Almadrabas – Thunfischfang im Mittelmeer

Die Zahl der Berichte über die extrem gefährdeten Bestände fast aller Thunfischarten häufen sich. Nicht nur die traditionellen Essgewohnheiten bedrohen den Thunfisch; seit einigen Jahren ist die immer größer werdende Gier nach Sushi auch in den westlichen Ländern angekommen.

Als eine besondere Delikatesse gilt in Japan das Fleisch trächtiger Blauflossenthunfische (auch Roter Thun genannt) zusammen mit den Eiern der Tiere.

Dazu werden die Thunfische auf ihrem Weg zum Laichen vom Atlantik ins Mittelmeer in sogenannten Almadrabas gefangen. Almadrabas bestehen aus einer Art Netz-Labyrinthen aus denen die Fische keinen Weg mehr heraus finden. Diese Form des Fischens ist bereits seit den Phöniziern bekannt und wird daher oft als besonders Nachhaltig angepriesen. Allerdings ist das Fischen der Tiere, bevor sie sich überhaupt fortpflanzen können, alles andere als Nachhaltig.

Jörn Selling, Meeresbiologe bei firmm dazu im Gespräch.

EU-Fleischwerbung

Pressemitteilung / 13.10.2016

Der irische EU-Agrarkommissar Phil Hogan kündigt an, nicht nur eine diplomatische Offensive zur Öffnung neuer Exportmärkte unterstützen zu wollen, auch will er bis zu 15 Millionen Euro in eine Werbekampagne für Fleischkonsum investieren, um mit den angeblichen „Mythen über die Tierhaltung“ aufzuräumen. Teile des asiatischen und südamerikanischen Exportmarktes habe Hogan bereits besucht.

Während Mediziner und Ernährungsexperten zu weniger Fleischkonsum raten, verplant Hogan die Steuergelder der EU-Bürger, um die Fleischindustrie zu stärken und den Absatz zu steigern, ohne Rücksicht auf Tierwohl, Klimaschutz oder die Gesundheit des Konsumenten.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei verurteilt dieses skrupellose und lobbyorientierte Vorhaben auf das Schärfste und fordert die EU-Agrarkommission auf, von einer solchen Werbekampagne öffentlich Abstand zu nehmen, um den Missbrauch von EU-Geldern in dreistester Art und Weise zum alleinigen Zwecke der Förderung der Fleischindustrie zu verhindern.

Der Bundesvorstand

Thomas Schwarz
Pressesprecher
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Telefon: 02131 / 7398300 oder 02131 / 7398430
E-Mail: thomas-schwarz (at) tierschutzpartei.de

Krähengipfel in Dortmund

Seit Jahren kämpft die nordrhein-westfälische Stadt Soest gegen eine angebliche „Krähenplage“ an.

Immer wieder berichten Medien und Vertreter des Kreises über vergebliche Vergrämungsversuche und verbreiten mit aufgebauschten Horrorgeschichten Angst und Schrecken vor den harmlosen Tieren. So zieht die regionale Zeitung nicht zuletzt den Vergleich zu Alfred Hitchcocks Vögeln, berichtet von einem totgepickten Rehkitz und lebend gefressenen Maulwürfen.

Illegale Aktionen, wie der nächtliche Einsatz von Laserpointern, Schreckschusspistolen und Luftgewehren, sowie die Tötung der Krähen schaffen es seltener in die Nachrichten. Tierschützer versuchen schon lange, behördlich und strafrechtlich gegen unbekannte Täter vorzugehen.

Am 27.Oktober nun lädt der Vorsitzende des Soester Umweltausschusses, Benno Wollny (SPD) zu einem Krähengipfel in Dortmund ein, zu dem zahlreiche Vertreter der Kommunen und Kreise NRWs erscheinen werden, auch ein Abgesandter des Umweltministeriums des Landes wird teilnehmen.

Das angestrebte Ziel dieses Gipfels ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe.

Landesvorstandsmitglied Sandra Lück richtet sich nun mit einem Schreiben an den Soester Umweltausschuss und bittet darum, die Einladung für den Krähengipfel um einen Vertreter der Tierschutzpartei zu erweitern, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Eine Antwort steht bislang aus.


 

Sehr geehrte Mitglieder des Umweltausschusses,
sehr geehrter Herr Vorsitzender Wollny.

Am 27.Oktober 2016 findet in Dortmund-Holzwickede der von Ihnen einberufenen Krähengipfel statt.

