TV-Tipp – Juli 2012

Donnerstag, den 19.07.2012 / 15.00 – 16.00 Uhr / WDR / Planet Wissen: “Glückliche Schweine – Von Ringelschwänzen, Sensibelchen und alten Rassen”

Schweine sind uns seit 9000 Jahren gute Gefährten. Sie sind intelligente und freundliche Tiere. Doch ihr Leben in menschlicher Obhut ist oft erbärmlich und ganz und gar nicht schweinegerecht. Planet Wissen zeigt, wie ein glückliches Schweineleben aussieht. (Hier zur TV-Vorschau)

Freitag, den 20.07.2012 / 15.00 – 16.00 Uhr / WDR / Planet Wissen: “Die Kuh – Heiligtum und Milchmaschine”

Die Kuh gilt in vielen Mythologien als Ursprung des Lebens. In Indien sind Kühe heute noch heilige Geschöpfe. Dieselbe Kuh, die in vielen Kulturen verehrt wird, steht heute in vielen Fällen das ganze Jahr über im Stall, frisst Kraftfutter und wird davon krank. Sie ist inzwischen reduziert auf effektive Fleisch- und Milchproduktion. Da haben alte Landrassen in der Rinderzucht schlechte Karten. (Hier zur TV-Vorschau)

Montag, den 23.07.2012 / 22:00 Uhr / NDR: Zoff an der Zapfsäule

Immer wieder das Gleiche: steigende Benzinpreise, wütende Verbraucher, Politiker unter Druck. Die Mineralölkonzerne weisen die Schuld von sich. Doch was ist die Ursache? Wie entsteht der Benzinpreis? Und vor allem: Wer macht das große Geschäft an der Zapfsäule? (Hier zur Vorschau)

Bürger wollen die Linden in der Heine-Straße in Falkenstein retten

Partei Mensch Umwelt Tierschutz steht hinter den Bürger/innen

Der Stadtrat in 08223 Falkenstein / Vogtland hat in seiner Abstimmung vom 07.06.2012 einstimmig den Straßen- bzw. Fußwegneubau in der Heinrich-Heine-Straße beschlossen. Aufgrund dieser Vorplanung sollen sämtliche dort bereits seit Jahrzehnten und Generationen befindliche gesunde und ausgewachsene Linden schlichtweg abgeholzt werden. (Hier weiter lesen…)

Bitte unterzeichnen Sie die Petition zum Thema (hier)

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat sich dieser Sache angenommen, weil wir das ökologische Engagement der Bürger/innen von Falkenstein unterstützen wollen.

Offener Brief an das Bürgermeisteramt in 08223 Falkenstein / Vogtland

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Rauchalles,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Mann,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Steiniger,
sehr geehrter Herr stellv. Bürgermeister Kießling,

die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bittet den Falkensteiner Stadtrat, der in seiner Sitzung vom 07. Juni 2012 einstimmig den Straßen- bzw. Fußwegneubau in der Heinrich-Heine-Straße beschlossenen hat, nochmals zu überdenken. Die in der Planung vorgesehene Abholzung von 50 ausgewachsenen Linden entspricht nicht dem Umweltbewusstsein vieler Bürger/innen der Stadt Falkenstein.

Wir sind der Meinung, dass nichts gegen eine Straßen- und Fußwegsanierung in der Heine-Straße einzuwenden ist, solange der alte Baumbestand erhalten bleibt.

Mehrere Gründe sprechen für die Erhaltung der 80-jährigen Linden:

1. Die Berichterstattungen, Proteste und Diskussionen in der Freien Presse und im Internet zeigen deutlich, dass die Bürger/innen in Falkenstein von den zuständigen Behörden bzw. von den Volksvertretern eine verantwortungs- und umweltbewusste Entscheidung erwarten, was die Abholzung des alten Baumbestandes in der Heine-Straße betrifft. Sie wollen keine Neubepflanzung, sondern sie wollen „Altbewährtes“ und ökologisch Wertvolles erhalten. Mehrere Generationen wurden mit diesen Bäumen alt und es ist anzunehmen, dass die Anwohner sich beim Wechsel der Jahreszeiten an den Bäumen und deren Bewohnern erfreuen. Alte Alleen sind nicht nur für die Sinne faszinierend, sondern sie prägen auch das Stadtbild positiv und vermitteln ein Gefühl von Heimat.

