Der Wolf: “Schutzstatus muss erhalten bleiben!”

Petition an Umweltminister Stefan Wenzel

Mit dieser Petition fordern wir den Erhalt des hohen Schutzstatus aller Wölfe, welcher sich durch die FFH-Richtlinie, dem Washingtoner Artenschutzabkommen und den Berner Konventionen, durch die verpflichtende Unterschrift der Bundesrepublik Deutschland, verankert und durch den §44 des BNatschG umsetzt.

Zur Sache:

Am 27. April 2016 wurde um kurz nach 20:00 Uhr der Wolf mit der wissenschaftlichen Bezeichnung „MT6“, von Wolfsbefürwortern und Fans liebevoll Kurti“ genannt, durch die Freigabe des niedersächsischen Umweltministers Stefan Wenzel und der niedersächsischen Staatssekretärin Almut Kottwitz, durch den Schuss eines Polizisten erschossen.

Die Goldenstedter Wölfin, welche laut Landwirten und Medien, ebenfalls als angebliche „Problemwölfin“ deklariert wurde, könnte nun, durch den vorangegangenen Präzedenzfall von „Kurti“, ebenfalls bedroht sein.

Zur Geschichte der Goldenstedter Wölfin:

Die Goldenstedter Wölfin fiel in der Vergangenheit durch eine hohe Anzahl von Nutztierrissen auf. Zu verschulden haben dies jedoch in vielen Fällen, die Nutztierhalter, welche ihre Tiere nicht ausreichend geschützt haben. Im Fall von Goldenstedt geht es vorrangig um Schafe von Tino Barth, einem großen Geflügelzüchter und Schafhalter. Seine Schafe halten sich im Naturschutzgebiet in Goldenstedt auf. Herr Barth hat aufgrund des Verlusts seiner Schafe und dem weiteren Schutz, über 15.000 € staatliche Subventionen erhalten. Zusätzlich wurden ihm zwei Herdenschutzhunde finanziert welche nach Einarbeitung eingesetzt werden konnten. Allerdings muss erwähnt werden, dass die Wölfin seit dem Anbringen von Wildkameras keine Schafe mehr gerissen hat, was den Gedanken nahelegt, das dort Machenschaften zugange sind um den Schutzstatus des Wolfes herabzusetzen. Es gibt Augenzeugen welche von wildernden Hunden, welche die Schafe rissen, berichten, so wie von einem schwarzen Schäferhund der dort scheinbar wild lebt. Weiter ist bekannt, dass bei Herrn Barth auf den Moorweiden ein Tierkadaver vergraben wurde und dies vermutlich erst die Wölfin anlockte.

Die Herdenschutzesel und Herdenschutzhunde von Herrn Barth, befanden sich während der Vorkommnisse nicht auf der Weide und auch die Zäune hatten nicht die Höhe wie die Presse angegeben hatte. Dies belegen und dokumentieren Fotos. So fehlte bei den Schafen von Herrn Barth, auf Teilen seiner Weidefläche, z.B. der Grabenschutz und zudem war der Zaun nicht ausreichend mit Strom gesichert. Zur Beweislage vor Ort, wurden Sachverständige einer Fachfirma zu Rate gezogen, um die Ursachen herauszufinden wie es zu den Schafsrissen überhaupt kommen konnte.

Zur Erklärung:

Wölfe gehen den Weg des geringsten Energieverlustes und daher sind Schafe auf einer schlecht und/oder ungeschützten Weide leichter zu reißen, als beispielsweise ein Reh und daher kann man diese Fälle sogar als „Anfütterung“ werten.

