Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen!

Laut der Beratungsagentur Camelot wollen die weltgrößten Pharmakonzerne in den kommenden 12 Monaten in Deutschland investieren.

Nach einer Befragung unter den Topmanagern seien die Hersteller Bayer, Boehringer oder Merck aufgrund attraktiver Medikamenten-Entwicklung höchst interessant.

So zahlte erst jüngst ein US-Konzern 540 Millionen Euro an Boehringer für die Rechte an zwei Mitteln gegen Immunerkrankungen.

Allein Bayer verzeichnet im ersten Quartal diesen Jahres einen Zuwachs von 0,5 % und erhöht den Umsatz dank neuer Medikamente auf etwa 12 Millionen Euro!

Die Forschung an einem Medikament kann über ein Jahrzehnt dauern, bis es auf den Markt kommt.

Viel Zeit für gnadenlose Tierversuche, um den maximalen Profit zu erzielen auf Kosten der Tiere zu erzielen!

So basteln Konzerne wie Bayer derzeit hektisch an weiteren Wundermitteln, um vor Auslauf der Patentrechte der derzeit lukrativsten Medikamente möglichst zügig weitere Investoren an Land zu ziehen, sowie neue Mondpreise für fragwürdige Notwendigkeiten aufrufen zu können.

Die Forschung der Pharmaindustrie quält und tötet vorsätzlich, um unsinnige und überflüssige Arzneien auf den Markt zu werfen. Kein Mensch benötigt 20 verschiedene Ausführungen von Aspirin!

Allein in Deutschland gibt es rund 85.000 zugelassene Medikamente, davon etwa 13.500 Marken, von denen nur etwa 500 häufig genutzt werden.

Die Pharmabranche zahlt gern und viel, um ihre Mittelchen an den Mann und die Frau zu bringen – vor allem an Ärzte!

So gibt es tausende von Euro für Vorträge und Geld für das Verschreiben eines bestimmtem Medikamentes, Fortbildungen werden von Konzernen bezahlt.

Bislang konnten Ärzte als Freiberufler nicht belangt werden, auch wenn die Korruption noch so offensichtlich war. Ein wahrer Reiz, auch den 127sten Blutverdünner anzupreisen und seinen Patienten von der Notwendigkeit zu überzeugen.

Das Parlament hat nun endlich ein Gesetz gegen Korruption im Gesundheitswesen verabschiedet.

Demnach können nun auch niedergelassene Ärzte, die Schmiergeld von der Pharmaindustrie kassieren, bestraft werden. Anwendungsbeobachtungen, bei denen es nur um ein Honorar geht, um den Umsatz der eigenen Medikamente zu fördern, können vom Straftatbestand der Bestechung und Bestechlichkeit erfasst werden. Staatsanwälte müssen künftig bei einem Verdacht auf Korruption handeln, wenn es auch, laut der gesundheitlichen Sprecherin der LINKEN, weiterhin keine systematische Überwachung bei Scheinstudien geben wird.

Ein Gesetzeserlass, der sicherlich noch ausbaufähig ist, aber ein Schritt in die richtige Richtung!

Sandra Lück / Bundesarbeitskreis Tierversuche

Email-Kampagne gegen Tierversuche an der Universität Düsseldorf!

Der Tierschutzverein Düsseldorf hat eine tolle Online-Kampagne ins Leben gerufen:

Der Verein ruft alle Tierschützer auf, sich an seiner Email-Aktion zu beteiligen und die Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf (HHU) aufzufordern, Informationen preiszugeben, die bisher trotz öffentlichem Interesses unter dem Deckmantel des „Forschungsgeheimnisses“ verschwiegen werden.

Schätzungsweise bis zu 30.000 Tiere werden an der Universität gehalten!

Die HHU hat bisher jegliche Auskünfte über die Art der durchgeführten Tierversuche, Anzahl der Tiere, Haltung der Tiere, Aufwendung von Steuergeldern, etc verweigert.

