Wahlergebnisse der Animal Welfare Party in Großbritannien

Bei den Unterhauswahlen in Großbritannien trat auch unsere verbündetet Schwesterpartei an.

Die Animal Welfare Party (AWP) hatte vier Direktkandidaten aufgestellt, die folgende Stimmen erhalten haben:

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Preisanstieg beim Trinkwasser durch zu viel Gülle

Laut Tagesschau vom 10.06. wird Trinkwasser aufzubereiten immer aufwändiger. Grund ist die steigende Nitratbelastung des Grundwassers, etwa durch Düngung in der Landwirtschaft. Das Umweltbundesamt rechnet deshalb mit steigenden Preisen. Umweltverbände fordern schärfere Gesetze.

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Erneuter Aufruf zum Sammeln der Unterstützungsunterschriften für die BTW in Sachsen

Liebe Mitglieder, Förderer und Freunde der Tierschutzpartei in Sachsen,

es bleiben nur noch wenige Wochen bis die Frist zur Abgabe der Unterstützungsunterschriften für die Bundestagswahl 2017 abläuft.

Die Teilnahme an der Wahl ist für die Tierschutzpartei extrem wichtig. Der Gesetzgeber sieht eine Hürde von 2.000 Unterschriften für Sachsen vor.

Heutiger Stand ist, dass wir mehr als 810 geschafft haben. Den aktuellen Stand für Sachsen könnt ihr in der Tabelle abrufen. Bis zum 07. Juli müssen wir also noch 1.200 sammeln.

Wenn jedes Mitglied und jeder Unterstützer es schaffen würde “nur” 20 Unterschriften zu sammeln, (gerne mehr!)  wären wir schon sicher im Ziel.

Das Formular hier (Landesliste) ausdrucken.

Es ist wirklich extrem wichtig und wir zählen auf euch, damit sich endlich etwas für die Menschen, Umwelt und vor allem für die Tiere ändert. Wir werden es nur mit eurer Hilfe schaffen, auf dem Wahlzettel zu stehen.

Bitte druckt euch das Formular aus und unterschreibt selber, fragt eure Familie, Freunde, Nachbarn, Arbeitskollegen und Bekannte. Oder stellt euch vor einen Bio-Markt, Fressnapf, geht ins Tierheim, sammelt im Park, auf einem Flohmarkt, usw. Jede einzelne Unterschrift zählt!

Die ausgefüllten Bögen, einfach per Post an Sabine Jedzig, Schreiersgrüner Str. 5, 08233 Treuen senden.

Wer die Formulare nicht ausdrucken kann, dem senden wir auch gerne welche per Post zu.

Bitte einfach anrufen bei Sabine Jedzig (Schriftführerin): 037468 – 5267 oder bei Jürgen Wunderlich (Schatzmeister) 03741 – 3838688

Nochmals die wirklich dringende Bitte, uns zu unterstützen – wir zählen auf euch!

Herzliche Grüße,

i.A. des Landesvorstandes Sachsen

Sabine Jedzig

 

„MUT zur Liebe“ – CSD Karlsruhe

Am Samstag, 3. Juni, war unser Bundesarbeitskreis LSBTTIQ mit mehreren Mitgliedern aus dem Landesverband Baden-Württemberg auf dem CSD in Karlsruhe vertreten.

Dieses Mal konnten wir wieder mit einer Laufgruppe an der Parade teilnehmen, geschmückt mit bunten, liebevollen und vor allem aussagekräftigen Plakaten haben wir wieder ein Statement in die Karlsruher Innenstadt gesetzt.

„Das gleiche Recht, für jedes Geschlecht!“ war eines unserer Slogans und zeigte auch den Passanten deutlich, dass man diese Thematik unbedingt verstärkt in der Politik auffangen muss. Dies zeigte sich auch durch den großen Anlauf an unserem Infostand, bei dem natürlich auch die anstehende Bundestagswahl im September 2017 ein großes Thema war.

Thematiken wie die Ehe für Alle, Adoptionsrecht, Aufhebung der Diskriminierung von Kirchlichen Arbeitgebern und bei der Blut- und Knochenmarkspende wurden nicht nur an unserem Infostand besprochen und diskutiert, sondern auch Thematiken rund um Umwelt- und Tierschutz.

