Mitgliederzuwachs: Rekordjahr 2017!

Jahresbericht von Martin Buschmann

 

Liebe Mitglieder, Förderer, Unterstützer und Wähler der  Partei Mensch Umwelt Tierschutz,

wir blicken auf ein sehr ereignisreiches und turbulentes Jahr zurück.  Nicht nur, dass wir einen recht erfolgreichen Bundestagswahlkampf hinter uns gebracht haben, wir haben seit Anfang des Jahres nunmehr 309 neue Mitglieder hinzugewinnen können!

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Jagd auf “invasive Arten” zugunsten tierfreundlicher und nachhaltiger Maßnahmen verhindern!

 

Nutria-Pärchen (Quelle: pixabay)

Der “Management- und Maßnahmeplan” zum Umgang mit invasiven Arten (nach Artikel 19 der EU-Verordnung Nr. 1143/2014 und der Verordnung Nr. 2016/1141) für Waschbären und Nutrias umfasst auch die stärkere Bejagung (M5 bzw. M2). Dies sind nicht nur tierquälerische Vorhaben, sondern auch nicht zielführende.

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Wenn Journalisten gegen den Pressekodex verstoßen

Kurz nach der Bundestagswahl bat ein gewisser J. Stremmel den Bundesvorsitzenden Matthias Ebner um ein Interview für die Süddeutsche Zeitung. Es ging um „Tierschutz in Deutschland“. Selbstverständlich erklärte er sich dazu bereit und traf sich mit Stremmel. Der Journalist hatte aber seine ganz eigene versteckte Agenda.

Nach kurzem einleitendem Smalltalk über unsere sehr guten Wahlergebnisse ging er schnell über zu tendenziösen Fragen wie „Wo ordnen Sie sich im politischen Spektrum ein?“ und „sind Sie offen für rechte Tierschützer?“ Die Antworten schienen ihm wenig gefallen zu haben, denn offensichtlich passt es nicht in sein Weltbild, dass wir uns ganz klar links der Mitte – zwischen SPD, GRÜNE und DIE LINKE – verorten, was sämtliche programmatischen Parteivergleiche aufzeigen. Das „Handbuch der deutschen Parteien“ beschreibt uns als „ökologische und sozial-liberale Mitte“. Wir setzen uns ganz klar für das uneingeschränkte individuelle Recht auf Asyl ein, gegen Rassismus, Sexismus und Ausländerfeindlichkeit sowie für vollständige Gleichberechtigung von sexuellen Minderheiten. Wir beziehen ganz klar Stellung, auch wenn wir dadurch Wählerstimmen von konservativen und nationalistisch orientierten Wählern, die einige Tierschutzforderungen befürworten können, nicht für uns gewinnen.

Wir finden es generell wichtig, dass wir uns nicht populistisch aufstellen, sondern verantwortungsvolle und ethisch fundierte programmatische Forderungen erarbeiten, die wir guten Gewissens jedem Interessierten sachlich und aufrichtig darlegen können. Das Leitbild ist für uns dabei immer, denen eine Stimme zu geben, die selbst keine haben und das Mitgefühl als zentralen Leitwert eines neuen gesamtgesellschaftlichen Selbstverständnisses zu vertreten. Dies umfasst insbesondere auch soziale Minderheiten und geflüchtete Menschen. Niemals werden wir von diesem Prinzip abweichen. Wir stehen dafür, dass man Umweltschutz nicht gegen Tierschutz ausspielen soll und Tierrechte niemals gegen Menschenrechte.

Für Jan Stremmel hingegen war ganz offensichtlich von Anfang an klar, welche Message sein Artikel erzeugen soll: wir wären rechts und damit nicht tragbar. Damit spielt er massiv der Tierausbeutungsindustrie in die Hände, welche sich durch eine immer stärker werdende Tierrechtsbewegung bedroht sieht und zunehmend dazu übergeht, diese zu bekämpfen, nachdem sie uns ganz im Sinne des berühmten Zitats von Mahatma Gandhi zunächst ignoriert und dann belächelt hat. Auch Friedrich Engels fasst es prägnant zusammen: “Man kann nicht für eine Sache kämpfen, ohne sich Feinde zu schaffen.”

