Großdemo gegen Tierversuche und Tierversuchstransporte am 06.09.2014 in Frankfurt

An unsere Mitglieder und Sympathisanten!

Unter dem Motto “Aus der Wildnis ins Labor… Air France macht‘s möglich!” veranstaltet Stop Vivisection in Zusammenarbeit mit Ärzte gegen Tierversuche am 6. September 2014 eine Großdemo gegen Tierversuche und den Handel mit Affen und anderen sogenannten Versuchstieren durch insbesondere Air France – KLM.

Mit einem eindrucksvollen und bunten Demozug durch die Frankfurter Innenstadt zur deutschen Air France Zentrale werden wir uns gegen Tierversuche, Tierausbeutung und Tierleid stark machen und Air France zeigen, was es im Jahr 2014 bedeutet, mit der Tierversuchsindustrie aktiv zusammenzuarbeiten!

Darüber hinaus erwarten Euch ganztägig dutzende vegane Info-, Verkaufs und Essenstände sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Aktivismus und Engagement sollen schließlich auch belohnt werden!

Wir dürfen bei dieser Demo auch unsere Wahlplakate gegen Tierversuche verwenden.

Bitte nehmt Euch also die Zeit, um die Tierversuchslobby am 6. September zusammen mit vielen anderen Menschen so richtig ins Schwitzen zu bringen und bringt Eure Wahlplakate mit (sofern vorhanden)!

Weitere Infos unter: www.airfrancemachtsmoeglich.de

Unsere Teilnahme am 4. „Vegan Life Festival“ in Braunschweig

LV Niedersachsen in Aktion

Am 30.08.2014 waren Vertreter/innen des LV Niedersachsen – neben etlichen Vereinen und Organisationen – wieder einmal zu Gast bei Sabine Pankau, Vorsitzende des Vereins „Tier Time e.V.“

Wir – Eva Lyska, Harald Piltz, Ivo Feizelmeier und Margret Giese – erlebten einen abwechslungsreichen Tag mit interessierten BürgerInnen an unserem Stand, nachdenklich stimmenden Gesangseinlagen, aber auch Beiträgen von Live-Bands und mitreißender Rockmusik vom Band.

Ein Vertreter des Kampagnen-Netzwerks „Stop Vivisection“ lud nach seinem Vortrag gegen Tierversuche – auch im Namen von „Ärzte gegen Tierversuche“ – zur Veranstaltung am 06.09.14 in Frankfurt am Main ein. Dort findet die bisher größte Demonstration statt gegen die verabscheuenswürdigen Air-France-Tiertransporte von Affen und anderen Tieren in Versuchslabore.

An unserem Stand konnten einige erst kürzlich eingetretene Mitglieder aus der Region begrüßt werden, die die Gelegenheit wahrnahmen, uns einmal näher kennenzulernenen und sich darauf freuten, an der Mitgliederversammlung am 8. Oktober 2014 in Braunschweig teilzunehmen. Wie schon zuvor, sammelten wir wieder Unterschriften gegen das unsägliche TTIP – das „Transatlantic-Trade-and-Investment-Partnership-Abkommen“ zwischen der EU und den USA. Sollte das schändliche Vorhaben in Kraft treten, würde dies einen massiven Rückschritt in allen Lebensbereichen zur Folge haben.

Das Festival war gut besucht, wozu auch das vorwiegend gute Wetter beitrug. Für das „vegan-leibliche“ Wohl wurde wie immer ausgiebig gesorgt. Besonders beeindruckend die nicht enden wollende Schlange am veganen Döner-Stand! Dort wie auch am veganen Kuchen-Stand wurde auf einfache Art und Weise Überzeugungsarbeit geleistet, weil alles ausnehmend gut schmeckte. So wurde der ersehnte Wechsel „weg vom Fleisch und hin zur tierfreundlichen vegetarisch/veganen Ernährung“ wieder ein Stück vorangebracht.

Und wir vier vom LV Niedersachsen freuten uns natürlich, die Aufmerksamkeit der Besucher einmal mehr auf die Partei lenken zu können und sie anhand von Flug- und Faltblättern wieder ein Stück bekannter zu machen!