Frage und Antwort haben auch unsere Kandidierenden, der Landesliste Baden-Württembergs, Patricia Kopietz, Kerstin Weiß, Matthias Gottfried und Robin Margic, der ebenfalls als Direktkandidat für den Wahlkreis Karlsruhe-Stadt kandidiert, gegeben.

Wir freuen uns sehr über diesen starken Zuspruch, den über 170 gesammelten Unterstützungsunterschriften und natürlich auch über die kommenden CSDs.

Naturnah statt aufgeräumt

Des Deutschen Ordnungssinn, der reine Wahnsinn?

Wir haben nur diese eine Welt und die sollten wir uns doch mit allen Tieren und Pflanzen teilen, oder? Hier ein interessanter Beitrag über des Deutschen Ordnungssinn und dessen folgenschwere Auswirkungen auf unsere Natur.

Wir raten von daher zu mehr Ruhe, Gelassenheit und Weitsicht, und der Rasenmäher oder anderes Mähwerkzeug sollte nur wenn zwingend notwendig zum Einsatz kommen.

Wenn wir die Natur mal Natur sein lassen würden, dann können wir den Wildpflanzen und „Unkräutern“ beim Werden und Vergehen zuschauen. Nicht nur wir hätten Freude daran am Entdecken von neuen Pflanzensorten, sondern auch Vögel, Insekten und anderes Getier würden angelockt werden vom Duft der Blüten und der Samen. Ein Platz der Vielfalt, des Nahrungsangebotes und des Lebens würde entstehen.

Warum sind wir selbst oft auf kleiner Fläche, also im eigenen Garten, nicht fähig oder willig, uns auf die bunte Vielfalt und das artenreiche Leben einzulassen? Sind wir zwanghaft damit beschäftigt, uns die Welt nach unseren Vorstellungen zu schaffen?

Es wäre kein Rückschritt, sondern ein natürlicher Gewinn für das ökologische Gleichgewicht und eine Bereicherung für unsere Sinne, wenn wir über kurz oder lang im Laufe des Jahres die Natur mal Natur sein lassen würden.

Abschließend: Das weltweite Artensterben muss uns allen zu denken geben. Jede*r kann zumindest auf seinem Grund und Boden oder im unmittelbarem Umfeld damit beginnen, naturnah zu wirtschaften, um der gestressten Natur wieder eine Erholungsphase und Chance zum Leben zu geben.

Ihre / eure BGSt.

Bundestag verbietet Schlachtung trächtiger Rinder

Der Bundestag hat am Donnerstag, 18. Mai 2017, für ein Verbot der Schlachtung trächtiger Tiere gestimmt.

Unser Bundesvorstandsmitglied und Tierärztin Dr. Heidi Stümges kommentiert dieses Verbot folgendermaßen:

Dass Schafe und Ziegen im letzten Drittel der Trächtigkeitsdrittel weiterhin zur Schlachtung freigegeben werden, hat rein im Management liegende Gründe. Ihre ungeborenen Kinder sind gleichsam empfindungsfähig wie Rinderbabys im Mutterbauch. Sie werden genauso über die Nabelschnur mit Sauerstoff versorgt, daher erfahren sie auch den gleichen, minutenlangen Erstickungstod, während ihre Mutter ausblutet. Es ist nicht so, dass bei Schafen und Ziegen Trächtigkeitsuntersuchungen z.B. durch Hormonbestimmungen oder Ultraschalluntersuchungen nicht möglich wären.

Ebenso ist die Ausnahme “Tötungen, die aufgrund von Tierseuchenbekämpfungsmaßnahmen oder Notschlachtungen erforderlich sind” nicht nachvollziehbar. Wieso sollte für unheilbar kranke Tieren etwas anderes als eine fachgerechte Euthanasie in Frage kommen?

Dass dieses weniger als halbherzige Gesetz nach einem Entwurf der Fraktionen der CDU/CSU und SPD das “Ergebnis zähen Ringens” darstellt ist traurig. Dass dies aber von der CDU/CSU als “ein guter Tag für den Tierschutz” gefeiert wird ist unerträglich.

Anschlag in Manchester

Die Welt blickt in dieser Woche mit Erschrecken auf Manchester. Bei einem Selbstmordanschlag am 22.05. auf einem Konzert der amerikanischen Popsängerin Ariana Grande kamen mindestens 23 junge Menschen ums Leben und 59 wurden verletzt.

