Schliefenanlage Lemgo-Voßheide sofort schließen!

Sehr geehrter Herr Landrat Meinolf Haase,

hiermit beantragen wir die unverzügliche Schließung der Schliefenanlage Lemgo-Voßheide, da sie den baulichen Anforderungen nicht gerecht wird und dort Füchse unter tierquälerischen Bedingungen zu Übungszwecken eingesetzt werden.

Darüber hinaus beantragen wir, künftige Bau-, Nutzungs- oder Wiedereröffnungsanträge in Bezug auf diese Anlage nicht zu genehmigen, soweit diese dem Zweck der Ausbildung oder des Trainings von Jagdhunden an lebenden Füchsen dienen.

Weiterhin beantragen wir, die derzeit in der Anlage gehaltenen Füchse unverzüglich in die Obhut des Veterinäramtes des Kreises Lippe zu überführen, um ihr Wohl sicherzustellen und eine tierschutzgerechte Unterbringung, bzw. Weitervermittlung zu ermöglichen.

 

Begründung:

Die Ausbildung von Jagdhunden an lebenden Füchsen in sogenannten Schliefenanlagen steht seit Jahren in der öffentlichen und fachlichen Kritik. Unabhängig von formalen Genehmigungen, wirft diese Praxis erhebliche Fragen im Hinblick auf das Staatsziel Tierschutz (Art. 20a GG*), sowie auf die Vereinbarkeit mit dem Tierschutzgesetz (§1, §2, §16a TierSchG*) auf. Dieses insbesondere im Hinblick auf vermeidbare Leiden, Stress und Angst der betroffenen Tiere.

Aus fachlicher und aus Sicht des Tierschutzes, besteht kein zwingender Bedarf für diese Form der Ausbildung, da tierschonende Alternativen zur Verfügung stehen (bspw. Everfox/ SIM-Fox). Zahlreiche Expertenstimmen aus Tier- und Naturschutz sehen die Schliefenausbildung am lebenden Tier daher als nicht mehr zeitgemäß an, sowie die Baujagd an sich als obsolet und grausam.

Vor diesem Hintergrund halten wir es für geboten, im Rahmen der Zuständigkeit des Kreises Lippe, ein klares Signal für den Tierschutz zu setzen, weitere Belastungen der betroffenen Tiere zu verhindern und die Füchse unverzüglich aus der Anlage herauszunehmen.

Zuletzt entspricht die Anlage nicht der nach neuestem Erlass des LANUV/LAVE Nordrhein-Westfalen vorgegebenen Größe.

Sofern die Anlage diese Vorgabe nicht erfüllt, liegt ein erheblicher baulicher Mangel vor, der für sich einen eigenständigen Schließungsgrund darstellt.

Wir bitten Sie daher, unserem Antrag zu entsprechen und uns über die getroffenen Maßnahmen zu informieren.

Hochachtungsvoll,

Verena Rautenberg
Unsere Hände für viele Pfoten e.V.

Christiane Kressmann
Tierhilfe Lippe und Umgebung e.V.

Daniela Klöpperpieper
PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ

Paul Kuhlemann
Die PARTEI Lippe

Peter Höffken
PETA Deutschland e.V.

Vanessa Feeken
Animal Island e.V.

Susanne Häger
Tierschutzverein Franziskushof e.V.

Gabi Joormann
Netzwerk Fuchs

Dr. Martin Steverding
Dipl. Biologe

Gitta Helak
Katzen in Not e.V.

Michaela Latzel
Bürgerinitiative “Schliefenanlagen schließen!”

Stephan Culemann
BUND Lippe

Margrit Dorn
Fairleben Gütersloh e.V.

Tina Stücke
Tierschutzverein Piroschka Lippe e.V.

Marita Marschall
Waild Bürgerbündnis

Sandra Eßler
Hundesicherung Minden-Hannover-Hildesheim

Katharina Friess
Bielefeld Animal Save

Astrid Reinke
Achtung für Tiere e.V.

Thomas Mitschke
Pro Fuchs Deutschland e.V.

* Erläuterung der Paragraphen:
Gemäß §1 Tierschutzgesetz darf niemand einem Tier ohne vernünftigen Grund Schmerzen, Leiden oder Schäden zufügen. Ein solcher vernünftiger Grund ist bei der Schliefenausbildung, angesichts verfügbarer tierschonender Alternativen, aus unserer Sicht nicht ersichtlich.
Nach §2 Tierschutzgesetz ist derjenige, der ein Tier hält oder betreut, verpflichtet, dessen artgemäße Bedürfnisse zu gewährleisten und vermeidbare Leiden zu unterlassen. Die dauerhafte Haltung und Nutzung von Füchsen zu Ausbildungszwecken in einer Schliefenanlage, steht hierzu in einem deutlichen Spannungsverhältnis.
Darüber hinaus verpflichtet §16a Tierschutzgesetz die zuständigen Behörden, die notwendigen Anordnungen zu treffen, um Verstöße gegen tierschutzrechtliche Vorschriften zu verhindern oder zu beseitigen. Hierzu zählen ausdrücklich auch Nutzungsuntersagungen, sowie Maßnahmen zur Sicherstellung von Tieren.
Der Tierschutz ist zudem als Staatsziel in Art.20a des Grundgesetzes verankert. Behörden sind daher gehalten, ihre Entscheidungsspielräume im Zweifel zugunsten des Tierschutzes auszuüben.
Vor diesem Hintergrund halten wir es für geboten, die Schliefenanlage Lemgo-Voßheide zu schließen, eine Wiederaufnahme des Betriebs auszuschließen und die dort gehaltenen Füchse unverzüglich aus der Anlage zu nehmen.

