Rassespezifische Hundegesetzgebung in Deutschland

Seit über 15 Jahren gibt es in Deutschland rassespezifische Hundegesetze – in jedem Bundesland ein eigenes und obendrauf noch ein Bundesgesetz zum Verbot der Einfuhr bestimmter Hunderassen aus dem Ausland.

Wie kam es dazu?

Am 26. Juni 2000 kam es in Hamburg zu einem tödlichen Hundeangriff auf den 6-jährigen Volkan. Dieser tragische Vorfall war der Auslöser, eine zu diesem Zeitpunkt bereits 10 Jahre andauernde Debatte um eine „Kampfhundeverordnung“ zu beenden, und schnellstmöglich „Gefahrhunde-Gesetze“ aus dem Boden zu stampfen. In jedem Bundesland wurde ein eigenes Gesetz zur Abwehr von Gefahren durch Hunde erlassen.

Entgegen des fachlichen Rates von Ethologen, Hundesachverständigen und Wissenschaftlern konzentrierte man sich auf die Herkunft der Hunde, also deren Rasse. Es gab und gibt keine wissenschaftlich belegte Grundlage dafür, bestimmte Hunderassen als „gefährlich“ anzusehen – im Gegenteil, sämtliche Experten sind der Meinung, dass die Gefährlichkeit und/oder Aggression eines Hundes nicht in der Rasse, sondern in seiner Sozialisation, der Erziehung und der Behandlung begründet ist.

Diese Expertenmeinungen wurden und werden in den Länderparlamenten bis heute ignoriert. Lediglich in Niedersachsen wurde die Rasseliste im Jahr 2003 abgeschafft, und 2011 ein modernes Hundegesetz, basierend auf der Sachkunde des Halters und der Begutachtung des Einzelfalls, installiert – ohne dass die Zahlen der Beißvorfälle rasant angestiegen sind.

Was sind die Auswirkungen?

Die rassespezifischen Hundegesetze entbehren jeder wissenschaftlichen Grundlage und belegen Hunde eines bestimmten Typs mit tierschutzrelevanten Härten. So müssen diese Hunde in einigen Bundesländern mit Maulkorb und kurzer Leine geführt werden, wenn sie keinen positiven Wesenstest vorweisen können. In einigen Bundesländern ist die Haltung bestimmter Hunderassen verboten – die Tiere werden beschlagnahmt und im Tierheim untergebracht. Eine Vermittlung ist nicht möglich. Besitzer der von den Rasselisten betroffenen Hunde werden mit Auflagen, z. B. Vorlage eines polizeilichen Führungszeugnisses, vielfach höhere Hundesteuern, Sachkundenachweis usw., belastet.

Die Zahlen in den Beißstatistiken, die von den Bundesländern geführt werden müssen, zeigen, dass die Gesamtzahl der Beißvorfälle sich durch die Gesetze nicht geändert hat. Die gelisteten Rassen sind in den Statistiken zumeist in den unteren Rängen zu finden.

Letztendlich bewirken die Gesetze nicht das, wofür sie geschaffen wurden: sie sorgen nicht für die Sicherheit der Öffentlichkeit! Sie sorgen lediglich dafür, dass Hunde und Hundehalter diskriminiert und kriminalisiert werden. Zudem bewirken sie hohe Kosten für Kontrollen, Verwaltungsaufwand sowie die Unterbringung und Versorgung von beschlagnahmten Hunden, die aufgrund der hohen Auflagen kaum eine Chance haben, die Tierheime wieder zu verlassen.

Lösungen?

Verschiedene Vereine, Organisationen und Einzelpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, gegen diese Gesetze anzugehen. So auch die IG Gegen Rasselisten – ein sich in der Gründung befindender Verein, in dem auch unser Parteimitglied Svenja Walter aktiv tätig ist. Die Zielsetzung der IG Gegen Rasselisten ist, durch Aufklärung, Information und Sachkunde das Bewusstsein der Öffentlichkeit gegenüber dieser unsinnigen Gesetzgebung zu fördern.

Die Ziele sind:

1. Das Bild der “blutrünstigen Bestie” aus den Köpfen der Menschen verschwinden zu lassen, und den Menschen zu zeigen, dass diese Hunde ganz normale Hunde sind.

2. Die Medien zu veranlassen, ihre Berichterstattung objektiv zu gestalten – nicht jeder Hundebiss ist eine “mörderische Attacke durch einen blutrünstigen Kampfhund”.

3. Die Politik endlich zu der Einsicht zu bewegen, dass ihr jahrzehntelanges Festhalten an einer falschen Gesetzgebung dem Schutz der Gesellschaft nicht dienlich ist.