2. Proteste, Diskussionen und Widerstände von Bürgern/innen sollten angesichts des globalen Artensterbens (wir weisen z.B. auf das weltweite Bienensterben hin!) auch auf lokaler Ebene nicht einfach ignoriert werden. „Emotional hochgeputscht“, so wie es die CDU vom Falkensteiner Stadtrat sieht, sind die Einwände seitens der Bürger/innen in unseren Augen absolut nicht! Es ist in der heutigen Zeit ein Umweltfrevel, wenn bestehende Biotope leblosem Asphalt weichen müssen; Bäume, wenn sie ein bestimmtes Alter erreicht haben, spenden großflächig Schatten, produzieren Sauerstoff und nehmen Kohlendioxid auf. Sie sind als Lebensraum für Vögel und Insekten, wie Bienen, Hummeln und Dipteren von unverzichtbarem Wert.

3. Ökologisches und globales Denken ist bei jedem Einzelnen von uns notwendig, weil die Menschen seit der industriellen Revolution der Erde große Wunden zugefügt haben. Zum Beispiel ist gerade einmal sechs Prozent der Landfläche des Planeten heute noch mit tropischen Wäldern bedeckt; innerhalb von nicht einmal dreißig Jahren schrumpften die Wälder auf weniger als die Hälfte zusammen. Tag für Tag sterben einige hundert Tierarten aus.

4. Wir dürfen das globale Artensterben nicht verdrängen, Artensterben findet auch immer vor der eigenen Haustür statt! Erst kürzlich wurde auf dem UN-Gipfel in Rio im Juni d.J. eine Studie vorgestellt, wonach von 63 837 untersuchten Arten 19 817 vom Aussterben bedroht sind.

Es ist aus o.g. Gründen notwendig, jetzt ökologisch zu denken und der Ökologie Vorrang vor der Ökonomie einzuräumen. Dies bedeutet auch, dass alles versucht werden muss, um die alten Linden in der Heinrich-Heine-Straße als schützenswertes Biotop für die heutigen und kommenden Generationen von Menschen und Tieren zu erhalten!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz begrüßt das vorbildliche Engagement der vielen Falkensteiner Bürger/innen, die nicht alle Entscheidungen ihrer lokalen Politiker widerstandslos hinnehmen.

Mit freundlichen Grüßen

i. A. der Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Sabine Jedzig / Vorstandssekretariat

Kollateralschäden der Griechenland-Krise

Es trifft auch die Natur

Die Finanzkrise in Griechenland und die damit einhergehende Verarmung großer Bevölkerungsteile hat vielerlei Folgen, auch ökologische. Viele Griechen können sich aufgrund der staatlichen Sparmaßnahmen, des rückläufigen Wirtschaftswachstum und der Einkommenseinbußen und Rentenkürzungen kein Heizöl mehr leisten.

Um den Staatshaushalt zu sanieren, wurden die Mineralölsteuern im vergangenen Jahr vom Finanzministerium mehrfach angehoben. Der Preis für Heizöl ist in die Höhe geschnellt, die Preise für Benzin und Diesel haben sich mehr als verdoppelt.

Vor allem auf dem Land wird deshalb immer mehr mit Holzöfen geheizt. Aber auch Holz ist im waldarmen Griechenland teuer. Aus Geldnot kommt es nun immer mehr zu illegalen Kahlschlägen und „Holzklau“.

Das Handelsblatt berichtete, dass „in der nordgriechischen Region Pieria nach Angaben des örtlichen Forstamtes in jüngster Zeit mindestens 30 Fälle von „Holzwilderern“ aktenkundig wurden, die ganze Areale in den Wäldern einfach abholzen – teils für den Eigenbedarf, teils aber auch, um das Holz zu verkaufen“. Selbst an den Hängen des „Götterberges“ Olymp, so berichtete die Zeitung „Kathimerini, seien bereits große Flächen illegal abgeholzt worden.

Griechische Umweltschützer berichten bereits von „irreparablen Schäden“ durch das illegale Abholzen in den Wäldern Nordgriechenlands.

Die verfehlte EU-Krisenmanagement hat bisher nur die Banken gerettet, nicht aber die Wirtschaft und Wälder Griechenlands vor einem Kahlschlag bewahrt. Krisenmanagement sieht anders aus…

Klimavergleichsstudie mit Fleischalternativen

95 Prozent weniger Klimagase durch Fleischalternativen

Die Klimastudie des Vebu vergleicht acht verschiedene Soja- und Seitanprodukte mit Fleisch und kommt zu folgendem Schluss: Allein durch den Ersatz von Fleischalternativen, könnten in Deutschland jedes Jahr über sieben Millionen Tonnen CO2 eingespart werden. (Hier weiter lesen…)

Alle Jahre wieder…

Giftige Weihnachtsbäume!

