Junge Stimmen, starke Impulse: Berichte der Schulpraktikant:innen

Wir durften vom 16.07. bis zum 22.07. sechs Schulpraktikant:innen bei uns begrüßen. Eine Woche lang beschäftigten sie sich mit Hingabe den verschiedensten Aspekten der Parteiarbeit, welche ihnen Maxim Seeck als Landesvorsitzender präsentierte.
 
Am letzten Tag ihres Praktikums durften sich die Praktikant:innen einen Vor- oder Nachmittag aussuchen, der ihnen am besten gefallen hat und kurz über die Inhalte berichten.
 
Mittwoch, 16.07.
 
Geschäftliche Kommunikation

Am ersten Tag, in der ersten Hälfte unseres Praktikums bei der Tierschutzpartei, haben wir uns über geschäftliche Kommunikation unterhalten und spielerisch viele Dinge gelernt, welche wir später im Praktikum anwenden konnten.
Als erstes haben wir gelernt, wie man mit Menschen auf Veranstaltungen richtig redet, wie man sich richtig vorstellt und wie man Smalltalk mit verschiedenen Personengruppen, wie zum Beispiel Politiker, Wissenschaftler oder Sozialarbeiter, hält. Zudem haben wir gelehrt bekommen, wie man eine E-Mail verfasst und das Gelernte in verschiedenen Szenarien angewandt.
Diese erste Arbeitseinheit war sehr informativ und interessant, da wir vieles davon auch später im Leben anwenden können und es nicht von der Schule gelehrt wird.

– Luka Bakmaz
 
Das Wahlprogramm der Tierschutzpartei

Im zweiten Teil des ersten Tages meines Praktikums bei der Tierschutzpartei beschäftigten wir uns intensiv mit dem Wahlprogramm der Tierschutzpartei – dies war besonders spannend, da es einen tiefen Einblick in die politischen Schwerpunkte schaffte. Dabei wurde schnell deutlich, dass sich, wie man auf den ersten Blick vielleicht meinen könnte, die Partei nicht nur für Tiere einsetzt, sondern ein umfassendes Konzept verfolgt. Die Tierschutzpartei ist links-ökologisch, vertritt eine vegane, nachhaltige Landwirtschaft und verfolgt das Prinzip der Kreislaufwirtschaft. Ein Satz, der mir besonders im Kopf geblieben ist:
„Wenn es den Tieren nicht gut geht, kann es uns auch nicht gut gehen.“
Dieser Gedanke zog sich praktisch durch das gesamte Programm und zeigt, wie eng soziale Gerechtigkeit, Umweltschutz und Tierwohl miteinander verbunden sind.

Wir haben an diesem Tag nicht nur über Inhalte gesprochen, sondern auch direkt mit dem Wahlprogramm gearbeitet. Unsere Aufgabe war es, nach ausbaufähigen Stellen oder Lücken zu suchen – also zu überlegen, wo noch Themen ergänzt oder besser erklärt werden könnten. Besonders interessant war, dass uns später der zweite Vorstandsvorsitzende, Nico Poschinski, einen Besuch abstattete. Mit ihm konnten wir unsere Ideen diskutieren und überlegen, wie unsere Vorschläge in die Partei einfließen können. Das hat gezeigt, dass besonders Mitbestimmung und Offenheit bei der Tierschutzpartei hochgestellte Werte darstellen.