Jos de Bruin, einer der führenden Wolfsexperten Deutschlands, mit einer jahrzehntelangen Erfahrung sagt dazu: “Wenn ein Wolf zu oft solch positive Erfahrungen mit Nutztieren hat, wird es schwierig dies dem Wolf wieder abzugewöhnen. Allerdings zeigt dieses Beispiel, dass die „Probleme“ mit Wölfen, durch den Menschen meist „hausgemacht“ sind!“

Auch der Wolfskenner, Stefan Kunkel, welcher ebenfalls auf jahrzehntelange Arbeit mit Wölfen zurückgreifen kann sagt ganz klar: „Die mittlerweile nachgeholten Schutzmaßnahmen hätten schon viel früher erfolgen müssen und bisher sind bedauerlicherweise, außer einem Vergrämungsversuch mit Ultraschall, keinerlei Maßnahmen ergriffen worden um die Wölfin von den Nutztieren weg, hin zu Wildtieren zu bringen.

Beide Wolfskenner und Experten sind sich einig: “Die Ursachen müssen beseitigt werden, nicht die Wölfe!”

Durch den Fall Kurti, scheinen nun Weichen gestellt zu sein, welche diesen Schutzstatus herabsetzen könnten und zukünftig ein vereinfachtes Verfahren zur Aufnahme in das Jagdrecht oder auch einzelnen Abschüssen (eventuelles Beispiel die Goldenstedter Wölfin), gewährleisten.

Ein Schutz der Nutztiere ist aber möglich und wird nach Antragstellung sogar gefördert. Unter die Förderung fallen beispielsweise Herdenschutzhunde oder auch Schutzzäune mit sogenannten Lappen. Selbstverständlich sollte auch sein, wenn ein Schaden an Nutztieren entstanden und der Wolf nachweislich daran beteiligt ist, der Schäfer beispielsweise, so wie Herr Barth im oben genannten Beispiel, unverzüglich finanziell unterstützt werden muss.

Kompetente und seriöse Informationen über den Wolf, Herdenschutz und Schadenkompensation in Sachsen, Niedersachsen und Deutschland, kann man erfahren über das Kontaktbüro Wolfsregion Lausitz www.wolfsregion-lausitz.de

Nach Pfingsten soll eine Petition an den Start gehen, welche unter dem Motto „Wir brauchen den Wolf hier nicht“ steht und daher ist es umso wichtiger, dass diese Petition so oft und weiträumig geteilt wird, wie nur irgend möglich, denn am Beispiel der vergangenen Abstimmung einer Kreistagung in Kirchlinteln zeigt das Ergebnis, dass man mit 99% von ca 200 Teilnehmern, „den Wolf dort NICHT will“.
Sie steht unter dem Motto: „Wir brauchen den Wolf hier nicht. Es ist Zeit das Experiment zu beenden. Der Preis ist zu hoch.”
http://wolfsmonitor.de/?p=2797

Hieß es nicht im September letzten Jahres bei einer Forsa-Umfrage, die im Auftrag des NABU durchgeführt wurde, noch, dass 80 % aller Deutschen die Rückkehr der Wölfe begrüßen würden? 78% sogar dann, wenn es dabei zu Problemen komme?

Am 11. September 2016 sind Kommunalwahlen in Niedersachsen. Bitte dort nochmals FÜR den Wolf abstimmen, indem die „richtige“ Partei gewählt wird.

Patricia Kopietz
(Leiterin des Bundesarbeitskreises gegen Jagd & Angeln der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei)

Rücksichtslose Wirtschafts- und Handelspolitik der EU lässt Meere ausbluten

Pressemitteilung / 17.05.2016

424.993 Tonnen „Lebendgewicht“ hat die EU im Jahr 2014 aus dem Mittelmeer gefischt. Die Anzahl der getöteten Fische wird leider nicht bekannt gegeben. Laut Europäischem Parlament sind dabei 96% der bodennahen Arten sowie 71% der Fische aus mittleren Tiefen, wie Sardinen und Sardellen, überfischt.

Vor diesem Hintergrund stimmte am 18.04.2016 der Fischereiausschuss der EU mit Liberia und Mauretanien über ein nachhaltiges, partnerschaftliches Fischereiabkommen ab. Die Fangmöglichkeiten der europäischen Gemeinschaft und die finanziellen Gegenleistungen für die beiden Staaten wurden für einen Zeitraum von vorerst vier Jahren beschlossen.