Auch Anfragen nach Informationsfreiheitsgesetz gegen die genehmigende Behörde LANUV (Landesamt für Natur-, Umwelt-, und Verbraucherschutz) durch unser Bundesvorstandsmitglied Sandra Lück sind bislang nur unzureichend beantwortet, oder gar verweigert worden.

Mehrere Klageverfahren gegen die Behörden wurden beim Verwaltungsgericht Düsseldorf von Lück und ihren Mitstreitern eingeleitet.

Der Tierschutzverein Düsseldorf und Sandra Lück, Leiterin des Bundesarbeitskreises Tierversuche, haben beschlossen, sich zu vernetzen und gemeinsam den Druck auf die HHU und die Behörden zu erhöhen.

Wir bitten somit um tatkräftige Unterstützung für den Tierschutzverein Düsseldorf.

Auf der Website: http://www.tierversuche-ohne-uns.de/index.html finden sich alle Informationen, sowie die vorgefertigte Email an das Rektorat der HHU Düsseldorf. Bitte beteiligt euch mit uns an dieser vorbildlichen Aktion und lasst uns gemeinsam für alle Versuchstiere einstehen!

Eure Sandra Lück

Internationalen Aktionstag zur Abschaffung der Tierversuche

“Bundesarbeitskreis Tierversuche” in Aktion

Zum Internationalen Aktionstag zur Abschaffung der Tierversuche war die Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 23.04.2016 erneut in vielen Städten Deutschlands vertreten. Unter anderem auch in Düsseldorf.

Unter dem Motto „Forschung Ja, Tierversuche Nein!“ lud Animals United ein, auf dem Schadowplatz an einer großen Kundgebung teilzunehmen.

Neben interessanter Gespräche mit Passanten sowie der Kopplung aktueller und künftiger Projekte mit anderen Mitstreitern und Organisationen im Kampf gegen Tierversuche, konnte der Bundesarbeitskreis Tierversuche, vertreten durch die Sprecherin Sandra Lück, mit einem Redebeitrag zu laufenden Klageverfahren gegen die tierversuchsgenehmigenden Behörden in NRW sowie über unsere EU-Beschwerde wegen Wettbewerbsverzerrung bei der Validierung tierversuchsfreier Methoden zur Auklärung beitragen.

 

Brandenburger Landtag nimmt am 19.04.2016 Volksbegehren gegen Massentierhaltung an

Der Brandenburger Landtag hat am 19.04.2016 das mit rund 104.000 Stimmen erfolgreiche Volksbegehren gegen Massentierhaltung mit großer Mehrheit in veränderter Form angenommen.

Das Aktionsbündnis Agrarwende Berlin-Brandenburg entschied, das in 5 Verhandlungsrunden mit den Koalitionsfraktionen ausgehandelte Ergebnis anzunehmen.

Es wurden 3 von 4 Hauptanliegen des Volksbegehrens gegen Massentierhaltung erfüllt.

Das wichtigsten Forderungen des Volksbegehren waren:

  • ausschließlich nur noch artgerechte Haltung von Tieren finanziell zu fördern,
  • das Abschneiden ( „Kupieren“ ) der Schwänze von Schweinen sowie der Schnäbel von Hühnern zu verbieten und ebenso die Aufstallung von kupierten Tieren,
  • Berufung eines unabhängigen Landestierschutzbeauftragten,
  • den Tierschutzverbänden ein Mitwirkungs- und Klagerecht zum Wohle der Tiere einzuräumen.

Leider konnte das Tierschutzverbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände nicht durchgesetzt werden. Es wird sich aber weiterhin dafür eingesetzt.