Außerdem sprachen wir anschließend über aktuelle Probleme, die unseren Alltag zwar prägen, aber selten in politischen Programmen auftauchen – zum Beispiel das Taubenpopulationsproblem in Berlin, die fatale Bedeutung vom Einsatz von Giftködern, oder die Idee von Frauenschutz-Taxis zur Verbesserung der Sicherheit im öffentlichen Raum. Diese Themen zeigen, dass sich die Partei nicht nur mit den großen Umwelt- und Tierschutzfragen beschäftigt, sondern auch die direkte Verbesserung im Alltag verfolgt.
Zum Schluss sprachen wir noch über übergeordnete gesellschaftliche Themen, wie das Schulsystem, die Mietenpolitik oder die Rente. Das zeigte mir erneut, dass sich die Tierschutzpartei nicht nur auf Tiere konzentriert, sondern auch sozialpolitisch klare Positionen vertritt. Insgesamt war der Tag durchaus vielseitig und lehrreich und wir haben nicht nur viel über politische Programmarbeit gelernt, sondern konnten auch eigene Gedanken einfließen lassen und diskutieren, was eine sehr bereichernde Erfahrung für uns alle darstellte.

– Lilli Bräuer
 
Donnerstag, 17.07.
 
Parteiinternes Zusammenleben

Im Rahmen meines Praktikums hatte ich die Möglichkeit, gemeinsam das parteiliche Zusammenleben zu reflektieren. Dabei wurde deutlich, wie wichtig ein respektvoller und solidarischer Umgang untereinander ist, auch was für eine große Rolle Finanzen und Zeit spielen – besonders in einer Partei, die gemeinsame Ziele verfolgt.
Es wurde betont, dass ein offener Austausch, gegenseitige Unterstützung und der konstruktive Umgang mit Meinungsverschiedenheiten entscheidend für eine funktionierende Parteiarbeit sind. Für mich war dieses Gespräch sehr lehrreich und hat mir gezeigt, wie wichtig ein gutes Miteinander auch hinter den Kulissen der Politik ist.

– Büsra Zengin
 
Besuch in der Logistik Küche Berlin

Im Rahmen meines Schulpraktikums hatte ich die Gelegenheit, die Logistikküche der Komm & Sieh gGmbH (Berliner Stadtmission) zu besuchen. Die Berliner Stadtmission kocht täglich frische Mahlzeiten für obdachlose Menschen und bietet ihnen u.A. an kalten, regnerischen Tagen einen warmen und sicheren Aufenthaltsort. Während meines Besuchs durfte ich beim Gemüseschneiden mithelfen – das hat nicht nur Spaß gemacht, sondern mir auch gezeigt, wie viel Arbeit und Herz hinter so einem Projekt steckt.

Besonders beeindruckt hat mich, wie respektvoll und freundlich alle miteinander umgehen. Es herrschte eine angenehme Atmosphäre, in der sich alle gegenseitig unterstützen – egal ob Mitarbeitende, Ehrenamtliche oder Gäste. Insgesamt war es eine sehr bereichernde Erfahrung, die mir gezeigt hat, wie wichtig soziale Einrichtungen wie die Logistikküche sind. Ich finde es großartig, was dort geleistet wird, und bin froh, dass ich einen kleinen Beitrag leisten konnte.

– Fares Bacha
 
Montag, 21.07.
 
Recherche und “Backoffice”

Am Montag, dem 21. Juli, traf sich unser Praktikum in der Tucholskystraße, in der wir über Social Media und Öffentlichkeitsarbeit aufgeklärt wurden, welche eine wichtige Rolle in einer Partei spielen.
Unser Praktikum wurde in mehrere kleinere Gruppen eingeteilt, die verschiedene Bereiche bearbeitet haben, wie zum Beispiel Stellungnahmen schreiben, Sticker machen oder Beitragsunterschriften für die Social Media Plattformen erstellen. Bei den Stellungnahmen gab es verschiedene Themen wie Parkraumbewirtschaftungen, Klimaanpassung, Bevölkerungsschutz und die Neutralität von religiösen Symbolen im Beamtendienst.

Es war sehr interessant, sich über bestimmte Themen mehr zu informieren, zu recherchieren und zum Schluss eine Stellungnahme dazu zu schreiben, welche ich zu diesem Zeitpunkt auch so gut wie noch nicht konnte, was mir dann auch nochmal die Möglichkeit gab etwas Neues zu lernen.

