Offizieller fleischfreier Wochentag in Belgien

Presseerklärung von EVA (Ethical Vegetarian Alternative), Belgien: Die belgische Stadt Gent führt als erste einen fleischlosen Wochentag ein

Heute, am 13. Mai wird die belgische Stadt Gent, eine der 370 europäischen Klimastädte, als weltweit erste einen offiziellen fleischlosen Wochentag propagieren. Gemäss der UNO-Organisation FAO ist die Viehhaltung für achtzehn Prozent der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich. Deshalb hat die Stadtregierung, in Zusammenarbeit mit der Vegetarierorganisation EVA, beschlossen, diesen zusätzlichen Schritt im Kampf gegen den Klimawandel zu unternehmen. Andere belgische Städte haben bereits Interesse bekundet, diesem Beispiel Gents zu folgen.

Der erste vegetarische Donnerstag wird mit einem öffentlichen Fest am Mittwoch, dem 13. Mai, lanciert. Tom Balthazar, Mitglied des Gesundheits- und Umweltrates der Stadt Gent, wird offiziell den Donnerstag zum vegetarischen Tag erklären. Als Appetitanreger für diese Kampagne erhielt die Stadtregierung in der vergangenen Woche bereits die Gelegenheit, ein vegetarisches Gourmet-Mittagessen im Ratshaus zu genießen. Bei der offiziellen Eröffnungsfeier werden alle Stadteinwohner eingeladen, an der “Fleischfreier Donnerstag”-Kampagne teilzunehmen und erhalten eine vegetarische Überraschung.

Ab September werden die öffentlichen Schulen das Tagesmenü vegetarisch anbieten. Alle 5000 Stadtangestellten werden einen vegetarischen Stadtplan erhalten und eine kostenlose vegetarische Kochbroschüre wird an alle 1500 Restaurants verschickt. Es wird vegetarische Kochkurse sowohl für Privatpersonen als auch für Köche geben. Die von der Stadt betriebenen Restaurants in Gent haben ihr vegetarisches Angebot bereits vergrößert.

Gents Motivation zur Einführung des fleischfreien Donnerstags hat zwei Gründe:

– Jede Reduktion der Fleischproduktion und des Fleischkonsums, welche zu Treibhausgasemissionen, Verschwendung von Land und Wasser, Versteppung und Waldabholzung führen, bringt enorme Vorteile für die Umwelt.

– Gent möchte auch eine gesunde Stadt sein. Ein ausgewogenes vegetarisches Menü ist nicht nur nachhaltig, sondern auch gesund. Belgier, und Europäer im Allgemeinen, essen zu viel Fleisch und nicht genügend Gemüse. Dies hat ernste gesundheitliche Folgen. Zu viel Fleisch erhöht den Cholesterinwert und ist ein Risikofaktor für manche Krebsarten, für Diabetes und krankhaftes Übergewicht.

Durch die Teilnahme am fleischfreien Donnerstag wählen wir Gesundheit: unsere eigene und die unseres Planeten.

“Die Vernunft beginnt bereits in der Küche.” Friedrich Nietzsche

Video-Dokumentation geht an den Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

Die Haltungsbedingen der Mast- und Zuchtkaninchen sind in Deutschland und anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union noch prekärer als die der Masthühner, da noch nicht einmal Mindestvorschriften für die Haltung existieren. Dies ist gerade für unser Land mit der Staatszielbestimmung Tierschutz (Artikel 20a GG) ein Skandal.

Die meisten kommerziellen Kaninchenmast-Betriebe orientieren sich an den unzureichenden Empfehlungen der World Rabbit Science Association. Die empfohlene Käfiggrundfläche wird mit lediglich 0,2 bis 0,4 Quadratmetern (das entspricht einer Fläche eines DIN A4 Blattes, denn bis zu 16 Kaninchen pro Quadratmeter sind die Regel) bei einer Käfighöhe von bis zu 40 Zentimetern als ausreichend angegeben.

