Tierheim-Überfall in Rumänien

Am Freitag, den 21. März brachen Hundefänger der ASPA (Veterinär-Aufsichts­behörde der Stadt Bukarest) in ein Tierheim des 6. Bezirks von Bukarest sowie in die dem Tierheim angegliederte Tierklinik ein und entwendeten 68 Tiere. (In manchen Berichten ist von 75 und auch von 90 Hunden die Rede). 18 Tiere gehörten der Tierschutz­organisation “4 Pfoten”. Polizeibeamte verhinderten, dass Mitarbeiter des Tierheims und der Klinik schützend eingreifen konnten. Die Hunde wurden von den Hundefängern mit erheblicher Gewalt in Käfige verfrachtet, einige wurden dabei schwer verletzt, acht Hunde starben.

Die Tierschutzorganisation “4 Pfoten” besass mit dem Bürgermeisteramt des Bukarester Stadtteils 6 einen laufenden Vertrag, der vorsah, dass “4 Pfoten” die Versorgung, die Entwurmungen, Sterilisationen und das Mikrochippen der dort untergebachten Hunde auf eigene Kosten vornehmen und dafür auch die angegliederte städtische Tierklinik benutzen darf. In den vergangenen zwei Jahren hat “4 Pfoten” über 3000 Tiere behandelt; viele konnten an Hundefreunde im In- und Ausland vermittelt werden. Der Vertrag sollte zum 17. April diesen Jahres auslaufen. Mit Post vom 25.03. wurde er einseitig gekündigt; demzufolge war er jedoch am 21. März noch in Kraft, sodass neben der ungeheuren Grausamkeit, mit der die Hundefänger der ASPA vorgingen, die Aktion absolut illegal war.

Der medialen Aufmerksamkeit, auch der rumänischen Presse, die zum ersten Mal über die mafiösen Machenschaften der ASPA berichtete, sowie den Protesten vor Ort und europaweit ist es zu verdanken, dass am 24. März 17 Hunde der Organisation “4Pfoten” zurückgegeben wurden. Acht Hunde, die sich in der Tierklinik befanden wegen kurz zuvor durchgeführter Kastrationen konnten ihren Besitzern übergeben werden. Ein Hund wird vermisst. Die restlichen neun Hunde wurden in das Partnertierheim von “4 Pfoten” nach Speranta gebracht. Während des 3-tägigen Diebstahls befanden sich die Hunde im städtischen Tierheim in Bragadiru, das auf einem Gefängnisgelände untergebracht ist und von Gefängniswärtern betreut wird. Berichten zufolge kamen die Hunde von “4 Pfoten” in erheblich traumatisiertem Zustand zurück. Wie es den anderen gestohlenen Hunden geht ist nicht bekannt. Leider muss man jedoch vom Schlimmsten ausgehen.

Barbara Nauheimer
Bundesvorsitzende

Protest!

Hier gemeinsam mit VIER PFOTEN den rumänischen Ministerpräsidenten Victor Ponta auffordern, das Tötungsgesetz von rumänischen Straßenhunden außer Kraft zu setzen! (Protest hier unterschreiben)

Bundesweit auf der Straße

Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der Rumänienhunde-Demo am 08.03.2014

Mehr als 10.000 Demonstranten/innen nahmen in mehr als 50 Städten rund um den Globus an Mahnwachen gegen die Massentötungen von Straßenhunden in Rumänien teil. Organisiert wurde diese Mega-Demo von unseren Freunden/innen vom Verein Fair Play For Strays und seinen hoch motivierten Aktivisten/innen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war in vielen deutschen Großstädten mit dabei, um ein deutliches politisches Zeichen zu setzen, nachdem sich die „etablieren Parteien“ zu diesem Thema mehr oder weniger ausschweigen. Prominente Unterstützung erhielt die Partei bei der Demonstration in Frankfurt, an der geschätzte 700 Tierfreunde, Tierschützer und Tierrechtler teilnahmen, durch die Filmschauspielerin, Buchautorin und Ex-Alterspräsidentin des Bayerischen Landtags, Barbara Rütting. Neben vielen Parteimitgliedern aus dem hessischen Raum waren auch der Parteivorsitzende Stefan Bernhard Eck und die Bundesschatzmeisterin Petra Kuppinger vor Ort. Mit einer emotionalen Rede machte der Parteivorsitzende nicht nur auf die skandalösen Vorgänge in Rumänien aufmerksam, sondern auch auf die kommende Europawahl, denn nur eine politische Lösung auf EU-Ebene kann das immense Tierleid in Rumänien noch stoppen.

