Quer durch Europa

Undercover-Video: Nerztransporte

Auch bei Nerzen gibt es im Auftrag der Pelzindustrie qualvolle Transporte quer durch Europa, wie neue Undercover-Ermittlungen jetzt beweisen. Videoaufnahmen zeigen, wie die Tiere in winzigen stinkenden Boxen sitzen, die in LKWs aufeinandergestapelt sind und durch die der Urin von oben nach unten tropft.

Boykottieren Sie jegliche Produkte aus Pelz! Warum, sehen Sie hier: www.peta.de

Durban 2011: Ein wegweisender Erfolg!?

Bundesumweltminister Norbert Röttgen nennt das Ergebnis der Weltklimakonferenz von Durban / Südafrika einen “großen, wegweisenden Erfolg für den Klimaschutz.” Der von Menschen gemachte Klimawandel ist Fakt, er hat bereits begonnen und die Frage ist auch nicht mehr, ob er aufgehalten werden kann, sondern ob er durch den Menschen noch begrenzt werden kann. Was wäre denn jetzt wohl ein großer, wegweisender Erfolg?

Beschlossen wurde in Durban durch die Staatengemeinschaft folgendes:
– die Erderwärmung soll auf 2°C reduziert werden, durch einen Klimavertrag,
– dieser Klimavertrag soll bis zum Jahr 2015 erarbeitet werden und ab dem Jahr 2020 gelten,
– das Kyoto-Protokoll soll bis zur Gültigkeit des neuen Klimavertrages weiterhin Gültigkeit besitzen.

Wo bitte soll bei diesen Beschlüssen der konkrete Erfolg für den Klimaschutz liegen? Ein “Besser als gar Nichts”, kann bei der Dringlichkeit der Probleme doch nicht von einem ernstzunehmenden Politiker als Erfolg gefeiert werden! Natürlich gibt es hier schwerwiegende Probleme zu klären, die hauptsächlich aus der historischen Verantwortung der Industrieländer herrühren und deren Auswirkungen vor allem mal wieder die ärmsten Länder treffen werden. China, Indien und andere Schwellenländer wollen sich ihren wirtschaftlichen Erfolg nicht ökonomische Zwänge kaputtmachen lassen, die USA wollen das Klimaproblem erst gar nicht als Problem anerkennen.

Aber der Zeitkorridor wird immer kleiner, um die durch den Klimawandel hervorgerufenen Probleme zu lösen. Die in Durban tagenden Staaten sind diesen Problemen nicht gerecht geworden. Es liegt also an uns selber, an jeden Einzelnen, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und Veränderungen in seinem persönlichen Handeln durchzuführen, um Politiker unter Druck zu setzen. Einem Herrn Röttgen kann man offensichtlich nicht vertrauen.

Enttäuscht auf die ernüchternden Beschlüsse von Durban reagierten auch Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen:

Martin Kaiser von Greenpeace: “Die Staatengemeinschaft ist den Menschen einmal mehr eine Antwort auf die dringend zu lösende Klimafrage schuldig geblieben”.

Die Hilfsorganisation Care erklärte: “Die Einigung von Durban sei eine bittere Enttäuschung für die ärmsten Menschen auf der Welt”.

Die EU setzt weiter im großen Stil auf die Kernkraft

Ein Grundsatzpapier der Europäischen Union sieht in den nächsten 20 Jahren den Bau von bis zu 40 neuen Kernkraftwerken vor. EU-Energiekommissar Günther Oettinger beschreibt in dem Entwurf „Energy Roadmap 2050“, ein europäisches Gerüst für die nationale Energiepolitik und hebt die Kernenergie darin als „wichtigen Faktor“ hervor.

Die Bedenken vieler Europäer bezüglich der Sicherheitsrisiken und des Abfallproblems werden in dem Papier zwar erwähnt, durch eine neue Generation der Kerntechnik soll jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung zurückgewonnen und unterschwellig eine Renaissance der Kernkraft eingeleitet werden.

Mit geplanten Subventionierungen ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz soll der Druck auf noch unwillige Regierungen erhöht werden und mit dem nachgewiesen falschen Argument der CO2 Neutralität die Kernenergie als notwendiger Eckpfeiler für die Rettung des Klimas wieder hoffähig gemacht werden.

