Mahnwache gegen Circus Krone in Karlsruhe

Am vergangenen Samstag, 30. April 2016, organisierten die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in Karlsruhe, zur erneut zugelassenen Gastierungserlaubnis von Zirkus Krone, eine in zwei Teile gegliederte Mahnwache.

Start der Mahnwache war um 14 Uhr, da um 15 Uhr die erste Vorstellung des Zirkus, an diesem Tag stattfand. Überwältigt hat uns die Masse an Demonstranten, welche um 14 Uhr, gemeinsam mit uns, den Tieren eine Stimme verliehen! Anstelle der 36 Zusagen, welche in der Veranstaltung bei FB eingegangen waren, waren rund 50 Demonstranten gekommen! Es gab ausreichend Plakate, Banner und Transparente.

Nach und nach trudelten die Besucher zur Zirkusvorstellung ein und wir deckten die teilweise vorbeieilenden Passanten mit Flyern ein und es enstanden kurze Gespräche. Ein Vater mit seinem Sohn, welcher auf dem Weg zur Vorstellung war, unterhielt sich mit uns, registrierte das Leid, welches IMMER hinter einem Zirkus mit Tieren steckt und entschloss sich kurzerhand, NICHT in die Vorstellung zu geben und für Tierquälerei Geld auszugeben.

Gegen 16 Uhr unterbrachen wir die Mahnwache, um gemeinsam in ein nahegelegenes veganes Restaurant, das “My heart beats vegan” zu gehen. Dort entstanden viele tolle Gespräche und es wurde zu einem schönen und entspannten Nachmittag.

Gegen 18:45 Uhr, bagaben wir uns zum zweiten Teil der Mahnwache, da die zweite Vorstellung des Zirkus um 20 Uhr begann. Mittlerweile wurde das Wetter zunehmend schlechter und ein Unwetter zog auf. Nichtsdestotrotz waren noch immer rund 30 Demonstranten mit uns an Ort und Stelle.

Um 20:30 Uhr beendeten wir, pünktlich mit Sturmaufkommen und Regen, die Mahnwache und somit einen erfolgreichen und tollen Tag!

Es wurden zudem Aufnahmen gemacht, welche momentan noch geprüft werden, ob sie sich zu einer Strafanzeige eignen. Hierzu werde ich euch auf dem Laufenden halten.

Hier noch, ein momentaner und brisanter Fall, welcher sich ebenso um den Tierquäler-Zirkus Krone handelt. Auszug aus der Veranstaltung auf Facebook:

“Circus Krone quält Tiere!” – für diese Aussage bekamen wir einen Strafbefehl. Am 12. Mai findet um 12.30 Uhr im Amtsgericht Tiergarten in Berlin die öffentliche Verhandlung statt. Wir hoffen dabei auf eure Unterstützung: Kommt an diesem Tag als Zirkustier verkleidet vor das Amtsgericht Tiergarten. Setzt mit uns gemeinsam in der Öffentlichkeit ein Zeichen gegen Tierhaltung im Zirkus. Auch unser Plakatwagen wird nach einer Berlin-Tour vor Ort sein.

Weitere Informationen gibt es hierzu unter: tierschutzbuero.de/krone-quaelt

Möchte auch an dieser Stelle nochmals VIELEN DANK an ALLE TEILNEHMER der Mahnwache sagen! Ich hoffe wir stehen bald wieder gemeinsam auf einer Veranstaltung und ich freue mich über diese vielen netten und tollen Kontakte.

Wir rocken Circus Krone

Unser ökologischer Fußabdruck – er ist gewachsen

Dass des Deutschen ökologischer Fußabdruck größer ist als ethisch vertretbar, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er aber so überdimensionale Formen annimmt, wie jetzt die Umweltschutzorganisation „Germanwatch“ berechnet hat, macht mehr als betroffen. Und die Frage drängt sich auf, wie kommen wir aus dem selbstverschuldeten Dilemma wieder heraus?

