MUT-Medaille für Paul Watson

Um für die Rechte der Tiere zu kämpfen, bedarf es besonderer Zivilcourage!

Am 13.05.2012 wurde Captain Paul Watson, Gründer und Frontmann der Umweltgruppe Sea Shepherd, bei seiner Einreise am Frankfurter Flughafen auf Grund eines internationalen Haftbefehls aus Costa Rica festgenommen. In dem Haftbefehl wird ihm vorgeworfen, im Jahr 2002 bei einer Aktion gegen die Jagd auf Haie (Shark Finning) die Schifffahrt behindert zu haben.

Umweltexperten zufolge werden jedes Jahr 72 Millionen Haie beim Shark Finning getötet; den meisten werden bei lebendigem Leib die Flossen abgehackt und diese nach China exportiert, da sie dort als Delikatesse gelten. Die Haie werden nach dem Abhacken der Flossen wieder ins Meer geworfen, wo sie qualvoll zugrunde gehen.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz hat nach Bekanntwerden der Inhaftierung direkt gehandelt und Herrn Bundespräsident Gauck, Frau Bundeskanzlerin Angela Merkel, Herr Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Frau Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger angeschrieben und darum gebeten, sich bei der für die Inhaftierung verantwortlichen Behörde in Frankfurt dafür einzusetzen, dass Herr Watson umgehend aus der Haft entlassen wird!

Außerdem setzte die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Paul Watson bei der Demonstration am 23.05.2012 in Berlin und damit auch ein klares Signal an die Bürger/innen dieses Landes, dass der Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner ganz oben auf der politischen Agenda stehen muss.

Paul Watson, der sich selbst als „effektiven“ Umweltschützer sieht, hat sich dem Schutz der Ozeane und vor allem der Wale verschrieben. Er führt seit über dreißig Jahren fast pausenlos Kampagnen auf hoher See durch, um gegen den illegalen Walfang, dem Fischfang mit Treibnetzen und Langleinen sowie dem Abschlachten von Delfinen und Robben vorzugehen. Seine Devise: „Wir sind hier, um schutzlosen Walen beizustehen. Wir wedeln nicht mit Transparenten. Wir schreiten ein.“

Damit Paul Watson mit seiner Besatzung von Sea Shepherd seine Kampagnen auf See durchführen kann, zählen Pierce Brosnan, Martin Sheen, Christian Bale, John Paul DeJoria, der Chef des Kosmetikunternehmens Paul Mitchell, Yvon Chouinard, die Gründerin des Outdoor-Ausrüsters Patagonia sowie Steve Wynn, ein Hotel- und Casinobetreibers in Las Vegas, zu seinen großzügigen Spendern und Unterstützern.

Beistand kam auch aus dem buddhistischen Tibet: 1986 kam ein Mönch an Bord und übergab Watson eine Holzfigur; ein paar Jahre später, 1989, begegnete Watson dem Dalai Lama, der ihm erzählte, dass er es war, der ihm die Holzfigur geschickt hatte. Die Figur ist „Hayagriva“ und der Dalai Lama wollte ihm mit dem Geschenk folgende Botschaft übermitteln: „Man darf nie jemanden Schaden zufügen, aber manchmal muss man ihm einen höllischen Schrecken einjagen.“ Man kann die Figur auch so interpretieren: Solange Paul Watson mit seinen Aktionen niemanden verletzt, steht der Dalai Lama hinter ihm.

“Captain Paul Watson ist der wohl aggressivste, entschlossenste, aktivste und effektivste Verteidiger der Wildnis”, sagte der kanadische Schriftsteller Farley Mowat einmal über den gebürtigen Kanadier Paul Watson. Das “Time Magazine” bezeichnete ihn im Jahr 2000 als “Helden des 20. Jahrhunderts”.