Die erreichten Erfolge:

  • die Erarbeitung eines Brandenburger Landestierschutzplanes mit folgenden Zielen:
  • Umsetzung des Kupierverbotes bis 2019,
  • Aufbau von Demonstrationsbetrieben,
  • die Verbesserung der Haltungsbedingungen der Tiere,
  • die Reduzierung der Antibiotikaanwendung in der Tierhaltung.
  • die Berufung eines hauptamtlichen unabhängigen Landestierschutzbeauftragten ohne Weisungsgebundenheit mit eigenen Kompetenzen und einer Geschäftsstelle.
  • Förderpolitk: Es wird erstmals eine wirksame Koppelung der Förderung an eine Flächenbindung geben (2 Großvieheinheiten/Hecktar). Das entspricht bei 100 ha ca. 1.400 Schweinen oder25.000 Hühnern. Die Reduzierung der Fördersumme um 25 % auf max. 600.000 Euro deckelt zudem Anreize für zu große Mastanlagen.
  • ein Erlass zum Einbau von Filteranlagen für große Schweinemastställe (ab 10.000 Schweinen) für Altanlagen und alle Neuanlagen.

Dadurch wird nicht nur die Abluft aus den Anlagen hinsichtlich Geruch bzw. Emissionen und Antibiotika gereinigt, auch der damit verbundene Investitionsbedarf stellt eine weitere Hürde zur Errichtung großer Mega-Mastanlagen dar. Nach einer Übergangsfrist von drei Jahren, in denen die Anlagen geschlossen oder auf eigene Kosten nachgerüstet werden müssen, gilt die Filterpflicht!

Der Landesverband Brandenburg hat das Volksbegehren nach Kräften unterstützt und freut sich über die bisherigen Erfolge. Wir werden uns natürlich auch weiterhin verstärkt für den Tierschutz und die Tierrechte einsetzen.

Silvia Dreyer / Landesvorsitzende des Landesverbandes Brandenburg der Tierschutzpartei

Flüchtlingssituation: Wie schaffen wir das?

Ein Bericht von der Konferenz des Bündnisses für Demokratie und Toleranz am 15. April in Köln

Das Jahr 2015 war geprägt von einer rasant steigenden Anzahl an Geflüchteten, die in Deutschland Schutz suchen, und einer Vielzahl von Aktivitäten unterschiedlichster Akteure, um Willkommenskultur vor Ort zu gestalten. Auf der anderen Seite wurden fremdenfeindliche Ressentiments und Vorurteile vermehrt sichtbar und wir erleben aktuell weiterhin einen deutlichen Anstieg von fremdenfeindlichen Übergriffen im gesamten Bundesgebiet.

Die Ereignisse der Silvesternacht in Köln und in weiteren Großstädten markieren eine Zäsur in der öffentlichen Debatte über Flucht und gelingende Integration.

Welche Auswirkungen üben die gewalttätigen Vorfälle aber auf das zivilgesellschaftliche Engagement aus? Nimmt die Unterstützung bei den und für die Engagierten ab, treten neue bzw. andere Fragestellungen bzw. Herausforderungen auf? Wie können Engagierte in den unterschiedlichen Bereichen diesen neuen Fragestellungen und Herausforderungen erfolgreich begegnen?

Mit diesen Fragen beschäftigten sich ca. 120 angereiste Teilnehmer. Eingeladen war auch der stellv. Generalsekretär der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, Martin Buschmann.

Es wurde zunächst klar herausgestellt, dass man die Ängste der Bürger durchaus wahrnehmen sollte. Ein „Wegdrücken“ der Bedenken sollte durch Diskussionen und Aufklärung ersetzt werden. Verängstigte Bürger sollten durchaus ernst genommen werden, um sie nicht in die Arme von Rechtsextremen zu treiben. Es hilft auch nicht, die Sorgen als „rechts“ zu stigmatisieren.

Fakten, Daten und Dokumente sollten genutzt werden, da die meisten Ängste zumeist völlig unberechtigt sind. Viele Bedenken entstehen heute durch Falschmeldungen im Internet (vor allem in den sozialen Medien wie Facebook). Diese werden dann unkontrolliert geteilt und kommentiert.

Dennoch sollte man ehrlich sein und die Probleme nicht leugnen oder romantische Bilder produzieren, so die Landtagsabgeordnete in NRW, Serap Güler.