Laut „Germanwatch“ hat Deutschland in dieser Woche bereits alle ihre natürlichen Ressourcen für 2016 aufgebraucht! Das heißt im Klartext: Wenn alle Menschen auf der Erde so wirtschaften und leben würden wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 3,1 Erden, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. 2015 waren es laut Berechnungen „nur“ 2,5 Erden.

Germanwatch schreibt in seiner Pressemitteilung vom 28.04.2016: „In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei.“

Was also tun? Uns muss endlich bewusst werden, dass wir auf Kosten nachfolgender Generationen und global gesehen auf Kosten von ärmeren Menschen, der Tiere und der Natur wirtschaften und leben. Betrachtet man die Fakten, dass wir immer mehr Ressourcen verbrauchen als uns eigentlich zustehen, um unseren Lebensstandard zu halten und zu steigern, dann kommt man unweigerlich zu der beschämenden Annahme, dass uns unsere belebte Erde, unser Zuhause, und unsere nachfolgenden Generationen gleichgültig sind. Sollte uns doch nicht alles gleichgültig sein, dann muss jeder Einzelne von uns seinen Konsum überdenken und entsprechend anpassen. Nicht vergessen darf man die politisch Verantwortlichen, die ganz eindeutig ihren Kurs, der auf immer mehr Wachstum abzielt, durch Politiker auszutauschen, die bereit sind, verantwortungsbewusste und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn unser Wirtschaften und Leben von heute wird das Gesicht der Erde von morgen beeinflussen. Gegenwärtig machen wir uns sprichwörtlich in den Augen nachfolgender Generationen unglaubwürdig, wenn wir behaupten, wir würden unsere Kinder und Kindeskinder lieben, aber im selben Atemzug unsere Erde, unsere einzige Lebensgrundlage, so strapazieren und ausbeuten, als gäbe es kein Morgen.

Stadtrat Düsseldorf erlässt Verordnung zum Schutz freilebender Katzen

Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER freut sich, dass der Stadtrat endlich eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen erlassen hat. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat endlich erkannt, dass freilebende Katzen besser geschützt und vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bewahrt werden müssen.

Freilebende Katzen erleiden Schmerzen und Schäden im Rahmen von Revierkämpfen, Krankheitsübertragungen, im Zusammenhang mit der Paarung oder wegen Futtermangel. Die Anzahl der auf- und vorgefundenen Katzen, die sich in einem schlechten Gesundheitszustand befinden, ist seit Jahren hoch.

Die Populationsdichte regelt sich auf natürliche Weise, da eine hohe Vermehrungsrate auf fehlende tierärztliche Versorgung trifft.
Wenn freilaufende Katzen kastriert sind, werden sie vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bewahrt.

Ratsfrau Claudia Krüger, Fraktionsvorsitzende Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER und Beisitzerin im Bundesvorstand der Tierschutzpartei: „Es ist gut, dass die Verwaltung endlich auf uns gehört hat und eine entsprechende Beschlussvorlage dem Rat vorlegt. Vielen Dank an alle, die heute dafür gestimmt haben. Das ist heute ein guter Tag für den Tierschutz in Düsseldorf. Weiter so.“

Das „Tierwohl-Siegel“ – eine Mogelpackung

Ein neugieriges Schwein in der Massentierhaltung
Fotograf: Matthias Ebner

Pressemitteilung / 02.05.2016

Der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft Christian Schmidt (CSU) möchte „verstärkt über die Einführung eines Tierwohl-Siegels“ in Deutschland nachdenken. Ein Grund zu Freude? Wohl kaum …

Die Initiative Tierwohl gibt es bereits seit 2015. Finanziert wird sie vom teilnehmenden Lebensmitteleinzelhandel. Die Unternehmen führen pro verkauftem Kilogramm Schweine- und Geflügelfleisch und -wurst 4 Cent an die Initiative ab. Mit diesem Geld werden Tierhalter für die Umsetzung von Tierwohlmaßnahmen honoriert.

