Stoppt das Gänsereiten!

MUT erteilt Mandat an Anwalt, um politischen Druck zu erhöhen

Anfang des Jahres sorgte die Petition „Schützt unsere Kinder – stoppt das Gänsereiten“ mit über 50.000 Unterstützerunterschriften deutschlandweit für Wirbel ( MUT-Magazin 1/2015).

Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück appellierte über Change.org an die NRW-Regierung, dafür Sorge zu tragen, dass auch die letzten beiden Gänsereitervereine in Bochum-Wattenscheid die brutale Tradition, einer echten (toten) Gans im Galopp den Kopf abzureissen, einstellen und auf eine Attrappe umsteigen, um ganz besonders den anwesenden Kindern dieses blutige Spektakel zu ersparen.

Unbeirrt vom Druck der Medien, der Strafanzeige Lücks gegen das Ordnungsamt und einem Appell des tierpolitischen Sprechers der Grünen, vollzogen die Gänsereiterclubs am vergangenen Rosenmontag unter den Augen zahlreicher Demonstranten ihr abstoßendes Spiel erneut vor hunderten Besuchern, teils in Begleitung der Kleinsten.

Trotz derweil 61.000 Unterstützern blieb die Petition bislang unbeachtet, die Strafanzeige wurde eingestellt. Sandra Lück reichte daraufhin einen Antrag auf Gesetzeserlass eines Verbots von gewaltverherrlichenden Darstellungen mit (toten) Tieren bei öffentlichen und nicht öffentlichen Veranstaltungen in Anwesenheit von Kindern beim Petitionsausschuss des Landtages NRW ein.

Trotz der Bestätigung des Ausschusses, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass (kleine) Kinder bei Veranstaltungen ähnlich des Gänsereitens psychische Schäden erleiden, schliesst der Petitionsausschuss des Landtages auch diese Petition mit der Begründung, Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder.

Sandra Lück will es damit nicht auf sich beruhen lassen und erteilt das Mandat dem Anwalt David Sanker, der bereits im laufenden Verfahren gegen die Behörde LANUV NRW die Verfassungsklage betreffend COVANCE/Münster für Gisela Urban, Jocelyne Lopez und Sandra Lück mit Unterstützung der MUT eingereicht hat.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt auch dieses Anliegen wieder und übernimmt das Mandat und die Kosten, um den politischen Druck zu erhöhen und das barbarische Gänsereiten endgültig auszurotten.

Der BAK Heimtiere informiert

Die kalte Jahreszeit steht vor der Tür, die Temperaturen fallen rasant. Selbst bei Minusgraden ist die Straße das Zuhause von Obdachlosen mit Hund, denn wer einen Vierbeiner hat, der darf in den meisten beheizten Obdachlosenunterkünften nicht übernachten.

Häufig ist der Hund der einzig enge Sozialpartner von Obdachlosen, diese Bindung ist dann etwas ganz Besonderes. Nachts geben sie ihnen Wärme und schützen sie vor Überfällen, tagsüber begleiten sie sie durch Dick und Dünn. Diese Menschen teilen das Wenige, das sie besitzen, mit ihren Hunden und verzichten dafür lieber selber, auch wenn sie Hunger oder Durst leiden.

Oft ist man gehemmt, Obdachlosen eine kleine Bargeldspende zu geben, da man von Vorurteilen geprägt ist und eventuellen Alkoholmissbrauch nicht unterstützen möchte. Dennoch benötigen auch sie nicht nur Verpflegung und alltägliche Gegenstände zum Überleben auf der Strasse, auch Futter für ihre Hunde muss gekauft oder organisiert werden.

Hier gibt es vielfältige Möglichkeiten, mit Sachspenden zu unterstützen und Mensch und Tier zu helfen. Ehrenamtliche Organisationen wie beispielsweise „Deutschland packt an“ kümmern sich um die Zuteilung von Spenden und Futter und sind dankbar über jede Unterstützung.
Wer also noch eine warme Decke oder ein paar Leckerchen entbehren kann, der ist hier an der richtigen Adresse, um Gutes zu tun und Hund und Herrchen warm und satt durch die Nacht zu bringen.

