04.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Zusammenarbeit zwischen der spanischen Tierschutzpartei (PACMA) und den EU-Abgeordneten Stefan B. Eck und Anja Hazekamp

Am 10. September findet eine Pressekonferenz im Europäischen Parlament in Brüssel statt, mit der auf die skandalöse Tradition der “Fiesta Toro de la Vega” aufmerksam gemacht werden soll.

Zu dieser Pressekonferenz lädt Silvia Barquero, die Vorsitzende der spanischen Tierschutzpartei, in Zusammenarbeit mit den EU-Abgeordneten Stefan B. Eck (Partei Mensch Umwelt Tierschutz) und Anja Hazekamp (Partij voor de Dieren) ein.

Die “Fiesta Toro de la Vega” ist eine grausame und gewalttätige Tradition in Tordesillas (Spanien), die jedes Jahr stattfindet. Hunderte von Männern drangsalieren einen Stier mit ihren Lanzen, bis das Tier stark blutend nicht mehr weiterkann. Wenn es zusammenbricht, wird ihm ein Dolchstoß hinter den Kopf versetzt und als letzter Akt diesen perversen Schauspiels die Hoden abgeschnitten. Dies geschieht oft, während der Stier noch lebt.

“Keine Tradition rechtfertigt solch einen monströsen und inhumanen Akt, eine Grausamkeit ohne jeglichen Grund und ohne Mitgefühl; es handelt sich hierbei um eine legalisierte Perversion und ist eine Schande für Spanien und Europa!”, so Stefan Bernhard Eck, der sich seit vielen Jahren gegen jede Art von Stierkampf einsetzt.

Letzten Juni akzeptierte der Petitionsausschuss des Europäischen Parlaments formell eine Anfrage durch PACMA, die darauf abzielte, die Vereinbarkeit zwischen der Tradition “Toro de la Vega” mit den europäischen Gesetzen zu überprüfen. Die Anfrage wurde der Europäischen Kommission für eine Voruntersuchung übersandt.

Für mehr Informationen zu “Toro de la Vega”: (hier)

04.09.2014 / Kurzmeldung aus Brüssel

Wichtiges Thema im Umweltausschuss behandelt

Am 04.09.2014 stand unter anderem das Thema der Verminderung und des Verbots des Anbaus von gentechnisch veränderten Organismen auf der Agenda des ENVI-Ausschusses.

Als Vollmitglied dieses Komitees begrüßt EU-Abgeordneter Stefan Bernhard Eck, der von seinen parlamentarischen Assistentinnen Alexandra Lobao (Portugal) und Sandra Gabriel (Deutschland) in die Sitzung begleitet wurde, diesen Vorschlag für eine neue Richtlinie als Schritt in die richtige Richtung, bemängelt aber dabei, dass der Vorschlag nicht weit genug geht, um die Verbraucher und die Tier- und Pflanzenwelt vor den Risiken dieser nachweislich hochbrisanten “Technologie” zu schützen.

“Um die Weltbevölkerung zu ernähren, bedarf es keiner gentechnisch veränderten Organismen, sondern lediglich der Einsicht und des Willens, den globalen Fleischkonsum signifikant zu vermindern und die vorhandenen Nahrungsmittel gerechter zu verteilen”, so Stefan B. Eck. Seiner Meinung nach können auf dieser Welt genügend Lebensmittel erzeugt werden, um alle Menschen zu ernähren, ohne dass dafür ein einziges Tier sein Leben lassen oder gentechnisch verändertes Saatgut verwendet werden muss. Bisher fehle es am Willen der Politiker und Verbraucher, eine ethisch fundierte “Agrar- und Ernährungswende” anzugehen.

03.09.2014 / Statement

Stefan B. Eck verurteilt Polizeieinsatz gegen Sea-Shepherd Aktivisten auf den Färöer Inseln aufs Schärfste

Der Abgeordnete Stefan Eck, der mit Paul Watson befreundet ist, steht seit Jahren hinter Sea Shepherd und deren Zielen.

Am vergangenen Samstag, den 30.08.2014, wurden 14 Aktivisten der Organisation Sea Shepherd von Polizeikräften der Färöer Inseln, der dänischen Polizei und der dänischen Marine verhaftet und drei Sea-Shepherd-Boote beschlagnahmt. Die Tierschutzaktivisten hatten versucht, eine Herde von Grindwalen vor dem Abschlachten zu schützen. Die skandalöse Polizeiaktion führte dazu, dass die Wale nicht gerettet werden konnten. Erst eine Woche zuvor fielen der grausamen “Tradition” auf den Färöer Inseln fünf artengeschützte Schnabelwale zum Opfer.

