Unterstützung bei der Besetzung von Messeständen gesucht

Für die gezielte Unterstützung bei der Besetzung von mehreren Messeständen bundesweit und dortigen Repräsentation der Partei suchen wir ab sofort 1-3 Personen auf Rechnungsbasis.

Wir bieten dir die Möglichkeit Werbung für eine gute Sache zu machen und dabei ein wenig Geld zu verdienen.

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Besuch beim 10. Tierbefreiungskongress (Tbk) in Thüringen/“Burg Lohra“

Ein umfangreicher und persönlicher Bericht von Olaf Zeuch (LV Schleswig-Holstein)

Vom 15.-18.09.2016 weilte ich auf der „Burg Lohra“ in Thüringen, um dort am Tierbefreiungskongress teilzunehmen, der bereits zum zehntenmal ausgerichtet wurde. Meine Intentionen waren:

  • Kennenlernen der unterschiedlichen Tierbefreiungsorganisationen
  • Erkenntnisse bzgl. einer möglichst effektiven Tierbefreiungsstrategie gewinnen
  • Die Bedeutung der politisch-parlamentarischen Tierbefreiungsarbeit hervorheben und damit auch die Notwendigkeit der MUT-Parteiaktivität verdeutlichen.
  • Diskussionen und bestenfalls nachhaltige Vernetzungen eingehen
  • Inspiration und Horizonterweiterung

Am Donnerstag reiste ich gegen 12.30 Uhr an und verschaffte mir einen ersten Eindruck von der Burg, deren Ursprungsmauern noch aus dem 11. Jhdt. datieren und dem umgebenen Anwesen.

Um 15.30 Uhr ging es dann schon los(„in medias res“), und ich hatte die Qual der Wahl, ob ich an der Veranstaltung „Vernetzung Bio-Veganer Landbau” oder „Vernetzung und Austausch zu Tierrechts-Bildungsarbeit“ teilnahm. Ich entschied mich für die Erstgenannte und wurde in meiner Vision von einem kleinen Stück selbst bewirtschafteten Land zwecks bio-veganer Nutzung bestärkt (ob da vielleicht ein Stück unseres Reihenhausgartens für den Anfang herhalten kann, muss ich noch mit meiner Frau ausfechten.

Für 17.30 Uhr war dann das Abendessen angesetzt, und hier hatten sich in einer Zeltküche die Kochgruppen „Le Sabot“ und die „Likedeeler“ eingerichtet, um uns ca. 130 Anwesenden stets ebenso üppig wie lecker zu verpflegen. Beide genannten Gruppen sind Kollektive, die vegan und biologisch kochen und überschüssige Einnahmen in politische Projekte und Aktionen fließen lassen.

Um 19 Uhr wurde es dann für mich erstmals besonders interessant und spannend, denn im Rahmen einer Einführungsveranstaltung gab es auch eine Gruppenvorstellung. Hier konnten sich mit zweiminütiger Redezeit die jeweiligen Organisationen präsentieren, und ich zählte derer ca. 20 . Dabei waren auch mir bis dahin unbekannte Namen wie „Assoziation Dämmerung“, „Tierbefreiungsarchiv“, „Tierfabrikwiderstand“, während z.B. „ARIWA“, „LPT schließen“ und „SoLawi“ mir bereits geläufig waren. Mir war klar, dass ich mich in dem Moment, in dem ich mich als Vetreter der MUT-Partei outete und unsere Bestrebungen hervorhob, die Tierbefreiungsarbeit in allen Parlamenten zum Erfolg zu bringen, bei weitem nicht nur Anhänger*innen hatte; jedoch wurde mir, wie allen anderen Redner*innen vor- und nach mir auch, mit gefühltem Wohlwollen und Akzeptanz begegnet.

Abends gab es dann noch ein Lagerfeuer, an dem ich einige Gespräche führte und mich von einem ca. sechsjährigen Jungen verblüffen ließ, der frei erdachte Geschichten zum Besten gab und die Anwesenden in seine kindliche Fantasiewelt entführte.

