Der Internationale Agrarministergipfel akzeptiert, dass die Landwirtschaft mehr Treibhausgase ausstößt. Schließlich wachse die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln.
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Der Internationale Agrarministergipfel akzeptiert, dass die Landwirtschaft mehr Treibhausgase ausstößt. Schließlich wachse die weltweite Nachfrage nach Lebensmitteln.
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Überhaupt ist alles, was von der Kuh stammt, eher mies fürs Klima. Milch etwa, vor allem aber Butter. “Um sie herzustellen, braucht man sehr viel Milch”, sagt Klima-Experte Grabolle.
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Welthunger, Massentierhaltung, Kohlendioxid-Problem, überfischte Meere – warum wir unsere Ernährung endlich umstellen müssen. Ein Abschied vom Fleisch.
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Im belgischen Gent verzichten die Bürger einmal pro Woche auf Fleisch. Denn sie wissen: Fast ein Fünftel der Treibhausgasemissionen geht aufs Konto der Viehzucht.
Am Anfang war es nur die kurios anmutende Idee einiger belgischer Vegetarier. Dass schließlich die ganze Stadt mitziehen würde, ja dass diese weit über die Landesgrenzen hinaus Aufsehen erregen und Journalisten aus der ganzen Welt anziehen würde, ahnte kaum jemand. Und doch ist Gent nun plötzlich Vorbild für Klimaschützer rund um den Globus.
Selbst Tobias Leenaert ist von dem Erfolg etwas überrascht. Dabei hat der schmächtige junge Mann mit dem blassen Gesicht die ganze Sache überhaupt erst ins Rollen gebracht. Er war es schließlich, der auf die Idee kam, den Vorsitzenden des Weltklimarats (IPCC) und Friedensnobelpreisträger Rajendra Pachauri nach Gent einzuladen. “Ich habe ihn einfach gefragt, ob er kommt”, sagt Leenaert bescheiden.
Als Pachauri zusagte, nutzte Leenaert seine Chance. Denn als radikaler Veganer und Vorsitzender des belgischen Vegetarierbundes verzichtet er schon seit Jahren auf Fleisch, auf Milch- und Eiprodukte. Dass “es viele gute Gründe gibt, sich vegetarisch zu ernähren”, kann Leenaert im Schlaf herunterbeten. Dass nun auch noch der Klimawandel dazukommt, macht aus seiner persönlichen Überzeugung eine politische Botschaft.
Und Pachauri verhalf dieser Botschaft in Gent zum Durchbruch. Im Audimax der örtlichen Universität redete der Klimaforscher rund 600 Zuhörern eindringlich ins Gewissen. “Die Viehzucht verursacht nicht weniger als 18 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen”, dozierte Pachauri und prangerte “die Fleischproduktion und die damit verbundene Landnutzung” als einen “der wichtigsten Faktoren für den Klimawandel und die globale Erwärmung” an. Den erschrockenen Genter Bürgern rechnete der Inder vor, dass schon ein einmaliger Fleischverzicht pro Woche zur Einsparung von 170 Kilogramm CO2 im Jahr führe. Wenn also alle 240.000 Einwohner der Stadt Gent sich einmal in der Woche vegetarisch ernährten, könnte man damit die Emissionen von 18.000 Autos wettmachen.
“Im Übermass: Die Vegetarierquote in Deutschland liegt im einstelligen Prozentbereich. Fleisch und Wurst gehören zum Speiseplan der allermeisten. Rund hundert Gramm am Tag essen deutsche Männer, Frauen etwa die Hälfte. In der EU stagniert der Konsum tierischer Proteine auf hohem Niveau – zumindest in den alten 15 Mitgliedsstaaten. Bei den neuen Mitgliedern steigt er noch. Und global ist die Verteilung der Fleischrationen noch sehr ungleich, isst ein Europäer durchschnittlich 90 Kilo Fleisch im Jahr, ein Inder nur fünf.
