Demo-Marsch zum Landtag NRW – Wir unterstützen Bleiberecht für Roma

Am 9. November, Gedenktag der Progromnacht, fand in Düsseldorf unter dem Motto „Kein konzentrieren, kein deportieren!“ ein Demo-Marsch zum Landtag NRW statt.

Der Verein „Zukunft für Roma e.V“ hatte dazu aufgerufen, an diesem Tag für ein Bleiberecht und gegen eine Abschiebung kurz vor dem Winter einzutreten.

Ca. 350 Menschen aus ganz NRW kamen dieser Aufforderung nach. Viele der Demonstranten trugen Armbinden mit einem “Z”, dem Zeichen der Verfolgung zu Zeiten des Nazi Regimes. 500.000 Sinti und Roma wurden damals getötet, womit sich die Wahl dieses symbolträchtigen Datums für den Demozug erklärt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte bereits im Vorfeld einen Unterstützerbrief an die Ministerpräsidentin, Frau Hannelore Kraft versandt und sie aufgefordert, sich für das Bleiberecht einzusetzen und die drohenden Abschiebungen der Roma zu verhindern.

Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück vertrat die Partei vor Ort. „Etwa 12.000 Roma leben derzeit in NRW. Eine Abschiebung in die Herkunftsländer wäre fatal! Diese Menschen würden nicht nur in die Armut zurück geschickt, sondern auch wieder der Diskriminierung und der Verfolgung ausgesetzt! Wir erwarten eine humanitäre Lösung und warnen davor, die Menschen womöglich in den sicheren Tod zu schicken.“ so Lück.

150 Jagdgegner formieren sich gegen Bouffier

04. November 2015: Der verehrte Ministerpräsident Hessens, Volker Bouffier, lädt zur Gesellschaftsjagd und 150 Jagdgegner plus Presse kommen dieser Einladung nach.

Die lautstarken Proteste im Vorfeld ignoriert Herr Bouffier, die Kritik vom Bund der Steuerzahler, eine solche Unterhaltungsjagd, finanziert durch Steuergelder (ca. 22.000 Euro, ohne die Polizeipräsenz von rund 200 Beamten) , sei nicht mehr zeitgemäß und gehöre abgeschafft,tut er mit der Frage ab, ob die nichts Besseres zu tun hätten.

Diese Arroganz und Dekadenz straften die Demonstranten mehrerer Tierschutzorganisationen, u.a. Animal First und Peta, denen sich auch die MUT-Mitglieder nach Aufruf des BAKs Jagd & Angeln aus verschiedenen Bundesländern anschlossen, mit lautstarker Präsenz.

Auch wenn die Jagd unverantwortlicherweise trotz angekündigter Demonstration und des Jagsunfall-Risikos nicht abgesagt wurde, so gab es Erfolge auf Seiten der Tierrechtler zu verbuchen: Nur 45 von 120 geladenen Teilnehmern brachen überhaupt zur Jagd auf, pro Jäger durften 2 Tiere erlegt werden. Durch Störung der Jagd wurden „nur“ 33 Tiere getötet.

Herr Bouffier kündigt eine Wiederholung dieser blutrünstigen Veranstaltung an, seine Gegner werden sich erneut formieren und auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird wieder vor Ort sein.

Stoppt das Gänsereiten!

MUT erteilt Mandat an Anwalt, um politischen Druck zu erhöhen

Anfang des Jahres sorgte die Petition „Schützt unsere Kinder – stoppt das Gänsereiten“ mit über 50.000 Unterstützerunterschriften deutschlandweit für Wirbel ( MUT-Magazin 1/2015).

Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück appellierte über Change.org an die NRW-Regierung, dafür Sorge zu tragen, dass auch die letzten beiden Gänsereitervereine in Bochum-Wattenscheid die brutale Tradition, einer echten (toten) Gans im Galopp den Kopf abzureissen, einstellen und auf eine Attrappe umsteigen, um ganz besonders den anwesenden Kindern dieses blutige Spektakel zu ersparen.

