China verharmlost Ölpest

Zehntausende Tonnen ausgelaufen

Nach offiziellen Verlautbarungen sei die Ölpest vor Chinas Küste unter Kontrolle, aber Umweltschützer schlagen Alarm.

Bei einer Explosion eines gigantischen Öltanks in Chinas zweitwichtigstem Rohöl-Hafen Dalian ist nach Ansicht von Umweltschutzorganisationen viel mehr Öl als bisher angenommen sei Mitte ausgelaufen. Es dürfte die größte Ölpest sein, die China bislang erlebt hat.

Bis zu 90.000 Tonnen Öl sind laut dem Meeres-Experten Richard Steiner, der die betroffene Gegend im Auftrag von Greenpeace besucht hat, ins Meer gelaufen: “Einer der Öl-Tanks, der komplett zerstört wurde, fasst 90.000 Tonnen Öl. Ein weiterer Tank wurde Berichten zufolge abgelassen – daraus ergeben sich die gewaltigen Umfänge.”

Die Ölkatastrophe in Dalian ist vielleicht sogar noch größer als die Exxon-Valdez-Ölpest in Alaska vor über 20 Jahren.

Die Euro-Krise spitzt sich zu

Merkel in Afrika auf Tauchstation

Die Euro-Krise spitzt sich dramatisch zu, aber Bundeskanzlerin Merkel reist durch Afrika. Sie hat sich in diesen turbulenten Zeiten den falschen Krisenkontinent ausgesucht! Einen Abbruch der Reise erwägt Merkel anscheinend nicht, obwohl das eigene Haus in Flammen steht, nachdem die Rating-Agenturen Italien und Irland ins Visier genommen haben. Ob die Kanzlerin am geplanten Krisen-Gipfel am Freitag in Brüssel sein wird, ist offen. Aber dort entscheidet sich vielleicht die Zukunft der europäischen Währungsunion und die Höhe der Bürgschaften, die auf den deutschen Steuerzahler zukommen. Man spricht von ca. 400 Milliarden Euro – fast einem Drittel des neuen „EU-Rettungsschirms“ – der von Deutschland geschultert werden soll.

Krisen-Management sieht anders aus, Frau Kanzlerin!

Mal eine gute Nachricht, denn die Serengeti darf nicht sterben!

Tansania baut keine asphaltierte Straße durch die Serengeti

Monatelang musste für die Serengeti Schlimmstes befürchtet werden. Doch nun gibt es Entwarnung. Auf der in Paris tagenden UNESCO-Konferenz hat sich die tansanische Regierung gegen den Bau einer asphaltierten Straße durch das Weltnaturerbegebiet ausgesprochen

Hier geht es zum Bericht: www.nabu.de

Kleingruppenhaltung von Legehennen ist Tierquälerei

Da hilft nur ein Kaufboykott!

Die angebliche tierfreundliche Alternative zur Käfighaltung von Legehennen, die sogenannte Kleingruppen-Haltung, erweist sich als ebenso tierquälerisch und skandalös, wie die sogenannte Batteriekäfig-Haltung. Mit dem Begriff „Kleingruppen-Haltung“ versuchen einige Supermarktketten den Verbraucher über die wahren Haltungsbedingungen zu täuschen.

Ein verdeckter Ermittler hat der Tierschutzorganisation VIER PFOTEN brisantes Videomaterial zugespielt. Die Enge in den Käfigen ist nach wie vor mit dem Tierschutzgesetz nicht zu vereinbaren, denn die Tiere können ihrem natürlichen Verhalten – Scharren und Sandbaden – nicht nachkommen. Eine hohe Mortalitätsrate ist auch im angeblichen Luxuskäfig festzustellen.

Deshalb rufen wir die Verbraucher auf: Film ansehen und die Supermarktketten, die die Käfigeier vertreiben, zu boykottieren!