Dringende Petition: Känguru-Jagd stoppen!

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, unterstützen das “Deutsche Tierschutzbüro” bei der Bekanntmachung und Verbreitung nachfolgender Petition; bitte unterschreiben Sie!

„Aufgrund der gehäuften Fleischskandale in Deutschland, wie BSE und Gammelfleisch, steigen einige Verbraucher auf exotisches Fleisch um. Anstatt Fleisch aus hiesiger Massentierhaltung verzehren sie importiertes Fleisch wildlebender Tiere, wie das der Kängurus. In den letzten zehn Jahren stieg die Menge importierten Kängurufleisches nach Deutschland von 416.375 Kilogramm auf 1.009.903 Kilogramm an. Damit ist Deutschland Spitzenreiter in der EU, gefolgt von Belgien und Frankreich.

Die Kängurus werden in freier Wildbahn brutal gejagt und erschossen. Dabei sind die Tiere nicht beim ersten Schuss tot, sondern versuchen verwundet den Jägern zu entkommen. Dabei haben sie Todesangst. Besonders schlimm trifft es aber die Jungtiere, sie warten vergeblich auf ihre Mütter und verhungern und verdursten grausam.“

Hier unterschreiben!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der VeggieWorld in Düsseldorf vom 17. bis 18.10.2015

Der Landesverband NRW gab sich die Ehre: Landesschatzmeister Berthold Behrendt, Landesschriftführer Rudi Görg, die Beisitzer Reinhold Kassen und SandraLück sowie Beisitzerin und Stadträtin Claudia Krüger ließen es sich nicht nehmen, persönlich mit Unterstützung durch unser Mitglied und Maskottchen Reiner Bent den Stand auf der Düsseldorfer Messe zu besetzen.

„Es ist schön zu sehen wie diese Messe wächst und wächst. Die Einstellung zu Tieren hat sich gesellschaftlich zum positiveren geändert. Gerade junge Menschen leben bewusster, also mindestens vegetarisch und viele auch vegan. Diesen Trend unterstützen wir natürlich gerne in unserer Landeshauptstadt“, sagt die Ratsfrau der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER Claudia Krüger.

Sandra Lück: “Mit unserem Infostand waren wir sehr erfolgreich, viele Infoblätter und MUT-Magazine wurden erfragt und unsere Unterschriftenliste zur Hundesteuer-Petition ist ebenfalls sehr gut angekommen. Die Resonanz auf der Messe war durchweg positiv, auch bei den nicht typischen Tierschützern/Tierrechtlern.”

Presse über uns

Internationalen Kampagne zur Schließung aller Schlachthäuser

Wir erhielten von “Menschen für Tierrechte” nachfolgende Mitteilung:

Das Schlachthaus muss vorläufig schließen!

Im Oktober 2015 ordnete der Bürgermeister die vorläufige Schließung des Schlachthofs in Alès, Frankreich an.

Die französische Tierrechtsorganisation L214 hat diese entsetzlichen Bilder gedreht und veröffentlicht (ab Sek. 25).

Weil alle Schlachthöfe der absolute Horror für Tiere sind, haben wir uns der internationalen Kampagne zur Schließung aller Schlachthäuser angeschlossen. Damit dieser Schlachthof nun für immer seine Türen schließt, unterschreiben Sie bitte die Petition.

Der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier gibt sich die Ehre

Pressemitteilung des BAK Jagd & Angeln

Am 04.11.15 findet in Hessen eine durch Steuergelder finanzierte Staatsjagd statt. Gastgeber dieser Jagd ist der hessische Ministerpräsident Volker Bouffier.

Hintergrund dieser Veranstaltung ist das Sammeln von Spendergeldern für einen gemeinnützigen Zweck. Grundsätzlich steht der Bundesarbeitskreis Jagd & Angeln dem Sammeln von Spendengeldern positiv gegenüber. Allerdings bedarf es hierzu mit Sicherheit keines Jagdgewehres , sondern viel mehr eines gut gefüllten Bankkontos. Wir setzen solche Art der Jagd mit Auslandsjagden gleich. Wer bezahlt, darf auch schießen.

