Strafverfahren wegen Tierquälerei eingeleitet

Der NDR hat gestern über die neusten Enthüllungen vom „Deutschen Tierschutzbüro“ berichtet. Erneut ist klar: Eine artgerechte „Nutztierhaltung“ ist nicht möglich!

Dank dem „Deutschen Tierschutzbüro“ wurde wieder einmal übelste Tierquälerei in unserem Land aufgedeckt, die nicht ohne Folgen bleiben darf!

O-Ton Deutsches Tierschutzbüro: „Monatelang wurde dafür bei einem der größten Schlachtunternehmen in Deutschland recherchiert und dokumentiert. Die Aufnahmen sind schockierend und zeigen erneut auf, dass eine artgerechte Haltung von sogenannten Nutztieren nicht möglich ist. Besonders pikant: Das Schlachtunternehmen wirbt mit einer Edelmarke vor allem mit dem Slogan „vom Bauern von nebenan“, doch der „Bauer von nebenan“ quält leider auch die Tiere. Die uns vorliegenden Videoaufnahmen sind so gravierend, dass wir das zuständige Veterinäramt einschalten und Strafanzeige stellen mussten.

Die Staatsanwaltschaft sieht es als erwiesen an, dass auch der „Bauer von nebenan“ gegen das Tierschutzgesetz verstoßen hat. Am 01.08.2016 kommt es zu einer Gerichtsverhandlung vor dem Amtsgericht in Zeven (bei Bremen). Wir sind an der Gerichtsverhandlung auch beteiligt, so wird unser Gründer Jan Peifer als Zeuge aussagen.“

Hier zum Bericht und zur Sendung im NDR

Was kann ich als Einzelner tun?

  • Unsachgemäße Behandlung von Tieren melden
  • Tierquälereien beim Namen nennen, Informationen darüber verbreiten
  • Protestbriefe / Leserbriefe schreiben
  • Vegetarisch/vegan leben
  • Partei Mensch Umwelt Tierschutz wählen; mit helfen, dass unsere Ziele bekannter werden

 

Landesverband Berlin am 18.09. bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus zugelassen!

Wir gratulieren dem Landesverband Berlin ganz herzlich zur Zulassung zur Wahl zum Abgeordnetenhaus am 18. September!

Alle erforderlichen Unterstützungsunterschriften wurden beim Landeswahlausschuss eingereicht und als Voraussetzung zur Wahlteilnahme bestätigt.

Wir danken allen Aktivisten_innen, die erfolgreich beim Sammeln der Unterstützungsunterschriften mitgeholfen haben und wir danken allen Bürgern_innen, die uns mit ihrer Unterschrift unterstützt haben und somit unsere Wahlteilnahme erst möglich machen!

Wir wünschen dem Landesverband Berlin viel Kraft, Zuversicht und Erfolg beim jetzt beginnenden Wahlkampf unter dem Motto „Tierrechte in die Parlamente!“

Der Landesverband Berlin freut sich auf eine tatkräftige Unterstützung im Wahlkampf. Ansprechpartner hier.

Der Bundesvorstand der Tierschutzpartei

i. A. Sabine Jedzig / BGSt.

Tierversuche abschaffen! LPT Schließen!

Am 23.07.2016 war ein erfolgreicher Tag in Sachen Tierrechte im hohen Norden. Knappe 30 Aktivisten_innen versammelten sich vor dem LPT Mienenbüttel. Ein Ort des Schreckens und des tausendfachen Tierleids.

Die Veranstaltung der Tierschutzpartei Hamburg, in enger Kooperation mit den Landesverbänden Niedersachsen und Schleswig-Holstein sowie dem Verein Human Animal Rights e.V. und tatkräftiger Unterstützung aus NRW und Baden-Württemberg war ein voller Erfolg und ein gelungener Startschuss der Kampagne “Schandfleck Deutschland”.

Ein riesiges “Dankeschön” geht an Jocelyne Lopez, Sandra Lück, Patricia Kopietz und Team, der Albert Schweizer Stiftung, der Tierrechtsinitiative Hamburg, der Initiative LPT Schliessen und allen anderen Unterstützern! Wir machen unser Versprechen und unsere Drohung wahr! Keine Ruhe bis das LPT endlich schließt. Kein Vergeben, kein Vergessen!

Landesverband Hamburg

Kurzbericht von Simone Oppermann, Schriftführerin LV Niedersachsen

Unter dem Motto „Friedhof der Kuscheltiere“ fanden sich Mitglieder der Tierschutzpartei MUT, des Tierrechtsvereins Human Animal Rights e.V. sowie Bewohner des Ortes zusammen, um der Tiere zu gedenken, die in diesem Labor in Tierversuchen gequält und letztlich getötet werden.

