Tierquälerei

PETA stellt Anzeige gegen Humana-Zulieferbetrieb

Den “Horrorhof von Datzetal” nennt die Tierrechtsorganisation PETA den Milchkuhhaltungsbetrieb des Landwirts Klaus H. in Mecklenburg-Vorpommern, gegen den sie nun Anzeige erstattet hat und ein Tierhalteverbot fordert. Langjährige Tiermisshandlung, Hygieneprobleme und illegale Schlachtung werden dem Betrieb zum Vorwurf gemacht. PETAs Undercover-Video liefert die Beweise.

Zum ausführlichen Artikel, Video und Bildmaterial: www.bild.de

Alle klagen über die Hitze – die Tiere leiden stumm…

Lebende Fracht quer durch Europa

Für Kälber, Schafe oder Schweine, die jahraus, jahrein durchs Land gekarrt werden, um Tausende von Kilometern entfernt gemästet oder geschlachtet zu werden, ist der Transport im Sommer die Hölle. Die Fahrten dauern Tage. Oft sind die Lastwagen zu klein oder zu stark beladen…

Artikel lesen… www.suedkurier.de

(Quelle: Südkurier / 07. August 2010)

Tiertransporte: Reisen auf einem halben Quadratmeter

Millionen von Schweinen, Rindern, Schafen und Pferden werden jedes Jahr durchs Land gekarrt. Häufiges Ziel der Tiertransporte sind Polen und Russland.

Artikel lesen… www.stuttgarter-nachrichten.de

(Quelle: Stuttgarter Nachrichten / 28. Juli 2010)

Stierkampf in Katalonien verboten – endlich!

Das Regionalparlament in Katalonien, wirtschaftsstärkste Region Spaniens, hat nun für ein Verbot des Stierkampfes gestimmt. Ermöglicht wurde die Abstimmung durch ein vorangegangenes katalanisches Volksbegehren mit über 180.000 Unterschriften. Unterstützung erfuhr dieses Referendum auch durch fast 170.000 Menschen aus über 120 Ländern, die sich mit ihrer Stimme ebenfalls für ein Verbot des Stierkampfes in Katalonien aussprachen.

Schon seit längerer Zeit verliert diese Schreckensbranche an Zuspruch. Der ungleiche und unfaire “Kampf” ist an Perfidität kaum zu überbieten. Schon tagelang vor dem Arena-Kampf werden die Tiere durch verschiedene barbarische Tortouren in Schmerzen versetzt und geschwächt, um für den Matador kaum noch eine Gefahr darzustellen.

Spaniens Stierkampflobby legitimiert ihren ausgelebten Sadismus als spanisches “Kulturerbe” und plant, mit einem Antrag bei der UNESCO den Stierkampf als schützenswertes immaterielles Kulturgut anzuerkennen. Besonders empörend auch: Die spanischen Kampfstierzüchter erhalten jährlich viele Millionen Euro als EU-Subvention.

Eine jahrhundertelange blutige Barbarei findet nun ab 2012 in Katalonien ihr Ende. Diese Entscheidung ist ein historischer Schritt und zeigt auch, dass der Tierschutz international einen hohen gesellschaftlichen Stellenwert erreicht hat. Hoffentlich gilt dieses Verbot jetzt als Signal für ganz Spanien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt den Beschluss des Regionalparlaments von Katalonien außerordentlich, denn die legalisierte Tierquälerei des Stierkampfes ist für Europa eine Schande.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

In die Radikalität getrieben…

Für den Brandanschlag auf die noch nicht mit Tieren besetzte Mastanlage für “Hähnchen” in Sprötze (Niedersachsen) in der Nacht zum 30. 07.10 hat sich eine deutsche Gruppe der A.L.F. (Animal Liberation Front) mit einem Bekennerschreiben verantwortlich erklärt.

Die Partei Mensch Umwelt und Tierschutz wertet diesen Brandanschlag als ein klares Zeichen dafür, dass immer mehr konsequente Tier- und Umweltschützer in unserem Land die Hoffnung verloren haben, sich effektiv mit legalen, rechtsstaatlichen Mitteln gegen solche Unrechts- und Elendsprojekte wie diese Mastanlage zu wehren! Sie werden in die Radikalität getrieben, weil ihre Bemühungen um Verbesserungen zum Schutz der Tiere und der Umwelt bei den politisch Verantwortlichen auf taube Ohren stoßen. Die Mastanlage in Sprötze sollte als Zulieferungsanlage für den geplanten “Hähnchen”-Schlachthof in Wietze (der größte Betrieb dieser Art in Europa) dienen. Um dieses Großprojekt zu realisieren, müssen im Umkreis von 100 Kilometern über 400 neue “Hähnchen”-Mastanlagen errichtet werden, wogegen seit Monaten Tier- und Umweltschützer vergeblich Sturm laufen – unterstützt von vielen Bürgerinitiativen vor Ort, die sich vornehmlich gegen die zu erwartenden Geruchs-, Verkehrs- und Lärmbelästigungen zur Wehr setzen.

Nach diesem Brandanschlag, einer Verzweiflungstat von Menschen, die sich vermutlich in einem massiven emotionalen Notstand befanden, stehen nun vielerorts Tierschützer und Umweltaktivisten pauschal am Pranger und nicht etwa diejenigen, die für massenhaftes Tierleid verantwortlich sind und damit diese Straftat provoziert haben.