“Das Abschlachten der hochintelligenten Meeressäuger ist in meinen Augen ein Verbrechen, das durch die Europäische Union nicht länger hingenommen werden sollte, und es ist ein Skandal, dass friedliche Tierschützer verhaftet werden, die nur versucht haben, dieses Massaker zu verhindern”, so der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck. “Nicht die Tierschützer gehören vor Gericht gestellt, sondern die Politiker/innen, die das Abschlachten der Wale durch entsprechende Gesetze legalisiert haben.”

Ein TV-Interview von unserem Freud Paul Watson vom 02.09.2014 (hier)

01.09.2014 / Bericht aus Brüssel

Anfrage 2/2014 an die Europäische Kommission

Aufgrund von diversen Medienberichten über Pestizide im Zuchtlachs sah sich der EU-Abgeordnete Stefan B. Eck veranlasst, der Kommission folgende Fragen (sinngemäße deutsche Übersetzung / Originaltext in Englisch) zu stellen:

Mit der EU-Regelung Nr. 774/212 erhöhte die Kommission den Maximalwert von Endosulfan im Futter von Zuchtlachsen (Endosulfan ist ein nicht erlaubtes Pestizid in der EU, das in 80 Ländern verboten ist und eine unerwünschte Substanz in Tierfutter darstellt). Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat kürzlich festgestellt, dass sich ihre Informationen bezüglich der Giftigkeit von Endosulfan in Fisch hinsichtlich ihrer vorherigen Aussagen über die Giftigkeit von Endosulfan nicht geändert haben: Endosulfan wird als hochgiftig für Fisch eingeschätzt und das CONTAM Panel empfiehlt weitere Studien.

In welchem Umfang wird die Kommission dafür sorgen, dass die Sicherheit der Verbraucher gewährleistet ist, wenn sie einen höheren Maximalwerten für Endosulfan im Futter von Lachsen (ein Produkt aus Aquafarmen, das in großen Mengen in der EU konsumiert wird) zulässt?

Unterpunkt 1. ) Kann die Kommission erklären, warum sie einen höheren Wert für das unerwünschte Pestizid im Tierfutter erlaubt, obwohl die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit eine hohe Giftigkeit festgestellt hat und weitere Studien empfiehlt?

Unterpunkt 2.) Wie kann die Kommission die Anhebung des Maximalwertes für Endosulfan rechtfertigen, obwohl die norwegische Regierung aufgrund der Pestizid-Schadstoffe jungen und schwangeren Frauen empfiehlt, keinen fetten Fisch wie Lachs mehr als zweimal die Woche zu konsumieren?

Unterpunkt 3.) Wird die Kommission die Maximalwerte für Endosulfan auf das frühere Niveau herabsenken, um sowohl die Tiergesundheit als auch die öffentliche Gesundheit zu schützen?

Fleischschalenaktion in Stuttgart

Am vergangenen Samstag haben wir mit mehreren Aktiven aus dem Landesverband Baden-Württemberg vor Schlemmermeyer und McDonald’s auf der Königstraße in Stuttgart eine Fleischschalenaktion durchgeführt. Dabei legten sich 2 Vorstandsmitglieder mit Kunstblut beschmiert in je eine “Fleischschale”, die mit Folie umwickelt wurde – ganz so, wie Fleisch üblicherweise im Supermarkt verkauft wird.

 

Damit wollten wir die Passant_innen dazu anregen, über ihren Konsum nachzudenken und die Verbindung herzustellen zwischen dem abgepackten Stück Fleisch, das sie kaufen, und dem Tier, das dafür ausgebeutet und ermordet wurde und ganz genauso gelitten hat und Angst hatte wie das bei uns Menschen der Fall wäre.

 

Fleischschalenaktion-Etikett-kleinDiese Aktion erregte, wie bei solchen Protestformen üblich, sehr viel Aufmerksamkeit. Zahlreiche Menschen blieben stehen und sahen sich das “Fleisch” an. Viele sprachen mit uns und äußerten sich positiv über diese Art der Aufklärung und des Protests. Sachliche Negativreaktionen gab es quasi keine. Einzelne Menschen schienen tatsächlich während des Gesprächs und ihrer dortigen Anwesenheit ihre Meinung zu überdenken und gaben bekannt ihren Konsum zu ändern.Wenn uns dies auch nur bei einer Person gelungen ist, war die Aktion schon ein voller Erfolg. Wir sind aber sicher, dass viele, die sie gesehen haben, auch im Nachgang noch darüber nachdenken werden.

