„HERZ STATT HASS” – NOnügida Nürnberg!

LV Bayern in Aktion

Aufruf durch NOnügida (ein Zusammenschluß zwischen den verschiedensten politisch aktiven Spektren gegen Nazi-Aufmärsche, gegen Pegida, gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Nationalismus und für Flüchtlingsrechte.): Die extreme Rechte, Pegida Nürnberg wollte am 6. Mai wieder einmal durch Nürnberg, durch die Nordstadt vom Rathenauplatz zum Kaulbachplatz marschieren und ihre Hass- und Naziparolen wie „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen!“ in von der Polizei abgesperrte Gassen brüllen.

Es fanden sich ca. 200 Demonstranten ein und wir waren damit klar zahlreicher als der ca. 50 Mann (+ Frau) starke Pegida-Aufmarsch. Während der Veranstaltung wurde der ca. 183 (nachweislichen) Opfer rechter Gewalt durch Verlesen ihrer Namen gedacht. Anschließend konnte lautstark mit Tröten, Trillerpfeifen, Megaphonen u.a.m. die von der Polizei gut abgeschirmte Pegida-Veranstaltung übertönt werden … ein voller Erfolg, treu dem Motto: Wir sind Nürnberg! Wir sind bunt! Flüchtlinge sind bei uns willkommen – Pegidioten, Rassisten und Nazis nicht!

Maasdorf 2016

Demo gegen das Schweinhochhaus am 11. Juni

Unter diesem Link erfahren Sie alles, was Sie über die Demo in Maasdorf wissen müssen. Zudem stellt sich unser Bundesvorsitzender Horst Wester noch einmal kurz vor und erzählt, warum es ihm wichtig ist, von seinem Heimatort Ehingen, in Bayern, nach Maasdorf, in Sachsen-Anhalt, zu laufen. Unterwegs wird er in verschiedenen Städten halt machen. Wo genau, dass erfahren Sie wie gesagt auf unserer eigens dafür  erstellten Maasdorf-Homepage. Außerdem erfahren Sie auf unserer Plattform, wie Sie selbst zum Erfolg dieser Aktion beitragen können.

Mahnwache gegen Circus Krone in Karlsruhe

Am vergangenen Samstag, 30. April 2016, organisierten die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) in Karlsruhe, zur erneut zugelassenen Gastierungserlaubnis von Zirkus Krone, eine in zwei Teile gegliederte Mahnwache.

Start der Mahnwache war um 14 Uhr, da um 15 Uhr die erste Vorstellung des Zirkus, an diesem Tag stattfand. Überwältigt hat uns die Masse an Demonstranten, welche um 14 Uhr, gemeinsam mit uns, den Tieren eine Stimme verliehen! Anstelle der 36 Zusagen, welche in der Veranstaltung bei FB eingegangen waren, waren rund 50 Demonstranten gekommen! Es gab ausreichend Plakate, Banner und Transparente.

Nach und nach trudelten die Besucher zur Zirkusvorstellung ein und wir deckten die teilweise vorbeieilenden Passanten mit Flyern ein und es enstanden kurze Gespräche. Ein Vater mit seinem Sohn, welcher auf dem Weg zur Vorstellung war, unterhielt sich mit uns, registrierte das Leid, welches IMMER hinter einem Zirkus mit Tieren steckt und entschloss sich kurzerhand, NICHT in die Vorstellung zu geben und für Tierquälerei Geld auszugeben.

Gegen 16 Uhr unterbrachen wir die Mahnwache, um gemeinsam in ein nahegelegenes veganes Restaurant, das “My heart beats vegan” zu gehen. Dort entstanden viele tolle Gespräche und es wurde zu einem schönen und entspannten Nachmittag.

Gegen 18:45 Uhr, bagaben wir uns zum zweiten Teil der Mahnwache, da die zweite Vorstellung des Zirkus um 20 Uhr begann. Mittlerweile wurde das Wetter zunehmend schlechter und ein Unwetter zog auf. Nichtsdestotrotz waren noch immer rund 30 Demonstranten mit uns an Ort und Stelle.

Um 20:30 Uhr beendeten wir, pünktlich mit Sturmaufkommen und Regen, die Mahnwache und somit einen erfolgreichen und tollen Tag!