In München nahm die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer und ihr Aktivistenteam an der Demonstration teil, die von Daniela Böhm organisiert wurde, der Tochter des bekannten Schauspielers Karl-Heinz Böhm, der auch die Afrika-Hilfe “Menschen für Menschen” gegründet hat. Daniela Böhm, eine engagierte Tierrechtlerin, klärte über die Hintergründen der Hunde-Massentötungen auf, ergänzt wurde ihre Rede durch Barbara Nauheimer, die im Auftrag der Partei zweimal nach Rumänien gereist war, um sich vor Ort ein Bild von den Zuständen zu machen.

In Bochum nahm Sandra Gabriel aus dem Landesverband NRW an der Mahnwache teil und konnte viele Passanten einerseits von der Notwendigkeit einer politischen Lösung hinsichtlich der Massentötungen überzeugen und andererseits darauf aufmerksam machen, dass die Partei Mensch Umwelt Tierschutz dabei eine wichtige Rolle spielen könnte, sofern sie nach der Europawahl im EU-Parlament vertreten wäre. Claudia Krüger, Leiterin unserer Regionalgruppe Düsseldorf, die auch an der kommenden Kommunalwahl um einen Sitz im Düsseldorfer Rathaus kämpft, war in der NRW-Metropole bei der dortigen Mahnwache dabei.

Bei der Stuttgarter Rumänien-Demo war Bundesvorstandsmitglied Matthias Ebner mit seinem Team vor Ort. Der Organisator, Stephan Steiner von „Stuttgarter Stimmern für Streuner“, machte den Teilnehmern/innen und Passanten am Ende seiner flammende Rede klar, mit welcher Partei man den Tieren bei der Europawahl am 25. Mai am besten helfen könne – mit der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

In Hamburg waren die Bundesvorstandsmitglieder Bettina Jung, Ulla Schloss, Bernd Mallon, Jan Zobel und Martin Buschmann vor Ort, um die Demonstration in der Hansestadt tatkräftig zu unterstützen und das Blau unserer Parteifahnen war nicht zu übersehen.

Bundesvorstandsmitglied Margret Giese und ihr engagiertes Team (Ehepaar Linguari, Kirstin Wittich und Eva Lyska) unterstütze die bundesweite Aktion in Hannover, wo Fair Play For Strays ihr Info-Zelt aufgeschlagen hatte. Massenhaft wurde Infos-Material verteilt und mit etlichen Demo-Besuchern/innen über die Chance gesprochen, dass durch das Verschwinden der 3%-Hürde die Wege unserer Partei in Richtung Brüssel geebnet wurden.

Udo Dautermann, Vorsitzender des Landesverbandes Rheinland-Pfalz unterstütze das Fair Play For Strays -Team bei ihrer Mahnwache in Kaiserlautern mit einem Redebeitrag und vielen Aufklärungsgesprächen mit den Passanten.Da im Saarland Fair Play For Strays keine eigene Aktion geplant hatte, organisierte der Vorsitzende des Landesverbandes Saarland, Peter Jung. Eine Mahnwache kurzerhand in Homburg. Für eine kulinarische Unterstützung sorgte die Interessengemeinschaft Saarbucks mit veganen Spezialitäten, die bei den Passanten sehr gut ankamen.

In Berlin gingen für die Partei Jaqueline Neubert und Artur Kalka und einige andere Berliner Parteimitglieder auf die Straße. Der Demonstrationsmarsch endete vor dem Deutschen Bundestag – ein klares Signal an die politisch Verantwortlichen, dass man mit ihrem Schweigen zu den skandalösen Vorgängen in Rumänien ganz und gar nicht einverstanden ist.

In Leipzig nahmen für die Partei Franziska Gerhardt (Mitglied im Bundesschiedsgericht) und Peter Berthold an der dortigen Mahnwache teil.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat mit der massiven Teilnahme an dieser Demo deutlich gezeigt, wo sie steht: An vorderster Front und Seite an Seite mit den Tierfreunden, Tierschützern und Tierrechtlern, wenn es darum geht, gegen das unermessliche Tierleid Flagge zu zeigen.