Der Irrsinn mit dem Rassehund

Ein Beitrag zum Wahn der Menschheit, Rassehunde, vor allem Qualzuchten, züchten zu “müssen”, weil wir ja so wenige Hunde auf diesem Erdball haben, die wir auf keinen Fall erst einmal zu retten hätten, bevor wir neues Elend ins Leben zwingen. Wieder sind die Tiere die Leidtragenden der grenzenlosen menschlichen Ignoranz, die keinerlei Rücksicht auf die großen Qualen, die mit der Züchterei vor allem bei den sog. Qualzuchten einhergehen, nehmen. Völlig egal, dass manche Rassen z.B. kaum oder keine Luft ohne Operation bekommen – die Kasse muß klingeln, und die Eitelkeit der Käufer feiert Urständ auf Kosten der Tiere. Unbegreiflich, daß “Hundefreunde” den Hunden so etwas antun und der moderne Staat den Verbrechen an den Tieren auch hier Vorschub leistet.

Niemand sollte einen Rassehund von einem Züchter kaufen, solange auch nur ein einziger ausgesetzter Hund obdachlos und schutzlos auf den Straßen der Welt herumirren muss.

Großen Dank an den Buchautor Christoph Jung (“Schwarzbuch Hund. Die Menschen und ihr bester Freund”) und an den Tierarzt Dr. Dirk Schrader, die das Thema wieder in Erinnerung gebracht haben. Vielen Dank auch an die krebia werbeagentur, 24696 Großenwiehe, für die Erlaubnis der Übernahme ihres Textes. Wir empfehlen, diese FS-Sendung anzuschauen:

Mensch, Hund! Rassehund?

Der Rasse-Wahn und seine Folgen Do, 31. Juli 2014, 20:15 Uhr auf 3Sat

Rassehund – Der Kritiker: Christoph Jung wird für seine Aussagen über die Rassehundezucht in Deutschland angefeindet und sogar bedroht. Der Autor mehrerer Fachbücher prangert vor allem die Übertypisierung bestimmter Körpermerkmale mit schweren gesundheitlichen Folgen an.

Rassehund – muss das sein? An dieser Stelle ist der Autor dieses Artikels, selbst Halter zweier Mischlingshunde – also Mischlinge, ausnahmsweise mal klar und parteiisch und sagt: “Nein, auf gar keinen Fall”. Der Wahn mit dem Rassehund ist menschlicher Irrsinn und oftmals Tierquälerei. Mischlingshunde sind immer eine mehr als gute Alternative zum Rassehund und ja, auch oftmals die besseren Hunde.

Die 3Sat Dokumentation “Mensch, Hund! – Der Rasse-Wahn und seine Folgen” von Klaus Kastenholz, die 3sat im Rahmen von “Wissenschaft am Donnerstag” zeigt, taucht in die komplexe Welt des deutschen Rassehundewesens und dem Rassehund ein und forscht nach den Konsequenzen eines Schönheitswahns beim Rassehund, der die Gesundheit beliebter Arten bedroht.

Rassehund: welche Rolle spielen dabei die großen Zuchtschauen, deren Sieger ihrem Besitzer enorme Summen einbringen können? Und warum greift der Gesetzgeber beim Rassehund nicht ein? “Das, was wir beim Mops und bei der französischen Bulldogge sehen, ist schon katastrophal. Schlimmer kann es eigentlich gar nicht werden”, sagt der Hamburger Tierarzt Dirk Schrader.

Zu Beginn der Dokumentation über den Rassehund sieht man, wie ein zweijähriger Mops-Rüde auf dem OP-Tisch einer Kleintierklinik liegt. Die Ärzte verkürzen sein Gaumensegel, das für den kleinen Schädel des Hundes schlicht zu groß ist. Oder richtiger ist es umgekehrt zu sagen: Die Proportionen des putzigen Kopfes lassen den Organen nicht mehr genügend Raum – eine Folge der Züchtung. “Das ist wie wenn Sie zu große Möbel für eine zu kleine Wohnung haben”, sagt Dirk Schraders Sohn Steven, ebenfalls Tierarzt.

Draußen wartet schon ein Rassehund – Artgenosse, dem zu enge Nasenlöcher die Atmung erschweren, außerdem eine französische Bulldogge, die an der Entzündung ihrer Augenfalten zu erblinden droht. Drei bis vier solcher Eingriffe musste Tierarzt Dirk Schrader früher pro Jahr vornehmen – heute seien es fast 400.