Film hier ansehen: www.vier-pfoten.de

Englisches Parlament beschließt Wildtierverbot im Zirkus

PETA fordert Ministerin Ilse Aigner zum Handeln auf

Das britische Parlament hat gestern beschlossen, zukünftig Wildtiere aus dem Zirkus zu verbannen. Die Tierrechtsorganisation PETA Deutschland e. V. begrüßt den Entschluss der Briten, die damit anderen EU-Staaten wie Österreich oder Bulgarien folgen. Die vor zwei Monaten veröffentlichten Aufnahmen von schweren Misshandlungen der alten Elefantendame Anne in einem englischen Zirkus brachte die Diskussion, bei der auch Prominente wie Leona Lewis öffentlich für ein Verbot plädierten, erneut in Gang. In Deutschland hat der Bundesrat schon 2003 die Bundesregierung aufgefordert, ein Zirkus-Wildtierverbot umzusetzen, doch das zuständige Bundesministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz unter der Führung von Ministerin Ilse Aigner weigert sich seit Jahren beharrlich.

Artikel hier weiterlesen: www.peta.de

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz lehnt das Dressieren und Zurschaustellen von Tieren grundsätzlich ab, weil dies einen empfindlichen Eingriff in ihre spezifische Lebensweise bedeutet. Wir fordern daher ein Gesetz, dass nach einer kurzen Übergangsfrist Zirkusdarbietungen mit Tieren in Deutschland gänzlich verbietet.

Waffen für Saudi-Arabien

Ex-Minister Rühe fordert Stopp des Panzergeschäfts

Die mögliche Panzerlieferung an Saudi-Arabien sorgt für immer mehr Kritik. Auch in den Reihen der Koalition formiert sich nun der Widerstand. Der ehemalige Verteidigungsminister Volker Rühe verlangt nun im SPIEGEL einen Stopp des Geschäfts.

Artikel hier lesen: www.spiegel.de

Volker Rühe ist dafür bekannt, einen „eigenen Kopf“ zu haben und hat des Öfteren für seine Partei (die CDU) unbequeme Äußerungen getan. So hat er kürzlich auch die Stimmenthaltung Deutschlands im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bei der Abstimmung über eine Flugverbotszone über Libyen als „einen schweren Fehler von historischer Dimension mit unvermeidlichen Spätfolgen” bezeichnet.

Was das Panzergeschäft mit Saudi Arabien angeht, so teilen wir seine Auffassung, dass die Lieferung der Panzer des Typs Leopard 2 nicht erfolgen darf. Es handelt sich bei diesem Panzer-Typ, wie wohl bei allen anderen Panzern auch, um Kampfpanzer. Wozu setzt man Kampfpanzer ein? Diese Frage muss wohl kaum beantwortet werden. Wir sind gegen jegliche Form kriegerischer Auseinandersetzungen und gegen jede Form von Rüstungsexporten, ganz besonders, wenn sie in autoritäre Staaten wie Saudi Arabien gehen. Zudem haben sich die saudischen Streitkräfte an der Niederschlagung der Proteste in Bahrein in diesem Jahr beteiligt. Einen Staat mit hochwertigen und schlagkräftigen Waffen zu beliefern, von dem durchaus die Gefahr ausgeht, dass er diese auch gegen das eigene Volk einsetzt, um eine demokratische Bewegung niederzuschlagen, halten wir für moralisch verwerflich und skandalös. Daneben könnte sich diese Entscheidung der Bundesregierung auch irgendwann als außenpolitisch falsch erweisen. Vielleicht steht man damit irgendwann auf der falschen Seite, nämlich auf der Seite der Diktatoren, die eine Demokratie verhindert haben.

Hier Appell von Campact gegen den Panzer-Export unterzeichnen: www.campact.de

Geschäfte mit dem Tod

200 deutsche Panzer nach Saudi-Arabien

Dass die schwarz-gelbe Regierung, wenn es um Tiere geht, bei der Durchsetzung wirtschaftlicher Interessen kein Erbarmen kennt, ist bekannt. Aber auch Menschenleben zählen offenbar nicht viel, wenn knallharte Geschäfte getätigt werden können – die geplante Lieferung von 200 Leopard-II-Panzern an Saudi-Arabien kann dafür als Beispiel dienen. Dabei spielt keine Rolle, dass sich dies Land an der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung des Inselstaates Bahrain beteiligte!