Auch Tom Balthazar saß bei diesem Vortrag im Publikum. Balthazar, ein breitschultriger, kräftiger Zweimetermann, war beeindruckt. “Zunächst habe ich die Idee der Vegetarier belächelt”, gibt er zu, “doch diese Zahlen haben mich überzeugt.” Als Leiter des Umweltdezernats verhalf Balthazar anschließend Leenaerts Vorschlag zum Durchbruch.
Nach längeren Diskussionen im Stadtrat hat Gent inzwischen als erste Stadt der Welt einen fleischfreien Wochentag eingeführt. Seit diesem Sommer heißt, dem Klima zuliebe, die Parole “Donderdag Veggiedag” – jeden Donnerstag ist das Hauptgericht in allen öffentlichen Kantinen und Schulmensen vegetarisch, an allen anderen Tagen gibt es zusätzlich vegetarische Alternativen. Ein Fall von Ökodiktatur? Eher von sanftem Druck.
Die Stadtverwaltung unterstützt die Kampagne offiziell mit Personal und Finanzen, etwa hundert Gastwirte beteiligen sich freiwillig. Wer partout ein Steak auf dem Teller möchte, findet in Gent natürlich auch donnerstags noch einen passenden Mittagstisch. Aber alle Bürger werden in entsprechenden Flyern freundlich eingeladen, doch mitzumachen beim Klimaschutz mit Messer und Gabel. An den Genter Schulen läuft ein begleitendes pädagogisches Programm, denn die Kommunalpolitiker wissen: Am besten kommt man an die Eltern über die Kinder heran. Und im Tourismusbüro liegen Stadtpläne aus, die all jene Lokale ausweisen, die sich am Veggiedag beteiligen.
Der vegetarische Donnerstag in Gent hat seither weltweit für Schlagzeilen gesorgt, Journalisten aus ganz Europa, Asien und den USA reisen in die flämische Provinz, Kommunen und Vegetarierverbände aus unterschiedlichsten Ländern haben angekündigt, dass sie dem Beispiel folgen wollen. Zwei weitere belgische Städte haben sich bereits angeschlossen, und seit Anfang Oktober gibt es auch in Brasiliens Zehnmillionenmetropole São Paulo einen fleischfreien Tag, hier heißt er segunda sem carne. Offenbar trifft die Idee im Umfeld der Kopenhagener Klimakonferenz weltweit einen Nerv.
Denn während sich die Weltbevölkerung seit Anfang der sechziger Jahre etwa verdoppelt hat, nahm der Verzehr von rotem Fleisch um den Faktor vier zu, der von Geflügel hat sich gar verzehnfacht. Heute leben mehr Nutztiere auf der Erde als je zuvor, Schätzungen sprechen von 60 Milliarden. Und die UN-Landwirtschaftsorganisation FAO erwartet, dass die jährliche globale Fleischproduktion sich bis 2050 noch einmal fast verdoppeln wird, auf 465 Millionen Tonnen. Das bleibt nicht ohne Folgen.
Berüchtigt ist etwa der Ausstoß des Treibhausgases Methan aus dem Verdauungstrakt von Rindern (Methan ist für den Treibhauseffekt über 20-mal so wirksam wie CO2). Auch bei der energieintensiven Düngerproduktion, dem Transport von Futter und Tieren und der späteren Verarbeitung und Kühlung des Fleischs werden große Mengen an Kohlendioxid frei. Außerdem werden zum Weiden der Tiere und für den Futteranbau riesige Flächen benötigt; wird dafür Regenwald gerodet, gehen wichtige Kohlenstoffsenken verloren. Gründe genug, um Fleischessern den Appetit zu verderben.
