Osterfeuer – noch zeitgemäß?

Dem christlichen Brauch nach werden jedes Jahr zu Ostern die sogenannten Osterfeuer entfacht. Diese Brauchtumsfeuer locken viele Menschen aus nah und fern an, die sich dann um die Feuerstelle in geselliger Runde bei Bier und Gegrilltem versammeln.

Dem Brauchtum einiger Regionen zufolge wird im Osterfeuer eine Puppe oder ein Baumstamm verbrannt. „Es handelt sich um möglichst hoch aufgetürmte Holzstöße aus Baum- und Strauchschnitt. Mancherorts befindet sich zuoberst des Stapels eine Hexenpuppe aus Stroh. Die Holzstöße werden auf Feldern oder auf dem Kamm eines Berges, so errichtet, dass sie weithin sichtbar sind. Der Brauch ist vor allem in ländlichen Gegenden üblich, wo die Dörfer einen Wettstreit um das höchste Feuer abhalten und die Holzstapel in den Nächten vor Ostern bewachen.“ (Quelle: wikipedia)

Ausführliche Informationen zum Osterfeuer können Sie hier nachlesen.

Doch die Osterfeuer sind in den letzten Jahren bei Tier- und Naturschützern sowie besorgten Bürger*innen, die in “unmittelbarer” Nähe des Feuers wohnen, immer mehr in die Kritik geraten. Die Holz- und Reisighaufen, die allerlei Wildtiere wie Kaninchen, Hasen, Igel sowie Vögel- und Insektenarten oft und gerne als Unterschlupf und Versteckmöglichkeit  nutzen, werden beim Abbrennen oft zur tödlichen Falle. Die Anwohner klagen beim Abbrennen über den starken Rauch, der zur Belastung für die Atemwege wird und den Funkenflug, der je nach Windlage, ungewollt an weiteren Stellen sich zur Brandgefahr entwickeln kann.

Wir möchten dabei an eine Pressemeldung erinnern, die sich jedem Tier- und Naturschützer – im wahrsten Sinne des Wortes – ins Langzeitgedächtnis eingebrannt haben dürfte. Der tragische Vorfall ereignete sich im Jahr 2015, als bei einem Osterfeuer in Dortmund zwei Kaninchen bei lebendigem Leib verbrannten: „Zwei brennende und vor Schmerzen schreiende Kaninchen krochen zum elenden Krepieren aus dem Feuer zwischen die Zuschauer“, so schildert ein Besucher den Vorfall in der Presse.

In vielen Orten sind Osterfeuer genehmigungspflichtig und müssen vorher bei der zuständigen Behörde angemeldet werden. Wurde dem  Osterfeuer stattgegeben, müssen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt gesetzliche Auflagen eingehalten werden, um sicher zu gehen, dass das Gefahrenpotenzial, das von einem Osterfeuer ausgehen kann, überschaubar und kontrollierbar ist.

Doch die Auflagen für Wildtiere sind oft unzureichend: „Auch wenn das Brennmaterial erst wenige Tage vorher aufgeschichtet oder einige Stunden vor dem Anzünden umgeschichtet wird, kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass sich ein Tier kurzfristig darin versteckt. Deshalb empfiehlt es sich, das Brennmaterial erst wenige Minuten vor dem Anzünden aufzuschichten oder – wenn man ganz sicher gehen will, dass keine Tiere zu schaden kommen – besser ganz auf Oster- und andere Brauchtumsfeuer zu verzichten.“ (Quelle: Peta)

Ihre / eure BGSt.

TV-Tipp: Das ungeahnte Leid der Eltern der “Masthühner”

Heute, den 29.03.2017, ZDF Frontal 21, um 21:00 Uhr

Die neue ARIWA-Recherche: Das ungeahnte Leid der Eltern der “Masthühner”

“Kranke, kahle Hühner mit großen blutenden Wunden; unzählige tote Tiere; Hähne, die verletzte Hennen immer wieder brutal bespringen – diese Bilder stammen aus fünf Elterntierbetrieben von Europas größtem Anbieter von Masthuhnküken.

Continue reading “TV-Tipp: Das ungeahnte Leid der Eltern der “Masthühner””

Bei der Gartenarbeit auf Igel achten

Igelexpertin Karin Oehl gibt wertvolle Tipps, die man zum Schutz der Igel bei der Arbeit im Garten und bei der Pflege von Grünanlagen befolgen sollte:

“Die Winterschläfer erwachen bei diesem schönen Frühlingswetter und auch alle fleißigen Gärtner in Hausgärten und Grünanlagen legen los.