Noch 2009 wurde die Überfischung im Atlantik auf 86% geschätzt, im Laufe der vergangenen Jahre hat sich der Fischbestand jedoch wieder erholt, sodass 2014 „nur noch“ von 41% Überfischung die Rede war.

Der „Wiederauffüllungsplan“ für Roten Thun im Ostatlantik und im Mittelmeer, der ebenfalls Bestandteil der Sitzung vom 18.04. war, führt also keineswegs zu einer Reduzierung der Fangquoten in unseren Ozeanen, sie wird lediglich ausgelagert. Und zwar in jene Länder, deren Lebensgrundlage die Fischerei bisher dargestellt hat. Bereits 11 Drittländer plündert die EU mit ihrem Prinzip „Cash for Fish!“, um den Überkonsum an Fischprodukten hierzulande zu bedienen.

Doch die subventionierte Fischerei durch die EU bedeutet nicht nur die Ausrottung unserer Meere. Sie provoziert auch eine weitere Fluchtursache für jene Menschen, die aufgrund der Fanglizenzen für europäische Schiffe, die mit ihren Netzen bis zu 200 Tonnen Fisch am Tag fangen und verarbeiten, ihre Arbeit und ihr Einkommen verlieren.

Die EU lässt mit ihrer rücksichtslosen Wirtschafts- und Handelspolitik nicht nur die Meere ausbluten, sie verschuldet weitaus mehr, als sie je durch Gelder für Entwicklungshilfe und Umweltprojekte wieder gut machen kann.

– Wenn das Meer stirbt, stirbt auch der Mensch –

Bundesarbeitskreis Ozeanschutz
Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei

Unser ökologischer Fußabdruck – er ist gewachsen

Dass des Deutschen ökologischer Fußabdruck größer ist als ethisch vertretbar, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er aber so überdimensionale Formen annimmt, wie jetzt die Umweltschutzorganisation „Germanwatch“ berechnet hat, macht mehr als betroffen. Und die Frage drängt sich auf, wie kommen wir aus dem selbstverschuldeten Dilemma wieder heraus?

Laut „Germanwatch“ hat Deutschland in dieser Woche bereits alle ihre natürlichen Ressourcen für 2016 aufgebraucht! Das heißt im Klartext: Wenn alle Menschen auf der Erde so wirtschaften und leben würden wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 3,1 Erden, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. 2015 waren es laut Berechnungen „nur“ 2,5 Erden.

Germanwatch schreibt in seiner Pressemitteilung vom 28.04.2016: „In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei.“

Was also tun? Uns muss endlich bewusst werden, dass wir auf Kosten nachfolgender Generationen und global gesehen auf Kosten von ärmeren Menschen, der Tiere und der Natur wirtschaften und leben. Betrachtet man die Fakten, dass wir immer mehr Ressourcen verbrauchen als uns eigentlich zustehen, um unseren Lebensstandard zu halten und zu steigern, dann kommt man unweigerlich zu der beschämenden Annahme, dass uns unsere belebte Erde, unser Zuhause, und unsere nachfolgenden Generationen gleichgültig sind. Sollte uns doch nicht alles gleichgültig sein, dann muss jeder Einzelne von uns seinen Konsum überdenken und entsprechend anpassen. Nicht vergessen darf man die politisch Verantwortlichen, die ganz eindeutig ihren Kurs, der auf immer mehr Wachstum abzielt, durch Politiker auszutauschen, die bereit sind, verantwortungsbewusste und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn unser Wirtschaften und Leben von heute wird das Gesicht der Erde von morgen beeinflussen. Gegenwärtig machen wir uns sprichwörtlich in den Augen nachfolgender Generationen unglaubwürdig, wenn wir behaupten, wir würden unsere Kinder und Kindeskinder lieben, aber im selben Atemzug unsere Erde, unsere einzige Lebensgrundlage, so strapazieren und ausbeuten, als gäbe es kein Morgen.

