“greenpeace magazin” – Essen Spezial

Hier ein paar Artikel-Beispiele aus dem Magazin:

– Vegetarier: Immer mehr Menschen sind fleischlos glücklich
– Esskultur: Warum die Deutschen bei Lebensmitteln so geizen
– Bauernlobby: Reformbremse Gerd Sonnleitner
– Ich klage an: Ein Plädoyer gegen Massentierhaltung
– Zappelphillipp: Farbstoffe machen Kinder krank
– Bodybuilder: Tierlieber Weltmeister
– Veganer Restaurant-Geheimtipp in Leipzig
– Bio-Supermärkte: Alnatura-Chef Götz Rehn über sein Erfolgsrezept
– Gentechnik-Bilanz: Lauter leere Versprechungen
– Schmerz: Wie wir Tiere leiden lassen

Zum Magazin und zur Magazin-Bestellung… www.greenpeace-magazin.de

Washington DC verkündet einen vegetarischen Wochentag

Laut einer aktuellen Meldung des VEBU erteilt auch Washington DC Fleisch einmal die Woche eine Absage. Der Stadtrat von Washington DC fordert die Einwohner dazu auf, montags “von Tierprodukten Abstand zu nehmen”.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt den Beschluss von Washington DC und hofft, dass sich auch andere amerikanische Städte der Initiative anschließen.

Artikel lesen… www.donnerstag-veggietag.de

Es ist gut, dass Wulff jetzt in Berlin ist!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz gratuliert Christian Wulff zu seiner Wahl zum Bundespräsidenten. Wir erwarten, dass er in diesem neuen Amt nicht parteigefärbt agiert, sondern das Vertrauen in die “Institution Bundespräsident” gewährleistet.

Dass sich Wulff erst im dritten Wahlgang gegen den parteilosen Joachim Gauck durchsetzen konnte, ist ein Beweis für den desolaten Zustand der Koalition.

Als CDU-Ministerpräsident von Niedersachsen versagte Wulff in seiner Regierungskoalition mit der FDP total im Bereich des Umwelt- und Tierschutzes. Er trat unter anderem für die risikoreiche Verlängerung der Laufzeit von Atomkraftwerken ein und förderte die massive Ansiedlung riesiger Agrarfabriken. Insoweit ist sein Ausscheiden als Ministerpräsident zu begrüßen.

Es bleibt zu hoffen, dass sich sein Nachfolger durch mehr Verantwortung für die Staatszielbestimmung Umwelt- und Tierschutz auszeichnen wird.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Grünes Licht für Tierexperimentatoren

Wieder einmal wird der profitorientierten Pharma- und Tierquallobby Tür und Tor geöffnet. Der Pharmakonzern Boehringer Ingelheim hat vom Staatlichen Gewerbeaufsichtsamt Hannover die gentechnische Baugenehmigung für den Bau eines Tierversuchslabors in Hannover erhalten. Somit gilt auch die Genehmigung des Städtischen Bauamts für das 35 – 40 Millionen-Euro-Projekt als erteilt. Eine aufschiebende Wirkung dieser Genehmigungen wäre nur durch bis Mitte August einzureichende Klagen der Anwohner gegeben.

Ungeachtet jahrelanger massiver Bürgerproteste will Boehringer ein Forschungszentrum für „Nutztier“-Impfstoffe bauen, das zudem mitten in einem Wohngebiet errichtet werden soll. An dort in einer Mastanlage gehaltenen Schweinen und später auch Rindern werden Tierimpfstoffe entwickelt, die zu noch exzessiverer Massentierhaltung beitragen sollen. Die Kosten für diese Impfstoffe werden Gewinne in riesiger Millionenhöhe in Boehringers Kassen spülen.