Am Freitag wählte ich aus drei möglichen Veranstaltungen die mit dem Titel „Nachhaltiger Aktivismus in der Tierbefreiungsbewegung“ aus. Hier ging es darum, in drei Gruppen an je drei verschiedenen Thementischen über Stress, Angst und Überforderungsgefühle in der Tierbefreiungsarbeit zu diskutieren. Als es dann galt, noch bestehende gefühlte Blockaden in der Tierbefreiungsbewegung zu benennen, führte ich die von mir mit großem Bedauern wahrgenommene „Schockstarre“ bzgl. politisch-parlamentarischer Aktivität an, ohne dass sich irgendjemand spürbar „auf den Schlips getreten“ fühlte.

Um 12.30 Uhr schloß sich ein Workshop zum Thema „Praktischer Widerstand gegen (Massen)Tierhaltung“ an. Hier ging es u.a. um Strategien zur Intervention in Genehmigungsverfahren und wie eine konstruktive Zusammenarbeit mit Bürgerinitiativen aussehen kann. Mehr könnt ihr unter tierfabriken-widerstand.org ersehen.

Um 17.30 Uhr nahm ich an der „Regionalen Vernetzungsphase“ für den Nordbereich teil. Ich sah zwar keine realistisch-greifbaren Anknüpfungsmöglichkeiten für mich, führte aber ein längeres Gespräch mit einem Tierversuchslaborgegner aus Bremen, der auch in Kontakt mit Andreas Zemke (Vorsitzender des MUT-LV Bremen) steht.

Nach dem anschließenden Abendessen stand ein Kneipenquiz auf dem Programm. In mehreren Gruppen zu je 10-13 Teilnehmern lösten wir Fragen rund um die Tierbefreiungsbewegung mit jeweils vier Antwortmöglichkeiten. Dabei lernte ich einiges dazu, und unsere Gruppe mit einigen toughen Tierbefreiungsaktivist*innen verfehlte nur knapp den Einzug ins Finale.

Am Samstag wählte ich den Workshop „Konflikte verstehen, erkennen und lösen“. Nach einer theoretischen Einführungsphase bzgl. der die Kommunikation beeinflussenden Elemente wie z.B. „Bewertungen“, „Gefühle“, „Bedürfnisse“ stellte ich mich als Gesprächspartner in der Mitte des Plenums zur Verfügung und stellte die These auf:“Für eine erfolgreiche Tierbefreiungsbewegung ist die parlamentarisch-politische Arbeit sehr wichtig!“ Daraufhin entstand aber nicht die von mir und der den Workshop leitenden Dame gewünschte Diskussion mit mir, sondern lediglich darüber, warum jetzt eine gewisse Zurückhaltung in der Gesprächsbereitschaft herrschte. Es wollte sich anscheinend niemand auf dieses Themengebiet einlassen; es blieb bei kurzen Wortwechseln unter den Anwesenden, und für mich beim Versuch die herrschenden Kommunikationsblockaden aufzulösen, indem ich feststellte, dass es nach meinem Verständnis nichts gibt, worüber Menschen nicht diskutieren können sollten, auch wenn sie ihre Meinungen behalten und zu unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Danach folgte ich den Ausführungen zweier Aktivist*innen der „Kampagne gegen Tierfabriken“ im Ramen des Workshops „Sand im Getriebe der Tierausbeutungsindustrie – Möglichkeiten des direkten Eingreifens“. In Wort und Bild beschrieben die Beiden, wie das Anketten und Blockieren funktioniert, welche Vorgehensweisen sich besonders bewährt haben, welche Materialien verwendet werden sowie welche gesundheitlichen Gefahren und juristischen Probleme auftreten können.

Dieser theorischen Betrachtung folgte am nächsten Tag noch ein Praxisteil, den ich aber – vorweg genommen – einem anderen, zeitgleichen Workshop opferte. Ich hätte aber grundsätzlich gerne mal ausprobiert, wie sich das Anketten untereinander an Hälsen (mit Fahrrad-Bügelschlössern) und Händen (Handschellensysteme) anfühlt.

