Partei Mensch Umwelt Tierschutz zieht Klage gegen 3%-Klausel für Europawahlen in Betracht

Die im Bundestag vertretenden Parteien CDU/CSU/SPD/FDP/Bündnis90/Grüne haben am 12.06.2013 beschlossen, eine 3 %-Sperrklausel für Europawahlen einzuführen. Dieser Änderung des Europawahlgesetzes steht die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts von 2011 entgegen, die eine Sperrklausel für verfassungswidrig erklärte, da die Sperrklausel ein „schwerwiegender Eingriff in die Grundsätze der Wahlrechtsgleichheit und Chancengleichheit“ darstelle und „ die Stimme eines jeden Wahlberechtigten grundsätzlich den gleichen Zählwert und die gleiche Erfolgschance haben muss“.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz zieht aufgrund der Entscheidung des Bundestages ein Organstreitverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht in Betracht.

„In Zeiten wachsender Politikverdrossenheit“, so Martin Buschmann (Mitglied des Bundesvorstandes der Partei Mensch Umwelt Tierschutz),“ ist es unverantwortlich, dass wieder 2 bis 3 Millionen Wählerstimmen nicht gewertet werden. Deutschland braucht eine lebendige Demokratie anstatt eine Parteiendiktatur über die Wahlgesetze.“

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Martin Buschmann
Beisitzer im Bundesvorstand
Postfach 1144
21629 Neu Wulmsdorf

 

Neue Sperrklausel für EU-Wahl

Demokratieverständnis bei etablierten Parteien: Fehlanzeige!

Nun ist es fast „amtlich“. Die etablierten Parteien – mit Ausnahme der Partei Die Linke – wollen eine 3 %-Sperrklausel für die Europa-Wahl beschließen. Das neue Wahlgesetz dürfte auch die Hürde Bundesrat spielend nehmen – man ist sich ja einig, wenn es um die Mandate in Brüssel geht. Da machen auch die Grünen keine Ausnahme!

Dass es schlecht um das Demokratieverständnis der etablierten Parteien bestellt ist, hat sich damit wieder einmal bewahrheitet!

Für die kleinen Parteien ist eine neue Sperrklausel ein herber Rückschlag, denn die Hürde von 3 % ist aller Voraussicht nach für sie kaum zu schaffen. Aber wer weiß, vielleicht zeigen viele Wählerinnen und Wähler den „Etablierten“ die rote Karte für ihr seltsames Demokratieverständnis und geben ihre Stimmen den kleinen Parteien.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird bei der EU-Wahl trotzdem einen harten Wahlkampf führen, um einerseits die Wählerinnen und Wähler dieses Landes über die vielen „Baustellen“ in der Politik der etablierten Parteien aufzuklären und um unsere eigene Sichtweise einer ethisch fundierten EU-Politik deutlich zu machen.

Spaniens Bürger gegen die Förderung von Stierkämpfen durch öffentliche Gelder

Während das spanische Parlament darüber debattiert, den Stierkampf zum Kulturerbe zu erklären, zeigt eine von der „Humane Society International“ in Auftrag gegebene Meinungsumfrage, dass die Mehrheit der Spanier ablehnt, dass der Stierkampf mit öffentlichen Geldern gefördert wird.

Laut Umfrageergebnissen von Ipsos MORI haben drei Viertel der Bevölkerung in den letzten fünf Jahren keinen Stierkampf besucht und nur 29 Prozent der Bevölkerung unterstützt den Stierkampf.

Die Gesetzesvorlage der Stierkampflobby zum landesweiten Schutz und zur Förderung des Stierkampfs wird im Kulturausschuss debattiert, bevor dann zuerst der Senat und dann der Kongress darüber abstimmen.

Wenn dieses neue Gesetz verabschiedet wird, könnten noch mehr öffentliche Gelder bereit gestellt werden, um das blutige Spektakel zu finanzieren und zu fördern.