– Felina Flick
 
Stadttaubenprojekt

Am 21. Juli 2025 durften wir, die Praktikantinnen und Praktikanten der Tierschutzpartei, einen spannenden und lehrreichen Tag beim Stadttaubenprojekt in Berlin-Mitte verbringen. Unser Treffpunkt war an der Jannowitzbrücke, wo uns Juli herzlich begrüßte. Sie ist eine engagierte Tierschützerin und betreut das Projekt mit viel Herzblut und langjähriger Erfahrung.

Zu Beginn erzählte uns Juli die Geschichte des Stadttaubenprojekts. Es wurde ins Leben gerufen, um den verantwortungsvollen und tierschutzgerechten Umgang mit Stadttauben zu fördern. Besonders in einer Großstadt wie Berlin sind Tauben ein fester Bestandteil des Stadtbildes – oft jedoch missverstanden und schlecht behandelt. Das Projekt setzt sich dafür ein, Taubenpopulationen kontrolliert und tierfreundlich zu betreuen, statt sie zu verdrängen oder zu töten.

Juli erklärte uns, wie genau mit den Tieren gearbeitet wird: In speziell eingerichteten Taubenschlägen können die Tiere nisten und ihre Eier legen. Diese werden dann durch Gipseier ersetzt, um die unkontrollierte Vermehrung zu verhindern – eine Methode, die sowohl effektiv als auch tierfreundlich ist. Zudem erzählte sie uns viele interessante Fakten über Tauben: zum Beispiel, dass sie sehr intelligente Tiere sind, ein ausgeprägtes Sozialverhalten haben und sich hervorragend orientieren können.

Der Besuch war nicht nur informativ, sondern hat auch unsere Sicht auf Stadttauben verändert. Wir haben gelernt, dass diese Tiere oft zu Unrecht als „Schädlinge” abgestempelt werden, obwohl sie eigentlich nur Hilfe und ein bisschen Respekt brauchen. Das Stadttaubenprojekt zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie Tierschutz in der Stadt funktionieren kann – mit Verantwortung, Mitgefühl und Wissen.

Wir danken Juli und dem gesamten Team des Projekts für diesen besonderen Tag und die wichtigen Einblicke in ihre Arbeit.

– Efe Ciftci

 
Wir danken unseren Praktikant:innen noch einmal für die vielen spannenden Impulse und die hervorragenden Texte, Designs und Bilder, welche entstanden sind!

Demo: Schlachthäuser schließen!

🌱 Am Samstag, den 19.07., haben wir gemeinsam ein starkes Zeichen für Tierrechte gesetzt! Gemeinsam mit weiteren engagierten Menschen waren wir auf der ARIWA-Demo “Schlachthäuser schließen!” in Berlin. ✊

Mit dabei waren unsere beiden Vorsitzenden Nico Poschinski und Maxim Seeck (Foto), die klar gemacht haben: Wir schauen nicht länger weg! Jede:r Einzelne von uns kann dazu beitragen, das Leid der Tiere sichtbar zu machen und Veränderungen zu fordern.

Allein in Deutschland sterben täglich über 2 Millionen Tiere in Schlachthäusern — hinter diesen Zahlen stehen fühlende Lebewesen, die wie wir nach Freiheit, Sicherheit und Leben streben. Das System Massentierhaltung und industrielle Schlachtung hat fatale Folgen — für Tiere, Umwelt und auch uns Menschen.

Die Demo war laut, friedlich und unglaublich kraftvoll. Mit Reden, Schildern und kreativen Aktionen haben wir deutlich gemacht: Es ist höchste Zeit für ein Umdenken! Wir sind stolz, Teil dieser Bewegung zu sein und setzen uns weiter gemeinsam für eine Zukunft ohne Tierleid ein. 🐷🐔❤️

Mahnwache gegen die Tötungen von Straßenhunden in der Türkei – Aufruf zur Teilnahme!