Am Donnerstag vergangener Woche, als die Genter gerade fleischlos zu Mittag aßen, wurde daher ihr Beispiel auch im 50 Kilometer entfernten Brüssel beschworen. Dort trat vor dem Europäischen Parlament wieder Rajendra Pachauri auf; allerdings hatte er sich diesmal prominente Unterstützung geholt – den bekennenden Vegetarier Paul McCartney, der selbst die Kampagne “Meat Free Monday” angestoßen hat. Der Ex-Beatle und der Klimaforscher hatten eine gemeinsame Botschaft: “Less meat, less heat” – weniger Fleisch, weniger globale Erwärmung.
Bei den Europaparlamentariern stießen die beiden Vegetarier-Apostel freilich nicht nur auf Wohlwollen. Angegriffen fühlten sich vor allem die Vertreter der Landwirtschaft. Einen Briten hielt es kaum auf seinem Sitz, als er gegen die angebliche Klimahysterie und die Verteufelung des Fleischkonsums wetterte. Schließlich lud er seine Kollegen und die prominenten Gäste noch zu einem gemeinsamen Barbecue auf der Place de Luxembourg ein, Motto: “All you need is meat!”
Der Streit in Brüssel zeigt, wie brisant die Fleischfrage ist. Schließlich gibt es kaum einen Lebensbereich, der privater, individueller und sinnlicher wäre als die Ernährung. Niemand will sich vorschreiben lassen, was und wie er zu essen hätte. Kein Wunder, dass die Ernährungsfrage als Klimafaktor weitgehend aus allen politischen Diskussionen ausgeklammert wird. Zwar weiß man auch im deutschen Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) vom “Einsparungspotenzial”, das in der “Zusammensetzung des Speiseplans” steckt.
Und im letzten Klimareport des BMELV liest man, dass knapp ein Drittel der durch die Ernährung verursachten Emissionen sich durch “fleischreduzierte Kost” vermeiden lasse. Doch welcher Minister will sich mit einem solchen Appell schon die Finger verbrennen? In Berlin weiß jeder, wie es dem SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach erging, als er im Sommer wagte, vor den Risiken des Fleischgrillens zu warnen. Hohn und Spott wurde damals über Lauterbach ausgegossen, “Spaßbremse” war noch eine der freundlichen Titulierungen.
Die erste Initiative, das Genter Beispiel nach Deutschland zu holen, ist gerade dabei, zu scheitern. In Magdeburg wurde ein Antrag der kommunalen Fraktion aus SPD und Tierschutzpartei sowie den Grünen, einen vegetarischen Tag einzurichten, zunächst öffentlich von der Fleischerinnung kritisiert. Auch der Vorschlag der anderen Ratsfraktionen, stattdessen einen Tag der bewussten Ernährung zu etablieren, stößt auf wenig Begeisterung. Zwar steht der Beschluss noch aus, in zwei Ausschüssen des Rats wurde der Antrag jedoch schon abgelehnt. In Ernährungsfragen, heißt es dann auch im zuständigen Ministerium vorsichtig, könne “der Staat nur Empfehlungen aussprechen”, die Gestaltung des eigenen Speiseplans “sollte in der Verantwortung jedes Einzelnen bleiben”.
In anderen Ländern denkt man da schon einen Schritt weiter. In Schweden beispielsweise tragen seit diesem Herbst erste Lebensmittel spezielle Etiketten, die den jeweiligen CO2-Fußabdruck ausweisen. So können Konsumenten etwa sehen, dass ein Rinder-Burger mit Speck fast sechsmal so viel Kohlendioxidemissionen verursacht wie einer mit Geflügelfleisch. Auch die Europäische Kommission arbeitet an einer Methode zur Berechnung der Emissionslast von Lebensmitteln; sie soll im kommenden Jahr vorgestellt werden.
Und in den Niederlanden investiert das Landwirtschaftsministerium derzeit sechs Millionen Euro in die Erforschung von “nachhaltiger Proteinproduktion”. Denn es reiche nicht, einfach nur an das schlechte Gewissen der Fleischesser zu appellieren, hat die Landwirtschaftsministerin Gerda Verburg erkannt: “Wenn der Konsument sich für nachhaltige Nahrung entscheiden will, dann muss auch ein entsprechendes Angebot vorhanden sein.”