Unbeirrt vom Druck der Medien, der Strafanzeige Lücks gegen das Ordnungsamt und einem Appell des tierpolitischen Sprechers der Grünen, vollzogen die Gänsereiterclubs am vergangenen Rosenmontag unter den Augen zahlreicher Demonstranten ihr abstoßendes Spiel erneut vor hunderten Besuchern, teils in Begleitung der Kleinsten.

Trotz derweil 61.000 Unterstützern blieb die Petition bislang unbeachtet, die Strafanzeige wurde eingestellt. Sandra Lück reichte daraufhin einen Antrag auf Gesetzeserlass eines Verbots von gewaltverherrlichenden Darstellungen mit (toten) Tieren bei öffentlichen und nicht öffentlichen Veranstaltungen in Anwesenheit von Kindern beim Petitionsausschuss des Landtages NRW ein.

Trotz der Bestätigung des Ausschusses, dass nicht ausgeschlossen werden könne, dass (kleine) Kinder bei Veranstaltungen ähnlich des Gänsereitens psychische Schäden erleiden, schliesst der Petitionsausschuss des Landtages auch diese Petition mit der Begründung, Eltern tragen die Verantwortung für ihre Kinder.

Sandra Lück will es damit nicht auf sich beruhen lassen und erteilt das Mandat dem Anwalt David Sanker, der bereits im laufenden Verfahren gegen die Behörde LANUV NRW die Verfassungsklage betreffend COVANCE/Münster für Gisela Urban, Jocelyne Lopez und Sandra Lück mit Unterstützung der MUT eingereicht hat.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstützt auch dieses Anliegen wieder und übernimmt das Mandat und die Kosten, um den politischen Druck zu erhöhen und das barbarische Gänsereiten endgültig auszurotten.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der VeggieWorld in Düsseldorf vom 17. bis 18.10.2015

Der Landesverband NRW gab sich die Ehre: Landesschatzmeister Berthold Behrendt, Landesschriftführer Rudi Görg, die Beisitzer Reinhold Kassen und SandraLück sowie Beisitzerin und Stadträtin Claudia Krüger ließen es sich nicht nehmen, persönlich mit Unterstützung durch unser Mitglied und Maskottchen Reiner Bent den Stand auf der Düsseldorfer Messe zu besetzen.

„Es ist schön zu sehen wie diese Messe wächst und wächst. Die Einstellung zu Tieren hat sich gesellschaftlich zum positiveren geändert. Gerade junge Menschen leben bewusster, also mindestens vegetarisch und viele auch vegan. Diesen Trend unterstützen wir natürlich gerne in unserer Landeshauptstadt“, sagt die Ratsfrau der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER Claudia Krüger.

Sandra Lück: “Mit unserem Infostand waren wir sehr erfolgreich, viele Infoblätter und MUT-Magazine wurden erfragt und unsere Unterschriftenliste zur Hundesteuer-Petition ist ebenfalls sehr gut angekommen. Die Resonanz auf der Messe war durchweg positiv, auch bei den nicht typischen Tierschützern/Tierrechtlern.”

Presse über uns

Zusammenfassung OB-Wahlen in Essen

Sandra Lück schaffte für die Tierschutzpartei in Essen 1,2 % und Sven Fucker in Krefeld 1,52 %

Am 27.09.2015 wurde in Essen/NRW der neue Oberbürgermeister gewählt. In einer Stichwahl gewann der CDU-Kandidat deutlich und löste den alten Amtsinhaber der SPD ab.

Neues BildZum regulären Wahltermin hatte sich, neben 9 weiteren Kandidaten, auch unser Landes- und Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück aufstellen lassen. Mit 450 Unterstützerunterschriften schaffte sie es für die „Partei Mensch Umwelt Tierschutz“ auf den Wahlzettel.