Auch ich nahm die Gelegenheit wahr, um dort meine Kuscheltiere abzulegen und gegen die Durchführung von Tierversuchen zu protestieren.

Das gepflegte und unauffällige Gelände ist durch massive Zäune, dicke Mauern und Stacheldrahtrollen bestens gesichert. Hochgewachsenes Grün behindert die Sicht. Zusammen mit den anderen stelle ich mich schweigend vor das Grundstück. Trotz der dicken Mauern höre ich pausenlos das Bellen und Fiepen der Hunde, welches nur durch die alle 20 Minuten ertönende Sirene unterbrochen wird. Erlösend, als eine Teilnehmerin das Megafon zur Hand nimmt und „shame,… shame,… shame on you“ schreit. Wir schreien mit. Etwas anderes fällt mir in diesem Moment auch nicht ein. Ich muss hilflos hinnehmen, dass es nun mal so ist.

Persönlich achte ich darauf, tierversuchsfreie Produkte zu kaufen; der Verbraucher hat ja auch die Macht. So sagt man. Letztlich steht hinter der legalisierten Tierquälerei jedoch eine noch einflussreichere und finanzstarke Tierversuchslobby, die viel mächtiger ist und sogar den Gesetzgeber beeinflussen kann. Näheres unter https://www.aerzte-gegen-tierversuche.de/de/infos/eu/550-eu-tierversuchsrichtlinie-hintergrundinfos

Zum Glück gibt es auf der anderen Seite auch die Tierschutzlobby und all die Menschen, die nicht die Augen davor verschließen, was hinter dicken Mauern passiert.

Schlachtung: „Das Problem ist das System“

Ein Interview

“Die Tierärztin Nicole Tschierse arbeitet seit zehn Jahren in Schlachthöfen und versucht – wo immer möglich – Tierqual zu verhindern. Im Juni ist es ihr gelungen, elf trächtige Kühe und zwei junge Bullen vor der Schlachtung zu bewahren.

„Menschen für Tierrechte“ sprach mit ihr über die Schlachtung trächtiger Kühe, die Gefahr von Fehlbetäubungen, den Druck, unter dem sie als amtliche Tierärztin auf dem Schlachthof steht und warum sie der Meinung ist, dass statt Reformen nur die Abschaffung des Systems der (Aus-)Nutzung den Tieren wirklich hilft.”

Lesen Sie das Interview hier.

UNO-Experten fordern Fleischsteuer

Würden sich alle Menschen so ernähren wie die Schweizer (50 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr) und wie die Deutschen (88,3 kg Fleisch Pro-Kopf-Verbrauch im Jahr), hätte das fatale Folgen für unsere Erde.

Der hohe Fleischkonsum belastet das Klima und die Umwelt, treibt die Treibhausgasemissionen in die Höhe, verschlingt Unmengen an Fläche zum Anbau für Futtermitteln und Wasser.

Ziel der Fleischsteuer ist es, den hohen Fleischkonsum zu reduzieren, um Klima und Umwelt zu schonen. Hier Bericht lesen.

Auch die Tierschutzpartei fordert seit Jahren eine Fleischsteuer; nachzulesen hier. Das Konsumieren von tierlichen Produkten wie Fleisch, Milch und Eiern ist nachweislich deutlich umwelt- und klimaschädlicher und belastet letztendlich unser aller Lebensraum Erde mehr als das Konsumieren von rein pflanzlichen Erzeugnissen.

Die Tierausbeutungsindustrie verursacht sogar mehr Treibhausgase als der komplette Verkehrssektor. Deshalb wäre es mehr als gerecht und ausgleichend, wenn ‘Klima- und Umweltsünder’ mit ihrem hohen Fleischverbrauch höher besteuert würden als die, die mit ihrer Ernährung unseren Lebensraum Erde deutlich weniger schädigen,” so Bundesvorsitzender Matthias Ebner.

Auch wenn der Aufschrei unter den Konsument_innen von tierlichen Produkten jetzt groß sein wird und die Forderung einer Fleischsteuer als harte Maßnahme – im Kampf für den Klima- und Umweltschutz – angesehen wird, so geht es doch um unser aller Existenz auf dieser Erde. “Und schließlich gibt es heutzutage für nahezu jedes Tierprodukt eine pflanzliche Alternative, die in aller Regel genauso gut schmeckt wie das Original, sodass niemand mehr verzichten muss,” ergänzt Matthias Ebner.

Wissenschaftlich bestätigt: Elendes Schweineleben

Wir wissen es schon lange und dagegen kämpfen wir schon sehr lange an. Jetzt wurde es aber wissenschaftlich bestätigt: Den Schweinen in der Tierindustrie geht es gar nicht gut, ihnen geht es schrecklich! Laut einer Studie der Göttinger Universität geht es allen Tieren in der konventionellen Schweinemast – sei es in Betrieben mit ein paar hundert oder ein paar tausend Schweinen – richtig dreckig. Aber lesen Sie selbst hier.

