Der Wiesenhof Skandal geht weiter

Entenmast bei Wiesenhof – Peta ermittelt im Jahr 2012

Laut Newsletter vom 05.07.2012 konnten Peta-Ermittler bei einer aktuellen Recherche mehrfach Einblick in einen Wiesenhof-Entenmastbetrieb in Melle bei Osnabrück gewinnen. Bei jedem Besuch der Mastanlage fanden die Ermittler tote Enten zwischen den lebenden vor. Sehr viele Tiere lagen auf dem Rücken und konnten aus eigener Kraft nicht mehr aufstehen. Das weist auf die Überzüchtung der Tiere hin und die daraus resultierende Störung der Skelettreifung. (Hier Bericht lesen)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich bei den Ermittlern von Peta, die immer wieder schwere Missstände aufdecken und ans Tageslicht bringen; schon im Jahr 2010/2011 wurde alltägliche Tierquälerei bei Wiesenhof aufgedeckt und im Fernsehen darüber berichtet. Sie, liebe Verbraucher/innen, haben es in der Macht! Sensibilisieren Sie sich und Ihre Mitwelt, und greifen Sie zu pflanzlicher Kost, um Tierleid zu minimieren. Sprechen Sie sich gegen die Intensivmast aus und kaufen Sie keine Tierqualprodukte!

Was brachte der Brüsseler EU-Gipfel?

Finanzhilfen für Euro-Schuldenländer ohne strikte Auflagen

In einem 15-stündigen Verhandlungsmarathon wurde der erleichterte Zugang zum Rettungsfonds ESM beschlossen. Anders ausgedrückt: Die Schuldenstaaten innerhalb der Euro-Zone, die die Zielvorgaben der EU-Kommission erfüllen, dürfen zukünftig – ohne strikte zusätzliche Sparauflagen – sich mit weiteren Milliarden aus dem Fonds versorgen. Auch direkte Hilfe für marode Banken soll über den ESM zukünftig vergeben können – allerdings erst, wenn eine europäische Bankenaufsicht bei der EZB eingerichtet ist.

Hilfsanträge von Schuldenländern unterliegen zwar einer Prüfung durch die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, die Hilfsanträge der Banken sollen ab nächstem Jahr durch eine europäische Bankenaufsicht geprüft werden, doch was heißt das schon. Man will den Euro retten – um jeden Preis, auch um den Preis einer Hyperinflation, die zwangsläufig kommen wird, weil die Geld-Druckmaschinen auf Hochtouren laufen, um buntes, an sich wertloses Papier zu drucken.

Jetzt wird es auch Horst Seehofer mulmig, er drohte in einem neuen “Stern”-Interview mit dem Bruch der Koalition, sollte die Bundesregierung einknicken und den Euro-Krisenstaaten weitere finanzielle Zugeständnisse machen. “Irgendwann ist der Punkt erreicht, wo die bayerische Staatsregierung und auch die CSU nicht mehr Ja sagen können”, so Seehofer.

Die Sichtweise der Partei Mensch Umwelt Tierschutz: Volksentscheid über die Rettungsschirme und die Unterstützung für notleidende Schuldenstaaten auf Höchstsummen und maximale Zeitspannen begrenzen.

Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende!

Betreff: Protest gegen die Festnahme von Herrn Paul Watson

Bundesministerin der Justiz

Frau Sabine Leutheusser-Schnarrenberger
Deutscher Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin

Sehr geehrte Frau Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger,

auf dem 29. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, am 23.06.2012 in Frankfurt am Main, wurde neben einem anderen Preisträger Herr Paul Watson, Gründer der Sea Shepherd Conservation Society, mit der MUT-Medaille 2012 ausgezeichnet. Damit setzte unsere Partei ein Zeichen uneingeschränkter Solidarität mit diesem weltbekannten Tier- und Umweltschützer.

Die auf dem 29. Bundesparteitag anwesenden Parteimitglieder brachten ihre Empörung und ihr Missfallen gegenüber dem Justizministerium zum Ausdruck, da dieses es bis heute unterlassen hat, sich für eine zügige Freilassung bei den zuständigen Behörden in Frankfurt am Main einzusetzen.