Wie sehen die Tierwohlmaßnahmen aus?

Es gibt für die Haltung, entsprechend der Tierart, verschiedene Kriterien, die erfüllt werden müssen und dürfen.

Nehmen wir z.B. die Schweinehaltung:

Der Tierhalter muss sich verpflichten
a) 10% mehr Platz und
b) ständigen Zugang zu Raufutter
anzubieten. Dafür erhält er bei a) 2,80 Euro und für b) 2,00 Euro pro Schlachtschwein. Das reicht dann schon für die Teilnahme. Die anderen Kriterien sind alle freiwillig, sollte er sich zu weiteren entschließen, erhält er hier, je nachdem, zwischen 0,20 und 8,00 Euro pro Schlachttier mehr. Liest man sich diese weiteren Kriterien durch, wird einem erst bewusst, was den Schweinen in der üblichen Haltung vorenthalten wird: Trinken aus offener Fläche, Scheuermöglichkeiten, Komfortliegen, Auslauf, Luftkühlungsvorrichtungen, etc., all diese essentiellen Bedürfnisse werden bei Tieren in der Massentierhaltung nicht befriedigt. Und den Tieren aus der „Tierwohl-Initiative“ wahrscheinlich auch nicht, denn die sind ja nur freiwillig. Sollte ein Tierhalter seinen Tieren alle Kriterien zu Gute kommen lassen wollen, bekommt er diese nicht vergütet – mehr als 9,00 Euro pro Tier wird nämlich nicht bezahlt.

„Von Tierwohl kann hier also nicht wirklich die Rede sein“, meint Sonia Hoesl, Bundesvorstandsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei), „vielmehr möchte man dem stagnierenden Fleischabsatz und dem schlechten Gewissen vieler Fleischesser entgegen wirken und wieder mehr Umsatz verzeichnen können. Bitte lassen Sie sich nicht hinter das Licht führen, es geht hier, wie leider immer, nur um Profit für die Fleischindustrie und nicht um das Wohl der Tiere. Diesen soll, allerdings nicht verpflichtend, etwas gewährt werden, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Das Produkt Fleisch ist immer mit Tierleid verbunden! Aber, naja, im Ministerium wird ja erst einmal darüber nachgedacht, ob man den Tieren überhaupt etwas zugestehen sollte…“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ruft dazu auf, sich von dem „Tierwohl-Siegel“ nicht täuschen zu lassen. Es handelt sich hier lediglich um eine Maßnahme, den Fleischabsatz wieder anzukurbeln.

Adoption von Versuchstieren

Schätzungen zufolge werden jedes Jahr in Deutschland ca. 3 Millionen Tiere für Tierversuche verwendet. Die Forschung mit Versuchstieren wird in Universitäten und Forschungseinrichtungen, Pharmaunternehmen und Dienstleistungsunternehmen durchgeführt. Die sogenannten Versuchstiere erleiden dabei oft unsagbar schlimme körperliche Schmerzen und Stress, sie werden ihrer Freiheit beraubt und werden, wenn sie nicht mehr gebraucht werden, zumeist umgebracht. Siehe auch

Jedoch nicht alle – mittlerweile gibt es Organisationen, die mit den Tierversuchslaboratorien zusammenarbeiten, um wenigstens einige der Tiere, die nicht mehr gebraucht werden, in ein sorgenfreies Zuhause zu vermitteln.

Wenn man also die Rahmenbedingungen erfüllt und ausreichend Zeit und Geduld hat, ist es durchaus möglich, einen Hund, eine Katze oder auch ein Nagetier aus einem Versuchslabor aufzunehmen.

Dabei stellen sich natürlich viele Fragen:

  • Was sind das für Tiere?
  • Sind sie verhaltensauffällig und/oder krank?
  • Wo finde ich sie?
  • Bin ich überhaupt geeignet?