Es gibt gute Alternativen zum Rassehund

Rassehund Rück-Zucht: Der sogenannte “Retro-Mops” soll der gebeutelten Rasse ihr natürliches Aussehen und ihre Agilität zurückgeben. Durch die Einzucht des Jack Russel Terriers bildet sich etwa die Schnauze wieder deutlicher aus, wodurch die Tiere besser atmen können.

Ein Tierschutz-Skandal – so prangert der Psychologe Christoph Jung seit Jahren ein Übel an, das viele Facetten aufweist: Hier die Käufer, die einen Rassehund nach Vorbild eines bestimmten, gerade modernen Schönheitsideals wünschen. Dort die Züchter, die der enormen Nachfrage nachkommen und bei der Übertypisierung bestimmter Körpermerkmale beim Rassehund nur allzu häufig die gesundheitlichen – oft tödlichen – Folgen für das Tier ignorieren. ”Das muss man sich mal vorstellen, das ist in Deutschland Realität: Per Operation wird vielen Tieren das Atmen erst ermöglicht”, sagt Jung.

Dazwischen steht eine Industrie, die von der schieren Masse an Hunden lebt, von der Versicherungswirtschaft bis zum Futtermittelkonzern. Neben den ultramodernen Designerhunden gibt es aber auch eine Rassehund Variante, die sich eher der Vergangenheit verschrieben hat: die sogenannte Rückzucht, die domestizierte Hunde mit ihren wilden Vorfahren kreuzt. Rassen wie der Saarlooswolfhund werden als Trend für Individualisten immer beliebter, weil sie dem mystischen Wolf so sehr ähneln. Je höher der Anteil an Wolfsblut, desto gefragter sind die Tiere.

Schattenseite des Sommers für unsere Hunde

Und wieder ist es höchste Zeit, bei den jetzigen hohen Temperaturen ein Wort an die Hundehalter zu richten, die ihren Hund im Auto “parken”.

Wenn Sie Ihren Hund in Ihrem Auto mitnehmen und eine Zeitlang im Auto lassen wollen (was sowieso nicht und nie gut für den Hund ist), achten Sie bitte darauf, wo und wie Sie das Auto abstellen. Die Temperaturen im Auto steigen rasant, besonders, wenn es in der Sonne steht, und das kann zum Tod Ihres Hundes führen. Dafür braucht es nicht einmal die jetzt hohen Temperaturen. Gefährlich kann es auch schon bei niedrigeren Temperaturen für das Tier im fest geschlossenen Wagen werden.

Beachten Sie, daß die Sonne “wandert”. Wenn das Auto beim Abstellen im Schatten eines Baumes/Hauses steht, kann sich dieser während Ihrer Abwesenheit längst weit weg von Ihrem Auto bewegt haben. Auch im Schatten erhitzt sich ein Auto bei hohen Temperaturen gefährlich. ALLE Fenster müssen daher ausreichend geöffnet sein, damit Gegenzug entstehen kann. Ein kleiner Spalt reicht da nicht. Kühles Wasser sollte dem Hund bei längeren Fahrten generell zur Verfügung stehen. Während Sie evtl. gemütlich im schattigen Biergarten Ihr Bier trinken oder Wege erledigen, verschmachtet Ihr Hund im Auto und gerät in höchste Lebensgefahr. Deshalb den Hund lieber zu Hause lassen, wenn er lange Zeit im Auto verbringen müßte.

Bemerkt ein Passant, daß ein Hund im Auto leidet oder gar schon am Kollabieren ist, darf/muß er die Scheibe einschlagen. Vermeiden Sie solche Situationen. Bedenken Sie auch, daß Hunde große Verlassensangst haben. Sie glauben, daß man sie verläßt, wenn man sie irgendwo abstellt und sie noch nicht gelernt haben, daß Sie immer wieder zurückkommen. Binden Sie auch nie Ihren Hund vor einem Geschäft an, wenn Sie nicht wollen, daß professionelle Hundefänger oder sonstige Diebe Ihren Hund stehlen. Sie stehlen Hunde sogar aus dem verschlossenen Auto! Nicht auszudenken, was den Tieren bevorsteht, wenn sie im Tier”versuchslabor” landen, bei Sodomisten oder sonstigen Tierquälern.

Die Rechtslage:

Müßte man auch so lange zaudern und sich nach allen Seiten absichern, wenn es gelte, einen Menschen zu retten!? Eine für mich absolut inakzeptable Rechtslage.