Um den Flüchtlingen eine Perspektive in Deutschland zu geben, wurden diverse Projekte vorgestellt und Ideen eingebracht: Fahrräder verschenken, Gabelstablerführerschein finanzieren, Deutschkurse anbieten, Sportkurse anbieten, Schwimmen beibringen, die Flüchtlinge in die Tafeln integrieren, sich politisch gegen Rassismus und Terror engagieren, in den Schulen helfen, Senioren besuchen etc. Martin Buschmann hat u. a. die Idee, im Tierheim auszuhelfen, mit eingebracht. Die Reichweite, was man machen kann, um die Integration zu beschleunigen, ist riesengroß!

Martin Buschmann: „Als Mitglied des BAK MUT gegen Rechts war es mir ein persönliches Anliegen, bei dieser Konferenz mit dabei zu sein. Im Gegensatz zu denen, die nur von der multikulturellen Gesellschaft reden, lebe ich diese mit meiner asiatischen Ehefrau ja jeden Tag. Wenn wir die Gesellschaft in Deutschland davon überzeugen können, dass das funktioniert, dann wird es hoffentlich bald keine Ressentiments gegen Ausländer und Flüchtlinge mehr geben.“

Demonstration und Infostände zum „Tag der Abschaffung der Tierversuche“ (24.04.2016)

LV Bayern in Aktion

Gemeinsam mit Ärzte gegen Tierversuche AG Erlangen und Bamberg, Menschen für Tierrechte e.V. Nürnberg haben wir (MUT Regionalgruppe Nürnberg) uns an der o.g. Veranstaltung aktiv beteiligt. Leider haben wir einen ganz „schlechten“ Tag erwischt … „fieser“ Nieselregen bei Auf- und Abbau der Infostände, dem Protestzug vom Schloßplatz bis zum Besiktas-Platz und während der gesamten Veranstaltung. Immerhin waren ca. 30 Unentwegte mit ca. 10 Hunden gekommen, um an der Demo teilzunehmen, trotz der widrigen Witterungsbedingungen. Herzlichen Dank für euer Engagement und euren Protest gegen die sinnlose Quälerei unserer Mitgeschöpfe.

Auch wenn der „Zuspruch“ nur mäßig war, hat sich die Aktion gelohnt … wir waren nicht zu übersehen und haben bis zum Schluß durchgehalten, wenn auch ziemlich durchnässt und durchgefroren … für die Tiere.

Kaum jemand weiß, dass im Erlanger FPZ (Franz-Penzold-Zentrum) der FAU (Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg) Tierversuche durchgeführt werden … letzte, uns bekannte Zahlen aus 2009 gehen von 14.000 Mäusen und 3.000 anderen Tieren aus, die hier in Erlangen zu Tode gequält wurden. Fast alle Mittel fließen in die leidvollen Tierversuche, es werden kaum Mittel für die alternative Forschung eingesetzt.

Die große Mehrheit aller Medikamente, die an Tieren erfolgreich getestet wurden, fällt in Studien an Menschen durch. Die US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit FDA spricht von 92 Prozent, andere sogar von 95 Prozent (Nature Reviews Drug Discovery: Arrowsmith, 2012).“ „Natürlich denken auch leitende Forscher selbst um. Doch sehen sie sich ebenfalls ausgebremst. Das notwendige Geld für eine ernsthafte Forschung zu Alternativmethoden zu bekommen, so ein Universitätsprofessor im vertraulichen Gespräch, sei in Deutschland so gut wie unmöglich.“ (Auszüge aus dem ZEIT-Artikel „Geboren um zu sterben“ vom 24.04.2016)

“Wir fordern die Förderung alternativer Methoden statt Tierversuche, denn „Wenn Tiere sind wie wir, dann sind Tierversuche untragbar, wenn sie nicht so sind, dann sind sie sinnlos“