Die meisten Tiere werden eigens für Forschungszwecke gezüchtet, nur sehr wenige werden dafür gefangen. Bei der Züchtung wird darauf Wert gelegt, dass die Tiere die Eigenschaften hervorbringen, die sie für die Versuche tauglich machen, daher sind die wenigsten Tiere aggressiv. In den Einrichtungen werden sie oft in gleichgeschlechtlichen Gruppen gehalten, so dass sie meist gut sozialisiert sind.
Versuchstieren ist die „normale“ Welt völlig unbekannt, viele waren niemals draußen, haben die Sonne nie gesehen, durften nicht über Gras laufen. Sie leben in geschlossenen, klimatisierten Räumen oder engen Käfigen im künstlichen Licht. Einen Tagesablauf, der ihren Bedürfnissen gerecht wird und nicht aus Schmerz, Stress, Untersuchungen und „Behandlungen“ besteht, dürfen sie nicht kennenlernen. Was sie erleiden müssen, Tag für Tag, das kann sich niemand von uns wirklich vorstellen.

Nur Tiere in körperlich gesundem Zustand werden von den Laboratorien abgegeben, die anderen werden getötet. Zumeist haben die überlebenden Tiere eine normale Lernkapazität und kommen, Erfahrungsberichten zufolge, in einem neuen Zuhause relativ gut zurecht. Es gibt seriöse Vereine, die sich auf die Vermittlung von Versuchstieren spezialisiert haben, an die man sich bei Interesse wenden kann, z.B:

Laborbeaglehilfe e.V.
My Second Life (überwiegend Kleinnager): Website, Facebook
Ein Herz für Laborkaninchen

Diese Vereine überprüfen schon im Vorfeld, ob geeignete Voraussetzungen vorliegen. Nicht jedes Tier passt zu jedem Menschen, daher fragen und prüfen die Vereine genau nach, bevor sie ein Tier freigeben. Einen abschlägigen Bescheid sollte man daher nicht persönlich nehmen, im Vordergrund steht hier immer das Wohl eines Tieres, eine Fehlvermittlung wäre fatal.

Welchen Versuchen die zur Adoption freigegebenen Tiere während ihrer Zeit in den Laboren ausgesetzt waren, bleibt jedoch im Dunkeln, darüber wird von den zuständigen Stellen nichts preis gegeben. Sicher ist: die Tiere haben Schlimmes durchgemacht, Schmerzen erlitten und waren in ihrer Bewegungsfreiheit extrem eingeschränkt. Jedes hat dies auf eine andere Weise verarbeitet. Daher spielt nicht nur der Zeit- und Erfahrungsfaktor eine Rolle, auch die individuelle Auswahl ist wichtig. Es gibt sehr ängstliche, schüchterne, leider auch ältere Tiere, die besonders viel Ruhe, Geduld und einen sicheren Tagesablauf benötigen. Man sollte daher unbedingt mit den Vereinen zusammenarbeiten und deren Hinweise ernst nehmen.

Mit einer Adoption kann man hier wenigstens ein bißchen wieder etwas gutmachen, zumindest an den Tieren, die lebendig diese Hölle verlassen durften. Entscheidend ist, wie fast immer, Zeit, Geduld, keine falschen Erwartungen und viel Liebe.

Einem Tier aus dem Tierschutz, Tierheim, aus der Massentierhaltung oder eben aus einem Versuchslabor ein neues Zuhause zu geben, ist eine sehr anspruchsvolle, aber auch lohnenswerte Aufgabe. Es ist immer wieder schön und bewegend, mitzuerleben, wie sich aus einem einst geschundenen Tier eine kleine Persönlichkeit entwickelt, die wieder Freude am Leben hat.

Sonia-Ellen Hoesel / Bundesarbeitskreis Praktischer Tierschutz

Internationalen Aktionstag zur Abschaffung der Tierversuche

“Bundesarbeitskreis Tierversuche” in Aktion

Zum Internationalen Aktionstag zur Abschaffung der Tierversuche war die Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 23.04.2016 erneut in vielen Städten Deutschlands vertreten. Unter anderem auch in Düsseldorf.

