Tierhaltung bedeutet immer Verantwortung zu übernehmen

Sommerferien – und wie jedes Jahr aufs Neue berichten Tierschutzvereine von vermehrten Abgaben oder gar ausgesetzten Tieren. Viele Menschen halten Tiere oder denken darüber nach, eines bei sich aufzunehmen. Ein eigenes Tier beschert den Haltenden oft schöne Momente, allerdings sollte man nicht aus den Augen verlieren, dass man seinem Tier gegenüber eine Verantwortung hat und dies das ganze Tierleben lang.

Viele Tierbesitzer:innen haben leider die Erwartungshaltung, dass ihre (Haus-)Tiere einen bestimmten Nutzen erfüllen sollen. Wenn jene Tiere diesen Nutzen nicht mehr erfüllen, weil sie zum Beispiel alt oder krank sind, werden sie bedauerlicherweise häufig abgegeben, ausgesetzt oder sogar getötet. Jedes Tier ist ein fühlendes Individuum, das seine Bedürfnisse und ein Recht auf ein sicheres Zuhause hat. Tiere sind weder Geschenke noch Sportgeräte oder Gebrauchsgegenstände.

Wer ein Tier bei sich aufnimmt, sollte sich vorher informieren, welche Aufgaben und Herausforderungen sowie Kosten dies mit sich bringt. So kann bei den gestiegenen Tierarztkosten gerade im Alter und/oder Krankheit eine weitaus höhere finanzielle Belastung entstehen als in den ersten Lebensjahren. Falls man doch unerwartet nicht mehr in der Lage sein sollte, den Bedürfnissen seines Tieres gerecht zu werden, sollte man sich für eine Abgabe und gegen Aussetzen oder Töten entscheiden. Im Zweifelsfall sind örtliche Tierschutzvereine die ersten Ansprechpartner:innen.

(jr)

Heiße Getränke aus To-Go-Bechern enthalten Nanoplastik

Dass Einwegverpackungen massiv der Umwelt schaden und weltweite Müllberge immer weiter wachsen lassen, sollte inzwischen hinlänglich bekannt sein. Nun fokussiert sich die Wissenschaft jedoch auf die möglichen Gesundheitsrisiken der immer noch beliebten To-Go-Becher. Kommen diese in Berührung mit heißem Wasser, so setzen sie Billionen Partikel von extrem kleinem Mikroplastik (Nanoplastik) frei. Laut aktuellen Untersuchungen des National Institute of Standards and Technology (NIST) sind diese so fein, dass es womöglich in menschliche Zellen eindringen und dort massiven Schaden anrichten könnten. Die Ursache: Die handelsüblichen To-Go-Becher sind innen mit einer flexiblen Kunststofffolie (LDPE) beschichtet, um ein zu schnelles Aufweichen und so ein Auslaufen der Getränke zu verhindern.

Forschende unterteilen Kunststoffteilchen in zwei Gruppen ein: Mikro- und Nanoplastik. Mikroplastik ist kleiner als fünf Millimeter und kann mit bloßem Auge gesehen werden, während Nanoplastik kleiner als ein Millionstel Meter (ein Mikrometer) ist. Das ist so winzig, dass ein Standardmikroskop nicht ausreicht, um sie zu erkennen. Längerfristige Folgen des Plastiks im Körper sind noch nicht abzusehen, die Tatsache, dass die gefundenen Nanopartikel aber so klein sind, dass sie in die Zellen eindringen und möglicherweise ihre Funktion stören könnten, beunruhigt die Forschenden massiv. Dabei wird Mikro- und Nanoplastik nicht nur To-Go-Becher – sondern auch von Kochbeutel für Reis, Einweggeschirr, Fertiggerichte, die direkt in ihren Schalen oder Bechern zubereitet werden, abgegeben.

(se)

Rettet das Great Barrier Reef!

Das Great Barrier Reef gehört zu den sieben Weltwundern unserer Erde und doch hat es laut einer neuen Studie negative Höchstwerte erreicht. Im März dieses Jahres ist das fünfte Massenbleiche-Ereignis innerhalb von acht Jahren passiert. Das sind traurige Neuigkeiten und auch wenn immer mehr Menschen – vor allem junge Menschen den Klimawandel als eine weitere Krise erkennen, schauen viele weg. „Es betrifft mich nicht“ könnte vermutlich ein Gedanke sein. Aber selbst in Deutschland erleben wir Veränderungen wie Starkregen, Hitzetage oder Trockenperioden. Dennoch müssen wir lernen, dass unsere Erde ein sensibles Gleichgewicht hat, wir sie mehr respektieren müssen und die aktuellen Maßnahmen nicht ausreichen.

PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – ruft zur Teilnahme an der Landtagswahl in Sachsen auf

Da wir als Tierschutzpartei aufgrund von Formalitäten diesmal nicht selbst zur Landtagswahl antreten, entscheiden wir uns für eine Wahlprogrammanalyse der antretenden Parteien, aus der sich für unsere Wähler:innen ableiten lässt, welche Parteien uns am nächsten stehen. Zunächst sprechen wir uns dafür aus, eine Wahl der AfD und anderen rechtsextremen Kräften kategorisch abzulehnen. Continue reading “PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ – Tierschutzpartei – ruft zur Teilnahme an der Landtagswahl in Sachsen auf”

Verhandlung bezüglich Zulassung der Verbandsklage gegen die tierschutzwidrigen Kälbertransporte ab Baden-Württemberg

VGH Mannheim am 01.08.2024

Am 01.08.2024 fand die Verhandlung gegen die Entscheidung in Sachen „Reichweite der Verbandsklagebefugnis anerkannter Tierschutzorganisationen; Anforderungen an den Transport nicht abgesetzter Kälber“ (Streitgegenstand) vor dem Verwaltungsgerichtshof Mannheim statt.

Die Entscheidung wird mit Spannung erwartet, schließlich geht es darum, ob der „Bund gegen den Mißbrauch der Tiere“ ein Verbandsklagerecht hat, das weit genug reicht, um die Transporte nicht abgesetzter Kälber aus Tierschutzgründen zu verbieten. Continue reading “Verhandlung bezüglich Zulassung der Verbandsklage gegen die tierschutzwidrigen Kälbertransporte ab Baden-Württemberg”

Tierschutzpartei wird wieder an der Landtagswahl Brandenburg teilnehmen – über 2400 Unterschriften eingereicht

Pressemitteilung, 6. August 2024

Die Tierschutzpartei (Langbezeichnung: Partei Mensch Umwelt Tierschutz) hat bis Montag, den 5. August, über 2400 Unterstützungsunterschriften beim Landeswahlleiter in Potsdam eingereicht. Alle Parteien, die noch nicht im Landtag oder Bundestag vertreten sind, mussten 2000 Unterschriften für die Wahlzulassung vorlegen.

Außerdem hat die Tierschutzpartei in vier Wahlkreisen genügend Unterschriften für ihre Direktkandidierenden eingereicht und wird dort somit auch mit der Erststimme wählbar sein:

Wahlkreis Kandidat:in
Nr. Gebiet Name Alter Beruf
10 Amt Gransee und Gemeinden, Boitzenburger Land, Fürstenberg/Havel, Lychen, Templin, Zehdenick David Röwer 38 Verwaltungsmitarbeiter
21 Potsdam Mitte Louis Ripp 21 Student
39 Amt Altdöbern, Drebkau, Großräschen, Senftenberg Fatima Zibi 29 Ergotherapeutin
40 Amt Burg, Calau, Kolkwitz, Lübbenau, Vetschau Evgueni Kivman 29 Mathematiker

Die Landesvorsitzende und Spitzenkandidatin Christiane Müller-Schmolt sagt: „Die vielen Unterschriften, die wir gesammelt haben, zeigen deutlich, dass die Menschen in Brandenburg unsere Ansicht teilen, dass die etablierten Parteien dem Schutz und den Bedürfnissen von Tieren nicht die nötige Aufmerksamkeit schenken. Wir erwarten von der nächsten Landesregierung ein entschiedenes Handeln für den Klimaschutz und für soziale Gerechtigkeit und vor allem ein klares Konzept zum Ausstieg aus der Massentierhaltung.“