“Der Stierkampf ist ein grausames und veraltetes Spektakel, das keinen Platz im modernen Spanien hat”, sagte Kitty Block, Vizepräsident der „Humane Society International“. Die Umfrage zeigt deutlich, dass die überwiegende Mehrheit der spanischen Bevölkerung die Grausamkeit gegenüber Stieren nicht unterstützt und keine öffentlichen Mittel in den entsetzlichen Blutsport fließen sehen möchte. „Humane Society International“ fordert Spaniens Politiker auf, den Gesetzentwurf abzulehnen, der einen zynischen Versuch darstellt, Steuergelder einzutreiben, um einer sterbenden Industrie wieder Leben einzuhauchen. Lasst uns Spaniens Kunst, Kultur und architektonische Erbe ohne Grausamkeiten feiern, und die Folter von Stieren zur Unterhaltung in die Geschichtsbücher verbannen.”

Die kürzlich vom Kulturministerium veröffentlichten Zahlen zeigen, dass die Zuschauerzahlen bei Stierkämpfen auf ein Rekordtief gesunken sind. In den Jahren 2007 bis 2011 ging die Anzahl der Stierkampfveranstaltungen von 3650 auf 2290 (davon nur 590 Corridas mit bekannten Stierkämpfern und erwachsenen Stieren) zurück. Diese Zahlen dürften im Jahr 2012 durch die Rezession und das Stierkampfverbot in Katalonien noch weiter gesunken sein.

Wichtige meinungsbildende Umfrageergebnisse:

– 76 Prozent der Bevölkerung ist gegen den Einsatz öffentlicher Mittel zur Unterstützung der Stierkampf-Industrie

– Nur 29 Prozent der Bevölkerung unterstützt den Stierkampf (nur 13 % davon unterstützt den Stierkampf “stark”)

– 70 Prozent der Befragten gaben an, sie hätten keinen Stierkampf in den letzten fünf Jahren besucht

– 7 Prozent der Befragten gaben an, “etwa einmal im Jahr” einen Stierkampf zu besuchen (Im Vergleich dazu: 20 Prozent haben ein Museum / Ausstellung besucht, 19 Prozent ein Theater und 12 Prozent Fußballspiele)

– 67 Prozent der Bevölkerung sind dafür, dass Kindern unter 16 Jahren nicht erlaubt sein sollte, Stierkämpfe zu besuchen.

Stierkämpfe wurden bereits in vielen Ländern verboten: Argentinien, Kanada, Kuba, Dänemark, Italien und Großbritannien. Stierkampfveranstaltungen finden immer noch in Spanien, Frankreich, Portugal, Kolumbien, Venezuela, Peru, Ecuador und Mexiko statt. Einige spanische Städte wie Calonge, Tossa de Mar, Vilamacolum und La Vajol sowie die autonome Region Katalonien haben den Stierkampf verboten.

Jedes Jahr erleiden Tausende von Stieren bei den Corridas einen langsamen und grausamen Tod; sie werden routinemäßig anhaltenden Schmerzen ausgesetzt. Zuerst durchbohren picadores (Lanzenreiter) den Stiernacken mit einer Lanze. Dann sticht ein Matador (Stiertöter) wiederholt das Tier mit Banderillas (ein verzierter Stab, an dessen Ende sich eine Stahlspitze mit Widerhaken befindet). Zuletzt sticht der Matador dem Stier mit seinem Degen (estoque) tief in den Spalt zwischen den Schulterblättern. Wenn der vollkommen erschöpfte und Blut spuckende Stier zusammenbricht, wird er mittels eines Dolchstoßes ins Genick, getötet.

Die Plattform La Tortura No Es Cultura und die spanische Tierschutzpartei PACMA glauben, dass die Regierung und die Parteien, die die Erklärung des Stierkampfs zum Kulturgut („Bien de Interés Cultural“) unterstützen, sich damit gegen die Forderungen der spanischen Gesellschaft wenden, in der eine wachsende Ablehnung aufgrund erhöhter Sensibilität gegenüber der Behandlung von Tieren in Spanien auszumachen ist.