Wenn auch ihr aktiv werden und vielleicht bei solchen oder anderen Aktionen künftig dabei sein wollt, sprecht uns darauf an!

Bericht aus Rumänien

Treffen mit Tierschützern auf dem Universitätsplatz

******* Mai jos în român / Unten auf rumänisch *********

Am Samstagnachmittag stand ein Treffen mit TierschützerInnen und AktivistInnen auf dem Universitätsplatz in Bukarest auf unserem Programm. Etwa 200 Menschen waren unserem Aufruf gefolgt. Die Polizei auch. Sie machte Video-Aufzeichnungen.

Wir überreichten der kleinen Sofia Agapi, die tapfer mit einem Protestschild schon in Brüssel vor dem Europa-Parlament gegen die Hundetötung in ihrer Heimat demonstriert hat, einen Stoffhund mit dem roten Halstuch und der Aufschrift YES WE CARE. Sie ist eine kleine Heldin und steht für die Jugend Rumäniens, die durch die grassierende Gewalt gegen die Straßentiere traumatisiert ist.

Später setzen wir uns zu einer Diskussionsrunde zusammen. In einer kurzen Rede stellten wir uns und unser Anliegen vor:

“Let me introduce ourselves and explain why we are here in Romania.

We are a delegation from a political party from Germany called Mensch Umwelt Tierschutz, Partidul Oameni Mediu Protectia animalelor

The emphasis of our political work is on animal protection and animal rights. Like in other countries, we have a lot of political parties, but none is concerned with/about the wellbeing of animals.

We hold the strong belief that animals like humans have the right to live and the right not to be harmed, abused, used, and as it is now in Romania being killed.

It has been proven for a long time that only programs called “catch, neuter, release” can solve the problem of stray dogs. The government of Romania has chosen to kill, not for the first time. Stray dogs were killed before and the problems concerning the large dog population was never solved by this method.

Romania is a partner-state of the European Union. Our countries are friends and it is a terrible thing to acknowledge that in our neighbor-country our beliefs and our feelings towards animals are ignored, are stepped on with feet. And we know that many Romanian people feel the same way.

The last few months many people sent e-mails, letters, made phone calls to our party and begged us to do something. To stop the killing, to stop the cruel treatment of innocent dogs.

Dogs are on this planet because human beings wanted dogs. They were domesticated from wolves. They are only here because we wanted them. And since they are existent we have the responsibility to take care of them. Taking care surely does not mean to kill them!

In Germany the most beloved animals are cats. On the second place are dogs. Many Germans feel that dogs are family-members. They are almost children. And in Romania these children are starved to death, die of thurst, are beaten to death, electroexecuted, poisoned, and this is all called euthanasia? Many many Germans suffer, are traumatized, have lost their joy of life because this is happening in a neighbor-country. Many have developed psychological disorders, depressions, others are full of anger that our ethical and moral beliefs are disregarded, are ignored, are stamped on with feet.

There were many many demonstrations in various German cities for the Romanian dogs. Many dogs have been brougt to Germany. I myself have taken 7 Romanian dogs, hopefully making space for 7 others to be held in a safe place. But this is not the solution.

We are here to show the Romanian dog lovers, that we fight with them against this cruel and useless method. We want to highten the pressure on the Romanian government to end this nightmare. It is disgusting and not worthy of a nation that wants to be part of the European Union. Stop the killing. Stop this machinery of moneyflow to companies that earn money with cruelty. Start being a country that holds civilized moral standards.

I know that most Romanians share our point of view. 78 percent are against the killings. I have met wonderful people in Romania. I was here twice before. We, our delegation, are here to show our solidarity with you and to help you in any way we can. Thank you for your attention!”

 

******* Consecutiv în român / Nachfolgend auf rumänisch *********

Sambata dupa amiaza Piata Universitatii

Sâmbata dupa-amiaza am avut programata o întâlnire în Piața Universitații cu protectori ai animalelor și militanți. Circa 200 de oameni au raspuns apelului nostru. Poliția deasemenea. Aceasta a consemnat filmând.