Seit dem mehrfachen GAU in Fukushima sind 8 Monate vergangen; ein Zeitrahmen, der von der Kernkraftlobby für eine Relativierung der Ereignisse im Gedächtnis der Bevölkerung unter Einwirkung der Massenmedien zugestanden wurde. Der Prozess des Vergessens und der Umkonditionierung ist nach dieser Zwangspause weit genug fortgeschritten, dass ein strategisch wohl dosiertes Handeln für die Interessen der Energiekonzerne wieder machbar ist.

In Deutschland gibt eine derart perfide Machtpolitik der von rein wirtschaftlichen Kräften gesteuerten Europäischen Kommission Anlass zur Befürchtung einer schleichenden Unterwanderung des Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Kernkraftlobby weiß, dass bei uns eine Grundversorgung zu 100% aus regenerativen Energien nicht möglich ist. Es darf daher vermutet werden, dass sie nach ein paar Stromausfällen als Retter in der Energienot auftreten und die Bevölkerung mit einer revolutionär sicheren Kerntechnologie weiter in Abhängigkeit halten wird.

Mit berechnender Ignoranz und getrieben von der Gier nach Profit verschweigen oder verharmlosen die Lobbyisten alle weiter bestehenden Nachteile der neuen Kerntechniken (extrem umweltschädlicher Uranabbau, radioaktiver Abfall, nicht kalkulierbare Risiken beim Betrieb). Die Bevölkerung darf sich von den Geschichten der Lobby nicht blenden lassen. Es gibt wirkliche Alternativen, umweltfreundliche Zukunftstechnologien wie z.B. die Raumenergietechnik. Nur durch die breite Anwendung dieser sauberen Energietechnologien können wir den Lebensraum für unsere Nachkommen bewahren und uns aus der Umklammerung der Energiekonzerne befreien.

Die EU setzt weiter im großen Stil auf die Kernkraft

Ein Grundsatzpapier der Europäischen Union sieht in den nächsten 20 Jahren den Bau von bis zu 40 neuen Kernkraftwerken vor. EU-Energiekommissar Günther Oettinger beschreibt in dem Entwurf „Energy Roadmap 2050“, ein europäisches Gerüst für die nationale Energiepolitik und hebt die Kernenergie darin als „wichtigen Faktor“ hervor.

Die Bedenken vieler Europäer bezüglich der Sicherheitsrisiken und des Abfallproblems werden in dem Papier zwar erwähnt, durch eine neue Generation der Kerntechnik soll jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung zurückgewonnen und unterschwellig eine Renaissance der Kernkraft eingeleitet werden.

Mit geplanten Subventionierungen ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz soll der Druck auf noch unwillige Regierungen erhöht werden und mit dem nachgewiesen falschen Argument der CO2 Neutralität die Kernenergie als notwendiger Eckpfeiler für die Rettung des Klimas wieder hoffähig gemacht werden.

Seit dem mehrfachen GAU in Fukushima sind 8 Monate vergangen; ein Zeitrahmen, der von der Kernkraftlobby für eine Relativierung der Ereignisse im Gedächtnis der Bevölkerung unter Einwirkung der Massenmedien zugestanden wurde. Der Prozess des Vergessens und der Umkonditionierung ist nach dieser Zwangspause weit genug fortgeschritten, dass ein strategisch wohl dosiertes Handeln für die Interessen der Energiekonzerne wieder machbar ist.

In Deutschland gibt eine derart perfide Machtpolitik der von rein wirtschaftlichen Kräften gesteuerten Europäischen Kommission Anlass zur Befürchtung einer schleichenden Unterwanderung des Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Kernkraftlobby weiß, dass bei uns eine Grundversorgung zu 100% aus regenerativen Energien nicht möglich ist. Es darf daher vermutet werden, dass sie nach ein paar Stromausfällen als Retter in der Energienot auftreten und die Bevölkerung mit einer revolutionär sicheren Kerntechnologie weiter in Abhängigkeit halten wird.

Mit berechnender Ignoranz und getrieben von der Gier nach Profit verschweigen oder verharmlosen die Lobbyisten alle weiter bestehenden Nachteile der neuen Kerntechniken (extrem umweltschädlicher Uranabbau, radioaktiver Abfall, nicht kalkulierbare Risiken beim Betrieb). Die Bevölkerung darf sich von den Geschichten der Lobby nicht blenden lassen. Es gibt wirkliche Alternativen, umweltfreundliche Zukunftstechnologien wie z.B. die Raumenergietechnik. Nur durch die breite Anwendung dieser sauberen Energietechnologien können wir den Lebensraum für unsere Nachkommen bewahren und uns aus der Umklammerung der Energiekonzerne befreien.

