Tauben im ISS Dome -Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung

Tauben im ISS Dome – Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Anordnung

Die Tauben im ISS Dome sorgen seit Wochen für Aufregung.
Durch Löcher in den Netzen gelangen einzelne Tiere immer wieder in den ISS Dome, finden den Weg jedoch nicht wieder hinaus. Nach Angaben von Tierschützern, die den Umstand seit geraumer Zeit beklagen, sind bereits etliche Tauben verendet.

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Tierschutzpartei fordert Rücktritt von Innenminister Reul

Geheimabsprachen zwischen Innenministerium und RWE zur Räumung Hambacher Forst

Hambacher Forst - Symbol des Protestes gegen die klimaschädliche Lobbypolitik von Herbert Reul
Hambacher Forst – Symbol des Protestes gegen die klimaschädliche Lobbypolitik

 

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – Landesverband NRW fordert den sofortigen Rücktritt von Innenminister Herbert Reul als nötige Konsequenz aus dem Skandal rund um die Zwangsräumung von Baumhausdörfern im Hambacher Forst wegen angeblicher Verstösse gegen Bauordnung und Brandschutzbestimmungen im Herbst 2018.
“Als Tierschutzpartei haben wir uns von Beginn an solidarisch mit den AktivistInnen gegen die Rodung des Hambacher Forstes gezeigt, waren immer wieder auch mit führenden Parteimitgliedern vor Ort präsent,” so Sandra Lück, Landesvorsitzende der Tierschutzpartei NRW und Hambi-Aktivistin. Die Zwangsräumung der Baumhausdörfer unter fadenscheinigen Gründen war seitens der Tierschutzpartei in 2018 scharf kritisiert, ein Untersuchungsausschuss gefordert worden.

Rechtsgutachten bestätigen Zusammenwirken von NRW-Landesregierung und RWE
“Nun vorliegende Rechtsgutachten zeigen, dass die Vermutung, die NRW-Landesregierung habe nur einen Räumungsgrund gesucht, um ein RWE gegebenes Versprechen zur Fortsetzung der Rodung des uralten Hambacher Forstes zwecks Abbau der hoch umweltschädlichen Braunkohle einhalten zu können, genau richtig war,” erläutert Reiner Lück, Landesgeschäftsführer der Tierschutzpartei NRW, ebenfalls im Hambacher Forst bei Demonstrationen und Aktionen regelmäßig präsent. So seien nach Angaben von BaumhausbewohnerInnen eine Woche vor der Zwangsräumung wegen angeblichen Verstoßes gegen Bau- und Brandschutzvorschriften die in den Baumhäusern vorsorglich vorhandenen Feuerlöscher von der Polizei zwangsweise eingesammelt worden.

Geheime Besprechung mit RWE im Innenministerium vor Räumung und Polizeigroßeinsatz
“Es erschüttert das Vertrauen in den Rechtsstaat, wenn in den Medien zu lesen ist, dass nach Presserecherchen im Vorfeld des Polizeigroßeinsatzes eine Geheimbesprechung im Innenministerium unter Beteiligung von RWE sowie hochrangigen Vertretern des Innenministerium, darunter auch die Leiterin der Polizeiabteilung Lesmeister, stattgefunden hat,” verweist Landesgeneralsekretärin Elisabeth Maria van Heesch auf dahingehende NRZ-Berichterstattung. Die Essener Ratsfrau der Ratsgruppe Tierschutz/BAL hatte bereits wiederholt auch unter juristischen Gesichtspunkten das Agieren des Innenministers kritisch hinterfragt.

Überforderter Innenminister mit Wild-West-Methoden muss Verantwortung übernehmen
Die Tierschutzpartei fordert daher mit Nachdruck den sofortigen Rücktritt des verantwortlichen Innenministers Herbert Reul. “Der Innenminister ist nicht zu halten. Geheimabsprachen mit Industrieriesen und Energiekonzernen, rechtlich fragwürdige oder zumindest hinterfragbare Polizeigroßeinsätze auf Kosten der Steuerzahlenden, Entscheidungen nach Wild-West-Manier, Zwangsräumungen von UmweltaktivistInnen unter Einsatz harten körperlichen Durchgreifens seitens der Polizeikräfte – der Ministerpräsident Laschet muss diesen Innenminister des Amtes entheben, wenn dieser nicht freiwillig die Konsequenzen ziehen sollte,” so Sandra Lück. Dass der Innenminister insgesamt mit seinem Amt völlig überfordert sei oder auch Entscheidungen bar jedweden Fingerspitzengefühls treffe, zeigten auch weitere Beispiele wie die Ermittlungspannen im Missbrauchsfall Lügde, Anweisungen zur optischen Herkunftsbeschreibung von Tatverdächtigen und vieles andere.