Wir sind sprachlos.

Wir drücken den überlebenden Opfern und den Hinterbliebenen unser tiefes Beileid aus und sind in Gedanken bei euch!

Schluss mit Bismarcks „Jagd-Bordellen“!

Pressemitteilung / Landesverband Hamburg

Das Schleswig-Holsteinische Verwaltungsgericht in Schleswig hat am Dienstag, 09. Mai, eine wichtige Entscheidung für die Tiere gefällt. Die 140 Jahre alten und illegalen Jagdgatter der Familie Bismarck im Kreis Herzogtum Lauenburg und im Landkreis Steinburg müssen abgebaut werden. Die Regelung im Landesjagdgesetz sei eindeutig verfassungskonform, befand das Gericht.

Im Jahre 1999 trat in Schleswig-Holstein das Landesjagdgesetz in Kraft. Paragraf 29 regelt klar, dass es verboten sei, “Jagdbezirke oder Teile von Jagdbezirken zum Zweck der Jagd oder der Hege einzugattern”. Aus Sicht der Tierschutzpartei gab es unverständlicherweise seinerzeit eine Übergangsfrist von 15 Jahren. Diese lief nun endgültig am 28. Oktober 2014 aus..

“In den Gattern werden die Tiere zusammengepfercht um die Abschüsse der Jäger zu erleichtern. Mord mit Erfolgsgarantie – wie abartig und pervers!” kommentiert die Sprecherin des Bundesarbeitskreises Jagd und Angeln der Tierschutzpartei, Patricia Kopietz. Der NABU Geschäftsführer Ingo Ludwichowski nannte die Jagdgatter treffend „Jagd-Bordelle“.

Seit Oktober 2014 sind alle Jagdgatter illegal, die Familie der Nachfahren von Reichskanzler Otto von Bismarck setzt sich seit Jahren trotzdem über geltendes Recht hinweg und lädt wohlhabende Gäste zum Abschießen der eingesperrten Tiere ein.

Das Verwaltungsgericht hat eine Berufung nicht zugelassen, es bleibt den Jägern noch das Oberverwaltungsgericht, oder eine Verfassungsbeschwerde als letzte Möglichkeit ihre feudalen Adelsprivilegien zu verteidigen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei setzt sich für die vollständige Abschaffung der Jagd und des Jagdtourismus ein. Aus ethischen Gründen einerseits, aus ökologischen Überlegungen andererseits, sollte der Gesetzgeber die Jagd verbieten und das Bundesjagdgesetz mitsamt den Landesjagdgesetzen abschaffen.

Am 24. September tritt die Tierschutzpartei zur Bundestagswahl an. Jede Stimme für die Tierschutzpartei ist eine Stimme gegen die Jagdlobby. Getreu dem Motto “Mord ist ihr Hobby” wird auch das Thema Jagd eine wichtige Rolle im Wahlkampf der Partei spielen.

Pressemitteilung / Landesverband Hamburg / Tierschutzpartei
Verantwortlich: Jan Zobel
Talstraße 16 – Haus 3,
20359 Hamburg – St.Pauli
Tel: (040) 278 071 30

 

 

Brasilianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivisten in der Defensive

Wie Multikonzerne und die neoliberale Regierung die Zivilgesellschaft angreifen

Martin Buschmann als Teilnehmer in Berlin

Die Veranstaltung war der Auftakt für die Jahrestagung der Kooperative Brasilien( KoBra), die auf ihr 25-jähriges Bestehen zurückblicken konnte.

Seit der Machtübernahme der Regierung Temer durch ein umstrittenes Amtsenthebungsverfahren ist in Brasilien die Lage für zivilgesellschaftliche Akteure deutlich schwieriger geworden. Die neoliberale Sparpolitik der amtierenden Regierung, die soziale Errungenschaften der letzten Jahrzehnte kassiert, verstößt gegen Menschenrechte und internationale Verpflichtungen, die Brasilien eingegangen ist. Wer Großprojekte kritisiert oder gegen soziale Missstände und Rechtsverletzungen protestiert, wird kriminalisiert und von neuen rechten Bewegungen angegriffen. In die Defensive gedrängt sind nicht nur brasilianische Umwelt- und Menschenrechtsaktivist/innen: Weltweit gehen Regierungen – unabhängig vom Regierungstyp – so massiv gegen zivilgesellschaftliche Akteure vor wie seit 25 Jahren nicht mehr.