Unter dem Motto „Forschung Ja, Tierversuche Nein!“ lud Animals United ein, auf dem Schadowplatz an einer großen Kundgebung teilzunehmen.

Neben interessanter Gespräche mit Passanten sowie der Kopplung aktueller und künftiger Projekte mit anderen Mitstreitern und Organisationen im Kampf gegen Tierversuche, konnte der Bundesarbeitskreis Tierversuche, vertreten durch die Sprecherin Sandra Lück, mit einem Redebeitrag zu laufenden Klageverfahren gegen die tierversuchsgenehmigenden Behörden in NRW sowie über unsere EU-Beschwerde wegen Wettbewerbsverzerrung bei der Validierung tierversuchsfreier Methoden zur Auklärung beitragen.

 

Brandenburger Landtag nimmt am 19.04.2016 Volksbegehren gegen Massentierhaltung an

Der Brandenburger Landtag hat am 19.04.2016 das mit rund 104.000 Stimmen erfolgreiche Volksbegehren gegen Massentierhaltung mit großer Mehrheit in veränderter Form angenommen.

Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg entschied, das in 5 Verhandlungsrunden mit den Koalitionsfraktionen ausgehandelte Ergebnis anzunehmen.

Es wurden 3 von 4 Hauptanliegen des Volksbegehrens gegen Massentierhaltung erfüllt.

Das wichtigsten Forderungen des Volksbegehren waren:

  • ausschließlich nur noch artgerechte Haltung von Tieren finanziell zu fördern,
  • das Abschneiden ( „Kupieren“ ) der Schwänze von Schweinen sowie der Schnäbel von Hühnern zu verbieten und ebenso die Aufstallung von kupierten Tieren,
  • Berufung eines unabhängigen Landestierschutzbeauftragten,
  • den Tierschutzverbänden ein Mitwirkungs- und Klagerecht zum Wohle der Tiere einzuräumen.

Leider konnte das Tierschutzverbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände nicht durchgesetzt werden. Es wird sich aber weiterhin dafür eingesetzt.

Die erreichten Erfolge:

  • die Erarbeitung eines Brandenburger Landestierschutzplanes mit folgenden Zielen:
  • Umsetzung des Kupierverbotes bis 2019,
  • Aufbau von Demonstrationsbetrieben,
  • die Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere,
  • die Reduzierung der Antibiotikaanwendung in der Tierhaltung.
  • die Berufung eines hauptamtlichen unabhängigen Landestierschutzbeauftragten ohne Weisungsgebundenheit mit eigenen Kompetenzen und einer Geschäftsstelle.
  • Förderpolitk: Es wird erstmals eine wirksame Koppelung der Förderung an eine Flächenbindung geben (2 Großvieheinheiten/Hecktar). Das entspricht bei 100 ha ca. 1.400 Schweinen oder25.000 Hühnern. Die Reduzierung der Fördersumme um 25 % auf max. 600.000 Euro deckelt zudem Anreize für zu große Mastanlagen.
  • ein Erlass zum Einbau von Filteranlagen für große Schweinemastställe (ab 10.000 Schweinen) für Altanlagen und alle Neuanlagen.

Dadurch wird nicht nur die Abluft aus den Anlagen hinsichtlich Geruch bzw. Emissionen und Antibiotika gereinigt, auch der damit verbundene Investitionsbedarf stellt eine weitere Hürde zur Errichtung großer Mega-Mastanlagen dar. Nach einer Übergangsfrist von drei Jahren, in denen die Anlagen geschlossen oder auf eigene Kosten nachgerüstet werden müssen, gilt die Filterpflicht!

Der Landesverband Brandenburg hat das Volksbegehren nach Kräften unterstützt und freut sich über die bisherigen Erfolge. Wir werden uns natürlich auch weiterhin verstärkt für den Tierschutz und die Tierrechte einsetzen.