Der Titicacasee – eine Lebensgrundlage wird zerstört!

Am 12. April 2016 hat das Lateinamerikaforum in Berlin zu einer Veranstaltung eingeladen, an der auch der stellv. Generalsekretär Martin Buschmann teilgenommen hat.

Der Titicacasee birgt viele Geheimnisse, die bisher noch nicht in ihrer Gesamtheit dargestellt wurden: Geschichte, soziale Beziehungen und Kontamination. Bis heute steigt die Zahl der Touristen stetig an, zur gleichen Zeit steigt aber auch die Verschmutzung.

Der vor Ort gezeigte Kurzfilm beschäftigt sich mit dem Prozess der Umweltvergiftung. Er zeigt, wie die Zuflüsse in den Titicacasee fließen. Da es kaum einen Ausfluss des Sees gibt, sammeln sich Müll und Schwermetalle (Quecksilber, Arsen und Blei) im See, die von den umliegenden Städten, Bergbaufirmen etc. kommen. Der See wird von ihnen sozusagen als Müllhalde genutzt.

Besonders gefährdet sei der seltene Titicaca-Riesenfrosch (Telmatobius culeus), der nur hier vorkommt und mit einem Gewicht von bis zu einem Kilogramm zu den größten Froscharten der Welt zählt. Ihm drohe im schlimmsten Fall die Ausrottung. Auswirkungen sind Fischsterben, soziale Konflikte sowie schwerwiegende Krankheiten innerhalb der peruanischen und bolivianischen Bevölkerung.

Auch der Tourismus sowie Einleitung von Exkrementen wird der See belastet.

Martin Buschmann: „ Als Umweltschützer und Leiter des BAK Internationaler Tierschutz war diese Veranstaltung eine Verpflichtung. Dort sind sogar Menschenleben in Gefahr. Als Menschenrechtler, Umwelt- und Tierschützer kann man diese Problematik nicht ignorieren!“

Klimawandel minimiert auch Hummelbestände

Kurzmeldung

Wie aus der Presse in einem Miniartikel zu erfahren war, macht der Klimawandel den in Deutschland heimischen 60 Hummelarten lebensbedrohlich zu schaffen. Hummeln sind genauso wichtig wie die Bienen und sie tragen mit zur Bestäubung von Kulturpflanzen bei. Hummeln reagieren jedoch empfindlicher als die Bienen auf die steigenden Temperaturen, was zur Folge hat, dass die Anzahl der wichtigen Hummeln zurückgeht. Die Lage sei besorgniserregend, so die Forscher vom Helmholz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig. “Den Insekten setze vor allem der Klimawandel zu”, so der Agrarökologe J. Settele.

 

Tierkinder in Gefahr – grausamer Tod durch Mähmaschinen

Leben retten durch Schutzmaßnahmen!

Die Tierrechtsorganisation Peta weist darauf hin, dass mit Schutzmaßnahmen zur Mähzeit der Tod vieler Tiere vermieden werden kann, wenn gewisse Vorkehrungen beim Mähen beachtet werden, weil “Jedes Jahr […] hunderttausende Rehkitze, junge Feldhasen, Kleinsäuger, Vögel sowie Reptilien und Insekten durch Mähmaschinen [sterben].”

 

Artensterben

Die Vielfalt geht zurück – Aktion in Sachsen gestartet: Bunte Wiesen für Schmetterlinge

Laut Freie Presse vom 21.05.2015 stellte in dieser Woche das Bundesamt für Naturschutz (BfN) den ersten umfassenden Artenschutz-Report vor. Daraus geht hervor, dass jede dritte untersuchte Art in Deutschland gefährdet ist.

Ob Rebhuhn oder Wildbiene: „Der Zustand der Artenvielfalt in Deutschland ist alarmierend“, sagte BfN-Präsidentin, Prof. Beate Jessel. Außerdem betonte sie, dass das nationale Ziel, das Artensterben in Deutschland aufzuhalten, gescheitert sei. Die intensive Landwirtschaft sei die wichtigste Ursache für den Verlust der Artenvielfalt.

