Die Mega-Demo in Berlin: „WIR HABEN ES SATT!“ – Tierschutzpartei in Aktion

Demo18.01.2014Wir sind laut, wir sind viele, wir sind die Veränderung.

Etwa 30.000 Bürgerinnen und Bürger sowie über 50 Organisationen hatten sich am Samstag, den 18. Januar 2014, auf den Weg nach Berlin gemacht, um zu rufen: Wir haben die Agrarindustrie satt!

Wie angekündigt, nahm die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ an dieser vierten „Wir haben es satt!“ – Demonstration teil, um ein deutliches Signal hinsichtlich unserer politischen Ziele zu setzen: den Schutz und die Rechte der Tiere, den Schutz der Umwelt und selbstverständlich auch den Schutz der Verbraucher.

Rund 40 Mitglieder unserer Partei waren vor Ort – darunter auch die Bundesvorsitzenden Horst Wester und Stefan Bernhard Eck sowie die Vorsitzenden der Landesverbände Niedersachsen (Margret Giese), Hamburg (Bettina Jung), Bremen (Andreas Zemke) und Schleswig-Holstein (Ulla Schloon).

Unsere blauen Parteifahnen waren diesmal nicht zu übersehen und in unzähligen Einzelgesprächen mit Demonstrationsteilnehmern/innen konnten wir auf unser Anliegen aufmerksam machen: So geht es nicht weiter! Tiere leiden millionenfach in der Massentierhaltung, der Fleischkonsum zerstört die Umwelt und ist mitverantwortlich für den Hunger in der Dritten Welt. Wir brauchen eine radikale Systemveränderung, denn es steht viel auf dem Spiel: die Erde und ihre Bewohner!

Ein Großteil der anwesenden Mitglieder unserer Partei war ständig „auf Achse“, um die noch erforderlichen Unterstützungsunterschriften für die anstehende Europawahl zu sammeln und den Demonstrationsteilnehmern unser Ziele für die Europawahl zu erläutern. Auch unser Pavillon gegenüber dem Bundeskanzleramt war von Interessierten die ganze Zeit umlagert. Ein positives Signal, das Hoffnung für die Zukunft weckt: für unsere Partei und für Mensch, Umwelt und Tierschutz, denn diese Demonstration zeigte wieder deutlich, dass immer mehr Menschen für eine grundlegende Agrarwende und die Abschaffung der tierquälerischen Massentierhaltung auf die Barrikaden gehen.

Die Anzahl der teilnehmenden Tierrechtler/innen und Tierschützer/innen machte rund ein Drittel aller Demonstranten aus. Der Widerstand gegen die derzeitige Agrarpolitik wächst!

Die Mega-Demo in Berlin: „WIR HABEN ES SATT!“

18.01.2014: Unser Video von der Aktion

(Hier Video ansehen)

Mahnwache gegen die Streunertötungen in Rumänien

Partei MUT in Aktion

Am 11. Januar 2014 fand mit knapp 500 Teilnehmern eine sehr bewegende Mahnwache gegen die bestialischen Hundemorde vor dem Bundestag in Berlin statt. Mit dieser großen Zahl an Teilnehmern hatte niemand gerechnet.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Aktion Fair Play Leipzig. Neben dem BMT (Bund gegen Missbrauch der Tiere) waren der Verein Vier Pfoten und natürlich wir vertreten. Ein besonderer Dank geht an die Parteimitglieder aus Schleswig-Holstein, die den weiten Weg auf sich genommen hatten, um vor Ort zu sein.

Diese Mahnwache verlief friedlich und vor allem sehr emotional; dazu trug auch die musikalische Untermalung während der Veranstaltung bei.

Besonderen Protest hagelte es, als über das Vorhaben der rumänischen Regierung berichtet wurde, die Rettung und Ausfuhr der rumänischen Hunde zukünftig strafrechtlich zu verfolgen. Dieses Vorhaben ließ die anwesenden Tierschützer an dem moralischen Verständnis der verantwortlichen Politiker gänzlich zweifeln. Ein klarer Beweis dafür, dass jetzt Handlungsbedarf seitens der EU besteht.