Am înmânat micuței Sofia Agapi – celei care deja demonstrase curajos cu un placat de protest în Bruxelles, în fața Parlamentului European, împotriva uciderii câinilor din patria ei – un cațeluș de pluș cu o eșarfa roșie imprimata cu YES WE CARE. Ea este o mica eroina și simbolizeaza tineretul României traumatizat de violența extrema împotriva animalelor strazii.

Ceva mai târziu ne-am așezat cu toții la o runda de discuții. Într-o scurta expunere ne-am prezentat pe noi și chestiunile noastre:

Permiteti-ne sa ne prezentam si sa va explicam de ce ne aflam in Romania.

Suntem o delegatie de la un partid politic din Germania, denumit:  “Partidul pentru Oameni , Mediu si Protectia animalelor”

Accentul muncii noastre politice consta in protejarea animalelor si drepturile animalelor. Ca si in alte tari avem o multime de partide politice dar niciunul nu este preocupat de bunastarea animalelor.

Consideram ca animalele ca si oamenii au dreptul la viata, dreptul de a nu fi lezate, abuzate, folosite, iar acum in Romania aceste drepturi sunt incalcate.

S-a dovedit ca numai programele de prindere, sterilizare si returnare pot rezolva problema cainilor comunitari. Guvernul Romaniei a ales sa-i omoare, lucru care s-a intamplat si in trecut.  Cainii maidanezi au fost ucisi si in trecut, ceea ce nu a dus la rezolvarea problemei.

Romania este un stat al Uniunii Europene, tarile noaste au relatii de prietenie si este teribil sa stim ca intr-o tara apropiata sentimentele noastre fata de animale sunt ignorate. De asemenea stim ca multi romani simt la fel ca noi.

In ultimele luni multi oameni ne-au trimis e-mailuri, scrisori, am primit multe apeluri telefonice , oamenii ne implorau sa facem ceva pentru a opri uciderea si abuzul cainilor, caini care nu ai nicio vina.

Cainii exista pe aceasta planeta pentru ca oamenii au vrut acesti catei, ei au rezultat din domesticirea lupilor. Exista pentru ca noi am vrut asta si pentru ca exista,  avem responsabilitatea sa avem grija de ei.  Sa avem grija de ei cu siguranta nu inseamna sa-i omoram.

In Germania cele mai iubite animale sunt pisicile, pe locul doi fiind cateii. Multi nemti considera acesti cateii ca fiind membrii ai familiei. Ei sunt vazuti apoape ca niste copii, in Romania acesti “copii” sunt infometati, mor de sete, sunt batuti pana la moarte, electrocutati, otraviti, toate acestea se intampla sub numele de  eutanasie. Multi germani sufera, sunt traumatizati, si-au pierdut bucuria de a trai din cauza a ceea ce se intampla in Romania. Multi au dezvoltat tulburari psihice, depresii, multi sunt plini de manie deoarece convingerile noastre etice si morale sunt ignorate, sunt ignorate si calcate in picioare.

Au fost multe proteste in diferite orase din Germania pentru cateii din Romania. Multi catei au fost adusi in Germania, eu personal am adoptat 7 catei din Romania, in speranta ca o sa fac loc altor 7 catei care au nevoie de un loc sigur. Dar aceasta nu este solutia.

Suntem aici sa le aratam iubitorilor de catei din Romania ca luptam alaturi de ei impotriva acestor metode inumane si inutile. Vrem sa marim presiunea pusa pe Guvernul Roman pentru ca acest cosmar sa inceteze. Este dezgustator si nu este demn de un popor care vrea sa fie parte a Uniunii Europene. Opriti uciderea. Opriti aceasta masinarie de facut bani pentru firmele care isi castiga banii din cruzime. Romania trebuie sa fie o tara care detine standarde morale.

Stim ca multi Romani ne impartasesc punctul de vedere, 78% sunt impotriva omorarii. Am intalnit oameni minunati in Romania, in trecut am mai fost aici de 2 ori. Delegatia noasta se afla aici pentru a va arata ca suntem solidari cu voi si pentru a va ajuta cu ce putem. Va multumesc pentru atentie.

Weitere Informationen, zu den Inhalten der vielen Gespräche, die stattfanden, folgen.