ENDS

Media contacts: Wendy Higgins, EU CommunicationsDirector, Humane Society: whiggins@hsi.org, +44(0)7989 972 423, Marta Esteban, president, Plataforma La Tortura No Es Cultura: marta@ayudanimales.org, Silvia Barquero, Prensa, Partido Animalista PACMA: silviabarquero@pacma.es

Notes

Ipsos MORI conducted 1,017 interviewsonline in Spain on the Ipsos i-omnibus between the 22nd and 25th March2013. Ipsos i-omnibus is a bi-weekly online survey conducted by Ipsos via theIpsos Online Panel system in 13 countries around the world. Interviews werewith adults aged 16-65yrs. Weighting was employed to balance demographics andensure the sample’s composition reflects that of the adult population accordingto the most recent country Census data available and to provide resultsintended to approximate the sample universe.

Cultural Habits and Practices Survey published by the Ministry of Culture, during 2010-201: http://www.mcu.es/estadisticas/docs/EHC/2010/Sintesis_2010-2011_ingles.pdf

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist offizielles Mitglied der spanischen Plattform zur Abschaffung der Stierkämpfe „La Tortura No Es cultura“.

Bei Fragen wenden Sie sich deshalb bitte an:

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Martina Szyszka
Beisitzerin im Bundesvorstand
Leiterin BAK Internationaler Tierschutz
Wittensteinstr. 108
42285 Wuppertal
Tel.: 0202 / 4936242
E-Mail: martina-szyszka (at) tierschutzpartei.de

 

Aufforderung zum Weltverbrauchertag: „Konsumverhalten nach ökologischen und ethischen Gesichtspunkten ausrichten!“

Zum diesjährigen Weltverbrauchertag am 15. März 2013 möchte die Partei Mensch Umwelt Tierschutz auf die aktuelle Studie des UNO-Umwelt-Programms (Unep) hinweisen, die zur Fleisch-Reduktion um mindestens 50 Prozent in den wohlhabenden Industrienationen rät.

Durch den steigenden Fleischkonsum ist das Öko-System Erde akut bedroht. Derzeit verbraucht die Fleischproduktion 80 Prozent aller Nitrogene und Phosphate (Düngemittel) sowie Unmengen Pestizide und Herbizide und viel Energie. Eine zunehmende Verschmutzung des Bodens, der Gewässer und der Atemluft sind die Folgen. Daneben werden Klima und Artenvielfalt negativ beeinflusst.

Die UNO-Wissenschaftler weisen daneben auf die unglaublichen Qualen der Tiere in der sich ausweitenden Massentierhaltung hin und raten auch aus diesem Grunde zu mehr pflanzlichen Nahrungsmitteln auf dem Speiseplan.

„Nur wenn die Verbraucher/innen der reichen Industrienationen ihr Konsumverhalten deutlich verändern und nach ökologischen und ethischen Gesichtspunkten ausrichten, ist die globale „Konsum-Katastrophe“ möglicherweise noch zu verhindern“, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck. “Erfolgt keine Veränderung im Konsumverhalten, werden sich die Hungerkrise, Ressourcenkrise, Klimakrise und die Aussterberate der Arten beschleunigen.”

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Vorstandssekretariat / Abteilung Presse-Arbeit

 

Hessische CDU und FDP votieren gegen Tierschutz-Verbandsklagerecht

Geoutet: Ein klares Votum gegen Tierschutz

Am Mittwoch, den 27. Februar 2013, wurde im Hessischen Landtag der Gesetzentwurf zur Einführung des Tierschutz-Verbandsklagerechts von SPD und Bündnis 90/Die Grünen durch die Abgeordneten von CDU und FDP zu Fall gebracht. Wieder einmal hat sich damit die Grundhaltung von CDU und FDP in Sachen Tierschutz bestätigt: Verbesserungen im Tierschutz sind für beide Parteien ein absolutes Tabu-Thema.