Nach diesen tierquälerischen Empfehlungen vegetieren Millionen Kaninchen auf Gitterstäben ohne Heu, Tageslicht, Auslauf, eng zusammengepfercht oder in Einzelhaft in zentimeterhoch verkoteten Buchten. Die Mortalitätsrate ist extrem hoch, jedes zehnte Kaninchen stirbt vorzeitig durch diese Haltungsbedingungen.

Der Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz wird voraussichtlich am 13. Mai über einen Antrag zur Kaninchenmast der Fraktion Bündnis90/Die Grünen beraten und abstimmen.

Um die Realität in der Mastkaninchen-Haltung zu verdeutlichen, hat die Partei Mensch Umwelt Tierschutz eine authentische Video-Dokumentation mit schockierenden Aufnahmen aus Kaninchenmast-Betrieben allen 31 Ausschussmitgliedern zukommen lassen, um damit die Politiker von CDU/CSU, SPD und FDP von der Notwendigkeit einer tiergerechten Haltungsverordnung von Mast- und Zuchtkaninchen zu überzeugen.

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

EU beschließt am 05.05.2009 europaweites Handelsverbot für Robbenprodukte

Mit großer Erleichterung begrüßt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei – das EU-Einfuhrverbot von Robbenerzeugnissen, auf das schon lange gedrängt wurde und das viel zu lange auf sich warten ließ. Vielen Tausenden von Robben wäre bei einer schnelleren Entschlossenheit der EU ein grausamer Tod erspart geblieben. Vor allem die Bundesregierung “glänzte” mit ihrer Verschleppungstaktik. Bereits zu Beginn des vergangenen Jahres verkündete Horst Seehofer, es solle ein Robbenhandelsverbot in Deutschland erlassen werden – notfalls in einem “nationalen Alleingang”! Den vollmundigen Versprechungen folgten allerdings keine Taten, denn die meisten Vorbehalte zeigten sowohl seine eigenen Fraktionskollegen von der CSU sowie auch die der CDU.

Aber auch durch das jetzige Verbot werden wieder einmal Hintertürchen offen gelassen. Nicht nur, dass das Verbot erst 2010 zur Anwendung kommt, so sollen auch Ausnahmen gelten für Inuits und andere indigene Volksgruppen, die die Robbenjagd angeblich aus Traditions- und Lebensunterhaltsgründen betreiben. “Da Kontrollen, wie auch in anderen Tierschutzbereichen, nicht durchgeführt werden und auch kaum möglich sind”, so Ingeborg Holst, Bundesvorstandsmitglied der Tierschutzpartei, “führen Ausnahmen früher oder später immer zur Aushöhlung von Verbots-Vorgaben”. Es wird sich zeigen, inwieweit diese Schlupflöcher zur illegalen Aufweichung des Handelsverbots beitragen werden. Unsere Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird sich jedenfalls auch weiterhin für ein lückenloses Verbot einsetzen, um die entsetzliche Robbenvernichtung in Kanada zu stoppen.

Ebenfalls wird unser Einsatz und Protest auch gegen die Robbenfängernationen Russland und Norwegen fortgesetzt werden. Nachdem wir mit unserer Protest-Kampagne Ende 2008 / Anfang 2009 mit einer Mahnwache vor der Russischen Botschaft in Berlin und mit Tausenden von Online-Protesten (www.tierschutzpartei.de/Kampagnen.htm), auch in Zusammenarbeit mit anderen Tierschutzorganisationen einen ersten Teilerfolg erzielt hatten, wonach in Russland Sattelrobben unter einem Jahr ab 18. März 2009 gesetzlich nicht mehr getötet werden dürfen, werden wir im kommenden Herbst eine weitere Protestaktion starten. “Unser Ziel ist der Schutz aller Robben”, bekräftigt die Initiatorin der Aktion, Ingeborg Holst, “wir werden unsere russischen Tierfreunde nicht im Stich lassen”.