Nach der Mittagspause zog es mich zu einem gut inszenierten Streitgespräch zwischen einer Aktivistin und einem Aktivisten zum Thema „Facebook: Fluch oder Segen?“ Danach hatten wir als Zuhörer*innen reichlich Gelegenheit, uns zu den individuell empfundenen Vor- und Nachteilen von Facebook und anderen Social-Media-Angeboten zu äußern. Als Vorteile wurden z.B. das umfangreiche und schnelle Vernetzen und Absprachen treffen können genannt; Nachteile: u.a. bespitzelt werden sowie unliebsame Gäste bei Demos oder sonstigen Veranstaltungen auf den Plan rufen.

Danach besuchte ich eine Podiumsdiskussion zwischen einer Vetreterin der „Tierbefreier e.V.“ und jeweils einem Vertreter von „ARIWA“, „Soko Tierschutz“ und „Tierbefreiung Hamburg“. Es wurde hier deutlich, wo Chancen und Grenzen organisationsübergreifender Zusammenarbeit liegen. „ARIWA“ wird z.B. vorgeworfen, bez. Aktivismus verhältismäßig zahm zu sein, der Vetreter von „Soko Tierschutz“, der Undercover-Ermittlungen durchführt, empfindet die Aktionen der „Tierbefreier“ als unnötig Gesetze überschreitend.

Nachdem auch das Publikum Fragen an die Organisationsvertreter stellen konnte, begann ab 22 Uhr eine Feier zum zehnjährigen Jubiläum des Tbk.

Nun noch ein kurzes Resümee nach diesen vier Tbk-Tagen:

Ich bin nachhaltig froh, dort gewesen zu sein und habe mich mit den dort anwesenden Teilnehmer*innen „eins“ gefühlt mit meinem ethischen Anspruch „Leben und Freiheit für alle Lebewesen“. Der Weg, diesen besagten Anspruch zu erfüllen,wird vermutlich auch längerfristig individuell unterschiedlich sein. Durch den gemeinsamen Gedankenaustausch denken einige Teilnehmer*innen nun vielleicht anders – bestenfalls positiver – über den Wert einer gemeinsamen parlamentarisch-politischen Tierbefreiungsbewegung, so wie ich auch die Gegenargumentationen als Denkanstoß für mein weiteres Vorgehen mitnehme.

Abschließend auch ein großes Lob an das Veranstalterteam. Auf dieser Organisationsbasis wird auch der nächste Tbk ganz bestimmt ein voller Erfolg.

Herzliche Grüße nun auch an alle Leser*Innen dieses Berichts, und viel Erfolg für eure weiteren Aktivitäten.

Olaf Zeuch (LV S-H)

Gänsereiten

Update

Die Kinderkommission hat auf den Emailprotest hin nun eine Empfehlung geäußert, der ich umgehend nachgekommen bin und einen Antrag auf Erlass einer Altersbegrenzung beim “Gänsereiten” bei den zuständigen Bochumer Behörden gestellt habe.

Hier die Antwort der Kinderkommission und mein Anschreiben an Ordnungs- und Jugendamt nachfolgend.

Sandra Lück / Bundesvorsitzende


 

Sehr geehrte Damen und Herren.

Wie bereits in den vergangenen Jahren weise ich Ihre Behörde darauf hin, dass betreffend des nahenden Gänsereitens der Wattenscheider und Höntroper Gänsereitervereine ein Erlass Ihrerseits notwendig ist, der diese Veranstaltung mit echten Gänsen verbiete.

Sollten die Bochumer Behörden erneut keine Handhabe sehen, dieses Kriegstreiben zu untersagen, so weise ich Sie auf den §7 Jugendschutzgesetz hin, der da lautet:

„Geht von einer öffentlichen Veranstaltung oder einem Gewerbebetrieb eine Gefährdung für das körperliche, geistige oder seelische Wohl von Kindern und Jugendlichen aus, so kann die zuständige Behörde anordnen, dass der Veranstalter oder Gewerbetreibende Kindern und Jugendlichen die Anwesenheit nicht gestatten darf. Die Anordnung kann Altersbegrenzungen, Zeitbegrenzungen oder andere Auflagen enthalten, wenn dadurch die Gefährdung ausgeschlossen oder wesentlich gemindert wird.“

Auf dieser Rechtsgrundlage wird mindestens ein Erlass auf Anordnung auf eine Altersbegrenzung beim Zugang zum Gänsereiten beantragt.