Dr. Thorsten Ritz
Leiter des Bundesarbeitskreises Alternative Energien
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

Alle Tiere sind Knut

Warum können wir nicht alle Tiere respektieren?

Der kleine, knuddelige Eisbär Knut war am 05. Dezember 2006 im Zoologischen Garten in Berlin zur Welt gekommen. Seine Bilder, seine Geschichte, bewegte Millionen von Menschen. Von seiner Eisbären-Mama ausgestoßen, wurde er von dem Tierpfleger Thomas Dörflein großgezogen. Die Kameras waren fast immer dabei. Seine ersten Schritte, wie er mit der Flasche gefüttert wurde, diese enge Beziehung zu seiner “menschlichen Mutter”.

Von den Medien wurde er gerne als Sinnbild für den Klimawandel und als Vertreter einer direkt betroffenen Spezies dargestellt. Tatsächlich war der kleine Eisbär Knut und seine Geschichte ein gefundenes Fressen für die Boulevard- und auch sonstigen Medien. Der Zoologische Garten in Berlin hat sich an ihm eine goldene Nase verdient. Auch jetzt, zu seinem 5. Geburtstag, gibt es noch immer Knut-Fans, die ihn feiern, die Blumen, Karten und ähnliches am Eisbären-Gehege in Berliner Zoo niederlegen. Dieser kleine Bär hat viele Menschen emotional getroffen. Zu schön waren auch die Bilder, die einen kleinen, tapsigen Eisbären mit seiner “Ersatzmutter“ haben rumtoben sehen, garniert mit einer traurigen Geschichte. In fataler Duplizität der Ereignisse hat beide Protagonisten, sowohl Knut, als auch Tierpfleger Dörflein, inzwischen der Tod ereilt.

Der Eisbär Knut ist aber “nur” ein Tier. Millionen anderer Tiere in Deutschland würden sich der Aufmerksamkeit und damit dem Schutz der Öffentlichkeit sehr erfreuen. Knut hat diese Aufmerksamkeit letztlich auch nichts genutzt. Am 19. März d.J. stürzte er vor den Augen hunderter Zoobesucher von einem Felsen in seinem Gehege ins Wasser und ertrank; er litt an Gehirnentzündung. Besagte Millionen anderer Tiere, Schweine, Rinder, Hühner, Versuchstiere…sind ebenfalls Knut! Auch sie haben unsere Aufmerksamkeit verdient. Und wenn es nur ein Bruchteil der Öffentlichkeit wäre, die der Eisbär erlangte, wäre diesen Tiere in der Massentierhaltung, in den Tierversuchslaboratorien, in den Zirkussen und in den Zoos mehr als geholfen! Auch sie wollen einfach nur leben.

Kanada: Jagd auf Eisbären beginnt…

Die Erderwärmung setzt den heutigen noch lebenden 20 000 – 25 000 Eisbären stark zu. Doch was nur wenige wissen: Allein in Kanada werden jährlich 700 Tiere zum Abschuss freigegeben. Besonders beliebt für Großwildjäger aus Deutschland und anderen Ländern ist die Trophäenjagd. Die Jäger töten dabei die Bären, die am größten und stärksten sind – und somit am besten gewappnet wären, im Kampf gegen den Klimawandel zu bestehen. Fordern Sie die kanadische Regierung auf, diese verantwortungslosen Abschüsse zu stoppen!

Weitere Informationen: www.prowildlife.de

Neues Tierschutzgesetz soll 2012 kommen

Verbesserung der Lebensbedingungen von Nutztieren geplant

Laut „Welt am Sonntag“ hat Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) ein verbessertes bundesweites Tierschutzgesetz angekündigt, dass nächstes Jahr in Kraft treten soll. „Die Reform solle vor allem die Lebensbedingungen von Nutztieren verbessern,“ so Aigner.

Der Entwurf, der mit den anderen betroffenen Ministerien noch abgestimmt werden muss, sieht vor, dass vom 01. Januar 2017 an das betäubungslose Kastrieren weniger Tage alter Mastferkel verboten werden soll. Außerdem sollen Versuchstiere besser geschützt werden; der Einsatz von Menschenaffen als Versuchstiere solle fast vollständig verboten werden.