Seien wir mal ehrlich: Würden wir so ein Leben unseren Hunden und Katzen antun? Und wie viele stichhaltige Beweise brauchen wir noch, bis wir alle Tiere so fürsorglich behandeln wie unsere Lieblinge die Hunde und Katzen?

9. Lauf für das Leben in Pforzheim

Am vergangenen Samstag, 16. Juli, startete eine selbstorganisierte Läufergruppe der Tierschutzpartei beim 9. Lauf für das Leben in Pforzheim.

Im Vorfeld suchten wir uns über mehrere Wochen hinweg Gruppensponsoren und konnten eine Summe von 1150€ Sponsorengeldern generieren. Diese Gelder fließen nun direkt in Hilfsprojekte in Sierra Leone.

9. Lauf für das Leben in PforzheimInsgesamt starteten wir mit 12 Läufern, welche insgesamt 203 km liefen und somit unseren gesamten Geldtopf ausschöpften.

Wir möchten uns auf diesem Wege nochmals bei all unseren Läufern und natürlich auch unseren Sponsoren wie dem Hundeleben Heimtierbedarf, dem Körle und Adam – veganes Restaurant, dem Frohköstlich Schlosscafe – rohvegane Speisen, dem Mamma Mia – großes veganes Angebot, Ebner – Innendeko – Systeme und der Sehnsuchtsküche – Deutschlands ältestes veganes Restaurant in Mühlacker, bedanken, ohne diese ein Gruppenstart durch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz nicht möglich gewesen wäre.

Wir freuen uns bereits jetzt schon auf die nächste Teilnahme in zwei Jahren, wenn es heißt: 10. Lauf für das Leben in Pforzheim.

Patricia Kopietz

3. Treffen der europäischen Tierschutzparteien

Den Haag, 14. – 17. Juli 2016

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (vertreten durch Horst Wester, Matthias Ebner und Martin Buschmann) ist der Einladung der Animal Politics Foundation (APF) nach Den Haag natürlich sehr gerne gefolgt. Die APF ist eine Organisation, die von der niederländischen Partij voor de Dieren gegründet wurde und das Ziel verfolgt, politische Tierschutzthematik europaweit zu fördern.

Neben unserer Partei waren unter anderem führende Repräsentanten der Gastgeber, der spanischen PACMA, der portugiesischen PAN, der Animal Welfare Party (Großbritannien) oder auch unsere Kollegen der frisch gegründeten EOP aus Finnland anwesend. Nähere Informationen zu den einzelnen Parteien unter: http://www.partyfortheanimals.nl/de/parties-for-animals-worldwide/

Dabei wurde in diversen Workshops und Diskussionsrunden ein intensiver Gedanken- und Erfahrungsaustausch betrieben. Positive Entwicklungen wurden genauso thematisiert, wie politische Dilemmata, in denen alle unsere Schwesterparteien stecken. Für unsere Delegation war es natürlich extrem wichtig, die europäischen Kollegen kennenzulernen, Anregungen für eine weitere positive Entwicklung in Deutschland mitzunehmen und ein Teil einer europa- und weltweiten politischen Bewegung zu sein, die das Ziel hat, den Tieren eine echte Stimme zu geben.

Sehr interessant war natürlich auch der Besuch und Vortrag von Anja Hazekamp, der niederländischen Vertreterin (MEP) im europäischen Parlament. Neben ihren aktuellen Informationen aus Brüssel und Straßburg war es für uns ausgesprochen wertvoll zu wissen, dass wir in ihr  einen direkten Ansprechpartner in Brüssel haben. Diesen Kontakt werden wir natürlich pflegen, bis wir wieder selbst in Europa ein Mandat haben. Wir wünschen Anja weiterhin viel Erfolg und gratulieren ihr zu dem „Animal Welfare Award 2016“, den sie parlamentsintern errungen hat.

Das Fazit aller Teilnehmer fiel geschlossen aus: Die europäische Tierschutzbewegung rückt immer näher zusammen, das Verständnis und die Kooperation untereinander wächst. Das ist allerdings auch unabdingbar in einer Zeit, in der Gesetze großteils in Brüssel gemacht werden. Die Tierschutzpartei ist ein allseits respektierter und anerkannter Teil dieser Gemeinschaft.

Nähere Informationen zu dem Meeting in Den Haag wird es in Kürze hier auf unserer Website und in unserem kommenden MUT-Magazin geben.

Horst Wester, Partei Mensch Umwelt Tierschutz