Tierschutzpartei: Klare Absage an Erhöhung der Rehjagdquote

Verbot der Jagd überfällig – Verstaatlichung privater Großwaldflächen

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – Landesverband NRW reagiert mit strikter Ablehnung auf die Forderung des Vorsitzenden des Waldbauernverbandes NRW, Freiherr Heereman, die sogenannte ‘Abschussquote’ für Rot- und Rehwild zu verdoppeln.

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Tierschutzpartei: Monetäre Anreize zur Tier-Tötung unethisch – Strafanzeige erstattet

Gütersloh: Aufruf zur Jagdhatz – ‘Schwanzprämie’ aus Steuermitteln

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – Landesverband NRW hat durch ihre Landesvorsitzende Sandra Lück sowie den Landesvorsitzenden Martin Lück Strafanzeige gegen den Kreis Gütersloh erstattet.

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Wolfstag bei wolves unlimited in Sonsbeck

Am 28.09.19 möchten wir Sie und Ihre Familie (Jugendliche ab 14 Jahren) gerne von 11:00 bis 17:00 zu einem informativen, offenen „Wolfstag“ in die Wolfs-Auffangstation nach Sonsbeck einladen!

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Wo bleibt das Lebensrecht der Tiere? Massentötung ganzer Kuhherden nach Herpesbefund in Grenzregion

Tierschutzpartei: Massiver Verstoß gegen Tierschutzgesetz in Aachen

Mit scharfem Protest reagiert die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – Landesverband NRW auf die in Aachen geplante Tötung von drei kompletten Rinderherden. Grund ist ein Herpesbefall einiger Tiere innerhalb der Herden.

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Besetzung des Schlachthofs Düren – Tierschutzpartei NRW veröffentlicht Drohbrief von Anwaltskanzlei

Anfang Mai besetzen im Rahmen des „Liberate-or-die“-Camps am Hambacher Forst rund 30 Aktisvisten den Schlachthof Düren und sorgen dafür, dass der Betrieb zeitweilig eingestellt werden muss.

Ende 2017 erlangte der Schlachthof der Frentzen GmbH durch die Veröffentlichung heimlicher Aufnahmen von skandalösen Zuständen und massiven Verstößen gegen das Tierschutzgesetz unrühmliche Bekanntheit.

Nun droht der Betreiber Journalisten über eine Anwaltskanzlei für Medienrecht mit Konsequenzen bei Berichterstattung über die Besetzung.

Vor über 1,5 Jahren gingen die Bilder schlimmster Tierquälerei von „SOKO Tierschutz“ aus dem Schlachthof Düren durch Deutschland. Schwere Misshandlungen, Fehlbetäubungen und unhaltbare Hygienezustände schienen an der Tagesordnung zu sein, sodass der Betrieb zeitweilig geschlossen wurde.

Anfang August diesen Jahres bestätigt die Staatsanwaltschaft Aachen die massiven Verstöße gegen das Tierschutzgesetz und gibt bekannt, weiter gegen die noch zu identifizierenden Mitarbeiter aus den heimlich entstandenen Videoaufnahmen, sowie gegen den Betreiber zu ermitteln.

Inzwischen hat der Schlachthof Düren seine Arbeit wieder ganz regulär aufgenommen. 2018 wurden laut Angaben des Veterinäramtes alle Auflagen erfüllt, um den Schlachtbetrieb im vollen Umfang fortzuführen.

Umbaumaßnahmen, verschärfte Kontrollen und Auflagen, sowie eine personelle Umstrukturierung und regelmässige Schulungen sollen das Tierleid während des Schlachtvorganges auf ein „verträgliches Mass“ reduziert haben.

Die dauerhafte Anwesenheit von 2 Amtstierärzten, sowie die verpflichtende Protokollierung des Betäubungsprozesses sollen reibungslose Abläufe garantieren.

Der Schlachthof Düren soll sich laut Betreiber, Veterinäramt und Landrat somit von einem Skandal- zu einem Vorzeigebetrieb entwickelt haben.

Dennoch reagiert der Betreiber des Schlachthofes Düren auf journalistische Anfragen zur Besetzung diesen Jahres mit einem Drohschreiben über eine Anwaltskanzlei.