Zuvor scheiterte der Pharmakonzern Ingelheim mit diesem Bauvorhaben in Tübingen. Dort hatten Ende 2006 Bürgerproteste die Ansiedlung des Tierversuchslabors verhindert. Bürgerproteste in Hannover richten sich auch hier nicht nur gegen derartige Tierversuche, sondern sehen auch unkalkulierbare Gefahren durch Experimente mit genmanipulierten Viren vorprogrammiert.

Es ist nicht zu verstehen, dass die Politik ihre Verpflichtung zum Schutze von Mensch und Tier nicht ernst nimmt. Sie sollte nun endlich einer wissenschaftlich sinnvolleren tierversuchsfreien Forschung den Vorrang einräumen.

Marita Adler
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Gesponsert – Anthony Liverpool / Wohl und Wehe Tausender Wale hängen nicht zuletzt von ihm ab

Die Redensart, der Fisch stinke vom Kopf her, rückt in bedrohliche Nähe zum Kalauer, wenn es bei dem monierten Vorgang tatsächlich um Wassertiere geht. Doch das Leben zeigt sich krasser als jeder Kalauer und so ist es ausgerechnet der Verhandlungsführer der in Agadir (Marokko) tagenden Internationalen Walfangkommission (IWC), der vom Waljagdland Japan bestochen worden sein soll.

Artikel lesen… www.neues-deutschland.de

IWC: Faules Kompromisspapier gescheitert

Die IWC – Internationale Walfangkommission -, der 88 Mitgliedsstaaten angehören, entpuppt sich zunehmend als Papiertiger. Ein sage und schreibe drei Jahre lang von der IWC ausgearbeitetes “Kompromisspapier” wurde im Februar dieses Jahres vorgelegt und sollte die konträren Interessen von Walschutz- und Walfangländern berücksichtigen. Es sah vor, das bestehende Verbot des kommerziellen Walfangs für zehn Jahre aufzuheben. Dieses internationale Walfangverbot wurde bereits 1986 ausgesprochen. Von Norwegen und Island wurde dieses Verbot gar nicht erst anerkannt; von Japan wurde es umgangen mit der Begründung, man fange Wale nur zu Forschungszwecken, was gemäß internationalem Recht erlaubt ist.

Seit 1986 wurden von diesen drei Nationen illegal weit über 30.000 Großwale getötet, obwohl es inzwischen kaum noch Abnehmer für Walfleisch gibt. Walfleisch gilt als stark belastet mit PCB, Quecksilber und weiteren giftigen Rückständen.

Gemäß Kompromisspapier sollte das bestehende Walfangverbot für die kommenden zehn Jahre außer Kraft gesetzt werden mit der Maßgabe, den Ländern Japan, Norwegen und Island jährliche Fangquoten zu gestatten, teilweise sogar im Antarktis-Schutzgebiet. Auf der IWC-Konferenz am 23. Juni 2010 in Agadir/Marokko ist dieses faule Kompromisspapier nun gescheitert und vorerst vom Tisch. Das illegale Abschlachten von Walen wurde somit nicht legalisiert. Zum Abstimmungsverhalten der Mitgliedsstaaten haben sicherlich auch das weltweite Engagement von Tierschützern und der Druck von Bürgerbewegungen beigetragen.

Pikantes Detail: Ausgerechnet der IWC-Vizepräsident und Verhandlungsführer in Agadir, Anthony Liverpool, soll vom Walfangland Japan bestochen worden sein. Sein Aufenthalt im Luxushotel sowie die Flüge seien von japanischer Seite gesponsert worden. Liverpool ist Botschafter des Inselstaates Antigua und Barbuda in Japan. Es ist bekannt, dass sich Japan mit Millionenbeträgen meist klamme Kleinstaaten für seine Walfangzwecke geneigt macht, um seinen Einfluss in der Kommission zu vergrößern.