Auf vielen Veranstaltungen brachte Sandra interessierten Bürgern ihr Wahlprogramm näher, welches unter anderem den Ausbau des Flüchtlingsnetzwerkes, die Abschaffung der Hundesteuer, die Schaffung soziokulturellen Freiraums, die Kastrationspflicht für Katzen, die Erhaltung von Grünflachen und Sportstätten, die finanzielle Unterstützung ansässiger Tierschutzvereine und die Stützung von Bürgerinitiativen beinhaltete.

Berichte über die Kandidatin der Tierschutzpartei fanden sich in allen lokalen Medien und geladen wurde Sandra unter anderem zum Interview von Radio Essen und zum „Speed-Debating“ vom Jugendamt Essen. Diesen Termin in der Essener Weststadthalle sieht Sandra Lück übrigens als Highlight der Kandidatur-Phase an. Hier konnte sie etwa 160 Schülern und Erstwählern sowohl ihr Wahl-, als auch unser Grundsatzprogramm nahelegen und Fragen zu eben diesen beantworten. Auf Nachfrage gab unsere Kandidatin an, dass sie besonders viel Wählerpotential in den Jugendlichen erkannt habe, da grade die Kids noch offen für politische Themen – fernab von Finanz- und Wirtschaftspolitik – sind, die die Zukunft unseres wunderbaren Planeten betreffen. Die Resonanz sei fabelhaft gewesen!

Für den 13.09.2015 baten unsere Oberbürgermeister-Kandidaten Sandra Lück für Essen und Sven Fucker für Krefeld dann die Mitglieder des LV NRW zur gemeinsamen Wahlparty.

Als Außenseiter von der Presse gehandelt, waren die Erwartungen gering. Umso überraschender dafür die ersten Hochrechnungen sowie die amtlichen Ergebnisse:

Sandra Lück erzielte in Essen 1,2% und landete damit deutlich vor der Einzelkandidatin und der Kandidatin der DKP. Bei lediglich 33,9% Wahlbeteiligung erhielt sie beachtliche 1789 Stimmen, wobei sie in einzelnen Wahlkreisen sogar Stimmanteile von bis zu 2,2% erreichte.

Sven Fucker erzielte in Krefeld 1,52% mit 1053 Stimmen und schaffte es sogar, noch vor dem Kandidaten der Piratenpartei abzuschliessen.

Die OB-Wahlen waren ein Gradmesser für die kommenden Landtagswahlen 2017 und somit gab es allen Grund zu feiern, denn die Ergebnisse bei einem Mindestmaß an Werbung waren nicht nur beachtlich, sie bestätigen uns auch die Akzeptanz der Wählerschaft, auf der wir aufbauen können und wollen.

Einen herzlichen Dank an dieser Stelle an die beiden Kandidaten.

Keine Jäger mit Angeboten in und mit Kindergärten und Schulen

Petition

Bitte unterzeichnen und verbreiten Sie die Petition unseres BAK Tierschutz in der Schule des LV NRW der Partei Mensch Umwelt Tierschutz!

Seit geraumer Zeit ist zu beobachten, dass Hobbyjäger einen zunehmenden Einfluss auf die Erziehung und die Bildung von Kindern und Jugendlichen geltend machen und vermehrt bereits an Kindergärten und Grundschulen aktiv werden mit zum Teil hochgradig fragwürdigen Angeboten. Diese erschließen sich in einem unter dem Deckmantel des Naturschutzes, der Wildtierkunde oder der Walderkundung praktizierten Lernangebot angefangen von der „Rollenden Waldschule“, dem Aufsuchen von Bildungs- und Erziehungseinrichtungen, die eigentlich der Werteerziehung verpflichtet sind, bis in diverse Freizeit- und Ferienangebote über Bogenschießen, Fährtensuchen, dem mit den Kindern und Jugendlichen gemeinsamen oder angeleiteten Bau von Hochständen gegen Spende in die Klassenkasse und dergleichen mehr. Heranwachsende werden darüber mit der Ideologie der Hobbyjägerei vertraut gemacht und sollen zudem über die Sympathie mit dem Jäger und dem Jagdhund, der zum ständigen Begleiter von Jägern im Rahmen von Kindergarten- und Schulbesuchen gehört, kostenlosen Malheften und Lernmaterialien für die Jagd auf Tiere und dem Nachstellen von Tieren und damit für die scheinbare Selbstverständlichkeit und Legitimität des Tötens empfänglich gemacht werden und latent wird darüber Interesse für den Umgang mit Waffen geweckt.