Stoppt das grausame Taubenschießen unter dem Vorwand der Wohltätigkeit!

Sebastian Everding kritisiert eine für den 7.2.2026 in Molbergen im Emsland geplante Taubenjagd in einem Protestbrief an die Verantwortlichen. Mit dieser Jagd sollen Spenden für ein Kinder- und Jugendhospiz gesammelt werden – damit wird das Wohl kranker Kinder und Jugendlicher auf eine ethisch und moralisch hochproblematische Weise mit dem Töten von Lebewesen verbunden. Continue reading “Stoppt das grausame Taubenschießen unter dem Vorwand der Wohltätigkeit!”

E-Mail-Protestaktion gegen das jährliche „Spendenschießen“ in Molbergen

Jedes Jahr findet im Landkreis Cloppenburg eine revierübergreifende Taubenjagd statt, bei der hunderte Vögel für den „guten Zweck“ getötet werden. Wir als Tierschutzpartei lehnen entschieden ab, dass das Leid von Tieren instrumentalisiert wird, um Spenden für soziale Einrichtungen wie Kinderhospize zu generieren. Hilfe für Menschen darf niemals auf der Vernichtung von Leben basieren!

Bitte protestiere dagegen mit der nachfolgenden E-Mail-Aktion:

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Drückjagden und “Fuchswochen” sind kein Naturschutz!

Drückjagden und sogenannte „Fuchswochen“ sind kein Naturschutz, sie sind Ausdruck eines überholten Jagdverständnisses, das Tierleid systematisch ausblendet.

Was derzeit vielerorts geschieht, ist politisch nicht mehr zu rechtfertigen: Wildtiere werden aufgescheucht, gehetzt, verletzt oder qualvoll getötet, dies mitten im Winter, kurz vor der Paarungszeit. Besonders Füchse werden dabei gezielt und pauschal verfolgt, obwohl sie eine wichtige, ökologische Funktion erfüllen.

Immer wieder wird behauptet, Jagd sei vernünftig, notwendig oder alternativlos. Doch wer genauer hinsieht, erkennt:

Die eigentlichen Ursachen ökologischer Probleme liegen in Lebensraumzerstörung, intensiver Landwirtschaft, Klimakrise und menschlicher Übernutzung, nicht aber im Wildbestand.

Besonders entlarvend ist ein zitiertes “Argument” aus jagdlichen Kreisen:

„Jagd ist ein so köstlicher Rest persönlicher Freiheit, dass wir uns den nicht durch Moralisieren vergällen dürfen.“
(Hans Behnke – Niederwildpraktiker & Berufsjäger)

Genau hier liegt das Problem.

Wenn Jagd mit persönlicher Freiheit begründet wird, geht es nicht um Natur- oder Artenschutz, sondern um Privilegien. Doch persönliche Freiheit endet dort, wo fühlenden Lebewesen ohne zwingenden Grund Leid zugefügt wird.

Die Tierschutzpartei NRW steht für einen konsequenten Paradigmenwechsel:

  • Schutz statt Abschuss
  • Wissenschaft statt Jagdideologie
  • Tierschutz als Maßstab politischen Handelns

Wildtiere sind keine Ressource und kein Freizeitobjekt. Sie haben ein Recht auf Leben, auch außerhalb jagdlicher Interessen.

Regionalgruppe OWL
Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in NRW

🍜 Offenes Mitgliedertreffen im Januar

Auch im neuen Jahr stehen wieder regelmäßig Mitgliedertreffen an. Im Januar wollen wir gemeinsam vegan essen gehen.

📅 Sonntag, 18. Januar 2026
🕐 18:00-21:00 Uhr
📍 Vegan Haus, Stargarder Str. 65, 10437 Berlin Pankow

❗️ Bitte melde dich vorher an, damit wir genug Plätze reservieren können: Hier anmelden oder bei Facebook

Wenn du noch nie dabei warst: kein Problem. Komm unbedingt vorbei. Du musst nichts „können“ oder schon alles wissen – es geht ums Kennenlernen und Vernetzen.

Völkerrecht statt Recht des Stärkeren

Das Ende der Maduro-Diktatur in Venezuela ist ein wichtiger Schritt für die Menschen vor Ort. Maduros angebliche Wiederwahl 2024 wird international nicht anerkannt. Die Bevölkerung leidet seit vielen Jahren unter Korruption, Gewalt, Unfreiheit, Inflation, Nahrungsmittelknappheit, Armut und systematischer Unterdrückung.

Dem Ziel, Frieden und Demokratie herbeizuführen, läuft es jedoch zuwider, wenn das Land von den USA völkerrechtswidrig angegriffen wird und Anspruch auf Ressourcen und Macht erhoben werden. Continue reading “Völkerrecht statt Recht des Stärkeren”