Laut Bericht sei die Situation nachfolgender Tiere besonders alarmierend:

  • knapp 46 Prozent der wirbellosen Tiere, zu denen Insekten gehören, sind bedroht, extrem selten oder ausgestorben
  • alle 600 Wildbienenarten werden mit großer Sorge beobachtet
  • 28 Prozent der Wirbeltierarten: Süßwasserfische, Amphibien, Reptilien, Vögel, Säugetiere sind in ihrem Bestand gefährdet
  • die Situation bei den Brutvögeln hat sich spürbar verschlechtert: Kiebitz und Feldlerche gehe es schlechter

Es gibt auch Lichtblicke: Erholt hat sich der Bestand an Wölfen, Bibern, Schwarzstörchen und Seeadlern. Kegelrobben gibt es wieder in der Nordsee und auch in der Ostsee wurden sie gesehen.

Um den Bestand der schwindenden Schmetterlinge zu stoppen, wurde in Sachsen in dieser Woche ein Schmetterlings-Projekt gestartet, das die Bürger/innen im Fokus hat mit dem Ziel: bunte Artenvielfalt schätzen zu lernen.

„Puppenstuben“ heißt die neue umweltbildende Mitmach-Aktion, die von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt, des Naturschutzbundes Sachsen (NABU), des Senckenberg Museums für Tierkunde und der Landschaftspflegeverbände Sachsens ins Leben gerufen wurde. Mit Hilfe der großen und kleinen Bevölkerung sollen in den kommenden drei Jahren möglichst viele schmetterlingsgerechte Wiesen entstehen. Hier lesen.

Unser Tipp: Schaffen Sie auf Ihrem Balkon oder Terrasse kleine naturnahe Blumeninseln, wo Schmetterlinge und andere Insekten Nektar finden. Kleingärtner schützen das Leben und Wachstum von Schmetterlingen und Insekten, indem sie keine Gifte verwenden und dem englischen Rasen lebewohl sagen.

Studie: Intensive Landwirtschaft belastet Umwelt

Biologische Vielfalt geht weiter zurück

Laut einem Bericht der Freien Presse vom 11.04.2015 macht das Umweltbundesamt die Bauern für Gewässerverschmutzung und Artensterben verantwortlich. Die intensive Landwirtschaft in Deutschland bringt schwerwiegende Umweltprobleme mit sich. So seinen Stickstoff, Phosphor, Pflanzenschutzmittel und Schwermetalle zum Hauptverursacher für Umweltbelastungen geworden.

Problematisch ist hierbei die Intensiv-Tierhaltung, wo entsprechend große Mengen an Gülle anfallen, die auf die Felder ausgebracht werden. Der darin enthaltende Stickstoff kann als Nitrat ins Grundwasser gelangen und die Wasserqualität negativ beeinflussen. Ein weiteres Problem ist die Menge an Pflanzenschutzmitteln; die Wirkstoffe darin töten nicht nur die Schädlinge, sondern auch andere Insekten, die eigentlich Vögeln und kleinen Säugetieren als Nahrung dienen sollen. Auch Wildkräuter werden durch den Einsatz von zu viel Pflanzenschutzmittel dezimiert. Das Artensterben ist weiterhin vorprogrammiert, wenn nicht bald die Notbremse gezogen wird.

„Die derzeitige Entwicklung lässt nicht erkennen, dass eine baldige Trendumkehr zu erwarten wäre“ heißt es in der Studie.

Das Bundesumweltamt legt den Bauern nahe, insgesamt weniger Dünger auf die Felder auszubringen.

Wir als Partei setzen uns zum Schutz der Gewässer, des Bodens und der Artenvielfalt für eine Kehrtwende in der Landwirtschaft ein. Dies bedeutet, wir müssen weg von der intensiven Tierhaltung und die tierlose Landwirtschaft müssen wir fokussieren.