Silvia Dreyer / Landesvorsitzende des Landesverbandes Brandenburg der Tierschutzpartei

Nachgestellter Tierversuch in Fußgängerzone in Pforzheim

Anlässlich des Internationalen Tages zur Abschaffung der Tierversuche (24.04.), der 1979 von der englischen National Anti-Vivisection Society (NAVS) ins Leben gerufen wurde, gab es am 23.04.2016 bundesweit ca. 30 Informationsstände und andere Aktionen von vielen engagierten Aktivisten.
Die Tierschutzpartei stellte in Pforzheim ein beeindruckendes Schauspiel dar, welches in kurzer Inszenierung und mit Schock-Effekt den Passanten gezeigt hat, wie ein Affenversuch in vielen Laboren abläuft.

Unter Regie des Bundesvorsitzenden Matthias Ebner wurde das Opfer (gespielt von Sabrina Bormann) von Labor-Arzt (gespielt von Yildirim Akin) und Assistenzarzt (gespielt von Angelo Lázaro Colucci) in den Primatenstuhl gezwängt und “starb” in diesem unter der Folter unnötiger Experimente:

Die sich sammelnden Passant_innen wurden eloquent von Dr. Jessica Frank und Matthias Ebner über Tierversuche und deren Notwendigkeit oder besser gesagt Sinnlosigkeit in unserer heutigen Gesellschaft aufgeklärt.

Tatkräftig verteilten Emma Volkert und die anderen Aktivist_innen Info-Material an die Passant_innen.
Zudem wurden Unterschriften gesammelt, unter anderem für die beiden aktuellen Petitionen der Tierschutzpartei zu Tierversuchen. Bitte unterstützen auch Sie unsere Petitionen gegen die Wettbewerbsverzerrung bei der Validierung tierversuchsfreier Methoden und für eine paritätische Besetzung der Tierschutzkommissionen!

Wir danken allen, die zu dieser Aktion beigetragen haben:

Das Team um den Tierversuch in Fußgängerzone Pforzheim
V.li.: Emma Volkert, Yildirim Akin, Dr. Jessica Frank, Matthias Ebner, Angelo Lázaro Colucci, Sabrina Bormann, Martina Kolb

Habeck: Tötung von Nutztieren ist nicht mehr zu rechtfertigen

Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder! Das was der Schriftsteller und Politiker Dr. Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen),  Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, gesagt hat, ist wahr, zukunftsweisend und kann nicht so leicht argumentativ wiederlegt werden. Habeck sieht auf Grund des Vorhandenseins von ausreichend alternativen Lebensmitteln keine Notwendigkeit mehr, Tiere für Nahrungsmittelzwecke zu töten. So viel Einsicht und Erkenntnis von einem amtierenden Landwirtschaftsminister erwartet man nicht alle Tage! Aber wie gesagt, es geschehen noch Zeichen und Wunder…

“Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck attestierte der Tierhaltung aus ethischer Sicht ein grundsätzliches Rechtfertigungsproblem. Nach seiner Auffassung ist der Tierhaltung und der damit verbundenen Tötung von Tieren für Nahrungsmittelzwecke nämlich mit der reichlichen Verfügbarkeit alternativer Lebensmittel eine wichtige Begründung abhandengekommen. Die Tierhaltung diene heute nicht mehr der Versorgung mit lebensnotwendiger Nahrung, so Habeck. Deshalb müssten die Halter eine neue und gesellschaftlich akzeptable Begründung für ihr Handeln liefern.”  Hier Artikel lesen

Offener Brief bez. Gastspiel von Zirkus “Voyage” in Plauen

An das Veterinäramt
z.H. Frau Dr. Anne Mütschard
Stephanstraße 9
08606 Oelsnitz/Vogtl.
muetschard.anne@vogtlandkreis.de

An den Oberbürgermeister der Stadt Plauen / Vogtland
z.H. Herrn Ralf Oberdorfer
Unterer Graben 1
08523 Plauen
oberbuergermeister@plauen.de

An die Freie Presse
Buero.chefredakteur@freiepresse.de

 

Sehr geehrte Frau Dr. Mütschard,                                                                                 Treuen, den 20.04.2016
sehr geehrter Herr Oberdorfer,

wie ich heute aus der „Freien Presse“ erfahren habe, gastiert in dieser Woche bis zum 24. April der Berliner Zirkus „Voyage“ in der vogtländischen Metropole Plauen.