Die Tierschutzpartei NRW veröffentlicht nun das Anwaltsschreiben, das an mehrere Pressevertreter mit dem Hinweis auf presserechtliche Konsequenzen bei Veröffentlichung versandt wurde.

„Mitte Mai wurde uns das Schreiben zugespielt. Wir haben als Reaktion darauf Anfragen an das Veterinäramt bezüglich der Umsetzung aller Auflagen gestellt, sowie Einsicht in die letzten Kontrollprotokolle beantragt. Auf den ersten Blick scheinen sich die Bedingungen im Schlachthof Düren tatsächlich erheblich verbessert zu haben. So waren laut Protokoll zum Beispiel bei 371 getöteten Schweinen in 3 Stunden „nur“ 12 Nachbetäubungen aufgrund einer fragwürdigen Betäubung nötig.

Allerdings stehen wir der maximalen Zeitspanne von nur 6 Sekunden zwischen Betäubung und Ausblutungsschnitt zur Einschätzung einer fachgerechten Betäubung sehr kritisch gegenüber, da diese Zeit laut Protokoll in der Akkordschlachtung auch gern mal auf 2 bis 3 Sekunden reduziert wird, denn eine maximale Anzahl zu tötender Schweine pro Stunde gibt es in Düren nicht, wohin gegen nicht mehr als 45 Rinder pro Stunde getötet werden dürfen .“ sagt Sandra Lück.

„Bei genauer Betrachtung der Protokolle kommen ausserdem weitere Fragen auf, die das Veterinäramt Düren uns leider auch einen Monat nach erneuter Anfrage nicht beantwortet hat. So gibt es beispielsweise Abweichungen bei den protokollierten Zeitangaben, für die wir um eine Erklärung gebeten haben. Auch hätten wir gern gewusst, warum bei Rindern zwischen Ausblutungsschnitt und weiterer Schlachtarbeiten mindestens 6 Minuten vergehen müssen, um den Tod des Tieres vor der Zerlegung zu garantieren, bei Schweinen jedoch eine solche Auflage der zeitlichen Abläufe fehlt und ob man es nicht als notwendig erachtet, bei Schweinen ebenfalls das komplette Ausbluten und den Tod abzuwarten.“ so die Landesvorsitzende NRW weiter.

Das Schreiben der Anwaltskanzlei für Medienrecht an diverse Pressevertreter, die den Betreiber des Schlachthofs Düren vertritt, ließe jedenfalls die Spekulation zu, dass die Frentzen GmbH weiterhin etwas zu verbergen habe.

„Wenn es sich beim Schlachthof Düren um einen Vorzeigebetrieb handelt, so sehen wir keine Notwendigkeit, eine Berichterstattung über die Besetzung von Mai mit unzulässigen Drohungen und Einschüchterungsversuchen zu verhindern.“ stellt Reiner Lück, Landesgeschäftsführer NRW klar.

Die sich mehrfach wiederholende Litanei über die mutmaßlichen Straftaten der Tierrechtsaktivisten und die Opferrolle des Betreibers während der laufenden Ermittlungen zu den massiven Verstößen seien an Zynismus nicht zu überbieten.

Auch sei man sehr darüber erstaunt, dass die Anwaltskanzlei in ihren Massnahmen zur Gewährleistung eines tierschutzgerechten Ablaufes unangekündigte Kontrollen aufliste.

„Auf Anfrage unserer Landesvorsitzenden gab das Veterinäramt Düren bekannt, dass es keinerlei unangekündigte Kontrollen gäbe, da generell jeder Schlachtgang von 2 Amtstierärzten begleitet und protokolliert würde. Diese unterschiedlichen Aussagen sind für uns alles andere als vertrauenserweckend und glaubwürdig.“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, kurz Tierschutzpartei NRW, sehe sich in der Pflicht, den Vorgang nun öffentlich und politisch weiter zu verfolgen.

„Bereits der Verein SOKO Tierschutz, der den Skandal aufgedeckt hat, hat skeptisch auf die angeblich schnelle Beseitigung aller Missstände ohne komplette Einstellung des gesamten Schlachtbetriebes reagiert und angemerkt, dass erhebliche Verbesserungen in Skandalbetrieben wie Düren eine lange Zeit in Anspruch nehmen. Die zuständigen und protokollierenden Amtstierärzte im Betrieb selbst sind für uns kein Garant. Das Veterinäramt hat zuvor jahrelang weggeschaut. Jetzt möchten wir Antworten haben, warum hier von der Frentzen GmbH mit Kanonen auf Journalisten geschossen wird.“ schliesst Sandra Lück.