Wie gehen die sozialen Bewegungen und Organisationen mit der reaktionären Offensive um? Wie verteidigen sie die hart erkämpften sozialen Fortschritte, welche die Regierung nun in Frage stellt oder gar demontiert?

Unter der Leitung von Luciano Wolff (Leiter des Referats Südamerika, Brot für die Welt, Deutschland) diskutierten Kelli Mafort (Bundeskoordination Landlosenbewegung MST, Brasilien), Verena Glass (Journalistin, Rosa-Luxemburg-Stiftung, Brasilien) und Barbara Unmüßig (Vorstand, Heinrich-Böll-Stiftung, Deutschland). Die Beiträge waren teils in portugiesischer Sprache und wurden simultan übersetzt.

„Die Situation in Brasilien ist zurzeit recht schwierig“ kommentiert Martin Buschmann (Stellv. Generalsekretär und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz). „Allein durch die Rinderzucht (es gibt in Brasilien mehr Rinder als Einwohner!) entsteht ein riesiger Schaden für die Umwelt und letztendlich auch für die Menschen, die dort leben. Diese werden durch die Expansion der Zuchtgebiete permanent aus ihrem Lebensraum verdrängt. Die Hauptabnehmer der Fleischprodukte sind in den USA und in der EU zu finden und zumeist in den Fastfood-Ketten. Auch hier entscheidet letztendlich der Verbraucher, ob er diese Produkte konsumiert“ schließt Martin Buschmann sein Resümee ab.

Pressemitteilung der Pferdeschutz-Initiative 2015

Missstände in vielen Reitställen

Hennef: Auf der Homepage der Deutschen Reiterlichen Vereinigung e.V. (FN) steht unter “Pensionspferdehaltung/Was sind die Ansprüche des Pferdes?” unter anderem: “Das Pferd steht im Mittelpunkt der Pensionspferdehaltung und somit auch seine Ansprüche und Bedürfnisse.”

Fast täglich erhält die Pferdeschutz-Initiative 2015 Hinweise über katastrophale Zustände in Reitställen. Die Realität in vielen Reitställen, übrigens auch bei FN-geprüften Pensionsbetrieben, die mit dem FN-Grundschild-Pferdehaltung gekennzeichnet sind, sieht leider beispielsweise so aus: profitgierige Reitanlagenbetreiber, schimmeliges Heu und Stroh, dreckige Boxen, fehlende oder gesperrte Weiden, schlechte Böden in den Reithallen und auch auf den Außenplätzen. Aber auch vermeidbare Krankheiten und Verletzungen sowie nicht selten sogar Todesfälle sind Alltag in vielen Reitställen. Die häufigste Krankheit und Todesursache bei Pferden ist die Kolik, sie entsteht unter anderem durch fehlerhafte Fütterung.

Damit das Pferd tatsächlich im Mittelpunkt der Pensionspferdehaltung steht, fordert die Initiative die FN auf, die Voraussetzungen für den Erhalt des FN-Grundschilds-Pferdehaltung und die Anzahl der Kontrollen der FN-geprüften Pensionsbetriebe, kritisch zu überprüfen. Wurde zum Beispiel nach erfolgreicher Prüfung ein Pensionsbetrieb mit dem FN-Grundschild-Pferdehaltung gekennzeichnet, erfolgt eine Wiederbesichtigung des Betriebes erst nach drei Jahren sowie gegebenenfalls eine Vertragsverlängerung.

Um die Missstände endlich abstellen zu können, fordert die Pferdeschutz-Initiative 2015 aber auch erneut die Politik auf, dringend die gesetzlichen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass die Anzahl der Kontrollen durch die Behörden von privaten und gewerbsmäßig betriebenen Reitställen erheblich erhöht werden. Außerdem muss die Qualität der Kontrollen verbessert werden.

“Kontrollen müssen grundsätzlich unangemeldet durchgeführt werden”, so Brigitte Kübbeler, Sprecherin der bundesweit tätigen Pferdeschutz-Initiative 2015, “in der Regel werden die Kontrollen vorher angemeldet und sind somit wirkungslos für das Aufdecken von Missständen.”