Verbesserungen für den Tierschutz mit Aigner & Co.

Wie immer Fehlanzeige…

Mit Verlautbarungen wie “Deutschland nimmt beim Tierschutz international eine Führungsrolle ein” oder “Mit den neuen Regelungen erhöhen wir die nationalen Tierschutz-Standards weiter.”, wirbt Frau Aigner in einer am 23. Mai 2012 veröffentlichten Pressemitteilung um ihre Gesetzesnovelle in Sachen Tierschutz. Wie nicht anders zu erwarten war, befürwortet das Bundeskabinett die Aigner‘sche Gesetzesnovelle zum Tierschutzgesetz. Sie muss aber noch vom Bundestag und Bundesrat beschlossen werden.

Jeder, der sich diese Novelle genauer ansieht, erkennt schnell, dass das Tier wie immer auf der Strecke bleibt, weil wirtschaftliche Interessen im Vordergrund stehen.

Laut der beschlossenen Novelle soll der Einsatz von Versuchstieren in der Wissenschaft vermieden, vermindert oder verbessert werden. Die europäische Versuchstier-Richtlinie wird damit in nationales Recht umgesetzt. Diese EU-Richtlinie trat bereits im November 2010 in Kraft; in der deutschen Politik laufen halt die Uhren langsamer, wenn es um Tiere geht. Und dann wird auch noch die Verschleppung von Frau Aigner allen Ernstes als Erfolg verkauft!

Die Realität in den deutschen Tierversuchslaboren sieht dagegen dramatisch aus. Seit 7 Jahren steigt die Zahl der in Versuchen “verbrauchten” = getöteten Tiere auf aktuell ca. 2,9 Millionen. Organisationen wie „Ärzte gegen Tierversuche“ kritisieren seit Jahren, dass die tierversuchsfreie Forschung in Deutschland verschlafen wurde. Die Förderung sog. Alternativmethoden wird hierzulande stiefmütterlich behandelt und auch nach der geplanten Gesetzesnovelle ist mit keiner Besserung zu rechnen.

Betäubungslose Ferkelkastration: Ab 2017 soll es verboten werden, Ferkel ohne Betäubung zu kastrieren. Mit welcher Begründung wird dieses Verbot so lange hinausgezögert? In Deutschland werden jährlich etwa 20 Millionen betäubungslose Ferkelkastrationen durchgeführt. Dies bedeutet, dass bei ca. 90 Millionen Schweinen bis zum Januar 2017 dieser tierquälerische Eingriff politisch nun legitimiert wird.

Wildtiere in Zirkussen: Die schwarz-gelbe Bundesregierung möchte den Ländern per Verordnung die Möglichkeit geben “das Zurschaustellen von Tieren bestimmter wildlebender Arten an wechselnden Orten” zu verbieten oder zu beschränken. Das soll dann gelten, wenn der Schutz der Tiere durch andere Regelungen nicht gewährleistet ist. Bereits im Jahr 2003 forderte der Bundesrat ein solches Wildtierverbot, damals ignoriert von der rot-grünen Bundesregierung. Insofern ist Frau Aigner tatsächlich weiter als eine Frau Künast, will sie den Ländern jetzt die Entscheidungshoheit lassen, nachdem der Bundesrat 2011 abermals ein Verbot einforderte. In 13 europäischen Ländern, z.B. Österreich, Dänemark oder Schweden, gibt es ein solches Verbot bereits.

Verbot von Brandzeichen bei Pferden: Nach der geplanten Tierschutzgesetz-Novelle soll es verboten sein, Pferde/Fohlen per Brandzeichen zu kennzeichnen. Frau Aigner scheint wirklich ernsthaft in großer Not zu sein, um diese Neuerung als Erfolg für ihre Tierschutzarbeit verkaufen zu wollen. In der EU ist die elektronische Kennzeichnung von Pferden – also per Chip – bereits vorschrieben und Pflicht.