Die Indoktrination durch einschlägige Angebote wie oben skizziert ist offenkundig: Niemals wird im Regelfall ein Gleichgewicht erfolgen, indem Kindern, Jugendlichen, aber auch den verantwortlichen Erzieherinnen und Erziehern bzw. den Lehrerinnen und Lehrern die vielen und wissenschaftlich nachgewiesenen Negativaspekte der Hobbyjägerei aufgezeigt werden. Niemals erhalten die Heranwachsenden die Möglichkeit sich ein eigenes Bild von der Jagd zu machen, indem auch die Gegenargumente zur Jagd in einer fundierten, das heißt auf wissenschaftliche Befunde basierenden, alters- und entwicklungsgerechten Form und damit in einer für die kritische Meinungsbildung zuträglichen Weise zugänglich gemacht werden.

Jägerinnen und Jäger verfügen obendrein im Regelfall weder über eine anerkannte didaktisch-methodische noch über eine anerkannte und nachgewiesene pädagogische Grundausbildung respektive Hochschulstudium, geschweige denn über eine einschlägiges, das heißt anerkanntes Fachstudium, das zum Umgang mit Kindern und Jugendlichen in einem professionalisierten institutionellen Rahmen befähigen soll, noch verfügen Jägerinnen und Jäger im Normalfall über ein für die Erziehung und Bildung der Zielgruppe geeignetes Fachrepertoire zum Erreichen der curricularen – also den in den Lehrplänen und Richtlinien für das Land NRW verankerten – Zielvorgaben.

Vor dem Hintergrund des Staatsziel Tierschutz und der im Schulgesetz NRW im Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule manifestierten Werteerziehung, die u.a. zum Gegenstand hat, die Kinder und Jugendlichen „zur Verantwortung für Tiere und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen […] und zur Friedensgesinnung“ anzuhalten, erscheint es unverantwortlich, wenn weder fachlich noch charakterlich geeigneten Personen Bildungs- und Erziehungsaufgaben in aus der öffentlichen Hand finanzierten Institutionen und Organisationen von Vorschule, Schule, Freizeit- und Kulturpädagogik und dergl. freimütig und unkontrolliert übertragen werden, wozu sonst nur ein einschlägiges Hochschulstudium oder eine staatlich anerkannte Ausbildung im Bildungs- und Erziehungswesen befähigt.

Insbesondere vor dem Hintergrund der von Politik und Medien gleichermaßen kolportierten Zunahme von Jugendgewalt und der Lösung von Konflikten überhaupt durch Gewalt bis hin zu Tötungsdelikten, erscheint es überhaupt nicht sinnvoll, wenn Kindern und Jugendlichen von als Autorität wahrgenommenen Erwachsenen-Personen vorgelebt und wenn auch bloß unterschwellig in Aussicht gestellt wird, dass Konflikte – wie im Rahmen der Jagd zwischen Mensch und Tier – durch (Waffen-)Gewalt, Einsatz von Fallen, für den Zweck der Jagd abgerichtete Hunde und so weiter und jedenfalls durch Gewalteinsatz und legitimierte Tötung ethisch einwandfrei und sozial verträglich gelöst werden könnten.