Die Einführung der Tierschutz-Verbandsklage in Hessen wäre ein wichtiger Schritt gewesen, die herrschende Rechtlosigkeit der Tiere durch die Klagemöglichkeit anerkannter Tierschutzorganisationen gegen tierschutzwidrige Verwaltungsakte oder gegen tierschutzwidriges Untätigbleiben von Behörden zu minimieren. Dieser Rechtsweg – quasi als Treuhänder der Tiere für deren Belange einzutreten – bleibt Tierschutzorganisationen nun weiterhin verwehrt.

„Mit der Ablehnung der Tierschutz-Verbandsklage wurde wieder einmal ein wesentlicher Beitrag zur Verwirklichung des Staatsziels Tierschutz, der durch Artikel 20a des Grundgesetzes verbrieft ist, und eine Verbesserung für den Schutz der Tiere durch CDU und FDP verhindert“, so der Vorsitzender Stefan Bernhard Eck der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Die Bürgerinnen und Bürger dieser Republik sollten aus dem Pferdefleisch- und Bio-Eier-Skandal und dem tierschutz- und verbraucherschutzpolitischen Versagen der Koalitionsregierung ihre Konsequenzen ziehen. Bei der Bundestagswahl und hessischen Landtagswahl im September gehören all jene Parteien abgestraft, die sich an die Tierausbeuter verkauft haben.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Vorstandssekretariat / Abteilung Presse-Arbeit

 

Der wahre „Pferdefleisch-Skandal“

Der Pferdefleisch-Skandal zieht von Tag zu Tag immer weitere Kreise. Aber nicht nur Deutschland ist betroffen – europaweit werden aus Profitgier und mit immenser krimineller Energie Fertigprodukte verkauft, die gezielt falsch deklariert sind und Inhaltstoffe enthalten, die nicht hinein gehören. Viel skandalöser als die Verbrauchertäuschung sind jedoch die tierquälerischen Zustände bei der Haltung, dem Transport und dem Umgang mit den Pferden bei der Schlachtung, die im Zuge der Ermittlungen von Journalisten und Tierschützern offenkundig wurden: Kranke und verletzte Pferde – oft mit offenen Beinbrüchen – bleiben sich selbst überlassen und „krepieren“ elendig. Es werden ungeeignete Transportfahrzeuge – oft ohne Futter und Wasser – eingesetzt und die Tiere von ungeschultem Personal unter Einsatz von Knüppeln, Peitschen und Hunden in die Fahrzeuge getrieben. In den Schlachthöfen ist die Betäubung vor dem Schlachtvorgang oft unzureichend.

„All dies findet statt“, so Stefan Eck, der Vorsitzende der Partei Mensch Umwelt Tierschutz“, weil die Profitgier vieler Lebensmittelhersteller keine Grenzen kennt, die Strafen viel zu unzureichend sind und unsere Regierung bisher kein Gesetz erlassen hat, das die Einfuhr von „Produkten“ aus nachweislich tierquälerischer Haltung / „Erzeugung“ untersagt. Der Pferdefleisch-Skandal hat wieder einmal gezeigt, dass der Verbraucher- und vor allem der Tierschutz von Ministerin Ilse Aigner ein einziges Desaster ist.“

Sabine Jedzig
Vorstandssekretariat
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Haingrabenstr. 6, 65843 Sulzbach am Taunus

 

Verleihung der „MUT-Medaillen“ an Paul Watson und Jan Peifer

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird auf ihrem 29. Bundesparteitag am 23. Juni 2012 in Frankfurt am Main zwei „MUT-Medaillen“ verleihen.

Der erste Preisträger ist Captain Paul Watson, Gründer der Sea Shepherd Conservation Society, die Jahr für Jahr durch ihren heroischen Einsatz zum Schutz der Ozeane und ihrer Bewohner in der Presse für Schlagzeilen und im Fernsehen für Aufsehenerregende Reportagen sorgt. Die Partei setzt damit ein Zeichen der Solidarität wegen der skandalösen Festnahme Paul Watsons auf dem Frankfurter Flughafen am 13. Mai d.J. auf Grund eines internationalen Haftbefehls aus Costa Rica. Es wird ihm vorgeworfen, dass er im Jahr 2002 bei einer Aktion gegen die Jagd auf Haie die Schifffahrt behindert habe.