Brandzeichen bei Pferden sollen ebenfalls nicht mehr erlaubt sein. Ob auch ein zuletzt vom Bundesrat verlangtes Verbot bestimmter Wildtiere in Zirkussen ins Tierschutzgesetz aufgenommen werden kann, lässt das Ministerium derzeit juristisch prüfen.

Informationen hier: www.mittelbayerische.de

Filmvorführung „Meat the Truth“ mit Podiumsdiskussion in Bamberg

Redebeiträge des Bundesvorsitzenden überzeugten das Publikum

Am 25.11.2011 wurde der Film „Meat the Truth“ im großen Saal des Gasthofes „Kunigundenruh“ in Bamberg / Litzendorf vorgeführt. Der Einladung waren mehr als 80 interessierte Bürger/innen aus Bamberg und Umgebung gefolgt, die sich über die Auswirkungen der globalen Fleischproduktion auf die Klimaerwärmung informierten.

Anschließend diskutierten Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Tierschutz sowie ein Vertreter der protestantischen Amtskirche über das brisante Thema.

 

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war der Bundesvorsitzende Stefan B. Eck vor Ort, der das Publikum mit seinen Redebeiträgen begeisterte und die Anwesenden von der Notwendigkeit einer politischen Offensive bez. der Ernährungsgewohnheiten überzeugte. Unterstützt wurde Stefan B. Eck durch die Referentin des Vebu, Silke Bott, die vor allem die gesundheitlichen Aspekte der vegetarischen Ernährung ins Feld führte.

Neben den ausführlichen Informationen über Vegetarismus und Veganismus hatten die anwesenden Gäste am veganen Buffet die Gelegenheit, sich auf angenehme Art und Weise mit veganen Lebensmitteln vertraut zu machen.

Wildtierverbot in Zirkussen 2011

Bereits im Jahr 2003 hatte der Bundesrat ein Wildtierverbot in Zirkussen beschlossen. Die seinerzeitige rot-grüne Bundesregierung hat sich darum aber nicht geschert und – entgegen den in den Wahlprogrammen von SPD und Bündnis90/Die Grünen vollmundig erklärten tierschutzpolitischen Zielen – lediglich ein Register für Zirkusunternehmen eingeführt. Dieses Register ist aber eine einzige Farce, nicht mal die Anzahl der fahrenden Zirkusunternehmen in Deutschland ist bekannt! Das Votum des Bundesrates aus dem Jahr 2003 zum Schutz von Wildtieren wurde ins Lächerliche gezogen.

Wir schreiben das Jahr 2011 und der Bundesrat hat wieder den Entschluss gefasst: Wildtiere raus aus dem Zirkus! Dieses Verbot umzusetzen liegt nun an der Bundesministerin Ilse Aigner (CSU). Gerade diese Ministerin, die eigentlich für den Bereich Tierschutz zuständig ist, mag man denken! Bisher jedenfalls kam maximal heiße Luft aus den aignerischen Büros, der Umbau der Agrarwirtschaft hin zu einer großindustriellen Massenverwertung tierischen Lebens, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse der Tiere, ist sicherlich ihr größter “Verdienst”.

Das Votum des Bundesrates, ein Wildtierverbot in Zirkussen umzusetzen, ist richtig und längst überfällig. Auch wenn sich die Zirkusbetreiber immer noch wehren, können sie schon lange nicht mehr verdeutlichen, wie sie die Bedürfnisse z.B. eines so sensiblen Tieres wie dem Elefanten, in den fahrenden Käfigen auch nur annähernd befriedigen könnten. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert einen Stopp des Zirkus mit Tieren! Tiere sind keine Belustigungsobjekte, sondern fühlende Lebewesen, denen der Zirkus nichts geben kann!

LV Niedersachsen in Aktion – Kundgebung gegen Massentierhaltung

Am 25.11.2011 fand erneut eine Kundgebung gegen Massentierhaltung vor dem Hannoveraner Landwirtschaftsministerium statt, an dem auch unsere Partei mit fünf Mitgliedern aus dem Landesverband Niedersachsen teilnahm. Marita Adler, Margret Giese, Ulrich Adler, Sabine Pankau und Rosemarie Worgull unterstützen die Bürgerinitiativen in ihrem Kampf gegen den Bau von 300 Mastställen, die den Mega-Schlachthof in Wietze bei Celle beliefern sollen. Die Landesvorsitzende Margret Giese stellte den Standpunkt unserer Partei zu diesem Thema dar.

