Greenwashing per Knopfdruck

Am 24. April 2013 ist die mehrstöckige Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt. Mehr als 1.130 Menschen starben bei diesem verheerenden Unglück, zahlreiche Verletzte verloren eine Hand, einen Arm oder ein Bein. Die Toten und Verletzten waren in erster Linie NäherInnen, die unter katastrophalen Bedingungen billige Kleidung für die westlichen Industrieländer produzieren.

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Aktionstag Klimaschutz – Bürgerpflicht!

Wenn an kommenden Freitag in NRW so wie in über 2000 Städten weltweit die ‘Fridays for future’-Bewegung allein in Deutschland Tausende von Bürgerinnen und Bürgern allen Alters auf die Straßen bringt zum großen Aktionstag für Klimaschutz und nachhaltigen Umweltschutz – dann dürfen Schülerinnen und Schüler aus NRW laut Schulministerium NRW offiziell nicht dabei sein.

 

Falsches Signal des NRW-Schulministeriums

“Die Absage des NRW-Schulministeriums, am kommenden weltweiten Aktionstag für Klimaschutz den Schülerinnen und Schülern eine Befreiung von der Schulpflicht zu ermöglichen, zeigt, dass die NRW-Landesregierung nach wie vor den Themen Klima- und Umweltschutz völlig fremd gegenübersteht. Entgegenlaufende Behauptungen und Showauftritte sind offenkundig reine Maskerade und Wahlkampfgetöse im Hinblick auf die bevorstehenden Kommunalwahlen im kommenden Jahr,” rügt Sandra Lück, Landesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei – NRW in aller Schärfe.
“Ausgerechnet die Schülerinnen und Schüler, von denen die ‘Fridays for future’-Bewegung der Initiatorin Greta Thumberg maßgeblich von Beginn an getragen wurde und wird, sollen an diesem weltweiten Aktionstag ausgegrenzt werden. Dies schließt heranwachsende Bürgerinnen und Bürger, Kinder und Jugendliche aus – und damit gerade die Generationen, für die der Erfolg oder Nichterfolg des Einsatzes für den Klimaschutz lebens- und schicksalsprägend sein wird,” mahnt Angelika Remiszewski, bildungspolitische Sprecherin der Tierschutzpartei NRW und Mitglied des Landesvorstandes.

Doppelzüngigkeit der Landesregierung – im Westen nichts Neues
“Wenn die Landesregierung einerseits das demokratische Engagement von Schülerinnen und Schülern lobt, andererseits aber einen Schulpflicht-Dispens ablehnt, wird damit die Verantwortung für die Freistellung schlicht und einfach auf die örtlichen Schulleitungen abgewälzt. Es fragt sich, warum vom NRW-Schulministerium kein klares Ja zur aktiven demokratischen Teilhabe der Beschulten am 20. September 2019 als weltweitem Klimaschutz-Aktionstag erfolgt,” hinterfragt Sandra Lück kritisch.

Schulleitungen als Sündenböcke
Die Tierschutzpartei NRW fordert die Landesregierung NRW auf, zum Aktionstag Klimaschutz Schülerinnen und Schüler per Dekret des Schulministeriums von der Schulpflicht klar zu befreien, die örtlichen Schulleitungen nicht quasi in eine Zwangslage zu bringen. “Schulleiterinnen und Schulleiter dürfen nicht die Sündenböcke des Schulministeriums sein. Dieser Umgang mit den Verantwortlichen vor Ort in den Städten und Gemeinden ist unwürdig und indiskutabel,” so Angelika Remiszewski in aller Deutlichkeit.

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Offene Kandidatenliste für die Münchner Stadtratswahl aufgestellt

Die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ, Landesverband Bayern hat am 14.9.2019 eine offene Kandidatenliste für die Münchner Stadtratswahl aufgestellt und eine Oberbürgermeister-Kandidatin nominiert.

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Tierschutzpartei zum Katholischen Forum eingeladen

Am kommenden Mittwoch, den 18.09.2019, nimmt die schulpolitische Sprecherin der Tierschutzpartei NRW, Angelika Remiszewski auf Einladung des Katholischen Forums, in Kooperation mit dem Katholischen Institut für Theologie der Technischen Universität Dortmund, an der Auftaktveranstaltung der Reihe „Mensch und Tier“ teil.

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Aktion gegen Tiertransporte in Drittländer vor dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium

Am Montag, den 09.09.2019, standen wir erneut vor dem Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, um unsere Stimme für die Stimmlosen zu erheben. Um mehr Aufmerksamkeit zu erzeugen, verkleideten sich einige Teilnehmer als Tiere und berichteten von ihrem Leben und ihrer Fahrt in den Tod.

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Limmerstraßenfest in Hannover

Am 14.09.2019 beim Limmerstraßenfest in Hannover war unsere Partei mit einem Informationsstand vertreten. Bestes Spätsommerwetter, gut gelaunte Besucher, ein tolles Bühnenprogramm und zahlreiche gute Gespräche an unserem Stand machten das Fest zu einem Erfolg.