Die Agrarministerin von Niedersachsen, Astrid Grotelüschen (CDU), selbst Miteigentümerin einer Mastanlage für Puten, setzt weiterhin auf den Bau von Tier-KZs und klagt die falschen Täter an – Bürgerinnen und Bürger, die sich nicht anders zu helfen wussten, als zum Mittel der “Gewaltanwendung gegen Sachen” zu greifen!

Man sollte darüber nachdenken, was unserer Demokratie mehr schadet: der Brandanschlag in Sprötze oder die Reaktion darauf seitens der niedersächsischen Agrarministerin. Hier wurde wieder einmal deutlich, dass die berechtigten Sorgen Hunderttausender Tier- und Umweltschützer ungehört bleiben, weil man/frau es sich nicht mit den Hühnerbaronen in Niedersachsen verderben will.

Delfine gehören nicht in Pools

Laut “Freie Presse” vom 15.07.2010 nehmen die Proteste gegen Tiershows für Touristen in der Türkei zu. Rund 50 Delfine werden nach Zählung des WWF in türkischen Delfinarien gehalten. Das Geschäft mit den Delfinen boomt, aber mehr und mehr wird gegen den Missbrauch der Tiere protestiert. Türken, Touristen und Tierschützer schließen sich mit Schweigemärschen und Unter-Wasser-Demonstrationen zusammen, sammeln Unterschriften und bilden Gruppen bei Facebook, um sich für Delfine einzusetzen, die der Meereswelt entrissen werden. Viele der Delfine stammen nach Erkenntnissen des WDCS aus dem schwarzen Meer oder sie werden bei Treibjagden in Japan gefangen, um sie dann in die Türkei zu verschiffen. Der WWF fordert schon lange ein gesetzliches Verbot von Delfinarien in der Türkei. Jetzt wird der Naturschutzverband von türkischen Tierschützern unterstützt: “Delfine gehören nicht in Swimmingpools, sie gehören ins Meer und in die Freiheit.”

“Flipper” und die Schweine auf dem Grill

Debatte beim ND-Pressefest: Wie lebendige Kreaturen zur Ware erklärt und der gewalttätigen Willkür des Menschen ausgeliefert werden

“Elend ohne Ende? – Der Kampf um Tierschutz und Tierrechte” war das Thema einer Diskussion am 19. Juni auf dem Fest der Linken/ND-Pressefest in Berlin. Es debattierten: Dr. Edmund Haferbeck, wissenschaftlicher Berater der Tierrechtsorganisation PETA; Dr. Hanna Rheinz, Publizistin, Initiative Jüdischer Tierschutz; Alexander Süßmair, Bundestagsabgeordneter, DIE LINKE; Susann Witt-Stahl, Journalistin, Tierrechtsaktion Nord; und Ingolf Bossenz, ND-Redakteur. ND dokumentiert eine redaktionelle Zusammenfassung dieser Gesprächsrunde.

Zur Gesprächsrunde: www.neues-deutschland.de

Verraten und verkauft: Mastkaninchen

Kein Thema für die “Tierquäler-Parteien!”

Die Bundesregierung, vertreten durch die Mitglieder von CDU/CSU und FDP des Agrarausschusses, die von Anfang an durch ihre ignorante und von Lobbyisten gesteuerte Politik der Tierquälerei Vorschub leistet, zeigte wieder einmal ihr wahres Gesicht. Die Damen und Herren der Koalitionsclique haben am 07.07.2010 erneut – wie bereits am 13.05.2009 – gegen eine bundesweit verbindliche Mastkaninchen-Haltungsverordnung gestimmt. Hierzu lagen drei unterschiedliche Anträge von Bündnis90/Die Grünen, von SPD und der Partei DIE LINKE vor, die zu einer signifikanten Verbesserung der Haltungsbedingungen von Mastkaninchen geführt hätten.

 

Die Koalitionsparteien, die blind und taub gegenüber dem Leiden der Tiere sind, haben es zu verantworten, dass die Haltungsart in der kommerziellen Kaninchenmast, die weder artgemäß noch tiergerecht ist, beibehalten wird. Das Vegetieren und Sterben der hochsensiblen “Langohren” geht damit unvermindert weiter!

Es ist nichts weniger als ein Akt der Schamlosigkeit und Tierverachtung, dass CDU/CSU und FDP ihre Stimmenmehrheit im Agrarausschuss missbrauchten, um die Anträge der drei Oppositionsparteien mit fadenscheinigen Begründungen auszuhebeln.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte zu einer Mahnwache im Vorfeld der Abstimmung vor dem Deutschen Bundestag aufgerufen, der knapp über 30 Personen aus unterschiedlichen Organisationen gefolgt waren. Neben Mitgliedern unserer Partei nahmen Vertreter/innen von ödp, Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V., Berlin Vegan, Tierversuchsgegner Berlin-Brandenburg, Deutsches Tierschutzbüro und Tierschutzbündnis “Mastkaninchen, nein danke!” teil, verteilten Flugblätter und machten die Passanten durch Transparente und Gespräche auf das Anliegen der Mahnwache aufmerksam.

 

Es ist wieder einmal ein trauriger Tag für den Tierschutz und für unsere Partei, die sich seit ihrer Gründung 1993 für die Abschaffung der tierquälerischen Haltungsbedingungen von Mastkaninchen einsetzt.

Wir rufen hiermit alle Tierfreundinnen und Tierfreunde auf, Merkel und Westerwelle für ihre schändliche und tierfeindliche Politik beim nächsten Urnengang (Landtagswahlen im Jahr 2011 in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg) die Quittung zu präsentieren.

Wer kein Herz für Tiere hat, hat auch kein Herz für Menschen!