Die Lage der Straßenhunde in der Türkei hat sich dramatisch verschärft. Seit einer umstrittenen Gesetzesänderung im Jahr 2024 und deren Verschärfung im Frühjahr 2025 sind Millionen Straßenhunde von staatlich legitimierten Tötungen bedroht. Aus diesem Grund findet in Berlin eine Mahnwache statt:
📅 Wann? Sonntag, 06. Juli 2025, 13 – 17 Uhr
📍 Wo? Brandenburger Tor, Berlin

 
Was passiert aktuell in der Türkei?
Auf Initiative der türkischen Regierung wurde ein Gesetz verabschiedet, welches das Einfangen und Töten von Straßenhunden in großem Stil erlaubt. Offiziell sollen nur „kranke“ oder „aggressive“ Tiere getötet werden, doch die Kriterien sind schwammig und bieten Raum für willkürliche Entscheidungen. Es wird von brutalen Einfangaktionen, Massentötungen und sogar Fällen, in denen Hunde lebendig begraben werden, berichtet. Viele Tiere verschwinden spurlos, und es gibt kaum Kontrolle darüber, was mit ihnen geschieht. Auch Haustiere sind betroffen: Sie dürfen vielerorts nur noch mit Maulkorb und Leine ausgeführt werden – ein massiver Eingriff in das Zusammenleben von Mensch und Tier.

Besonders erschütternd ist, dass viele dieser Tötungen öffentlich auf den Straßen stattfinden und häufig Kinder und Jugendliche als Zuschauer anwesend sind. Es gibt Berichte, dass sogar Jugendliche selbst beginnen, sich an den Tötungen zu beteiligen. Diese grausamen Erfahrungen hinterlassen tiefe seelische Traumata bei der jungen Generation und prägen das gesellschaftliche Klima nachhaltig negativ.

Die Regierung rechtfertigt diese Maßnahmen mit angeblichen Angriffen von Straßenhunden auf Menschen. Wir kritisieren das Vorgehen scharf: Es verstößt gegen elementare Tierschutzprinzipien und internationale Abkommen. Die Massentötungen lösen weltweit zurecht Entsetzen aus und haben zu zahlreichen Protesten geführt. So nun auch endlich in Berlin!
 
Warum ist das ein Problem – und welche Alternativen gibt es?
Die Tötungspolitik löst das Problem nicht nachhaltig. Die Population der Straßenhunde kann nur langfristig durch ein konsequentes Catch-Neuter-Release (Fangen, Kastrieren, Freilassen) reguliert werden. Solche Maßnahmen sind erfolgreich erprobt und setzen auf Prävention statt auf Gewalt.

Stattdessen erleben wir aktuell ein staatlich organisiertes Massaker, welches nicht nur das Leben unzähliger Tiere zerstört, sondern auch das gesellschaftliche Klima vergiftet. Tierschützer:innen werden in ihrer Arbeit behindert, und es häufen sich Berichte über Gewalt gegen Menschen, die sich für die Tiere einsetzen.
 
Mahnwache am Brandenburger Tor – Setzt mit uns ein Zeichen!
Um auf diese untragbare Situation aufmerksam zu machen und Solidarität mit den Tieren und den Tierschützer:innen in der Türkei zu zeigen, findet am Sonntag, den 06.07.2025 von 13 bis 17 Uhr am Brandenburger Tor in Berlin eine Mahnwache statt.

Wir von der Tierschutzpartei werden vor Ort sein und rufen alle Mitglieder, Unterstützer:innen und Tierfreund:innen auf, sich uns anzuschließen! Lasst uns gemeinsam laut werden für die Straßenhunde in der Türkei und ein klares Zeichen gegen die grausamen Tötungen setzen.
 
Warum ist deine Teilnahme wichtig?