Jedes Jahr kaufen die Deutschen etwa 26 Millionen Weihnachtsbäume. Das Umweltinstitut München weist in seinem Newsletter vom 15.12.2011 darauf hin, dass heute mehr als 80 Prozent dieser Bäume auf eigens angelegten Weihnachtsbaum-Plantagen gezüchtet werden.

Alarmierend bei dieser intensiven Bewirtschaftung ist vor allem der hohe Einsatz von Pestiziden gegen unerwünschten Unterbewuchs. Besonders beliebt, weil besonders giftig, ist das Totalherbizid Glyphosat, bekannt unter dem Namen Roundup von Monsanto. Das versprühte Pflanzengift reichert sich in den Böden an, gelangt in das Grund- und Oberflächenwasser und gefährdet die Trinkwasserqualität.

Was Sie dagegen tun können:

Unterstützen Sie die Kampagne zum Verbot von Roundup (hier).

Kaufen Sie keine billigen Bäume, sondern achten Sie auf zertifizierte Weihnachtsbäume aus dem biologischen Anbau.

Wenn keine Öko-Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe angeboten werden, können Sie sich auch an das regionale Forstamt wenden. Fragen Sie dort nach Weihnachtsbäumen aus sogenannter Durchforstung. Dabei handelt es sich in der Regel um Fichten, die zur Auflichtung und Verjüngung der Waldbestände geschlagen werden.

Die Weihnachtsbaum-Industrie hat Folgen für Menschen, Tiere und Umwelt.

Durban 2011: Ein wegweisender Erfolg!?

Bundesumweltminister Norbert Röttgen nennt das Ergebnis der Weltklimakonferenz von Durban / Südafrika einen “großen, wegweisenden Erfolg für den Klimaschutz.” Der von Menschen gemachte Klimawandel ist Fakt, er hat bereits begonnen und die Frage ist auch nicht mehr, ob er aufgehalten werden kann, sondern ob er durch den Menschen noch begrenzt werden kann. Was wäre denn jetzt wohl ein großer, wegweisender Erfolg?

Beschlossen wurde in Durban durch die Staatengemeinschaft folgendes:
– die Erderwärmung soll auf 2°C reduziert werden, durch einen Klimavertrag,
– dieser Klimavertrag soll bis zum Jahr 2015 erarbeitet werden und ab dem Jahr 2020 gelten,
– das Kyoto-Protokoll soll bis zur Gültigkeit des neuen Klimavertrages weiterhin Gültigkeit besitzen.

Wo bitte soll bei diesen Beschlüssen der konkrete Erfolg für den Klimaschutz liegen? Ein “Besser als gar Nichts”, kann bei der Dringlichkeit der Probleme doch nicht von einem ernstzunehmenden Politiker als Erfolg gefeiert werden! Natürlich gibt es hier schwerwiegende Probleme zu klären, die hauptsächlich aus der historischen Verantwortung der Industrieländer herrühren und deren Auswirkungen vor allem mal wieder die ärmsten Länder treffen werden. China, Indien und andere Schwellenländer wollen sich ihren wirtschaftlichen Erfolg nicht ökonomische Zwänge kaputtmachen lassen, die USA wollen das Klimaproblem erst gar nicht als Problem anerkennen.

Aber der Zeitkorridor wird immer kleiner, um die durch den Klimawandel hervorgerufenen Probleme zu lösen. Die in Durban tagenden Staaten sind diesen Problemen nicht gerecht geworden. Es liegt also an uns selber, an jeden Einzelnen, sich mit dem Klimawandel auseinanderzusetzen und Veränderungen in seinem persönlichen Handeln durchzuführen, um Politiker unter Druck zu setzen. Einem Herrn Röttgen kann man offensichtlich nicht vertrauen.

Enttäuscht auf die ernüchternden Beschlüsse von Durban reagierten auch Entwicklungs- und Umweltschutzorganisationen:

Martin Kaiser von Greenpeace: “Die Staatengemeinschaft ist den Menschen einmal mehr eine Antwort auf die dringend zu lösende Klimafrage schuldig geblieben”.

Die Hilfsorganisation Care erklärte: “Die Einigung von Durban sei eine bittere Enttäuschung für die ärmsten Menschen auf der Welt”.

Klimarat schlägt Alarm…

…und fordert die Politik zum Handeln auf!