Millionenfacher Vogelmord auf Zypern!

Ein Bericht von „RespekTiere.at“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich ganz herzlich bei der Tierschutzorganisation „RespekTiere.at“ diesen Text mit der dazugehörigen Petition auf unser Seite veröffentlichen zu dürfen! Wir hoffen somit, dass noch mehr Menschen auf den Vogelmord in Zypern aufmerksam werden und den Protest am Ende des Textes unterschreiben! Tom und Team, von hier aus alles Gute nach Österreich und Sie, liebe Leser/innen, unterzeichen Sie bitte und verbreiten Sie die Petition weiter! Das Morden von Vögeln muss ein baldiges Ende haben!

„Zypern ist seit 2004 Mitglied in der Europäischen Union. Im Zuge der Beitrittsverhandlungen wurde auch der Kampf gegen die illegale Wilderei vorangetrieben, welche auf dem Inselstaat leider eine langjährige blutige Tradition hat. Seit dem Beitritt zur EU ist es von Seiten Zyperns allerdings wieder still geworden um jegliche Versuche diesen schwarzen Schandfleck der zypriotischen Geschichte auszumerzen.

Tatsächlich sogar vollführt das 900 000-EinwohnerInnen-Land in Punkto Wildererbekämpfung stetig einen Schritt zurück – so ist die Situation heute eine wahrlich untragbare: Laut den Behörden wurde alleine im letzten Jahr wieder rund 16 Kilometer Fangnetze auf den Stränden errichtet, dazu mehrere tausend Klebefallen, in Summe um die 50 000, installiert (hierfür werden gerade Ruten mit einem geruch- und farblosen Leim beschmiert und an für die Vögel besonders attraktiven Landeplätzen platziert; die Vögel bleiben darauf kleben und sind ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert – die Fangmethode wurde schon in der Steinzeit verwendet, damals mit einem aus den Beeren der Mistel hergestellten Brei, eingedickt mit Birnen- oder Zwetschkensaft, bzw. Honig; heute verwendet man zuallermeist synthetisch hergestellten Kleber).

Die Stiftung Pro Artenvielfalt (www.stiftung-pro-artenvielfalt.org) schreibt dazu: ‘Jedes Jahr bleiben über 1,2 Millionen Vögel von insgesamt mehr als 40 zum Teil hochgefährdete Arten auf ihnen kleben, hängen dort oft stundenlang kopfüber, bis sie langsam an Erschöpfung elend sterben oder bei ihren Befreiungsversuchen an dem zähen Leim qualvoll ersticken, um dann als sündhaft teure und verbotene Delikatesse in Restaurants oder bei “geschlossenen Gesellschaften” auf dem Teller landen!’

Auf diese Art und Weise sollen rund 4 000 Wilderer am grausamen Morden – im vergangenen Jahr wurden gut 2 Millionen Vögel getötet (Tendenz stark steigend; noch ein Jahr zuvor sprach man von etwa 1,2 Mill.) – ihren Anteil beitragen (zudem sind geschätzte 30 000 Vogeljäger im türkisch dominierten Nordzypern auf der Pirsch, und das bei einer Einwohner/innenzahl von nur 200 000 Menschen…), und am großen Geschäft noch dazu – werden doch bis zu 80 Euro für ein Dutzend Vögel von der Gastronomie bezahlt! So ist es wenig verwunderlich, dass Schätzungen zufolge rund 15 Millionen Euro durch den illegalen Handel mit Vögeln umgesetzt werden… Die Behörden schauen dem Treiben gelassen zu; Vogelfang ist bestenfalls ein Kavaliersdelikt, und ganz oft agieren die Tiermörder dann auch noch unter dem Wohlwollen der Zuständigkeit, immer vom so unmenschlichen Schutzmantel des ‚Hochhaltens der Tradition‘ gedeckt!