Es ist an der Zeit, sich von der pauschalen Vorverurteilung bestimmter Hunderassen und -typen zu verabschieden. Der Halter ist in die Verantwortung zu nehmen – durch den Nachweis der Sachkunde, einen Hund führen zu können, um somit eine Gefährdung anderer Personen oder Tiere auszuschließen. Ein modernes und wirksames Hundegesetz, welches die Gesellschaft vor Angriffen durch Hunde beschützen soll, muss auf die Begutachtung und Bestrafung des Einzelfalls und das Verantwortungsbewusstsein des Halters aufgebaut sein – nicht auf die pauschale Vorverurteilung bestimmter Rassen.

Die Gefährlichkeit eines Hundes ist nicht in der Rasse begründet, sondern immer nur in dem individuellen Tier.

Mehr Informationen sind unter www.gegenrasselisten.de nachzulesen.

Straßenhundemanagement in Rumänien – Eine Schande für Europa

In der Ausgabe 1/2013 fand sich in der Zeitenwende ein Artikel mit der Überschrift Schande für Europa – Das Massaker an den „Streunerhunden Rumäniens“. Er beschrieb, wie diese sanften Tiere, die seit Jahrzehnten frei und besitzerlos in vielen Süd-/Osteuropäischen Ländern neben und mit den Menschen leben, erschlagen, vergiftet, stranguliert, mit Säure überschüttet oder angezündet werden.

Anfang September 2013 war ein kleiner Junge, Ionut Anghel, tot und mit Hundebissen übersät auf einem Privatgrundstück in Bukarest aufgefunden worden. Sein Bruder und er waren unbeaufsichtigt auf ein Gelände vorgedrungen, auf dem auch ehemalige Straßenhunde als Wachhunde gehalten wurden, um Einbrecher abzuschrecken. Unter dem Eindruck dieses medial intensiv ausgeschlachteten Ereignisses fand eine regelrechte Hetzjagd auf die Streuner Rumäniens statt, bei der alles erlaubt war, nichts bestraft wurde, und die am Ende in der Verabschiedung eines Gesetzes mündete, das die vollständige Entfernung der Hunde aus den Straßen ganz Rumäniens vorsieht. Aus den friedlichen Straßenhunden waren Vogelfreie geworden.

Wie es Dr. Tonio Borg, seinerzeit EU-Gesundheitskommissar, darstellte, fühlte sich Europa nicht in der Verantwortung, Rumänien dazu zu bringen, das Straßenhundeproblem menschlich, nachhaltig und im Sinne der europäischen Wertvorstellungen anzugehen. Lediglich ermahnen könne man das Mitgliedsland, die einschlägigen internationalen Abkommen der World Organisation for Animal Health, OIE zu befolgen, in deren Gesundheitskodex für Landtiere die Euthanasie (im Sinne der Tötung gesunder Hunde) als eine Methode gilt, die nur dann angewendet werden soll, wenn andere Methoden keine Wirkung zeigen.

Tatsächlich begann aber mit dem Inkrafttreten der Durchführungsbestimmungen zum Tötungsgesetz Anfang 2014 eine Jagd auf die Straßenhunde Rumäniens, wie es sie in den Jahren davor nicht gegeben hatte. In den Küstenstädten wie Constanta und Mangalia starben Hunde durch Vergiftungsaktionen, beim Einfangen, in den staatlichen Auffang-/Tötungsstationen. In Bukarest scheinen die Aufgaben der Behörde für den Schutz und die Aufsicht über die Tiere (A.S.P.A.) seitdem auf eine einzige Spezies reduziert worden zu sein: Das Einfangen und Vernichten von seinerzeit geschätzt 65.000 Straßenhunden der Hauptstadt. Angesprochen darauf, dass im Namen seiner Behörde das Wort Tierschutz vorkomme, entgegnete Razvan Bancescu, Projektkoordinator der Behörde, im März 2014, man könne den Namen ja ändern, wenn es jemanden störe.

Einen traurigen Höhepunkt stellt der 21. März 2014 dar, an dem 15 Fahrzeuge der A.S.P.A. im Sektor 6 von Bukarest ein privates Tierheim und die benachbarten Zwinger der Aufwachstation einer Tierklinik einer internationalen Tierschutzorganisation überfielen und mehr als 90 Hunde, teilweise frisch operiert und noch nicht vollständig aus der Narkose erwacht, brutal mit Fangschlingen über das grobe Kopfsteinpflaster zu Transportkäfigen schleiften, in die sie diese kopfüber und mit brachialer Gewalt verluden.