Forderung:

Der Bundesarbeitskreis Tierschutz in der Schule der Partei Mensch Umwelt Tierschutz sowie der Landesverband Nordrhein-Westfalen der Tierschutzpartei fordern Entscheidungsträger von Schulaufsicht und Schulamt, Schulleiterinnen und Schulleiter wie auch die Leiterinnen und Leiter von Kindergärten und Kindertageseinrichtungen und ihre Träger, sowie die Leitenden von Freizeit-, Kultur- und Bildungseinrichtungen und ihre Träger, nicht zuletzt aber jeden Lehrer und jede Lehrerin mit Verantwortung und Mitgefühl dazu auf, den einschlägigen Angeboten von Jägerinnen und Jägern an und mit der jeweiligen Einrichtung und der Zielgruppe der Kinder und Jugendlichen konsequent Einhalt zu gebieten und solche Aktivitäten künftig und fortan zu untersagen sowie statt dessen vor dem Hintergrund des Staatsziel Tierschutz dem Tierschutz an Schulen und im Kindergarten sowie in Bildungs- Kultur- und Freizeiteinrichtungen eine deutlich stärkere Beachtung und Umsetzung durch geeignete Angebote einzuräumen bzw. diese aktiv zu unterstützen.

Vordringlich sein für jede auf Vernunft basierende Vorstellung und Erfüllung von Erziehung und Bildung sollte eine Leitkultur der Toleranz, des Respekts vor allem Leben, einschließlich dem der Tiere und der Empathie sein; die Hinführung von Kindern und Jugendlichen hingegen zu mehr Akzeptanz für Gewalt und das Lösen von Interessenkonflikten durch Gewalt und Töten unter der Vorspiegelung des Naturschutzes, von Wildtier- und Walderkundungen, Fährtensuche, Hochsitzbau, „auf Pirsch gehen“, Bogenschießen etc. steht diesem Ansinnen schlichtweg konträr gegenüber und ist damit durchaus sogar als schädigend und kontraproduktiv nicht zuletzt im Sinne des Jugendschutzes zu bewerten.

Für den Bundesarbeitskreis Tierschutz in der Schule der Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei)

Thomas Schwarz (Sprecher)
Generalsekretär
Vorsitzender Landesverband NRW
Dipl. Päd., Systemischer Berater und Therapeut, Systemischer Coach (DGSF)
www.tierschutzpartei.de
thomas-schwarz (at) tierschutzpartei.de

Zirkusse mit Wildtieren werden in Düsseldorf der Vergangenheit angehören

Bekanntmachung der Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER

Verwundert über Vorgehensweise – Vielleicht Strafanzeige wegen Urheberrechtsschutzverletzung

Aufgrund der Initiative der Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER vom 07.07.2015 in Form eines Antrages „JA zum Zirkus – Nein zur Wildtierhaltung“ an den Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten gibt es nun eine breit aufgestellte Mehrheit im Rat, die zukünftig Zirkussen mit Wildtieren untersagt, auf städtischen Flächen ihre Zelte aufzuschlagen.

Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten gab es am Tag der Sitzung, am 27.08.2015, noch Beratungsbedarf und so wurde der Antrag der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER in den Umweltausschuss verwiesen; Ratsfrau Iris Bellstedt von Bündnis 90 /Die Grünen begründete dies auch mit der Einholung einer Fachauskunft durch den Umweltausschuss.

Mehrheit für Tiere gesichert

Nun liegt die Tagesordnung für den Umweltausschuss vor und neben dem Antrag der Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER gibt es einen inhaltlich gleichen Antrag der AMPEL-Koalition. Somit ist die Mehrheit im Sinne der Tiere bereits im Vorfeld gesichert.

Etwas verwundert ist die Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER über die Reihenfolge der zu behandelnden inhaltsgleichen Anträge. Denn das Datum des AMPEL-Antrages ist auf dem Papier der 27.08.2015, also genau der Tag, an dem der ursprüngliche Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER-Antrag in den Umweltausschuss verwiesen wurde. Unterzeichnet ist der Antrag übrigens von Iris Bellstedt, die eben noch im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Liegenschaftsangelegenheiten die Verweisung beantragt hat.

Der Antrag der Ampel ist natürlich vor dem Ursprungsantrag der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER auf der Tagesordnung des Umweltausschusses. Vorsitzender des Umweltausschusses ist Philipp Tacer (AMPEL Koalition).

