250.000 bei Demo gegen TTIP am 10.10.15 in Berlin

250.000 Teilnehmer bei TTIP-Demo in Berlin am 10.10.2015

Am vergangenen Samstag haben ca. 25 Mitglieder unserer Landesverbände Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein zusammen mit einer Viertelmillion Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zwischen der EU und den USA bzw. Kanada demonstriert. Vom Berliner Hauptbahnhof zogen die Demonstrant_innen teils durch die Innenstadt, teils aber aufgrund der enormen Masse an Menschen auch nur vorbei am Kanzleramt zur Siegessäule, wobei die komplette Straße des 17. Juni mit Menschen gefüllt wurde.

Im Vorfeld hatten über 100 Organisationen zu der Demo aufgerufen sowie Busse und Sonderzüge aus der ganzen Republik organisiert. Das hatte sie zur größten Demo des Landes seit 2003 gemacht, als gegen den Irak-Krieg demonstriert wurde, und es zeigt, dass die Masse der Bevölkerung diese Freihandelsabkommen ablehnt. In Berlin haben Tierrechtler_innen neben Milchbauern, Linke neben CSUler_innen und Gewerkschaftler_innen neben Unternehmer_innen dagegen protestiert, dass die Demokratie und der Rechtsstaat an die Großkonzerne dieser Welt verscherbelt werden.

Tierschutzpartei bei TTIP-Demo in Berlin am 10.10.2015
Tierschutzpartei bei TTIP-Demo vor dem Kanzleramt

Es kann nicht sein, dass Großkonzerne gegen demokratisch beschlossene Verbesserungen im Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- oder Verbraucherschutz vor Schiedsgerichten, die aus Anwälten bestehen, klagen bzw. Schadensersatz bekommen können, weil etwa der Atomausstieg in Deutschland beschlossen wurde (siehe Vattenfall-Klage) oder Uruguay gegen das Rauchen vorgeht (siehe Philip Morris gegen Uruguay).

Genausowenig kann es sein, dass die Verhandlungen zu TTIP geheim sind und nicht einmal Abgeordnete des Bundestags volle Einsicht bekommen geschweigedenn der Souverän in einem demokratischen Staat, das Volk.

Weiterhin ist fatal an TTIP, dass mit dessen Beschluss nicht nur eine einmalige Regelung zementiert, sondern das Abkommen kontinuierlich weiterentwickelt würde, ohne dass demokratisch gewählte Vertreter_innen noch einmal darüber abstimmen müssten.

Aus diesen und weiteren Gründen sind mittlerweile viele Interessensgruppen auf beiden Seiten des Atlantiks klar gegen TTIP und dessen kleinen Bruder CETA. Dies wurde auch angesichts der unzähligen Redebeiträge verschiedenster Organisationen beim Aktionstag deutlich. Eine klare Abgrenzung fand lediglich nach rechts zu AfD, NPD, Pegida und ähnlichen braunen Gruppierungen statt.

Die enorme Masse an Menschen – 250.000 muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen – hat klar gemacht: Die Bevölkerung wird es nicht dulden, dass über ihre Köpfe hinweg Demokratie und Rechtsstaat verkauft werden und künftig noch mehr die Großkonzerne, vertreten durch deren Top-Manager_innen, Berater_innen und Lobbyist_innen, entscheiden welche Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz-Standards gelten als ohnehin schon. Auch wir werden weiter gegen solche Freihandelsabkommen und für einen fairen Handel kämpfen.

Video von campact zur TTIP-Demo

Matthias Ebner
Bundesvorsitzender

Aus für kleine Parteien in Europa?

In dieser Woche gab es schlechte Nachrichten für die Demokratie und kleine Parteien wie uns. Möglicherweise stehen wir bei der nächsten Europawahl wieder vor einer 3- oder 5-%-Hürde. Helft Ihr uns dabei, diese zu knacken, falls es wirklich soweit kommt?

Am besten gleich Mitgliedschaft bei uns beantragen, aktiv werden und dann auch beim Wahlkampf helfen.

Zusammenfassung OB-Wahlen in Essen

Sandra Lück schaffte für die Tierschutzpartei in Essen 1,2 % und Sven Fucker in Krefeld 1,52 %

Am 27.09.2015 wurde in Essen/NRW der neue Oberbürgermeister gewählt. In einer Stichwahl gewann der CDU-Kandidat deutlich und löste den alten Amtsinhaber der SPD ab.