Und deshalb ist es auch so wichtig, dass Vertreter unserer Partei ein Wörtchen in Brüssel mitzureden haben. Bitte unterstützt uns am 25. Mai 2014 bei der Europawahl mit Eurer Stimme. Denn wir sind die STIMME der wortlos leidenden TIERE…

Kaufen Sie keine Kleidung aus Angorawolle! Undercover-Ermittlungen von PETA Asia enthüllen Grausamkeit in der Angora-Industrie

Erstmalig veröffentlichte Undercover-Ermittlungen von PETA Asia entlarven routinemäßige Grausamkeiten an Angorakaninchen, deren langes, weiches Fell häufig in Pullovern und Accessoires aus Angora verarbeitet wird. Der Ermittler filmte Arbeiter, die den Tieren gewaltsam das Fell aus ihrer sensiblen Haut rissen, während die Angorakaninchen markerschütternd vor Schmerzen schrien. Nach dieser traumatischen Misshandlung, die die Kaninchen alle drei Monate erleiden müssen, verfallen die Tiere in eine Schockstarre und verkriechen sich in ihren winzigen Einzelkäfigen. (Hier weiter Infos + Video).

Mahnwache in Hamburg zum Gedenken an die rumänischen Straßenhunde

Landesverband Schleswig-Holstein in Aktion

Am 30. November 2013 gedachten viele Menschen bei einer Mahnwache in Hamburg der bereits getöteten Hunde in Rumänien, um friedlich auf dieses bestehende Unrecht aufmerksam zu machen.

Aus unserer Partei waren Ulla Schloon, Peter Nedderhof und Malte Neumann vor Ort; sie sammelten nach vielen interessanten Gesprächen mit Interessierten Unterstützungsunterschriften für die Europawahl 2014.

 

Musik gab es von Jimmy Slick, der mit Songs wie unter anderem „Hunde ohne Namen“ die Thematik in Musik transportierte und für den guten Zweck auftrat. Sogar Frank Weber, bekannt aus dem Fernsehen mit der Sendung „Hund Katze Maus“, hielt eine sehr bewegende Rede.

Wieder einmal zeigte es sich in den Gesprächen mit Passanten, dass es viele Menschen gibt, die bis dato gar nicht wussten, dass es die Partei Mensch Umwelt Tierschutz gibt.

Brutaler Alltag in Schweinezuchtbetrieben: Erschlagene Ferkel – Animal Rights Watch deckt grausame Praxis der „Ferkelproduzenten“ auf – Report Mainz berichtete

10.12.2013: Es ist extrem brutal – und es ist Alltag in den Schweinezuchtbetrieben: Kleine Ferkel werden von den Mitarbeitern an den Hinterbeinen aus den Buchten von ihren Müttern weggerissen und auf die Boxenwände oder den Betonboden geschlagen, bis sie tot sind. Animal Rights Watch deckt mit Undercoveraufnahmen die grausame Praxis der „Ferkelproduzenten“ auf. Report Mainz berichtet. Lesen Sie mehr zu den erschütternden Enthüllungen bei deutschen „Ferkelproduzenten“. (Hier zum Bericht + Video).

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war zutiefst erschüttert über den skandalösen und rechtswidrigen Umgang mit den Ferkeln in den betreffenden „Schweinezuchtanlagen“. Nach Auffassung der Partei handelt es sich hier um einen gravierenden Verstoß gegen § 1 des Deutschen Tierschutzgesetzes.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hofft, dass die Staatsanwaltschaft ein Exempel statuiert, um anderen „Schweinmastbetrieben“, in denen möglicherweise ähnlich grausam mit den Tieren umgegangen wird, ein deutliches Signal zu setzen. Noch ein Hinweis an den Verbraucher: Solange Sie tierliche Produkte konsumieren, machen Sie sich indirekt mit schuldig an dieser entsetzlichen Tierquälerei!

Jagdsteuer Landkreis Kassel durch Kreistagbeschluss von 15 auf 20 % angehoben

Am 05.12.2013 stimmte der Kreistag des Landkreises Kassel einer Erhöhung der Jagdsteuer von 15% auf 20% zu, vorausgegangen war ein gemeinsamer Antrag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz und der Piraten Partei. Ablehnung fand der Antrag hauptsächlich im Lager der CDU und Freien Wähler mit dem Argument, man würde die heimischen Jäger durch das Anheben der Jagdsteuer verdrängen. Auch das Argument der notwendigen Hege konnte man öfters hören.