Ingeborg Holst

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Elfenbeinschmuggel

Mit großer Sorge wird die Zunahme der organisierten Kriminalität im Elfenbeinschmuggel beobachtet. In den letzten Wochen wurden gleich zwei Elfenbeinlieferungen der Superlative beschlagnahmt: In Vietnam kamen über 6.2 Tonnen Elfenbein aus Tansania an, in Bangkok eine Tonne aus Uganda.

Hierfür mussten insgesamt etwa 1.100 Elefanten ihr Leben lassen. Völlig unklar ist bisher, wo diese gewildert wurden und wo die Drahtzieher sitzen. Eventuell waren die Stoßzähne für China bestimmt, den größten Absatzmarkt. Pro Wildlife kritisiert, dass nach vielen Jahren Handelsverbot kürzlich erstmals die Elfenbein-Einfuhr nach China legalisiert wurde, und kämpft für ein absolutes Handelsverbot.

Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche”

Mit der bewusst gewählten neuen Bezeichnung des heutigen Gedenktages – “Internationaler Tag zur Abschaffung der Tierversuche” – will die Partei Mensch Umwelt Tierschutz unterstreichen, dass ein Ende der Brutalforschung “Tierversuch” überfällig ist. Insbesondere durch die Tatsache, dass pro Jahr ca. 60.000 Menschen an den tödlichen Nebenwirkungen von Arzneimitteln sterben, die bei Tieren als unschädlich erkannt wurden, werden Tierversuche ad absurdum geführt!

Wer nach derartigen Medikamenten-Attacken wenigstens sein Leben behält, muss oft den Rest seines Lebens als Gezeichneter verbringen, wie zum Beispiel einer der sechs jungen Männer, an denen im Jahre 2006 in London das Arzneimittel TGN1412 der Würzburger Firma TeGenero getestet wurde. Sie alle entgingen nur knapp dem Tod; einen von ihnen aber traf es besonders hart: Er verlor mehrere Finger und Zehen. Damit entpuppte sich erneut ein – in diesem Fall als Wundermittel z.B. gegen Multiple Sklerose angepriesenes – Produkt aus dem Pharmalabor als menschenverachtende Waffe.

Vor diesem Hintergrund kann man nur mit Empörung zur Kenntnis nehmen, dass sowohl der deutsche Bundesrat als auch der Agrarausschuss des EU-Parlaments zwei wichtige Änderungsvorschläge der EU-Kommission zur “Richtlinie 86/609 zum Schutz von Versuchstieren” so gut wie vollständig ablehnten: zum einen die umfassende Veröffentlichung von Tierversuchsergebnissen, zum andern die Forderung, Tierversuche auf ihren Wert für Therapien am Menschen zu überprüfen. Offenbar soll die Öffentlichkeit nicht erfahren, dass die Milliarden von Steuergeldern, die in die Tierversuchsindustrie gepumpt werden, nicht dem kranken Menschen zugute kommen, sondern allein der Gewinnmaximierung zahlreicher Profiteure dienen!

“Gerade in der gegenwärtigen zugespitzten Finanzsituation ist es an der Zeit, die Milliarden-Zuwendungen an die nutzlose Tierversuchs-Forschung einzustellen, und zwar zugunsten von tierversuchsfreien Methoden, die über den ethischen Wert hinaus preisgünstiger und Erfolg versprechend sind,” so die 1. stellvertretende Vorsitzende der Partei, Margret Giese. Und weiter: “Wir werden die Bevölkerung über den sträflichen Umgang mit Unsummen von Steuergeldern aufklären, bei dem – ein Skandal ohnegleichen – der Nachweis hinsichtlich Sinn oder Unsinn von Tierversuchen verweigert wird!”