Sehr geehrte Frau Leutheusser-Schnarrenberger, wir bitten Sie hiermit im Namen der auf dem 29. Bundesparteitag anwesenden Parteimitglieder nochmals eindringlich, in dieser Sache tätig zu werden, um zu verhindern, dass Herr Paul Watson nach Costa Rica ausgeliefert wird, wo ihn mit Sicherheit kein fairer Prozess erwartet.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Stefan Bernhard Eck / Bundesvorsitzender

Bürger wollen die Linden in der Heine-Straße in Falkenstein retten

Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht hinter den Bürger/innen

Der Stadtrat in 08223 Falkenstein / Vogtland hat in seiner Abstimmung vom 07.06.2012 einstimmig den Straßen- bzw. Fußwegneubau in der Heinrich-Heine-Straße beschlossen. Aufgrund dieser Vorplanung sollen sämtliche dort bereits seit Jahrzehnten und Generationen befindliche gesunde und ausgewachsene Linden schlichtweg abgeholzt werden. (Hier weiter lesen…)

Bitte unterzeichnen Sie die Petition zum Thema (hier)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat sich dieser Sache angenommen, weil wir das ökologische Engagement der Bürger/innen von Falkenstein unterstützen wollen.

Offener Brief an das Bürgermeisteramt in 08223 Falkenstein / Vogtland

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rauchalles,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Mann,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Steiniger,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Kießling,

die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bittet den Falkensteiner Stadtrat, der in seiner Sitzung vom 07. Juni 2012 einstimmig den Straßen- bzw. Fußwegneubau in der Heinrich-Heine-Straße beschlossenen hat, nochmals zu überdenken. Die in der Planung vorgesehene Abholzung von 50 ausgewachsenen Linden entspricht nicht dem Umweltbewusstsein vieler Bürger/innen der Stadt Falkenstein.

Wir sind der Meinung, dass nichts gegen eine Straßen- und Fußwegsanierung in der Heine-Straße einzuwenden ist, solange der alte Baumbestand erhalten bleibt.

Mehrere Gründe sprechen für die Erhaltung der 80-jährigen Linden:

1. Die Berichterstattungen, Proteste und Diskussionen in der Freien Presse und im Internet zeigen deutlich, dass die Bürger/innen in Falkenstein von den zuständigen Behörden bzw. von den Volksvertretern eine verantwortungs- und umweltbewusste Entscheidung erwarten, was die Abholzung des alten Baumbestandes in der Heine-Straße betrifft. Sie wollen keine Neubepflanzung, sondern sie wollen „Altbewährtes“ und ökologisch Wertvolles erhalten. Mehrere Generationen wurden mit diesen Bäumen alt und es ist anzunehmen, dass die Anwohner sich beim Wechsel der Jahreszeiten an den Bäumen und deren Bewohnern erfreuen. Alte Alleen sind nicht nur für die Sinne faszinierend, sondern sie prägen auch das Stadtbild positiv und vermitteln ein Gefühl von Heimat.

2. Proteste, Diskussionen und Widerstände von Bürgern/innen sollten angesichts des globalen Artensterbens (wir weisen z.B. auf das weltweite Bienensterben hin!) auch auf lokaler Ebene nicht einfach ignoriert werden. „Emotional hochgeputscht“, so wie es die CDU vom Falkensteiner Stadtrat sieht, sind die Einwände seitens der Bürger/innen in unseren Augen absolut nicht! Es ist in der heutigen Zeit ein Umweltfrevel, wenn bestehende Biotope leblosem Asphalt weichen müssen; Bäume, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, spenden großflächig Schatten, produzieren Sauerstoff und nehmen Kohlendioxid auf. Sie sind als Lebensraum für Vögel und Insekten, wie Bienen, Hummeln und Dipteren von unverzichtbarem Wert.

3. Ökologisches und globales Denken ist bei jedem Einzelnen von uns notwendig, weil die Menschen seit der industriellen Revolution der Erde große Wunden zugefügt haben. Zum Beispiel ist gerade einmal sechs Prozent der Landfläche des Planeten heute noch mit tropischen Wäldern bedeckt; innerhalb von nicht einmal dreißig Jahren schrumpften die Wälder auf weniger als die Hälfte zusammen. Tag für Tag sterben einige hundert Tierarten aus.