  • Jede Stimme zählt: Nur durch öffentlichen Druck kann sich etwas ändern.
  • Wir zeigen Solidarität mit den Tierschützer:innen in der Türkei.
  • Wir machen auf tierfreundliche Alternativen aufmerksam und fordern deren Umsetzung.
  • Wir setzen ein Zeichen für Mitgefühl, Respekt und ein friedliches Miteinander von Mensch und Tier.
  • Wir treten auch für den Schutz der Kinder und Jugendlichen ein, die durch diese öffentlichen Gewaltakte schwer traumatisiert werden.
  •  
    Komm am 6. Juli zum Brandenburger Tor!
    Bring Freund:innen, Familie und Kolleg:innen mit. Gemeinsam sind wir stark – für die Tiere, die keine eigene Stimme haben. Zeigen wir, dass Berlin und Deutschland nicht wegschauen!

    🧺 Offenes Mitgliedertreffen im Juli – sei dabei!

    Aktueller Hinweis:
    Da es voraussichtlich regnen wird, planen wir um. Wir treffen uns stattdessen im Restaurant “Rou vegan” in der Brunnenstraße 182, 10115 Berlin.

     

    Nachdem wir bei unserem letzten Mitgliedertreffen schon die Sonne genossen haben, wollen wir wieder das schöne Wetter nutzen! Unser nächstes Mitgliedertreffen findet wieder draußen statt: Pack dir eine Decke ein, bring ein paar lustige Spiele, Snacks oder dein Lieblingspicknick mit – und genieße mit uns einen sonnigen Abend im Volkspark Humboldthain.

    📅 Wann? Freitag, 11. Juli 2025, ab 17 Uhr – ca. 21 Uhr
    📍 Wo? Volkspark Humboldthain, Treffpunkt: hier
    🧺 Was? Picknick im Park

    Du kannst einfach vorbeikommen, es ist keine Anmeldung notwendig!
    Ob langjähriges Mitglied, frisch dabei oder daran interessiert uns kennenzulernen, wir freuen uns auf dich und tolle Gespräche in lockerer Runde.

    🧺 Unser offenes Mitgliedertreffen im Juni – sei dabei!

    Nach unseren beiden letzten Mitgliedertreffen in veganen Restaurants wird es Zeit, die Sonne zu genießen! Unser nächstes Mitgliedertreffen findet draußen statt: Pack dir eine Decke ein, bring ein paar lustige Spiele, vegane Snacks oder dein Lieblingspicknick mit – und genieße mit uns einen sonnigen Nachmittag im Park am Gleisdreieck.

    📅 Wann? Samstag, 14. Juni 2025, ab 15 Uhr – ca. 20 Uhr
    📍 Wo? Park am Gleisdreieck, Treffpunkt: hier
    🧺 Was? Picknick im Park

    Du kannst einfach vorbeikommen, es ist keine Anmeldung notwendig!
    Ob langjähriges Mitglied, frisch dabei oder noch gar kein Mitglied, wir freuen uns auf dich und tolle Gespräche in lockerer Runde.

    Moabit Hilft muss raus – Ein Ort der Solidarität steht vor dem Aus!

    Am 5. Mai 2025 besuchte unser Berliner Landesvorsitzender Maxim Seeck den Verein Moabit Hilft e.V. – einen Ort, der seit über zehn Jahren für gelebte Solidarität, Hilfe zur Selbsthilfe und echte Menschlichkeit steht. Was er dort sah, hat ihn tief beeindruckt – und zugleich alarmiert.

    Hinter dem Landesamt für Gesundheit und Soziales, in einem unscheinbaren Hinterhof in der Turmstraße, wirkt Moabit Hilft wie ein zweites Zuhause für viele: Bedürftige, Geflüchtete, Obdachlose, Alleinerziehende, FLINTA*-Personen – sie alle finden hier Hilfe, Orientierung und Gemeinschaft. Auf engem Raum und mit viel Improvisation und ehrenamtlichem Einsatz, werden täglich Kleidung, Lebensmittel, Hygieneartikel und Zuwendung verteilt. Es gibt Deutschkurse, Beratung, Begleitung zu Behörden und  Angebote, die den Alltag vieler Menschen erleichtern.