Margret Giese

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

“Wendehals-Politik” am Beispiel des Genmais-Verbotes

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat am 14. April 2009 den Anbau von Genmais “MON 810” in Deutschland verboten. Bei der CDU sorgte diese Entscheidung für Missmut. Grüne, Linke, Naturschützer, Landwirte und selbstverständlich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßen hingegen das Anbauverbot des umstrittenen Saatprodukts, das gegen den Schädling Maiszünsler immun ist und deshalb einen höheren Ernteertrag verspricht, aber auch Risiken für Mensch, Tier und Umwelt in sich birgt.

Seltsam ist in diesem Zusammenhang der politische Wandel von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der als Landwirtschaftsminister den gentechnisch veränderten Mais für Deutschland zugelassen hatte und erst im vergangenen November zum leidenschaftlichen Gegner von “MON 810” mutierte – genau in dem Augenblick – als er als neuer CSU-Chef und Ministerpräsident nach Bayern zurückkehrte und die Wut der bayerischen Landwirte auf die Genmais-Versuche zu spüren bekam.

Die “Wendehals-Politik” kam nicht überraschend, denn die Landwirte in Oberbayern gehören zur Kernwählerschaft der CSU und die dramatischen Wahlverluste der christlich-sozialen Partei bei der bayerischen Landtagswahl (minus 20 Prozent) waren sicherlich die überzeugenden Argumente, die zu Seehofers Kehrtwende führten.

Als bayerischer Ministerpräsident wird Seehofer an den Wahlergebnissen der CSU bei der Europa-Wahl im Juni gemessen. Will er nicht das Gesicht verlieren, muss er eigene Abgeordnete ins Europa-Parlament entsenden – und dafür braucht die CSU mehr als 42 Prozent der Stimmen in Bayern.

All dies zeigt einmal wieder, dass es in der Politik nicht um verantwortungsvolle Sachentscheidungen geht, sondern einzig und allein um Machterhalt und Wählerstimmen.

Armes Deutschland!

Stefan Bernhard Eck

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Die Tierschutzpartei –
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Arsen in Asse

Wolfenbüttel – Die Spatzen pfeifen es bereits von allen Dächern, das Asse II in rücksichtslosester Art und Weise das Leben vieler Bürginnen und Bürger in der Umgebung von Braunschweig bedroht. Die Verantwortungslosigkeit der Atomindustrie und der Bundesregierung ist ebenso seit langem bekannt. Bundeskanzlerin Merkel will nach wie vor aus finanziellen Gründen ohne Rücksicht auf Sicherheitsfragen das Atommüll-Lager in Gorleben durchsetzen. Nun wurde bekannt, dass in dem einsturzgefährdeten Bergwerk Asse sich neben radioaktiven Abfällen auch tonnenweise Giftstoffe sowie Pestizide befinden. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bestätigte am Mittwoch einen Bericht des Magazins “stern”, demnach neben den 126 000 Fässern mit nuklearem Abfall rund eine halbe Tonne hochgiftiges Arsen in Asse eingelagert wurde. Das ehemals als “Forschungsbergwerk” deklarierte Atommülllager muss saniert werden, da es durch einsickerndes Wasser und Gesteinslasten immer instabiler wird. Die Kosten schätzt das Bundesumweltministerium auf mehr als zwei Milliarden Euro – Geld, das der Steuerzahler berappen muss.

“Wendehals-Politik” am Beispiel des Genmais-Verbotes / 16. April 2009

Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) hat am 14. April 2009 den Anbau von Genmais “MON 810” in Deutschland verboten. Bei der CDU sorgte diese Entscheidung für Missmut. Grüne, Linke, Naturschützer, Landwirte und selbstverständlich die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßen hingegen das Anbauverbot des umstrittenen Saatprodukts, das gegen den Schädling Maiszünsler immun ist und deshalb einen höheren Ernteertrag verspricht, aber auch Risiken für Mensch, Tier und Umwelt in sich birgt.

