Unsere Pressemitteilung vom 17.07.2014

Die ARD-Sendung am 14. Juli über die Missstände in der Schweinezucht – eine einzige Anklage an die Gesellschaft

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste die Ungeheuerlichkeiten, die sich in abgeschirmten Tierställen vollziehen und die unsere angebliche Kulturnation wie selbstverständlich toleriert. Es ist ein Armutszeugnis ohnegleichen für unser Land, dass nur durch (illegale) Undercover-Recherchen die Wahrheit über den Horror in den „Nutztier“–Zuchten ans Licht kommt. Continue reading “Unsere Pressemitteilung vom 17.07.2014”

17.07.2014: Kurzmeldung aus Strasbourg

Widerstand gegen Hundemassaker in Rumänien nimmt stetig zu!

Der Widerstand gegen die Hundemassaker in Rumänien und die aktuellen Übergriffe auf unzählige Tierrechtler/innen, die sich gegen die skandalösen Hundetötungen auflehnen, nimmt im Europaparlament stetig zu.

Wahrscheinlich ist damit zu rechnen, dass sich nach der Sommerpause des Parlamentes auch die Intergroup for Animals dieses Themas verstärkt annehmen wird.

Bei einem heute aufgezeichnetem Interview, das sich ausschließlich des Themas Streunertötungen in Rumänien widmete, wurde von den teilnehmenden Abgeordneten (Stefan B. Eck, Janusz Wojciechowski, Jörg Leichtfried, Anja Hazekamp) nach der Aufzeichnung deutlich zum Ausdruck gebracht, dass man mit geeigneten Maßnahmen gegen die tierquälerische Vorgehensweise der rumänischen Regierung bzw. Behörden vorgehen müsse.

Stefan B. Eck, EU-Abgeordneter und Mitglied der Fraktion GUE/NGL, wird dieses Thema nach der Sommerpause ausführlich fraktionsintern zur Sprache bringen.

Das Hundemassaker in Rumänien wird mit Sicherheit auch im Brennpunkt der kommenden Monate bei der Intergroup for Animals stehen.

Hier geht es zum Youtube-Video des Interviews: (hier ansehen)

ASPA verletzt Tier- und Menschenrechte

Das Bundesvorstandsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz Viktor Gebhart, Manager bei Animals United, wurde bei seinem gestrigen nächtlichen Einsatz für die Straßenhunde in Rumänien von der ASPA (Bukarester Behörde für die Aufsicht und den Schutz der Tiere, die dem örtlichen Bürgermeister direkt unterstellt ist) so brutal attackiert, dass eine medizinische Versorgung im Rettungswagen erforderlich wurde.

Gemeinsam mit dem rumänischen Tierschützer Claudiu Dimitriu verfolgte Viktor Fahrzeuge der Hundefänger zu Demonstrationszwecken der unvorstellbar eskalierten Situation für Mensch und Tier in Rumänien.

Ihr Auto wurde von 6 Männern angegriffen; die Frontscheibe wurde durch Schläge mit Fäusten und Füßen demoliert. Daraufhin wurden Faustschläge durch die geöffneten Seitenfenster verteilt.

Trotz mehrerer Anrufe kam keine Polizei zu Hilfe!

VIKTOR, WIR DANKEN DIR FÜR DEINEN EINSATZ!

 

Die ARD-Sendung am 14. Juli über die Missstände in der Schweinezucht – eine einzige Anklage an die Gesellschaft

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz verurteilt aufs Schärfste die Ungeheuerlichkeiten, die sich in abgeschirmten Tierställen vollziehen und die unsere angebliche Kulturnation wie selbstverständlich toleriert. Es ist ein Armutszeugnis ohnegleichen für unser Land, dass nur durch (illegale) Undercover-Recherchen die Wahrheit über den Horror in den „Nutztier“–Zuchten ans Licht kommt.