Ich weise ebenfalls darauf hin, dass ich erneut den Rechtsweg einschlage, sollten Sie als zuständige Behörde keinen Handlungsbedarf sehen.

Ich komme somit der Empfehlung der Kinderkommission des deutschen Bundestages nach, die ich parallel zu der noch laufenden Petition mit inzwischen über 100.000 Unterzeichnern auf Change.org, sowie der zum Entscheid vorliegenden Petition beim Ausschuss des deutschen Bundestags kontaktiert habe.

Aufgrund der bald nahenden Karnevalszeit und die Vorbereitungen auf die barbarische Veranstaltung bitte ich um zeitnahe Rückmeldung, um zu vermeiden, unseren Anwalt mit dem Antrag auf einstweilige Verfügung bis zum Entscheid eines Verwaltungsgerichtes bemühen zu müssen.

Eine Entscheidung und schriftliche Stellungnahme Ihrerseits erwarte ich bis zum 07.11.2016.

Bitte bestätigen Sie mir den Eingang meiner Eingabe per Email.

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen,
Sandra Lück

Bundesvorsitzende

Mitglied im Vorstand
Landesverband NRW

Die Ozeane und Meere sind keine Müllkippe

Plastikfaltblatt

Wir haben unser Infomaterial mit einem Plastikflyer erweitert, der gerne in der Bundesgeschäftsstelle kostenlos bestellt und verteilt werden kann. Wir bedanken uns ganz herzlich bei unserem Mitglied Adelheid Frank, die den Text für diesen Flyer erstellt hat.

Ihre / Eure BGSt.

 

 

 

 

 

 

 

Almadrabas – Thunfischfang im Mittelmeer

Die Zahl der Berichte über die extrem gefährdeten Bestände fast aller Thunfischarten häufen sich. Nicht nur die traditionellen Essgewohnheiten bedrohen den Thunfisch; seit einigen Jahren ist die immer größer werdende Gier nach Sushi auch in den westlichen Ländern angekommen.

Als eine besondere Delikatesse gilt in Japan das Fleisch trächtiger Blauflossenthunfische (auch Roter Thun genannt) zusammen mit den Eiern der Tiere.

Dazu werden die Thunfische auf ihrem Weg zum Laichen vom Atlantik ins Mittelmeer in sogenannten Almadrabas gefangen. Almadrabas bestehen aus einer Art Netz-Labyrinthen aus denen die Fische keinen Weg mehr heraus finden. Diese Form des Fischens ist bereits seit den Phöniziern bekannt und wird daher oft als besonders Nachhaltig angepriesen. Allerdings ist das Fischen der Tiere, bevor sie sich überhaupt fortpflanzen können, alles andere als Nachhaltig.

Jörn Selling, Meeresbiologe bei firmm dazu im Gespräch.

EU-Fleischwerbung

Pressemitteilung / 13.10.2016

Der irische EU-Agrarkommissar Phil Hogan kündigt an, nicht nur eine diplomatische Offensive zur Öffnung neuer Exportmärkte unterstützen zu wollen, auch will er bis zu 15 Millionen Euro in eine Werbekampagne für Fleischkonsum investieren, um mit den angeblichen „Mythen über die Tierhaltung“ aufzuräumen. Teile des asiatischen und südamerikanischen Exportmarktes habe Hogan bereits besucht.

Während Mediziner und Ernährungsexperten zu weniger Fleischkonsum raten, verplant Hogan die Steuergelder der EU-Bürger, um die Fleischindustrie zu stärken und den Absatz zu steigern, ohne Rücksicht auf Tierwohl, Klimaschutz oder die Gesundheit des Konsumenten.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei verurteilt dieses skrupellose und lobbyorientierte Vorhaben auf das Schärfste und fordert die EU-Agrarkommission auf, von einer solchen Werbekampagne öffentlich Abstand zu nehmen, um den Missbrauch von EU-Geldern in dreistester Art und Weise zum alleinigen Zwecke der Förderung der Fleischindustrie zu verhindern.