Deshalb werden in den Niederlanden eiweißreiche Alternativlebensmittel aus Pflanzen, Algen oder gar Insekten erforscht; Sozialwissenschaftler loten aus, wie viel Bevormundung dem Bürger an der Fleischtheke zugemutet werden kann; und an der Universität von Maastricht wird sogar an künstlichem Fleisch gearbeitet.
Das schlagendste Argument für den Verzicht auf Fleisch könnte allerdings aus der Medizin kommen. In der Zeitschrift The Lancet rechneten britische und australische Forscher kürzlich vor, wie sehr der gelegentliche Verzicht der Gesundheit zugutekommen würde. 30 Prozent weniger Fleisch könnte demnach die Zahl der in Großbritannien an Herz-Kreislauf-Erkrankungen Verstorbenen jährlich um 18.000 senken. In Gent wird man diese Studie mit Freude lesen.
Auf dem Oktoberfest 2009 wurden 111 Ochsen, ca. 445.575 Hühner, 52.661 Schweinshaxn und 114.423 Schweinswürste verkauft. Die Klimabilanz fällt demzufolge negativ aus.
Weitere Informationen: www.tierschutznews.de
Jedes Jahr am 5. Juni erinnert der Weltumwelttag an die Verantwortung, die wir für den Erhalt unseres Planeten tragen.
Leider wird diese Verantwortung nicht ernst genommen, denn die Menschheit hat in den vergangenen zwei Jahrhunderten – seit Beginn der industriellen Revolution – das fragile Gleichgewicht auf unserem Planeten, das eine intakte Natur mit großer Artenvielfalt erst möglich macht, immer mehr zerstört. Globale Erwärmung, Ressourcenverschwendung, Umweltverschmutzung und Artensterben haben dramatische Ausmaße angenommen.
Geht der zerstörerische Raubbau durch die Industrienationen weiter, werden wir Mutter Erde zum Ende dieses Jahrhunderts endgültig ausgeplündert haben und vier Milliarden Jahre Evolutionsgeschichte könnten im wahrsten Sinne des Wortes bald Geschichte sein. Viel Zeit bleibt uns nicht mehr, um die drohenden apokalyptischen Veränderungen auf diesem Planeten doch noch abzuwenden.
Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert seit ihrer Gründung 1993 einen radikalen Systemumbau und ein Umdenken – ökologisch und ökonomisch, um die schlimmsten Auswirkungen der menschlichen Misswirtschaft zu korrigieren. Hierzu gehören neben der Beendigung der weltweiten Tierausbeutung auch die Abkehr von der derzeitigen Ideologie der Wachstumssteigerung und der Profitmaximierung. Das Gebot der Stunde lautet: Ökologie vor Ökonomie!
Stefan Bernhard Eck
Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main
Wälder sind essentiell für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten. Sie bieten nicht nur Lebensraum für unzählige Tierarten, sondern tragen auch erheblich zur Kohlenstoffdioxidbindung bei, die für die Minderung des Klimawandels entscheidend ist. Dennoch stehen Wälder global und national unter enormem Druck durch Abholzung, Monokulturen und Bauvorhaben. Es ist daher von größter Wichtigkeit, aktive Schutzmaßnahmen zu ergreifen und ein Bewusstsein für diese Problematiken zu schaffen.
Um die Wälder zu schützen und ihre Vielfalt zu bewahren, setzen wir uns für folgende Punkte ein:
Ein respektvoller Umgang mit dem Wald ist entscheidend für seine Erhaltung. Beachte daher bitte folgende Richtlinien:
Jedes Tier im Wald spielt eine wichtige Rolle für das ökologische System. Durch unseren Schutz dieser Lebensräume unterstützen wir nicht nur die Tierwelt, sondern erhalten auch die natürlichen Prozesse, die für ein gesundes Waldökosystem notwendig sind.
