worte, die über die grausame Tierquälerei hinwegtäuschen sollen.

Über das lukrative Geschäft mit dieser Tierquälerei berichtete die ARD-Sendung “Report Mainz” am 22.11.2010 im Ersten.

Unterzeichnen Sie die Petition hier: www.secureconnect.at

Erste Erfolge zu verzeichen!

Die Firma Einig & Ristock GbR, Bettenhaus Schönwalde in Wandlitz hat in den letzen Tagen über 5.000 Protestmails erhalten. Nachdem sie den Inhalt der Mails studiert hat, kamen sie zu der Überzeugung, dass die erhobenen Vorwürfe gegenüber der Firma Böhmerwald traurigerweise wohl berechtigt sind. Das Bettenhaus Schönwalde in Wandlitz hat reagiert und alle Artikel der Firma Böhmerwald aus dem Programm genommen. Solange die geschilderten Maßnahmen nicht unterlassen werden, sollen die Artikel auch nicht wieder aufgenommen werden, so die Aussage der Geschäftsführung.

Bettenhaus Schönwalde sagt NEIN zu Tierquälerei: www.bettenklick.de

“Avaaz”- Rettungsplan zum Schutz des Thunfisches

Der rote Thunfisch ist vom Aussterben bedroht. Diese majestätischen Fische stehen im Zentrum der maritimen Nahrungskette. Ohne sie könnte das ozeanische Ökosystem zusammenbrechen. Aber ein entscheidendes Gipfeltreffen, das heute beginnt, könnte die Chance auf einen dringend nötigen Rettungsplan sein.

Unterzeichnen Sie die Petition hier: www.avaaz.de

Kontra Grotelüschen!

Am 10.11.2010 fand vor dem Landwirtschaftsministerium in Hannover eine Kundgebung gegen die Machenschaften von Ministerin Grotelüschen zum Thema “Hähnchenmastanlagen” in Niedersachsen statt. Über 50 Bürger von verschiedenen Bürgerinitiativen taten dort ihren Unmut kund.

 

 

Von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz nahmen vom Landesverband Niedersachsen Sabine Geisler, Sabine Pankau, Sabrina Grela, Harald Piltz und Manuel Wetzig teil. Der Landesverband Hamburg wurde von Sascha Bose und Bettina Jung vertreten. Der Kreisverband Delmenhorst – Wesermarsch – Oldenburg-Land wurde von Marita und Ulrich Adler vertreten.

Mahnwache in Mainz anlässlich Hubertusmesse

Am 06.11.2010 haben Mitglieder des Landesverbandes Rheinland-Pfalz und der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck an der Mahnwache anlässlich der Hubertusmesse vor dem Mainzer Dom demonstriert, die von “Pro iure animalis” und “Natur ohne Jagd” organisiert wurde. Besonders beeindruckend war das professionelle und öffentlichkeitswirksame Equipment der beiden Organisationen. Bei der Mahnwache konnten viele Passanten von der beschämenden Taktik der Hubertusmesse überzeugt werden.

 

Zuvor hatte der Landesverband Rheinland-Pfalz in der Mainzer Innenstadt mit einem Infostand Unterstützungsunterschriften für die Landtagswahl 2011 gesammelt.

Hubertusmessen – ein Frevel an der Schöpfung

Am 03. November jeden Jahres wird an den Heiligen Hubertus von Lüttich erinnert. Der Legende nach schwor der leidenschaftliche Jäger der Jagd ab, nachdem ihm in einer Vision ein Hirsch mit einem Kreuz im Geweih erschienen war. Er empfand dies als ein göttliches Zeichen, dass er von nun an in allen Kreaturen schützenswerte Mitgeschöpfe sehen solle.

Diese Geschichte einer radikalen Umkehr wird nicht nur von den Jägern, sondern auch von den Amtskirchen in übler Weise verfälscht. Anstatt Hubertus zum Schutzpatron der Tiere zu erklären, was allein sinnvoll wäre, missbrauchen ihn die Jäger bis heute, indem sie ihn als ihren eigenen Schutzpatron reklamieren. Die Kirchen widersprechen ihnen nicht – im Gegenteil: In ihren alljährlichen Hubertusmessen segnen Priester und Pfarrer die Jäger, ihre Waffen und – in etlichen Kirchen auch heute noch – die “Strecke” der getöteten Tiere. Dies grenzt zweifellos an Blasphemie.