Die Tierschutzpartei setzt sich seit Jahren für die verpflichtende Kameraüberwachung in Schlachthöfen ein.

Pressesprecherin: Dr. Elisabeth van Heesch-Orgass
presse-nrw@tierschutzpartei.de

Der Wolf in Deutschland – Fakten statt Panikmache

Die Diskussion um den Wolf in Deutschland wird immer hitziger und verleitet die Politik zu grotesken Schnellschüssen. Dabei wird gezielt oberflächlich argumentiert und mit instinktiven Ängsten der Bevölkerung gespielt. Es scheint daher angebracht, einige nüchterne Fakten zusammenzustellen, um in Sachen Wolf wieder auf den Boden der Tatsachen zurückzugelangen.

Besonders gravierend ist das Vorhaben der EU und den meisten Mitgliedstaaten, den Schutzstatus des Wolfs herabzusenken. Die dafür notwendige Änderung in der Berner Konvention wurde Ende 2024 durchgesetzt. Damit steigt die Gefahr, dass die exzessive Jagd auf den Wolf demnächst beginnen könnte. Der nächste legislative Schritt ist bereits in Planung: die Änderung der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie, in der dem Wolf ein besonders hoher Schutzstatus garantiert ist. Diese Richtlinie ist zwar vor Änderungen geschützt, damit der Artenschutz nicht den politischen Machtspielen zum Opfer fallen kann – aber genau dieser Änderungsschutz soll abgeschafft werden. Die Folge wäre, dass dann nicht nur der Schutzstatus des Wolfs ohne größere Hürden herabgesenkt werden kann, sondern auch von vielen weiteren Arten! Und damit nicht genug: wird der Schutzstatus von Tier- und Pflanzenarten geändert, würde dies auch den Status von Naturschutzgebieten gefährden!

Der Schutz des Wolfs ist also von enormer Wichtigkeit, um den Arten- und Naturschutz insgesamt aufrecht zu erhalten – und um das derzeitige massive Artensterben aufzuhalten! Auf dieser Seite findest du weitere Informationen zum Wolfsschutz, insbesondere findest du hier auch die Aktivitäten unseres Europaabgeordneten Sebastian Everding.

Parlamentsreden zum Wolfsschutz von Sebastian Everding MEP

Weitere Beiträge über Wölfe von Sebastian Everding MEP

Wolfspodcast

Der Wolf ist wieder da, und er ist gekommen, um zu bleiben. Die Diskussion um seine Rückkehr ist jedoch politisch und gesellschaftlich mehr als aufgeladen. Dieser Podcast macht sich für den aktiven Wolfsschutz stark. Mit vielen wissenschaftlichen Fakten, spannenden Informationen rund um das Leben der wilden Wölfe, sowie politische und juristische Hintergründe und News. Gespräche mit Expert:innen liefern die unterschiedlichsten Perspektiven zum Thema Wolf. Denn nur, was wir kennen, können wir lieben und nachhaltig schützen. Folgt gern dem Wolfspodcast auf den Spuren unserer Wölfe.

 

Wissenswertes über Wölfe

Natürlicher Verbreitungsraum

Der Wolf ist ein wichtiger Bestandteil der weltweiten Biodiversität. Bis zu seiner systematischen Ausrottung war er in ganz Europa verbreitet. Auch Deutschland war seine Heimat, aber 1904 wurde der letzte Wolf geschossen. Im Jahr 2000 dann die Sensation: der Wolf siedelt sich wieder in Deutschland an. Ein Erfolg für den Tier- und Naturschutz. Seither haben sich die Rudel weiter ausgebreitet und durchstreifen vor allem Reviere in Ostdeutschland. Wölfe tragen aktiv dazu bei, Wildbestände zu vitalisieren und das natürliche Gleichgewicht eines Ökosystems zu erhalten.

Bestandsgrößen

Im Bundesgebiet werden derzeit 209 Wolfsrudel vermutet, überwiegend noch im Osten Deutschlands. Hinzu kommen 46 Wolfspaare und 19 Einzeltiere. Die bis 2024 gesammelten Daten lassen auf 1.339 Wölfe (darunte 634 Welpen) schließen.

