Das Video der Bundesarbeitsgruppe Meeresschutz unter der Leitung von Bettina Jung ist online!

Wir danken der Aktion Fair Play Berlin für die Organisation der Demo und Sea Shepherd für ihren unermüdlichen Einsatz zum Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner.

Dank an Robin Aldag und Philipp-Niclas Jung für die Herstellung des professionellen Video-Clips und Angela Kraft für das Delfin-Foto für unser Banner! (Hier Video ansehen)

Schadstoffbelastung der Ozeane

Warum wird Atom-Müll ausgeblendet?

Bei Spiegel-online erschien am 26.03.2013 ein Artikel über die Schadstoffbelastung der Ozeane mit PCB (polychlorierte Biphenyle) und DDT (Dichlordiphenyltrichlorethan). „Schadstoffe, die einmal in die Tiefsee gelangen, sind mitnichten auf Nimmerwiedersehen verschwunden: Sie können noch nach Jahrzehnten nach oben und in die menschliche Nahrung gelangen“, wurde von Spiegel-online berichtet.

Leider wurde nichts über die drohende Gefahr geschrieben, die durch die Jahrzehnte lange Entsorgung von Atom-Müll in den Weltmeeren wie ein Damoklesschwert über der Menschheit schwebt.

Radioaktive Abfälle wurden seit Beginn der Atomnutzung legal im Meer entsorgt, bis diese selbstmörderische Vorgehensweise zumindest für Feststoffe 1994 von der „International Maritime Organisation“ verboten wurde. Mehr als 100.000 Tonnen radioaktiven Abfalls wurde im Meer versenkt. Davon stammten aus Großbritannien rund 80 Prozent, gefolgt von der Schweiz, die bis 1982 schwach- und mittelaktive Abfälle aus Industrie, Medizin und Forschung in den Nordatlantik kippen ließen. Die USA haben gegenüber der Internationalen Atomenergiebehörde eingeräumt, von 1946 bis 1970 über 90.000 Container mit radioaktivem Abfall vor ihren Küsten entsorgt zu haben. Aus Deutschland wanderten einige hundert Tonnen Atommüll ins Meer.

Besorgniserregend sind auch die Mengen an atomaren Müll, die von der russischen Marine stammen. Bis 1993 hatte die Sowjetunion nach eigenen Angaben Atom-Müll mit einer Strahlung von insgesamt 2,4 Millionen Curie (89 Billiarden Becquerel) in den Ozeanen versenkt, darunter 18 Reaktoren aus U-Booten und einem Eisbrecher: 16 Reaktoren in die Karasee, davon noch sechs bestückt und 2 Reaktoren im Japanischen Meer. Nicht berücksichtig in diesen Zahlen sind die gesunkenen russischen U-Boote: die atomgetriebene K-219 sank 1986 mit Reaktoren und 30 Atomsprengköpfen auf den Meeresgrund, die atomgetriebene K-278 Komsomolez sank 1989 mit atomaren Sprengköpfen.

Meeresbiologen haben herausgefunden, dass freigesetzte Isotope über die Nahrungskette auch aus einer Tiefe von mehr als 5.000 Metern hinauf in Fischfangzonen gelangen können. Spätestens seit 2011 ist bekannt, dass inzwischen in den Versenkungsgebieten u.a. Plutonium 238 in Wasserproben, im Sediment und in Fischen nachgewiesen werden können. Die Halbwertzeit von Plutonium 238 liegt bei 87,7 Jahren. Wenige Millionstel Gramm Plutonium sind für den Menschen bereits tödlich.

In nicht allzu ferner Zukunft werden wir „strahlende Ozeane“ haben, wenn die Fässer, Reaktorwände und Raketensprengköpfe durchgerostet sind. Aber das ist nur einer von vielen „Mega-Crashs“, die auf die Menschheit zukommen werden. Und über „Mega-Crashs“ redet man nicht gerne…

Trinkwasser – Gefahr durch Chemikalien?

Was weiß der Fisch von dem Wasser, in dem er sein Leben lang schwimmt?

Das Zweite Deutsche Fernsehen berichtete am 17.03.2013 um 13.30 Uhr in der Reihe „planet e“ über Chemikalien im Trinkwasser. Obwohl Grenzwerte eingehalten werden, was durch ständige Überprüfungen belegt ist, finden sich toxische Chemikalien in minimalen Konzentrationen.

Für viele dieser Chemikalien sind keine Grenzwerte festgelegt. Beunruhigender jedoch, dass diese Einzelbausteine Verbindungen eingehen, die überhaupt noch nicht erforscht sind, da nicht bekannt und in den unterschiedlichsten Gewässern selbst höchst variabel. Oder frei nach Albert Einstein: Was wissen wir von dem Wasser, das wir unser Leben lang trinken?