Der Bundesvorstand

Thomas Schwarz
Pressesprecher
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Telefon: 02131 / 7398300 oder 02131 / 7398430
E-Mail: thomas-schwarz (at) tierschutzpartei.de

Krähengipfel in Dortmund

Seit Jahren kämpft die nordrhein-westfälische Stadt Soest gegen eine angebliche „Krähenplage“ an.

Immer wieder berichten Medien und Vertreter des Kreises über vergebliche Vergrämungsversuche und verbreiten mit aufgebauschten Horrorgeschichten Angst und Schrecken vor den harmlosen Tieren. So zieht die regionale Zeitung nicht zuletzt den Vergleich zu Alfred Hitchcocks Vögeln, berichtet von einem totgepickten Rehkitz und lebend gefressenen Maulwürfen.

Illegale Aktionen, wie der nächtliche Einsatz von Laserpointern, Schreckschusspistolen und Luftgewehren, sowie die Tötung der Krähen schaffen es seltener in die Nachrichten. Tierschützer versuchen schon lange, behördlich und strafrechtlich gegen unbekannte Täter vorzugehen.

Am 27.Oktober nun lädt der Vorsitzende des Soester Umweltausschusses, Benno Wollny (SPD) zu einem Krähengipfel in Dortmund ein, zu dem zahlreiche Vertreter der Kommunen und Kreise NRWs erscheinen werden, auch ein Abgesandter des Umweltministeriums des Landes wird teilnehmen.

Das angestrebte Ziel dieses Gipfels ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe.

Landesvorstandsmitglied Sandra Lück richtet sich nun mit einem Schreiben an den Soester Umweltausschuss und bittet darum, die Einladung für den Krähengipfel um einen Vertreter der Tierschutzpartei zu erweitern, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Eine Antwort steht bislang aus.


 

Sehr geehrte Mitglieder des Umweltausschusses,
sehr geehrter Herr Vorsitzender Wollny.

Am 27.Oktober 2016 findet in Dortmund-Holzwickede der von Ihnen einberufenen Krähengipfel statt.

Ziel dieser Veranstaltung ist die Lockerung des Schutzstatus der Saatkrähe, um mindestens Vergrämungsaktionen und Brutstörung zum Wohle der Soester Bürger auszuweiten. So ist es den Medien zu entnehmen.

Der Appell soll an den Umweltminister des Landes NRW gerichtet sein, der neben Vertretern von zahlreichen Kommunen und Kreisen einen Abgesandten bereitstellen wird und somit in Ihrem Sinne den Druck auf Berlin und Brüssel erhöhen soll.

Als Mitglied im Landesvorstand NRW und Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz / Tierschutzpartei ist mir sehr daran gelegen, in Erfahrung zu bringen, um welche Maßnahmen zur Lockerung des Schutzstatus der Tiere es sich im Detail handeln soll und wie Ihre konkreten Forderungen formuliert sind.

Daher bitte ich Sie, die Einladung zur Teilnahme an Ihrem Krähengipfel auf einen Vertreter der Tierschutzpartei auszuweiten, um eine konstruktive und lösungsorientierte Zusammenarbeit zum Wohle von Mensch und Tier zu forcieren.

Für Rückfragen stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit besten Grüßen,
Sandra Lück

Bundesvorsitzende
Mitglied im Vorstand Landesverband NRW

Im Namen der Wissenschaft – Verbrechen Tierversuch

Unter der Überschrift „Ebola und Sars ziehen an die Ostsee“ hat ZEIT-Online einen Artikel veröffentlicht, den wir publik machen möchten.

Man hatte es fast geahnt: Seuchen wie Ebola und Sars sind Anlass für die Wissenschaft, Tierversuchsprojekte zu starten.