Bereits der Anfang seines Artikels hat nichts mit der Realität zu tun: „Nein zu Pelz, nein zu Ausländern“. Insbesondere wir positionieren uns hier komplett entgegengesetzt. Wir sprechen uns in unserem Grundsatzprogramm nicht nur dafür aus, dass jeder in Deutschland „Asyl finden“ muss, der aus „politischen, rassistischen, sexistischen oder religiösen Gründen verfolgt wird … oder auf Grund von Krieg oder Bürgerkrieg aus seinem Land flüchtet“, sondern sogar wer „an Hunger leidet“.

In seinem Artikel schreibt er auch über eine andere Tierrechtsorganisation. Durch die Zwischenüberschrift „Man will das ‚saudumme Bauernvolk abmurksen‘ und postet ein Selfie mit Katze Fipzi“ suggeriert er, dies sei die Meinung dieser Organisation. In dem Absatz darunter stellt sich dann aber heraus, dass es sich um einen Kommentar einer dritten Person handelte. Ganz generell erkennt Stremmel nicht, dass diese andere Tierrechtsorganisation, mit der es unsererseits keine organisatorische Zusammenarbeit gibt, vor allem provozieren will, um als schrillste und lauteste Anwältin für die Tiere wahrgenommen zu werden und somit keine originär rechte Ideologie dahintersteckt.  Wir kritisieren deren Vorgehen scharf und deutlich. Der Unterschied zu tatsächlichen politischen Organisationen am rechten Rand aber sollte deutlich sein und diese Gefahr für unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung nicht unnötig relativiert werden. Als Beispiel für eine angebliche Wesensgleichheit von Tierrechtsethik und Rassismus taugen Stremmels rein konstruierte Zusammenhänge auf keinen Fall.

Mit seiner Zwischenüberschrift „Die Tierschutzpartei arbeitet im Stadtrat mit Politikern, die sogar der AfD zu rechts sind“ verbreitet er eine glatte Lüge, denn dies haben wir nie getan. Hier sind weitere entsetzliche Unwahrheiten, Verdrehungen und Andeutungen, die zu falschen Schlüssen verleiten, obwohl ihm alle seine Fragen korrekt von Matthias Ebner beantwortet wurden, Stremmel also wider besseren Wissens Falschinformationen zu verbreiten versucht:
FALSCH ist: Wir hätten eine Stadtratsabgeordnete, die eine Mehrparteien-Fraktion mit den FREIEN WÄHLERN gebildet hätte.
FAKT ist: Wir hatten zwar eine solche Stadtratsabgeordnete und eine kommunale Fraktion an der Personen verschiedener politischer Richtungen mitwirkten. Unsere Abgeordnete ist jedoch bereits im Mai dieses Jahres aus der Partei nach persönlichen Differenzen ausgetreten.
FALSCH ist: Der Chef dieser Fraktion sei ein „Neonazi“.
FAKT ist: Der Geschäftsführer dieser Fraktion hat spätestens 2006 mit der rechten Szene gebrochen und seitdem eher linke Politik im Düsseldorfer Stadtrat gemacht. Zudem ist er mit einer marokkanischen Muslima verheiratet und nicht Mitglied unserer Partei, sondern der PIRATEN, was Stremmel ebenfalls verschweigt. Der Bundesvorstand hat bereits im Januar 2017 jegliche Zusammenarbeit auf allen Parteiebenen aufgrund diverser Differenzen mit ihm beendet.
FALSCH ist: Diese Mehrparteien-Fraktion werde um einen Abgeordneten ergänzt, der vorher jahrelang Mitglied der Republikaner gewesen sei.
FAKT ist: Dieser Abgeordnete war Mitglied der AfD, als diese noch hauptsächlich eine eurokritische Partei war, und ist aus ihr ausgetreten, nachdem sie immer weiter nach rechts abgedriftet war, was er mit seinem Gewissen nicht mehr vereinbaren konnte.
FALSCH ist: Er zitiert Stefan Eck, unseren ehemaligen Bundesvorsitzenden und Europaabgeordneten, als sei es Fakt, dass es eine „Unterwanderung“ von Rechts gebe, die sogar abgeschlossen sei.
FAKT ist: Es gibt keine Unterwanderung, Stefan Eck wusste von Anfang an Bescheid, dass unsere ehemalige Stadtratsabgeordnete eine Fraktion mit den FREIEN WÄHLERN eingehen wollte und hat dem ausdrücklich zugestimmt und diesen Prozess persönlich und maßgeblich gefördert. Der neue Bundesvorstand nach der Ära Eck setzte sich kritisch mit der angeblichen „Unterwanderung“, die keine solche und mitnichten rechts war, auseinander: Partei und Stadtratsfraktion gingen wenig später getrennte Wege.
FALSCH ist: Wir hätten in unserem Parteimagazin auf vier Seiten den „homophoben neurechten Blogger und Islamhasser“ David Berger interviewt.
FAKT ist: Wir haben David Berger im Jahr 2015 interviewt. Dieser betätigt sich jedoch laut Wikipedia erst „seit 2016 islamkritisch“ und ist zudem selbst bekennender Homosexueller.
FALSCH ist: Der Leiter unseres BAKs gegen Rechts und unseres Parteimagazins sei ein ehemaliger NPD-Funktionär.
FAKT ist: Er ist bereits 1997 aus der NPD ausgetreten, hatte an einem Aussteigerprogramm teilgenommen, ein Buch darüber verfasst und war nach über zehn Jahren aktiver Aufklärungsarbeit gegen Rechtsradikalismus von 2013 bis Juni 2016 aufgrund seiner einmaligen Erfahrungen und Kenntnisse Leiter unseres „Bundesarbeitskreis gegen Rechts“ sowie bis September 2017 Redaktionsleiter unseres Parteimagazins. Zwischenzeitlich ist er auch wegen des zunehmenden Drucks auf ihn aus der Partei ausgetreten und hat demzufolge keinerlei Parteiämter inne.
FALSCH ist: Im Februar dieses Jahres hätte ein „Landesparteitag“ in den Räumlichkeiten des Vereins des Geschäftsführers der Düsseldorfer Fraktion stattgefunden.
FAKT ist: Diese Mitgliederversammlung wurde von unserem damaligen Landesvorstand NRW einberufen, der kurz darauf vom Bundesvorstand des Amtes enthoben wurde, was Herrn Stremmel im Interview natürlich erklärt wurde, er es aber in seinem Artikel bewusst weggelassen hat.
In diesen Zusammenhang passt auch die Frage, die Stremmel aufwirft: „Wer ist eigentlich gefährlicher: die knallharten Rassisten […] oder die Tierschützer, denen offenbar jede Unterstützung recht ist?“ Dass uns eben gerade nicht „jede Unterstützung recht ist“, hat Matthias Ebner im Gespräch mit ihm mehrfach deutlich gemacht, doch er zitiert nur kleine und verfälschende Ausschnitte, um die eigentlichen Aussagen mit rhetorischen Fragen ins Lächerliche zu ziehen.