Aus diesem Grund verurteilt der Bundesarbeitskreis Jagd & Angeln der Partei Mensch Umwelt Tierschutz diese Veranstaltung auf das Schärfste. Sollte dort nur ein Tier verletzt oder gar getötet werden, werden wir bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz stellen. Da davon auszugehen ist, dass die Abschusszahlen überschritten werden, ziehen wir in Betracht, in diesem Fall ebenfalls Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Bundesjagdgesetz einzureichen.

Wie wenig kritikfähig Ministerpräsident Bouffier im Bezug auf die Meinungen von Mitbürgern ist, die sich zu diesem Thema sehr kritisch äußern, erkennt man daran, dass diese Kommentare auf seiner Facebookseite gelöscht und die Verfasser geblockt wurden.

Der BAK Jagd & Angeln wird am 04.11.15 an der Gegenveranstaltung teil nehmen!

Wo: 65546 Mörfelden-Walldorf

Genaueres zur Veranstaltung auf Facebook.

Dazu gibt es auch einen Protest und wir bitten darum diesen zu unterzeichnen!

Streunerfestival Berlin am 17.10.2015 von 11:00 – 20:00 Uhr

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz organisierte in Berlin eine Yes! We care! – Veranstaltung der Superlative: Vor ca. 1.000 Menschen, die im Laufe des Tages den Breitscheidplatz frequentierten und interessiert stehen blieben, traten unentgeltlich(!) auf Ifeel (Call 911), Jimmy Slick (Die Hunde ohne Namen), Grza (Stop Killing Dogs), DJ JayBee, Lingoland/ Paul und Dekhan und brachten das Anliegen der Menschen, dem Töten der Hunde in Rumänien ein Ende zu setzen, musikalisch auf den Punkt.

Ein Flashmob, organisiert von Ute Adams aus dem LV Bayern, machte deutlich, wie groß und fast schon unerträglich das Leid in Rumänien ist.

Auch die Menschen vor Ort leiden, das vermittelte Achim Richter in einer bewegenden Rede.

Filmemacherin und Parteimitglied Claudia Buthenhoff-Duffy erzählte von ihren bisherigen Erfahrungen in Rumänien und brachte den Zuhörern einige der Thesen von Tomasz Jaeschke (Tom Animal Pastor – Animal Spirit Church) nahe.

Ehrenmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Ingrid van Bergen konnte leider nicht persönlich teilnehmen, spendete aber ihre Biografie, die im Handel nicht mehr erhältlich ist, mit einer persönlichen Widmung. Das Buch wurde für 45,00 € versteigert.

Eingebracht haben sich auch Rock The Nature mit einer zu Herzen gehenden Geschichte, Eckhard Kretschmer (Map of Hope) und seine Stacey, Mission: Stop Killing, Aktion Fair Play, Pro Animals Finnland, Animals United, Pro Animals Romania, Pro Animal Deutschland e.V., IG gegen Rasselisten, Tierschutzverein 16 Pfoten Erkner e.V., Tierschutzverein für Berlin, Safe my Soul, BTS und “NUCA Animal Welfare”, letzterem Verein konnte zum Abschluss der Veranstaltung eine Spende von über 1.500 €, resultierend aus den gesamten Einnahmen des Tages, für ihre Arbeit in Rumänien überreicht werden.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang, dass Ifeel 5 € pro verkaufte CD an den Verein spendete! Danke im Namen der Streuner!

Ein Demomarsch brachte mit ca. 500 Teilnehmern das Anliegen der rumänischen Streuner den Berlinern nahe. Etliche Menschen schlossen sich dem Demozug spontan an.

Für das leibliche Wohl der Teilnehmer gab es eine “Fressbude”, in der vegane Speisen angeboten wurden, und die rege frequentiert wurde.