Deutschland bietet dem Wolf theoretisch Raum für etwa 440 Rudel mit 2.000 adulten Tieren, so das Bundesamt für Naturschutz. Eine andere Modellrechnung sieht sogar Potential für bis zu 1.200 Rudel. Der günstige Erhaltungszustand, bei dem die Population stabil bleibt und der Lebensraum für den Wolf ausreichend groß ist, konnte bisher nicht verlässlich ermittelt werden. Eine Mindestpopulation von 1.000 erwachsenen Tieren gilt jedoch als unerlässlich, um den Wolf für Deutschland zu erhalten.

Gesetzeslage

Stellt sich die Frage einer Bejagung des Wolfes schon deswegen nicht, weil die Bestandszahlen viel zu gering sind, so ist der Abschuss von Wölfen außerdem durch zahlreiche Gesetze streng verboten. Der Wolf genießt einen Dreifach-Schutz:

1. Internationales Recht: a) Washingtoner Artenschutzabkommen (Anhang II), b) Berner Konvention (Anhang II)
2. Europäisches Recht: a) EG-Verordnung 338/97 (Anhang A), b) Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie 92/43/EWG (Anhang II, IV)
3. Deutsches Recht: Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG), § 44

Die Umsetzung des Rechtes ist Ländersache, wobei der Wolf nur in Sachsen und Niedersachsen dem Jagdrecht unterliegt. Für ihn gilt in Sachsen aber eine ganzjährige Schonzeit. Seit der ersten Wolfssichtung wurden dennoch nachweisliche 106 Wölfe illegal getötet und es wird eine hohe Dunkelziffer angenommen. 887 Wölfe wurden bereits Opfer eines Verkehrsunfalles. Hierdurch wird das Wachstum der deutschen Wolfspopulation zu einem Teil relativiert.

Deutschlands neues „Wolfsmanagement“

Die Bundesregierung vereinfacht nun durch eine Abänderung des Bundesnaturschutzgesetzes das Töten von Wölfen. Als ausreichender Grund für die „Entnahme“ gilt nun „ernster“ wirtschaftlicher Schaden: das zweimalige Überwinden von Zäunen in zwei Wochen.

Dann darf ein Antrag auf das Töten von Wölfen gestellt werden. Dabei muss nicht mehr einwandfrei festgestellt werden, welcher Wolf für einen Riss verantwortlich ist und als auffälliges Individuum bejagt werden sollte. Es können einfach ohne Rücksicht auf den Zustand der Rudel so lange Wölfe geschossen werden, bis die Vorfälle nachlassen. Eine Art Sippenhaft für den deutschen Wolf.

Zwar bedarf jeder Abschuss einer erneuten Bewilligung, aber die stellt nun nicht mehr das jeweilige Umweltministerium der Länder aus, sondern die Landkreise (oder kreisfreien Städte) selbst. Die „Schutzjagd“ wird dann von den Jägern in die Tat umgesetzt.

Wirtschaftliche Schäden

Es gelingt Wölfen vor allem dann, Tiere zu reißen, wenn die Halter sich noch nicht auf die Anwesenheit der intelligenten Beutegreifer eingestellt haben. Sobald ausreichende Herdenschutzmaßnahmen durchgeführt werden, gehen die Schäden merklich zurück. Auffällig ist, dass wiederholt dieselben Herden und Halter betroffen sind, während andere gänzlich unbehelligt bleiben.

In Deutschland wurden Wolfsübergriff im Schnitt 3 bis 4 Tiere getötet, meist handelt es sich dabei um Schafe oder Ziegen. Im Jahr 2023 gab es 5.727 Risse. Der gesamte Bestand an “Nutztieren” in Deutschland liegt bei mehr als 1,5 Mio. Tieren. Von den Wölfen geht also keine existenzgefährdende Bedrohung für die Halter aus.

Die “Nutztier”-Schäden konzentrieren sich vor allem auf Sachsen-Anhalt, Sachsen und Niedersachsen. Auch wenn die Schäden in den vergangenen Jahren deutlich zunahmen, ist der Trend nicht unumkehrbar.

Für die entstandenen finanziellen Verluste werden die Halter zu 100 % entschädigt. 20123 beliefen sich diese Ausgleichszahlungen auf 638.000 Euro. Im Vergleich zu anderen Tierarten richtet der Wolf damit nur äußerst geringen Schaden an. Zum Vergleich: der Marder verursacht jedes Jahr Schäden in Höhe von 70 Mio. Euro.