Das ist kein Journalismus, sondern zielgerichtetes Vorgehen gegen unsere Partei mit unlauteren Methoden und klaren Verstößen gegen den Pressekodex. Offenbar schneiden wir zu gut bei den Wahlen ab und gewisse Lobbyistenkreise benötigen Munition gegen Kritiker ihrer tierquälerischen, unmenschlichen und umweltzerstörenden Praktiken. Journalisten wie J. Stremmel sind dafür verantwortlich, wenn Menschen sich von den klassischen Medien abwenden und bei unseriösen Youtube- und Facebook-Quellen nach der vermeintlichen alternativen Wahrheit suchen. Eine Schande für den Qualitätsjournalismus, den wir ansonsten doch von der Süddeutschen Zeitung gewohnt sind, dass sie solch einem unprofessionellen Wirklichkeitsverdreher eine Plattform bietet!

Kritik an rassistischen und menschenverachtenden Tendenzen sehen wir als notwendig und richtig an. In jeder Partei gibt es auch Mitglieder, die gemäß einer nichtexistierenden reinen Lehre als nicht ganz so lupenrein links einzusortieren sind, sogar ausgesprochene Rassisten wie Sarrazin gibt es nach wie vor etwa in der SPD. Die „Mitte-Studie“ zeigt auf, dass rechtsradikale Tendenzen durch alle Parteilager hinweg vorkommen. Gemessen an den drei Leuten, die bei uns wie ein Mantra ständig wiederholt und wiedergekäut werden (und teilweise noch nicht einmal bei uns, sondern bei den FREIEN WÄHLERN oder PIRATEN Mitglied sind bzw. unsere Partei vor einiger Zeit bereits verließen oder überhaupt gar nicht “rechts” sind), dürften wir wohl die Partei mit der geringsten Quote an “nicht (ganz so) Linken” sein. Die Auseinandersetzung innerhalb unserer Partei wurde konsequent, offen und erfolgreich geführt – und zwar im Sinne unseres Grundsatzprogramms, das zutiefst und unverbrüchlich der Würde und der Gleichwertigkeit aller Menschen sowie dem Schutz von Minderheiten und Menschen in Not gewidmet ist.