Der braune Terrorismus in Deutschland

Bundesinnenminister Friedrich sprach von einer “neuen Qualität rechten Terrors, an der Schwelle zum Terrorismus”. Nun, neu ist der rechte Terror wahrlich nicht! In den Jahren 1990 bis 2010 zählen der Tagesspiegel und das Magazin Zeit 137 Morde rechtsradikal motivierter Täter (Siehe unter: http://www.tagesspiegel.de/politik/rechtsextremismus/137-todesopfer-rechter-gewalt/1934424.html). Die Amadeu Antonio Stiftung zählte 182 Todesopfer rechter Gewalt. Für den gleichen Zeitraum kommen die zuständigen Bundesbehörden beim Innenministerium lediglich auf 47 Tote. Jetzt können es auch die amtlichen Statistiker nicht mehr verharmlosen und müssen dieser Zahl nun 10 weitere Opfer hinzufügen. In der Presse verharmlosend als “Döner-Morde” tituliert, nach bisherigem Kenntnisstand von einer 3 köpfigen Tätergruppe und bis zu 20 Sympathisanten ausgeübt.

Die Rollen der thüringischen Ermittlungsbehörden und des thüringischen Verfassungsschutzes geben aktuell auch mehr Fragen als Antworten auf. In der Zeit von 1998 bis zum 4. November 2011 waren Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe für die Behörden verschwunden. Plötzlich tauchen aus den Trümmern einer ausgebombten Villa in Zwickau und eines ausgebrannten Wohnmobils in Eisenach Beweise für 10 nicht aufgeklärte Morde, 14 Banküberfälle und ein Bekennervideo auf. Entweder wussten die ermittelnden Behörden und beteiligten Verfassungsschützer wirklich nichts, dann kann man doch sehr an deren Kompetenz zweifeln. In einer vom Verfassungsschutz durchsetzten Szene ist nie etwas bekannt geworden von einem “Nationalsozialistischen Untergrund”? Oder aber es war etwas bekannt, was sicherlich die weitaus unangenehmere Variante wäre.

Reflexartig hört man nun von den PolitikerInnen der im Bundestag vertretenen Parteien, das man das Verbotsverfahren gegen die NPD nun endlich wieder aufnehmen müsse, bzw. um im merkelschen Duktus zu bleiben: “Die Wiederaufnahme des Verbotsverfahrens ist zu prüfen“. Es wäre interessant zu wissen, ob diejenigen, die diese Forderung nun in alle Mikrofone geben, sich über den Zusammenhang des NSU-NPD im Klaren sind?

Die – bisher bekannten – NSU-Mitglieder Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe haben sich aus dem “Thüringer Heimatschutz” rekrutiert. Dies war von 1996 bis etwa 2000 der Dachverband der thüringischen Freien Kameradschaften (Siehe unter: http://www.mut-gegen-rechte-gewalt.de/service/lexikon/t/der-thueringer-heimatschutz-ths-9721/). Diese Freien Kameradschaften sind nicht nur in den neuen Bundesländern eng mit der NPD verwoben. Bereits im Jahr 1998 hatte der damalige NPD-Bundesvorsitzende Voigt erklärt, keine Probleme mit Menschen zu haben, die vormals in verbotenen Nazi-Organisationen aktiv waren (http://www.antisemitismus.net/deutschland/jelpke-4.htm). Mehr dazu auch auf: http://www.netz-gegen-nazis.de/artikel/was-verbindet-die-npd-mit-den-neonazistischen-kameradschaften.

Faschismus, Rassismus, ein menschenverachtendes Bild von Rasse und Nation, dies alles sind keine Meinungen, sondern Verbrechen. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert ein Verbot der NPD! Ein solches Verbot löst natürlich nicht das Problem des Rechtsextremismus, aber es wäre ein Zeichen der Gesellschaft, eine solche Partei nicht zu dulden und der finanziellen Unterstützung durch staatliche Mittel wäre die rechtliche Legitimation entzogen. Den Kampf gegen Rechts können wir letztlich nur alle gemeinsam gewinnen. Gegen Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und braune Einfalt. Für ein friedliches, tolerantes Miteinander und für eine bunte Vielfalt!