PM: Skandalöses Urteil gegen Tierrechtler_innen

PRESSEMITTEILUNG: 22.04.2016

Mit Erschrecken hat der Bundesvorstand der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) vom gestern verkündeten Urteil im Strafprozess gegen drei Tierrechtsaktivist_innen vor dem Amtsgericht in Schwäbisch Hall erfahren. Angeklagt waren die drei 28-, 24- und 20-Jährigen wegen Hausfriedensbruch – sie waren in einen unverriegelten Putenstall eingedrungen, um die dortigen Verstöße gegen das Tierschutzgesetz zu dokumentieren, welche sich laut Aussagen zweier angehörter Sachverständiger bestätigten.

Der 28-Jährige war zudem wegen Körperverletzung angeklagt. Er hatte ein Reizgas-Spray gegen den Putenmäster eingesetzt, nachdem dieser – durch einen stillen Alarm auf die Tierfilmer aufmerksam geworden – zwei der Aktivisten mit einer Holzstange angriff und dabei schwer verletzte. Er wurde zu 6 Monate und 2 Wochen auf Bewährung verurteilt, die anderen beiden zu 25 bzw. 20 Tagessätzen.

Diese Verurteilungen sind aus Sicht der Tierschutzpartei u. a. deshalb besonders skandalös, da z. B. Beweisfotos von den Verletzungen vorlagen, die der Putenhalter den zwei Tierrechtler_innen mit der Holzstange zugefügt hatte und da er im Prozess zugab, selbst dann noch mehrfach auf sie eingeschlagen zu haben, als sie bereits am Boden lagen.

Dazu der Bundesvorsitzende der Tierschutzpartei, Matthias Ebner: „In diesem Prozess wurden die Opfer zu Tätern gemacht. Menschen, die sich aus reiner Selbstlosigkeit, aus Mitgefühl und Verantwortungsbewusstsein den tierlichen Opfern gegenüber nachts auf den Weg zu dieser Tierfabrik gemacht hatten und die dafür bereits heftige Schläge einstecken mussten, wurden nun auch noch von unserer Justiz nicht nur im Stich gelassen. Nein, nun hat sich auch noch das Gericht auf die Seite des Agrarindustriellen gestellt, der den ihm hilflos ausgelieferten Tieren unermessliches Leid zufügte und immernoch zufügt.“

Der Staatsanwalt hatte es im Vorfeld bereits abgelehnt, ein Verfahren gegen den Agrarindustriellen aufgrund von Körperverletzung, räuberischem Diebstahl (einer Wärmebildkamera) und Verstößen gegen das Tierschutzgesetz zu eröffnen, was ihm die Tierrechtsaktivist_innen vorwerfen.

Ebner dazu weiter: „Hier stellt sich daher die Frage, ob wir noch in einem Rechtsstaat leben oder ob nicht schon längst die Industrie mit den regierenden Parteien und der Justiz so eng verwoben ist, dass nur noch das Recht des Stärkeren gilt.“

Der Bundesvorstand der Tierschutzpartei hält es für richtig und wichtig, heimlich gemachte Aufnahmen von Mastanlagen zu veröffentlichen, da die Behörden regelmäßig versagen und solche Missstände sonst niemals aufgedeckt würden. Er erwartet das von den nun in erster Instanz Verurteilten bereits angekündigte Berufungsverfahren daher mit Spannung und in der Hoffnung, dass dieses das Vertrauen in den Rechtsstaat wieder herstellen kann.