Katzenschutzverordnung: Die Bundesregierung möchte den Ländern per Verordnung die Möglichkeit geben, landesweit eine sog. “Katzenschutzverordnung” einzuführen. Aufgrund der fehlenden bundes- oder landesgesetzlichen Vorgaben war dies bisher nur auf kommunaler Ebene möglich. Es waren vor allem immer die Stadträte von CDU und FDP, die sich gegen solche Katzenschutzverordnungen ausgesprochen haben – gegen jede Expertenmeinung! Hier musste die schwarz-gelbe Regierung jetzt offensichtlich die Notbremse ziehen, damit ihre Parteikollegen vor Ort nicht weiterhin das längst Überfällige weiterhin blockieren.

Die schwarz-gelbe Bundesregierung und vor allem Frau Aigner zeigen mit dieser geplanten Gesetzesnovelle einmal mehr, dass sie im Bereich Tierschutzpolitik völlig versagen! Jede noch so kleine Verbesserung muss in jahrelangem Engagement von unzähligen Tierschutzaktivisten bundesweit erstritten und abgerungen werden.

Trotz der schönfärberischen Pressemitteilungen von Frau Aigner ist Deutschland kein Vorreiter in Sachen Tierschutz. Ernsthafter Tierschutz sieht anders aus!

Partei Mensch Umwelt Tierschutz wendet sich an Hannes Jaenicke bez. Paul Watson

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz (Bettina Jung vom Landesverband Hamburg) hat sich an den Schauspieler und prominenten Natur- und Umweltschützer Hannes Jaenicke gewandt. (Zur Homepage Hannes Jaenicke)

Inhalt des Schreibens:

Sehr geehrter Herr Jaenicke,

seit Jahren bin ich ein großer Bewunderer Ihrer Person, vor allem, seit Sie sich für globale Belange derart engagieren – meinen größten Respekt hierfür!

Am 13.05.2012 wurde in Deutschland – Flughafen FFM – einer der für mich letzten Helden unserer Zeit in Haft genommen: Paul Watson, Gründer und Kopf von Sea Shepherd. Er genießt internationales Ansehen für seinen Einsatz vor Ort gegen illegalen Walfang, das Schlachten der Delfine in Taiji und das Shakfinning!

Ihm wird vorgeworfen, 2002 in Costa Rica, das Seerecht verletzt zu haben. Interpol setzte ihn daraufhin auf die rote Liste, von der er international längst wieder herunter genommen wurde; Deutschland hält sich aber wohl für schlauer, oder “unsere” wirtschaftlichen Verquickungen mit Japan sind einfach zu mächtig.

Es ist beschämend, was sich Deutschland hier leistet. Seit letztem Montag ist Paul Watson gegen Kaution auf “freiem Fuss” – einen Großteil der 250 000 Euro hat Pierce Brosnan bezahlt! Brigitte Bardot möchte für Paul in die JVA und Pamela Anderson hat auch schon an Deutschland appelliert!

Ich bin der Überzeugung, dass sich dringend die deutschen “Helden”, zu denen Sie an führender Stelle gehören, zu Wort melden und auch eine Berichterstattung der Medien in Gang setzen müssen!!

Es sind 90 Tage Handlungszeitrahmen gegeben, von denen schon 15 Tage verloren sind, in denen Costa Rica handeln kann. Es droht Pauls Auslieferung nach Costa Rica. Bitte setzen Sie sich mit uns für ihn ein und erheben Sie Ihre Stimme!

Zur Rettung Paul Watsons, der bei seinen Einsätzen nie jemanden verletzt hat, der ein Ehrenmann ist, zur Rettung unser Ozeane und auch zur Rettung der Ehre Deutschlands, ist es beschämend, was auf deutschem Boden möglich ist!

Ich danke Ihnen von Herzen!

Bettina Jung / Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg der Partei Mensch Umwelt Tierschutz

Politik im Einkaufskorb

Gesund, sozial und umweltfreunlich einkaufen

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz rät: Kaufen Sie regionales und saisonales Obst und Gemüse, denn damit tun Sie nicht nur etwas für Ihre Gesundheit, sondern regional und saisonal einkaufen ist auch wirtschaftlicher, umweltverträglicher und sozialverträglicher, als wenn Sie Erzeugnisse vom Markt der Welt einkaufen. Hier ein interessanter Link: (Übersichtskarte von deutschen Erdbeerfeldern zum selbst pflücken)

Euro-Stabilität: Alarmstufe rot!