Ziel dieser Veranstaltung ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe, um mindestens Vergrämungsaktionen und Brutstörung zum Wohle der Soester Bürger auszuweiten. So ist es den Medien zu entnehmen.

Der Appell soll an den Umweltminister des Landes NRW gerichtet sein, der neben Vertretern von zahlreichen Kommunen und Kreisen einen Abgesandten bereitstellen wird und somit in Ihrem Sinne den Druck auf Berlin und Brüssel erhöhen soll.

Als Mitglied im Landesvorstand NRW und Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei ist mir sehr daran gelegen, in Erfahrung zu bringen, um welche Maßnahmen zur Lockerung des Schutzstatus der Tiere es sich im Detail handeln soll und wie Ihre konkreten Forderungen formuliert sind.

Daher bitte ich Sie, die Einladung zur Teilnahme an Ihrem Krähengipfel auf einen Vertreter der Tierschutzpartei auszuweiten, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,
Sandra Lück

Bundesvorsitzende
Mitglied im Vorstand Landesverband NRW

Film: AGROKALYPSE

AGROkalypse, der Tag, an dem die Gensoja kam

Der in der vergangenen Woche gezeigte Film AGROKALYPSE in Hannover erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.

Zum Trailer.

Im Anschluss an den Film standen der Regisseur Marco Keller und Nds. Landwirtschaftsminister Christian Meyer dem Publikum Rede und Antwort.

Die wichtigsten Informationen wie folgt: Für 1 Kg Fleisch werden 12 kg Proteine verfüttert; Soja ist eine Pflanze mit hohem Proteingehalt und findet deshalb vorrangig Verwendung. Geeignete Böden sind nach der Rodung der Regenwälder und Vertreibung der Ureinwohner in Südamerika zu finden. Dort werden riesige Felder mit genmanipulierten Sojapflanzen bestellt und bewirtschaftet. Die genetische Veränderung hat den „Vorteil“ , dass passende Pflanzengifte, die von den Firmen gleich mit dazu geliefert werden, jegliches Wachstum um die genveränderte Pflanze herum zerstören. Auf den unvorstellbar riesigen Feldern muss nur noch gespritzt und nicht mehr gejätet werden. Das zerstört aber komplett die Biodiversität und in einem späteren Stadium auch die Fruchtbarkeit des Bodens. Was bleibt, sind vergiftete Böden, eine verwüstete Natur und volle Taschen für die großen Konzerne.

Soja wird als Futtermittel für unsere sog. Nutztiere tonnenweise nach Europa verschifft. Einer der Hauptimporthäfen liegt in Niedersachsen, dem Heimatland der Mastbetriebe und dem größten Schlachthaus Europas.

Noch gibt es keine Kennzeichnungspflicht für Fleisch von Tieren, welche mit genbehandeltem Soja gefüttert wurden. Gleiches gilt für die Milch. Sicher ist, dass alles konventionell „erzeugte“ Fleisch von Tieren stammt, die ihr Leben lang mit Gensoya gefüttert wurden. Nur in der Biolandwirtschaft ist das nicht erlaubt.

Meine Empfehlung: Wenn schon Fleisch und Milch, dann doch besser aus regionaler Bio-Landwirtschaft.

Dem Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen sind die Zusammenhänge bekannt; mit verschiedenen Programmen soll die „sanfte Agrarwende“ herbeigeführt werden. Aus meiner Sicht ein guter Ansatz, der jedoch nur einen zarten Anfang darstellen kann. Wir haben nicht mehr ewig Zeit, zu handeln. Wir müssen endlich aufhören, Tiere in unvorstellbaren Mengen (über) zu „produzieren“ und auch noch zu glauben, dass mit Fleisch die Welt ernährt werden kann. Schlauer wäre, mit pflanzlichen Lebensmitteln gegen den Welthunger anzukämpfen, anstatt den Umweg über den Tiermagen zu gehen.