Insgesamt war es eine überaus gelungene Veranstaltung, die viel Freude und Hoffnung in den Herzen der Menschen, die daran teilnahmen, hinterließ.

Vieles fand in diesem kurzen Text gar keine Erwähnung, das wird aber im ausführlichen Bericht im MUT Magazin nachgeholt!

250.000 bei Demo gegen TTIP am 10.10.15 in Berlin

250.000 Teilnehmer bei TTIP-Demo in Berlin am 10.10.2015

Am vergangenen Samstag haben ca. 25 Mitglieder unserer Landesverbände Baden-Württemberg, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen und Schleswig-Holstein zusammen mit einer Viertelmillion Menschen gegen die geplanten Freihandelsabkommen TTIP und CETA zwischen der EU und den USA bzw. Kanada demonstriert. Vom Berliner Hauptbahnhof zogen die Demonstrant_innen teils durch die Innenstadt, teils aber aufgrund der enormen Masse an Menschen auch nur vorbei am Kanzleramt zur Siegessäule, wobei die komplette Straße des 17. Juni mit Menschen gefüllt wurde.

Im Vorfeld hatten über 100 Organisationen zu der Demo aufgerufen sowie Busse und Sonderzüge aus der ganzen Republik organisiert. Das hatte sie zur größten Demo des Landes seit 2003 gemacht, als gegen den Irak-Krieg demonstriert wurde, und es zeigt, dass die Masse der Bevölkerung diese Freihandelsabkommen ablehnt. In Berlin haben Tierrechtler_innen neben Milchbauern, Linke neben CSUler_innen und Gewerkschaftler_innen neben Unternehmer_innen dagegen protestiert, dass die Demokratie und der Rechtsstaat an die Großkonzerne dieser Welt verscherbelt werden.

Tierschutzpartei bei TTIP-Demo in Berlin am 10.10.2015
Tierschutzpartei bei TTIP-Demo vor dem Kanzleramt

Es kann nicht sein, dass Großkonzerne gegen demokratisch beschlossene Verbesserungen im Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- oder Verbraucherschutz vor Schiedsgerichten, die aus Anwälten bestehen, klagen bzw. Schadensersatz bekommen können, weil etwa der Atomausstieg in Deutschland beschlossen wurde (siehe Vattenfall-Klage) oder Uruguay gegen das Rauchen vorgeht (siehe Philip Morris gegen Uruguay).

Genausowenig kann es sein, dass die Verhandlungen zu TTIP geheim sind und nicht einmal Abgeordnete des Bundestags volle Einsicht bekommen geschweigedenn der Souverän in einem demokratischen Staat, das Volk.

Weiterhin ist fatal an TTIP, dass mit dessen Beschluss nicht nur eine einmalige Regelung zementiert, sondern das Abkommen kontinuierlich weiterentwickelt würde, ohne dass demokratisch gewählte Vertreter_innen noch einmal darüber abstimmen müssten.

Aus diesen und weiteren Gründen sind mittlerweile viele Interessensgruppen auf beiden Seiten des Atlantiks klar gegen TTIP und dessen kleinen Bruder CETA. Dies wurde auch angesichts der unzähligen Redebeiträge verschiedenster Organisationen beim Aktionstag deutlich. Eine klare Abgrenzung fand lediglich nach rechts zu AfD, NPD, Pegida und ähnlichen braunen Gruppierungen statt.

Die enorme Masse an Menschen – 250.000 muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen – hat klar gemacht: Die Bevölkerung wird es nicht dulden, dass über ihre Köpfe hinweg Demokratie und Rechtsstaat verkauft werden und künftig noch mehr die Großkonzerne, vertreten durch deren Top-Manager_innen, Berater_innen und Lobbyist_innen, entscheiden welche Umwelt-, Tier-, Arbeitnehmer- und Verbraucherschutz-Standards gelten als ohnehin schon. Auch wir werden weiter gegen solche Freihandelsabkommen und für einen fairen Handel kämpfen.

Video von campact zur TTIP-Demo

Matthias Ebner
Bundesvorsitzender