Das Friedrich-Löffler-Institut auf der kleinen Ostseeinsel Riems beginnt demnächst, Kühe mit dem Ebola-Erreger zu infizieren, bald auch Pferde mit dem gerade entdeckten tödlichen Hendra-Virus, vermutlich weitere Tierarten mit erst kürzlich aufgetretenen Seuchen.

Die Ausbreitung dieser Seuchen ist wesentlich durch menschliches Verhalten bedingt (Verzehr von Wildtieren, Waldabholzung). Anstatt solche Ursachen abzustellen, stellt die Wissenschaftler-Lobby die neuen Seuchen als eine Art „Sachzwang“ dar, um den Tierversuchsbetrieb am Laufen zu halten.

Im ZEIT-Artikel findet sich auch dieser Satz, der aufzeigt, welches Wissen um das Leid der Tiere intern bekannt ist, so dass man alles daran setzt, die Vorgänge dort abzuschirmen vor Protesten:

"Die Insellage schützt auch davor, dass Tierschützer vor dem Eingangstor demonstrieren – oder über die Zäune klettern."

Film: AGROKALYPSE

AGROkalypse, der Tag, an dem die Gensoja kam

Der in der vergangenen Woche gezeigte Film AGROKALYPSE in Hannover erzählt die Geschichte der brasilianischen Ureinwohner vor dem Hintergrund des weltweiten steigenden Fleischkonsums und zeigt, wie wir mit Lebensmitteln die Welt verändern.

Zum Trailer.

Im Anschluss an den Film standen der Regisseur Marco Keller und Nds. Landwirtschaftsminister Christian Meyer dem Publikum Rede und Antwort.

Die wichtigsten Informationen wie folgt: Für 1 Kg Fleisch werden 12 kg Proteine verfüttert; Soja ist eine Pflanze mit hohem Proteingehalt und findet deshalb vorrangig Verwendung. Geeignete Böden sind nach der Rodung der Regenwälder und Vertreibung der Ureinwohner in Südamerika zu finden. Dort werden riesige Felder mit genmanipulierten Sojapflanzen bestellt und bewirtschaftet. Die genetische Veränderung hat den „Vorteil“ , dass passende Pflanzengifte, die von den Firmen gleich mit dazu geliefert werden, jegliches Wachstum um die genveränderte Pflanze herum zerstören. Auf den unvorstellbar riesigen Feldern muss nur noch gespritzt und nicht mehr gejätet werden. Das zerstört aber komplett die Biodiversität und in einem späteren Stadium auch die Fruchtbarkeit des Bodens. Was bleibt, sind vergiftete Böden, eine verwüstete Natur und volle Taschen für die großen Konzerne.

Soja wird als Futtermittel für unsere sog. Nutztiere tonnenweise nach Europa verschifft. Einer der Hauptimporthäfen liegt in Niedersachsen, dem Heimatland der Mastbetriebe und dem größten Schlachthaus Europas.

Noch gibt es keine Kennzeichnungspflicht für Fleisch von Tieren, welche mit genbehandeltem Soja gefüttert wurden. Gleiches gilt für die Milch. Sicher ist, dass alles konventionell „erzeugte“ Fleisch von Tieren stammt, die ihr Leben lang mit Gensoya gefüttert wurden. Nur in der Biolandwirtschaft ist das nicht erlaubt.

Meine Empfehlung: Wenn schon Fleisch und Milch, dann doch besser aus regionaler Bio-Landwirtschaft.

Dem Landwirtschaftsministerium in Niedersachsen sind die Zusammenhänge bekannt; mit verschiedenen Programmen soll die „sanfte Agrarwende“ herbeigeführt werden. Aus meiner Sicht ein guter Ansatz, der jedoch nur einen zarten Anfang darstellen kann. Wir haben nicht mehr ewig Zeit, zu handeln. Wir müssen endlich aufhören, Tiere in unvorstellbaren Mengen (über) zu „produzieren“ und auch noch zu glauben, dass mit Fleisch die Welt ernährt werden kann. Schlauer wäre, mit pflanzlichen Lebensmitteln gegen den Welthunger anzukämpfen, anstatt den Umweg über den Tiermagen zu gehen.