Trotz des Erfolgs beim Sammeln der Unterstützungsunterschriften kritisiert der stellvertretende Generalsekretär Evgueni Kivman die Wahlzulassungsanforderungen scharf: „Warum mussten wir, um wieder an der Landtagswahl teilnehmen zu dürfen, erneut 2000 Unterschriften vorweisen, obwohl wegen unserer über 30 000 Stimmen bei der letzten Wahl völlig klar ist, dass ausreichend viele Menschen hinter unserem Programm stehen? Bei Landtagswahlen in Bayern beispielsweise müssen Parteien, die 1,25 % erreicht haben, bei der nächsten Wahl keine Unterschriften mehr sammeln. Hinzu kommt die exorbitante Papierverschwendung: Selbst im Jahr 2024 darf man immer noch nicht digital für Wahlzulassungen unterschreiben. Zum Beispiel Bundestagspetitionen sind schon seit über zehn Jahren online möglich.“

Die Tierschutzpartei kritisiert jedoch nicht nur die mit dem Sammeln der Unterschriften verbundene Arbeitsbelastung, sondern sieht darin auch eine erhebliche Benachteiligung im Wahlkampf. „Während bereits seit zwei Wochen überall Wahlplakate der großen Parteien hängen, mussten wir bis gestern noch die ganze Zeit durch Brandenburg fahren und Unterschriften sammeln; die besten Plätze für Wahlplakate sind nun größtenteils schon weg“, sagt Landesvorsitzender Markus Kirschning.

Bei der letzten Landtagswahl im Jahr 2019 hatte die Tierschutzpartei 32 959 Zweitstimmen bzw. 2,6 % erhalten.

Für Rückfragen: Herr Evgueni Kivman
evgueni-kivman@tierschutzpartei.de, 0157 87070684

Der Verkauf von Robben-Produkten muss in der EU verboten bleiben!

Die EU erwägt, Pelze und Leder von erschlagenen Robben wieder zuzulassen. Die Delegation der Tierschutzpartei im Europäischen Parlament schlägt gemeinsam mit ihrer niederländischen Schwesterpartei Partij voor de Dieren Alarm wegen der möglichen Aufhebung des europäischen Verbots des Verkaufs von Robbenfellen und -leder. Continue reading “Der Verkauf von Robben-Produkten muss in der EU verboten bleiben!”

Freiheit für Paul Watson!

#freepaulwatson

Am 21. Juli 2024 wurde Paul Watson, Gründer der Sea Shepherd Conservation Society (SSCS) und Co-Gründer von Greenpeace von dänischen Behörden auf Grönland festgenommen. Der Grund für die Festnahme ist ein internationaler Haftbefehl aus Japan aus dem Jahre 2010. Hier wird Watson Sachbeschädigung im Rahmen einer Störaktion gegen den japanischen Walfang vorgeworfen. Laut der Paul Watson Foundation (CPWF) ist die Verhaftung „politisch motiviert“. Der Aktivist geriet in das Visier der japanischen Regierung wegen seines Kampfes gegen den Walfang. Bei einer Auslieferung droht ihm eine lange Haftstrafe.

Der Landesverband der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW und die Delegation der Tierschutzpartei im Europäischen Parlament appellieren in aller Form an die dänische Regierung Paul Watson freizulassen!

Biodiversität und damit zusammenhängend ein gesunder Ozean bilden die Grundlage unser aller Existenz. Wir sollten Individuen, die sich für Tier- und Umweltschutz starkmachen, unterstützen und nicht inhaftieren! Anbei findet ihr den Link zur Petition:

https://www.paulwatsonfoundation.org/freepaulwatson/

Danke im Voraus für eure Mithilfe!

(nk)

Warum Käse oft nicht vegetarisch ist

Echtes Labkraut wurde bei unseren Vorfahren häufig zur Käseherstellung genutzt → Heutzutage wird der Käse in den meisten Fällen mit tierischem Lab hergestellt.

Tierisches Lab ist ein Gemisch aus den Enzymen Chymosin und Pepsin, welches im Magen junger Kälber, Schafe oder Ziegen vorkommt. Es ist also ein Gerinnungs-Ferment im Magen von noch Milch trinkenden Lebewesen. Dieses spaltet das in der Milch enthaltene Eiweiß Casein auf. So dickt Milch ein, ohne dass sie sauer wird und die Babys können ihre Nahrung leichter verdauen.

Somit ist der meiste Käse gar nicht vegetarisch, wie viele Menschen glauben! Das zeigt wieder einmal, wie sinnvoll es ist, lieber gleich rein pflanzliche Angebote zu nehmen.

(cd)