Angebliche strategische Interessen stehen im Vordergrund bei dem Rüstungs-Deal im Wert von 1,5 Milliarden Euro. Einmal mehr müssen die Bedrohung durch den Iran sowie eine diffuse Terrorismus-Abwehr als wenig überzeugende Argumente herhalten; die Saudis unterstützten sogar Terrorismus-verdächtige Institutionen. Mehr als fadenscheinig ist die Behauptung, das deutsche Sicherheitsinteresse gebiete das Panzer-Geschäft.

Trotz wiederholter Aufforderung der Opposition, dem Parlament Rede und Antwort zu stehen, schweigt die Regierung beharrlich und schickt Hinterbänkler ins Rennen. Die aber kommen über ein gebetsmühlenartig wiederholtes „Der Bundessicherheitsrat ist zur Geheimhaltung verpflichtet“ nicht hinaus. Anträge, das umstrittene Vorhaben zu stoppen, wurden von der schwarz-gelben Koalition abgeschmettert – ohne Rücksicht darauf, dass das Kontrollrecht des Parlaments damit ausgehebelt wird.

Einzig eine im Jahr 1959 in die Geschäftsordnung eingefügte Klausel ist Grundlage für die wasserdichte Geheimhaltung! Schlimm genug, dass man sich über 50 Jahre lang darauf berufen und ohne Not schmutzigen, menschenverachtenden Waffenhandel betreiben konnte! Da wären Änderungen überfällig; aber damit wird man sich schwer tun.

Deutschland rühmt sich, die strengsten Exportrichtlinien aller Industrienationen zu haben. Man fragt sich, ob nicht mit dem Panzer-Geschäft dagegen verstoßen wurde! Das konsequente Schweigen der Regierung könnte darauf hindeuten.

Wie beredt war man dagegen plötzlich, nachdem die Nordafrikaner begonnen hatten, ihre Ketten abzuschütteln. Die Kanzlerin: „Die Bundesregierung leistet selbstverständlich ihren Beitrag, um die demokratische Entwicklung in Nordafrika und im nahen Osten zu unterstützen“. Welche Heuchelei, nachdem sie selbst zu denen gehört hatte, die bedenkenlos mit Nordafrikas Diktatoren paktierten! Und Guido Westerwelle steht ihr in nichts nach: Im Februar 2011 in Tunis: „Wir gratulieren Tunesien zu der Revolution der Freiheit“ – eine pathetische Phrase, denn er selbst hatte seinen Teil zur Unfreiheit der Unterdrückten beigetragen.

Welchen Stellenwert für ihn die Menschenrechte haben, zeigt die fast schon peinliche Aushebelung des ersten der beiden folgenden Sätze durch den zweiten: „Die Sache der Menschenrechte ist für die Regierung nicht verhandelbar. Doch sind auch strategische Sicherheitsinteressen in der Region für uns und unsere Verbündeten stets zu beachten.“

Apropos Menschenrechte in Saudi-Arabien: Die Unterdrückung der Frau, Folterungen, Todesurteile gegen Andersdenkende u.a.m. sind Kennzeichen dieses undemokratischen Staates – also weitere Gründe, auf das unrühmliche Panzer-Geschäft zu verzichten.

Deutschland ist – nach den USA und Russland – das drittgrößte Exportland von Rüstungsgütern. (Allein 2009 Export für 1,3 Milliarden Euro).

Nachdem einst auch unter Rot-Grün die Rüstungs-Deals florierten, ist es höchste Zeit, das blamable „Geschäft mit dem Tod“ insgesamt auf den Prüfstand zu stellen!