Es wurden zudem Aufnahmen gemacht, welche momentan noch geprüft werden, ob sie sich zu einer Strafanzeige eignen. Hierzu werde ich euch auf dem Laufenden halten.

Hier noch, ein momentaner und brisanter Fall, welcher sich ebenso um den Tierquäler-Zirkus Krone handelt. Auszug aus der Veranstaltung auf Facebook:

“Circus Krone quält Tiere!” – für diese Aussage bekamen wir einen Strafbefehl. Am 12. Mai findet um 12.30 Uhr im Amtsgericht Tiergarten in Berlin die öffentliche Verhandlung statt. Wir hoffen dabei auf eure Unterstützung: Kommt an diesem Tag als Zirkustier verkleidet vor das Amtsgericht Tiergarten. Setzt mit uns gemeinsam in der Öffentlichkeit ein Zeichen gegen Tierhaltung im Zirkus. Auch unser Plakatwagen wird nach einer Berlin-Tour vor Ort sein.

Weitere Informationen gibt es hierzu unter: tierschutzbuero.de/krone-quaelt

Möchte auch an dieser Stelle nochmals VIELEN DANK an ALLE TEILNEHMER der Mahnwache sagen! Ich hoffe wir stehen bald wieder gemeinsam auf einer Veranstaltung und ich freue mich über diese vielen netten und tollen Kontakte.

Wir rocken Circus Krone

Fragen an das Umweltministerium bzgl. Kurti”

Pressemitteilung / 04.05.2016

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) hat dem niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz unter Bezug auf das UIG (Umweltinformationsgesetz) einen Fragenkatalog zur Tötung von MT6, Wolf Kurti“, zugestellt und erwartet innerhalb einer verkürzten Frist von 7 Werktagen eine offizielle Stellungnahme.

Nachdem bereits zahlreiche Strafanzeigen gegen Umweltminister Stefan Wenzel und seine Umweltbehörde gestellt wurden, besinnt sich die Tierschutzpartei auf die Fakten und erwartet neben der geforderten Akteneinsicht eine persönliche Einladung seitens des Ministers.

“Natürlich lassen auch wir derzeit über unseren Rechtsanwalt prüfen, ob eine Klage einzureichen ist.” so Patricia Kopietz, Sprecherin des Bundesarbeitskreises Jagd & Angeln.

“Wir wollen aber nichts überstürzen. Eine Strafanzeige wegen Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz ist hier haltlos und ohne Erfolgsaussicht. Die Verletzung des Washingtoner Artenschutzabkommens ist viel komplexer. Nur mit Akteneinsicht, voll umfänglicher Beantwortung unseres Fragenkataloges und anwaltlicher Betreuung macht eine Klage Sinn.”

“Sollte das Umweltministerium die Fragen nicht beantworten und eine Akteneinsicht verwehren, werden wir umgehend juristische Schritte wegen Missachtung des Umweltinformationsgesetzes einleiten”, so Kopietz.

BAK gegen Jagd und Angeln der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Unser ökologischer Fußabdruck – er ist gewachsen

Dass des Deutschen ökologischer Fußabdruck größer ist als ethisch vertretbar, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dass er aber so überdimensionale Formen annimmt, wie jetzt die Umweltschutzorganisation „Germanwatch“ berechnet hat, macht mehr als betroffen. Und die Frage drängt sich auf, wie kommen wir aus dem selbstverschuldeten Dilemma wieder heraus?

Laut „Germanwatch“ hat Deutschland in dieser Woche bereits alle ihre natürlichen Ressourcen für 2016 aufgebraucht! Das heißt im Klartext: Wenn alle Menschen auf der Erde so wirtschaften und leben würden wie wir Deutschen, dann bräuchten wir 3,1 Erden, um den Bedarf an Ressourcen zu decken. 2015 waren es laut Berechnungen „nur“ 2,5 Erden.