Was man in Nordhessen zum Teil unter dem Begriff der Hege versteht, hat eine gemeinsame revierübergreifende Jagd im Januar 2013 gezeigt, bei der unter anderem 71 Füchse geschossen wurden.

Revierübergreifende Jagden widersprechen dem hessischen Jagdgesetz, doch die Jäger sehen das anders: Zur Förderung der Hegegemeinschaft, sei man von Staatswegen dazu angehalten, solche Gemeinschaftsjagden auf Schwarzwild zu organisieren. Wie bereits erwähnt wurde aber nicht nur Schwarzwild geschossen, sondern auch Füchse. Das Ergebnis dieser organisierten und sogenannten Schwarzwildjagd: 7 Wildschweine, 8 Rehe, 3 Waschbären, 1 Elster und 71 Füchse!

Eine Anzeige wegen „Massentötung von Füchsen“ hat ein Rechtsanwalt aus dem bayrischen Neustadt im Auftrag der Tierschutzorganisation PETA und der Anti-Jagd-Allianz gestellt. Doch die Jägerschaft sieht dieser Anzeige gelassen entgegen, es sei alles rechtens gewesen. Unter den vielen Kritikern dieser Jagd ist auch die „Untere Jagdbehörde Kassel“, die deutlich zu verstehen gab, dass man auf diese Jagd nicht stolz sein könne.

Der Link zur Berichterstattung des HR Fernsehens (hier).

Jedoch sorgen nicht nur die heimischen Jäger in Nordhessen für Schlagzeilen, auch die Gemeinschaftsjagden, die über die Landeseinrichtung „Hessen Forst“ in Nordhessen angeboten werden.

Laut der Aussage des Bürgermeisters Edgar Paul (selbst leidenschaftlicher Jäger) der Gemeinde Niestes fordert sogar der „Hessen Forst“ dazu auf, dass kein Mensch den Wald betreten soll. Bei den obengenannten Gemeinschaftsjagden, an denen auch Jäger aus den Niederlanden und Dänemark teilnehmen, geht es sogar mit LKWs und Geländewagen in den Wald, es wird auf alles geschossen, was sich bewegt. Viele geschossene Tiere können nicht mehr verwertet werden, weil sie von einem Kugelhagel regelrecht durchsiebt wurden.

Manfred Eckhard, Sachbearbeiter beim „Hessen Forst“, sieht das natürlich ganz anders: „Wir legen sehr großen Wert auf die tierschutzgerechte Jagdausübung. Die Jagdgäste werden gebeten, mindestens einmal im Jahr mit hochwildtauglichem Kaliber zu üben!“ Manfred Eckard weiß, dass diese Jagden nicht nur Freunde haben und fügte lächelnd hinzu: „Die größten Gegner sind meist die, die nicht eingeladen werden.“

Der „Hessen Forst“ generierte im Jahr 2013 mit diesen Gemeinschaftsjagden ca. 5,5 Millionen Euro. Link zur Homepage „Hessen Forst“:(hier).

Links zur Quellenangabe:
http://etmcms.de/mb-ks/2013/08/19/massenjagden-aergern-heimische-jaeger-masslos/
http://www.hna.de/lokales/baunatal/tierschuetzer-piraten-stuetzen-3257811.html
http://www.hna.de/lokales/hofgeismar/tierschuetzer-zeigen-hofgeismarer-jaeger-2770520.html

Helmut Spohr (Beisitzer im Bundesvorstand, Kreistagabgeordneter im Landkreis Kassel)

Die Welt trauert um Nelson Mandela

Kaum ein Mensch hat politisch mehr bewegt als Südafrikas Freiheitskämpfer Nelson Mandela. Seinen lebenslanges Engagement gegen die menschenverachtende Apartheid in Südafrika bezahlte er mit fast drei Jahrzehnten Haft, er blieb jedoch ungebeugt und verbitterte nicht. Mandela wurde zum Idol der ganzen Welt und besiegte schließlich das rassistische Regime.

Für die Südafrikaner ist Mandela der Vater der Nation, für die Welt ist er eine Ikone der Freiheit, Menschlichkeit und Gerechtigkeit. Trotz Haft, Gewalt und Unterdrückung suchte er die Aussöhnung und war bereit zu verzeihen.