     

    Doch dieser Ort soll nun einfach verschwinden.

    Nach Jahren ohne rechtlich sicheren Mietvertrag und trotz überdurchschnittlich hoher Mietzahlungen wurde Moabit Hilft von der Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) zum 15. Juni 2025 gekündigt. Eine Nachnutzung der Immobilie ist bislang nicht konkret – dennoch besteht die BIM auf Räumung. Der Verein investierte über 170.000 Euro Miete und zusätzlich rund 40.000 Euro Spendenmittel in die Instandsetzung der Räume. Der Berliner Senat? Beteiligt sich nicht – und verweist lediglich auf allgemeine Fördermöglichkeiten.

    „Wenn ein Ort wie Moabit Hilft, der dort einspringt, wo staatliche Strukturen versagen, einfach verdrängt wird, dann läuft etwas grundlegend falsch. Das ist nicht nur ungerecht, es ist sozial und politisch unverantwortlich“, so Maxim Seeck nach seinem Besuch.

    Dabei zeigt Moabit Hilft eindrucksvoll, was gelungene Integration und soziale Verantwortung bedeuten können. Viele der Ehrenamtlichen waren selbst einst Hilfesuchende. Heute helfen sie anderen – mit Hingabe, Herzlichkeit und Humor. Die Atmosphäre vor Ort ist geprägt von Zusammenhalt, gegenseitigem Respekt und dem tiefen Wunsch, niemanden zurückzulassen.

    Die Tierschutzpartei Berlin steht klar an der Seite von Moabit Hilft!

    Werde Teil des LAK Tier – Gib Tieren eine politische Stimme!

    Tierschutz ist kein Randthema – es ist ein zentrales Anliegen unserer Partei und ein klares Alleinstellungsmerkmal in der politischen Landschaft. Doch Tiere haben im Parlament noch immer keine echte Vertretung. Das wollen wir ändern!

    Der Landesarbeitskreis (LAK) Tier will genau das: eine Plattform schaffen, in der sich regelmäßig engagierte Mitglieder mit tierpolitischen Themen beschäftigen – um fundierte Positionen zu entwickeln und echten politischen Wandel für Tiere in Berlin anzustoßen.

    Du willst Tieren eine Stimme geben? Du willst aktiv daran mitarbeiten, dass Tierschutz auf die politische Agenda kommt? Dann bist du hier genau richtig!
     
    Deine Aufgaben – Du entscheidest, wo du dich einbringen möchtest:

    📚 Politische inhaltliche Arbeit:

  • Austausch über aktuelle Tierschutzthemen auf Landes- und Bundesebene
  • Bewertung und Entwicklung von politischen Positionen
  • Analyse von Gesetzesinitiativen und politischen Vorstößen
  •  
    📰 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit:

  • Verfassen von Pressemitteilungen zu tierpolitischen Themen
  • Unterstützung bei der inhaltlichen Vorbereitung von Statements oder Aktionen
  •  
    🌐 Netzwerk & Kooperation:

  • Kontakt zu Tierschutzorganisationen, Expert:innen und Influencer:innen
  • Aufbau von Kooperationen für gemeinsame Initiativen
  •  
    💡 Perspektivisch möglich:

  • Aufbau thematischer Schwerpunkte oder Untergruppen
  • Entwicklung eigener Projekte oder Kampagnen
  •  
    Was du mitbringen solltest:
    ✅ Freude und Spaß an politischem Engagement
    ✅ Interesse am Thema Tierschutz
    ✅ Offenheit für Teamarbeit, Austausch und neue Perspektiven
    ✅ (Optional) Vorkenntnisse in Tierschutz, Politik oder Medienarbeit – aber auch Neueinsteiger:innen sind herzlich willkommen!
     