Tierschutzpartei im Europa

Viele Menschen sahen bei der Europawahl 2014 die Partei Mensch Umwelt Tierschutz als die einzige politische Bewegung Deutschlands, der man zutraute, sich des Themenkomplexes intensiv, tatkräftig und erfolgreich anzunehmen. Bei vielen Veranstaltungen zum Thema Straßenhunde traten Mitglieder der Tierschutzpartei auf und hielten mitreißende Reden. Überall, wo die Straßenhunde zum Thema wurden, war die Tierschutzpartei kompetent vertreten. Die MUT errang, getragen von ihren Parteimitgliedern und einem großen Vertrauensvorschuss tausender Wähler, tatsächlich einen Sitz im neugewählten Europaparlament. Ihr Abgeordneter, Stefan Bernhard Eck (seit 01. Januar 2015 parteilos), ist seitdem in Brüssel, Straßburg und Bukarest auch für die Straßenhunde aktiv. Sowohl er als auch die Partei, der er seinen Einzug ins Parlament verdankt, hören nicht auf, auf die Massaker an den Tieren in Rumänien aufmerksam zu machen und für Verbesserungen zu kämpfen.

Delegationen der MUT in Rumänien

Zwei Delegationen der Partei waren bisher in Rumänien und haben vor Ort Projekte begleitet, Retter gestärkt, sich für eine nachhaltigere Form des Straßenhundemanagement eingesetzt und Flagge gezeigt – auch im Namen aller Europäer, die nicht aufgeben, auf die Missstände in Rumänien hinzuweisen. Sowohl im Sommer 2014 als auch Anfang 2015 wurde dadurch der Fokus der Öffentlichkeit auf das Leiden der Streuner gelenkt und im Schulterschluss mit den lokalen Tierschützern der Rumänischen Politik gezeigt: So nicht!

Auch Europaparlamentarier wie z. B. Janusz Wojciechowski und Stefan Bernhard Eck sind mehrfach nach Rumänien gereist. Es hat Protestnoten und Gespräche, die teilweise hinter verschlossenen Türen, teilweise auch unter den Augen der Presse stattfanden, gegeben.
Geändert hat sich bisher nichts, außer, dass sich auf allen Seiten Routinen entwickelt haben. Sowohl bei den Hundejägern, als auch bei den Tierschützern. Während die Tierfänger ihre Prozesse so optimiert haben, dass sie eine relativ gleiche Anzahl von Hunden pro Woche einfangen, kasernieren, töten und zur Verbrennung vorsehen können, und damit in der Lage sind, z. B. dem Unternehmen Stericycle – einem amerikanischen Konzern, der sich auf das Verbrennen von Klinikabfällen und sonstigem toten organischen Material spezialisiert hat – eine konstante Quantität an Hundekadavern zu liefern, hat sich die „Gegenseite“, also die Hunderetter, ebenfalls professionalisiert.

Viele Rumänen, die bis vor wenigen Monaten und Jahren noch einer anderen Arbeit nachgingen und in ihrer Freizeit angefahrene Hunde in Pflege nahmen, gesund pflegten und dann weitergaben, sind inzwischen so etwas wie „Unternehmer“ geworden. Es gibt private Tierschützer mit privaten Tierheimen, die über 400 Hunde fassen. Natürlich kann ein Betreiber einer solchen Anlage nicht nebenher noch arbeiten gehen. Und genauso selbstverständlich ist es, dass Spenden für ein solches Tierheim auch für die Gehälter der Angestellten und der Betreiber verwendet werden. Und natürlich gibt es viele Menschen in Rumänien, die bescheiden in ihren Ansprüchen alles für die Hunde tun würden und sich selbst nur das Mindeste gönnen. Es gibt allerdings auch hier, wie immer, wenn außerhalb behördlicher Kontrolle eine Nebenwelt entsteht, in der auch intensive Geldflüsse stattfinden, schwarze Schafe. Es gab Shelterbetreiber, bei denen sich herausstellte, dass es die Shelter, für die gespendet wurde, in dieser Form nie gab. Es gab Vereine, Organisationen, Helfer in Deutschland und in Rumänien, die nicht nur intransparent arbeiteten, sondern z. B. auch dadurch auffielen, dass sie Straftaten vortäuschten wie beispielsweise Überfälle auf ihre Privatshelter zur Vertuschung des Abhandenkommens einiger Tiere. Dies alles ist nur möglich, weil der Staat Rumänien und die Europäische Regierung es nicht schaffen, ein Straßenhundemanagement zu organisieren, durchzusetzen und zu überwachen, das human, tierschutzgerecht und nachhaltig das durchaus vorhandene Problem der Streuner Rumäniens löst.