Immerhin hat Deutschland nicht für den Kompromissvorschlag gestimmt. Besonders erfreulich und von Bedeutung: In seltener Einigkeit hatten die Fraktionen von Union, SPD, FDP und Bündnis 90/Die Grünen zuvor am 10. Juni 2010 einen gemeinsamen Antrag in den Bundestag eingebracht. In der Beschlussforderung soll die Bundesregierung dem IWC-Kompromiss nur zustimmen, wenn der sog. “wissenschaftliche” Walfang beendet und der kommerzielle Walfang zum Ende einer zehnjährigen Übergangszeit ganz eingestellt wird.

Bisher versteht sich die IWC eher als WalFANGkommission. Es ist an der Zeit, als WalSCHUTZkommission nun endlich Schutzmaßnahmen für die Meeressäuger konsequent umzusetzen, zumal auch Hunderttausende von Kleinwalen, Delphinen und Robben jährlich als Beifang der Fischerei verenden. Großer Handlungsbedarf besteht auch gegen die Verschmutzung und Verlärmung der Meere zu Lasten der Meeressäuger.

Bürgerrechtlerin Angela Davis wird von SPD-Tierschutzpartei-future am 22.06.2010 im Stadtrat Magdeburg empfangen

Angela Davis ist eine US-amerikanische Bürgerrechtlerin, die in den 70-er Jahren zur Symbolfigur der Bewegung für die Rechte politischer Gefangener avancierte. Auf Grund ihrer Aktionen wurde sie verhaftet, was zu einer weltweiten Welle des Protestes führte und schließlich dazu beitrug, dass die von der Todesstrafe bedrohte Angeklagte am 04.06.1972 in allen Punkten freigesprochen wurde. Bis heute gilt Angela Davis als eine der prominentesten ehemaligen politischen Gefangenen der USA. Sowohl die Rolling Stones (“Sweet Black Angel”) als auch John Lennon (“Angela”) widmeten ihr 1972 Songs.

2004 erhielt Angela Davis den Menschenrechtspreis der Gesellschaft für Bürgerrechte und Menschenwürde. Heute arbeitet sie als Professorin an der University of California in Santa Cruz. Noch immer kämpft sie gegen Diskriminierung und Rassismus; u. a. ist sie Sprecherin der Kampagne gegen die Todesstrafe.

Im Jahr 1972 wurde Angela Davis die Ehrenbürgerschaft der Stadt Magdeburg verliehen. Nun kam sie am 22.06.2010 – nach 28 Jahren – auf Einladung der Rosa-Luxemburg-Stiftung wieder nach Magdeburg zu einer Vorlesung an der Otto-von-Guericke-Universität. Sie sprach von den Herausforderungen unserer Zeit wie “Neoliberaismus” und “Globalisierung” und gab den Student/innen mit auf den Weg: “Seid kritisch! Bleibt wachsam, Rassismus und Diskriminierung kommen oft unauffällig daher.” Im Anschluss an ihren Vortrag trug sie sich in das Goldene Buch der Stadt ein.

Anlässlich ihres Besuchs wurde Angela Davis auch von der Vorsitzenden des Stadtrates, Frau Beate Wübbenhorst (SPD) zu einem Empfang eingeladen, an dem jeweils zwei Mitglieder aus den Fraktionen teilnahmen. Bei meinem Gespräch mit Angela Davis wies ich auf mein Mandat für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hin. Sie war hell begeistert, dass eine Partei, die sich für Tierschutz und Tierrechte einsetzt, in einem Stadtparlament in Deutschland vertreten ist. In ihren Ausführungen machte Angela Davis deutlich, dass sie unseren Einsatz hoch anerkennt, zumal es auf der Welt noch so viele Ungerechtigkeiten wie Armut, Tierquälerei usw. gibt.

Besonders gefreut hat mich natürlich auch, dass Angela seit langem Vegetarierin und seit zwei Jahren sogar Veganerin ist, so dass unser Gespräch durch tiefe Herzlichkeit und Verbundenheit gekennzeichnet war. (Stadtrat Lothar Tietge, Partei Mensch Umwelt Tierschutz