Ehrlicher Journalismus müsste also titeln: “Warum wurzeln Veganismus und Tierrechtsbewegung im linksalternativen Milieu und in linken Strömungen und sind so wenig wie keine andere politische Bewegung anfällig für rechte Tendenzen?”

Der Artikel von Herrn Stremmel jedoch ist eher mit dem Tag #Fake-News oder #HateSpeech zu verbuchen.

Alarmierender Rückgang der Pflanzen- und Tierarten

Das rasanteste Artensterben der Erdgeschichte betrifft nicht nur Wirbeltiere

Tier- und Umweltschützer schlagen Alarm! Etliche Tierarten sind in ihrer Existenz gefährdet. Schweinswale, Sterntaucher, Samtenten, seltene Algen und Schmetterlinge sowie eine ganze Liste an weiteren bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die kürzlich vorgestellt wurde. Der Hauptgrund ist insbesondere die übermäßige Düngung in der Landwirtschaft. Und diese wiederum lässt sich auf die Massentierhaltung zurückführen, da hier die Ursachen für zu viel, zu giftigen und zu billigen Dünger zu suchen sind.

Keine Kontrollmechanismen, Ölverschmutzungen und Plastikmüll

Seit einiger Zeit gibt es zwar hunderte von Schutzgebieten, von denen einige wenige auch ein Übergreifen der gefährlichen Stoffe wie Phosphor oder Stickstoff in die Ostsee und Binnengewässer verhindern sollen. Aber es gibt überhaupt keine wirksamen Kontrollmechanismen, nichts wird von den notwendigen Vorgaben tatsächlich eingehalten. Und als wäre dies nicht schon gravierend genug, kommen noch weitere Umweltsünden hinzu, wie etwa massive Ölverschmutzungen durch Schiffe oder Plastikmüll und Mikroplastik.

Überfischung und Arten-Verdrängung

Die Überfischung führt überdies zu dramatischen Eingriffen in das Ökosystem mit unabsehbaren Folgen. Zusätzlich kommen durch so genanntes Ballastwasser der Seeschifffahrt Arten in unsere Breiten, die heimische Arten verdrängen können und das Ökosystem durcheinanderbringen. Aal und Dorsch sind beispielsweise mittlerweile sehr selten geworden, führt Corinna Cwielag vom BUND aus.

40 % weniger tagaktive Schmetterlingsarten wegen Überdüngung und Monokulturen

Forscher aus München haben den Rückgang der Artenvielfalt in einer sehr langfristig durchgeführten Studie anhand der Schmetterlinge nun genau ermitteln können: 1840 gab es noch 117 tagaktive Schmetterlingsarten in einer genau untersuchten Region, während es 2013 nur noch 71 Arten gab. Ein Rückgang von 40 % also (weitere Infos dazu bei der Senckenberg Gesellschaft in der Linkliste unter dem Artikeltext). Der mit Abstand größte Rückgang geschah dabei in den letzten Jahren und geht exponentiell weiter! Als Hauptgründe wird auch in dieser Studie wieder die Überdüngung angeführt, zudem konkret die Massentierhaltung, aber auch die Monokulturindustrie in der Landwirtschaft.

Pestizide, Parasiten, Klimawandel u. a. Probleme

Letzteres macht auch den Wildbienen zu schaffen, deren Bestand sich drastisch reduziert hat. Eine aktuelle Studie wies zudem nach, dass bereits kleinste Mengen von Insektiziden aus der Gruppe der Neonikotinoide sowohl Wild- und Zuchtbienen als auch Schmetterlinge stark schädigen, so dass sie ihre Orientierung verlieren. Eine andere neuere Studie belegt, dass Neonikotinoide süchtig machende Stoffe enthalten und Bienen daher Blüten, die dieses Gift enthalten, häufiger ansteuern als unbelastete Blüten. Aber auch der Parasit Apocephalus borealis, der Klimawandel, falsche Ersatznahrung der Imker (bspw. high fructose corn syrup, HFCS), der massenweise Einsatz verschiedener Pestizide, durch Züchtung geschwächte und für Krankheiten dadurch anfälligere Bienen, transgene Pflanzen und Mobilfunk sind weitere Einflussfaktoren, die derzeit untersucht werden.