ASPA-Chef: Sodomie und Labore – Organisationen profitieren davon

Am 15.01.2015 widerholte Razvan Bancescu, Projektkoordinator der A.S.P.A., noch mal im Rahmen einer Pressekonferenz die Behauptungen, die er bereits früher aufgestellt hatte, dass 90 % der Straßenhunde Rumäniens von ausländischen Organisationen gewinnbringend in Tierbordelle und Versuchslabore in u.A. Deutschland und Dänemark verlegt würden. Obwohl Herr Bancescu keinerlei Beweise vorlegen konnte und offensichtlich ist, dass hier bewusst Propaganda betrieben wird, um das eigene Projekt gut und die Tierschützer schlecht zu reden, ist der Manager immer noch im Amt. Dies bewegte Stefan Bernhard Eck (MEP) Anfang Februar 2015 dazu, in einer Sitzung des obersten Stadtrates von Bukarest in Anwesenheit von Sorin Oprescu (Oberbürgermeister Bukarests) eine Distanzierung von solchen Aussagen und eine Absetzung und Disziplinierung dieses leitenden städtischen Angestellten zu fordern. Passiert ist bisher nichts. Jedenfalls nicht politisch.

Weiterhin werden täglich Straßenhunde eingefangen. Täglich werden diese in Public Shelter gebracht. Täglich werden die Hunde dort von Freiwilligen fotografiert und diese Alben werden u.A. auf Facebook veröffentlicht. Retter fahren in die Auffanglager, reservieren Hunde und holen diese dann in ihre privaten Shelter. Sie sammeln Spenden für Tierarztkosten, Pflege sowie Futter und suchen Paten und Endstellen. Eine Flotte von Transporteuren ist entstanden, die die rumänischen Hunde zu ihren neuen Familien in westeuropäische Länder fährt – größtenteils in vorbildlichen Tiertransportern unter Einhaltung aller gesetzlichen Vorschriften, doch teilweise auch eher provisorisch, wenn es gilt: in Rumänien sterben oder im Westen überleben. Organisationen, die größtenteils von Spenden aus Westeuropa finanziert werden, führen Kastrationsprojekte durch, helfen, das Leid in staatlichen Shelters zu mildern, vereinbaren „Nicht-Tötungs-Abkommen“, füttern die Hunde in Staatstierheimen, obwohl es kommunale Budgets für Hundefutter gibt, und hoffen täglich darauf, dass heute geschlossene Vereinbarungen auch morgen noch eingehalten werden.

In Bukarest jedoch wird durch die Totalverweigerung von „Kastrationsprogrammen statt Tötungsprogrammen“ der Grundstock für die nächste Generation von Straßenhunden gelegt. Die bisher nicht eingefangenen Straßenhunde – meist größer, gerissener und gefährlicher als die leicht zu fangenden und die schon durch die Hände der A.S.P.A. gegangen sind – werden sich jetzt, da in den Revieren weniger Tiere leben und mehr Futter und sichere Schlafplätze zur Verfügung stehen, deutlich stärker vermehren.

Die nächste Generation Kinder in Bukarest wird nicht mehr auf den Spielplätzen und in den Parks auf eine bunte Mischung aus freundlichen, harmlosen, entspannten Streunern stoßen, deren Nähe fast nie eine Gefahr bedeutete. Sie muss unter Umständen in Zukunft vor den Nachkommen ebendieser größeren, aggressiveren, schwer zu fangenden und schwer zu bändigenden Straßenhunde beschützt werden, die dank der A.S.P.A. bald die Straßen und Plätze beherrschen – und den Hundefängern jahrelang ein sicheres Einkommen bescheren werden.

Fangen-Kastrieren-Aussetzen ist die einzige Lösung

Die Tierschutzpartei wird sich auch in Zukunft dafür stark machen, Kastrationsprogramme in Rumänien zu unterstützen und zu fördern, und sich dafür einsetzen, dass die junge Generation in Rumänien eine Einstellung zu den Straßenhunden haben wird, die den ethischen Grundsätzen des zivilisierten Europa entspricht, und darum auf allen Ebenen, auf denen sie Gehör findet, für ein Ende des Hundemassakers in Europa kämpfen. Denn was gerade in Rumänien passiert, ist eine Schande für Europa.

21.03.2015 – Sonderparteitag in Frankfurt

Von manchen wurde vorher geunkt, „die Partei Mensch Umwelt Tierschutz zeige nach den Rücktritten Auflösungserscheinungen“. Gestern wurde klar: Genau das Gegenteil ist der Fall!