Pressekontakt:

Matthias Ebner
Vorsitzender LV Ba-Wü, Bundesvorsitzender
Fon: 07234 – 94 83 23
Fax: 07234 – 2760
Handy: 0160 90153320
matthias-ebner@tierschutzpartei.de

Habeck: Tötung von Nutztieren ist nicht mehr zu rechtfertigen

Es geschehen tatsächlich noch Zeichen und Wunder! Das was der Schriftsteller und Politiker Dr. Robert Habeck (Bündnis90/Die Grünen),  Landwirtschaftsminister von Schleswig-Holstein, gesagt hat, ist wahr, zukunftsweisend und kann nicht so leicht argumentativ wiederlegt werden. Habeck sieht auf Grund des Vorhandenseins von ausreichend alternativen Lebensmitteln keine Notwendigkeit mehr, Tiere für Nahrungsmittelzwecke zu töten. So viel Einsicht und Erkenntnis von einem amtierenden Landwirtschaftsminister erwartet man nicht alle Tage! Aber wie gesagt, es geschehen noch Zeichen und Wunder…

“Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsminister Dr. Robert Habeck attestierte der Tierhaltung aus ethischer Sicht ein grundsätzliches Rechtfertigungsproblem. Nach seiner Auffassung ist der Tierhaltung und der damit verbundenen Tötung von Tieren für Nahrungsmittelzwecke nämlich mit der reichlichen Verfügbarkeit alternativer Lebensmittel eine wichtige Begründung abhandengekommen. Die Tierhaltung diene heute nicht mehr der Versorgung mit lebensnotwendiger Nahrung, so Habeck. Deshalb müssten die Halter eine neue und gesellschaftlich akzeptable Begründung für ihr Handeln liefern.”  Hier Artikel lesen

Offener Brief bez. Gastspiel von Zirkus “Voyage” in Plauen

An das Veterinäramt
z.H. Frau Dr. Anne Mütschard
Stephanstraße 9
08606 Oelsnitz/Vogtl.
muetschard.anne@vogtlandkreis.de

An den Oberbürgermeister der Stadt Plauen / Vogtland
z.H. Herrn Ralf Oberdorfer
Unterer Graben 1
08523 Plauen
oberbuergermeister@plauen.de

An die Freie Presse
Buero.chefredakteur@freiepresse.de

 

Sehr geehrte Frau Dr. Mütschard,                                                                                 Treuen, den 20.04.2016
sehr geehrter Herr Oberdorfer,

wie ich heute aus der „Freien Presse“ erfahren habe, gastiert in dieser Woche bis zum 24. April der Berliner Zirkus „Voyage“ in der vogtländischen Metropole Plauen.

Mehr als 80 Tiere, u.a. vier Elefanten, Giraffen, Kamele, Lamas, Pferde, Zebras, weiße Tiger und sogar ein Flusspferd, werden in den nächsten Tagen zur Schau gestellt.

Die anerkannte Tierrechtsorganisation Peta hatte aus diesem Grund im Vorfeld protestiert, weil die Organisation das Halten, Dressieren und Zurschaustellen von Wildtieren im Zirkus ablehnt und immer wieder auf nicht artgerechte Bedingungen, unter denen die Tiere im Zirkus leiden, hinweist. Der Zirkus „Voyage“ reagierte darauf und gab in seiner Pressemitteilung bekannt, dass der Zirkus in jeder Gastspielstadt vom Veterinäramt kontrolliert wird und dass die Tierhaltung in Ordnung sei. Auch die Besucher können sich heute bei der Tierfütterung ein Bild von der „vorbildlichen Tierhaltung“ machen.

Es ist anmaßend, uns Tierschützern weismachen zu wollen, man könne Wildtiere im Zirkus „vorbildlich” halten. Aus der Sicht von einigen Menschen, die sich nicht in die Lage der Tiere versetzen können, mag zwar die Tierhaltung „vorbildlich“ sein, aber aus Sicht der Tiere sollte die Natur zum Vorbild dienen. Vergleicht man die Tierhaltung im Zirkus mit einer Dokumentation, die z.B. das Leben und Verhalten von Elefanten in freier Wildbahn thematisiert, muss man zwangsläufig zu der Erkenntnis gelangen, dass ein Zirkus niemals den physischen und psychischen Ansprüchen von Wildtieren gerecht werden kann. Verglichen mit der Natur werden die Käfige im Zirkus immer zu eng sein, die ständigen Transporte und die dauerhafte Gefangenschaft sind alles andere als artgerecht. Und macht es wirklich Spaß Tieren zuzusehen, deren Willen beim Dressieren gebrochen wurde? Sicherlich nicht. Und: Neben der Bundestierärztekammer ist auch die Mehrheit in der Bevölkerung gegen Wildtierdressuren.