Neues BildZum regulären Wahltermin hatte sich, neben 9 weiteren Kandidaten, auch unser Landes- und Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück aufstellen lassen. Mit 450 Unterstützerunterschriften schaffte sie es für die „Partei Mensch Umwelt Tierschutz“ auf den Wahlzettel.

Auf vielen Veranstaltungen brachte Sandra interessierten Bürgern ihr Wahlprogramm näher, welches unter anderem den Ausbau des Flüchtlingsnetzwerkes, die Abschaffung der Hundesteuer, die Schaffung soziokulturellen Freiraums, die Kastrationspflicht für Katzen, die Erhaltung von Grünflachen und Sportstätten, die finanzielle Unterstützung ansässiger Tierschutzvereine und die Stützung von Bürgerinitiativen beinhaltete.

Berichte über die Kandidatin der Tierschutzpartei fanden sich in allen lokalen Medien und geladen wurde Sandra unter anderem zum Interview von Radio Essen und zum „Speed-Debating“ vom Jugendamt Essen. Diesen Termin in der Essener Weststadthalle sieht Sandra Lück übrigens als Highlight der Kandidatur-Phase an. Hier konnte sie etwa 160 Schülern und Erstwählern sowohl ihr Wahl-, als auch unser Grundsatzprogramm nahelegen und Fragen zu eben diesen beantworten. Auf Nachfrage gab unsere Kandidatin an, dass sie besonders viel Wählerpotential in den Jugendlichen erkannt habe, da grade die Kids noch offen für politische Themen – fernab von Finanz- und Wirtschaftspolitik – sind, die die Zukunft unseres wunderbaren Planeten betreffen. Die Resonanz sei fabelhaft gewesen!

Für den 13.09.2015 baten unsere Oberbürgermeister-Kandidaten Sandra Lück für Essen und Sven Fucker für Krefeld dann die Mitglieder des LV NRW zur gemeinsamen Wahlparty.

Als Außenseiter von der Presse gehandelt, waren die Erwartungen gering. Umso überraschender dafür die ersten Hochrechnungen sowie die amtlichen Ergebnisse:

Sandra Lück erzielte in Essen 1,2% und landete damit deutlich vor der Einzelkandidatin und der Kandidatin der DKP. Bei lediglich 33,9% Wahlbeteiligung erhielt sie beachtliche 1789 Stimmen, wobei sie in einzelnen Wahlkreisen sogar Stimmanteile von bis zu 2,2% erreichte.

Sven Fucker erzielte in Krefeld 1,52% mit 1053 Stimmen und schaffte es sogar, noch vor dem Kandidaten der Piratenpartei abzuschliessen.

Die OB-Wahlen waren ein Gradmesser für die kommenden Landtagswahlen 2017 und somit gab es allen Grund zu feiern, denn die Ergebnisse bei einem Mindestmaß an Werbung waren nicht nur beachtlich, sie bestätigen uns auch die Akzeptanz der Wählerschaft, auf der wir aufbauen können und wollen.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die beiden Kandidaten.

Keine Atomwaffen in Deutschland!

Petition

„Die USA wollen auf dem Fliegerhorst Büchel in der Eifel bis zu 20 neue Atombomben vom Typ B 61-12 stationieren.”

Bitte unterschreiben Sie diese Petition und fordern Sie die Bundesregierung, das Parlament sowie die Kanzlerin und den Bundespräsidenten auf, die Aufrüstung des Stützpunktes Büchel zu untersagen!

Siehe zum Thema auch unsere Pressemitteilung vom 22.09.2015

 

Zirkusse mit Wildtieren werden in Düsseldorf der Vergangenheit angehören

Bekanntmachung der Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER

Verwundert über Vorgehensweise – Vielleicht Strafanzeige wegen Urheberrechtsschutzverletzung

Aufgrund der Initiative der Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER vom 07.07.2015 in Form eines Antrages „JA zum Zirkus – Nein zur Wildtierhaltung“ an den Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten gibt es nun eine breit aufgestellte Mehrheit im Rat, die zukünftig Zirkussen mit Wildtieren untersagt, auf städtischen Flächen ihre Zelte aufzuschlagen.

Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten gab es am Tag der Sitzung, am 27.08.2015, noch Beratungsbedarf und so wurde der Antrag der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER in den Umweltausschuss verwiesen; Ratsfrau Iris Bellstedt von Bündnis 90 /Die Grünen begründete dies auch mit der Einholung einer Fachauskunft durch den Umweltausschuss.

Mehrheit für Tiere gesichert

Nun liegt die Tagesordnung für den Umweltausschuss vor und neben dem Antrag der Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER gibt es einen inhaltlich gleichen Antrag der AMPEL-Koalition. Somit ist die Mehrheit im Sinne der Tiere bereits im Vorfeld gesichert.

Etwas verwundert ist die Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER über die Reihenfolge der zu behandelnden inhaltsgleichen Anträge. Denn das Datum des AMPEL-Antrages ist auf dem Papier der 27.08.2015, also genau der Tag, an dem der ursprüngliche Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER-Antrag in den Umweltausschuss verwiesen wurde. Unterzeichnet ist der Antrag übrigens von Iris Bellstedt, die eben noch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten die Verweisung beantragt hat.

Der Antrag der Ampel ist natürlich vor dem Ursprungsantrag der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER auf der Tagesordnung des Umweltausschusses. Vorsitzender des Umweltausschusses ist Philipp Tacer (AMPEL Koalition).

Böses Denken verboten

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wir glauben, dass es hier lediglich wieder einmal darum geht, einem für Düsseldorf positiven Antrag der Opposition nicht zustimmen zu müssen. Gerade SPD und Grüne bemängelten dies in den letzten Legislaturperioden an der CDU/FDP-Mehrheit. Aber wie es scheint, lernen sie schnell von der FDP. “Wir jedenfalls behalten uns eine Strafanzeige gegen die Unterzeichner nach § 106 Urheberschutzgesetz vor“, sagt der Fraktionsgeschäftsführer Torsten Lemmer zu dem Demokratieverlust.

Die Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER, Claudia Krüger, zieht mit folgenden Worten Bilanz:

„Es ist einfach schön, zu sehen, dass in Düsseldorf immer mehr auch an die Tiere gedacht wird, deshalb haben die Wählerinnen und Wähler auch die Tierschutzpartei in den Stadtrat gewählt, Tieren eine Stimme im Düsseldorfer Stadtrat zu geben funktioniert augenscheinlich.“

 

Offener Brief an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft bez. Schächten

Unsere Forderung: Ein nationales sowie EU-weites und ausnahmsloses Verbot der Praxis des betäubungslosen Schächtens

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft
11055 Berlin
poststelle (at) bmel.bund.de

Das betäubungslose Schächten hat in einer zivilisierten und demokratischen Gesellschaft, in der sich 79% der Bevölkerung gegen diese grausame und lebensverachtende Ausübung der sogenannten „Religionsfreiheit“ aussprechen, keinen Platz.

Das Schächten ist weder in der Thora der Juden, noch im Koran der Moslems vorgesehen, somit handelt es sich bei dieser äußerst brutalen Form der Schlachtung nicht um Religion, sondern um „Tradition“.

Eine Traditionsfreiheit ist laut unserer Verfassung nicht bindend, wohl aber das Staatsziel Tierschutz, welches 2002 im Grundgesetz verankert wurde und das durch die vom Verwaltungsgericht erlaubten Ausnahmegenehmigungen für das betäubungslose Schächten empfindlich missachtet wird.

Die Bundestierärztekammer hat bereits 2007 vom Gesetzgeber eine Änderung des §4a TierSchG die Streichung des §4a Abs.2 Nr.2 gefordert. Hierzu wurde ein Gutachten des BSI erstellt. Diese Studie verdeutlicht, dass die betäubungslose Schlachtung sehr fehleranfällig ist, und dass die Voraussetzungen für eine optimale Durchführung unter Praxisbedingungen nur schwer oder gar nicht einzuhalten sind: „Während der unmittelbaren Führung des Halsschnittes am unbetäubten Tier muss von der Entstehung erheblicher Schmerzen und Leiden ausgegangen werden. Betrachtet man darüber hinaus den gesamten Vorgang von der Fixierung des Tieres bis zum endgültigen Verlust der Empfindungs- und Wahrnehmungsfähigkeit infolge der Ausblutung ist aus der Literatur zu entnehmen, dass es aber selbst unter optimalen Bedingungen bei dem überwiegenden Teil betäubungslos geschlachteter Tiere zu erheblichen Leiden und Schmerzen kommt. Daher ist es gerechtfertigt, keine Ausnahme zur religiös begründeten betäubungslosen Schlachtung zuzulassen.“