Germanwatch schreibt in seiner Pressemitteilung vom 28.04.2016: „In Deutschland wird die Erde vor allem durch die hohen CO2-Emissionen in den Bereichen Energie, Verkehr und industrielle Landwirtschaft und zudem durch den sehr hohen Flächenanspruch, vor allem für die Fleischproduktion, überlastet. Damit trägt die deutsche Bevölkerung ganz erheblich zur weltweiten Übernutzung bei.“

Was also tun? Uns muss endlich bewusst werden, dass wir auf Kosten nachfolgender Generationen und global gesehen auf Kosten von ärmeren Menschen, der Tiere und der Natur wirtschaften und leben. Betrachtet man die Fakten, dass wir immer mehr Ressourcen verbrauchen als uns eigentlich zustehen, um unseren Lebensstandard zu halten und zu steigern, dann kommt man unweigerlich zu der beschämenden Annahme, dass uns unsere belebte Erde, unser Zuhause, und unsere nachfolgenden Generationen gleichgültig sind. Sollte uns doch nicht alles gleichgültig sein, dann muss jeder Einzelne von uns seinen Konsum überdenken und entsprechend anpassen. Nicht vergessen darf man die politisch Verantwortlichen, die ganz eindeutig ihren Kurs, der auf immer mehr Wachstum abzielt, durch Politiker auszutauschen, die bereit sind, verantwortungsbewusste und vorausschauende Entscheidungen zu treffen.

Auf jeden Einzelnen kommt es an, denn unser Wirtschaften und Leben von heute wird das Gesicht der Erde von morgen beeinflussen. Gegenwärtig machen wir uns sprichwörtlich in den Augen nachfolgender Generationen unglaubwürdig, wenn wir behaupten, wir würden unsere Kinder und Kindeskinder lieben, aber im selben Atemzug unsere Erde, unsere einzige Lebensgrundlage, so strapazieren und ausbeuten, als gäbe es kein Morgen.

Landtagswahl am 04.09.2016 in Mecklenburg-Vorpommern

Mecklenburg-Vorpommern ist eines der schönsten Bundesländer, Millionen Touristen kommen gern hier her. Das soll so bleiben und unser Land soll Jahr um Jahr attraktiver noch werden!

Aber zugleich hat MV auch Schattenseiten: Massive Überfischung der Ostsee und Binnengewässer, Megastallanlagen mit grausamster Tierquälerei, kritikwürdige Tierversuchsstandorte, vergessene Regionen mit Kinderarmut, Glyphosat und Überdüngung der Felder, Aussterben und Bejagung von Wildtieren, Dörfer mit rechtsradikaler Übermacht, übervolle Tierheime ohne Finanzierung, Müllhalden in Gewässern, Obdachlosigkeit und Altersarmut, unterfinanzierte Schulen und Hochschulen, abwandernde Jugend und soziale Ungerechtigkeit… und vieles mehr dürfen wir nicht ignorieren, auch wenn wir dieses Land hier lieben und uns wohlfühlen!

Daher will die Partei Mensch Umwelt Tierschutz im September zur Landtagswahl antreten. Unsere Landesliste ist offen für alle Menschen, denen unsere Themen wichtig sind. Auch parteilose Tierschützer, Tierrechtler, Umweltschützer und Menschenrechtler können bei uns mitmachen und ein Zeichen setzen! Wir geben denen eine Stimme, die selbst keine haben; wir wollen, dass Umwelt, Wirtschaft und Tierschutz eine Einheit bilden; für ein lebenswertes Mecklenburg-Vorpommern!

Unsere Kandidaten auf der Landesliste werden hier vorgestellt.
Wahlhelfer können sich jederzeit bei uns melden (anrufen: 03834 769949)!

Robert Gabel / Landesvorsitzender vom Landesverband Mecklenburg-Vorpommern

Grün-Schwarze Landesregierung – Zugeständnisse zu Lasten der Menschen und der Tiere

Pressemitteilung LV Baden-Württemberg / 03.05.2016

Der Landesvorstand der PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) hat mit Bestürzen zur Kenntnis genommen, dass das Wissenschaftsministerium laut FAZ1 sowie Grünen-internen Kreisen in den Händen der Grünen Theresia Bauer bleiben wird. Die Ministerin war in der letzten Legislaturperiode vor allem durch ihren tierversuchsfreundlichen Kurs aufgefallen, indem sie die Primatenversuche am MPI Tübingen wiederholt verteidigte und sich für deren Weiterführung aussprach.