Redebeiträge von Barbara Rütting und Stefan Bernhard Eck: (hier klicken)

Am 08.03.2014 bundesweit auf der Straße in Bildern

Hier klicken: Unsere Aktivitäten zum Hunde-Massaker in Rumänien 2013 / 2014

Rumäniens sanfte Hunde / Teil 2

Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer reiste erneut nach Rumänien

Vom 07.01. bis 10.01.2014 war ich erneut in Buzau, Rumänien, um mit dem Leiter des sog. Central-Shelters (örtliches Unterbringungslager für Streunerhund) das Schicksal der dortigen Hunde zu besprechen. Leider musste ich erfahren, dass nicht alle Hunde gerettet werden können. Man teilte mir mit, dass stets ein Drittel der Hunde getötet werden müsse, um Platz für neue Streunerhunde zu schaffen. Das Gesetz verlange es.

Zwar ist dies, meiner Kenntnis nach, nicht zutreffend, da der jeweilige Bürgermeister einer Stadt oder Gemeinde darüber entscheidet, ob getötet wird oder nicht. Scheinbar, um der Bedeutung seiner Worte Ausdruck zu verleihen, wurden drei Tage nach meinem Besuch 11 Hunde getötet.

 

Wie bereits bei meinem letzten Besuch in Buzau konnte ich wieder einem Hund ein Zuhause bei mir geben. Einen weiteren, kleinen Hund aus dem Central-Shelter konnte ich in einem privaten Tierheim, in der Nähe von Buzau, unterbringen.

Während meines Rumänienaufenthaltes führte ich auch Gespräche mit zwei engagierten rumänischen Tierschützerinnen, die sich Hilfe erbaten für den Bau eines zweiten privaten Tierheims in Buzau. Ein solches Projekt muss indes gut überlegt werden. Die mögliche Anzahl der zu rettenden Tiere wird schnell erreicht sein und ein Leben hinter Gittern ist kein artgerechtes Hundeleben. Zwar könnte man sicher auch ein Auslaufgelände schaffen, das für Hundegruppen Bewegung und Spielmöglichkeiten bietet, dennoch wird es für die Tiere immer ein Leben im Gefängnis bleiben. Auf adoptionswillige Rumänen darf man nicht hoffen und wie lange wird die Adoptionsbereitschaft in anderen Ländern noch anhalten? In Norwegen soll bereits ein Gesetz erlassen worden sein, das die Einfuhr rumänischer Hunde verbietet.

Eine wirkliche Lösung wird nur auf dem steinigen und leider langwierigen politischen Weg zu erreichen sein. In Europa darf es einfach nicht möglich sein, gesunde Heimtiere zu ermorden. (Tiermorde insgesamt gehören abgeschafft! Bis dahin ist der Weg im Bewusstsein der Menschen und in der Praxis jedoch noch weit….) Gesetze, die die Tötung verbieten, gibt es, aber wie leicht sie zu umgehen sind, zeigt uns das EU-Land Rumänien.

Schande für Rumänien, Schande für die EU!

 

Falls Sie mit dem Gedanken spielen, einen rumänischen Straßenhund zu adoptieren, dann wenden Sie sich direkt an Frau Nauheimer, Tel.: 08152 / 925326

E-Mail von Frau Nauheimer an Vorstandssekretariat / 14.01.2014: “Habe ganz schreckliche Nachrichten. Heute morgen wurde ein Drittel der Hunde im Centralshelter getötet, so wie der “Tierheim”-Leiter es angekündigt hatte. Ich bin völlig fertig. Ich habe alle Hunde gesehen und zu wissen, dass sie erschlagen wurden, ja erschlagen, nicht euthanasiert. Ich bin völlig down. Heute um 7:00 machte der Leiter des “Tierheims” in Buzau seine Ankündigung wahr. Ein Drittel der Hunde wurde getötet, erschlagen, obwohl er die Zusage hatte, dass noch viele Hunde heraus geholt werden.”

(Barbara Nauheimer)

Rumäniens sanfte Hunde: Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer nimmt Kontakt auf zum Bürgermeister von Buzau. Ein persönlicher Gesprächstermin ist geplant.

Brief an den Bürgermeister Herrn Boscodeala / 18.01.2014

Mahnwache gegen die Streunertötungen in Rumänien

Partei MUT in Aktion

Am 11. Januar 2014 fand mit knapp 500 Teilnehmern eine sehr bewegende Mahnwache gegen die bestialischen Hundemorde vor dem Bundestag in Berlin statt. Mit dieser großen Zahl an Teilnehmern hatte niemand gerechnet.

Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Aktion Fair Play Leipzig. Neben dem BMT (Bund gegen Missbrauch der Tiere) waren der Verein Vier Pfoten und natürlich wir vertreten. Ein besonderer Dank geht an die Parteimitglieder aus Schleswig-Holstein, die den weiten Weg auf sich genommen hatten, um vor Ort zu sein.

Diese Mahnwache verlief friedlich und vor allem sehr emotional; dazu trug auch die musikalische Untermalung während der Veranstaltung bei.

Besonderen Protest hagelte es, als über das Vorhaben der rumänischen Regierung berichtet wurde, die Rettung und Ausfuhr der rumänischen Hunde zukünftig strafrechtlich zu verfolgen. Dieses Vorhaben ließ die anwesenden Tierschützer an dem moralischen Verständnis der verantwortlichen Politiker gänzlich zweifeln. Ein klarer Beweis dafür, dass jetzt Handlungsbedarf seitens der EU besteht.

Und deshalb ist es auch so wichtig, dass Vertreter unserer Partei ein Wörtchen in Brüssel mitzureden haben. Bitte unterstützt uns am 25. Mai 2014 bei der Europawahl mit Eurer Stimme. Denn wir sind die STIMME der wortlos leidenden TIERE…

Mahnwache in Hamburg zum Gedenken an die rumänischen Straßenhunde

Landesverband Schleswig-Holstein in Aktion

Am 30. November 2013 gedachten viele Menschen bei einer Mahnwache in Hamburg der bereits getöteten Hunde in Rumänien, um friedlich auf dieses bestehende Unrecht aufmerksam zu machen.

Aus unserer Partei waren Ulla Schloon, Peter Nedderhof und Malte Neumann vor Ort; sie sammelten nach vielen interessanten Gesprächen mit Interessierten Unterstützungsunterschriften für die Europawahl 2014.

 

Musik gab es von Jimmy Slick, der mit Songs wie unter anderem “Hunde ohne Namen” die Thematik in Musik transportierte und für den guten Zweck auftrat. Sogar Frank Weber, bekannt aus dem Fernsehen mit der Sendung „Hund Katze Maus“, hielt eine sehr bewegende Rede.

Wieder einmal zeigte es sich in den Gesprächen mit Passanten, dass es viele Menschen gibt, die bis dato gar nicht wussten, dass es die Partei Mensch Umwelt Tierschutz gibt.

Rumäniens sanfte Hunde / Teil 1

Ein Reisebericht…

Letzte Woche verschaffte sich die Bundesvorsitzende Barbara Nauheimer einen persönlichen Überblick über die Situation der Straßenhunde in Rumänien. Dabei besuchte sie ein staatliches Tierheim sowie drei private Shelter. Ja, es gibt sie: Tierliebe Rumänen, die mit zum Teil sehr bescheidenen Mitteln Straßentieren ein Zuhause geben, um sie vor dem staatlich verordneten Massenmord zu bewahren.

Barbara Nauheimer: „Das Flugzeug der rumänischen Fluggesellschaft Tarom landete mittags in Bukarest. Mit einem Mietwagen fuhr ich nach Buzau, 100 km nordöstlich von Bukarest gelegen. Ich hatte von einer Gruppe engagierter deutscher Tierschützer von der beabsichtigten baldigen Schließung des dortigen staatlichen Tierheims erfahren. Schließung: Die Tiere sollten, sobald der Winter den Weg zum Tierheim unpassierbar machen würde, sich selbst überlassen werden. Bereits auf dem Weg nach Buzau begegneten mir zahlreiche Streunertiere, abgemagert, aber offenbar vertraut mit dem Leben auf der Straße. An Tankstellen, kleinen Läden, Bushaltestellen und auch vor Häusern warteten sie auf Essbares, was ihnen von tierlieben Menschen zumindest gelegentlich hingeworfen wird. Zwischen den einzelnen Ortschaften konnte man am Straßenrand überfahrene Tiere sehen.

In Buzau angekommen, traf ich mich mit zwei rumänischen Tierschützerinnen, die mir den Weg zum Tierheim zeigten. Dort bot sich mir ein erschütterndes Bild. In einer langen Reihe von Zwingern befanden sich ca. 100 Hunde aller Größen und Altersklassen. Eine weitere Reihe von Zwingern war nicht mehr besetzt. Über den Verbleib der Hunde konnte ich nichts in Erfahrung bringen. Im nahe gelegenen Gebüsch lagen jedoch einige Hundeleichen.