Der Vogelfang ist heute in vielen Ländern Europas verboten. ‘Zur Wahrung der Tradition’, wie es Wikipedia schreibt, gestattet aber immer noch Frankreich (dort sind beinahe alle Fangmethoden gesetzlich erlaubt, so auch die besonders barbarischen Schlingen und Steinschlagfallen. Man stelle sich vor, allein in Frankreich und Italien sind auch 2015 wieder über 20 Millionen Vögel offiziell zum Abschuss freigegeben – Quelle: Komitee gegen Vogelmord), Italien, Malta (hat wieder den Einsatz von großen Klappnetzen angekündigt, obwohl sich der Staat bei seinem EU-Beitritt 2004 verpflichtet hatte den Singvogelfang zu verbieten…), Schweden, Spanien und beschämender Weise Österreich das so grausame Spektakel (Anmerkung: in Österreich werden, zum Unterschied von z. B. Frankreich, die eingefangenen Vögel nicht zum Verzehr bejagt, sondern – zumindest auf dem Papier – nach dem Winter wieder in Freiheit entlassen; allerdings, ein solcher ‚Idealfall‘ – eine ganz und gar traurige Worthülse in diesem Zusammenhang – stellt dabei nicht unbedingt die Regel dar, denn sehr oft erliegen die Tiere dem Stress des Fangens, der Gefangenschaft oder des Ausstellens). Wikipedia schreibt weiters: ‘Der Vogelfang ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Vor allem in Italien, Südfrankreich sowie auf Malta, Teilen Griechenlands und Zypern ist die Jagd auf Singvögel zum Verzehr oder als reine Freizeitbeschäftigung ohne eigentliche Nutzung der geschossenen Vögel ein Massenphänomen.’

Bitte unterzeichnen Sie die Petition, welche wir in wenigen Monaten der Botschaft überreichen und der zypriotischen Regierung übermitteln werden! Bitte schreiben Sie auch an die angegebenen Adressen – Ihre Stimme zählt (so zum Beispiel berichtete die ‘Cyprus Mail’ kürzlich, dass laut einer Studie der ‘Terra Cypria’ mehr als 2500 Menschen aus 80 Nationen dies getan hatten und dass der wirtschaftliche Schaden auf Grund der angekündigten Zypern-Boykotte ein immenser sein könnte; in Deutschland haben Tierschützer/innen der Botschaft in Berlin fast 40 000 Unterschriften übermittelt). Addieren wir unsere Stimmen hinzu – dann wird es ganz sicher sehr bald Überlegungen in der Regierung geben müssen!“

Hier kommen Sie zur Petition!

Artenschutz: Tierleid im Frühling

Ein Hinweis von der Igelexpertin Karin Oehl!

Jetzt beginnt wieder die Gartensaison und das schöne Wetter lockt die Gartenbesitzer ins Freie, um Beete und Grünflächen wieder in Form zu bringen. Leider können einige Gartengeräte die Tiere im Garten verletzen. Das Kreisveterinäramt und die Organisation „Pro Igel“ weisen darauf hin, dass besonders die Igel schwere Verletzungen davontragen können.

Allein im letzten Jahr wurden in der hiesigen Schutzstation zwischen April und Juni 85 Igel aufgenommen, die schwer verletzt waren. Wie hoch die Zahl der unentdeckten Fälle ist, weiß niemand. Diese Verletzungen sind ihrer Art nach mit hoher Wahrscheinlichkeit verursacht durch Rasentrimmer und ähnliche Geräte, wie sie für die Grünpflege benutzt werden.

Igel suchen stets Schutz im Grünen und schlafen tagsüber. Zudem schreien sie nicht, wenn sie verletzt werden, so dass der Verursacher der Verletzungen dies häufig gar nicht bemerkt. Vor entsprechenden Arbeiten im Garten ist es daher sinnvoll, die Flächen nach Igeln abzusuchen, um bei den freundlichen Gartengesellen Schmerzen und Leiden zu vermeiden.