Auch die Partei Mensch Umwelt Tierschutz ist der Meinung, dass Paul Watson zu recht als Held bezeichnet werden kann: Paul Watson verteidigt seine Ideale von Gerechtigkeit mit Mut, Aufopferungsbereitschaft und Einsatzbereitschaft: „Helden sind Menschen, die für Andere oder im Namen einer Idee große Taten vollbringen und dabei ihr Leben wagen.“

Aus diesem Grund möchte die Partei Mensch Umwelt Tierschutz am 23. Juni 2012 auf dem 29. Bundesparteitag in Frankfurt am Main eine Sonder-MUT-Medaille an Paul Watson verleihen, da er sich in herausragender Weise für den Schutz von Leben einsetzt. Die heutige Zeit braucht Lebensschützer im umfassenden Sinne, insbesondere im Hinblick darauf, dass die Erde durch den Menschen bereits massiv geschädigt wurde und es globaler Anstrengungen bedarf, um „zu retten, was zu retten ist“.

Falls Paul Watson bis dahin noch nicht nach Costa Rica ausgeliefert wurde und er sich weiterhin gegen Kaution auf „freien Fuß“ in Deutschland befindet, wird er als Ehrengast auf diesem Bundesparteitag die MUT-Medaille selbst entgegennehmen können. Ansonsten wird ein Vertreter von Sea Shepherd seinen Platz einnehmen.

Sea Shepherd – Demo in Berlin am 23.05.2012

Partei MUT als einzige Partei vor Ort!

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz setzte ein deutliches Zeichen der Solidarität mit Paul Watson bei der Demonstration am 23.05.2012 in Berlin und damit auch ein klares Signal an die Bürger/innen dieses Landes, dass der Schutz der Weltmeere und ihrer Bewohner bei uns ganz oben auf der politischen Agenda steht. Neben den schwarz-weißen Bannern von Sea Shepherd waren die blauen Fahnen mit dem Regenbogen-Logo unserer Partei nicht zu übersehen.

 

 

 

Allein der Landesverband Hamburg war mit 9 Parteimitgliedern zu dieser kraftvollen Demonstration vor der Siegessäule in Berlin angereist. Die Vorsitzende des Landesverbandes Hamburg, Bettina Jung, hatte schon im Vorfeld auf Facebook für diese Protestveranstaltung „getrommelt“ und damit sicher dazu beigetragen, dass sich so viele Paul Watson-Unterstützer dort einfanden. Auch der Bundesvorsitzende Stefan Bernhard Eck und Sabine Jedzig aus dem Vorstandssekretariat waren nach Berlin angereist, um gegen die Auslieferung nach Costa Rica zu demonstrieren. Der Landesverband Berlin wurde durch Artur Kalka und Michael Marx vertreten.

 

 

Der Bundesvorsitzende (als Zeichen der Verbundenheit im Sea Shepherd-Outfit) nahm die Gelegenheit wahr, um mit Captain Watson über die politischen Hintergründe seiner skandalösen Festnahme am 13. Mai 2012 auf dem Frankfurter Flughafen einen Gedankenaustausch zu führen und ihm gegenüber die uneingeschränkte Solidarität unserer Partei auszusprechen. Er erfuhr dabei, dass Deutschland leider der einzige Staat weltweit ist, der Paul Watson auf Grund des Auslieferungsantrages von Costa Rica aus dem Jahre 2002 auf der sogenannten „Roten Liste“ noch führt.

Bemerkenswert war auch, dass außer der Partei Mensch Umwelt Tierschutz keine andere deutsche Partei in Berlin an dieser Demonstration für die Freilassung von Paul Watson, der aktiven Meeresschutz betreibt, teilnahm. Anscheinend ist ihnen dieses Thema nicht besonders wichtig…

Originalansprache von Paul Watson in Berlin: (Hier Video ansehen)

Teilnahme der Partei Mensch Umwelt Tierschutz bei der „VeggieWorld“-Messe in Wiesbaden

Nach dem großen Erfolg im Vorjahr findet vom 24. bis 26. Februar 2012 in den Rhein-Main-Hallen in Wiesbaden erneut die „VeggieWorld“-Messe statt – auch bekannt als „Messe für nachhaltiges Genießen“. Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird dort ebenfalls mit einem Informationsstand vertreten sein und die Besucherinnen und Besucher anhand von umfassendem Informationsmaterial mit ihrem ganzheitlichen Konzept vertraut machen, das Mensch, Tier und Umwelt gleichermaßen berücksichtigt.