Jährlich werden in Deutschland rund 5,5 Millionen Wildtiere von Jägern in Fallen gefangen, vergiftet, erschlagen und erschossen. Hierbei geht es nicht um Nahrungsmittelbeschaffung, sondern man frönt einer gewalttätigen Hobby- und Spaßjagd. Diese tierquälerischen Jagdbräuche werden auch von den Kirchen, die sich noch nie der Natur und der Tierwelt verpflichtet fühlten, gutgeheißen. Ethische und theologische Bedenken spielen dabei keine Rolle. Die Kirchen bedienen mit dem Kult rund um die Jagd eine Minderheit, die von der Mehrheit der denkenden und fühlenden Gesellschaft abgelehnt wird.

Hubertusmessen – ein unseliges, dunkles Kapitel in der Geschichte der Amtskirchen. Bei dem Heiligen Hubertus hat das Gewissen geschlagen und er wurde ein ernsthafter Christ. Wann endlich folgen Jäger und Kirchen ihm nach?

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Die Entdemokratisierung geht weiter

Am 28.10.2010 setzte die schwarz-gelbe Bundesregierung gegen die Stimmen der Opposition und sogar gegen eine Anzahl Stimmen aus den eigenen Reihen ihre Pläne für längere Laufzeiten der Kernreaktoren durch. Somit sollen die 17 Atomkraftwerke durchschnittlich zwölf Jahre länger in Betrieb bleiben. Dieses Gesetz wurde ohne Beteiligung des Bundesrates durchgewunken und soll ab 1. Januar 2011 gelten. Zuvor hatten die AKW-Betreiber mit einem Geheimvertrag der Regierung ihren Willen diktiert und können nun weiter mit satten Profiten auf Kosten der Allgemeinheit rechnen. Die enormen Nachrüstkosten überalterter Atommeiler hat aber der Bürger zu tragen, von gesundheitlichen Risiken und der Gefahr katastrophaler Unfälle ganz zu schweigen. Die von Merkel angekündigten abgeschöpften Milliarden aus den zusätzlichen Gewinnen zum Ausbau erneuerbarer Energien sind nur Augenwischerei.

Wieder einmal stellt sich die Regierung Merkel mit diesem Verfassungsbruch in eklatanter Weise gegen den erklärten Willen des deutschen Volkes. Mehr als 60 % der Bundesbürger lehnen eine Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken strikt ab; bundesweite ständige Demonstrationen zeugen vom Unmut der Bürger über die Atompolitik der Regierung.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt die Ankündigung der Opposition und verschiedener Bundesländer, dieses Gesetz beim Bundesverfassungsgericht zu Fall zu bringen; auch die Stadtwerke verschiedener Kommunen wollen eine Kartellbeschwerde bei der EU-Kommission einreichen.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Schwarz-Gelb beschließt Verlängerung der AKW-Laufzeiten

Seit gestern ist es amtlich. Trotz heftiger Proteste von Opposition und Atomkraftgegnern hat der Bundestag am 28.10.2010 die Verlängerung der Laufzeiten von Atomkraftwerken beschlossen. Das geänderte Atomkraftgesetz sieht vor, dass ältere Meiler um 8 Jahre und die der übrigen um 14 Jahre am Netz bleiben dürfen. Doch die Union trat nicht geschlossen an. Einige Unionsabgeordnete haben von ihrem Recht auf Gewissensfreiheit Gebrauch gemacht und das neue Energiekonzept, was die Verlängerung der Atomlaufzeiten beinhaltet, abgelehnt. Einer davon ist der CDU-Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich, der seine Stimme aus Gewissensgründen verweigerte: “Für mich steht hier die Verlässlichkeit politischer Vereinbarungen auf dem Spiel. Wir sollten unser Wort halten. Einen Ausstieg aus der Kernkraft zu vereinbaren und diesen dann wieder zurückzunehmen, auch nur partiell, stellt die Glaubwürdigkeit insgesamt in Frage,” so Heinrich in einem Interview mit der Freien Presse. Die Opposition, die gegen das Energiekonzept von Schwarz-Gelb ankämpfte, plant nun eine Verfassungsklage.

Da die Regierungsparteien das neue Gesetz auf Grund der Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat nicht durchsetzen können, soll nun die Laufzeitverlängerung am Bundesrat vorbei beschlossen werden.

Ein weiterer Schritt zur “Entdemokratisierung” unseres Landes…

Appellieren Sie an Bundespräsident Wulff und fordern Sie ihn auf, den verfassungswidrigen Atom-Deal nicht zu unterzeichnen!

Petition hier unterzeichnen: www.campact.de

Artenschutz ist Existenzschutz

Vom 18. bis 29. Oktober 2010 findet in Nagoya/Japan die 16. Konferenz zum Washingtoner Artenschutzübereinkommen (CITES) statt. Den etwa 8.000 Delegierten aus 193 Ländern geht es in den Debatten nicht nur um den nachhaltigen weltweiten Schutz von Flora und Fauna. Vielmehr vertreten viele Teilnehmer der Konferenz auch direkte Wirtschaftsinteressen.