Bis zu 50 Grad Celsius in Deutschland, extreme Dürren in Afrika und zerstörerische Hurrikane: Der Weltklimarat warnt im Zuge der globalen Erwärmung vor immer extremeren Wetterphänomenen. Der “Extremwetterbericht” des Weltklimarates (IPCC) soll am kommenden Freitag im ugandischen Kampala vorgestellt werden.

Hier weiter lesen: www.n24.de

Plutonium in Atlantik-Fischen

Laut Umweltinstitut München wurde Plutonium in Atlantik-Fischen und in Wasserproben gefunden. Vor allem in den 60er Jahren wurden von verschiedenen europäischen Ländern, vor allem Deutschland, Atommüll-Fässer in den Atlantik “entsorgt”. Erst 1993 wurde diese Art der Entsorgung verboten. Die Fässer rosten nun am Meeresgrund vor sich hin, und immer mehr Radioaktivität entweicht. Plutonium gehört zu den gefährlichsten und giftigsten Abfallprodukten der Atomindustrie. Schon geringe Mengen können sofort tödlich wirken.

“Die Atomindustrie hat in unverantwortlicher Art und Weise die Natur belastet”, so Stefan Bernhard Eck, der Bundesvorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz, “ein Grund mehr, schon vor 2022 die Risiko-Meiler abzuschalten, denn wir wissen nicht, ob die sogenannten End- oder Zwischenlager für atomaren Müll langfristig sicher sind. Eine Energiepolitik unter dem Motto “Nach uns die Sintflut” darf es nicht mehr geben.”

Franziska Gerhardt
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

Unterschriftenaktion für den Reinhardswald beim Tierpark Sababurg

Einen Naturpark Reinhardswald soll es, wenn es nach dem Willen der hessischen Umweltministerin Lucia Puttrich geht, nicht geben. Sie lehnte den Vorstoß des Landkreises Kassel vom Mai 2010 mit der Begründung ab: „Der Reinhardswald enthält zu wenig Flächen mit Landschafts- (LSG) und Naturschutzgebieten (NSG.“ Doch so einfach wird diese Begründung in der Region nicht hingenommen. Verschiedene Anrainerstädte und Gemeinden des Reinhardswaldes wollen sich gemeinsam für die Errichtung eines Naturparks Reinhardswald einsetzen.

Der Gedanke an einen Naturpark in Verbindung mit Naturschutz kommt also nicht nur bei Naturliebhabern und Tierschützern gut an, sondern auch bei den Städten und Gemeinden. “Wir begrüßen diese Idee sehr und möchten das Projekt unterstützen”, sagt Kristine Conrad, Mitglied des Aktionsbündnisses Jagdfreie Natur, “und wir wollen zeigen, dass uns Frau Puttrich, die selbst zur Jagd geht, mit einer einfachen Absage nicht abschrecken kann”.

Das Aktionsbündnis Jagdfreie Natur ist ein bundesweiter loser Zusammenschluss von Vereinen, Organisationen und engagierten Einzelpersonen mit dem Ziel, gemeinsam durch konsequente Öffentlichkeitsarbeit die Beendigung der Jagd voranzutreiben. Wie das gehen soll? René Hartje, Vorsitzender der Anti-Jagd-Allianz e.V. aus Hofgeismar, erklärt: “Dazu gehört natürlich auch die Schaffung von natürlichen Lebensräumen für unsere Wildtiere”. Deshalb wird das Aktionsbündnis Jagdfreie Natur, vertreten durch die Anti-Jagd-Allianz e.V. aus Hofgeismar, am Samstag, den 29.10.2011 ab 10:00 Uhr vor dem Tierpark Sababurg eine Unterschriftenaktion starten, in der die Ausweisung des Reinhardswaldes als Naturpark gefordert wird. Weitere Aktionen zum Unterschriftensammeln sind geplant.

“Wir werden die Unterschriften an die Umweltministerin Lucia Puttrich weiterleiten und ihr damit zeigen, dass die Bürger in unserer Region nicht ihr Interesse an Jagd und Holzwirtschaft teilen, sondern bei uns der Naturschutz im Vordergrund steht”, sagt Kristine Conrad. Alle Besucher sind herzlich eingeladen, die Aktion zu unterstützen und sich darüber hinaus über weitere Themen zu informieren, wie beispielsweise: Lebensräume schaffen für unsere Wildtiere, Fallenjagd in Deutschland oder Haustierabschuss durch die Jägerschaft.