Im Rahmen ihres vielfältigen politischen Programms vertritt die Partei Mensch Umwelt Tierschutz als einzige Partei Deutschlands konsequent die vegetarisch/vegane Lebensweise als wichtige Voraussetzung dafür, den tierquälerischen Haltungsbedingungen der sogenannten Nutztiere einen Riegel vorzuschieben, die fortschreitende Schädigung des Klimas aufgrund der exzessiven Tierhaltung einzugrenzen, der Abholzung der Regenwälder zwecks Ausdehnung von Rinderweiden sowie der rapiden Abnahme der Artenvielfalt durch Monokulturen entgegenzuwirken u.v.a.m. Nicht zuletzt angesichts des Hungers in der Welt ist der Fleisch-Konsum nicht mehr zu verantworten!

Laut Veranstalter nehmen an der diesjährigen Messe noch mehr Aussteller teil als 2011. Auch ein im Vergleich zum Vorjahr erweitertes Rahmenprogramm mit Vorträgen usw. wird mit dafür sorgen, dass sich die VeggieWorld-Messe mit ihrem positiven, zukunftsfähigen Konzept zweifellos als fester Bestandteil der Messe-Angebote in der Bundesrepublik etablieren wird.

Margret Giese
Generalsekretärin
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

Die Massaker an den Straßentieren in der Ukraine gehen weiter

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz fordert: Fair Play – Europa-Fußballmeisterschaft ohne Tiermorde!

Die Massaker an den Straßentieren in der Ukraine scheinen trotz gegenteiliger Beteuerungen der politisch Verantwortlichen unvermindert weiterzugehen. Das ZDF berichtete am 09. Februar 2012 in den Nachrichten mit schockierenden Bildern über die „Säuberungsaktionen“ in den Austragungsstädten der EM 2012.

Am 11. Februar 2012 finden in 16 deutschen Städten Demonstrationen gegen die Massaker an den Straßentieren in der Ukraine statt. Dies ist ein deutliches Signal, dass die Bürger/innen dieses Landes nicht mehr tatenlos zusehen wollen, wenn Zigtausende heimatloser Hunde und Katzen aus fadenscheinigen Gründen getötet werden.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz wird sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten an diesen Aktionen beteiligen. Der Bundesvorsitzender Stefan Bernhard Eck wird an der Großdemonstration in Frankfurt am Main persönlich teilnehmen.

Margret Giese
Generalsekretärin
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

Landesvorsitzender von NRW wird von “Gänsereiter” verklagt

Am heutigen 26.01.2012 wurde vor dem Landgericht Bochum die Klage eines “Gänsereiters” gegen den Landesvorsitzenden der Partei Mensch Umwelt Tierschutz NRW verhandelt. Es ging um ein Schmerzensgeld in Höhe von 3.000,-€, welches der Kläger geltend machte. Bei Kundgebungen gegen das Gänsereiten in Wattenscheid-Höntrop und Wattenscheid-Sevinghausen im Jahr 2011 wurden Bilder gezeigt, auf denen er während des Abreißen des Gänsekopfes zu erkennen war. Die Klage wurde mit einem Vergleich beendet, demnach 3 strittige Bilder nicht mehr gezeigt werden dürfen. Einen zu vergütenden Schmerz des Gänsereiters vermochte das Gericht nicht zu erkennen.

In den o.g. Ortsteilen der Stadt Bochum wird alljährlich zu Rosenmontag ein sehr grausamer Karnevalsbrauch abgehalten, eben das Gänsereiten. Eine vorher getötete Gans wird kopfüber an ein Seil aufgehängt und die sog. Gänsereiter müssen dann dem Tier den Kopf abreißen. Ein blutiges und ekelerregendes Spektakel, gegen das es seit Jahren massive Proteste gibt. Wir als Partei Mensch Umwelt Tierschutz beteiligen uns an diesen Protesten, aus diesem Grund hatte unser Landesvorsitzende Michael Siethoff im Jahr 2011 Protestkundgebungen angemeldet.