Dafür verantwortlich ist die unheilige Allianz von Fleischproduzenten, für die nur der Profit zählt, von Amtstierärzten, die zum Teil selbst die schwärzesten Schafe in Schutz nehmen, dem Handel, der seine gnadenlosen Preiskriege auf dem Rücken der Tiere austrägt sowie den landwirtschaftlichen Verbänden mit ihren Handlangern und – am Ende der Kette – den Konsumenten, denen das Fleisch nicht billig genug sein kann.

Ganz oben auf der Anklagebank aber sitzen die an der Macht befindlichen Politiker, die, wohl wissend, dass den sog. Nutztieren tagtäglich unendliches Leid zugefügt wird, gemeinsame Sache mit den Fleisch-Lobbyisten machen.

Der einfachste Ausweg aus diesem ganzen miserablen und entarteten System ist der Boykott der Fleisch-Angebote in den Supermärkten! Der „Verbraucher“ sollte seine Macht nutzen und durch sein Konsumverhalten den entscheidenden Beitrag dazu leisten, dass den Tieren ein qualvolles Leben erspart wird.

 

Zur ARD-Sendung: (Hier ansehen)

 

EU will Fütterungsverbot für Tiermehl aufheben

Laut diversen Presseberichten vom 12. Juli 2014 plant die EU-Kommission, das Fütterungsverbot von Tiermehl an Schweine und Geflügel Schritt für Schritt aufzuheben. Schon im vergangenen Jahr wurde das Verbot gelockert und Tiermehl von Schweinen und Hühnern in Aquafarmen eingesetzt! Den wenigsten Konsumenten ist dies bewusst.

Angeblich sei das Risiko der Übertragung von BSE (Rinderwahnsinn) aufgrund wissenschaftlicher Analysen bei Schweinen und Hühnern als gering einzuschätzen, so das interne Papier der EU-Kommission. In dem aktuellen Strategiepapier gab die EU-Behörde bekannt, dass die Lockerung des Verbotes hinsichtlich der immensen Menge von Lebensmittel-Abfall notwendig sei und man diesen bis 2025 um 30 % senken will.

„Das Vorhaben der EU-Kommission“, so Stefan Bernhard Eck, Abgeordneter im EU-Parlament „ist aufs Schärfste zu kritisieren, denn damit wird wieder einmal der Verbraucherschutz, aber vor allem der Tierschutz, ad absurdum geführt. Anstatt die Bestandsdichten zu verringern, um dadurch die immensen Mengen an „Fleischmüll“ zu reduzieren, beugt sich die EU-Kommission den wirtschaftlichen Interessen der Fleischerzeugenden Betriebe, die durch die Wiedereinführung der Tiermehlverfütterung ihre Gewinne zu steigern versuchen. Da seit dem Tiermehlverbot 2001 die Preise auf dem Weltmarkt für Getreide und Soja, die seit damals verwendeten Futterpflanzen, enorm gestiegen sind, wird meiner Meinung nach nun mit dem Vorwand der Verminderung von Fleischabfällen die Wiedereinführung von Tiermehl propagiert. Ich werde mich innerhalb der Fraktion der Europäischen Linken, der ich angehöre, dafür einsetzen, dass sich diese explizit gegen die Wiedereinführung von Tiermehl ausspricht.“

 

07.07.2014: Kurzmeldung aus Brüssel

Gedankenaustausch mit Luke „Ming“ Flanagan: gemeinsame Ziele

Luke „Ming“ Flanagan ist ein unabhängiger / parteiloser irischer Abgeordneter und Mitglied der Fraktion GUE/NGL.

Er wurde durch seine Langzeitkampagne zur Legalisierung von Cannabis bekannt.

Bei einem Gedankenaustausch nach der Fraktionssitzung am 07.07.2014 wurde deutlich, dass zwischen ihm und Stefan Bernhard Eck verschiedene gemeinsame Zielsetzungen existieren: Beide sprechen sich für die Legalisierung von Cannabis und für möglichst rasche Verbesserungen im Bereich der „Nutz“tierhaltung aus.

Kein Wunder, denn wie sich in dem Gespräch herausstellte, ist Luke seit 22 Jahren Vegetarier.