Der ehemalige südafrikanische Präsident und Friedensnobelpreisträger starb am 05.12.2013 im Alter von 95 Jahren im Kreise seiner Familie. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz trauert um die Legende Nelson Mandela. Sein politisches Vermächtnis, der gewaltlose Kampf für Freiheit, Gerechtigkeit und Demokratie und gegen jegliche Form von Rassismus, wird für uns eine Inspiration bleiben.

Rumäniens sanfte Hunde / Teil 1

Ein Reisebericht…

Letzte Woche verschaffte sich die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer einen persönlichen Überblick über die Situation der Straßenhunde in Rumänien. Dabei besuchte sie ein staatliches Tierheim sowie drei private Shelter. Ja, es gibt sie: Tierliebe Rumänen, die mit zum Teil sehr bescheidenen Mitteln Straßentieren ein Zuhause geben, um sie vor dem staatlich verordneten Massenmord zu bewahren.

Barbara Nauheimer: „Das Flugzeug der rumänischen Fluggesellschaft Tarom landete mittags in Bukarest. Mit einem Mietwagen fuhr ich nach Buzau, 100 km nordöstlich von Bukarest gelegen. Ich hatte von einer Gruppe engagierter deutscher Tierschützer von der beabsichtigten baldigen Schließung des dortigen staatlichen Tierheims erfahren. Schließung: Die Tiere sollten, sobald der Winter den Weg zum Tierheim unpassierbar machen würde, sich selbst überlassen werden. Bereits auf dem Weg nach Buzau begegneten mir zahlreiche Streunertiere, abgemagert, aber offenbar vertraut mit dem Leben auf der Straße. An Tankstellen, kleinen Läden, Bushaltestellen und auch vor Häusern warteten sie auf Essbares, was ihnen von tierlieben Menschen zumindest gelegentlich hingeworfen wird. Zwischen den einzelnen Ortschaften konnte man am Straßenrand überfahrene Tiere sehen.

In Buzau angekommen, traf ich mich mit zwei rumänischen Tierschützerinnen, die mir den Weg zum Tierheim zeigten. Dort bot sich mir ein erschütterndes Bild. In einer langen Reihe von Zwingern befanden sich ca. 100 Hunde aller Größen und Altersklassen. Eine weitere Reihe von Zwingern war nicht mehr besetzt. Über den Verbleib der Hunde konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Im nahe gelegenen Gebüsch lagen jedoch einige Hundeleichen.

Am Abend war ich bei einem rumänischen Ehepaar zu Gast, die ein privates Tierheim betreiben. Schon am Eingang drang mir das Gebell unzähliger Hunde entgegen. Im der Küche des Hauses wurde ich von geschätzten 20 bis 30 Hunden begrüßt. Auch im Wohnzimmer befanden sich Hunde. Draußen, in einem ehemaliger Obstgarten, leben in selbstgebauten Gehegen an die 150 Tiere. Diese habe ich jedoch erst am nächsten Tag gesehen. Alle waren freundlich, alle aufgeregt, alle wollen gestreichelt werden, alle wollen heraus aus ihren Umzäunungen und mitgenommen werden. Man kann diesen Wunsch in ihren Augen sehen.

Am nächsten Tag wurden von deutschen Tierschützern, die ebenfalls in Buzau waren, 10 Tiere aus dem staatlichen Tierheim in ein privates Tierheim in die Nähe von Bukarest gebracht. Ich fuhr mit einem rumänischem Mann, der uns den Weg wies, voraus. Am Straßenrand wieder der gleiche Anblick: Futtersuchende Tiere, einige überfahrene Tiere. Auf der Fahrt dorthin, im Wohnmobil der Tierschützer, verängstigte, zitternde Tiere, die nicht wissen, was mit ihnen geschehen wird. Sie wurden in Sicherheit gebracht. Deutsche Sponsoren sorgen mit monatlichen Beiträgen von 35 Euro für ihr Weiterleben.