In dem Film war zu sehen, wie eine von ihrem Land vertriebene Guarani-Kaiowá ein staubiges Stück tote Erde aufnahm und mit den Worten „Wir Guarani-Kaiowá haben ein anderes Verhältnis zur Erde als die Agrarindustrie“ in die Kamera hielt. Dieses andere Verhältnis werden wir in uns sicherlich auch wieder entdecken, wenn dank Monokultur, Gärresten aus Bioanlagen, Mineraldünger und der Gülle aus der Massentierhaltung unsere Böden ausgelaugt und das Grundwasser vergiftet sein wird. Bis dahin kümmern wir uns doch lieber um die angenehmen Dinge des Lebens, wie die mäßigen Besucherzahlen in einem kleinen Kino der niedersächsischen Landeshauptstadt, in welchem auch das Gespräch mit einem Minister geführt werden konnte, zeigen.

Simone Oppermann / Landesverband Niedersachsen

Bericht über den 36. Bundesparteitag

Am 8.10.2016 fand der 36. Bundesparteitag der Tierschutzpartei statt, der vom Bundesvorsitzenden Horst Wester geleitet wurde.

Verleihung der MUT-Medaille

Auf diesem wurde zunächst dem Feuerwehrmann Patrick Dau aus Mohnheim die diesjährige MUT-Medaille verliehen. Die Partei ehrte damit seinen beispiellosen Einsatz im Frühjahr, als er mittels Mund-zu-Schnauze-Beatmung einen Hund wiederbelebte, den seine Kollegen aus einem brennenden Haus gerettet hatten. Damit hatte er sich genau so verhalten, wie sich die Partei vorbildliches Verhalten vorstellt: Er hatte tierliches Leben genauso rettenswert eingestuft wie menschliches. Ratsfrau im Düsseldorfer Stadtrat Claudia Krüger hielt die Laudatio.

Anträge für eine bessere Welt

Claudia Krüger, Stadträtin in Düsseldorf und Beisitzerin im Bundesvorstand überreicht Patrick Dau die MUT-MedailleAnschließend wurden mehrere Anträge bearbeitet, die allesamt verabschiedet wurden, darunter eine Satzungsänderung, die vorsieht, dass ein Europa- oder Bundestagsmandat nicht mit einem Amt in der Partei vereinbar ist sowie drei Ergänzungen des Grundsatzprogramms, in denen wir uns für die Erprobung eines bedingungslosen Grundeinkommens, für ein stärkeres In-die-Pflicht-Nehmen von Konzernen, die Menschen-, Tier- oder Umweltschutzrechte missachten sowie für eine gerechtere, bessere und menschlichere Bildungspolitik aussprechen.

Teilnahme an der Bundestagswahl

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war der Beschluss über die Teilnahme an der Bundestagswahl 2017, der genauso mit großer Mehrheit angenommen wurde wie das dazugehörige Wahlprogramm, an dem zuvor nach offener Diskussion noch kleine Änderungen vorgenommen worden waren.

Rechenschaftsbericht und BuVo-Nachwahl

Nach dem politischen Rechenschaftsbericht, der vom Bundesvorsitzenden Matthias Ebner vorgetragen wurde, fand zudem eine Nachwahl der bis zuletzt offenen Positionen im Bundesvorstand statt. Gewählt wurden als:

Die MUT-Medaille 2016 für Patrick Dau3. Bundesvorsitzende: Sandra Lück
Schriftführerin: Sonia-Ellen Hösl
Stellv. Schriftführerin: Dr. Jessica Frank
Beisitzer_innen: Patricia Kopietz, Helmut Wolff, Andreas Döring und Murielle Ohnesorg

Vortrag über Tierversuche

Abschließend gab es einen Vortrag von Margrit Vollertsen-Diewerge über Tierversuche und Alternativmethoden sowie die Berichte aus den BAKs.

Presse über uns

Über die Verleihung der MUT-Medaille berichtete im Vorfeld des 36. Bundesparteitages die taz.

Impressionen vom BPT in Hülle und Fülle querbeet

 

Bundesparteitag 08.10.2016

Kurzmeldung

Beim Bundesparteitag, der am vergangenen Samstag, am 8. Oktober 2016, in Frankfurt am Main statt fand, haben wir die MUT-Medaille an Patrick Dau verliehen, den Feuerwehrmann, der einem Hund mit einer Mund-zu-Schnauze-Beatmung das Leben rettete (siehe z.B. hier).

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1. Mahnwache „Ein Licht der Hoffnung“ vor dem Bamberger Schlachthof am 30.09.2016

Landesverband Bayern in Aktion

Unser Landesverband Bayern hat am 30.09.2016 eine Mahnwache – zum Gedenken an alle getöteten Seelen – vor dem Zentralschlachthof in Bamberg abgehalten.