Zudem hatte sie die von der grün-roten Landesregierung eingeführte Tierschutzverbandsklage in Frage gestellt. Dr. Jessica Frank, stellvertretende Landesschriftführerin und Mitglied im BAK Tierversuche, dazu: „In der vergangenen Legislaturperiode haben die Grünen ihr Wahlversprechen gebrochen, die Affenversuche zu beenden. Dass Theresia Bauer ihren Kurs nun im Sinne der Tierversuchslobby fortführen darf, ist eine herbe Niederlage für die Tiere.“ Der Koalitionsvertrag, der darauf hindeutet, dass Tierversuche v. a. in der Öffentlichkeit besser dargestellt, nicht jedoch endlich drastisch reduziert werden sollen (vgl. S. 101), bestätigt dies.

Ähnlich sieht es bei Nutztieren aus, deren Verstümmelung man auch künftig nicht verbieten, sondern nur „gemeinsam mit den Tierhaltern“ an der Beendigung dieser Grausamkeiten arbeiten will (vgl. S. 101). Die Absicht, den Kükenmord zu verbieten, wie es NRW vorgemacht hat, sucht man im Koalitionsvertrag vergebens.

Auch beim Jagdgesetz, das ohnehin noch viele umstrittene Zugeständnisse an die Jägerschaft enthält, sind die Grünen nun eingeknickt“, bedauert Patricia Kopietz, stellvertretende Landesschatzmeisterin und Leiterin des BAK „Jagd und Angeln“.

Schwarzwild soll im März bei Schnee auch im Wald gejagt werden dürfen. Weiterhin soll die Fütterung von Rehen, mit denen die Jägerschaft für eine möglichst hohe Bestandsdichte sorgt, welche ihnen die erneute Legitimation zum Abschuss gewährleistet, erleichtert werden. Schließlich soll auf Basis des Wildtierberichts 2018 entschieden werden, ob weitere Tierarten wie z. B. der Biber ebenfalls gejagt werden dürfen. Dazu passt auch, dass die Grünen im bayrischen Landtag kürzlich gefordert hatten, dass mehr Rehe abgeschossen werden sollen.2

Weiterhin kritisiert der Landesvorstand der Tierschutzpartei, dass sich Grüne und CDU darauf geeinigt hatten, dass die grün-schwarze Koalition im Bundesrat für die Einstufung von Marokko, Algerien und Tunesien als sichere Herkunftsländer stimmen wird. „Nach Kretschmanns Stimme für die Einstufung der Westbalkanstaaten, wo Sinti und Roma diskriminiert und teils verfolgt werden, als sichere Herkunftsländer sollen nun weitere Länder fälschlicherweise als sicher deklariert werden, obwohl etwa Homosexuelle dort verfolgt werden“, kritisiert Matthias Gottfried, Landesschriftführer und Leiter des BAK LSBTTIQ.

Schüler_innen will man neben Obst und Gemüse auch mit Milch versorgen, obwohl mittlerweile hinreichend bekannt ist, dass Milch maßgeblich für Krebswachstum sowie Herz-Kreislauf- und andere Krankheiten mitverantwortlich ist“, ist Matthias Ebner, Landes- und Bundesvorsitzender der Tierschutzpartei, entsetzt.

Im Gegensatz zur CDU und den Grünen setzt sich die PARTEI MENSCH UMWELT TIERSCHUTZ (Tierschutzpartei) konsequent sowohl für die Aufnahme aller vor Krieg, Verfolgung oder Hunger Geflüchteten ein als auch für ein Verbot der Jagd, die sofortige Abschaffung von Tierversuchen, die durch moderne Alternativmethoden ersetzt werden müssen, sowie für ein Ende der Massentierhaltung und ihrer Begleiterscheinungen.

Pressekontakt:

Matthias Ebner
matthias-ebner@tierschutzpartei.de
Mobil: 016090153320

Quellen:
1) http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/baden-wuerttemberg-so-verteilt-gruen-schwarz-die-ressorts-14210686.html
2) http://www.schwaebische.de/region/baden-wuerttemberg_artikel,-Gruene-und-CDU-beseitigen-Konfliktpunkte-_arid,10443011.html

Stadtrat Düsseldorf erlässt Verordnung zum Schutz freilebender Katzen

Ratsfraktion Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER freut sich, dass der Stadtrat endlich eine Verordnung zum Schutz freilebender Katzen erlassen hat. Der Rat der Landeshauptstadt Düsseldorf hat endlich erkannt, dass freilebende Katzen besser geschützt und vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bewahrt werden müssen.