Am Abend war ich bei einem rumänischen Ehepaar zu Gast, die ein privates Tierheim betreiben. Schon am Eingang drang mir das Gebell unzähliger Hunde entgegen. Im der Küche des Hauses wurde ich von geschätzten 20 bis 30 Hunden begrüßt. Auch im Wohnzimmer befanden sich Hunde. Draußen, in einem ehemaliger Obstgarten, leben in selbstgebauten Gehegen an die 150 Tiere. Diese habe ich jedoch erst am nächsten Tag gesehen. Alle waren freundlich, alle aufgeregt, alle wollen gestreichelt werden, alle wollen heraus aus ihren Umzäunungen und mitgenommen werden. Man kann diesen Wunsch in ihren Augen sehen.

Am nächsten Tag wurden von deutschen Tierschützern, die ebenfalls in Buzau waren, 10 Tiere aus dem staatlichen Tierheim in ein privates Tierheim in die Nähe von Bukarest gebracht. Ich fuhr mit einem rumänischem Mann, der uns den Weg wies, voraus. Am Straßenrand wieder der gleiche Anblick: Futtersuchende Tiere, einige überfahrene Tiere. Auf der Fahrt dorthin, im Wohnmobil der Tierschützer, verängstigte, zitternde Tiere, die nicht wissen, was mit ihnen geschehen wird. Sie wurden in Sicherheit gebracht. Deutsche Sponsoren sorgen mit monatlichen Beiträgen von 35 Euro für ihr Weiterleben.

Am dritten Tag erreichte ein LKW des bmt Buzau und ca. 60 Tiere aus dem Tierheim, was im Winter geschlossen werden soll, wurden in ein anderes staatliches Tierheim gebracht. 20 Tiere wurden in die Obhut einer türkischen Tierschützerin gegeben, die in der Nähe von Bukarest ein privates Tierheim leitet. Die 60 Tiere sind im staatlichen Tierheim vor dem Verhungern, Verdursten und Erfrieren gerettet, ihr Leben ist jedoch weiterhin bedroht. Ohne Menschen, die sie adoptieren, werden sie getötet werden. Einige, aber weißgott nicht alle, haben Sponsoren, dh. tierliebe Menschen, die für ihren Unterhalt zahlen und sie so vor der Tötung bewahren.

 

Ich habe noch zwei weitere private Tierheime besucht. Beide, wie auch die staatlichen Tierheime, sind rettungslos überfüllt. Fünf, manchmal 10 Hunde teilen sich einen Zwinger von 4 Quadratmeter Größe. In den privaten Tierheimen konnte ich Stroh in den Hütten erkennen. In dem staatlichen Tierheim lebten die Hunde auf Beton. Ich habe schon sechs Hunde, trotzdem bin ich jetzt Sponsorin für 10 Hunde und einen habe ich mitgenommen: Armina. Am liebsten würde ich sie alle retten, die vielen sanften Hunde Rumäniens.“

Offener Brief zum Massaker an Rumäniens Straßenhunden

Dieser Brief wurde geschrieben an nachfolgenden EU-Parlamentarier und an verschiedene Kommissare der Europäischen Kommission:

Herrn Martin Schulz (Präsident des Europäischen Parlamentes),
Frau Viviane Reding (Kommissarin für Justiz, Grundrechte u.  Bürgerschaft),
Frau Kristalina Georgieva (Kommissarin für Internat. Zusammenarbeit, humanitäre Hilfe, Krisenreaktion),
Herrn Dacian Ciolos (Kommissar für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung),
Herrn Tonio Borg (Kommissar für Gesundheit)

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Partei, die sich seit ihrer Gründung im Jahr 1993 insbesondere dem Schutz der Tiere verpflichtet fühlt, wenden wir uns an Sie mit einem dringenden Anliegen: Sie haben sicherlich von dem Massaker an den Straßenhunden in Rumänien Kenntnis. Einzig und allein wären Sie in der Lage, dem skandalösen Vorgehen der rumänischen Behörden Einhalt zu gebieten!

In ihrer Not wenden sich deutsche Tierschützer tagtäglich an unsere Partei – in der Annahme, dass wir als „Tierschutzpartei“ etwas zur Beendigung des himmelschreienden Unrechts an den Straßenhunden in diesem Land beitragen können. Da wir jedoch nicht im EU-Parlament vertreten sind, haben wir so gut wie keine Möglichkeit, dazu beizutragen, dass Abhilfe geschaffen wird.