Zu dem Sonderparteitag kamen etwa 80 sehr engagierte Parteimitglieder, die vor allem mitbestimmen und miterleben wollten, dass sich die Partei in eine gute Richtung entwickelt.

Nach umfangreichen Erklärungen von Horst Wester, Jan Zobel und Matthias Ebner, der darauf folgenden offenen Diskussion und der Möglichkeit der Parteibasis, den drei Betroffenen ihr Misstrauen auszusprechen und sie moralisch zum Rücktritt aufzufordern, war das Stimmungsbarometer am Ende sehr eindeutig: die Parteibasis bestärkte die Drei mit überwältigender Mehrheit und forderte sie damit auf praktisch auf, in ihren Ämtern zu bleiben. Danke an dieser Stelle vom gesamten Bundesvorstand!

Im Anschluss daran kam es zu den notwendigen Nachwahlen, damit der Bundesvorstand wieder voll handlungs- und zeichnungsfähig ist. Nach gewählt wurden: Bettina Jung, Matthias Ebner (beide neue Bundesvorsitzende gleichberechtigt neben Horst Wester), Thomas Schwarz (Generalsekretär), Martin Buschmann (stellv. Generalsekretär), Svenja Walter (Bundesschatzmeisterin), Gaetana Gervasi (stellv. Bundesschatzmeisterin), Luise Wenkheimer (stellv. Bundesschriftführerin), Sven Fucker, Susanne Cormier, Heidi Stümges, Peter Zimmer, Jessica Frank, Sandra Lück und Sabine Hasselbeck-Grütering (alle Beisitzer).

Mit dieser Besetzung des Bundesvorstandes kann die Partei wirklich optimistisch nach vorne schauen, denn wir haben eine gute Mischung aus Lebenserfahrung und jugendlichem Elan, aus Pragmatismus und Aktionismus, Vernunft und Kreativität im neuen Vorstand vertreten.

Und ab sofort sollte es auch nur noch um die Umsetzung der politischen Arbeit gehen, denn bei dieser Zusammensetzung der Parteispitze ist absolut keinerlei Rechtsoffenheit (wie manche Kritiker die letzten Wochen über vermuteten!) zu erkennen. Danke an alle anwesenden Mitglieder für dieses Votum!

Außerdem wurden noch Ronny Alsleben, André Neubert und Angelika Pfaff-Evers als neue Kassenprüfer gewählt. Vielen Dank auch für das Engagement in diesem Bereich sowie allen, die gestern noch nicht zum Zuge kamen!

Ganz deutlich wurde auch, dass von der Parteiführung die Bundesarbeitskreise in der Zukunft eine wesentlich stärkere Gewichtung erhalten sollen. Diese sind eine sehr gute Möglichkeit, sich seinen eigenen Fähigkeiten und Spezialthemen entsprechend aktiv in der Partei einzubringen. Interessierte dürfen und sollen sich jederzeit beim Bundesvorstand (sekretariat (at) tierschutzpartei.de) melden.

Außerdem entsteht gerade die AG „MUTige Jugend“. Diese wurde von Philipp-Niclas Jung und Sidney Michelle Wester (den beiden Initiatoren) vorgestellt. Alle interessierten Jugendlichen können sich unter mutige-jugend (at) tierschutzpartei.de bei den Beiden melden.

LV Bremen der Partei Mensch Umwelt Tierschutz im Wahlkampf

Unser Landesverband Bremen nimmt am 10. Mai 2015 an der Bürgerschaftswahl des Landes Bremen teil.

Um an dieser Wahl teilnehmen zu können, mussten vorab von wahlberechtigten Bürger/innen aus dem Bundesland Bremen ca. 600 Unterstützungsunterschriften (500 aus Bremen, 100 aus Bremerhaven) gesammelt werden. Dies wurde mit Bravour geschafft!

Derzeit befindet sich unser Landesverband mitten im Wahlkampf. Aktuelle Meldungen darüber finden Sie auf der Homepage des LV Bremen und auf der Facebookseite des Landesverbandes.

Wenn Sie Andreas Zemke und sein Team vom Landesverband Bremen beim Wahlkampf unterstützen möchten, dann wenden Sie sich bitte an: andreas-zemke (at) tierschutzpartei.de.

Bei Presseanfragen verwenden Sie bitte auch obige Mailadresse oder schreiben Sie  an: sekretariat (at) tierschutzpartei.de

Nachfolgend ein paar Fotoimpressionen vom Wahlkampf sowie die Plakate:

“Partij voor de dieren” legt bei Regionalwahlen zu

Unsere niederländische Schwesterpartei “Partij voor de dieren” hat bei den Regionalwahlen kräftig zugelegt.