Seltsam ist in diesem Zusammenhang der politische Wandel von Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU), der als Landwirtschaftsminister den gentechnisch veränderten Mais für Deutschland zugelassen hatte und erst im vergangenen November zum leidenschaftlichen Gegner von “MON 810” mutierte – genau in dem Augenblick – als er als neuer CSU-Chef und Ministerpräsident nach Bayern zurückkehrte und die Wut der bayerischen Landwirte auf die Genmais-Versuche zu spüren bekam.

Die “Wendehals-Politik” kam nicht überraschend, denn die Landwirte in Oberbayern gehören zur Kernwählerschaft der CSU und die dramatischen Wahlverluste der christlich-sozialen Partei bei der bayerischen Landtagswahl (minus 20 Prozent) waren sicherlich die überzeugenden Argumente, die zu Seehofers Kehrtwende führten.

Als bayerischer Ministerpräsident wird Seehofer an den Wahlergebnissen der CSU bei der Europa-Wahl im Juni gemessen. Will er nicht das Gesicht verlieren, muss er eigene Abgeordnete ins Europa-Parlament entsenden – und dafür braucht die CSU mehr als 42 Prozent der Stimmen in Bayern.

All dies zeigt einmal wieder, dass es in der Politik nicht um verantwortungsvolle Sachentscheidungen geht, sondern einzig und allein um Machterhalt und Wählerstimmen.

Armes Deutschland!

Thunfisch stirbt im Mittelmeer bis 2012 aus

Der Blauflossenthunfisch im Mittelmeer droht laut einer aktuellen Studie der WWF bis 2012 durch Überfischung auszusterben. “Trotzdem geht die Fischindustrie wieder zum Tagesgeschäft über”, sagte Sergi Tudela vom WWF. Die zweimonatige Fangsaison im Mittelmeer soll heute (Donnerstag, 16. April 2009) beginnen. Als einziges Mittel zur Erhaltung der Thunfischbestände ist eine deutliche Reduktion der Fangquoten notwendig.

Der Studie zufolge hat sich das Gewicht eines fortpflanzungsfähigen Blauflossenthunfischs im Mittelmeer seit den 90er Jahren etwa halbiert. So sei das Durchschnittsgewicht der vor der libyschen Küste gefangenen Tiere von 124 Kilogramm im Jahr 2001 auf 65 Kilogramm 2008 gefallen. Vor Beginn des industriellen Fischfangs hätten manche Exemplare bis zu 900 Kilogramm erreicht.

Der Schwund der großen Thunfische habe einen überproportional großen Einfluss auf die Fortpflanzung, weil sie deutlich mehr Nachwuchs zeugten als durchschnittliche bzw. kleinere Artgenossen. Auch sei der Anteil der zeugungsfähigen Tiere 2007 nur noch ein Viertel so hoch gewesen wie 50 Jahre vorher, betonte der WWF, der auch kritisierte, dass weltweit 40 Prozent der gefangenen Thunfische als Beifang in die Netze gehen.

Bröckelnde Alpen: Der Klimawandel gefährdet Berge und Menschen

Die globale Erwärmung beeinflusst nicht nur entlegene Gebiete wie Sibirien oder die Arktis – auch die Alpen verändern sich mit den steigenden Temperaturen.

Der Klimawandel ist in aller Munde. “Höhere globale Mitteltemperaturen”, wie Meteorologen sagen, lassen den Permafrostboden in Sibirien auftauen und nehmen den Eisbären ihren Lebensraum, “gehäufte Starkregenereignisse”” verursachen in China Überschwemmungen und “eine größere Wahrscheinlichkeit für Extremwetterphänomene” gefährdet den Süden der USA. Das klingt zwar bedrohlich, bleibt aber abstrakt, nicht zuletzt, weil das alles weit weg vom alltäglichen Leben in Deutschland stattfindet. Dabei ist der Klimawandel längst in der direkten Nachbarschaft angekommen – und macht sich dort eindrucksvoll bemerkbar: Er zermürbt im wahren Wortsinn die Alpen.