Finstere Aussichten für den Euro nach dem Wahlsonntag in Griechenland und Frankreich

Nach dem niederschmetternden Ergebnis für die Regierungsparteien in Griechenland (Nea Demokratia, Pasok) und dem Erstarken der links- und rechtsradikaler Parteien droht Griechenland die Unregierbarkeit. Es ist nicht sicher, ob mit der neuen politischen Konstellation der notwendige Sparkurs in Griechenland eingehalten wird.

Was ein Abweichen Griechenlands vom vereinbarten Fiskalpakt für die Gemeinschaftswährung bedeutet, dürfte jedem klar sein: Alarmstufe rot für die Währungsstabilität.

Nebenwirkung der Krise: Radikale Parteien gewinnen an Gewicht! Am bedauerlichsten ist, dass im Geburtsland der Demokratie die rechtsradikale Partei “Chrysi Avgi”, deren Parteilogo ein stilisiertes Hakenkreuz ist, knapp 7 Prozent der Wählerstimmen erhalten hat und zukünftig im Athener Parlament vertreten ist.

Auch der Machtwechsel in Frankreich trägt nicht zur Stabilität der Gemeinschaftswährung bei. Francois Hollande versprach seinen Wählern/innen, einerseits keine Schuldenbremse einzuführen und andererseits milliardenschwere Wachstumsprogramme aufzulegen. Mit anderen Worten: Sparen ist in Frankreich nicht angesagt!

Für Bundeskanzlerin Merkel wird damit die Luft erheblich dünner, um ihre Ideen und ihren Stabilitätskurs für den Euro durchzusetzen.

Die Finanzmärkte reagierten am Morgen nach der Wahl mit einem Dreimonatstief des Euros und einem Nachgeben der Aktienmärkte.

Euro: Quo vadis?

Piratenpartei: „Nomen est omen!“

In der ARD-Sendung „Monitor“ am 26.04.2012 wurde die Piratenpartei ins Visier genommen und ihr Hauptanliegen – Freiheit im Internet – einer kritischen Beurteilung unterzogen. Wenn es nach den Piraten geht, sollen Internet-Nutzern alle Musikdateien kostenlos zum Download zur Verfügung stehen. Diese reichlich egoistische Einstellung bedeutet nichts anderes, als dass das geistige Eigentum der Kunst- und Kulturschaffenden, das durch Urheberrechte geschützt ist, der Piraterie zum Opfer fällt. Wenn man das Ganze zu Ende denkt, hat es zur Folge, dass auch sehr „angesagte“ Gruppen mangels Einkünften zugrunde gehen. Die „Musik-Downloader“ der Piratenpartei haben dann auch nichts mehr zum Runterladen.

Diese Forderung der Piratenpartei kann einfach kommentiert werden: „Nomen est omen!“

Es ist wohl eine Frage der intelligenten Weitsicht, ob man in der Lage ist, die Folgen der Forderung der Piratenpartei abzuschätzen. Selbst die Vorsitzenden einiger Landesverbände – bereits ältere Semester – haben damit wohl so ihre Probleme, denn sie wirkten in der Sendung ziemlich hilflos, als sie bezüglich dieses Unsinns befragt wurden. Vielleicht wächst ihnen auch über den Kopf, was da an schlecht durchdachten Konzepten ins Haus steht.

Eins ist sicher: SPD und Bündnis 90/Grüne können sich schon einmal warm anziehen, denn ihre rot-grünen Träume bezüglich einer Regierungsmehrheit könnten durch die Piraten, die in den Umfragen augenblicklich bei 9 Prozent liegen, ganz schnell ein Ende haben. Einzig die „eiserne Kanzlerin“ wird von dem immer wahrscheinlicher werdenden Einzug der Newcomer in den Deutschen Bundestag profitieren. „Das System Merkel“ wird uns dank der Steigbügelhalter Piratenpartei also möglicherweise noch länger erhalten bleiben.