Hier das vorläufige Endergebnis:

Noord-Holland: 3 Sitze (+2)
Groningen: 2 (+1)
Flevoland: 2 (+1)
Utrecht: 2 (+1)
Zuid-Holland: 2 (+1)
Noord-Brabant: 2 (+1)
Gelderland: 2 (+1)
Friesland: 1 (+1)
Overijssel: 1 (+1)
Limburg: 1 (+1)
Noorderzijlvest: 1 (+1)
Hunze en Aa’s: 2 (+1)
Wetterskip Fryslân: 1 (+1)
Hoogheemraadschap van Rijnland: 2 (+1)
Hoogheemraadschap van Delfland: 2
Hoogheemraadschap De Stichtse Rijnlanden: 3 (+2)
Rivierenland: 1
Amstel, Gooi en Vecht: 2 (+1)

Herzlichen Glückwunsch zu diesem Erfolg!

Martin Buschmann
Leiter des BAK Europäische Tierschutzparteien

Blutbad im Urlaubsland Tunesien

Wir sind eine Welt und es kann jeden treffen!

Erst im Januar d.J. erschütterte ein blutiger Angriff die Weltbevölkerung; Islamisten töteten kaltblütig mehrere Mitarbeiter des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“ in Paris.

Gestern richten Islamisten erneut ein Blutbad an. Diesmal schossen Islamisten willkürlich auf Touristen in Tunis. Die Attentäter verschanzten sich zudem noch mit mehreren Geiseln im Bardo-Museum.

Bei dem Massaker in der Hauptstadt von Tunesien starben nach offiziellen Angaben mehr als 20 Menschen, darunter waren zwei Attentäter. Weitere 24 Menschen seinen verletzt wurden. Unter den Toten seinen die meisten davon Urlauber aus Deutschland, Polen, Italien und Spanien.

Noch ist unklar, ob die IS hinter diesem Anschlag steckt.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist tief erschüttert und ist in Gedanken bei den Opfern in Tunesien und bei ihren Verwandten. Es müssen alle Anstrengungen unternommen werden, damit die Schuldigen gefasst werden!

Aktueller Stand zum Anschlag / 20.03.2015: IS bekennt sich zum Anschlag, nach Behördenangaben waren 23 Menschen ums Leben gekommen, darunter 20 Urlauber, kein Deutscher darunter, Tunesische Sicherheitskräfte nahmen neun mutmaßliche Mittäter der Attentäter fest.

 

Millionenfacher Vogelmord auf Zypern!

Ein Bericht von „RespekTiere.at“

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz bedankt sich ganz herzlich bei der Tierschutzorganisation „RespekTiere.at“ diesen Text mit der dazugehörigen Petition auf unser Seite veröffentlichen zu dürfen! Wir hoffen somit, dass noch mehr Menschen auf den Vogelmord in Zypern aufmerksam werden und den Protest am Ende des Textes unterschreiben! Tom und Team, von hier aus alles Gute nach Österreich und Sie, liebe Leser/innen, unterzeichen Sie bitte und verbreiten Sie die Petition weiter! Das Morden von Vögeln muss ein baldiges Ende haben!

„Zypern ist seit 2004 Mitglied in der Europäischen Union. Im Zuge der Beitrittsverhandlungen wurde auch der Kampf gegen die illegale Wilderei vorangetrieben, welche auf dem Inselstaat leider eine langjährige blutige Tradition hat. Seit dem Beitritt zur EU ist es von Seiten Zyperns allerdings wieder still geworden um jegliche Versuche diesen schwarzen Schandfleck der zypriotischen Geschichte auszumerzen.

Tatsächlich sogar vollführt das 900 000-EinwohnerInnen-Land in Punkto Wildererbekämpfung stetig einen Schritt zurück – so ist die Situation heute eine wahrlich untragbare: Laut den Behörden wurde alleine im letzten Jahr wieder rund 16 Kilometer Fangnetze auf den Stränden errichtet, dazu mehrere tausend Klebefallen, in Summe um die 50 000, installiert (hierfür werden gerade Ruten mit einem geruch- und farblosen Leim beschmiert und an für die Vögel besonders attraktiven Landeplätzen platziert; die Vögel bleiben darauf kleben und sind ihren Peinigern schutzlos ausgeliefert – die Fangmethode wurde schon in der Steinzeit verwendet, damals mit einem aus den Beeren der Mistel hergestellten Brei, eingedickt mit Birnen- oder Zwetschkensaft, bzw. Honig; heute verwendet man zuallermeist synthetisch hergestellten Kleber).