“Grüne” Gentechnik

Auch die sogenannte “grüne” Gentechnik – Gentechnik auf dem Acker – beschleunigt das Artensterben. Der Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen hat in Nord- und Südamerika zu intensiverer Landwirtschaft und dem Einsatz größerer Mengen Herbizide geführt, was logischerweise wiederum die Artenvielfalt reduziert hat. Dies haben Behörden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nach Auswertung zahlreicher Studien bestätigt.

Durch den fortwährenden Einsatz von Herbiziden auf den Gentech-Plantagen werden nach und nach auch sogenannte “Unkräuter” resistent. Um sie zu töten, spritzen die Agrarindustriellen daher noch mehr Gift. Die Behörden der drei Länder sehen daher “deutliche Hinweise darauf, dass der Anbau der herbizidresistenten Gentechnik-Pflanzen den gegenwärtigen Artenverlust noch verschärft” und beklagen insbesondere auch die Ausrottung „unverzichtbare[r] Elemente“ der Nahrungsketten in den Ökosystemen.

Bienensterben in Mecklenburg-Vorpommern

Gisela Paasch, Imkerin aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte: „Im Oktober 2016 fiel mir an drei von vier Standorten ein nie zuvor dagewesenes Bienensterben auf. Der Verlust liegt mittlerweile bei 60 % und die übrigen Völker sind teilweise recht schwach. An allen drei Standorten haben drei verschiedene Landwirte im Oktober bienengefährliche Mittel der Kategorie B1 und B2 der Bienenschutzverordnung ausgebracht – zur Bekämpfung der Blattlaus im Wintergetreide und im Raps. Die Biene befliegt den Honigtau der Blattlaus! Die Mittel hätten also auf gar keinen Fall angewendet werden dürfen! Kurz darauf fing dann das Bienensterben an. Die Bienen wurden vergiftet, das ist für mich die traurige Wahrheit. An einem anderen Standort, an dem keine Ackerflächen behandelt wurden, sind keine Bienen-Verluste zu beklagen! Die Biene ist ein Bio-Indikator und zeigt uns an, wie es um unsere Umwelt steht.“

Honigbienen-Zucht

Zuchtbienen, die fatal anfällig sind für Krankheiten, sorgen derzeit für ein unfassbares Risiko unserer modernen Agrarindustrie, denn sollten unsere Bienen eines Tages durch eine Virus-Epidemie aussterben, wird es gravierende Auswirkungen für die Menschen haben, die wir alle sofort unmittelbar spüren – auch jene Menschen, die sich bislang nicht für Artenschutz interessieren. Und all die Problematiken, die wir vom Sterben der Bienen her kennen, treffen zumeist auch auf alle Insekten zu, die ebenfalls für Bestäubung sorgen. Dazu kommen die Auswirkungen auf Vögel und andere Tiere, deren Hauptnahrung aus Insekten besteht. Die Ausmaße und Kettenwirkungen sind enorm. Forscher gehen davon aus, dass wir uns inmitten des größten Artensterbens der Erdgeschichte befinden.

Tierschutzpartei wählen – Artenvielfalt schützen

Die Tierschutzpartei möchte dafür sorgen, dass es nicht dazu kommt, dass wir eines Tages keine Bestäuber unserer Pflanzenwelt mehr haben und dass die allgemeine Artenvielfalt bei Tieren und Pflanzen zurückgeht. Wir fordern ein umfassendes Artenschutzprogramm für Wildbienen, Schmetterlinge, Fische, Algen, Vögel und Meeressäuger und setzen uns für eine artenreiche Landwirtschaft mit einem deutlich reduzierten Anteil an monokultureller Agrarindustrie und einen Stopp giftiger Pestizide ein.

 

Linkliste zum Artikel:

 

Vogelgrippe & Co.: Epidemie-Risiken steigen zunehmend

Erkenntnisse zur Massentierhaltungsindustrie als Verursacher werden aber nicht veröffentlicht

Fast schon regelmäßig wird die sogenannte Aufstallpflicht für Geflügelhalter wegen der Gefahr der Ausbreitung der Vogelgrippe verhängt. Verhindert werden soll damit, dass die Grippeviren von Wildvögeln auf Nutztiere übertragen werden, obwohl gar nicht geklärt ist, ob die Infektion sich nicht über den umgekehrten Weg ausbreitet: nämlich aus den Großställen heraus auf die Wildvögel!