Der Großteil der deutschen Wälder wird wirtschaftlich genutzt und ist oft als Monokultur angelegt. Diese Praxis steht im Gegensatz zu natürlichen, biodiversen Wäldern, die ein komplexes Ökosystem darstellen. Der Schutz und die Förderung dieser natürlichen Räume sind entscheidend für die Erhaltung der biologischen Vielfalt.
Unser Engagement macht den Unterschied! Lasst uns uns die Wälder und seine Bewohner gemeinsam schützen!
Chicago. Trotz aller Sorgen über die katastrophalen Folgen einer ungebremsten Klimaerwärmung hat die Menschheit von 2000 bis 2008 mehr Treibhausgase in die Atmosphäre ausgestoßen als in den 90iger Jahren. Die jährliche Zunahme der klimaschädlichen Emissionen habe sich gegenüber der letzten Dekade des vergangenen Jahrhunderts von 0,9 auf 3,5 Prozent verdreifacht, so der Klimaforscher Christopher Field auf einer Konferenz am Wochenende in Chicago. Eine Hiobsbotschaft, die aber zu erwarten war, denn der globale Einsatz von Kohle zur Energiegewinnung hat drastisch zugenommen – vor allem in China und Indien (Anmerkung der Redaktion: im gleichem Zeitraum haben sich auch die weltweiten “Nutztier”- Bestände erhöht, die für einen Großteil der CO2-äquivalenten Emissionen, wie zum Beispiel Methan und Lachgas, verantwortlich sind. In keinem Teil der Welt habe es von 2000 bis 2008 einen Rückgang der Schadstoffemissionen gegeben. Französische Wissenschaftler haben mit Messungen per Satellit herausgefunden, dass der Meeresspiegel im Zuge der Klimawärmung noch schneller steigt als bislang angenommen.
Bei einem Gedankenaustausch zwischen Wissenschaftlern, Politikern, Landwirten, Fachjournalisten sowie Tier- und Umweltschützern konnte der Bundesvorsitzende den politischen Kurs der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bezüglich Klimaschutz in der Landwirtschaft durch mehrere Redebeiträge verdeutlichen. Vor allem kritisierte er dabei die katastrophalen ökologischen Folgen des Anbaus von Bio-Energieträgern – sowohl national als auch international. Durch Bio-Energieträger werden wertvolle Ökosysteme (Regenwälder in Südamerika und Südostasien) einschließlich der dort heimischen Tierwelt unwiederbringlich zerstört. In Deutschland fielen innerhalb der letzten Jahre rund 5 Prozent Grünlandflächen dem Anbau von Bio-Energie-Trägern zum Opfer: Moore, Flussauen, Heidegebiete und ähnliche Biotope.
Der Vorsitzende machte deutlich, dass nur eine Veränderung der Ernährungsweise der Bevölkerung – hin zu einer rein pflanzlichen Nahrung oder zumindest eine Reduzierung des Fleischkonsums – zu einer nachhaltigen Verminderung der klimaschädlichen Treibhausgase führen kann, die durch die Landwirtschaft – hier vor allem durch die Massentierhaltung – erzeugt wird.
Es ist kaum zu glauben, die Auswirkungen des Klimawandels werden immer deutlicher und dennoch macht die EU aus ihrem Klimapaket lieber ein Geschenk an die Industrie als an Mensch und Natur und verspielt damit ihre Führungsrolle im Kampf für mehr Klimaschutz.
Der neue Klimaatlas der Tagfalter zeigt allein die erschreckenden Auswirkungen für die Welt der Schmetterlinge. Zahlreiche Ehrenamtliche des NABU haben Daten gesammelt und dazu beigetragen, dass die Zukunftsszenarien entwickelt werden konnten. Der Atlas zeigt, dass zukünftig wahrscheinlich jede zweite Schmetterlingsart mehr als zwei Drittel ihres Lebensraumes einbüßen wird. Dem Kleinen Fuchs droht der Verlust von über 90 Prozent seiner Heimat.