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NRW: Profitgier, Ignoranz und Angst

Schwer verletzt, zum Sterben separiert, verwesende Kadaver zwischen lebenden Tieren:

Nach der neusten Veröffentlichung heimlicher Aufnahmen aus 4 Schweinemastbetrieben im Kreis Steinfurt (Westpol berichtet) , fordert die Tierschutzpartei nun endlich harte Konsequenzen und kritisiert die Trägheit der etablierten Parteien beim Thema Tierschutz.

Mit harschen Worten greift die Vorsitzende Sandra Lück die schwarz-gelbe Landesregierung, aber auch die Grünen an.

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Greenwashing per Knopfdruck

Am 24. April 2013 ist die mehrstöckige Textilfabrik Rana Plaza in Bangladesch eingestürzt.

Mehr als 1.130 Menschen starben bei diesem verheerenden Unglück, zahlreiche Verletzte verloren eine Hand, einen Arm oder ein Bein. Die Toten und Verletzten waren in erster Linie NäherInnen, die unter katastrophalen Bedingungen billige Kleidung für die westlichen Industrieländer produzieren.

Dieses Unglück hat schlagartig beleuchtet, wieso hiesige Modeketten T-Shirts und Hosen so billig anbieten können. Wir freuen uns, aber die damit zusammenhängende Umweltverschmutzung, die Tatsachen, dass die einfachen ArbeiterInnen mit ihrem Lohn nicht einmal ihre Existenz sichern können, keine Rechte haben und man von Gewerkschaften von den Arbeitgebern nichts hören möchte, wurden bis dahin (und wird es weitestgehend auch weiterhin) ausgeblendet.

Dies war laut Bundesentwicklungshilfeminister Müller (CSU) der Ausgangspunkt für eine Initiative, die für mehr Gerechtigkeit sorgen soll. Mehr als 6 Jahre hat er demnach Gespräche mit Modeketten und Lieferanten geführt, um Umwelt- und Sozialstandards zu verbessern.

Herausgekommen ist das Siegel „Grüner Knopf“. Um dieses Siegel für ein Textilprodukt zu erhalten, müssen insgesamt 26 soziale und ökologische Mindeststandards eingehalten werden. Die ökologischen Standards umfassen z.B. das Verbot von Weichmachern und anderen Chemikalien sowie Grenzwerte für Abwässer, die bei der Produktion entstehen. Und es muss nachgewiesen werden, dass menschenrechtliche, soziale und ökologische Verantwortung übernommen wird.

Die Unternehmen verpflichten sich etwa, Mindestlöhne zu zahlen, bestimmte Gesundheits- und Sicherheitsstandards einzuhalten und Kinderarbeit auszuschließen. Keine Frage, ein schwieriges Unterfangen, zumal es sich in unserer globalisierten Welt um internationale Lieferketten handelt. Aber letztlich weiß man schon lange, um was es geht und was sich ändern muss! Herausgekommen ist ein weiteres Siegel auf freiwilliger Basis, an dem sich zum Start 27 Unternehmen, u.a. Aldi Nord, Lidl, Rewe oder auch kleine Unternehmen wie Melaware, beteiligen. Weitere Unternehmen seien derzeit in der Prüfung.

Nun gehört der Minister Müller, im Gegensatz zu seinen CSU-Kollegen im Berliner Kabinett, nicht zu den inhaltslosen Lautsprechern oder gilt als Fürsprecher für eine Lobby. Man nimmt ihm sein Bemühen ab, auch wenn er das Ministerium betreut, welches medial bedauernswerterweise zu den am wenigsten beachteten gehört. Aber dieses Siegel ist ein Beispiel für eine Politik, die vorgibt sich für Gerechtigkeit und Fairness einzusetzen, letztlich aber nur Greenwashing betreibt.

Wirkungsvolle Kontrollmechanismen gibt es nicht, kann es auch gar nicht geben. Um das Siegel zu erlangen, müssen keine existenzsichernden Löhne, sondern lediglich die in den Produktionsländern vorgeschriebenen Mindestlöhne gezahlt werden. Ein Lieferkettengesetz, wie von vielen Entwicklungs- und Umweltorganisationen und Gewerkschaften gefordert, könnte hier Abhilfe schaffen, ist aber ebenso schwer zu kontrollieren. Ein guter Wille allein reicht nicht, hilft den NäherInnen in den Textilfabriken in Bangladesch und anderswo nicht weiter.

Um verbindliche Regelungen zu schaffen, die nicht vom freiwilligen Willen der Unternehmen abhängig sind, muss ein Bewusstseinswandel in der Politik stattfinden! Deshalb ist es wichtig, nicht nur Forderungen und Wünsche zu äussern, sondern in konkretes Handeln umzusetzen. Genau diese Anforderungen wollen wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) umsetzen!

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