Ein verlässlicher Mitstreiter in der Fraktion für unsere Anliegen im Bereich Tierschutz/Tierrechte!

13.07.2014: Bericht aus Brüssel Teil I

In der 2. Sitzungswoche / Juli 2014 standen für Stefan Bernhard Eck etliche Sitzungen an: die konstituierende Sitzung des Umweltausschusses (ENVI), des Landwirtschaftsausschusses (AGRI) sowie des Ausschusses für die Rechte der Frau und die Gleichstellung der Geschlechter (FEMM) und selbstverständlich auch die Fraktionssitzungen.

Bei der Sitzung des Umweltausschusses wurden der Ausschussvorsitzende und seine Stellvertreter/innen gewählt. Stefan B. Eck wurde in das Wahlkomitee berufen, da durch einen Antrag an die Geschäftsordnung der Wahlgang der Vizepräsidenten geheim durchgeführt werden sollte.

Leider konnte MEP Eck aufgrund der Verzögerung durch die geheime Wahl im ENVI-Ausschuss an diesem Tag nicht im AGRI-Ausschuss als Substitute Member teilnehmen.

Im FEMM-Ausschuss, in dem Stefan Eck ebenfalls Substitute Member ist, wurde die Wahl der Kandidatin der AfD, Beatrix von Storch, zur Vizepräsidentin durch eine geheime Abstimmung verhindert.

13.07.2014: Bericht aus Brüssel Teil II

Am 09.07.2014 besuchte Jean-Claude Junker die Fraktion der GUE/NGL, um Fragen der Fraktionsmitglieder hinsichtlich der anstehenden Wahl zum Kommissionspräsidenten zu beantworten. Leider beantwortete er nicht alle Fragen hinreichend.

Diese Sitzung musste Stefan Eck aufgrund eines informellen Treffens (Bundesumweltamt/Vertretung Brüssel) vorzeitig verlassen.

Des Weiteren stand wieder ein Büroumzug an, da die Büros der Tierschutzparteien (Partij voor de Dieren und Partei Mensch Umwelt Tierschutz) in einen anderen Teil des Gebäudes verlegt wurden.

In dieser Sitzungswoche nahmen auch die eigenen Pläne für die kommenden Monate im Bereich Tierschutz Form an – darüber wird zu gegebener Zeit mehr berichtet.

13.07.2014: Statement

EU will Fütterungsverbot für Tiermehl aufheben

Laut diversen Presseberichten vom 12. Juli 2014 plant die EU-Kommission, das Fütterungsverbot von Tiermehl an Schweine und Geflügel Schritt für Schritt aufzuheben. Schon im vergangenen Jahr wurde das Verbot gelockert und Tiermehl von Schweinen und Hühnern in Aquafarmen eingesetzt! Den wenigsten Konsumenten ist dies bewusst.

Angeblich sei das Risiko der Übertragung von BSE (Rinderwahnsinn) aufgrund wissenschaftlicher Analysen bei Schweinen und Hühnern als gering einzuschätzen, so das aktuelle interne Papier der EU-Kommission.

In einem Strategiepapier gab die EU-Behörde bekannt, dass die Lockerung des Verbotes hinsichtlich der immensen Menge von Lebensmittel-Abfall notwendig sei und man diesen bis 2025 um 30 % senken will.

Das Vorhaben der EU-Kommission wird von mir aufs Schärfste kritisiert, denn damit wird wieder einmal der Verbraucherschutz, aber vor allem der Tierschutz, ad absurdum geführt. Anstatt die Bestandsdichten zu verringern, um dadurch die immensen Mengen an „Fleischmüll“ zu reduzieren, beugt sich die EU-Kommission den wirtschaftlichen Interessen der fleischerzeugenden Betriebe, die durch die Wiedereinführung der Tiermehlverfütterung ihre Gewinne zu steigern versuchen.