Bericht aus Rumänien

Unser Besuch bei VIER PFOTEN Romania / Vizita noastra la VIER PFOTEN România

******* Mai jos în român / Unten auf rumänisch *********

Am ersten Tag unseres gemeinsamen Besuches in Rumänien durften wir Dr. Anca Tomescu kennenlernen, eine der vordersten Kämpferinnen gegen das Leid der rumänischen Streunerhunde und -katzen. Wir trafen sie im VIER PFOTEN-Tierheim “Speranta” /Hoffnung , wo 600 Hunde beherbergt werden können und in dem sie eine kleine intergrierteTierklinik betreibt. Frau Tomescu ist seit 14 Jahren aktiv in der Versorgung von Streunertieren tätig. Sie ist die Leiterin von Stray Animal Care SAC von Rumänien, ebenfalls ein Projekt von VIER PFOTEN Romania.

 

Wir besichtigten das Tierheim. Zahlreiche Hunde, teils in Rollwagen, kamen uns entgegen und begrüßten uns freudig. In einem Krankenzimmer waren querschnittsgelähmte Hunde untergebracht, die noch in Behandlung sind, in einem anderen Raum Hunde, die an verschiedenen Erkrankungen leiden und ebenfalls aktuell noch behandelt werden. Es gab einen kleinen Operationsraum, ein größerer ist im Bau.

Wir konnten die Hündin Grivita, die versteckt unter einem Wohnwagen lag, entdecken. Verständlicherweise ist sie Menschen gegenüber mehr als misstrauisch! Grivita ist durch ihren entsetzlichen Leidensweg zu einem Symbol der Situation der Streunerhunde Rumäniens geworden! Ihr wurde im Oktober 2013, als die Jagd auf die Streuner offiziell begann von einem brutalen Sadisten mit einem schweren Gegenstand der Oberkiefer zertrümmert! Grivita hatte das Glück, dass die Menschen, die sie jahrelang als friedliche Straßenhündin in ihrem angestammten Revier betreut hatten, sich an VIER PFOTEN wenden konnten und ihr dort sofort geholfen wurde! Man kann nur in Ansätzen erahnen, wie vielen Streunern dies nicht vergönnt ist, wie viel nichtdokumentiertes Leid es in Rumänien gibt . Am Beispiel dieser Hündin, die gerettet werden konnte, lässt sich die Kostbarkeit der Arbeit der Tierschutzorganisationen besonders gut erkennen.

 

 

 

In einem Aufenthaltsraum setzten wir uns mit dem VIER PFOTEN- Team zu einem intensiven Gespräch zusammen. Frau T. berichtete über ihre Arbeit und selbstverständlich befürwortet sie einzig und allein das Programm “catch, neuter, release”, die einzige Methode, die auch von der WHO als effizient anerkannt ist.

Aus ihren Berichten, die sich mit denen weiterer Organisationen deckten, wurde deutlich, wie viel Gegenwehr es von behördlicher Seite gegen Hilfsprojekte gibt! Sie stehen dem Anliegen, die korrupte Maschinerie der Geldmacherei (Sicherung von Hunde-Nachschub durch Nicht- Kastration) aufrechtzuerhalten, im Weg.

So wurde VIER PFOTEN Romania mit Frau Dr. Tomescu bereits viermal von ihrem Standort vertrieben und musste einmal mit Hunderten von Hunden innerhalb von vier Tagen in ein anderes Areal umziehen Im September 2013 wurde ihr plötzlich der Zugang zu dem Shelter Pallady der ASPA verwehrt, wo sie damals regelmäßig Streuner im Einverständnis mit der Stadt Bukarest kastrierte! Gleichzeitig wurde ihr gesamtes tierärztliches Material beschlagnahmt und die bis dahin durchgeführte Methode des Kastrierens und Wiederaussetzens verboten. Im März dieses Jahres erfolgte ein Überfall durch die ASPA auf das von ihr betreute Tierheim. Die Hundefänger misshandelten und stahlen18 Hunde, die sich in der Obhut von VIER PFOTEN Romania befanden und frisch operiert waren. Aus dem Tierheim wurden insgesamt 75 Hunde in äußerst brutaler Weise entwendet. Bei diesem gewalttätigen Übergriff starben vier Hunde! Hinterlassen wurde ein Ort der Verwüstung, da massiv Gerätschaften und Gehege zertört wurden.

 

 

Frau Dr Tomescu arbeitet trotz aller Widrigkeiten weiter. VIER PFOTEN Romania gebührt unser höchster Respekt und unsere Hochachtung, genauso wie den anderen Organisationen, mit deren Vertretern wir am folgenden Tag Gespräche auf dem Universitätsplatz führten.