Mehr als 80 Tiere, u.a. vier Elefanten, Giraffen, Kamele, Lamas, Pferde, Zebras, weiße Tiger und sogar ein Flusspferd, werden in den nächsten Tagen zur Schau gestellt.

Die anerkannte Tierrechtsorganisation Peta hatte aus diesem Grund im Vorfeld protestiert, weil die Organisation das Halten, Dressieren und Zurschaustellen von Wildtieren im Zirkus ablehnt und immer wieder auf nicht artgerechte Bedingungen, unter denen die Tiere im Zirkus leiden, hinweist. Der Zirkus „Voyage“ reagierte darauf und gab in seiner Pressemitteilung bekannt, dass der Zirkus in jeder Gastspielstadt vom Veterinäramt kontrolliert wird und dass die Tierhaltung in Ordnung sei. Auch die Besucher können sich heute bei der Tierfütterung ein Bild von der „vorbildlichen Tierhaltung“ machen.

Es ist anmaßend, uns Tierschützern weismachen zu wollen, man könne Wildtiere im Zirkus „vorbildlich” halten. Aus der Sicht von einigen Menschen, die sich nicht in die Lage der Tiere versetzen können, mag zwar die Tierhaltung „vorbildlich“ sein, aber aus Sicht der Tiere sollte die Natur zum Vorbild dienen. Vergleicht man die Tierhaltung im Zirkus mit einer Dokumentation, die z.B. das Leben und Verhalten von Elefanten in freier Wildbahn thematisiert, muss man zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, dass ein Zirkus niemals den physischen und psychischen Ansprüchen von Wildtieren gerecht werden kann. Verglichen mit der Natur werden die Käfige im Zirkus immer zu eng sein, die ständigen Transporte und die dauerhafte Gefangenschaft sind alles andere als artgerecht. Und macht es wirklich Spaß Tieren zuzusehen, deren Willen beim Dressieren gebrochen wurde? Sicherlich nicht. Und: Neben der Bundestierärztekammer ist auch die Mehrheit in der Bevölkerung gegen Wildtierdressuren.

Nicht umsonst haben schon 18 europäische Länder ein Wildtierverbot in Zirkussen verhängt oder planten dieses bis 2015: Bulgarien, Dänemark, England und Wales, Estland, Finnland, Griechenland, Malta, Norwegen, Österreich, Portugal, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Belgien.

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, sind der Meinung, dass die dafür zuständigen Behörden bei der nächsten Zulassung eines Zirkusses, der in Plauen sein Zelt aufschlagen möchte, genau darauf achten sollte, dass dieser keine Wildtiere mitführt. Führt er Wildtiere mit, sollten sich die Verantwortlichen nicht scheuen, ihm ein Gastspielverbot auszusprechen, als Zeichen zum Schutz der Tiere. Denn nichts spricht dafür, dass Zirkusse mit Wildtieren noch zeitgemäß, artgerecht und zukunftsweisend sind, auch wenn gegenwärtig Zirkusse mit Wildtieren in Deutschland noch legal sind. Als vorbildlich einzustufen sind in dieser Angelegenheit die deutschen Städte wie z.B. Heilbronn, Siegen und Paderborn, die bereits ein Verbot für Zirkusse mit Wildtieren verhängt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Jedzig
Bundesgeschäftsstelle
Partei Mensch Umwelt Tierschutz

 

Verbote der Haltung von Wildtieren in Zirkussen
Regelungen zum Verbot von Wildtieren auf städtischen Flächen

Stand Peta: Februar 2016

http://www.peta.de/VerbotWildtiereImZirkus

 

Die Freie Presse online, hat unsere Kritik veröffentlicht. Danke!