Erste Hilfe generell bei Notsituationen von Tieren (Hund, Katze, Taube, Igel usw.):

Nach meinen Erfahrungen übernehmen die Tierärzte die Behandlung für den Finder kostenlos, geben die Kosten entweder an die Stadt, die zuständig für Fundtiere ist, oder an den örtlichen Tierschutzverein weiter.

Peta hierzu: Wenn Sie kranke Tiere finden, bringen Sie sie bitte zum Tierarzt. Oft kann man mit dem örtlichen Tierschutzverein aushandeln, daß dieser die Behandlungskosten übernimmt. Für Fundtiere sind eigentlich sogar die Kommunen in der Pflicht. Um in Notsituationen schnell helfen zu können, lohnt es sich, unsere Erste Hilfe-Tips zu kennen. (Zum Video von Peta)

Große Tierschutzumfrage vom Deutschen Tierschutzbüro

Bitte mitmachen!

Ihre Meinung zu aktuellen Tierschutz-Themen ist gefragt. Mit dieser Umfrage soll ein Stimmungsbild zum Thema Tierschutz in Deutschland erstellt werde. Seit über zehn Jahren ist der Tierschutz im Grundgesetz verankert und damit zum Staatsziel der Bundesrepublik geworden. Das Deutsche Tierschutzbüro möchte wissen: Was halten Sie von der Umsetzung?

Die Umfrage läuft bis zum 15.08.2014 (18 Uhr), das Ergebnis wird vom Deutschen Tierschutzbüro am 31.08.2014 bekanntgegeben. (Hier zur Umfrage)

Wichtige Terminankündigung!

MUT gegen Tierversuche – Kundgebung vor dem Tierversuchslabor LPT in Hamburg-Neu Wulmstorf

Am 26.07.2014 in der Zeit von 15:00 bis 18:00 Uhr ruft die Partei Mensch Umwelt Tierschutz zum friedlichen Protest gegen das Tierversuchslabor LPT in Neu Wulmstorf-Mienenbüttel auf.

Das LPT mit dem Hauptsitz in Hamburg-Neugraben betreibt ein Tierversuchslabor in Neu Wulmstorf-Mienenbüttel. Dort werden vor allem Tierversuche an Beagles, Katzen und Affen durchgeführt. In Deutschland sterben jährlich etwa 60.000 Menschen an tödlichen Nebenwirkungen von Medikamenten, die aufgrund von Tierversuchen als risikolos eingestuft wurden. Continue reading “Wichtige Terminankündigung!”

Unsere Pressemitteilung vom 17.07.2014

Die ARD-Sendung am 14. Juli über die Missstände in der Schweinezucht – eine einzige Anklage an die Gesellschaft

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste die Ungeheuerlichkeiten, die sich in abgeschirmten Tierställen vollziehen und die unsere angebliche Kulturnation wie selbstverständlich toleriert. Es ist ein Armutszeugnis ohnegleichen für unser Land, dass nur durch (illegale) Undercover-Recherchen die Wahrheit über den Horror in den „Nutztier“–Zuchten ans Licht kommt. Continue reading “Unsere Pressemitteilung vom 17.07.2014”

Hunde im Sommer im Auto

Unverantwortlicher Hundehalter

Eigentlich sollte jedem Hundehalter bekannt sein, dass er im Sommer seinen Hund nicht im Auto einsperren soll. Einer Halterin von gleich zwei Galgos war dies offenbar nicht bekannt, vielleicht handelte sie auch einfach gedankenlos. Sie sperrte ihre beiden Hunde vor einem Berliner Supermarkt ins Auto und ging stundenlang einkaufen. Eine besorgte Tierfreundin rief unsere Tierretter und bat um Hilfe. Wir informierten die Polizei, doch als diese eintraf, war die Frau schon weg. Damit sie zukünftig ihre Hunde nicht mehr in der prallen Sonne im Auto zurücklässt, haben wir eine Anzeige beim zuständigen Veterinäramt gestellt. Das Amt konnte die Halterin über das Kfz-Kennzeichen ausfindig machen und einen Tag später stand der Amtsveterinär bei der unverantwortlichen Hundehalterin vor der Tür und belehrte sie. Sie beteuerte, dass ihr das nicht bekannt gewesen sei und versichert, dass sie zukünftig ihre Hunde nicht mehr im Auto zurücklässt. Sollten Sie mitbekommen, dass sich ein Hund oder ein anderes Tier im Auto, das in der Sonne steht, befindet, dann zögern Sie nicht und informieren Sie die Polizei! Der Innenraum eines Pkws kann sich sehr schnell aufheizen und dies auch schon bei geringen Sommertemperaturen.