Leider kommen dabei immer wieder Fadenmäher und Freischneider zum Einsatz.

Continue reading “Bei der Gartenarbeit auf Igel achten”

Zirkus in Freiburg – Offener Brief

An die Bürgermeister von Freiburg
Herrn Dr. Dieter Salomon
Herrn Otto Neideck
Fahnenbergplatz 4
79098 Freiburg

24.03.2017

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Salomon, sehr geehrter Herr Bürgermeister Neideck,

Continue reading “Zirkus in Freiburg – Offener Brief”

Aktuelles zum “Meteler Schweineschätzen”

Update zum Artikel vom 30.11.2016

Die Werbegemeinschaft Metelen e.V. hat in ihrem Planungsgespräch vom 15.03.2017 entschieden, nicht von ihrem “traditionellen Schweineschätzen” abzurücken.
Dies ist einem Artikel der Westfälischen Nachrichten mit dem provokanten Titel “Jetzt wird die Sau geschlachtet” zu entnehmen.

Continue reading “Aktuelles zum “Meteler Schweineschätzen””

LV Brandenburg mit Landesliste für BTW

LV Brandenburg stellt eine Landesliste für die Bundestagswahl 2017 auf und bittet um Unterstützung beim Sammeln von Unterschriften

Am 12.03.2017 fand die Mitgliederversammlung des Landesverbandes Brandenburg statt, auf der die Mitglieder ihre Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 wählten.

Gewählt wurden in dieser Reihenfolge:

Pos. 1: Silvia Dreyer
Pos. 2: Birgit Enke
Pos. 3: Olaf Netzel
Pos. 4: Susanne Seidler
Pos. 5: Karin Rother
Pos. 6: Anke Winkler

Nun brauchen wir 2000 Unterstützungsunterschriften von Brandenburger Wahlberechtigten, damit wir zur Bundestagswahl zugelassen werden.

Diese Herausforderung ist aber nur mit Hilfe aller Brandenburger Tierfreunde und Engagierten zu schaffen. Bitte unterstützen Sie uns beim Sammeln der Unterschriften, denn die benötigten 2000 Unterschriften sind nur mit Hilfe vieler Aktiven zu bewältigen.

Zeigen wir unserer Landesregierung, dass es die Tierschutzpartei gibt, die sich als einzige Partei in unserem Land gleichermaßen konsequent für Tiere, Menschen und Umwelt einsetzt.

Wenn Sie uns unterstützen möchten, melden Sie sich bitte bei Silvia Dreyer unter silvia-dreyer (at) tierschutzpartei.de oder unter Tel. 03301/704175.

Wir freuen uns auf Ihre Mitarbeit und danken Ihnen im Namen der Tiere.

Das Formular für die Unterschriften bitte hier herunterladen.

Obergrenzen für Tiermastbetriebe

Kommentar zum Artikel “Obergrenzen für Tiermastbetriebe”in der haz

“Herr Minister Meyer hat durchaus Recht, wenn er sagt, dass „große Tierställe“ gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden und definiert Grenzen, ab welchen z.B. die baurechtliche Privilegierung entfallen soll.

Continue reading “Obergrenzen für Tiermastbetriebe”

Ponykarussell auf dem Hamburger Dom: Tierquälerei für den Profit

Ab Freitag, den 24. März 2017 bis Sonntag, den 23. April 2017 findet der Hamburger Frühlingsdom statt. Nach der erfolgreichen Dom-Saison 2016 mit insgesamt ca. 7,5 Millionen Besuchern blicken die Veranstalter optimistisch in das Jahr 2017. Bei schönem Wetter könnte die hohe Besucherzahl aus dem Vorjahr sogar nochmal überboten werden. Rund 250 Schausteller sorgen auf dem 160.000 Quadratmeter großen Heiligengeistfeld für ausgelassenen Spaß und viel Freude für Groß und Klein.

Continue reading “Ponykarussell auf dem Hamburger Dom: Tierquälerei für den Profit”

Tierschutzpartei unterstützt die Aktion “Hamburg räumt auf!”

Pressemitteilung / LV Hamburg

Die Tierschutzpartei Hamburg unterstützt in diesem Jahr die Aktion „Hamburg räumt auf“, die vom 24. März. bis 2. April 2017 stattfindet. Im Jahre 2016 gab es einen beachtlichen Rekord: Fast 66.000 Hamburgerinnen und Hamburger haben sich für ihre Stadt engagiert und über 300.000 Kilogramm Müll gesammelt.

Continue reading “Tierschutzpartei unterstützt die Aktion “Hamburg räumt auf!””