In dem Film war zu sehen, wie eine von ihrem Land vertriebene Guarani-Kaiowá ein staubiges Stück tote Erde aufnahm und mit den Worten „Wir Guarani-Kaiowá haben ein anderes Verhältnis zur Erde als die Agrarindustrie“ in die Kamera hielt. Dieses andere Verhältnis werden wir in uns sicherlich auch wieder entdecken, wenn dank Monokultur, Gärresten aus Bioanlagen, Mineraldünger und der Gülle aus der Massentierhaltung unsere Böden ausgelaugt und das Grundwasser vergiftet sein wird. Bis dahin kümmern wir uns doch lieber um die angenehmen Dinge des Lebens, wie die mäßigen Besucherzahlen in einem kleinen Kino der niedersächsischen Landeshauptstadt, in welchem auch das Gespräch mit einem Minister geführt werden konnte, zeigen.

Simone Oppermann / Landesverband Niedersachsen

Bericht über den 36. Bundesparteitag

Am 8.10.2016 fand der 36. Bundesparteitag der Tierschutzpartei statt, der vom Bundesvorsitzenden Horst Wester geleitet wurde.

Verleihung der MUT-Medaille

Auf diesem wurde zunächst dem Feuerwehrmann Patrick Dau aus Mohnheim die diesjährige MUT-Medaille verliehen. Die Partei ehrte damit seinen beispiellosen Einsatz im Frühjahr, als er mittels Mund-zu-Schnauze-Beatmung einen Hund wiederbelebte, den seine Kollegen aus einem brennenden Haus gerettet hatten. Damit hatte er sich genau so verhalten, wie sich die Partei vorbildliches Verhalten vorstellt: Er hatte tierliches Leben genauso rettenswert eingestuft wie menschliches. Ratsfrau im Düsseldorfer Stadtrat Claudia Krüger hielt die Laudatio.

Anträge für eine bessere Welt

Claudia Krüger, Stadträtin in Düsseldorf und Beisitzerin im Bundesvorstand überreicht Patrick Dau die MUT-MedailleAnschließend wurden mehrere Anträge bearbeitet, die allesamt verabschiedet wurden, darunter eine Satzungsänderung, die vorsieht, dass ein Europa- oder Bundestagsmandat nicht mit einem Amt in der Partei vereinbar ist sowie drei Ergänzungen des Grundsatzprogramms, in denen wir uns für die Erprobung eines bedingungslosen Grundeinkommens, für ein stärkeres In-die-Pflicht-Nehmen von Konzernen, die Menschen-, Tier- oder Umweltschutzrechte missachten sowie für eine gerechtere, bessere und menschlichere Bildungspolitik aussprechen.

Teilnahme an der Bundestagswahl

Ein weiterer wichtiger Tagesordnungspunkt war der Beschluss über die Teilnahme an der Bundestagswahl 2017, der genauso mit großer Mehrheit angenommen wurde wie das dazugehörige Wahlprogramm, an dem zuvor nach offener Diskussion noch kleine Änderungen vorgenommen worden waren.

Rechenschaftsbericht und BuVo-Nachwahl

Nach dem politischen Rechenschaftsbericht, der vom Bundesvorsitzenden Matthias Ebner vorgetragen wurde, fand zudem eine Nachwahl der bis zuletzt offenen Positionen im Bundesvorstand statt. Gewählt wurden als:

Die MUT-Medaille 2016 für Patrick Dau3. Bundesvorsitzende: Sandra Lück
Schriftführerin: Sonia-Ellen Hösl
Stellv. Schriftführerin: Dr. Jessica Frank
Beisitzer_innen: Patricia Kopietz, Helmut Wolff, Andreas Döring und Murielle Ohnesorg

Vortrag über Tierversuche

Abschließend gab es einen Vortrag von Margrit Vollertsen-Diewerge über Tierversuche und Alternativmethoden sowie die Berichte aus den BAKs.

Presse über uns

Über die Verleihung der MUT-Medaille berichtete im Vorfeld des 36. Bundesparteitages die taz.

Impressionen vom BPT in Hülle und Fülle querbeet