Von der Mahnwache und dem auf den ersten Blick “malerischen” Umfeld entstand ein sehr berührendes Video.

Das Video ist völlig unblutig, von daher können es auch zart beseelte Menschen anschauen. Allerdings sind die stillen Bilder mit der hinterlegten Musik so berührend, dass einen beim Anschauen kalt wird und die Augen nicht trocken bleiben.

Hier Video ansehen.

Danke schön an ALLE, die diese bewegende Aktion möglich gemacht haben! Möge die Aktion viele vorbeiziehenden Menschen in ihren Herzen erreicht haben. Wir sind so froh, dass es euch gibt und wir durch das Video mit euch und den Tieren verbunden sein dürfen!

Ihre / Eure Bundesgeschäftsstelle

Offener Brief an Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt

 

An Bundeslandwirtschaftsminister
Herrn Christian Schmidt
Unter den Linden 71, Zimmer 231
11011 Berlin

E-Mail: christian.schmidt (at) bundestag.de

 

Das Gespäch mit Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU), auf das sich der nachfolgende “Offene Brief” bezieht, ist in der Freien Presse online zwecks Einsicht leider nicht abrufbar – veröffentlicht wurde dieses in der Druckausgabe am 27.09.2016. Sie finden das Interview mit Schmidts klarem Bekenntnis zur exportorientierten Massentierhaltung aber in der Stuttgarter Zeitung hier.

 

30. September 2016

 

Sehr geehrter Herr Schmidt,

Bezug nehmend auf das veröffentlichte Interview mit Ihnen in der Freien Presse vom 27.09.2016, möchte ich ein paar kritische Anmerkungen machen.

Im Interview machten Sie deutlich, dass Sie kein grundsätzliches Problem mit der exportorientierten Massentierhaltung haben. Auch wollen Sie niemandem sein Schnitzel madig machen. Ganz deutlich streichen Sie heraus, dass Sie sich für bessere Haltungsbedingungen der Tiere einsetzen, was Sie als Ihre Aufgabe ansehen und was wir Tierschützer/Tierrechtler ungeduldig dankbar begrüßen.

Was mich stört, ist aber ihre zu tolerante Meinung über das Fleischessen und dies zur Privatsache abtun. Ihre beiden Interviewpartner weisen Sie aber deutlich darauf hin, dass Massentierhaltung nicht nur qualvoll für die Tiere ist, sondern auch schädlich für Mensch und Umwelt, z.B. auch im Hinblick auf die Überdüngung der Felder und die damit einhergehende Grundwasserbelastung. Dass Sie dieses Problem mittels einer Überarbeitung der Düngegesetzgebung in den Griff bekommen wollen, ist lobenswert. Zu bedenken ist dabei aber folgendes: Laut einer vom BUND erstellten “Chronik der Gülle-Unfälle” flossen 9,6 Millionen Liter Gülle in zwölf Monaten (von Juli 2015 bis Juni 2016) auf Grund von Unfällen und Havarien unkontrolliert in die Umwelt. Man kann sich gut ausmalen, dass in den Jahren zuvor unzählige Millionen von Litern Gülle zusätzlich, neben der Düngung der Felder und Wiesen, in die Umwelt geflossen sind. Glauben Sie, dass sich dieses vom Menschen gemachte Problem mit einer neuen Verordnung regeln lässt? Ich bin da eher sehr skeptisch, weil es einfach zu viel an Gülle ist, die ja nicht ewig auf Anbaufeldern liegen bleibt, sondern weiter ins Grundwasser einzieht. Deutschland lässt zudem auch noch Gülle aus den Niederlanden einfahren. Welch ein Wahnsinn!

Bitte bedenken Sie auch bei Ihrem Festhalten an der unverantwortbaren Massentierhaltung, dass der hohe Fleischkonsum gravierende Auswirkungen auf das Klima hat, zur Wasserknappheit weltweit beiträgt, Regenwald abgeholzt wird für den Anbau von Futtermitteln, eine der Hauptursachen für Zivilisationskrankheiten ist und den Welthunger verschärft. Das sind alles Dinge, die hinlänglich seit Jahren bekannt sind und leider oft nicht im Zusammenhang gesehen und angegangen werden, weil der oder die Deutsche scheinbar nicht über den Tellerrand hinaus schaut. Selbst politische Größen sehen oder wollen sie nicht erkennen, was aber notwendig ist, angesichts der globalen Problematik. Siehe auch nicht zu übersehender Hinweis im Willi Brandt Museum in Berlin: Denke global!