Keine guten Aussichten, denn eine große Koalition bringt erfahrungsgemäß nichts auf die Reihe…

Tierversuche: Das schwärzeste Verbrechen der Menschheit – gebilligt und gefördert durch unsere Regierung

Der 24. April ist der internationale Tag zur Abschaffung der Tierversuche. Obwohl jedes Jahr an diesem Tage weltweit Protestkundgebungen stattfinden, geht dieses verabscheuungswürdige Verbrechen der Menschheit an den Tieren unvermindert weiter. Die Zahl der Tierversuche hat sich in den vergangenen zehn Jahren in Deutschland sogar mehr als verdoppelt und liegt heute bei mehr als 2,8 Millionen Tieren.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert seit ihrer Gründung ohne WENN und ABER die Abschaffung der Tierversuche – und nicht wie andere Parteien lediglich eine Reduzierung.

Die Bundesregierung weist die Schuld von sich und begründet scheinheilig die hohen Tierversuchszahlen mit den zunehmenden Forschungsanstrengungen Deutschlands, aber unterlässt es, strengere Kontrollmaßnahmen zur Reduzierung von Tierversuchen zu erlassen und genügend Gelder zur Erforschung von Alternativmethoden bereitzustellen.

Wir fordern unverzüglich greifende Maßnahmen von den politisch Verantwortlichen, um die Entwicklung, Validierung und den Einsatz von Alternativmethoden voranzutreiben.

Bisher tritt Bundesministerin Ilse Aigner das Staatsziel Tierschutz mit Füßen, denn es gibt z. B. kein klares Verbot von Tierversuchen an Menschenaffen, es gibt nach wie vor keinen gesetzlichen Anspruch für Studierende, ihrem Gewissen folgend ein Studium ohne Tierversuche zu absolvieren. Auch der vom Bundeslandwirtschaftsministerium vorgelegte Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Tierversuchsrichtlinie zeigt deutlich, dass diese Bundesregierung nur für eine Seite ein offenes Ohr und ein großes Herz hat: für die Profiteure von Tierversuchen – allen voran die Pharmaindustrie.

Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck: „Der Friedensnobel-Preisträger Mahatma Gandhi sagte einmal, dass Tierversuche die schwärzesten Verbrechen der Menschheit sind. Demnach könnte man mit Fug und Recht behaupten, dass auch diejenigen, die Tierversuche billigen oder sogar fördern und ihrer politischen Verantwortung gegenüber unseren Mitlebewesen, den Tieren, und gegenüber dem Staatsziel Tierschutz gemäß Artikel 20a GG nicht wahrnehmen, durchaus als Kriminelle zu bezeichnen sind – also auch Frau Bundesministerin Ilse Aigner.“

Barbara Nauheimer
Schriftführerin
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

22. März Weltwassertag: Wasser ist ein kostbares Gut

Seit fast zwei Jahrzehnten findet jährlich am 22. März der Weltwassertag statt, um die Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers aufmerksam zu machen. In diesem Jahr ist Marseille Ort des Geschehens; dort wird der vierte Weltwasserbericht der Vereinten Nationen vorgestellt.

Die Oberfläche unseres Planeten ist zu drei Viertel mit Wasser bedeckt. Aus dem All gesehen ist unsere Erde ein Wasserplanet – ein blauer Planet. Der überwiegende Teil besteht aus Salzwasser (97,4 %), das sich in den Ozeanen befindet. Das Süßwasser der Erde besteht aus dem Eis an den Polen und dem Eis in den Gebirgen (2 %), dem Grundwasser (0,58%) und dem Anteil in den Seen, Flüssen und Bächen (0, 02%).

Süßwasser ist demnach ein kostbares Gut. Derzeit müssen sieben Milliarden Menschen auf der Erde mit Wasser versorgt werden, bis 2050 werden zwei Milliarden hinzukommen, aber der Süßwasservorrat vergrößert sich nicht. Der Wassermangel ist bereits jetzt eines der größten Probleme auf der Erde. Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeden Tag sterben 4500 Kinder an den Folgen verunreinigten Wassers! Während in Nordafrika und im Nahen Osten schon längst Wassermangel herrscht, zeigen sich erste Anzeichen auch in Europa, z.B. in Spanien und Italien.