Freilebende Katzen erleiden Schmerzen und Schäden im Rahmen von Revierkämpfen, Krankheitsübertragungen, im Zusammenhang mit der Paarung oder wegen Futtermangel. Die Anzahl der auf- und vorgefundenen Katzen, die sich in einem schlechten Gesundheitszustand befinden, ist seit Jahren hoch.

Die Populationsdichte regelt sich auf natürliche Weise, da eine hohe Vermehrungsrate auf fehlende tierärztliche Versorgung trifft.
Wenn freilaufende Katzen kastriert sind, werden sie vor erheblichen Schmerzen, Leiden oder Schäden bewahrt.

Ratsfrau Claudia Krüger, Fraktionsvorsitzende Tierschutzpartei / FREIE WÄHLER und Beisitzerin im Bundesvorstand der Tierschutzpartei: „Es ist gut, dass die Verwaltung endlich auf uns gehört hat und eine entsprechende Beschlussvorlage dem Rat vorlegt. Vielen Dank an alle, die heute dafür gestimmt haben. Das ist heute ein guter Tag für den Tierschutz in Düsseldorf. Weiter so.“

Wolf „Kurti“ ist tot

Wolf
Daniel Knorn / aboutpixel.de

Pressemitteilung / 02.05.2016

Tierschutzpartei fordert Entnahme von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel aus dem Amt!

Die Berichte über die erste Wolfsschießung in Deutschland, nach 150 Jahren, entsetzt die Welt der Naturfreunde. Mit diesem Abschuss wurden wohlmöglich die Weichen gestellt, dies in Zukunft auch legal zu dürfen.

Die am 28.04.2016 vom niedersächsischen Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz dazu abgehaltene Pressekonferenz ist eine Beleidigung für jeden Menschen mit klarem Verstand. „Die völlige Überforderung der deutschen Behörden mit dem Wildtiermanagement hätte nicht offenkundiger zur Schau getragen werden können”, so Sabine Hasselbeck-Grütering von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Das behördliche Versagen im Umgang mit den tierischen Immigranten offenbarte sich schon 2006 als Bär „Bruno” (JJ1) deutschen Boden betrat. Nach ewigen Diskussionen und Streitereien, über den richtigen Umgang mit dieser Zuwanderung, entschloss man sich zu tun was man am besten kann und schoss den Bären nieder. Die Ausrottung hatte immerhin 170 Jahre Ruhe mit diesem „Problem” eingebracht. Nun wurde MT6 „Kurti”, fast genau 10 Jahre später, als erster Wolf Opfer des behördlichen Versagens.

Seit mehreren Monaten war in Niedersachsen die Rede von einem „Problemwolf”. Es handelte sich um einen zweijährigen Rüden aus dem „Münsteraner Rudel” mit der Kennung „MT6″, ausgestattet mit einem Peilsender, der von den Medien liebevoll „Kurti” genannt wurde. Immer wieder wurde berichtet, dass sich dieser Wolf Menschen zu sehr genähert habe und sich auch nicht vertreiben ließ. Um Abhilfe zu leisten, sollte dieser Wolf zunächst „vergrämt“ werden, doch ein schwedischer Experte stellte fest, dass dies nicht notwendig sei, da das Tier eine ausreichende art- und alterstypische Scheu zeige und somit davon auszugehen ist, dass dieser Wolf keine Gefahr für die menschliche Bevölkerung darstellt. Er selbst kam dem Tier nicht näher als 200m. Auch wurde festgestellt, dass der Wolf eine Gefährtin hatte. Kurz wurde überlegt, das Tier in einem Wildtiergehege unterzubringen, doch gegen dieses Vorhaben protestierten viele Naturschutzverbände, da die Gefangenschaft eines Wildtieres Tierquälerei bedeutet.

Im April wurde dann, angeblich bei einer Wolfsbegegnung im Wald, der angeleinte Hund einer Familie gebissen. Für diese Meldung gibt es jedoch bis heute keinen Beweis, kein Foto und somit auch keinen Beleg dafür, dass die angeblichen Verletzungen tatsächlich von einem Wolf stammen.