(Quelle: http://www.tierschutz-landwirtschaft.de/BSI-Gutachten_Schaechten_29.08.07.pdf)

Nach unserem Tierschutzgesetz ist diese mittelalterliche und barbarische Tötungsart zweifellos als vorsätzliche Tierquälerei einzustufen, genau aus diesem Grunde ist sie schließlich grundsätzlich verboten! Das Urteil durch das Bundesverwaltungsgericht von 2006 ist sofort zu revidieren, bis zur Festlegung eines neuen Urteils ist eine Verfügung vonnöten, die das betäubungslose Schächten untersagt!

Wir wünschen uns ein buntes und tolerantes Miteinander, ein Land der verschiedenen Kulturen und Traditionen, eine friedliche Akzeptanz! Dazu gehört der Respekt vor dem Leben, das Vermeiden jeglicher unnötiger Qual für Mensch und Tier, ohne Ausnahme! Ein betäubungsloses Schächtverbot stellt keine Diffamierung einer Religion oder Kultur dar, es entspricht lediglich unseren zivilisierten, ethischen und moralischen Werten, denn jedes Lebewesen hat ein elementares Recht auf Schutz vor unnötigen Qualen!

Wir fordern ein nationales, sowie EU-weites und ausnahmsloses Verbot dieser Praxis des betäubungslosen Schächtens, sowie das Importverbot von derart geschächtetem Fleisch und bitten das Bundeslandwirtschaftsministerium, sich für diese Forderung auf nationaler, sowie EU-Ebene stark zu machen.

Gezeichnet: der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Rechtspopulisten die Argumente nehmen

Düsseldorf geht voran:

“REFUGEES WELCOME” DIREKT IM RATHAUS

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist gegenwärtig auf der Suche nach einem liquiden Mieter für den Ratshauskeller, einem mittelalterlichen Gebäudekeller im bauältesten Teil des Rathauses der Stadt aus dem 16. Jahrhundert. Errichtet wurde der Rathauskeller nach Plänen des 1493 in Bologna geborenen Renaissancearchitekten Alexander (Alessandro) Pasqualini, der im heutigen Rheinland einige Geschäftigkeit entwickelte.

Unter seiner Bauleitung wurde das Schloss in Düsseldorf weitreichend ausgebaut. Auf die Jahre 1958 bis 1961 gehen die jüngsten Umbauarbeiten des historischen Rathauses zurück, diesmal nach den Plänen von Friedrich Tamms, der später Baudezernent in Düsseldorf wurde und 1980 verstarb.

Tamms arbeitete von 1938 bis 1945 an der Seite des Nazi-Architekten Albert Speer in dessen Behörde und wurde von Adolf Hitler persönlich zum Hochschulprofessor ernannt und im August 1944 in die „Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Architekten“ aufgenommen. Außerdem gehörte Tamms zur „Organisation Todt“, einer nach militärischem Vorbild organisierten Bautruppe.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht vor dem Hintergrund dieser Geschichte vor einer besonderen Verantwortung, die es nach Auffassung der Ratsfraktion Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER sensibel wahrzunehmen gilt.

NUR 15 WIEDERKEHRENDE VERANSTALTUNGEN

Bisher finden in den Räumlichkeiten des Rathauskellers nur bis zu 15 wiederkehrende Veranstaltungen jährlich statt. Dafür steht den Stadtoberen für Feste und Feierlichkeiten eine Nettogrundfläche von 365,00 Quadratmetern zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Unterbringungsproblematiken infolge der Flüchtlingsströme nach Deutschland und insbesondere auch nach NRW stellt sich nicht zuletzt der Landeshauptstadt die Frage nach adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten.