Fleischessen ist schon lange keine Privatsache mehr, weil sie über das Private weit hinausgeht und unser gesamtes Ökosystem negativ beeinflusst. Wir reichen Industrienationen können es einfach nicht mehr verantworten, dass in anderen Teilen der Welt gehungert wird und wir hier unzählige Millionen von Tiere mästen und abschlachten und wegen des Profits an der Massentierhaltung festhalten. Einerseits verhungert fern unseres Blickes alle 3,5 Sekunden ein Kind, weil es nicht mal ein Stückchen Brot zum Essen hat. Aber andererseits werden für die Produktion von 1 Kilogramm Fleisch bis zu 16 Kilogramm Getreide oder Soja als Futtermittel eingesetzt – das ist meiner Meinung nach Getreide, das eigentlich hungernden Menschen zustehen müsste.

Bitte überdenken Sie Ihre gegenwärtige Sichtweise über die Massentierhaltung im Ganzen. Wenn Ihnen wirklich als Politiker, der sich christlichen Werten verschrieben hat, ganz besonders das Wohl der Menschen am Herzen liegt – bitte denken Sie jetzt an das hungernde Kind – dann reden und handeln Sie bitte auch dementsprechend langfristig und ganzheitlich. Das impliziert die artgerechte Haltung von Tieren sowie die Bewusstseinsförderung dieser Zusammenhänge innerhalb der Bevölkerung, etwa medial und wirtschaftspolitisch. Dabei sollten, angesichts einer solchen Problematik, eigene subjektive Interessen, ob man Fleisch gerne isst oder nicht, außen vor gelassen und eine Politik, die dem Wohl aller dient, sowohl Mensch als auch Tier, in die Wege geleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen
Sabine Jedzig
Bundesgeschäftsstelle
Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Tierschutzpartei Finnland offiziell gegründet

Glückwünsche von uns übermittelt

Am 20.09.2016 gründete sich die Partei offiziell, indem sie 5000 Unterstützungsunterschriften den Behörden vorlegte. Sie ist nun Bestandteil einer weltweiten Bewegung, Tierschutz in die Parlamente zu bringen.

„Durch die internationale Vernetzung und persönliche Kontakte werden wir uns gegenseitig unterstützen“, so Martin Buschmann, Leiter des „BAK Internationaler Tierschutz/Tierschutzparteien“.

Herzliche Glückwünsche wurden von unserer Seite bereits übermittelt und eine Zusammenarbeit auf europäischer Ebene signalisiert.

Webseite: http://www.eop.fi/

Martin Buschmann

Leserbrieftext in der Ostsee-Zeitung: “Blutige Jagd auf Frischlinge”

von Robert Gabel, Vorsitzender des LV Mecklenburg-Vorpommern

“Es ist erschütternd, dass der Jägerschaft immer und immer wieder nur das Schießen als Lösung für alles einfällt. Nicht nur, dass offiziellen Statistiken zufolge jedes Jahr zigtausende Hunde und Katzen angeschossen und erschossen werden, jetzt wird auch noch zur blutigen Jagd auf Tierkinder aufgerufen! Natürlich, wie es sich für Jäger gehört, nur mit entsprechend pekuniären Anreizen. Wann findet endlich mal ein Umdenken statt und es wird auf alternative Regulationsverfahren umgestellt?

Einige erfolgreiche Versuche und auch breite Anwendungen – beispielsweise auf Wildschweine beschränkte Verhütungspillen in Futterauslagen – fanden bereits statt und wären auch hier einsatzbereit.

Es ist zu hoffen, dass die mit brutalen Tötungsmaschinen ausgelebten Urinstinkte nach Jagd und Blut irgendwann mal weniger zählen als das Recht auf ein möglichst unversehrtes Leben von Haus- und Wildtieren jeglichen Alters.”

Weiterführende Informationen: http://www.spektrum.de/news/grunzende-nachbarn/1193199

frischlingeoz

Artikel in der Ostsee-Zeitung, in dem beschrieben wird, dass die Jägerschaft des Landkreises Vorpommern-Greifswald (flächenmäßig anderthalb mal so groß wie das Saarland) künftig Geldanreize für das Schießen auf Frischlinge und Leitbachen erhalten soll – sowie der abgedruckte Leserbrief