Herdenschutz

Das Töten von Wölfen stellt allenfalls eine vorübergehende Erleichterung dar, da schnell neue Rudel in freigewordene Reviere wechseln. Nur der Herdenschutz ist dazu geeignet, das Risiko eines Wolfsangriffs auf “Nutztiere” dauerhaft auf ein Minimum zu beschränken. Er gehört zur guten fachlichen Praxis der “Nutztier”-Haltung, wird aber oft von den Haltern vernachlässigt.

Zu den wirkungsvollsten Präventionsmaßnahmen zählen verbesserte Zaunsysteme. Beim Elektrozaun stehen die Litzen unter Spannung und sollten schon 20 cm über dem Boden beginnen. Es wird eine Höhe von 120 cm empfohlen sowie ein Untergrabschutz von 30 cm Tiefe. Für größere Herden empfiehlt sich die zusätzliche Anschaffung von Herdenschutzhunden. Wo dem Herdenschutz die notwendige Aufmerksamkeit gewidmet wird, gibt es deutlich weniger Übergriffe auf “Nutztiere”.

Die Ausgaben für Präventionsmaßnahmen werden zu 100 % von den Ländern gefördert, so dass den Haltern keine Kosten entstehen. 2023 wurden bundesweit zur Vorbeugung gegen Wolfsangriffe 21.263.000 Euro Verfügung gestellt.

Es sind allerdings weitaus größere Ausgaben notwendig. Allein um alle Schafherden wirkungsvoll vor Wölfen zu schützen, müssen 26.500 Kilometer an Sicherheitszäunen neu gezogen werden, was rund 16,5 Millionen Euro kosten wird. Außerdem würden rein rechnerisch 17.150 Herdenschutzhunde benötigt, deren Anschaffung mit 51,4 Millionen Euro zu Buche schlägt. Solange beim Herdenschutz noch solch eklatante Lücken bestehen, erübrigt sich jede Diskussion über das Töten von Wölfen.

Faltblatt Wolf als PDF

Gefahr für den Menschen

„Jede Nacht hören wir sie heulen“, beklagen sich Deutsche, die in der Nähe von Wolfsrevieren wohnen. Sie bringen damit ihre Urangst vor dem Wolf zum Ausdruck, die ungebrochen scheint. Dies ist verständlich, da wir jahrzehntelang ohne den Wolf gelebt haben. Mitunter durchqueren Einzeltiere und Gruppen abgelegene Höfe oder Ortschaften. Damit ist uns der Wolf wieder sehr nahegekommen.

Hieraus allerdings reflexartig eine akute Gefahr für Menschen abzuleiten, wäre vollkommen verfehlt. Der Wolf ist ein risikoscheues und vorsichtiges Tier. Er erkennt im aufrecht gehenden Menschen einen anderen, gefährlichen Räuber. Der Mensch ist für ihn keine Beute und er bleibt daher auf Abstand.

Seit der Wolf wieder in Deutschland heimisch geworden ist, kam es zu keiner einzigen Attacke auf Menschen. Und aller Wahrscheinlichkeit nach wird das auch so bleiben: weltweit sind Wolfsangriffe auf Menschen extrem selten. In ganz Europa wurden seit 1950 neun Menschen von Wölfen getötet und das überwiegend dann, wenn das Tier an der wesensverändernden, aggressiv und bissig machenden Tollwut erkrankt war.

Gegner der Wölfe

Wie obige Ausführungen recht eindrücklich belegen, gibt es keinen rationalen Grund, dem Wolf an den Kragen zu wollen. Dennoch hat sich in Deutschland eine Phalanx von Wolfsgegnern formiert, die darauf drängt, schnell so viele Wölfe wie möglich zu töten. Es ist ihnen gelungen, die Politik zu einer Erleichterung des Abschusses von Wölfen zu drängen.

• Deutscher Jagdverband Seine Motive für das Agitieren gegen den Wolf sind recht schnell durchschaubar. Zunächst einmal sind Jäger dankbar für jedes neue Tier, das sie schießen dürfen. Denn das Töten ist ihre Leidenschaft. Die Feindschaft gegenüber dem Wolf geht aber tiefer, denn als natürlicher Jäger macht er dem Jagdverband in seinem ureigenen Fachgebiet Konkurrenz. Wenn Wolfsrudel den Wildbestand in deutschen Wäldern erfolgreich regulieren, dann hat der Jäger weniger zu schießen. Der Wert seiner Pacht sinkt. Womöglich braucht es dann einmal vielerorts gar keine Jäger mehr. Also will der Verband den Wolf so schnell wie möglich wieder loswerden.