Laut den Vereinten Nationen beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch einer Person in den USA 300 Liter am Tag, in Ägypten dagegen nur 22 Liter. In Deutschland verbraucht eine Person ca. 124 Liter Wasser am Tag ( zum Kochen und Trinken, zur täglichen Hygiene, Wäschewaschen und Spülen, für den Garten oder die Reinigung des Autos). Neben diesem „sichtbaren Wasser“ wird zur Herstellung aller Konsumgüter Wasser benötigt. Letzteres ist der sogenannte „virtuelle Wasserverbrauch“. Darüber machen sich die meisten Verbraucher keinerlei Gedanken. Die meisten Menschen sehen nicht den Zusammenhang zwischen der Wasserknappheit und den täglichen Einkäufen vor der eigenen Haustür. Aber jeder von uns kann seinen virtuellen Wasserverbrauch, seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren durch die Auswahl seiner Einkäufe.

Zum Vergleich: In den Lebensmitteln eines Veganers stecken nur ca. 1200 Liter Wasser, ein Vegetarier nutzt bei ausgewogener Kost ca. 2600 Liter Wasser am Tag. Wer Fleisch und Wurst isst, verbraucht dagegen die doppelte bis sechsfache Menge. Für 1 Kilogramm Rindfleisch werden 16000 Liter Wasser verbraucht, für 1 Kilo Schweinefleisch 6000 Liter. Ein Paar Lederschuhe schlagen mit 8000 Liter zu Buche. Für die Herstellung eines Autos werden sogar 400 000 Liter verbraucht.

„Jeder von uns kann seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren, indem er weniger oder gar kein Fleisch isst, weniger Zucker, Kaffee, Schokolade oder Baumwolle kauft (Produkte, zu deren Herstellung sehr viel Wasser verbraucht wird) und sich überlegt, ob wirklich jedes Familienmitglied ein eigenes Auto fahren muss“, so Barbara Nauheimer, Präsidiumsmitglied der Partei Mensch Umwelt Tierschutz.

Sabine Jedzig
Bundesvorstandssekretariat
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

22. März 2012: Weltwassertag

Wasser ist ein kostbares Gut

Seit fast zwei Jahrzehnten findet jährlich am 22. März der Weltwassertag statt, um die Weltöffentlichkeit auf die Bedeutung des Wassers aufmerksam zu machen. In diesem Jahr ist Marseille Ort des Geschehens; dort wird der vierte Weltwasserbericht der Vereinten Nationen vorgestellt.

Die Oberfläche unseres Planeten ist zu drei Viertel mit Wasser bedeckt. Aus dem All gesehen ist unsere Erde ein Wasserplanet – ein blauer Planet. Der überwiegende Teil besteht aus Salzwasser (97,4 Prozent), das sich in den Ozeanen befindet. Das Süßwasser der Erde besteht aus dem Eis an den Polen und dem Eis in den Gebirgen (2 Prozent), dem Grundwasser (0,58 Prozent) und dem Anteil in den Seen, Flüssen und Bächen (0,02 Prozent). Süßwasser ist demnach ein kostbares Gut. Derzeit müssen sieben Milliarden Menschen auf der Erde mit Wasser versorgt werden, bis 2050 werden zwei Milliarden hinzu kommen, aber der Süßwasservorrat vergrößert sich nicht. Der Wassermangel ist bereits jetzt eines der größten Probleme auf der Erde. Über eine Milliarde Menschen haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Jeden Tag sterben 4500 Kinder an den Folgen verunreinigten Wassers! Während in Nordafrika und im Nahen Osten schon längst Wassermangel herrscht, zeigen sich erste Anzeichen auch in Europa, z.B. in Spanien und Italien.