Vor Gericht ging es nun darum, ob Bilder verwendet werden dürfen, die den Gänsereiter beim Kopfabreißen zeigen. Von diesem Vorgang kursieren im Internet, in den Printmedien und in diversen Bildarchiven unzählige Bilder, verschiedenster Akteure. Die besagten Karnevalsvereine sind geradezu stolz auf ihr Treiben und verweisen auf eine jahrhunderte lange Tradition. Auch vom klagenden Gänsereiter gibt es Fotos zu finden, auf denen er deutlich zu erkennen ist.

Dem Vergleichsvorschlag des Gerichtes wurde von Seiten Siethoffs letztlich zugestimmt, da das Gericht erkennen ließ, dass es skurrilerweise den Kläger nicht als relative Person der Zeitgeschichte sieht. Dieser juristische Begriff besagt, dass sich solche Personen nicht auf das Recht am eigenen Bild berufen können, wenn sie sich örtlich/zeitlich begrenzt exponiert in der Öffentlichkeit zeigen. Da weitere Prozesse aber letztlich nur Kraft und Aufwand bedeuten und ein nicht unerhebliches finanzielles Risiko bergen, wurde dem Vergleich zugestimmt.

Dies bedeutet natürlich nicht, dass unsere Partei nicht weiter gegen den Karnevalsbrauch des Gänsereitens mit echten Gänsen weiterhin demonstrieren wird. Vielmehr werden wir unsere Proteste dieses Jahr massiv ausweiten. Bochum ist die letzte Stadt in NRW, in der für solche Traditionsveranstaltungen weiterhin echte Tiere “verwendet” werden. In Dortmund, Olpe, Leverkusen, Essen und weiteren Städten hatten die Behörden das Tierschutzgesetz umgesetzt. Gerade im Hinblick auf das im Grundgesetz inzwischen verankerte Staatsziel Tierschutz wollen wir uns dafür einsetzen, dass auch in Wattenscheid weiterhin Karneval gefeiert wird, nur das dafür keine Tierleichen zerfleddert werden.

Partei Mensch Umwelt Tierschutz – Tierschutzpartei LV NRW
Michael Siethoff
Landesvorsitzender
Rahmenstraße 10
58638 Iserlohn
Tel. 0151 210 49 613
E-Mail: michael-siethoff (at) tierschutzpartei.de

 

Totenwache für massenhaft getötete Tiere in der Ukraine

LV Rheinland-Pfalz in Aktion

Die Mainzer Künstlerin und Tierschützerin Elsgit Voss hatte am Samstag zu einer Totenwache am Mainzer Schillerplatz aufgerufen, um auf die Massentötungsaktionen an heimatlosen Hunden anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2012 in der Ukraine aufmerksam zu machen und um den zu Tode geschändeten Tieren Respekt zu erweisen.

Trotz des nass-kaltem Dezemberwetters folgten viele traurige Menschen diesem Aufruf und nicht selten zeigten sich auch zufällig vorbeieilende Passanten über diese lebensverachtenden Vorgänge in der Ukraine betroffen und empört.

Auch die Mitglieder des neu gewählten Landesvorstandes Rheinland-Pfalz folgten dem Aufruf der Künstlerin und erwiesen den ermordeten Tieren ihren Respekt.

Ukraine: Kein Hundemord zur EM 2012!

LV Niedersachsen in Aktion

Am 18.12.2011 fanden sich in Braunschweig vor dem Stadion “Eintracht Braunschweig” Tierschützer ein, um gegen die Hundemorde zur EM 2012 in der Ukraine zu demonstrieren. Streunerhunde werden dort vergiftet, lebendig verbrannt oder lebendig begraben, um die Straßen für die Fußball-Europameisterschaft 2012 zu “säubern”.

Die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war mit Danny Picken, Harald Piltz und Sabine Pankau vertreten. Es wurden über 600 Flugblätter verteilt und auch die örtliche Presse war anwesend.