Der zweite Preisträger ist der Journalist und Undercover-Filmer Jan Peifer, der durch seine nicht ungefährliche Arbeit viele Skandale aus dem Verborgenen in die Öffentlichkeit gebracht hat. Er recherchiert und dokumentiert seit über zehn Jahren die Missstände der Massentierhaltung.

„Beide Preisträger“, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck, „setzen sich durch ihre Arbeit für effektiven Umwelt- und Tierschutz ein. Sie haben sich diese Ehrungen wirklich verdient. Die politisch Verantwortlichen in Berlin sollten sich an diesem Einsatz für die Bewahrung der Natur und für die existenziellen Rechte der Tiere ein Beispiel nehmen.“

Margret Giese
Generalsekretärin
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Haingrabenstr. 6, 65843 Sulzbach am Taunus

 

Tierversuche: Das schwärzeste Verbrechen der Menschheit – gebilligt und gefördert durch unsere Regierung

Der 24. April ist der internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Obwohl jedes Jahr an diesem Tage weltweit Protestkundgebungen stattfinden, geht dieses verabscheuungswürdige Verbrechen der Menschheit an den Tieren unvermindert weiter. Die Zahl der Tierversuche hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland sogar mehr als verdoppelt und liegt heute bei mehr als 2,8 Millionen Tieren.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert seit ihrer Gründung ohne WENN und ABER die Abschaffung der Tierversuche – und nicht wie andere Parteien lediglich eine Reduzierung.

Die Bundesregierung weist die Schuld von sich und begründet scheinheilig die hohen Tierversuchszahlen mit den zunehmenden Forschungsanstrengungen Deutschlands, aber unterlässt es, strengere Kontrollmaßnahmen zur Reduzierung von Tierversuchen zu erlassen und genügend Gelder zur Erforschung von Alternativmethoden bereitzustellen.

Wir fordern unverzüglich greifende Maßnahmen von den politisch Verantwortlichen, um die Entwicklung, Validierung und den Einsatz von Alternativmethoden voranzutreiben.

Bisher tritt Bundesministerin Ilse Aigner das Staatsziel Tierschutz mit Füßen, denn es gibt z. B. kein klares Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen, es gibt nach wie vor keinen gesetzlichen Anspruch für Studierende, ihrem Gewissen folgend ein Studium ohne Tierversuche zu absolvieren. Auch der vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegte Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie zeigt deutlich, dass diese Bundesregierung nur für eine Seite ein offenes Ohr und ein großes Herz hat: für die Profiteure von Tierversuchen – allen voran die Pharmaindustrie.

Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck: „Der Friedensnobel-Preisträger Mahatma Gandhi sagte einmal, dass Tierversuche die schwärzesten Verbrechen der Menschheit sind. Demnach könnte man mit Fug und Recht behaupten, dass auch diejenigen, die Tierversuche billigen oder sogar fördern und ihrer politischen Verantwortung gegenüber unseren Mitlebewesen, den Tieren, und gegenüber dem Staatsziel Tierschutz gemäß Artikel 20a GG nicht wahrnehmen, durchaus als Kriminelle zu bezeichnen sind – also auch Frau Bundesministerin Ilse Aigner.“

Barbara Nauheimer
Schriftführerin
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

22. März Weltwassertag: Wasser ist ein kostbares Gut

Seit fast zwei Jahrzehnten findet jährlich am 22. März der Weltwassertag statt, um die Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers aufmerksam zu machen. In diesem Jahr ist Marseille Ort des Geschehens; dort wird der vierte Weltwasserbericht der Vereinten Nationen vorgestellt.

Die Oberfläche unseres Planeten ist zu drei Viertel mit Wasser bedeckt. Aus dem All gesehen ist unsere Erde ein Wasserplanet – ein blauer Planet. Der überwiegende Teil besteht aus Salzwasser (97,4 %), das sich in den Ozeanen befindet. Das Süßwasser der Erde besteht aus dem Eis an den Polen und dem Eis in den Gebirgen (2 %), dem Grundwasser (0,58%) und dem Anteil in den Seen, Flüssen und Bächen (0, 02%).