Insekten

Ein und noch ein Erlebnis, das die meisten belächeln u. verächtlich abtun werden, wozu aber keine Veranlassung besteht:

Ich fand heute ein winziges Flügelinsekt, eine hübsche Art Käferchen, das sich ins Bad verirrt hatte. Ich versuchte, es außen auf das Fensterbrett zu setzen, damit es wegfliegen könne. Dergleichen geht immer schwer. Es fiel auf seinen runden Rücken. Deshalb musste ich es umdrehen, was erst nach einiger Zeit gelang, weil: wie sollte ich es anfassen. Ich schob dann ein Stück Papier darunter und schüttete es auf den Bauch. Es fing an zu krabbeln u. ließ eine Spur „Wasser“ hinter/unter sich. Danach fiel es wieder zur Seite u. war auf der Stelle tot. Ich hatte es sicher nicht verletzt. Ich war zutiefst geschockt, dass ich die Ursache seines Todes war, aber was hätte ich anderes tun können. In anderen Fällen war dergleichen nicht passiert.

Ein weiteres Erlebnis:

Von dämlichen Käufern gekaufte exotische Stabheuschrecken mussten übernommen und in verantwortungsbewusste Hände übergeben werden, und jetzt kommt es: Die Zweige in ihrer Behausung, auf denen sie sitzen und von denen sie essen, müssen ständig erneuert werden. Diese ständige Störung erleben die Schrecken als große Angst u. Stress, so dass viele jedes mal erstarrt zu Boden fallen, vor Angst braun werden, wie tot aussehen u. starr liegenbleiben. Es dauert ewig, bis sie sich wieder erholen. Ich habe das einmal miterlebt.

Was sagt uns das:

Nie hätte ich gedacht, dass auch Insekten/Käfer/Spinnen „Gefühle“ haben, je nach Individuum unterschiedlich. Selbstverständlich haben sie existentielle Gefühle, aber dass sie so massiv sind, hätte ich nicht gedacht. Das mag jetzt dumm klingen, aber wer ehrlich ist, wird zugeben, dass auch ihm diese Tatsache nicht bewusst gegenwärtig ist. Auch Insekten und Nicht-Säugetiere haben also (zumal bei jeder Veränderung) große Angst und sind deshalb mit größter Verantwortung zu behandeln, genauso wie die Säugetiere. Mich graust es, und ich vermeide es, über Rasen/Wiesen zu gehen, weil dort alle möglichen Insekten leben, die man dabei verletzt oder tottritt. Es ärgert mich immer, dass alle Welt achtlos über Wiesen trampelt u. sich nichts dabei denkt, gar Schmetterlinge fängt (zum „Glück“ gibt es nicht mehr so viele) oder wenn Kinder kleinen Fischen in kleinen Gewässern nachjagen. Was kommt dabei heraus! Ich will mich nicht als Moralapostel aufspielen, aber wie gedankenlos der Mensch sich aufführt, ist furchtbar.

Achtung: Igel!

Alle Jahre wieder in Frühling und Herbst…

In jedem Garten sollten in einer Ecke Reisig- und Laubhaufen bereit liegen, um Igeln darin Unterschlupf für die Nacht und für den Winterschlaf zu geben.

Beim Verbrennen von Reisighaufen in Herbst und Frühjahr und beim Anzünden von Osterfeuern unbedingt beachten:

Falls man das vorhat, unmittelbar vor dem Verbrennen den Haufen unbedingt umschichten, um sicherzustellen, dass keine Igel und Blindschleichen usw. darin schlafen. Unzählige Igel verbrennen grausam, weil sie im Frühling oft noch im Winterschlaf liegen oder das ganze Jahr über ihren täglichen Schlaf dort halten und das Feuer nicht bemerken. Sie können nicht flüchten! Die Igel nutzen Holz- und Laubhaufen tagsüber als Schlafquartier, denn sie sind nachtsaktive Insektenfresser, keine Nager, keine Apfelesser. Milch ist keine Nahrung für sie.