Unsere Delegation ist nicht nur nach Rumänien gekommen, um Informationen einzuholen, sondern auch, um Lösungsvorschläge zu erarbeiten. So konnten wir in Erfahrung bringen, dass VIER PFOTEN Romania anbieten, in rumänische Städte und Gemeinden zu fahren, um vor Ort Kastrationen durchzuführen. Für solche Aktionen gibt es ein Klinikmobil. Am nächsten Tag hatten wir einen Termin bei dem Vizebürgermeister der Gemeinde Snagow, der lobenswerterweise (seit Aussetzen des Gesetzes 912) seit dem 20.05. nicht mehr einfangen lässt. Um ihn auf diesem guten Weg weiter zu unterstützen, nahmen wir das explizite Angebot von VIER PFOTEN Romania für Snagow freudig auf und fassten den Plan, dem Vizebürgermeister dieses Angebot zu unterbreiten.

 

******* Consecutiv în român / Nachfolgend auf rumänisch *********

În prima zi a vizitei noastre comune în România am avut placerea sa o cunoaștem pe dna. dr. Anca Tomescu, una din luptatoarele de prima marime împotriva suferințelor câinilor i pisicilor din strada, de la VIER PFOTEN România. Am întâlnit-o întâi la biroul din centrul Bucureștiului, dupa care ne-am deplasat împreuna cu ea la adapostul VIER PFOTEN “Speranța”, unde sunt adapostiți 600 de câini și unde exista și o mica clinica veterinara integrata. Doamna Tomescu are 14 ani de activitate în slujba animalelor fara stapân și este director al programului Stray Animal Care, SAC, în România, acesta fiind tot un proiect al Vier Pfoten.

Vizitam adapostul. Multi câini, unii în carucior, ne-au venit în întâmpinare și ne-au salutat cu bucurie. Într-o încapere sanitara mai erau deasemena îngrijiți alți câini cu paralizie a sistemului nervos central, aflați înca în tratament, într-o alta încapere se gaseau câini care sufereau de diferite boli și care se aflau actualmente în tratament. Exista o mica sala de operații și o alta, mai mare, în construcție.

Am putut sa o vedem pe cațeaua Grivița, care se ascundea sub o rulota. Se înțelege de la sine ca ea este mai mult decât neîncrezatoare vis-a-vis de oameni! Grivița, prin suferința îndurata, a devenit un simbol al situației câinilor fara stapân din România! Ei i-a fost retezat maxilarul superior în octombie 2013, când oficial a început vânatoarea autoritaților asupra câinilor fara stapân. Maxilarul superior i-a fost strivit cu brutalitate de un sadist, cu un obiect greu! Grivița a avut norocul ca oamenii, care o îngrijisera în zona lor, de ani de zile și care o știau de cațea blânda a strazii, s-au adresat celor de la Vier Pfoten, iar acolo i s-a oferit imediat ajutor! Putem numai de departe sa presupunem câți câini ai strazii nu au avut parte de asemena noroc și câta suferința neconsemnata exista în România.

Din exemplul acestei cațele ni se dezvaluie cât de prețioasa este munca organizațiilor de protecție a animalelor.

Într-o încapere anexa, ne-am așezat cu echipa de la VIER PFOTEN la o discuție intensa. Doamna Tomescu ne spune despre munca ei și bineînțeles confirma metoda “catch, neuter, release” (“prinde, sterilizeaza, elibereaza”) ca fiind singurul program eficient, recunoscut ca atare și de catre WHO (Organizația Mondiala a Sanatații).

Din spusele dânsei – care au acoperire în cele afirmate și de alte organizații – ne-a devenit clar, câta opoziție exista din partea autoritaților împotriva proiectelor care ofera ajutor! Acestea stau în calea mașinariei corupte de facut bani, pentru care e necesara refacerea populației de câini, prin neaplicarea castrarilor.

Astfel VIER PFOTEN Romania, cu doamna Tomescu, au fost scoși de patru ori din locațiile lor, iar o data au trebuit sa se mute împreuna cu sute de câini în interval de patru zile, întro alta locație. În septembrie 2013 l-i s-a interzis brusc accesul în adapostul Pallady al ASPA, unde ei efectuau castrari la intervale stabilite cu autoritațile orașenești! În același timp s-au confiscat toate materialele și inventarul medical și s-a interzis castrarea și reteritorializarea, metoda practicata pâna la acel moment. În martie anul curent, a avut loc un atac al ASPA asupra unui adapost supervizat de dânsa. Hingherii au maltratat și furat 18 câini, care se aflau sub tutela Vier Pfoten Romania și care erau proaspat operați. În total din adapost au fost ridicați cu brutalitate 75 de câini. În cursul acestui atac violent au murit 4 câini! În urma a ramas un loc pustiit, aparatele și țarcurile fiind distruse masiv.