Da seit dem Tiermehlverbot 2001 die Preise auf dem Weltmarkt für Getreide und Soja , die seit damals verwendeten Futterpflanzen, enorm gestiegen sind, wird nun mit dem Vorwand der Verminderung von Fleischabfällen die Wiedereinführung von Tiermehl propagiert.

Ich appelliere an alle verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürger, sich mittels Protestbriefen an die EU-Kommission gegen dieses skandalöse Vorhaben zur Wehr zu setzen, es geht immerhin um die Gesundheit der Menschen UND der Tiere!

Ich werde mich innerhalb der Fraktion dafür einsetzen, dass sich diese explizit gegen die Wiedereinführung von Tiermehl ausspricht.

Stefan Bernhard Eck

Landesverband Baden-Württemberg in Hessen aktiv

Am 11.07.2014 war Matthias Ebner, erster Vorsitzender im Landesverband Baden-Württemberg und Beisitzer im Bundesvorstand, der Einladung der Albert-Schweitzer-Schule Kassel gefolgt und zu einer Diskussionsrunde mit Schüler/innen der Oberstufe und einem Vertreter des Bauernverbandes gekommen. Diese Diskussionsrunde hatte den Titel “Unser täglich Brot – und Fleisch?” und verlief erwartungsgemäß einigermaßen kontrovers.

Freilich versuchte der Vorsitzende des Kreisbauernverbandes von Kassel Undercover-Recherchen von Tierrechtler/innen als Dokumentationen von lediglich wenigen schwarzen Schafen darzustellen. Dass diese jedoch den alltäglichen Wahnsinn und die Regel darstellen, beweist allein die Vielzahl solcher Recherche-Aufnahmen. Dreisterweise behauptete er sogar, dass man als Verbraucher/in davon ausgehen könne, dass Produkte aus Deutschland, die man im Supermarkt kauft, die Verbraucher- und Tierschutzstandards, die man von Ihnen erwarte, zu 100 % erfüllen würden. Dass dies nicht so ist, beweisen die unzähligen Skandale.

Weiterhin lud er die Schüler/innen ein und meinte, es sei gar kein Problem, einmal eine Tierhaltungsanlage zu besichtigen. Dass es sich hierbei dann um eine Hühner- oder Schweinemastanlage handelt, die Hunderte bzw. Tausende Tiere beherbergt, was in Deutschland ja keine Seltenheit ist, wagen wir einmal zu bezweifeln.

Ebenfalls behauptete er, dass “keinem Ferkel in Deutschland die Hoden herausgerissen” würden. Dass dies sehr wohl so ist, beweist etwa dieses Video: https://www.youtube.com/watch?v=4hJcO9ICGNc. Was er nicht bestritt und wie wir kritisierte, war der 40-millionenfache Mord an männlichen Küken mittels Vergasen oder Schreddern durch die Eierindustrie. Ebenso stimmen wir ihm zu, dass letztendlich die Verbraucher/innen bestimmen können, was produziert und verkauft wird. Jede/r Einzelne von uns bestimmt, ob und, falls ja, wie viel Tierleid man unterstützt und hat damit einen enormen Einfluss. Jeder einzelne Einkauf ist genauso eine Stimme für oder gegen Tierleid, Umweltzerstörung und Ausbeutung wie eine Stimme bei einer Wahl.

Im Nachgang dieser Diskussionsrunde haben wir bereits positives Feedback von den Schüler/innen bekommen und sind daher zuversichtlich, dass von diesen einige ihr Konsumverhalten künftig ändern werden.

Wenn ihr als Schüler/innen, Eltern oder Lehrer/innen ähnliche Veranstaltungen organisiert, freuen wir uns, wenn ihr uns ebenfalls zu einer Diskussion o. ä. einladet. Wir kommen immer gerne, denn die Jugend darüber aufzuklären, dass das, was ihnen von der Werbung oder dem Bauernverband erzählt wird, mit der Realität oftmals herzlich wenig zu tun hat, ist uns ein großes Anliegen. Sie bestimmen, wie Tiere in unserer Gesellschaft künftig behandelt werden.