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Tierschutzpartei erfolgreich an der Ostseeküste!

Der jüngste Landesverband der Tierschutzpartei (wiedergegründet 2014) trat das erste Mal zur Landtagswahl im nordöstlichen Bundesland an der Ostsee an und konnte aus dem Stand heraus 1,2 % holen. Keine andere Partei, abgesehen von der rechtspopulistischen AfD, konnte solch einen Zuwachs verzeichnen. Bei den U-18-Wahlen erreichte sie sogar 6,7 % und wäre, wenn es nach dem Willen der kommenden Generation ginge, im Schweriner Parlament vertreten.
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„Jenseits des Kapitalismus“

Der Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern Robert Gabel nahm an einer internationalen Konferenz zur Kapitalismuskritik teil und plädiert für eine solidarische Wirtschaft im praktischen Alltag.

Gibt es Alternativen zum Wirtschaftssystem der Ausbeutung und Krisen? Im Februar fand zu dieser hochaktuellen Frage eine viertägige wissenschaftliche Konferenz in Wuppertal, dem Geburtsort Friedrich Engels und des deutschen Industriekapitalismus, statt. In das Gästehaus der Universität lud das “Zentrum für Transformationsforschung und Nachhaltigkeit” zum Austausch über aktuelle Befunde zum globalen Kapitalismus und zur Erörtungen der Chancen und Wirkungen von Alternativen.

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Austeritätskritisches Bündnis DiEM25 in Berlin gegründet

Das internationale Bündnis DiEM25 will die Umsetzung von Maßnahmen für eine solidarische und progressive Gesellschaft sowie transparente und bürgernahe Politik erreichen

Yanis Varoufkis und zahlreiche Unterstützer von Diem25 diskutieren die Ziele und Strategien

Robert Gabel, Landesvorsitzender von Mecklenburg-Vorpommern, vom BAK “Arbeit und ökologische Wirtschaft” nahm als einer der geladenen Gäste an der Gründung des austeritätskritischen Bündnisses DiEM25 am 9. Februar 2016 teil. Yanis Varoufakis als Initiator hatte während seiner Amtszeit als Finanzminister selbst erleben müssen, wie eine internationale Finanzkrise sein Land in den Abgrund stürzte. Anstatt daraufhin internationale Hilfe zu erhalten, wurden dem griechischen Volk nur weitere unsoziale und zerstörerische Auflagen gemacht, um die Schulden zu begleichen, die sich aufgrund des Wirtschaftszusammenbruchs im Verhältnis zum BIP vervielfacht hatten.

Anders als andere betroffene Länder versuchte er sich gegen das Diktat zu wehren. Sein Kampf setzt sich nun in der Gründung von DiEM25 fort. Das Manifest enthält langfristige Forderungen; aber auch dringende Sofortmaßnahmen:

  • Sitzungen des EU-Rats, von Ecofin, Beratungen über Steuerfragen und Sitzungen der Eurogruppe müssen per Livestream öffentlich gemacht werden.
  • Die Protokolle der Sitzungen des Gouverneursrats der Europäischen Zentralbank müssen innerhalb weniger Wochen veröffentlicht werden.
  • Alle Dokumente im Zusammenhang mit wichtigen Verhandlungen (zum Beispiel TTIP, „Rettungs“-Kredite, über den Status Großbritanniens), die alle Facetten der Zukunft der Europäer betreffen, müssen ins Netz gestellt werden.
  • Alle Lobbyisten müssen sich registrieren lassen und dabei die Namen ihrer Kunden angeben, wie viel Geld sie erhalten und wann sie sich mit (gewählten und nicht gewählten) Vertretern Europas getroffen haben.

An der Gründungsveranstaltung in Berlin nahmen zahlreiche linke und ökologische Politiker teil, aber auch zivilgesellschaftliche Aktivisten und Vertreter von wichtigen strategischen Institutionen. In den Redebeiträgen waren Menschenrechte, Solidarität, Transparenz, Antirassismus sowie Umweltschutz wichtige inhaltliche Eckpfeiler. Auch der Tierschutz erfand einige Male Erwähnung. “Es ist wichtig, sich für eine soziale und progressive Welt einzusetzen; denn nur in einem breiten Bündnis mit Akteuren, die sich für umfassende Empathie und Gerechtigkeit einsetzen, können auch die Belange der Partei Mensch Umwelt Tierschutz umgesetzt werden”, so erläutert Robert Gabel die Motivation für sein Engagement.