Am dritten Tag erreichte ein LKW des bmt Buzau und ca. 60 Tiere aus dem Tierheim, was im Winter geschlossen werden soll, wurden in ein anderes staatliches Tierheim gebracht. 20 Tiere wurden in die Obhut einer türkischen Tierschützerin gegeben, die in der Nähe von Bukarest ein privates Tierheim leitet. Die 60 Tiere sind im staatlichen Tierheim vor dem Verhungern, Verdursten und Erfrieren gerettet, ihr Leben ist jedoch weiterhin bedroht. Ohne Menschen, die sie adoptieren, werden sie getötet werden. Einige, aber weißgott nicht alle, haben Sponsoren, dh. tierliebe Menschen, die für ihren Unterhalt zahlen und sie so vor der Tötung bewahren.

 

Ich habe noch zwei weitere private Tierheime besucht. Beide, wie auch die staatlichen Tierheime, sind rettungslos überfüllt. Fünf, manchmal 10 Hunde teilen sich einen Zwinger von 4 Quadratmeter Größe. In den privaten Tierheimen konnte ich Stroh in den Hütten erkennen. In dem staatlichen Tierheim lebten die Hunde auf Beton. Ich habe schon sechs Hunde, trotzdem bin ich jetzt Sponsorin für 10 Hunde und einen habe ich mitgenommen: Armina. Am liebsten würde ich sie alle retten, die vielen sanften Hunde Rumäniens.“

Warschauer Klimakonferenz – Anstatt Fortschritte ein einziges Debakel!

Indirekt gesponsert durch den in der Nachbarschaft parallel laufenden Welt-Kohlegipfel, boykottiert durch die großen Umwelt- und Entwicklungsorganisationen, mit einem mittendrin gefeuerten Umweltminister des Gastgeberlandes Polen als Präsident der Konferenz, einer Bundeskanzlerin, die viel zu wissen meint, aber keine Zeit hat, und ihrem Umweltminister, der die armen Länder der Welt zu mehr Mitarbeit auffordert – das war kurz und knapp der Rahmen der UN-Weltklimakonferenz in Warschau 2013 unter dem Eindruck eines Hurrikans, der über den Philippinen wütete und tausendfach Tod, Hunger und Obdachlosigkeit produzierte.

Dazu Japan als Land, das statt einer deutlichen Senkung der Schadstoffemissionen um 25% wegen der Umwelt- und Reaktorkatastrophe in Fukushima nun eine Steigerung um 3% ankündigt und Feuer mit Öl löschen möchte, und Brasilien und China als aufstrebende wirtschaftliche Globalplayer, die fordern, dass ihre Nationen erst genauso viele klimaschädliche Emissionen produzieren dürfen wie die in der Vergangenheit verantwortlichen westlichen Industrienationen, bevor sie eine Reduktion der Schadstoffe ins Auge fassen.

Altmeier & Co. zeigten sich großzügig und stockten den Hilfsfonds für arme Länder zur Umsetzung von klimafreundlichen Maßnahmen auf – um 100 Millionen US-Dollar. Einfach nur „Peanuts“, wenn man sich an den Kohlepfennig in Deutschland erinnerte, der der Kohleförderung über 20 Jahre jährlich etliche Milliarden in die Kassen spülte.

Offenbar hat kaum einer der Teilnehmerstaaten begriffen, dass es längst nicht mehr um nationale Wirtschaftsinteressen geht, sondern um die Erhaltung unserer Erde. Sie schickt uns deutliche Mahnungen in Form von Dauerregen mit anschließenden Überflutungen, Hitzeperioden mit anschließenden Waldbränden oder gewaltigen Stürmen immer häufiger und ohne Rücksicht auf Grenzen und Kontinente.

Fazit: Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist mehr als enttäuscht über die Ergebnisse der Warschauer Klimakonferenz! Anscheinend haben die Politiker immer noch nicht begriffen, um was es geht.

Geheime Machtübernahme der Konzerne – Geplantes Freihandelsabkommen hebelt wichtige Gesetze aus!

Im Juni wurde das Verhandlungsmandat für die EU-Kommission zum Freihandelsabkommen TTIP (Transatlantisches Handels- und Investitionsabkommen) zwischen der Europäischen Union und den USA im Europäischen Rat beschlossen. Von Anfang an gab es Kritik an dem geplanten Abkommen, da die Nachteile für die meisten EU-Bürger erheblich mehr wiegen als die wenigen scheinbaren Vorteile. Durch den NSA-Abhörskandal entstanden zusätzliche Bedenken: Eine weitere intensive Partnerschaft soll mit einer Nation eingegangen werden, die ohne Hemmungen ihre Verbündeten bis in höchste Regierungskreise belauscht.