Böses Denken verboten

„Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Wir glauben, dass es hier lediglich wieder einmal darum geht, einem für Düsseldorf positiven Antrag der Opposition nicht zustimmen zu müssen. Gerade SPD und Grüne bemängelten dies in den letzten Legislaturperioden an der CDU/FDP-Mehrheit. Aber wie es scheint, lernen sie schnell von der FDP. “Wir jedenfalls behalten uns eine Strafanzeige gegen die Unterzeichner nach § 106 Urheberschutzgesetz vor“, sagt der Fraktionsgeschäftsführer Torsten Lemmer zu dem Demokratieverlust.

Die Vorsitzende der Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER, Claudia Krüger, zieht mit folgenden Worten Bilanz:

„Es ist einfach schön, zu sehen, dass in Düsseldorf immer mehr auch an die Tiere gedacht wird, deshalb haben die Wählerinnen und Wähler auch die Tierschutzpartei in den Stadtrat gewählt, Tieren eine Stimme im Düsseldorfer Stadtrat zu geben funktioniert augenscheinlich.“

 

Rechtspopulisten die Argumente nehmen

Düsseldorf geht voran:

“REFUGEES WELCOME” DIREKT IM RATHAUS

Die Landeshauptstadt Düsseldorf ist gegenwärtig auf der Suche nach einem liquiden Mieter für den Ratshauskeller, einem mittelalterlichen Gebäudekeller im bauältesten Teil des Rathauses der Stadt aus dem 16. Jahrhundert. Errichtet wurde der Rathauskeller nach Plänen des 1493 in Bologna geborenen Renaissancearchitekten Alexander (Alessandro) Pasqualini, der im heutigen Rheinland einige Geschäftigkeit entwickelte.

Unter seiner Bauleitung wurde das Schloss in Düsseldorf weitreichend ausgebaut. Auf die Jahre 1958 bis 1961 gehen die jüngsten Umbauarbeiten des historischen Rathauses zurück, diesmal nach den Plänen von Friedrich Tamms, der später Baudezernent in Düsseldorf wurde und 1980 verstarb.

Tamms arbeitete von 1938 bis 1945 an der Seite des Nazi-Architekten Albert Speer in dessen Behörde und wurde von Adolf Hitler persönlich zum Hochschulprofessor ernannt und im August 1944 in die „Gottbegnadeten-Liste der wichtigsten Architekten“ aufgenommen. Außerdem gehörte Tamms zur „Organisation Todt“, einer nach militärischem Vorbild organisierten Bautruppe.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht vor dem Hintergrund dieser Geschichte vor einer besonderen Verantwortung, die es nach Auffassung der Ratsfraktion Tierschutzpartei/FREIE WÄHLER sensibel wahrzunehmen gilt.

NUR 15 WIEDERKEHRENDE VERANSTALTUNGEN

Bisher finden in den Räumlichkeiten des Rathauskellers nur bis zu 15 wiederkehrende Veranstaltungen jährlich statt. Dafür steht den Stadtoberen für Feste und Feierlichkeiten eine Nettogrundfläche von 365,00 Quadratmetern zur Verfügung.

Vor dem Hintergrund der gegenwärtigen Unterbringungsproblematiken infolge der Flüchtlingsströme nach Deutschland und insbesondere auch nach NRW stellt sich nicht zuletzt der Landeshauptstadt die Frage nach adäquaten Unterbringungsmöglichkeiten.

Der Ratshauskeller im Untergeschoss des Ratshauses verfügt über eine Lagerfläche von 60 qm, zwei Festräumen von ca. 70 qm und 94 qm, sowie einem Buffet-Raum mit über 40 qm, ergänzt durch separate Sanitärflächen für Damen und für Herren, ausgestattet mit Handwaschbecken, WC-Objekten und Urinalen für die Herren. Des Weiteren existieren zwei Lagerräume mit Kühlhaus.