Die Stiftung Pro Artenvielfalt (www.stiftung-pro-artenvielfalt.org) schreibt dazu: ‘Jedes Jahr bleiben über 1,2 Millionen Vögel von insgesamt mehr als 40 zum Teil hochgefährdete Arten auf ihnen kleben, hängen dort oft stundenlang kopfüber, bis sie langsam an Erschöpfung elend sterben oder bei ihren Befreiungsversuchen an dem zähen Leim qualvoll ersticken, um dann als sündhaft teure und verbotene Delikatesse in Restaurants oder bei “geschlossenen Gesellschaften” auf dem Teller landen!’

Auf diese Art und Weise sollen rund 4 000 Wilderer am grausamen Morden – im vergangenen Jahr wurden gut 2 Millionen Vögel getötet (Tendenz stark steigend; noch ein Jahr zuvor sprach man von etwa 1,2 Mill.) – ihren Anteil beitragen (zudem sind geschätzte 30 000 Vogeljäger im türkisch dominierten Nordzypern auf der Pirsch, und das bei einer Einwohner/innenzahl von nur 200 000 Menschen…), und am großen Geschäft noch dazu – werden doch bis zu 80 Euro für ein Dutzend Vögel von der Gastronomie bezahlt! So ist es wenig verwunderlich, dass Schätzungen zufolge rund 15 Millionen Euro durch den illegalen Handel mit Vögeln umgesetzt werden… Die Behörden schauen dem Treiben gelassen zu; Vogelfang ist bestenfalls ein Kavaliersdelikt, und ganz oft agieren die Tiermörder dann auch noch unter dem Wohlwollen der Zuständigkeit, immer vom so unmenschlichen Schutzmantel des ‚Hochhaltens der Tradition‘ gedeckt!

Der Vogelfang ist heute in vielen Ländern Europas verboten. ‘Zur Wahrung der Tradition’, wie es Wikipedia schreibt, gestattet aber immer noch Frankreich (dort sind beinahe alle Fangmethoden gesetzlich erlaubt, so auch die besonders barbarischen Schlingen und Steinschlagfallen. Man stelle sich vor, allein in Frankreich und Italien sind auch 2015 wieder über 20 Millionen Vögel offiziell zum Abschuss freigegeben – Quelle: Komitee gegen Vogelmord), Italien, Malta (hat wieder den Einsatz von großen Klappnetzen angekündigt, obwohl sich der Staat bei seinem EU-Beitritt 2004 verpflichtet hatte den Singvogelfang zu verbieten…), Schweden, Spanien und beschämender Weise Österreich das so grausame Spektakel (Anmerkung: in Österreich werden, zum Unterschied von z. B. Frankreich, die eingefangenen Vögel nicht zum Verzehr bejagt, sondern – zumindest auf dem Papier – nach dem Winter wieder in Freiheit entlassen; allerdings, ein solcher ‚Idealfall‘ – eine ganz und gar traurige Worthülse in diesem Zusammenhang – stellt dabei nicht unbedingt die Regel dar, denn sehr oft erliegen die Tiere dem Stress des Fangens, der Gefangenschaft oder des Ausstellens). Wikipedia schreibt weiters: ‘Der Vogelfang ist im gesamten Mittelmeerraum verbreitet. Vor allem in Italien, Südfrankreich sowie auf Malta, Teilen Griechenlands und Zypern ist die Jagd auf Singvögel zum Verzehr oder als reine Freizeitbeschäftigung ohne eigentliche Nutzung der geschossenen Vögel ein Massenphänomen.’

Bitte unterzeichnen Sie die Petition, welche wir in wenigen Monaten der Botschaft überreichen und der zypriotischen Regierung übermitteln werden! Bitte schreiben Sie auch an die angegebenen Adressen – Ihre Stimme zählt (so zum Beispiel berichtete die ‘Cyprus Mail’ kürzlich, dass laut einer Studie der ‘Terra Cypria’ mehr als 2500 Menschen aus 80 Nationen dies getan hatten und dass der wirtschaftliche Schaden auf Grund der angekündigten Zypern-Boykotte ein immenser sein könnte; in Deutschland haben Tierschützer/innen der Botschaft in Berlin fast 40 000 Unterschriften übermittelt). Addieren wir unsere Stimmen hinzu – dann wird es ganz sicher sehr bald Überlegungen in der Regierung geben müssen!“

Hier kommen Sie zur Petition!