Besonders bedenklich in diesem Zusammenhang sind sogenannte Umwelthormone, deren Mikrovorkommen in Flüssen und Seen bereits ausreicht, Entwicklungsverzögerungen, Deformationen, Organschäden und Gewebserkrankungen hervorzurufen. Afrikanische männliche Frösche in mit Ethinylestradiol (einem Bestandteil der Antibabypille) kontaminiertem Wasser in hierzulande möglichen Konzentrationen veränderten binnen Stunden ihren Balzruf und wurden für Weibchen nachgewiesen sexuell unattraktiv.

Auch für menschliche Körperfunktionen lebenswichtige Schilddrüsenhormone werden beeinflusst.

Während in Deutschland und Mitteleuropa stark auf die Gewässerqualität geachtet wird, zumindest im wissenschaftlich möglichen und finanzierbaren Rahmen, gelten andernorts laschere Bestimmungen. In Indien wurden in den Flüssen nahe auch deutscher pharmazeutischer Industrien Antibiotikakonzentrationen gemessen, die höher sind als die Blutwerte eines Patienten, der gerade mit Antibiotika behandelt wird.

Daran angepasste resistente Keime, die keine Grenzen und Passkontrollen kennen, sind die Folge. Es wird immer schwieriger, bakteriellen Erkrankungen mit Antibiotika beizukommen.

Doch so weit muss man gar nicht reisen: Im Hochsauerland wurden im letzten Jahrzehnt 80.000 t mit perfluorierten Tensiden (PFT) belastetes Düngemittel ausgebracht. Nach Anwohnerbeschwerden wurde, ohne eine einzige Probe zu entnehmen, von amtlicher Seite geraten, den Dünger unterzupflügen, damit es nicht so stinkt. 2006 haben die Tenside Ruhr und Möhne erreicht, die Trinkwasserreservoirs für 4 Millionen Menschen in der Region.

Als Verursacher dieser chemischen Cocktail-Zutaten werden die Landwirtschaft und die Industrie genannt. Medikamente, deren nicht benötigte Bestandteile vom Menschen ausgeschieden werden, oder die bei Nichtgebrauch in der Toilette entsorgt werden statt im Hausmüll und der Müllverbrennung, sowie Rückstände von Reinigungsmitteln und Kosmetika tragen weiterhin zur Gewässerverseuchung bei.

Läuft es weiter so wie bisher, zahlen die klammen Kommunen und ihre Wasserversorger die immensen Kosten einer unbedenklichen Wasserqualität. Jede molekulare Struktur muss entdeckt und analysiert werden und erfordert im schlechtesten Falle eine eigene Ausfilterung.

Doch nicht die Verbraucher und Steuerzahler sollten zahlen. Die Verursacher müssen in die Pflicht genommen werden, die chemische und die Pharmaindustrie!

Im Filmbeitrag wird gefordert, nachhaltige bzw. „Grüne Chemie“ einzusetzen: Wenn der Entwicklungsprozess einer wirksamen Substanz abgeschlossen ist, ist es zu spät zu erforschen, wie sich diese aus dem Trinkwasser herausfiltern lässt. Gleich am Anfang einer Produktentwicklungskette sollen vollständig abbaubare Bestandteile getestet und eingesetzt werden, das macht den Cocktail am Ende weniger brisant.

Grüne Umweltschutz-Kapriolen auf den Punkt gebracht

Paradoxer Umweltschutz

Für Biogas entstanden riesige Monokulturen und mit der Natur und Artenvielfalt geht es den Bach herunter, die Energiesparlampen mit dem hochgiftigen Quecksilber enden als Sondermüll, die Plastik-Pfandflaschen führen zu noch mehr Plastikmüll: alles Auswirkungen einer kurzsichtigen grünen Umweltpolitik, die weder den Menschen noch die Natur schützt.

Spiegelt-TV bringt die grünen Umweltschutz-Kapriolen auf den Punkt. Ansehen, lohnt sich:(hier ansehen)

Bundesumweltminister Altmaier spricht von Erfolg – unserer Meinung nach eine glatte Lüge

Der Klimagipfel in Doha ist gescheitert!

Die Klimakonferenz in Doha ist nach zwei Wochen zäher Verhandlungen am 08. Dezember 2012 zu Ende gegangen. Ursprünglich sollte bei dem Gipfel, an dem knapp 200 Staaten teilnahmen, ein Welt-Klimavertrag vorbereitet werden, der nach einer Beschlussfassung im Jahr 2015 dann 2020 in Kraft treten sollte. Das Ergebnis der diesjährigen Klimakonferenz bestand jedoch nur in einem Minimal-Kompromiss, der in der letzen Minute erzielt wurde und ein totales Scheitern des Gipfels verhinderte.