Die Landeshauptstadt Düsseldorf steht in der herausragenden Position als Vorreiter einer gelebten Willkommenskultur von Innen und damit als Vorbild für weitere Kommunen in und über NRW hinaus ihren Teil zu einer gelebten Humanität beizutragen und den Ratskeller samt angegliederter Infrastruktur für die von Krieg und Terror getriebenen Flüchtlinge zu öffnen: „Refugees welcome“ darf auch und zuallererst direkt im Düsseldorfer Rathaus nicht bloß ein Lippenbekenntnis bleiben. Zumal die Flüchtlinge in den Räumlichkeiten sogar verköstigt und versorgt werden können.

PLATZ SATT IM ERGESCHOSS DARÜBER

Schlafplätze und/oder Aufenthaltsräume mit großen Fenstern könnten schnell und unbürokratisch in den Räumen der beiden Säle im darüberlegenden Erdgeschoss geschaffen werden. Mitmenschlichkeit ist in diesen Zeiten gefragt – und das nicht zuletzt als angemessene und längst überfällige Reaktion auf die Architektur- und Sanierungsgeschichte des historischen Gebäudes.

RATSFRAU EL FASSI: HILFSBEREITSCHAFT VERSTÄRKEN – RECHTPOPULISTEN SCHWÄCHEN

Die Fraktionsvorsitzende der Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER, Ratsfrau Chomicha El Fassi, selbst aus Nordafrika stammend und als Kleinkind mit der Familie nach Deutschland emigriert sagt zu dieser Initiative: „Hier hat die Politik und Verwaltung die einmalige Chance den Bürgerinnen und Bürgern zu zeigen, dass Flüchtlinge nicht nur in den Stadtteilen oder der Peripherie untergebracht werden, sondern mitten im Herzen der Düsseldorfer gewählten Vertreterinnen und Vertretern.

Diese Entscheidung hätte eine enorme Vorbildfunktion und würde den Argumenten der rechten Extreme und Populisten, „die Flüchtlingspolitik würde nur auf dem Rücken der Bürger ausgetragen“, jedweden Nährstoff entziehen.

Wir wissen das in diesen Räumlichkeiten nicht mehrere hundert Flüchtlinge untergebracht werden können, aber die Symbolkraft von der Unterbringung von Flüchtlingen im Rathaus, würde die hervorzuhebende gelebte Hilfsbereitschaft in unserer Stadt weiter bestärken“.

Speed-Debating zur OB-KANDIDATUR Essen 2015

Am 02.09. in der Weststadthalle in Essen:

Etwa 150 Erstwähler aus verschiedenen Schulen konnten uns OB-Kandidaten in 7 Gruppen je 7 Minuten im Speed-Debating zu unserem Wahlprogramm befragen und persönliche Eindrücke sammeln.

Bis auf die FDP, die einen Vertreter schickte und Pro NRW, waren alle Kandidaten vertreten.

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde wurden die Infozelte zugelost – die Nummer 2 gehörte der Tierschutzpartei.

Viele verschiedene Themen wurden angefragt, die Interessen waren ganz unterschiedlich gelagert, die Fragen vorab sehr gut erarbeitet.

Ein tolles Konzept vom Jugendamt, um den Teenies Politik unkompliziert und mit Freude nahe zu bringen, die Stimmung war super!

Nach dem letzten Gong gab es noch eine Verabschiedung und ein Gruppenfoto im Freien sowie die Gelegenheit, noch ein paar Umarmungen auszutauschen und Zeit für das ein oder andere Selfie 🙂

Mein Fazit:

Diese jungen Menschen sind unsere Zukunft, die Hoffnung für unseren Planeten, denn viele der Kids haben mir gestern gezeigt, dass sie auch über den Tellerrand hinausschauen, auch offen für (noch) unübliche Politik sind und dass sie meine Meinung teilen: Politik darf nicht nur aus Wirtschaft und Finanzen gestaltet sein, es bedarf auch einer großen Portion Empathie und Mitgefühl, Sensibilität und Einfühlungsvermögen für Mensch und Tier, um unsere Zukunft sicher und harmonisch zu gestalten.

Ihre Sandra Lück / OB-Kandidatin für die OB-Wahl am 13.09.2015 in Essen