Doamna Tomescu lucreaza cu toate acestea mai departe. Avem cel mai mare respect și toata considerația fața de VIER PFOTEN Romania, la fel cum avem și fața de celelalte organizații, cu ai caror reprezentanți am vorbit în ziua urmatoare în Piața Universitații.

Delegația noastra nu a mers în România numai pentru a aduna informații, ci și pentru a elabora propuneri și soluții. Astfel am aflat ca VIER PFOTEN Romania ofera orașelor și comunelor române posibilitatea intervenției la fața locului pentru efectuarea de castrari. Pentru aceste acțiuni exista o clinica mobila (rulota). În urmatoarea zi aveam programata o întâlnire cu vice-primarul comunei Snagov, care, în mod laudabil, oprise capturarile începând cu 20.06. (când s-a suspendat Legea 912). Pentru a-l susține sa ramâna pe acest drum, am preluat cu bucurie oferta explicita a celor de la VIER PFOTEN Romania pentru Snagov, pe care ne-am propus sa o prezentam vice-primarului.

Bericht aus Essen

Veganz – die Pflanzenesser kommen!

Anlässlich der Eröffnung des ersten Veganz in Nordrhein-Westfalen machte Bundesvorsitzender und MdEP Stefan B. Eck einen kleinen Umweg und einen Zwischenstopp auf seinem Weg nach Brüssel.

In einem Gespräch wünschte der EU-Abgeordnete Eck Jan Bredack zur Neueröffnung viel Erfolg und würdigte dessen unternehmerische Tätigkeit, die durch ein riesengroßes Angebot veganer Produkte mit dazu beiträgt, den Veganismus dem Konsumenten näherzubringen.

Im Sommer 2011 eröffnete Bredack seinen ersten veganen Supermarkt in Berlin und mittlerweile weitere in Berlin, Frankfurt, Hamburg, München, Wien, Prag (Veganz-Bistro) und nun auch in Essen; weitere Supermärkte in europäischen Großstädten sind geplant.

Jan Bredack freute sich über den unerwarteten Besuch und Stefan Eck sich seinerseits darüber, dass das Essener Veganz einen hervorragenden Start verbuchen konnte.

Natürlich deckte Stefan B. Eck, selbst seit annähernd 14 Jahren vegan lebend, sich mit etlichen tierleidfreien Produkten ein.

Bericht aus Essen

Zwei starke Männer – eine starke Idee

Beim Besuch des Veganz in Essen trafen zwei starke Männer aufeinander, um “ihre Kräfte zu messen” – natürlich friedlich und mit der nötigen Prise Humor.

Patrik Baboumian fördert auf athletische Art und Weise die vegane Idee – er gilt als einer der stärksten Männer Deutschlands, der EU-Abgeordnete Stefan Bernhard Eck kämpft mit seiner politischen Arbeit für die tierleidfreie Lebensweise. Eck ließ es sich nicht nehmen, sich beim Armdrücken ein Bild über Patrik Baboumians Körperkräfte, der seit 2011 vegan lebt, zu machen, obwohl der Bizepsumfang seines “Kontrahenten” den Ausgang der Kraftprobe erahnen ließ.

Stefan B. Eck lud den veganen Athleten dazu ein, bei entsprechender Gelegenheit andere EU-Abgeordneten von den körperlichen Vorteilen der veganen Ernährung bei einem Besuch in Brüssel zu überzeugen.

Bericht aus Rumänien

Rumäniens sanfte Hunde – Reisebericht Nr. 1 von Barbara Nauheimer

Es ist meine dritte Rumänienreise. Ich habe gemischte Gefühle. Ich werde liebe rumänische Freunde in der Nähe von Buzau besuchen, darauf freue ich mich, und am nächsten Tag im Auftrag der Partei öffentliche und private Tierheime – adapostuli- in und um Bukarest besichtigen und mich als Mitglied unserer Partei-Delegation mit engagierten Tierschützerinnen und Tierschützern treffen. Es stellt sich heraus, dass meine beiden Delegationsmitglieder verspätet eintreffen werden, so dass ich den ersten Tag unseres offiziellen Besuchs ohne sie bewerkstelligen muss. Sie werden erst zu dem abendlichen Treffen mit den rumänischen Tierschützerinnen und Tierschützern anwesend sein.