EU-Beschluss: Plastikbeutel dürfen verboten werden

EU sagt Plastiktüten den Kampf an

Wie aus einem Artikel der Freien Presse vom 03.03.2015 hervorgeht, hat die Europäische Union in dieser Woche beschlossen, dass die Länder in Europa Plastikbeutel zukünftig besteuern dürfen oder sogar verbieten können.

Ziel soll es bis Ende 2025 sein, dass jeder europäische Bürger im Schnitt nur noch 40 Plastikbeutel verbrauchen soll; 2010 waren es noch 176 Tüten.

Plastikmüll jeglicher Art schadet der Umwelt; jährlich landen in der EU 8 Milliarden Plastikbeutel in der Landschaft oder im Meer. Die Folgen sind gravierend für die Umwelt und meist lebensbedrohlich für die Tierwelt. Die EU-Kommission schätzt, dass 94 Prozent der Nordseevögel inzwischen Plastik im Bauch haben.

Beim europaweiten Verbrauch von Plastiktüten – Einweg und Mehrweg – liegt Deutschland auf dem vierten Platz. Mit 64 Einwegtüten Verbrauch ist es immerhin noch Platz sechs.

Umweltbewusst sind nach EU-Angaben Dänemark und Finnland mit gerade mal 4 Einwegtüten pro Kopf und Jahr. Am meisten Plastiktüten verbrauchen pro Jahr die Einwohner in Polen, Portugal und in der Slowakei mit 466 Stück.

Es bleibt also noch viel zu tun. Um den Plastikbeutelverbrauch zu senken, raten wir dazu: Betreiben Sie mit dem Verzicht von Plastikbeuteln beim Einkauf aktive Politik. Damit signalisieren Sie dem Handel, dass Ihnen der Umweltschutz am Herzen liegt.

Schockierendes Tierquäler-Video

Tierschützer drehen heimlich auf Schlachthof

Heimliche Aufnahmen von Tierschützern, die in einem Schlachthof in Staffordshire, einer Grafschaft in England, gefilmt wurden, zeigen die schrecklichen Qualen von Nutztieren, bevor sie zur Schlachtbank geführt werden und das unermessliche Leid, dem die Tiere vor ihrer Tötung ausgesetzt sind. (Hier zum Bericht und Video)

Anmerkung der Redaktion: Daran wird sich erst was ändern, wenn Menschen keine Tiere mehr ausbeuten. Auf diesen Tag arbeiten wir hin, jeden Tag. Helft uns! Es ist nicht schwer vegan zu leben und sich für Tiere einzusetzen! Werdet Mitglied und kämpft mit uns zusammen!

Steigt die Fleischproduktion, steigt das Tierleid – Fleischproduktion in Deutschland steigt weiter

Eine niederschmetternde Mitteilung vom Statistischen Bundesamt in Wiesbaden (Lesen Sie hier)

 

LV Ba-Wü diskutiert mit “Mehr Demokratie” über Landtagswahlrecht

Am Samstag, den 07.02.2015, waren 3 Mitglieder unseres Landesverbandes Baden-Württemberg der Einladung von „Mehr Demokratie e.V.“ zu einer Diskussionsrunde gefolgt, in der erörtert werden sollte, wie man das älteste Landtagswahlrecht, welches alle Parteien außer die CDU benachteiligt, demokratischer machen könne. Dabei wurden u.a. folgende Punkte inhaltlich diskutiert:

  • Zusätzliche Landesliste
  • Landesliste statt Wahlkreise
  • Ersatzstimme
  • Präferenzwahlverfahren
  • Reduzierung der benötigten Unterstützungsunterschriften
    u.a.

Es stellte sich folgende Strategie heraus:

  1. In dieser Legislaturperiode wird vmtl. ein Paket zur Vereinfachung von Bürgerbeteiligung verabschiedet. Dieses wird als Grundlage für das weitere Vorgehen herangezogen.
  2. Es wird davon ausgegangen, dass am Ende ein Volksentscheid notwendig wird, um das Wahlrecht demokratischer zu machen.
  3. Zur Sammlung der dafür benötigten Unterschriften wird ein möglichst breites Bündnis angestrebt.

Am 23.3.2015 wird es einen Folgetermin geben, bei dem die Weichen für ein breites Bündnis gestellt werden sollen. Wir bleiben dran und arbeiten weiter darauf hin, dass auch endlich die Tiere eine Stimme im Landtag bekommen. Zur kommenden Landtagswahl 2016 wird dies jedoch nicht mehr möglich sein und auch eine Klage gegen die Prozenthürde ist aussichtslos, da diese in der Verfassung festgeschrieben ist.