4. Wir dürfen das globale Artensterben nicht verdrängen, Artensterben findet auch immer vor der eigenen Haustür statt! Erst kürzlich wurde auf dem UN-Gipfel in Rio im Juni d.J. eine Studie vorgestellt, wonach von 63 837 untersuchten Arten 19 817 vom Aussterben bedroht sind.

Es ist aus o.g. Gründen notwendig, jetzt ökologisch zu denken und der Ökologie Vorrang vor der Ökonomie einzuräumen. Dies bedeutet auch, dass alles versucht werden muss, um die alten Linden in der Heinrich-Heine-Straße als schützenswertes Biotop für die heutigen und kommenden Generationen von Menschen und Tieren zu erhalten!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt das vorbildliche Engagement der vielen Falkensteiner Bürger/innen, die nicht alle Entscheidungen ihrer lokalen Politiker widerstandslos hinnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. der Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Sabine Jedzig / Vorstandssekretariat

Mediziner Grönemeyer: “Uns fehlt der Respekt vor der Kreatur”

Der Mediziner Dietrich Grönemeyer tingelt als Wanderprediger für die Volksgesundheit durch die Talkshows. Jetzt will er die Deutschen besseres Essen lehren. Im Interview erzählt er, was ihn an Ernährung fasziniert – und warum er beinahe Vegetarier ist.. (Artikel lesen…)

Jagdgegner siegen vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte

Jagd auf meinem Grundstück – Nein danke!

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verkündete am 26. Juni 2012 sein Urteil, dass die in Deutschland vorgeschriebene Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gegen die Menschenrechte verstößt. Damit wiederholte die Große Kammer des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte ihr Urteil von 1999 im Falle eines französischen Klägers, der sich in unserem Nachbarland Frankreich gegen die Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften gewehrt hatte.

Das am 26. Juni 2012 gesprochene Urteil dürfte dazu führen, dass das Bundesjagdgesetz und die Landesjagdgesetze in Kürze reformiert werden. Die Aufhebung der Zwangsmitgliedschaft in Jagdgenossenschaften in Deutschland wird den Jägern nicht schmecken, aber zig Tausenden von Wildtieren das Leben retten.

Verleihung der „MUT-Medaillen“ an Paul Watson und Jan Peifer

Am 23.06.2012 fand in Frankfurt am Main der 29. Bundesparteitag der Partei Mensch Umwelt Tierschutz statt. Neben vielen wichtigen Punkten und Neuwahlen waren die Höhepunkte die Verleihungen der MUT-Medaille an Paul Watson und Jan Peifer.

 

Beide haben sich verdient gemacht im Kampf für die Rechte der Tiere: Paul Watson, Gründer der Sea Shepherd Conservation Society, setzt sich seit Jahren unter Einsatz seines Lebens für den Schutz der Meere und ihrer Bewohner ein. Jan Peifer ist Journalist und Undercover-Filmer und recherchiert und dokumentiert seit über zehn Jahren die Missstände der Massentierhaltung.

Paul Watson und Jan Peifer hielten bewegende Ansprachen und hinterließen bei den Mitgliedern und Gästen einen großen Eindruck.

Nach der Verleihung der MUT-Medaille an Paul Watson, mit der unsere Partei die uneingeschränkte Solidarität mit diesem unbeugsamen Tier- und Umweltschützer zum Ausdruck brachte, wurde ein Initiativ-Antrag gestellt und ein Beschluss gefasst, in dem die Anwesenden ihre Empörung und ihr Missfallen gegenüber dem Justizministerium – insbesondere Frau Ministerin Leutheusser-Schnarrenberger – zum Ausdruck brachten; sie hat es bis heute unterlassen, sich für die zügige Freilassung von Paul Watson einzusetzen, da sie nicht einer Entscheidung der verantwortlichen Behörden vorgreifen will.

Man kann es nur als humanitäres Armutszeugnis bezeichnen, wenn kühl und unbeteiligt auf die Eigenständigkeit dieser Behörden verwiesen wird. Es wäre angezeigt, sich Paul Watson zum Vorbild zu nehmen, der sich von Anfang auf die Fahnen schrieb, bei all seinen Kämpfen niemals Menschen zu Schaden kommen zu lassen – auch nicht solchen, die den Tieren großes Unrecht zufügen. So sieht wahre Humanität aus!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz kann für sich in Anspruch nehmen, als einzige in der Bundesrepublik Deutschland tatsächlich für Paul Watson „Partei ergriffen zu haben“ – im eigentlichen Sinne des Wortes. So ist zu hoffen, dass er unser Land nicht nur in trüber Erinnerung behält, sondern sich nach seiner hoffentlich baldigen Rückkehr in seine Heimat durch die ihm verliehene MUT-Medaille auch an die Beweise von Solidarität, Freundschaft und Zuneigung erinnern wird!