Laut den Vereinten Nationen beträgt der durchschnittliche Wasserverbrauch einer Person in den USA 300 Liter am Tag, in Ägypten dagegen nur 22 Liter. In Deutschland verbraucht eine Person ca. 124 Liter Wasser am Tag (zum Kochen und Trinken, zur täglichen Hygiene, Wäschewaschen und Spülen, für den Garten oder die Reinigung des Autos). Neben diesem „sichtbaren Wasser“ wird zur Herstellung aller Konsumgüter Wasser benötigt. Letzteres ist der sogenannte „virtuelle Wasserverbrauch“. Darüber machen sich die meisten Verbraucher keinerlei Gedanken. Die meisten Menschen sehen nicht den Zusammenhang zwischen der Wasserknappheit und den täglichen Einkäufen vor der eigenen Haustür. Aber jeder von uns kann seinen virtuellen Wasserverbrauch, seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren durch die Auswahl seiner Einkäufe.

Zum Vergleich: In den Lebensmitteln eines Veganers stecken nur ca. 1200 Liter Wasser, ein Vegetarier nutzt bei ausgewogener Kost ca. 2600 Liter Wasser am Tag. Wer Fleisch und Wurst isst, verbraucht dagegen die doppelte bis sechsfache Menge. Für 1 Kilogramm Rindfleisch werden 16000 Liter Wasser verbraucht, für 1 Kilo Schweinefleisch 6000 Liter. Ein Paar Lederschuhe schlagen mit 8000 Liter zu Buche. Für die Herstellung eines Autos werden sogar 400 000 Liter verbraucht.

Jeder von uns kann seinen „Wasser-Fussabdruck“ ganz einfach reduzieren, indem er weniger oder gar kein Fleisch isst, weniger Zucker, Kaffee, Schokolade oder Baumwolle kauft (Produkte, zu deren Herstellung sehr viel Wasser verbraucht wird) und sich überlegt, ob wirklich jedes Familienmitglied ein eigenes Auto fahren muss.

„Tier-Partei“ im März 2012 in der Türkei gegründet

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wünscht der „Tier-Partei“ in der Türkei – im ersten asiatischen Land, indem eine Tierschutzpartei gegründet wurde – viele aktive Mitglieder, die am Aufbau des ethischen Grundkonzeptes mithelfen wollen, eine breite Akzeptanz in der Bevölkerung und viele Stimmen bei zukünftigen Wahlen!

Gründungsmitglied Neslihan Demir erklärte die Ziele der Partei wie folgt: „Hier gehe es nicht einzig darum, für Tierliebe zu werben, sondern auch um zu erinnern, dass wir Menschen nicht alleine auf diesem Planeten leben. Wir leben mit Tieren zusammen und diese genießen ebenfalls Rechte.“ (Hier lesen)

Anmerkung: Der Bundesvorstand unserer Partei wird in Kürze mit Frau Neslihan Demir Kontakt aufnehmen und Möglichkeiten einer Kooperation ausloten.

Wir gratulieren Joachim Gauck

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz gratuliert Joachim Gauck zur Wahl des Bundespräsidenten am 18. März 2012.

In seiner ersten Antrittsrede nach der Wahl im Bundestag machte Joachim Gauck unter anderem auch deutlich, dass er in seiner neuen Rolle als Staatsoberhaupt auch andere Themenfelder besetzen möchte. Gauck: „…, d.h., dass auch ich mich neu auf Themen, Probleme und Personen einlassen werde, auf eine Auseinandersetzung auch mit Fragen, die uns heute in Europa und der Welt bewegen.“

Von Theodor Heuss, amtierender Bundespräsident von 1949 – 1959, stammt die folgende Aussage: „Dass das Wort Tierschutz einmal erfunden werden musste, ist wohl eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Gesellschaft.“

Ob es Joachim Gauck auch so sieht, darauf dürfen wir gespannt sein, und die Frage steht im Raum, wie er sich zu den Themen Massentierhaltung im Zusammenhang mit dem Klimawandel, Artensterben, Land- und Wasserverbrauch, Hunger in der Dritten Welt und der Gesundheit des Menschen äußern wird?

Uns ist klar, dass Joachim Gauck nicht alle Erwartungen erfüllen kann. Dennoch setzen wir große Hoffnungen in ihn, dass er als Sympathieträger für Menschenrechte auch die Belange der Tiere ernst nimmt und sie zu vertreten weiß.