• Deutscher Bauernverband Eine Festlegung wolfsfreier Gebiete soll die Weidetierhaltung vor dem Wolf schützen. Diese Vorstellung entspricht dem von unserer industriellen Landwirtschaft propagierten Monotonie-Konzept: entweder, oder – ein Miteinander ist unerwünscht. Realistisch ist der Vorschlag allerdings nicht, denn in freiwerdende Reviere rücken laufend neue Wölfe nach. Ergebnis wäre das ununterbrochene Abschlachten von Einzeltieren und ganzen Rudeln, die unbewusst in die „Todeszone“ vordringen.

• Schaf- und Ziegenzuchtverbände Aufgrund ihrer großen wirtschaftlichen Probleme setzt die Weidetierhaltung auf die Forderung möglichst hoher Finanzierungen und Kompensationen. Das nun überall einsetzende „Wolfsmanagement“ bietet einen aussichtsreichen Ansatzpunkt, um Gelder zugesprochen zu bekommen. Dabei gilt für viele Halter die Logik: je mehr Risse, desto größer die Gefahr, die dann mit viel Mitteln aus dem Landeshaushalt bekämpft werden muss. Möglicherweise ist das der Grund, warum über den Grundschutz hinaus viele Halter bisher keine weiteren Maßnahmen getroffen haben.

Alle diese Gruppen argumentieren verklausuliert mit der Schaffung von mehr „Rechtssicherheit“, einer einheitlichen, „konsequenten Regulierung“ und dem Ruf nach „aktivem Wolfsmanagement“. Faktisch läuft es aber immer auf das Gleiche hinaus: den Abschuss der Wölfe. Anstatt die Grundlage für eine Koexistenz von Wolf und Mensch in Deutschland zu schaffen und einen gesunden Bestand heranwachsen zu lassen, wird die Ausbreitung des Wolfes von vornherein zum Problem erklärt und ihm der Krieg erklärt. Das eigentliche Problem aber ist der Mensch, die bisher mangelhaften Schutzmaßnahmen und unsere fehlende Bereitschaft zur Akzeptanz.

Interview von Sebastian Everding MEP mit dem Wolfsexperten Jos de Bruin

Links:

Natürlicher Verbreitungsraum

https://chwolf.org/woelfe-kennenlernen/oekosystem/wolf-als-teil-des-oekosystems
https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/18886.html

Bestandsgrößen

https://www.noz.de/deutschland-welt/niedersachsen/artikel/1593151/neue-zahlen-wie-viele-woelfe-leben-in-deutschland
https://www.tagesschau.de/inland/wolf-kabinett-101.html
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wolf-ein-entwurf-des-umweltministeriums-will-abschuss-vereinfachen-a-1268408.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/woelfe-in-deutschland-wie-viele-rudel-vertraegt-das-land-a-1209993.html
https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/wolf-streit-ueber-umgang-bei-anhoerung-im-bundestag-a-1203617.html

Gesetzeslage

https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/saeugetiere/wolf/wissen/19297.html
https://www.forum-natur.de/media/afn_handlungsvorschlag_wolf_hoch_16_01_19.pdf

Deutschlands neues „Wolfsmanagement“

https://www.bundesregierung.de/breg-de/aktuelles/neue-regeln-fuer-den-wolf-1613622
https://www.agrarheute.com/wochenblatt/politik/wolf-entnahme-ernsten-landwirtschaftlichen-schaeden-554130

Wirtschaftliche Schäden

https://www.dbb-wolf.de/wolfsmanagement/herdenschutz/schadensstatistik
https://www.mdr.de/nachrichten/vermischtes/mehr-wolfsrisse-100.html
https://www.weser-kurier.de/region/niedersachsen_artikel,-schaeden-durch-woelfe-werden-mit-euhilfen-ersetzt-_arid,1799883.html
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_81943224/wolf-verursacht-vergleichsweise-wenig-schaden.html
https://www.t-online.de/nachrichten/panorama/tiere/id_84285662/dramatisches-wolfsjahr-von-woelfen-verursachte-schaeden-steigen-rasant.html
https://www.quarks.de/umwelt/tierwelt/schafe-welchen-schaden-verursacht-der-wolf/
https://www.l-iz.de/politik/sachsen/2018/12/Eine-wohl-ziemlich-sinnlose-Wolfsverordnung-251491

https://www-genesis.destatis.de/genesis/online/data;sid=BE1184E071A5CC26F509C47870DA6C50.GO_1_4?operation=abruftabelleBearbeiten&levelindex=2&levelid=1558840825784&auswahloperation=abruftabelleAuspraegungAuswaehlen&auswahlverzeichnis=ordnungsstruktur&auswahlziel=werteabruf&selectionname=41331-0001&auswahltext=&werteabruf=Werteabruf

https://www.autogazette.de/marder/schaeden/tipps/marder-sorgen-jahr-fuer-jahr-fuer-millionenschaeden-989393657.html