Riesenschildkröte „Einsamer George“ gestorben

Artensterben hält unvermindert an…

Laut Bild vom 25.06.2012 ist die Galápagos-Riesenschildkröte „Einsamer George“ am vergangenen Sonntag im Alter von rund 100 Jahren gestorben. Mit ihrem Tod ist die Erde um eine Spezies ärmer. Sie galt als der weltweit letzte Vertreter der Unterart Chelonoidis nigra ssp. Abingdoni.

Wie Bild weiter berichtet, wurde auf dem UN-Gipfel in Rio eine Studie vorgestellt, wonach von 63 837 untersuchten Arten 19 817 vom Aussterben bedroht sind: „Nach der jährlich neu herausgegebenen Roten Liste der Weltnaturschutzunion IUCN sind 41 Prozent der Amphibien bedroht, 33 Prozent der Korallenriffe, 25 Prozent der Säugetiere, 20 Prozent der Pflanzen und 13 Prozent der Vögel. In Afrika sind inzwischen 27 Prozent der Süßwasserfische bedroht, in Europa gelten 16 Prozent der einheimischen Schmetterlingsarten als bedroht, ebenso 18 Prozent der Fledermäuse weltweit.“

Possenspiel um “Herdprämie” geht auch im Bundestag weiter

Erste Lesung im Bundestag durch Verfahrenstrick verhindert

Bereits seit Monaten wird nun schon über das sogenannte Betreuungsgeld gestritten. Aber genau genommen wird nicht gestritten, sondern viele Bürgerinnen und Bürger – innerhalb und außerhalb der Parteien – sind sich einig: Dieses Betreuungsgeld darf nicht kommen. Um es auf den Punkt zu bringen: Es wird von der überwältigenden Mehrheit der Deutschen, von allen Experten und auch von fast allen Parteien abgelehnt! Die Schweden haben es vor 4 Jahren vorgemacht und ärgern sich mittlerweile maßlos über das sinnlos herausgeworfene Geld.

Lehnen es wirklich alle ab? Nein, eine kleine Lokalpartei trotzt allen Argumenten und möchte das Betreuungsgeld zur Imagepflege unbedingt durchdrücken. Schließlich haben sie dafür im Koalitionspoker das ein oder andere Stück Kreide schlucken müssen. So funktioniert heutzutage große Politik im Bundestag! Keine Sachargumente, nicht die Vernunft waltet und lenkt unsere Politiker, sondern ein basarähnliches Rumgeschacher führt zu milliardenschweren Gesetzen!

Am 15. Juni 201 sollte die erste Lesung zu dem Gesetz gehalten und darüber abgestimmt werden, das die Herdprämie/das Betreuungsgeld möglich macht. Das Bundesgesetz sieht vor, dass der Bundestag nur dann beschlussfähig ist, wenn mehr als die Hälfte der vom Volk gewählten Abgeordneten anwesend ist. Und das war nicht der Fall. Dies wurde festgestellt, weil über einen vorhergehenden Antrag von SPD und Grünen zum Wettbewerbsrecht per Hammelsprung abgestimmt wurde. Bei diesem Abstimmungsverfahren müssen die Parlamentarier durch eine bestimmte Tür gehen, um so ihr Stimme abzugeben. Petra Pau von der Linken als Sitzungsleiterin stellte daraufhin die Beschlussunfähigkeit fest und beendete die Sitzung.

Union und FDP werfen den Oppositionsparteien nun schäbige Trickserei vor. Die so Gescholtenen verweisen darauf, dass von den Regierungsfraktionen selber 136 von 430 Bundestagsabgeordneten fehlten und die sich auf diesem Wege quasi gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen hätten. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt, der dies natürlich ignorierte, sprach nur davon, dass die SPD den „absoluten Gefrierpunkt demokratischer Unkultur erreicht“ habe.