Zum Protest: www.peta.de

Der Tierrechtskongress 2011 in Wien

Partei Mensch Umwelt Tierschutz vor Ort…

Vom 08. – 11. Dezember 2011 fand in Wien/ Österreich der 4. Tierrechtskongress statt. Sabine Pankau, Astrid Suchanek und Michael Siethoff von der Partei Mensch Umwelt Tierschutz waren dort mit einem Info-Stand vertreten – neben der Veganen Gesellschaft Österreichs, den „Kreaktivisten“, dem Verein “RespekTiere” aus Salzburg und weiteren Organisationen. Während der vier Tage fanden zahlreiche Vorträge, Workshops, Arbeitskreise, Filmvorführungen und Ausstellungen statt – mit ReferentInnen aus dem deutschsprachigen Raum, aber auch aus Italien, Norwegen und anderen europäischen Ländern. In zeitweise bis zu drei verschiedenen Räumen gab es von der praktischen Tierrechtsarbeit bis hin zu universitären/wissenschaftlichen/philosophischen Aspekten im Tierrechtsbereich wohl so ziemlich alles zu hören, was man zu diesem Thema wissen sollte.

Einen Themenschwerpunkt bildete dabei natürlich das Verhalten der österreichischen Polizei und Justiz im Zusammenhang mit der skandalösen Verfolgung der Tierrechts- und -schutzszene nach § 278a des österreichischen Strafgesetzbuches (siehe Infobox). Dies wurde z.B. thematisiert in der Ausstellung und im Vortrag des TR-Künstlers Chris Moser oder beim humorigen Vergleich des Tierschutzprozesses mit einem realen historischen Hexenprozess durch den Germanistikprofessor Max Siller. Das Mensch-Tier-Verhältnis wurde in vielen Facetten beleuchtet, so z.B. gleich im ersten Vortrag von Prof. Gabriela Kompatscher von der Uni Innsbruck, die über “Tierschutz-Avantgarden und Freundschaften mit nichtmenschlichen Tieren in der Antike und dem Mittelalter” berichtete. Aber auch mit handfesten Tierrechtskampagnen wurde man bekannt gemacht, z.B. von Mahi Klosterhalfen von der Albert-Schweitzer-Stiftung, der die “Käfigfrei-Kampagne” in Deutschland vorstellte, oder von einem italienischen Aktivisten, der den Anwesenden die dortige “Fermare Green Hill Campaign” näherbrachte.

Sebastian Zösch vom Vegetarierbund machte in einem Vortrag einige Vorschläge, wie Kampagnen grundsätzlich besser laufen könnten.

 

Der Bogen wurde bei diesem Kongress weit gespannt – über die Schadstoffbelastung veganer Lebensmittel wurde berichtet sowie über das Thema Nährstoffe allgemein; die Verbindung von Speziesismus und menschenbezogenen Benachteiligungsformen wurde thematisiert, desgleichen Hundeerziehung aus tierrechtlerischer Sicht und theologische Fragen zu Tierschutz und Tierrechten sowie deren Behandlung im Unterricht. Ein weiteres Thema war die Hühnerschlachtfabrik in Wietze und der Widerstand dagegen u.v.m.

Die einzelnen Bereiche, über die sich die mehreren Hundert Kongress-BesucherInnen informierten bzw. an denen sie mitarbeiten konnten, lassen sich an dieser Stelle nicht alle aufzählen.

Bei einem solchen Treffen ist – neben konkreten Angeboten – ein mindestens ebenso wichtiger Aspekt das Zwischenmenschliche. Man steht plötzlich Menschen gegenüber, die man vorher vielleicht nur virtuell oder gar nicht kannte. Neue Kontakte werden geknüpft, alte aufgefrischt.

Der Tierrechtskongress 2011 in Wien war nicht nur für den veranstaltenden VGT (Verein gegen Tierfabriken) ein Erfolg, sondern sicherlich für alle TeilnehmerInnen. Neben all den Vorteilen des Internets und den dadurch vorhandenen Möglichkeiten der Vernetzung ist die reale Ansprache zweifellos noch immer die beste Verbindung zwischen den Menschen. In Wien spürte man: Dies war ein Treffen von motivierten Menschen, die sich, jeder auf seine Weise, für Tierrechte einsetzen möchten oder es bereits tun. Die diesjährige Tierrechtsveranstaltung hat zweifellos der Bewegung insgesamt und jedem Einzelnen einen positiven Schub verliehen!