Durch das Freihandelsabkommen soll eine europaweite Wachstumssteigerung von 0,5% durch den Abbau von Handelshemmnissen erzielt werden; als Folge prognostiziert man die Schaffung von 400.000 neuen Arbeitsplätzen. Verschwiegen wird jedoch, dass durch das Freihandelsabkommen mit einer massiven Schwächung der Wirtschaft in den südeuropäischen EU-Staaten um bis zu 30% zugunsten einiger weniger Profiteure zu rechnen ist. Wer am Ende für den weiteren Niedergang der südeuropäischen Volkswirtschaften zahlt, ist jetzt schon klar: Die Steuerzahler!

In erster Linie geht es bei diesem Abkommen um eine Abschottung des „Westens“ gegenüber aufstrebenden Wirtschaftsnationen vor allem aus Fernost, was nichts mit Freihandel zu tun hat und für den Endverbraucher mangels globalen Wettbewerbs teuer werden kann. Daneben geht es um die Anpassung von Standards und Normen, mit denen der transatlantische Austausch von Wirtschafts- und Finanzgütern erleichtert werden soll – in beide Richtungen. Diese Standards anzupassen bedeutet unweigerlich, Kompromisse einzugehen. Diverse Gütesiegel – in Deutschland z.B. TÜV, GS, ISO-Norm, Recyclinghinweise und manchmal auch Bewertungen der Stiftung Warentest – stehen im Wettbewerb zu US-Standards. Das könnte eine Bereicherung sein, aber auch eine Verminderung der Sicherheit für den Verbraucher.

Deutsche und europäische Pharmaprodukte werden durch eine Angleichung der Zulassungsverfahren in Deutschland vielleicht billiger, da künftig keine doppelten Studien und aufwändige Prüfverfahren mehr finanziert werden müssten und langfristige Patente zum Schutz der Erzeuger wegfallen dürften. Wegfallen würden aber auch die mittlerweile hart erkämpften deutschen und europäischen Bestimmungen zu Tierversuchen; US-Labore machen auch vor Stammzellenforschung am menschlichen Erbgut nicht halt.

Es verwundert nicht, dass die größte Kritik von Tier-, Umwelt- und Verbraucherschützern kommt. Europäische Tierschützer haben über Jahrzehnte hinweg für ein Käfighaltungsverbot und für Mindestflächen für Huhn, Gans und Pute gekämpft und einige andere Verbesserungen erzielt. In den USA werden Tierschutzstandards ebenso dem Profit geopfert wie auch die Einhaltung von Hygienestandards: getötetes „Geflügel“ wird einfach in Chlor getaucht und desinfiziert.

Auch ist das Verbraucherverhalten hinsichtlich genveränderter Lebensmittel in der EU und in den USA völlig unterschiedlich. Akzeptanz auf Seiten der US-Bürger und mehr oder weniger strikte Ablehnung der meisten Bürger innerhalb der Europäischen Union.

Das geplante Freihandelsabkommen ist nichts anderes als eine geheime Machtübernahme der Konzerne. Kein Wunder, dass die Verhandlungen im Geheimen stattfinden. Das Abkommen ist in seiner Dimension eine Bedrohung, die uns alle betrifft; es sichert US-Konzernen weitreichende Privilegien, Klagerechte und Entschädigungszahlungen gegen “investitionsfeindliche” Gesetze und Regulierungen der Teilnehmerstaaten zu. Davon betroffen sind auch Gesetze zur Sicherheit und Kennzeichnung von Lebensmitteln, Grenzwerte chemischer und toxischer Belastung, das Recht auf Privatsphäre im Internet, Patente sowie Urheberrechte, kulturelle “Dienstleistungen”, Regelungen über die öffentliche Auftragsvergabe und vieles mehr. Wenn das geplante Abkommen durchkommt, bedeutet dies: Gentechnik-Lebensmittel und Hormonfleisch landen ungekennzeichnet auf unseren Tellern und der Schutz privater Daten bleibt ebenso auf der Strecke wie unsere europäischen Verbraucherschutz- und Umweltstandards.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz spricht sich entscheiden gegen das neue Freihandelsabkommen aus, denn mit ihm profitiert am Ende wieder einmal nur die Wirtschaft.