Aus unserer Sicht zeigt dieses Beispiel, dass der absolute Gefrierpunkt politischer Unkultur im deutschen Bundestag bereits allgemein überschritten ist! Wir als kleine Partei müssen in Diskussionen auf der Straße oder mit Politik-Interessierten diesen Nonsens der “großen” Parteien ausbaden. “Die machen doch eh, was sie wollen.”, heißt es immer wieder. Nein, machen sie nicht! Denn sie wissen ja nicht mal, was sie wollen! Die Positionen zu politischen Themen der im Bundestag sitzenden Abgeordneten hängen schon lange nicht mehr von deren Meinung ab oder von Argumenten. Maßgebend ist, was sie von ihrer Fraktionsspitze vorgegeben bekommen. Und wie die zu ihrer Meinung kommt, wird in Hinterzimmern ausgekungelt; die Interessenlagen sind für den Bürger völlig undurchsichtig. Wofür gibt es einen solchen Bundestag eigentlich noch, wenn er ohnehin nur noch eine Demokratiefolklore betreibt, die an der Wirklichkeit der BürgerInnen vorbeigeht?

Schlachten im Akkord

Fehlbetäubungen an der Tagesordung

Laut web.de vom 21.06.2012 hat die Bundesregierung nach einem Bericht der “Saarbrücker Zeitung” schwerwiegende Zwischenfälle bei der Tötung von Schweinen und Rindern auf deutschen Schlachthöfen festgestellt.

In Deutschland wird in den rund 5100 zugelassenen Schlachthöfen im Akkord gearbeitet; nach wie vor kommt es zu Fehlbetäubungen, so dass die Tiere einem grausamen Ende entgegen sehen müssen.

Bis zu neun Prozent der Rinder würden nicht richtig betäubt, bei Schweinen belaufe sich die “Fehlbetäubungsrate” bei von Hand bedienten, elektrischen Anlagen auf bis zu zwölf Prozent. Demnach würden auf einem Schlachthof bis zu 750 Schweine pro Stunde betäubt, fünf Sekunden blieben dann für die fachgerechte Tötung. Bei Rindern seien es 80 Tiere pro Stunde und 45 Sekunden für die Tötung. (Zum Artikel von web.de)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert ein Ende des Schlachtens im Akkord, denn die unausweichliche Gewaltanwendung beim Tötungsvorgang muss – soweit überhaupt möglich – stressarm erfolgen! Wir fordern die Regierung auf, sich dafür einzusetzen, dass industrielle Mästen und Schlachten von warmblütigen Tieren zu verbieten; Tierquälereien in der Massentierhaltung sowie Zuwiderhandlungen gegen die gesetzliche Betäubungspflicht müssen vom Gesetzgeber hart bestraft werden!

Hier können Sie einen Bericht zu Deutschlands größtem Schweine-Schlachtbetrieb „Tönnies“ ansehen: (www.zdf.de/ZDFmediathek)

Ein paar Zahlen und Fakten zum Schlachtunternehmen in Stichpunkten:

– rund um die Uhr werden Schweine zum Schlachten angeliefert
– in mehreren Schichten, 6 Tage die Woche, wird im Akkord geschlachtet
– Fleisch ist hier ein Massenprodukt
– jährlich verarbeitet die Firma 15 Millionen Schweine
– die Hälfte der Fleischproduktion geht ins Ausland, weil billiges deutsche Schweinefleisch gefragt ist, auch Aldi und Lidl wird beliefert
– Nasen und Füße der Schweine gehen in den Export nach Asien, weil sie dort eine Delikatesse sind
– 7600 Beschäftige arbeiten im Konzern
– produziert wird mit Billigarbeitern, Zerleger erhält rund 7,00 Euro Stundenlohn…

Hier können Sie einen Beitrag zu den Fehlbetäubungen bei der Schlachtung aus den Tagesthemen vom 29.03.10 sehen: (www.youtube.com)

Fleisch – Ein Schlachter berichtet

Warum wollen sogar die, die gerne Fleisch essen, lieber nicht so genau wissen, wie ihr Steak auf den Teller kommt? Zu Besuch bei einem Mann, der seit 50 Jahren schlachtet. (Hier lesen…)