Infobox:

Ab dem Jahr 2006 wurden die Strafverfolgungsbehörden in Österreich aktiv und sammelten vermeintliche Beweise in aufwendiger und kostenintensiver Ermittlungsarbeit. Es sei hier gleich betont, dass keinem der betroffenen Personen auch nur eine konkrete Straftat oder auch nur eine einzige Ordnungswidrigkeit nachgewiesen werden konnte. 2008 fanden dann Hausdurchsuchungen statt, und 10 Personen wurden für bis zu 3 ½ Monate in Untersuchungshaft genommen.

Das Ganze mündete dann in einen Prozess nach § 278a des österreichischen Strafgesetzbuches. Den angeklagten TierrechtlerInnen wurde die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Ein absurder Vorwurf, wurde besagte Rechtsvorschrift doch eingeführt, um Menschenhändler, Waffenschieber und andere Schwerverbrecher aburteilen zu können. Stattdessen wurden legal arbeitende AktivistInnen von Tierschutz- und -rechtsorganisationen jahrelang abgehört, ihre E-Mail-Korrespondenz wurde abgefangen und gelesen, es kamen rechtswidrig eingesetzte V-Leute zum Einsatz.

Dabei muss den Angeklagten nach § 278a gar keine konkrete Straftat nachgewiesen werden können, sondern es reicht die Mitgliedschaft in einer “kriminellen Vereinigung“. Dass sich die zehn Inhaftierten wegen inhaltlicher Differenzen mitunter überhaupt noch nie gesprochen hatten, sie noch nie zusammen Demonstrationen organisiert oder Flugblätter erstellt hatten – dies alles interessierte die österreichischen Behörden nicht. Dem Tierrechts-Künstler Chris Moser wurde in dem Prozess tatsächlich zum Vorwurf gemacht, dass er mit seiner künstlerischen Arbeit seine tierrechtlerische Gesinnung zum Ausdruck bringen wollte…

Der Prozess endete vorläufig mit einem Freispruch in allen Punkten für sämtliche Angeklagte. Allerdings steht noch die schriftliche Begründung des Urteils durch die Richterin aus. Der Staatsanwalt kann dann gegen die Freisprüche noch in Revision gehen. So oder so werden alle Angeklagten bzw. jetzt Freigesprochenen noch lange mit den Folgen zu kämpfen haben. Sie müssen zum einen die zum Teil geheimen Verfolgungsmaßnahmen durch die Behörden und die mehrmonatige Inhaftierung psychisch verarbeiten und zum andern die finanziellen Folgen tragen. Im Gegensatz zum deutschen Recht erhält ein Freigesprochener in Österreich die Kosten für die anwaltliche Vertretung nicht bzw. nur in marginaler Höhe erstattet. 6-stellige Beträge sind hier von jedem Einzelnen zu tragen – und dies bei einer einjährigen Prozessdauer, während derer zweimal in der Woche Termine anberaumt wurden.

Der österreichsche Staat und seine Justiz haben sich durch ihr Vorgehen auch international massive Kritik, u.a. von Amnesty International eingehandelt. Im Übrigen ist es ist nichts weniger als skandalös, dass keine irgendwie geartete Wiedergutmachung des Unrechts an den TierrechtlerInnen stattgefunden hat – eine Schande für die österreichische Justiz!

Michael Siethoff

Die EU setzt weiter im großen Stil auf die Kernkraft

Ein Grundsatzpapier der Europäischen Union sieht in den nächsten 20 Jahren den Bau von bis zu 40 neuen Kernkraftwerken vor. EU-Energiekommissar Günther Oettinger beschreibt in dem Entwurf „Energy Roadmap 2050“, ein europäisches Gerüst für die nationale Energiepolitik und hebt die Kernenergie darin als „wichtigen Faktor“ hervor.

Die Bedenken vieler Europäer bezüglich der Sicherheitsrisiken und des Abfallproblems werden in dem Papier zwar erwähnt, durch eine neue Generation der Kerntechnik soll jedoch die Akzeptanz der Bevölkerung zurückgewonnen und unterschwellig eine Renaissance der Kernkraft eingeleitet werden.