Herdenschutz

https://www.rbb24.de/studiocottbus/panorama/2018/11/herdenschutzhunde-zu-teuer-fuer-lausitzer-schaefer-.html
https://www.dbb-wolf.de/Wolfsmanagement/herdenschutz
https://chwolf.org/woelfe-in-der-schweiz/herdenschutz
https://wolf.nrw/wolf/de/management/herdenschutz
http://www.lausitz-wolf.de/index.php?id=1200
http://www.umwelt.niedersachsen.de/aktuelles/pressemitteilungen/woelfe-niedersachsen-hebt-foerdersatz-fuer-praeventionsmanahmen-an-173925.html
https://www.agrarheute.com/tier/weidezaun-gegen-wolf-sollten-weidetierhalter-beachten-530427

Gefahr für Menschen

https://www.focus.de/wissen/experten/woelfe-in-deutschland-wie-gefaehrlich-der-wolf-fuer-menschen-wirklich-ist_id_10012256.html
https://www.focus.de/wissen/natur/mensch-und-wolf-warum-es-zu-angriffen-kommt_id_9989427.html
https://www.focus.de/wissen/natur/tiere-und-pflanzen/rasant-vermehrt-und-ausgebreitet-jede-nacht-hoeren-wir-sie-heulen-betroffene-fordern-besseres-wolfsmanagement_id_10674747.html
https://www.wolf-center.eu/de/informationen/w%C3%B6lfe-Angriffe-fakten-oder-fikt

Gegner der Wölfe

https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/nach-kabinettsbeschluss-zum-wolf-neuer-streit-um-den-abschuss-der-tiere-a-1268753.html
https://www.bauernverband.de/einschreiten-kanzleramt-wolf
https://www.forum-natur.de/media/afn_handlungsvorschlag_wolf_hoch_16_01_19.pdf

Der Wald stirbt weltweit und mit ihm die Tiere

Nach der am 13.08.2019 veröffentlichten WWF-Studie „Below The Canopy“ sind die Tierbestände in Wäldern weltweit seit 1970 um mehr als die Hälfte gesunken. Konkret wurden Daten von 268 Wirbeltierarten und 455 Populationen untersucht. Besonders betroffen sind Amphibien und Reptilien, aber auch die Anzahl der Säugetiere und Vögel hat stark abgenommen. Dies bedeutet, dass in den Wäldern dieser Erde immer weniger Tiere einen Lebensraum finden, im Amazonasgebiet, in afrikanischen Urwäldern, aber auch in Mitteleuropa sieht es genauso schlecht aus.

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Stammtisch NRW immer erfolgreicher

Neue Regionalgruppen – neue Stammtische!

NRW wächst weiter an

 

Erster Stammtisch der Regionalgruppe Aachen

Am 16. Juli 2019 fand der erste Stammtisch unserer noch recht jungen Regionalgruppe Aschen statt.
In gemütlicher Runde trafen sich die Mitglieder zu veganem Döner und gekühlten Getränken im PZ – Pfannenzauber Aachen.

Kennenlernen und persönlicher Austausch standen im Vordergrund, aber auch die Kommunalwahlen 2020 waren selbstverständlich ein Thema.
Der Aufbau in NRW schreitet stetig voran, mit vielen neuen und erfreulicherweise aktiven Mitgliedern sind wir seit einiger Zeit auch wieder der größte Landesverband.

So konnte auch die Regionalgruppe Ruhr beim vergangenen Stammtischtreffen im Cafe Fleischlos Essen einen Teilnehmerrekord verzeichnen und gleich 4 neue Mitglieder begrüßen
und auch die Regio Gelsenkirchen war beim monatlichen Treffen im Cookie’s Veggie Dorsten so erfolgreich, wie immer 🙂

Am Sonntag trifft sich die Regio Mönchengladbach auf dem CSD in Rheyd, im August die Regio Düsseldorf und die Regionalgruppe Dortmund.

Dienstagsangebot im veganen Treff “Pfannenzauber Aachen”

 

 

Weitere Termine sind im Kalender einsehbar.

Wir freuen uns auf ein Wiedersehen mit euch!