Trotzdem sah man nur eine Lösung: Kurti wurde von Niedersachsens Umweltministerium, von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel (Bündnis 90/Grüne) zum Abschuss freigegeben. Am Abend des 27.04.2016, kurz nach 20 Uhr, starb er in Heidekreis durch den Schuss eines Polizisten.

Wurde wirklich alles unternommen, um dem Tier nicht das Leben nehmen zu müssen? Ist eine nicht stattgefundene, da nach Expertenmeinung nicht notwendige Vergrämung, das einzige Mittel der Umweltbehörde?

Ist, nach diesen Geschehnissen, tatsächlich nur der Tod die Lösung, der sowohl nach dem Washingtoner Artenschutzabkommen, als auch durch die Berner Konventionen, geschützten Tiere? Warum wurde die extremste aller Lösungen gewählt?

Die angebliche Tatsache, dass Wolf Kurti keine Scheu mehr vor den Menschen hatte, hat der nordrhein-westfälische Wolfsexperte, Jos de Bruin, nicht selbst feststellen dürfen, aber er gibt zu bedenken, dass nach Einschätzung des schwedischen Kollegen, keine Gefahr von dem Tier zu erwarten gewesen wäre. Des Weiteren gibt er den Anstoß, dass die Tötung eines zweijährigen Jungwolfes, welcher wahrscheinlich verpaart war und deshalb durchaus Welpen zu erwarten seien, eine neue Problematik aufwerfen könne: „Das Muttertier muss die Welpen allein großziehen. Damit ist vorprogrammiert, das sie auf die Schnelle keine Zeit für eine vernünftige Jagd hat und auf dem schnellsten und leichtesten Weg, also bei Menschen, das Futter holen wird. Dies könnte wiederum ein gefundenes Fressen für die Wolfsgegnerwerden. Damit könnten sie dann beweisen wollen, dass die Wölfe die Scheu verlieren und immer mehr zu einer Gefahr für die Bürger werden.”

70 Wölfe sind mittlerweile wieder in Niedersachsen heimisch. Die Rückkehr der Wölfe 2001 wurde gefeiert und von vielen Organisationen und Verbänden begrüßt.

Seit 15 Jahren sind wir wieder Nachbarn und das Ministerium hat, außer dem Abschuss, keine andere Handlungsmöglichkeit?

Leidtragend ist nun ein Wildtier, ein Artengeschütztes obendrein, welches durch menschliches Zutun (ob durch Anfütterung, fahrlässiges Anlocken durch Hinterlassenschaften der Jägerschaft oder der Dauerverfolgung durch sensationslustige Waldbesucher) seine natürliche Scheu ablegte und angeblich einen Hund verletzte. Für all dies trägt Kurti nicht die Schuld, aber die Rechnung musste er dennoch mit seinem Leben bezahlen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Tierschutzpartei) ist über das komplette Vorgehen fassungslos. Das Ministerium und Management von Almut Kottwitz und Stefan Wenzel haben auf ganzer Linie versagt! Ganz offensichtlich war hier menschliches Versagen der Grund weshalb, wieder einmal, ein Tier sinnlos sein Leben lassen musste.

Zudem beschleicht uns durch die Art und Weise des gesamten Vorgehens der Verdacht, dass hier der Druck, sowohl durch Herr Wenzels Parteikollegen, als auch der werten Jägerschaft, eine maßgebliche Rolle bei der Entscheidung und dem buchstäblichen Schnellschuss, eine herausragende Rolle spielte.

Wir können nur hoffen, dass dieser Fall nicht zum Anlass genommen wird, den Wolf erneut in das Jagdgesetz aufzunehmen.

“Uns stinkt der offensichtliche Lobbyismus! Das die Bürger_innen für zu dumm gehalten werden, die Ungereimtheiten in diesem Fall zu erkennen, setzt diesem Possenspiel die Krone auf. Wir werden solches Handeln nicht wehr- und wortlos über uns, die Bürger_innen und die Tiere ergehen lassen” sagt Patricia Kopietz, Leiterin des BAK Jagd und Angeln.

BAK gegen Jagd und Angel der Partei Mensch Umwelt Tierschutz