Wir appellieren daher an Sie, Einfluss auf die rumänischen Behörden zu nehmen! Bitte lassen Sie nicht länger zu, dass Europa insgesamt Schaden nimmt, weil ein Mitgliedstaat der Europäischen Union ein Verhalten an den Tag legt, das allen ethischen Prinzipien Hohn spricht und zu internationalen Protesten führt! Offensichtlich hat man in Rumänien noch nicht begriffen, dass die Mitgliedschaft in einer „Wertegemeinschaft“, als die sich die EU versteht, ein grundlegend ethisches Verhalten nicht nur den Menschen, sondern auch den Tieren gegenüber einschließt!

Nicht zuletzt sind wir – als entschiedene Unterstützer des europäischen Gedankens – zutiefst enttäuscht, dass sich in der „Wertegemeinschaft Europa“ Tier-Massaker geradezu apokalyptischen Ausmaßes abspielen und sich bisher keiner der zuständigen Politiker/innen gefunden hat, sich mit den grausam gequälten Tieren zu solidarisieren und ihnen zu Hilfe zu kommen.

Wir bitten Sie, sich im Rahmen Ihrer Möglichkeiten mit aller Entschlossenheit bei der Justizbehörde, die das Töten der Tiere legitimiert hat, als ersten und wichtigsten Schritt dafür einzusetzen, dass dieses Gesetz zurückgenommen wird. Setzen Sie bitte ein deutliches Signal, damit das Massaker an Rumäniens Straßenhunden beendet wird!

In der Hoffnung auf Ihr Tätigwerden verbleiben wir

mit freundlichen Grüßen

der Bundesvorstand der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Demonstration gegen Hundemassaker in Rumänien

LV Bayern in Aktion

Am 05. Oktober 2013 wurde eine Kundgebung/Demonstration von der Bürgerinitiative Aktion Fair Play/Region Nürnberg organisiert, bei der die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (vertreten durch unseren Bundesvorsitzenden Horst Wester und die Parteimitglieder Veronika Drüschler und Dr. Olivia Offner) mit einem Infostand zugegen war. An die 200 Demoteilnehmer waren gekommen, um lautstark gegen die verabscheuungswürdigen Gesetze zur Tötung der Hunde in Rumänien zu protestieren und eine Petition zu unterschreiben.

Neben zahlreichen Gesprächen mit Passanten und Kundgebungsteilnehmern wurden auch über 70 Protestbriefe unterzeichnet und im Anschluss an den Bürgermeister von Pitesti/Rumänien geschickt – mit der Aufforderung, sich an die EU-Richtlinien zu halten, die auf Einfangen, Kastrieren und wieder Aussetzen der Straßenhunde basieren.

Unser Rumänienflugblatt “Kastrieren statt töten”

Unser Rumänienplakat “Massenmord an Streunerhunden in Rumänien erlaubt!”

Protestschreiben an den Bürgermeister von Pitesti – Für Sie zum Ausdrucken, Unterschreiben und Versenden!!!

Mahnwache in Braunschweig zum Gedenken der rumänischen Hunde

LV Niedersachsen in Aktion

Für Samstag, den 19. Oktober, hatten Braunschweiger Tierschützer, die sich „Fellnasen“ nennen, zu einer Lichterkette eingeladen. Bei dieser stillen Mahnwache wurde der ermordeten rumänischen Streunerhunde gedacht.

Ca. 300 BesucherInnen, die meisten mit ihrem Hund, waren dem Ruf gefolgt. Auch mehrere Mitglieder unserer Partei waren dabei, darunter die beiden Vorsitzenden des LV Niedersachsen, Margret Giese und ihre Stellvertreterin Eva Lyska.

Eine Tierschützerin trug ein ergreifendes Gedicht vor, in dem die tiefe Trauer über die entsetzlichen Massaker an den Tieren zum Ausdruck kam.

Nach Auskunft der VeranstalterInnen soll eine solche Mahnwache wiederholt werden. Vorgesehen ist dann auch ein Demonstrationszug durch die Braunschweiger Innenstadt. Es ist zu hoffen, dass die europaweiten Demonstrationen in Rumänien Gehör finden und die juristische Genehmigung des Massakers rückgängig gemacht wird!