Die wichtigsten Beschlüsse von Doha auf einen Blick:

1. Das derzeit geltende Kyoto-Protokoll wurde bis zum Jahr 2020 verlängert. 37 Industrieländer verpflichten sich dadurch über 2012 hinaus auf eine Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes. Wie hoch die Verringerung jedoch sein soll, bleibt allerdings weiterhin offen. Die USA sind dem Protokoll nie beigetreten. Kanada, Russland und Japan sind in den vergangenen Jahren ausgestiegen.

2. Ein Welt-Klimavertrag soll bis 2015 ausgehandelt werden, ab 2020 in Kraft treten und für alle Staaten gelten.

3. Die Entscheidung, mehr finanzielle Mittel für Klimaschutz in Entwicklungsländern bereitzustellen, wurde auf das kommende Jahr vertagt.

Fazit: Das Klima geht uns alle an. Allein die politisch Verantwortlichen scheinen sich dieser Tatsache nicht bewusst zu sein. Ihnen geht es wie immer um Wirtschaftswachstum um jeden Preis und nationale Interessen. Das ist heute so und wird auch in Zukunft so bleiben. Das Kyoto-Protokoll bleibt nach wie vor ein „Papiertiger“. Wer an einen Weltklima-Vertrag glaubt, und daran, dass alle Staaten diesen Vertrag unterzeichnen werden, und die Unterzeichner ihn auch einhalten, muss als grenzenloser Optimist bezeichnet werden.

Bereiten wir uns also auf die kommende Katastrophe vor und überlegen uns heute schon Ausreden, um unseren Kindern und Kindeskindern zu sagen, wir hätten alles getan, um ihnen einen lebenswerten und intakten Planeten zu hinterlassen.

Wie immer: Viel heiße Luft, aber keine Erfolge

Halbzeit beim Klimagipfel in Doha – eine Analyse

Wie zu erwarten war, traten die Regierungsvertreter der 194 Teilnehmerstaaten zur Halbzeit in Doha auf der Stelle.

Das vernichtende Urteil von Umweltminister Peter Altmaier (CDU): „Seit Tagen wird in Doha über die Rettung des Weltklimas verhandelt, bislang ohne jeden Erfolg.“

Die Beobachterin Anne-Kathrin Schneider vom BUND (Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland) spricht schon jetzt von einer gescheiterten Konferenz.

Die bisher dramatischste Verlautbarung aus Doha: Bis zum Ende dieses Jahrhunderts könnte die durchschnittliche Temperatur auf der Erde um 5 Grad Celsius ansteigen. Die Folgen einer solchen Erderwärmung würden wohl dann die schlimmsten Schreckensszenarien übertreffen.

Klimaexperte Prof. Dennis Meadows glaubt, dass es für die Rettung der Erde bereits zu spät sei. Vor 40 Jahren veröffentlichte er zusammen mit seiner Frau und anderen Forschern den Bericht: „Die Grenzen des Wachstums“, die Bibel der damaligen Umweltbewegung.

Der Planet Erde und all seine Bewohner müssen sich, so wie es aussieht, auf viel heiße Luft einstellen…

Gift in Mehl, Brötchen und Müsli: Alarmierende Ergebnisse von ÖKO-TEST

Insgesamt 20 Getreideprodukte hat ÖKO-TEST auf das Totalherbizid Glyphosat getestet. Das erschreckende Ergebnis: In 14 Produkten, also 70 Prozent der Proben, wurde Glyphosat nachgewiesen. Gefunden wurde das Gift nicht nur in Discounter-Billigwaren, sondern auch in Produkten bekannter Markenhersteller. (Hier Artikel von ÖKO-Test lesen)

E10 lässt Getreidepreise explodieren

Ernteausfälle weltweit – vor allem im mittleren Westen der USA – ließen die Preise für Mais, Weizen, Soja und sonstige Getreidearten explodieren. Der Anbau von nachwachsenden Energieträgern für Biosprit gerät mehr und mehr in die Kritik. Umweltorganisationen sprechen sich gegen einen Weiterverkauf von E10 aus und auch Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel hinterfragt nun die Einführung von E10.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hatte bereits im Jahr 2011 zum Boykott von E10 aufgerufen und auf die fatalen Folgen hingewiesen. Damals waren wir die Rufer in der politischen Wüste, denn alle anderen Parteien setzten auf E10. Hier nochmals die Fakten, die wir schon damals nannten:

– E10 führt zu Motorschäden bei Millionen von Fahrzeugen.
– E10 zerstört durch riesige Monokulturen den Regenwald.
– E10 beschleunigt das Artensterben.
– E10 verschlingt riesige Ackerflächen; für Europa allein wird eine doppelt so große Fläche wie Belgien benötigt.
– E10 lässt die Zahl der Hungernden in der Welt weiter ansteigen, da Nahrungsmittel-Pflanzen für die Produktion verwendet werden.
– E10 verteuert weltweit die Preise für viele Grundnahrungsmittel und treibt die Inflation an.
– E10 ist nachweislich unwirtschaftlicher und umweltschädlicher als herkömmlicher Treibstoff.