Mit geplanten Subventionierungen ähnlich dem Erneuerbare-Energien-Gesetz soll der Druck auf noch unwillige Regierungen erhöht werden und mit dem nachgewiesen falschen Argument der CO2 Neutralität die Kernenergie als notwendiger Eckpfeiler für die Rettung des Klimas wieder hoffähig gemacht werden.

Seit dem mehrfachen GAU in Fukushima sind 8 Monate vergangen; ein Zeitrahmen, der von der Kernkraftlobby für eine Relativierung der Ereignisse im Gedächtnis der Bevölkerung unter Einwirkung der Massenmedien zugestanden wurde. Der Prozess des Vergessens und der Umkonditionierung ist nach dieser Zwangspause weit genug fortgeschritten, dass ein strategisch wohl dosiertes Handeln für die Interessen der Energiekonzerne wieder machbar ist.

In Deutschland gibt eine derart perfide Machtpolitik der von rein wirtschaftlichen Kräften gesteuerten Europäischen Kommission Anlass zur Befürchtung einer schleichenden Unterwanderung des Ausstiegs aus der Kernkraft. Die Kernkraftlobby weiß, dass bei uns eine Grundversorgung zu 100% aus regenerativen Energien nicht möglich ist. Es darf daher vermutet werden, dass sie nach ein paar Stromausfällen als Retter in der Energienot auftreten und die Bevölkerung mit einer revolutionär sicheren Kerntechnologie weiter in Abhängigkeit halten wird.

Mit berechnender Ignoranz und getrieben von der Gier nach Profit verschweigen oder verharmlosen die Lobbyisten alle weiter bestehenden Nachteile der neuen Kerntechniken (extrem umweltschädlicher Uranabbau, radioaktiver Abfall, nicht kalkulierbare Risiken beim Betrieb). Die Bevölkerung darf sich von den Geschichten der Lobby nicht blenden lassen. Es gibt wirkliche Alternativen, umweltfreundliche Zukunftstechnologien wie z.B. die Raumenergietechnik. Nur durch die breite Anwendung dieser sauberen Energietechnologien können wir den Lebensraum für unsere Nachkommen bewahren und uns aus der Umklammerung der Energiekonzerne befreien.

Dr. Thorsten Ritz
Leiter des Bundesarbeitskreises Alternative Energien
Partei Mensch Umwelt Tierschutz
Bundesgeschäftsstelle, Abteilung Presse-Arbeit
Fritz-Schumacher-Weg 111, 60488 Frankfurt/Main

 

Filmvorführung „Meat the Truth“ mit Podiumsdiskussion in Bamberg

Redebeiträge des Bundesvorsitzenden überzeugten das Publikum

Am 25.11.2011 wurde der Film „Meat the Truth“ im großen Saal des Gasthofes „Kunigundenruh“ in Bamberg / Litzendorf vorgeführt. Der Einladung waren mehr als 80 interessierte Bürger/innen aus Bamberg und Umgebung gefolgt, die sich über die Auswirkungen der globalen Fleischproduktion auf die Klimaerwärmung informierten.

Anschließend diskutierten Vertreter aus Politik, Landwirtschaft und Tierschutz sowie ein Vertreter der protestantischen Amtskirche über das brisante Thema.

 

Für die Partei Mensch Umwelt Tierschutz war der Bundesvorsitzende Stefan B. Eck vor Ort, der das Publikum mit seinen Redebeiträgen begeisterte und die Anwesenden von der Notwendigkeit einer politischen Offensive bez. der Ernährungsgewohnheiten überzeugte. Unterstützt wurde Stefan B. Eck durch die Referentin des Vebu, Silke Bott, die vor allem die gesundheitlichen Aspekte der vegetarischen Ernährung ins Feld führte.

Neben den ausführlichen Informationen über Vegetarismus und Veganismus hatten die anwesenden Gäste am veganen Buffet die Gelegenheit, sich auf angenehme Art und Weise mit veganen Lebensmitteln vertraut zu machen.