Süßwasser ist demnach ein kostbares Gut. Derzeit müssen sieben Milliarden Menschen auf der Erde mit Wasser versorgt werden, bis 2050 werden zwei Milliarden hinzukommen, aber der Süßwasservorrat vergrößert sich nicht. Der Wassermangel ist bereits jetzt eines der größten Probleme auf der Erde. Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeden Tag sterben 4500 Kinder an den Folgen verunreinigten Wassers! Während in Nordafrika und im Nahen Osten schon längst Wassermangel herrscht, zeigen sich erste Anzeichen auch in Europa, z.B. in Spanien und Italien.

Laut den Vereinten Nationen beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch einer Person in den USA 300 Liter am Tag, in Ägypten dagegen nur 22 Liter. In Deutschland verbraucht eine Person ca. 124 Liter Wasser am Tag ( zum Kochen und Trinken, zur täglichen Hygiene, Wäschewaschen und Spülen, für den Garten oder die Reinigung des Autos). Neben diesem „sichtbaren Wasser“ wird zur Herstellung aller Konsumgüter Wasser benötigt. Letzteres ist der sogenannte „virtuelle Wasserverbrauch“. Darüber machen sich die meisten Verbraucher keinerlei Gedanken. Die meisten Menschen sehen nicht den Zusammenhang zwischen der Wasserknappheit und den täglichen Einkäufen vor der eigenen Haustür. Aber jeder von uns kann seinen virtuellen Wasserverbrauch, seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren durch die Auswahl seiner Einkäufe.

Zum Vergleich: In den Lebensmitteln eines Veganers stecken nur ca. 1200 Liter Wasser, ein Vegetarier nutzt bei ausgewogener Kost ca. 2600 Liter Wasser am Tag. Wer Fleisch und Wurst isst, verbraucht dagegen die doppelte bis sechsfache Menge. Für 1 Kilogramm Rindfleisch werden 16000 Liter Wasser verbraucht, für 1 Kilo Schweinefleisch 6000 Liter. Ein Paar Lederschuhe schlagen mit 8000 Liter zu Buche. Für die Herstellung eines Autos werden sogar 400 000 Liter verbraucht.

„Jeder von uns kann seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren, indem er weniger oder gar kein Fleisch isst, weniger Zucker, Kaffee, Schokolade oder Baumwolle kauft (Produkte, zu deren Herstellung sehr viel Wasser verbraucht wird) und sich überlegt, ob wirklich jedes Familienmitglied ein eigenes Auto fahren muss“, so Barbara Nauheimer, Präsidiumsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Sabine Jedzig
Bundesvorstandssekretariat
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

15. März 2012 – Weltverbrauchertag

US-Präsident John F. Kennedy verkündete am 15. März 1962 drei wichtige Rechte zum Schutz der Verbraucher: das Recht, geschützt zu werden vor betrügerischer oder irreführender Werbung für Produkte sowie deren unzutreffender Kennzeichnung und ebenso vor gefährlichen oder unwirksamen Medikamenten. Darüber hinaus verkündete er das Recht, aus einer Vielfalt von Produkten mit marktgerechten Preisen auswählen zu können.

Seit diesem Tag wird der 15. März zum als internationaler Verbraucherschutztag begangen. In diesem Jahr steht er unter dem Motto: „Our money, our rights“ – „Unser Geld, unsere Rechte“.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzt sich seit ihrer Gründung im Jahr 1993 für einen effizienten Verbraucherschutz ein und fordert beispielsweise die „Ampelkennzeichnung von Lebensmitteln“, die von Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner bisher nicht umgesetzt wurde. „Wie zu erwarten war, misst Ilse Aigner den Interessen der Nahrungsmittelkonzerne mehr Wert bei als den Interessen der Verbraucher“, so der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck.

Sabine Jedzig
Bundesvorstandssekretariat
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main