Nicht umsonst haben schon 18 europäische Länder ein Wildtierverbot in Zirkussen verhängt oder planten dieses bis 2015: Bulgarien, Dänemark, England und Wales, Estland, Finnland, Griechenland, Malta, Norwegen, Österreich, Portugal, Polen, Schweden, Slowakei, Slowenien, Tschechische Republik, Ungarn und Belgien.

Wir, die Partei Mensch Umwelt Tierschutz, sind der Meinung, dass die dafür zuständigen Behörden bei der nächsten Zulassung eines Zirkusses, der in Plauen sein Zelt aufschlagen möchte, genau darauf achten sollte, dass dieser keine Wildtiere mitführt. Führt er Wildtiere mit, sollten sich die Verantwortlichen nicht scheuen, ihm ein Gastspielverbot auszusprechen, als Zeichen zum Schutz der Tiere. Denn nichts spricht dafür, dass Zirkusse mit Wildtieren noch zeitgemäß, artgerecht und zukunftsweisend sind, auch wenn gegenwärtig Zirkusse mit Wildtieren in Deutschland noch legal sind. Als vorbildlich einzustufen sind in dieser Angelegenheit die deutschen Städte wie z.B. Heilbronn, Siegen und Paderborn, die bereits ein Verbot für Zirkusse mit Wildtieren verhängt haben.

Mit freundlichen Grüßen

Sabine Jedzig
Bundesgeschäftsstelle
Partei Mensch Umwelt Tierschutz

 

Verbote der Haltung von Wildtieren in Zirkussen
Regelungen zum Verbot von Wildtieren auf städtischen Flächen

Stand Peta: Februar 2016

http://www.peta.de/VerbotWildtiereImZirkus

 

Die Freie Presse online, hat unsere Kritik veröffentlicht. Danke!

 

Was, wenn wir alle Vegetarier wären?

Mit dieser Frage hat sich „GEO“ beschäftigt und kristallisiert heraus, was ein Forscherteam um Marco Springmann von der Universität Oxford in einer Studie herausgefunden hat.

Hier die wichtigsten Erkenntnisse aus dem GEO-Bericht in plakativen Stichpunkten, was passieren würde, wenn weltweit niemand mehr Fleisch essen würde:

  • wir und der Planet wären deutlich gesünder
  • gut sieben Millionen weniger Tote jährlich bis 2050
  • zwei Drittel weniger Treibhausgase gelangten aus der Nahrungsmittelproduktion in die Atmosphäre
  • knapp 1,5 Billiarden US-Dollar könnte man einsparen bei der Krankenversorgung und den Kosten für Klimafolgeschäden
  • Landfläche so groß wie Afrika würde frei: 20 Milliarden Hühner, 1,5 Milliarden Kühe und je eine Milliarde Schafe und Schweine würden nicht mehr gebraucht
  • Weniger Nutztiere und mehr freie Landflächen helfen im Kampf gegen den Klimawandel
  • Tierhaltung stößt mehr Treibhausgase aus als der weltweite Verkehr
  • siebzig Prozent weniger Wasserverbrauch auf der Erde

Fazit: Der Wunsch zu glauben, alle Menschen auf der Welt würden in Kürze zu Vegetariern werden, ist unrealistisch. Vegetarier sind weltweit leider noch in der Minderheit und die wachsende Erdbevölkerung verlangt nach immer mehr Fleisch, aber, und da schließen wir uns “GEO” an, die den ersten Schritt fordern:

“Aufhören, zu viel (vor allem Fleisch) zu essen – und Lebensmittel wegzuschmeißen!“

Hier zum ausführlichen Bericht von “GEO”