    Was wir bieten:
    ✨ Eine Plattform, auf der du Tierschutz aktiv in die Politik bringen kannst
    ✨ Ein engagiertes Umfeld mit Gleichgesinnten
    ✨ Die Möglichkeit, deine eigenen Ideen einzubringen und dich weiterzuentwickeln
    ✨ Spannende Einblicke in tierpolitische Prozesse und praktische politische Arbeit
    ✨ Die Chance, dich mit Organisationen und Fachleuten zu vernetzen
     
    Du musst nicht alles übernehmen – bring dich in den Bereichen ein, die dich interessieren. Jede helfende Hand zählt!

    Interesse geweckt? Dann melde dich unter tier@tierschutzpartei.berlin und werde Teil des LAK Tier! Gemeinsam sorgen wir dafür, dass Tierschutz in Berlin endlich die politische Aufmerksamkeit bekommt, die er verdient! Wir freuen uns auf dich! 🐾

    Angriff auf die Verkehrswende: Berliner Senat beendet Förderung für Berliner Kiezblocks

    Berliner Senat beendet Förderung für Berliner Kiezblocks – Klimaliste Berlin und Tierschutzpartei Berlin verurteilen erneuten Angriff auf die Verkehrswende.

    Mit scharfem Protest reagieren die Klimaliste Berlin und die Tierschutzpartei Berlin auf die Entscheidung des Berliner Senats, den Bezirken sämtliche Fördermittel für die Einrichtung von Kiezblocks zu entziehen und laufende Projekte zu beenden. Dieser Beschluss steht exemplarisch für eine Politik, die die dringend notwendige Mobilitätswende systematisch blockiert – und damit den Weg in eine klimagerechte und lebenswerte Stadt aktiv verbaut.

    „Der Berliner Senat zeigt erneut, dass ihm die Interessen der Autolobby wichtiger sind als eine lebensfreundliche Stadt für alle“, erklärt Nico Poschinski, Co-Landesvorsitzender der Tierschutzpartei Berlin. „Die Kiezblocks sollten mehr Sicherheit, bessere Luft und mehr Lebensqualität in die Kieze bringen – ihre Streichung ist ein offener Angriff auf die Verkehrswende.“

    Kiezblocks stehen für ein einfaches, wirksames Prinzip: den Durchgangsverkehr aus Wohnvierteln heraushalten, damit mehr Platz für Menschen entsteht – für sichere Schulwege, barrierefreie Mobilität und Radverkehr. Statt diesen Weg weiterzugehen, kappt der Berliner Senat nun die Mittel – mit verheerenden Folgen

    Klimaschutz? Lebensqualität? Fehlanzeige.

    Der Stopp der Förderung ist ein Schlag ins Gesicht all jener, die sich für eine gerechtere, emissionsärmere Stadt einsetzen. Besonders absurd: Während Milliarden weiter in den motorisierten Individualverkehr fließen, wird bei vergleichsweise kleinen, aber hochwirksamen Projekten wie den Kiezblocks der Rotstift angesetzt.

    „Die Kiezblocks sind ein wichtiges Werkzeug, um unsere Stadt sicherer, gesünder und klimagerechter zu gestalten“, so Friederike Wenderoth, Co-Landesvorsitzende der Klimaliste Berlin. „Wer hier spart, verschärft die sozialen und ökologischen Probleme von morgen – und beweist, dass er keine echte Vision für Berlin hat.“

    Die Klimaliste Berlin und die Tierschutzpartei Berlin fordern:

    Die sofortige Rücknahme des Förderstopps für Kiezblocks in Berlin
    Eine berlinweite Ausweitung des Programms – mit verlässlicher Finanzierung
    Eine klare politische Priorität für Fuß-, Rad- und öffentlichen Nahverkehr – statt immer neuer Zugeständnisse an den Autoverkehr
    Die Klimakrise wartet nicht. Die lebenswerte Stadt muss jetzt entstehen – von unten, mit Mut und mit klarer Haltung gegen die Blockadepolitik des Senats.