Grundsätzlich: Igel, die tagsüber laufen, sind krank und gehören sofort zu einem kundigen Tierarzt. Oft sind die Tiere auch noch von Parasiten (inneren und äußeren) befallen, die sofort zu entfernen sind (die außen sichtbaren). Igel, die man noch im Oktober sieht – sie liegen zu dieser Zeit im allgemeinen schon im Winterschlaf – sind ebenfalls in Lebensgefahr und zu einer Igelstation zu bringen. Kontakt mit pro Igel aufnehmen, falls man einen Igel selbst pflegen möchte, damit keine Fehler gemacht werden.

Geschützte Igel beim Mähen getötet (Artikel hier lesen)

Igel, unsere stacheligen Freunde, und was wir alles falsch machen können. Wer macht denn sowas?

Ein Bericht von Karin Oehl, Mitglied im Verein www.pro-igel.de

Vorgestern Abend kam ein Anruf – Igel gefunden – es hörte sich nicht gut an.

Der Finder hat sich unheimlich engagiert und einen sehr weiten Weg in Kauf genommen hierher zu mir in die Igelstation.

Als er ankam, hätte ich heulen können, der Finder auch, denn er glaubte schon, daß das Tier auf dem Weg gestorben wäre. Da hatte ich ein total schlaffes Baby in der Hand mit einem riesigen roten Nagellackflecken auf dem Rücken, also war das Tier schon einmal in Menschenhand gewesen…

Hatte da ein Mensch das Igel-Baby aufgezogen? Wenn ja, hat er es viel zu früh, wahrscheinlich unvorbereitet und sicher auch am falschen Ort ausgewildert. Ob das Tier wohl schnell weg mußte, weil der Urlaub anstand? Das Tierchen kann es nicht erzählen. Der kleine Igel war allein noch gar nicht überlebensfähig und wie es aussah, war es auch schon sterbend.

Nun, ich habe dennoch zu kämpfen begonnen. Einen Schluckreflex hatte es nicht.

Erst einmal wurde Eletkrolythlösung mit etwas Glucose und Vitamin B-Komplex unters Fell gespritzt. Ins Mäulchen kam ein Tröpfchen eines Kreislaufmittels (Notfallmedizin). Da das Tierchen warm war, habe ich keine Wärmeflasche untergelegt. Bei einem unterkühlten Tier ist das sonst die erste Maßnahme, und eine Behandlung darf erst nach Erreichen normaler Körpertemperatur erfolgen.

Nach einer Weile rollte es sich endlich zusammen, atmete kräftiger und hatte auch einen Schluckreflex, so dass ich eine kleine Menge flüssig gemachter Nahrung zuführen konnte. In der Nacht hat das Tierchen gekotet und uriniert – also diese Funktionen waren in Ordnung. Im Laufe des Tages schien es nur aufwärts zu gehen – allerdings kam am Abend wieder ein Zusammenbruch. Noch einmal habe ich versucht, das Tier von seiner Reise über den Regenbogen abzuhalten, wieder erfolgreich. Aber ob es bleibt? Wir werden es sehen. Ein drittes Mal werde ich es nicht versuchen.

Eben schaute es mich mit seinen kleinen schwarzen Knopfaugen an, nahm willig seine Pipette und lag dann wieder friedlich auf seinem Tuch. Was mag in ihm vorgehen? Wie mag es sich fühlen? Was aus dem kleinen Igeljungen wird? Die nächsten Stunden werden entscheiden. Sie entschieden: Das Igelkind hat sie leider nicht überlebt.

Ich fühle Wut in mir. Wenn ich ein Tier aufnehme, dann muß ich mich schlau machen und nicht rumwurschteln nach Gutdünken. Der Ach-wie-niedlich-Eindruck und etwas Besonderes für eine Weile haben zu wollen, ist für so ein kleines Tier lebensgefährlich. Freude am Tier u. seine Betreuung müssen Sachkunde voraussetzen, ansonst muß ich mir sachkundige Hilfe suchen und das ach so niedliche Tier aus der Hand geben. Zu viele Igel werden von Menschen in guter Absicht, aber ohne Sachkunde aufgenommen und leider tot gepflegt.

Sachkundige Hilfe findet man bei pro-igel