Was wird mich erwarten? Streunende, nach Futter suchende Hunde? Überfahrene Hunde ?Nein, ich sehe auf den Straßen von Bukarest keine Hunde mehr. Auch keine toten. Doch, am letzten Tag unseres Besuches kommt eine Hündin auf uns zugelaufen, mitten in Bukarest, der einzige frei herumlaufende Hund, den ich gesehen habe. Wir nehmen sie mit und bringen sie in ein privates Tierheim. Wir geben ihr den Namen Amadea, “die von Gott geliebte”. Sie ist jetzt unser Partei-Hund und wird zu uns nach Deutschland kommen.

Die ASPA, die Hundefänger-Abteilung des Bukarester Rathauses hat “ganze Arbeit” geleistert. Es sind keine Hunde mehr auf der Straße. Die sanften Hunde Rumäniens sind verschwunden.

 

Ich besuche als erstes das von der ASPA geführte Tierheim Pallady. Der Empfang ist distanziert, aber nicht unfreundlich. Ich werde herumgeführt. Nur zwei Häuser, langgestreckte flache Gebäude, sind zugänglich. Es ist sauber. Fotografieren ist erlaubt. Ich habe den Eindruck, dass dies die “show-rooms”, die Ausstellungsräume des Adapostuls sind. Die anderen Gebäude darf ich nicht betreten. Ich werde recht rasch wieder heraus komplimentiert. Für ein Gespräch steht niemand zur Verfügung. Die Anwesenden sprechen nur rumänisch.

Es fällt mir erst später auf: Die Hunde begrüßen einen nicht. Kein Hund bellt. Es ist still. Ganz anders als in den privaten Sheltern. Dort drängen sich alle Hunde an das Gitter ihrer “kennels”, wollen gestreichelt werden und einen kurzen Moment der Zuwendung erhaschen. In Pallady nicht. Sie erwarten nichts mehr von Menschen.

 

 

 

Bragadiru steht als nächstes auf dem Programm. Schon der Namen verbreitet irgendwie Schrecken. Insassen des nahegelegenen Gefängnisses Bragadiru “betreuen” das Adapostul. Dieses riesige städtische Tierheim hat nichts gemein mit einem Heim. Es ist ein Konzentrationslager für ca. 1000 unschuldige Wesen, manche geliebt, viele lieblos auf der Straße entsorgt, die meisten haben in ihrem Leben nie erfahren dürfen “Haustier” zu sein.

Vor dem Eingang stehen einige Menschen. Sie warten darauf, eingelassen zu werden. Maximal 10 Minuten darf der Besuch dauern. Schreibt das Gesetz nicht etwas anderes vor? Soll nicht jeder Bürger die Möglichkeit zur Adoption eines Hundes haben? Geht das in 10 Minuten? Ich versuche mit den Anwesenden ins Gespräch zu kommen. Ich erfahre, sie suchen ihren Hund, der bei der letzten Einfangaktion, der nächtlichen Jagd der ASPA- Hundefänger, entwendet wurde. Ich werde hereingelassen. Mein Ausweis wird “sichergestellt”, warum? Handys und Fotoaparate sind verboten. Ich werde herumgeführt. Wieder stehen nur zwei Häuser zur Besichtigung zur Verfügung. Es ist sauber. Alle Hunde haben Wasser. Es ist still. Zwei Dinge fallen mir auf: Ein Cocker-Spaniel sitzt in einem “kennel”. Er hat noch sein Halsband samt Leine an. Ein Streunerhund? Wohl kaum. Ich sehe einen anderen, mit Halsband und “Flohhalsband”. Ein Streunerhund? 1000 Hunde soll es hier geben. Gesehen habe ich nur etwa 70.

 

Beim Verlassen des Areals treffe ich die Leute wieder, die mit mir vor dem Adapostul standen und auf Einlass gewartet haben. Ein Ehepaar hat seinen Hund wohl wieder gefunden. Ich helfe ihnen, ihren Hund in eine Reisetasche zu setzen. Eine Familie ist nicht fündig geworden. Ein blasses, etwa dreizehnjähriges Mädchen weint und schlägt verzweifelt mit ihren Händen an eine Wand.