Der Ratshauskeller im Untergeschoss des Ratshauses verfügt über eine Lagerfläche von 60 qm, zwei Festräumen von ca. 70 qm und 94 qm, sowie einem Buffet-Raum mit über 40 qm, ergänzt durch separate Sanitärflächen für Damen und für Herren, ausgestattet mit Handwaschbecken, WC-Objekten und Urinalen für die Herren. Des Weiteren existieren zwei Lagerräume mit Kühlhaus.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht in der herausragenden Position als Vorreiter einer gelebten Willkommenskultur von Innen und damit als Vorbild für weitere Kommunen in und über NRW hinaus ihren Teil zu einer gelebten Humanität beizutragen und den Ratskeller samt angegliederter Infrastruktur für die von Krieg und Terror getriebenen Flüchtlinge zu öffnen: „Refugees welcome“ darf auch und zuallererst direkt im Düsseldorfer Rathaus nicht bloß ein Lippenbekenntnis bleiben. Zumal die Flüchtlinge in den Räumlichkeiten sogar verköstigt und versorgt werden können.

PLATZ SATT IM ERGESCHOSS DARÜBER

Schlafplätze und/oder Aufenthaltsräume mit großen Fenstern könnten schnell und unbürokratisch in den Räumen der beiden Säle im darüberlegenden Erdgeschoss geschaffen werden. Mitmenschlichkeit ist in diesen Zeiten gefragt – und das nicht zuletzt als angemessene und längst überfällige Reaktion auf die Architektur- und Sanierungsgeschichte des historischen Gebäudes.

RATSFRAU EL FASSI: HILFSBEREITSCHAFT VERSTÄRKEN – RECHTPOPULISTEN SCHWÄCHEN

Die Fraktionsvorsitzende der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER, Ratsfrau Chomicha El Fassi, selbst aus Nordafrika stammend und als Kleinkind mit der Familie nach Deutschland emigriert sagt zu dieser Initiative: „Hier hat die Politik und Verwaltung die einmalige Chance den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass Flüchtlinge nicht nur in den Stadtteilen oder der Peripherie untergebracht werden, sondern mitten im Herzen der Düsseldorfer gewählten Vertreterinnen und Vertretern.

Diese Entscheidung hätte eine enorme Vorbildfunktion und würde den Argumenten der rechten Extreme und Populisten, „die Flüchtlingspolitik würde nur auf dem Rücken der Bürger ausgetragen“, jedweden Nährstoff entziehen.

Wir wissen das in diesen Räumlichkeiten nicht mehrere hundert Flüchtlinge untergebracht werden können, aber die Symbolkraft von der Unterbringung von Flüchtlingen im Rathaus, würde die hervorzuhebende gelebte Hilfsbereitschaft in unserer Stadt weiter bestärken“.

Flüchtlingsdemo in Karlsruhe

Am vergangenen Samstag waren mehrere Mitglieder unseres Landesverbandes Baden-Württemberg der Aufforderung der Karlsruher Flüchtlingsinitiative gefolgt, an ihrer Demonstration gegen Abschiebung und Diskriminierung teilzunehmen. Zudem haben Matthias Ebner, einer unserer drei Bundesvorsitzenden und zwei Landesvorsitzenden in Baden-Württemberg, sowie Dr. Jessica Frank, Beisitzerin im Bundesvorstand und stellv. Landesschriftführerin, sehr gerne die Einladung angenommen, eine Rede zu halten, welche das unten stehende Video zeigt.

Wir unterstützen voll und ganz die Forderungen nach einer dezentralen Unterbringung der Flüchtlinge und zügigen Integration in den Arbeitsmarkt, welche wir auch konkret in unserem Wahlprogramm zur Landtagswahl in Baden-Württemberg 2016 festgeschrieben haben. Zudem lehnen auch wir explizit die vom grünen Ministerpräsidenten Kretschmann mitgetragene Einstufung mehrerer Balkanländer als sichere Herkunftsstaaten ab, denn gerade für Roma gibt es keine solchen. Vielmehr ist Diskriminierung, äußerste Armut und sogar Gewalt oft ihr Alltag auf dem Balkan.

Am kommenden Samstag wird unser Landesverband zudem auf der Demo “One World – Free People – Refugees Welcome” in Stuttgart präsent sein. Wir würden uns über weitere Unterstützung freuen.