    Für sichere Kieze, für klimagerechte Mobilität, für ein Berlin, das allen gehört.

    Plakat der Deutschen Stiftung Denkmalschutz stellt Tauben irreführend dar

    Berlin, 16.05.2025 – Die Tierschutzpartei Berlin kritisiert ein Plakat der Deutschen Stiftung Denkmalschutz am S-Bahnhof Wannsee, das Tauben als Gefahr für Denkmäler darstellt. Die Partei verweist auf wissenschaftliche Erkenntnisse, die diese Darstellung widerlegen, und kritisiert die CDU-Justizsenatorin Felor Badenberg für die massive Kürzung der Tierschutzmittel sowie die Freistellung der Berliner Landestierschutzbeauftragten.

    Am S-Bahnhof Wannsee wirbt derzeit ein Großplakat der Deutschen Stiftung Denkmalschutz mit dem Slogan „Wenn wir nicht aufpassen, wird auf Meisterleistungen geschissen. Denkmale sind WERT-voll für uns alle.“ Das Motiv zeigt ein mit Taubenkot verschmutztes Gebäude und zwei Tauben. Die Tierschutzpartei Berlin weist diese Darstellung als irreführend zurück. Laut einem Prüfbericht der TU Darmstadt aus dem Jahr 2004 ist Taubenkot auf mineralischen Baustoffen nicht materialschädigend. Die häufig verbreitete Behauptung, Tauben würden Denkmäler zerstören, ist wissenschaftlich nicht belegt.

    „Das Plakat bedient Vorurteile und lenkt von den eigentlichen Ursachen der Problematik ab“, erklärt Nico Poschinski, Landesvorsitzender der Tierschutzpartei Berlin. „Statt Sündenböcke zu suchen, braucht Berlin ein faktenbasiertes und tierschutzgerechtes Stadttaubenmanagement.“ Poschinski betont, dass betreute Taubenschläge, in denen Eier gegen Attrappen ausgetauscht werden, nachweislich zur Populationskontrolle beitragen und die Verschmutzung im öffentlichen Raum reduzieren.

    Die Umsetzung solcher Maßnahmen wird jedoch durch politische Entscheidungen erschwert. Die CDU-geführte Senatsverwaltung unter Justizsenatorin Felor Badenberg hat das Budget für den Tierschutz um 96 Prozent gekürzt. Besonders betroffen ist das Stadttaubenmanagement, für das ursprünglich 200.000 Euro vorgesehen waren und das nun praktisch auf Eis liegt. Darüber hinaus wurde die Landestierschutzbeauftragte Dr. Kathrin Herrmann ohne Angabe von Gründen vom Dienst freigestellt. Die Tierschutzpartei Berlin sieht darin den Versuch, eine unbequeme und engagierte Stimme für den Tierschutz mundtot zu machen.

    Im Bezirk Marzahn-Hellersdorf konnte die Tierschutzpartei Berlin einen wichtigen Erfolg erzielen: Am U-Bahnhof Hellersdorf wurde im Dezember 2024 ein tierschutzgerechtes Taubenloft eröffnet. Das Taubenloft bietet rund 700 Tauben einen geschützten Raum, artgerechtes Futter und medizinische Betreuung. Ehrenamtliche tauschen regelmäßig die Eier gegen Attrappen aus, um die Population nachhaltig zu regulieren. Ein Großteil des Kots bleibt im Loft und kann dort entsorgt werden, was die Sauberkeit auf öffentlichen Plätzen verbessert.

    „Das Taubenloft in Marzahn-Hellersdorf zeigt, dass nachhaltige Lösungen möglich sind, wenn Politik, Verwaltung und Ehrenamt zusammenarbeiten“, so Poschinski. „Wir fordern, dass dieses Modell berlinweit umgesetzt und finanziell abgesichert wird.“