Mit Japan als Gastgeberland wurde der Bock zum Gärtner gemacht. Bekannt wurde, dass die japanische Regierung sich u. a. mit Schmiergeld und Drohungen Unterstützung bei internationalen Konferenzen sichert, um Artenschutzinitiativen zu blockieren.

2010 ist das UN-weltweit deklarierte Jahr der Artenvielfalt. Die internationale Staatengemeinschaft hat das Millenniumsziel klar verfehlt, den Verlust an Arten und Lebensräumen bis 2010 deutlich zu verlangsamen – der Verlust hat sich vielmehr in dramatischem Tempo fortgesetzt. Die von Menschen verursachte Aussterberate liegt mindestens hundertmal höher als der natürliche Artenschwund. Nun soll wieder mal ein Rettungspaket zum Stopp des weltweiten Artensterbens geschnürt werden – bis 2020!

Schon 20 % der 380.000 Pflanzenarten drohen zu verschwinden, weil auch die wachsende Weltbevölkerung immer mehr Lebensräume zerstört. 70 % der weltweiten Fischbestände sind durch destruktive Fangmethoden von Überfischung bedroht. Einer Plünderung der Meere wird kein Riegel vorgeschoben – es gilt der Kniefall vor der Fischereilobby. Ozeane machen rund zwei Drittel der Erdoberfläche aus, aber nur ein Prozent ihrer Flächen sind geschützt, obwohl 2002 ein Schutz von zehn Prozent der Meeresflächen vereinbart wurde.

Ein wichtiges Thema der Konferenz ist die „Biopiraterie“. Die Entwicklungs- und Schwellenländer fordern Zugeständnisse von den Industrienationen, die jahrzehntelang dort Zugang zu allen biologischen Substanzen, wie z. B. Pflanzen im tropischen Regenwald, hatten, um diese für medizinische oder kosmetische Zwecke lukrativ zu vermarkten und patentieren zu lassen. An den Gewinnen wurden die Herkunftsländer bisher nicht beteiligt. Nun soll das sogenannte ABS-Protokoll (Access and Benefit-Sharing) gegen Biopiraterie verabschiedet werden, welches für eine gerechte Verteilung der Gewinne aus genetischen Ressourcen sorgen soll. Das Verabschieden dieses Protokolls könnte die Entwicklungsländer auch dazu bewegen, der globalen Artenschutzstrategie zuzustimmen.

Aktuell zur „Halbzeit“ der Konferenz ist es daher besonders empörend, dass ausgerechnet die Interessen der deutschen Pharmaindustrie, vertreten durch einen Abgesandten des Bundesgesundheitsministeriums, den dringend notwendigen Abschluss des ABS-Protokolls blockieren. Auch die EU agiert hier unrühmlich: Aus ihrer Sicht ist ein Protokoll gegen Biopiraterie nur dann sinnvoll, wenn es die Biopiraten nicht behindert!

Die immer weiter fortschreitende weltweite Naturzerstörung kommt die Menschheit auf Dauer teuer zu stehen, sie kostet schon jetzt jährlich Billionen von Dollars. Ökosysteme hingegen stellen einen konkreten Wert dar. Nach wissenschaftlichen Berechnungen kommen für jeden in Artenschutz investierten Euro zehn Euro zurück. Gemäß TEEB-Studie, initiiert 2007 vom deutschen Umweltministerium und der EU-Kommission und geleitet vom UN-Umweltprogramm, ist z. B. die Arbeitsleistung der Insekten durch Bestäubung von Pflanzen rund 150 Milliarden US-Dollar wert. Durch ein großes Bienensterben, mutmaßlich hervorgerufen durch die Verbreitung gentechnisch veränderter Nutzpflanzen, wurden 2007 in den USA Ernten vernichtet; die Farmer büßten dadurch 14 Milliarden Dollar an Einkommen ein. Artenschutz bedeutet die Sicherung unserer Existenzgrundlagen. Unser Überleben hängt von gesunden Ökosystemen ab. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz appelliert an die Verantwortlichen, sich endlich nachdrücklich für den Arten- und Umweltschutz einzusetzen.

Es ist fünf nach Zwölf, aber es gilt „business as usual“ und so fließen weltweit jährlich 670 Milliarden Euro an Subventionen in Branchen, die wesentlichen Anteil an der Umweltzerstörung haben, in Deutschland sind lt. OECD-Bericht 35 % der Subventionen schädlich für den Artenschutz.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main