Im Übrigen: Wenn sich die EU eine „Wertegemeinschaft“ nennt, fragt man sich, inwieweit die mörderischen Vorgänge im Mitgliedsland Rumänien damit vereinbar sind – und ob nicht Rumänien endlich zur Verantwortung gezogen werden sollte!

Stoppt das Hundemassaker in Rumänien!

Bitte unterstützen Sie den nachfolgenden Protest (Originalbrief) des Rumänischen Tierschutzbundes von Dr. Carmen Arsene

Betreff / Subject (example): Stop dog massacre in Romania!

Madams and Sirs,

Mass killing is simply not the answer and is totally unacceptable in the civilized world of today.

MASS NEUTERING is the only LONG TERM solution for the decrease of the stray dogs phenomenon, as it aims to the source of the problem.

The law no. 258/2013, just adopted, regarding the mass killing of dogs, is against the provisions of the European Convention ratified by Romania, it clearly contradicts the European norms regarding animal protection, it is contrary to all the conclusions of the studies performed by specialized institutions as the World Health Organization (WHO, Geneva) that concluded that dog slaughter has no result on the dog population in the street, it is contrary to all conclusions and results deriving from the mass euthanasia and killings in Romania, it is contrary to all results obtained in Oradea, Lugoj, Cernavoda and in other countries where “catch, neuter and return” lead to the almost complete eradication of the strays situation.

The law regarding the mass euthanasia destroys morality, human dignity, it gravely affects the physical and pshycological welfare of the society and it denies the constitutional right to physical and pshycological integrity.

We ask the President, the Government, the Sanitary Veterinary National Authority, the City Halls to show morality, wisdom and common sense and to prevent the implementation of a monstrous law, not dignified for the present century and which will not lead to the resolving of the problem.

We ask the European Commission, European Parliament to have a decisive and strong position and to make use of any legislative possibilities in order to stop the massacre of the dogs in Romania.

Name, country

Senden Sie den Brief an folgende Empfänger:

comm-rep-ro@ec.europa.eu, peti-secretariat@europarl.europa.eu, koen.doens@ec.europa.eu, pia.ahrenkilde-hansen@ec.europa.eu,leonor.ribeiro-da-silva@ec.europa.eu, Frederic.vincent@ec.europa.eu

Übersetzung des Briefes:

Sehr geehrte Damen und Herren,

Massentötungen sind heutzutage in einer zivilisierten Welt schlicht keine angemessene Vorgehensweise und in keiner Weise akzeptabel.

Die Massenkastration ist die einzige langfristige Lösung, das Problem der Straßenhunde zu verringern, denn damit wird an der Ursache angesetzt.

Das kürzlich verabschiedete Gesetz Nr. 258/2013 zur Massentötung von Hunden verstößt gegen die Vereinbarungen der Europäischen Konvention, die auch Rumänien ratifiziert hat, es steht im krassen Gegensatz zu europäischen Normen, den Tierschutz betreffend, es missachtet alle Ergebnisse von Untersuchungen sachkundiger Institutionen. So ist die WHO (Weltgesundheitsorganisation Genf) zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Massentötungen sich nicht auf die Populationsgröße von Straßenhunden auswirken. Ein solches Vorgehen missachtet alle Erkenntnisse, die man aus Massentötungsaktionen in Rumänien bereits gewonnen hat; es missachtet, was man aus Oradea, Lugoj, Cernavoda und anderen Ländern weiß: dort hat „catch, neuter, return“ (Einfangen, kastrieren, wieder aussetzen) das Straßenhunde-Problem fast vollständig beseitigt.

Das Gesetz zur Massentötung zerstört Moral und Menschenwürde, greift das Befinden der Gesellschaft heftig an und missachtet das Grundrecht auf körperliche und seelische Unversehrtheit.

Wir ersuchen den Präsidenten, die Regierung, die Nationale Behörde für Tiergesundheit und die jeweiligen Bürgermeister: zeigen Sie Moral, Klugheit, gesunden Menschenverstand und verhindern Sie, dass dieses scheußliche Gesetz umgesetzt wird; es passt nicht in unser Jahrhundert und löst die Probleme nicht.

Wir ersuchen das Europäische Parlament und die Europäische Kommission: treten Sie entschieden und streng auf, nutzen Sie alle gesetzlichen Möglichkeiten, um den Hundemassakern in Rumänien ein Ende zu bereiten.

Name, Land